Sternenschnee

Existenzsicherg.(46.D)Zinseszins

Kim Carrey:

Sternenschnee (258)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Existenzsicherung

(46.D) Zinseszins

http://kim-carrey.myblog.de

Seit dem 26.09.2016 wird das Kapitel Nr. 46 >Existenzsicherung< gepostet mit den TAGs: (Teil A): Löwe, Graue Magie, Willenskraft, Tor der Elemente, Maha-Rajas, Licht Christi; (Teil B): Karma-Herr, Träume, Erbe, Sorgen, Zerberus, Luxus, Armut; (Teil C): Obdachlosigkeit, Lebensminimum, R.M. Rilke, Erbe, Fünfte Dimension; (Teil D): Zinses-Zins-Effekt, Unrechtssystem, Arbeitskraft als Ware, ahrimanische Kraft, Arbeitslosenhilfe, Grundeinkommen; (Teil E): monetär, Trott, Epikuräer, Goldstaub, Klassenkampf; (Teil F): Erhaltungsellipse, gottlos, Materie, CF-Syndrom, Apanage; (Teil G): Herr der Ringe, Fließendes Geld, Mitläufer-Eliten, Günter Wallraff, Grundeinkommen;

(Teil H ist in 2 Sequenzen aufgeteilt und wird an 2 Tagen hintereinander doppelt gepostet): Schuld(en)knechtschaft, Griechenland-Krise, Michael Ende, Schenkungen, World Trust Fonds □.

 

Prinzipielle Anmerkung (29.09.2016): Im übrigen enthält mein Blog eine Art lexikalisches Nachschlagewerk durch ein Stichwortverzeichnis mit vermutlich mindestens 3000 esoterischen Begriffen, welches im unteren Zehntel der Zusatzseitenspalte vorhanden ist: http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1897472/Stichworter-mit-A.

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Allerdings gibt es andere moderne (und sonst sehr wissenschaftliche) Aussagen von Jesus[1], die Er in dem Buch von GLENDA GREEN mit dem Titel >Unendliche Liebe< ihr gegenüber 1991 direkt ausgesprochen hat, wobei allerdings nicht ausdrücklich von Geld oder materiellem Reichtum die Rede ist.

 

Jesus äußert dort (m.E. für alle Menschen gemeint): „All die Liebe, die du hast und kennst, ist immer dein. Eine Trennung davon kommt einer Trennung von deinem Wohlstand gleich. Es ist nicht besonders erstaunlich, dass so viele Menschen Schwierigkeiten haben, wenn sie das, was sie lieben, unterdrücken, vergessen oder verleugnen. Du wurdest als Liebe erschaffen, um dich mit dem zu verbinden, was deine Liebe erweitert und vervollständigt. Du hast ein Recht auf diese Freude, diese Erfüllung und diesen Reichtum[2].

 

Ansonsten werden hier im Kapitel verschiedenste Ansätze dargelegt, die alle C. PONDER nicht bestätigen, sondern die den Grund von Armut und Reichtum in dem Unrechtssystem der Zinswirtschaft sehen. So sind auch alle meine folgenden Darlegungen jeweils wiederholte Relativierungen von vorher beschriebenen Standpunkten, wobei ich mich in letzter Konsequenz doch eher Richtung Armutsdenken bzw. an einer christlichen Sichtweise orientieren würde. So habe ich auch bei einer Lebensversicherung für den Fall meines frühzeitigen Todes diese einer Obdachloseninitiative überschrieben.

 

Als ein für mich zunächst ganz entscheidendes Argument gegen das christliche Armutsdenken (was tief in mir verwurzelt ist) war die Aussage von C. PONDER, dass das göttliche Universalbewusstsein für jeden Menschen nur das tun kann, was es durch den jeweiligen Menschen zu tun imstande ist. Und dies ist abhängig von dessen Gedanken und Vorstellungen, welche zu seinem Reichtum führen (oder eben nicht)[3]. Konkret bedeutet dies, dass prinzipiell jeder Mensch von Gott aus finanziellen Reichtum bekommen würde, wenn dies in der wahren Vorstellung dieses Menschen vorhanden wäre. PONDER: „Wirklich, dieses wundervolle Weltall ist reich und freundlich zu jedermann. Es wünscht, dass die gesamte Menschheit reich, gesund und glücklich ist“[4].

