Sternenschnee


Kim Carrey:

Sternenschnee (2)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Einleitung (1.B) Kein Widerstand

 

 

Ich wiederum kann mein Naturwesen nicht über ein bestimmtes Maß hinaus selbst quälen oder vergewaltigen (wie dies u.U. wahre Asketen beherrschen; siehe hier Kap. Nr. 4 >Asketische Versuche<). Würde ich dies tun, hätte mein Leben für mich selbst gar keinen Sinn. Am deutlichsten ist dies für mich an dem Thema der >Eifersucht< (Kap. Nr. 37) geworden, aber auch bezüglich der >Spirituellen Gemeinschaft< (Kap. Nr. 27), welcher ich über 10 (bzw. 12) Jahre lang zugehörte.

 

Mein Glück ist vielleicht, dass ich mich an viele Träume erinnere, in denen ich positive geistige Rückmeldungen erlebt habe, wie sie z.B. bei den >Kosmischen Phänomenen< (Kap. 15), >Erscheinen einer Sonne< (Kap. 17), >Priesterseele< (Kap. 23) geschildert sind, oder ich auch Zeichen von >Seelenwachstum< (Kap. 45) erlebe, wie den >Signalton< (Kap. 31) oder das >Auftreten von Blitzen< (Kap. 39), >Infrarotes und ultra-violettes Licht< (Kap. 34), >Astraler Stein< (Kap. 35), >Stigmata< (Kap. 6), >Flugträume< (Kap. 22) usw.

 

Die Rechtfertigung dieser sowie anderer Autobiographien und Tagebücher gibt Dr. WILSON van DUSEN, der sich u.a. mit den Traum-Niederschriften des Sehers Emanuel Swedenborg[1] befasst hat: „Indem uns unsere Erfahrung bewusst wird, kommt in unserem Leben das Überirdische zu irdischer Vorstellung – in dieser Verwirklichung besteht unser Leben“[2].

Die hiesige Methode der Verarbeitung von Lebenserfahrungen und Träumen ist die der Phänomenologie. „Dabei sammelt man einfach Rohdaten der Erfahrung und versucht, durch Beobachten, Verstehen und Beschreiben ein Bild der menschlichen Erlebniswelt zu erhalten“[3].

 

Und nach STEINER besteht eben das esoterische Leben zu einem großen Teil darin, dass der Aspirant[4] lernt, die subtilen Vorgänge in sich selbst und in seiner Umgebung richtig zu deuten[5]. Und auch von den Aufgestiegenen Meistern wird zu den Lichtarbeitern gesagt: „Der Dienst, den ihr tut, ist im Grunde genommen einfach der, dass ihr eine Erfahrung weitergebt. In welcher Form das geschieht, ist nicht annähernd so wichtig wie diese Erfahrung selbst“[6].

 

Zudem wird das Ausmaß der Fähigkeit eines Jüngers an seinem Einfluss gemessen, den er durch die Feder, das gesprochene Wort und durch seinen persönlichen Einfluss auf andere Menschen ausübt[7]. Die geistige Wesenheit SaLuSa sagt in einer gechannelten Botschaft vom 09.09.2011: „Es ist wichtig, euer Wissen zu verbreiten; denn es wird all jene aufrichten, die bisher wenig oder gar keine Kenntnis darüber hatten“[8].

 

Am 02. Dezember 2007 befand ich mich übrigens im Traum in einer Art Büro-Raum, wo drei Männer etwas mit Computern zu tun hatten, und es verschiedene Regale gab. Auf mehreren Büchern[9] standen dort mein realer Vor- und Familienname gedruckt und auch Zitate verschiedener berühmter Männer konnte ich identifizieren. Vor einigen Jahren (also vor 2007) hatte ich schon einmal einen Traum, wo es nur um ein einziges recht dickes Buch ging, welches ich geschrieben hatte und das von einem Bücherregal herunter-„tänzelte“. Was letzteres genau zu bedeuten hat, weiß ich nicht.

 

Und am 07. März 2009 träumte ich von der >Avatarin< Mutter Meera (Kap. Nr. 29) einen recht langen und komplexen Traum, in der sie mir u.a. in einem Bücherregal fünf Buchbände zeigte, die man alle hintereinander lesen müsste, und ich die Evidenz[10] hatte, dass es sich bei diesen fünf Bänden um meine Autobiographie handelte, obwohl darüber keine direkte Aussage von der >Avatarin< existierte. Bereits am 04.03.2009 hatte ich für einen Moment den Eindruck, dass die >Avatarin< Mutter Meera als eine Inkarnation der Göttlichen Mutter sich mit mir befasst hatte.

 

Real bin ich eine gewisse Anhängerin (Devotee[11]) von ihr und war mittlerweile (Aussage im Jan.2012) viermal zu einem Darshan[12] bei ihr. So hatte ich mich bereits spätestens im Jan.2009 zu einem Darshan in Berlin angemeldet gehabt, der am 15.04.2009 stattfinden sollte (und auch real stattgefunden hat) und im Vorfeld dieses Darshans kam es wahrscheinlich zu der Ehre für mich, dass die >Avatarin< sich geistig mit mir befasste, da ich sie viele Male um Hilfe angerufen hatte. Die Göttliche Mutter verfügt über ein vollkommenes Allbewusstsein, das eine solche Bezugnahme ermöglicht. Weiteres siehe im Kapitel Nr. 29 >Avatarin<.