 

In der Vorstellung der meisten Menschen ist jedoch finanzieller Reichtum nicht wirklich tief verankert, sondern im Gegenteil: Die Masse der Menschen ist tief unbewusst auf Armut getrimmt – u.z. schon von der historischen, gesellschaftlichen und individuellen Sozialisation her. C. PONDER legt dar, wie das späte feudalistische Mittelalter die Lehre von der „Armut und Buße“ den Massen als einzigen Weg zur Erlösung gebot, wodurch „Entbehrung und Mangel“ zu christlichen Tugenden erhoben wurden[5].

 

Dass die Reichen dieser Welt auch heute noch bewusst und gezielt die Masse der Menschen von finanziellem Wachstum abhalten, dies legt PETER MANGOLD dar, wenn er aufschlüsselt, wie die Zinses-Zins-Geschäfte im Prinzip nur für Millionäre zugänglich sind, während das Fußvolk mit einem Jahreszins abgespeist wird, der gerade mal ein bisschen höher liegt als die Inflation.

 

Dabei weiß jeder Schüler, dass bei einer Anlage von 100 Euro für 100 Jahre danach ungefähr eine Million Euro entsteht – mit Zins und Zinseszinsen. Dass jedoch ein Kleinanleger täglich, ja stündlich seine eigenen Zinsen wieder auf das Kapitel aufschlägt und so stündlich, ja täglich um die aufgeschlagenen Zinsen vermehren kann, dies ist erst durch das Internet für jeden Menschen ab 18 Jahren möglich geworden und anscheinend durch bestimmte Anlegesysteme[6], die durch MANGOLD angeboten werden, professionalisiert worden[7].

Auch die Banken selbst wirtschaften damit, aber in ihre eigene Tasche und lassen die Kleinanleger an diesen Gewinnen nicht teilhaben, u.a. weil natürlich ihr eigener Verwaltungsaufwand viele Gelder verschlingt.

 

So bereichernd und erfreulich nun für den Anleger die Zinses-Zinsen sein mögen, so sind sie von einem geisteswissenschaftlichen[8] Standpunkt aus jedoch extrem problematisch, ja als antisozial anzusehen. Der Zinseszinseffekt bedeutet nämlich eine beschleunigte (exponentielle) Vermehrung von Geld, die als unnatürlich und irreal von CREUTZ bezeichnet wird. Es handelt sich hier um eine wuchernde Vermögensbildung (wobei die Wucherung natürlich auch für den Fall von Schulden gelten würde). Durch diese Wucherung wird eine Polarisierung in Arm und Reich (siehe Kapitel 17-B >Erscheinen einer Sonne<) eingeleitet, die sozialen Unfrieden und letztlich Ruin der Volkswirtschaft bedeutet[9].

 

Selbst mit nur dem Jahreszins ist diese Problematik gegeben. Von den Banken wird dem Sparer suggeriert, dass sich sein überschüssiges Geld auf wundersame Weise vermehrt. „Was die Bank jedoch verschweigt, sind die wirklichen Zusammenhänge. Denn ´ohne einen Finger krumm zu machen`, kann man nur dann zu Geld kommen, wenn dieses Geld einem anderen genommen wird“. Und zwar wird es einem anderen Menschen genommen, der dafür arbeiten muss. „Also immer wenn jemand ohne eigene Leistung eine Mark erhält, muss sie einem anderen, der geleistet hat, aus der Tasche gezogen werden“[10], d.h. also in Wahrheit gestohlen werden.

 

Auch von STEINER wird die Zinspolitik aufgegriffen. Danach ist nicht erst die Zinseszinsvermehrung etwas höchst Unnatürliches innerhalb der sozialen Ordnung, sondern bereits die Vermehrung von Geld, wenn man es überhaupt bloß besitzt. STEINER: „Man legt es auf die Bank und bekommt Zinsen. Das ist das Unnatürlichste, was es geben kann. Es ist eigentlich ein bloßer Unsinn. Man tut gar nichts und bekommt Zinsen dafür“[11].

 

Und STEINER charakterisiert den Begriff „Geld“, dass dieses „nichts weiter“ ist als ein Schein, eine Anweisung, dass man eine gewisse Macht hat über die Arbeitskräfte der Menschen. Natürlich ist es genau dadurch, dass es eine Macht ist, sehr viel. „Geld bedeutet ein Äquivalent für Ware und Arbeitskraft heute“ [12].

Und STEINER wirft die Frage auf, die dann später auch (hier) beantwortet wird: „Was bedeutet das (geistig; Anm.d.Verf.), dass ich zehn Hundertmarkscheine von Hand zu Hand gehen lasse, die aufrufen, dass soundso viele Menschen, die Kopf und Herz und Sinn haben, arbeiten müssen? Was bedeutet das?[13]

 

STEINER thematisiert dann den Fall, dass jemand, ohne dass er sich selbst für die Menschen anstrengt, Geld hat. Dieser kauft sich nun für das Geld etwas. Er ist sogar in der Lage, sich ein ganz angenehmes Leben zu zimmern dadurch, dass er dieses Geld hat, welches Anweisung auf menschliche Arbeitskraft ist. Dieser Mensch braucht nun gar kein schlechter Mensch zu sein, sondern kann sogar ein ganz guter strebsamer Mensch sein.

 

Geistig müssen jedoch ganz andere Gesichtspunkte in Betracht gezogen werden! Zunächst äußert STEINER: „Man denkt, man liebe schon die Menschen, wenn man sich für sein ererbtes Geld zum Beispiel irgend etwas kauft, oder wenn man es selbst schenkt. Wenn man es schenkt, tut man ja auch gar nichts anderes, als dass man für denjenigen, dem man das Geld schenkt, soundso viele Leute arbeiten lässt. Es ist nur ein Machtmittel“[14].

 

Dabei ist das Problem die Zirkulation des Geldes (also der Übergang des Geldes von einem Menschen auf einen anderen), ohne dass mit dem Geld zugleich Ware zirkuliert. „Denn mag der Mensch noch so sehr sich bestreben auf irgendeinem Gebiete: in dem, was Geld als Geld scheinbar produziert, lebt ahrimanische Kraft[15]. Sie können nicht erben, ohne dass soundso viel ahrimanische Kraft mit dem Gelde übergeht. Es gibt keine andere Möglichkeit, Geld in heilsamer Weise innerhalb der sozialen Struktur zu haben, als es christlich zu haben, das heißt, zu erwerben so, dass man mit dem, was man zwischen Geburt und Tod entwickelt, das Geld erwirbt“[16].

 

Dies entspricht vermutlich der Aussage von GOETHE: „Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen“[17], wobei hier dem Erben doch noch die Chance gegeben ist, das (ahrimanische) Erbe in einen christlichen Erwerb umzuwandeln, die nach STEINER so anscheinend nicht existiert.

 

Und nun beantwortet STEINER auch, was ererbtes Geld geistig bedeutet: „Was tun Sie also, wenn Sie selbst nicht arbeiten, aber Geld haben und dieses Geld hingeben und der andere Mensch dafür arbeiten muss? Dann muss der Mensch das zu Markte tragen, was sein himmlischer Anteil ist, und Sie geben ihm nur Irdisches. Sie bezahlen mit nur Irdischem, mit rein Ahrimanischem. Sehen Sie: das ist die geistige Seite der Sache. Und wo Ahriman im Spiel ist, kann nur Untergang entstehen“[18].

 

Dieser Zusammenhang besteht aber nicht nur bezüglich eines Gelderbes, sondern anscheinend auch für jede Rente, die ein Mensch bezieht (und vermutlich auch für sonstige finanzielle Unterstützungen wie Arbeitslosengeld und Sozialhilfe). Völlig unabhängig davon, ob der betreffende Mensch ein anständiger Mensch ist oder nicht: Wenn er von seiner Rente dies oder jenes bezahlt, dann tut dieser Mensch tatsächlich dieses, „dass er Ahriman für Gott gibt“[19]. Auch wenn man dazu in der gegenwärtigen sozialen Struktur vielfach gezwungen ist, sollte man trotzdem der Wahrheit ins Auge schauen – äußert STEINER.

 

Dabei könnte man nun meinen, dass der Mensch arbeiten muss und die Entlohnung durch Geld das einzig Maßgebliche und Richtige sei. Dies ist aber nun auch wieder nicht der Fall, sondern die Zusammenhänge sind so, dass sich Heilsamkeit im sozialen Zusammenhang nur ergeben würde, wenn der Mensch nicht von seiner Arbeit, sondern aus anderen Quellen der Sozietät sein Leben fristen könnte.

Dies ist heute noch nicht Realität, wird aber von gewissen Kreisen als ein prinzipielles Grundeinkommen für alle Bürger – unabhängig von jeglicher Arbeit – gefordert (worüber später noch nähere Ausführungen erfolgen in Teil 46-G).

 

STEINER legt dar: „Das gerade wird die Arbeit wertvoll machen, dass sie nicht mehr entlohnt wird. Denn worauf hingearbeitet werden muss, selbstverständlich vernünftig, nicht bolschewistisch[20], das ist: die Arbeit zu trennen von der Beschaffung der Existenzmittel. … Wenn jemand nicht mehr für seine Arbeit entlohnt wird, dann verliert das Geld als Machtmittel für die Arbeit seinen Wert. … Dann können Sie natürlich nirgends erreichen, dass jemand durch das Geld in die Arbeit gezwungen werden kann. … Geld darf in der Zukunft kein Äquivalent für menschliche Arbeitskraft sein, sondern nur für tote Ware“[21].

 

Dies wird in der Slawischen Kulturepoche[22] wohl definitiv Wirklichkeit geworden sein: Dort wird die Arbeit als Opfer geleistet werden (nicht mehr wie jetzt als Ware). „Die wirtschaftliche Existenz wird dann getrennt sein von der Arbeit; es wird kein Eigentum mehr geben, alles ist Gemeingut. Man arbeitet dann nicht mehr für seine eigene Existenz, sondern leistet alles als absolutes Opfer für die Menschheit“[23].

 

Und über die Darlegung der Gesetze Gottes, welche im Friedensreich Gottes[24] auf der Erde Gültigkeit haben werden, ist auch für den heute schon der Entwicklung zum Gottmenschen Zustrebenden eine Orientierung gegeben. >Jesus, der Christus Gottes< sagt da mittels der >Prophetin Gabriele< aus: „Jede Empfindung, jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tätigkeit ist gesetzmäßig und daher Gebet. Gottmenschen werden also nicht mehr ´im Schweiße ihres Angesichts ihr Brot verdienen`“.

 

Arbeit ist da tätiges Beten. Bei der Arbeit aktivieren Gottmenschen mit gesetzmäßigen Empfindungen, Gedanken, Worten und Handlungen das durch sie fließende ewige Gesetz. „Dieses beginnt dann, durch sie und ihrer Hände Arbeit verstärkt das zu bewirken und zu vollenden, was sie in den fließenden Strom, in das Gesetz eingegeben haben. Ihr Leben ist Geben und Empfangen“[25].

 

So hat der Gottmensch keine Besitzansprüche, denn er lebt in der Fülle; alles gehört ihm. Er arbeitet nicht des Geldes wegen, sondern für die Gemeinschaft, für das große Ganze. Der Gottmensch ist Besitzer der Unendlichkeit, weil die Fülle aus Gott in ihm lebendig ist und er dadurch das große Ganze, die Unendlichkeit, als sein Eigen weiß. Er nennt alles sein Eigentum, erhält und pflegt es nach den ewigen Gesetzen[26].

Bezüglich der Fülle schließt sich hier in der Argumentation ein gewisser Kreis zu den Darlegungen von CATHERINE PONDER, wenn auch von einer anderen Warte aus angegangen und letztlich vielleicht vollkommen anders gemeint.

 

Bei KÜHLEWIND[27] wird leider etwas nicht gerade Tröstliches für alle Menschen ausgesagt, die „im Schweiße ihres Angesichts“ ihre >Existenzsicherung< durch eigener Hände Arbeit „verdienen“ müssen. Denn diese „zwingend notwendige“ Arbeit gehört nach geistiger Betrachtung in das geschlossene System unserer Vergangenheitswelt, die von der Gottheit verlassen worden ist. Diese Arbeit stellt vom spirituellen Standpunkt aus keinerlei Anfang dar; denn sie muss für den Körper (für das Geschaffene) getan werden, weil der Mensch sonst Not leiden würde. Nur ein Tun aus Freiheit jedoch, aus Liebe, schafft Keime für die Zukunft und ermöglicht ein neues Beginnen.

 

Ich selbst habe prinzipiell immer so empfunden. Einmal war mir meine zwangsläufige Arbeit irgendwie immer eine Qual und andererseits habe ich, wenn ich phasenweise arbeitslos war, für mich einfach weiter gearbeitet (allerdings andere Arbeit[28]), so als ob ich nicht offiziell arbeitslos wäre. Es war in mir immer das Gefühl: Auch wenn ich nun durch die Umstände Arbeitslosengeldempfänger geworden bin, so leiste ich mindestens eine entsprechende Arbeit, dass ich das Geld nicht als Almosen[29] empfange, sondern ich es in geheimer Wahrheit mir verdient habe – gemäß dem alten (noch geltenden) Modell, wo Arbeit wie Ware gehandelt wird.

 

Fortsetzung folgt im Teil E zum Kapitel Nr. 46 >Existenzsicherung<.