 

In Bezug auf die Betrachtung des eigenen Lebens in Tagebüchern oder Autobiografien gibt es eine Aussage im Yoga Darsana[13] von PATANJALI, die ich am 08.01.2000 in mein Tagebuch hineingeschrieben hatte: „Der Mensch muss seine ihm vorgegebene existentielle Situation sehen, verstehen und mit ihr Frieden schließen“[14]. Damit ihm dies jedoch gelingen kann, muss er sein eigenes Wesen radikal verwandeln.

 

Dies würde umgekehrt bedeuten: Man kann solange gar keinen Frieden mit seiner Situation schließen, solange man sein Wesen nicht radikal verändert hat. Dies erklärt ganz offensichtlich die mehr oder weniger große Unzufriedenheit fast aller Menschen, wie sie sich des weiteren in der mangelnden >Gewaltlosigkeit< (Kap. 36) äußert; denn latent sind doch fast alle Menschen gewalttätig. Tatsächlich wird in dem Kommentar zu PATANJALI auch etwas später ausgesagt, dass bei Nichtvollzug der Wandlung es keine >Hoffnung< (Kap. 53) für den Menschen gibt.

 

Es wird dann dargelegt, dass der egozentrische Geist des Menschen nach immer mehr und noch mehr verlangt. Er wird gierig, aggressiv, wollüstig und vulgär. Wenn der Mensch dabei die existentielle klar festgelegte Grenze seiner individuellen Bedürfnisse überschreitet, entsteht das Bedürfnis zur Gier und der Mensch wird zu einem Ungeheuer[15]. Dass Menschen zu einem Ungeheuer wurden, habe ich mehrfach erlebt im Zusammenhang mit der >Tyrannei< (Kap. 7), der ich in den verschiedenen Wohnungen ausgesetzt war.

 

Bei nochmaligem Lesen verschiedener Stellen meiner realen Tagebücher ist mir bewusst geworden, dass ich die fast völlige Unerträglichkeit meiner jeweiligen Situation überhaupt nicht mehr richtig in Erinnerung hatte. So kommt in meinen hiesigen Darlegungen nur der Bruchteil dessen zum Ausdruck, was ich an >Grausamkeiten< (Kap. 49) und Folter in Wahrheit erlebt habe.

 

Bei PATANJALI wird nun verheißen: Wenn einer alle diese Geschehnisse „beobachtet und sich selbst zurücknimmt und in einem Zustand wahlfreier Bewusstheit in der existentiellen Situation ausharrt, entdeckt er eine neue Offenbarung, die das Geheimnis des Lebens und der Existenz erhellt“[16].

 

An dieser Stelle hatte ich zunächst eine recht zynische Aussage gemacht, nämlich, dass ich auf eine neue Offenbarung (bezogen auf die >Tyrannei<) bis heute noch warte. Dann jedoch fielen mir Notizen in die Hände, wonach tatsächlich zu einem Zeitpunkt schlimmster Qualen, verursacht durch >Tyrannei<, Verleumdung und anderen Dingen, mir am 31.12.1999 (also in der Silvesternacht und außerdem „zufällig“ zur Jahrtausendwende) eine geistige Botschaft gedanklich vermittelt wurde, die im Zusammenhang mit all dem Schlimmen stand, was mir widerfahren ist (und immer noch widerfährt).

 

Ich hatte wohl eine entsprechende Fragestellung im Inneren gehabt – aber normalerweise bekomme ich darauf nicht ohne weiteres Antworten. Jedenfalls wurde mir in dieser Silvesternacht 1999 zu 2000 im Traum zur Kenntnis gegeben, „dass hinter mir eigentlich eine höhere Wesenheit stünde und ich als deren Botschafter auf die Erde geschickt worden bin, um den Menschen verschiedene Dinge durch mein Beispiel zu lehren“.

 

Diese Aussage klingt als solche nach gewissen esoterischen Maßstäben wie eine Selbstverständlichkeit, weil so etwas in zahllosen Büchern zu finden ist. Für mich war dies jedoch eine völlig neue, persönliche Offenbarung, weil ich an viele spirituelle Weisheiten gar nicht ohne weiteres glaube.

 

Die Botschaft ist so notiert, wie ich sie erhalten habe. Von mir aus würde ich es anders formulieren, nämlich „durch mein Beispiel zu lehren“ würde ich ersetzen mit „damit bestimmte Menschen durch meine Lebensgeschehnisse Trost erfahren“ o.ä. Dass hinter der menschlichen Persönlichkeit allgemein eine höhere Wesenheit steht, ist dargelegt im Kapitel Nr. 21 >Homo Coelestis<.

 

Bei ERIC KLEIN wird allerdings auch von dem außerirdischen Meister Ashtar zu den Angehörigen der Sternensaat[17] ausgesagt: „Jeder von euch muss als einzigartige Wesenheit eine eigene spezifische Programmierung und spezifische Muster durchbrechen und transmutieren[18]. Ihr tut das, damit andere, die dieselben Muster haben, diese besser überwinden können. Ihr seid wie die Eisbrecher[19] in der Antarktis. Ihr habt einen schwereren Schiffsrumpf und könnt das Eis durchbrechen, damit euch die schwächeren Schiffe folgen können“[20].

 

Zum Zeitpunkt 73[21] nahm ich dann in der Aufwachphase regelrecht eine Botschaft wahr, welche die Worte hatte: „Einweihung durch das Leben“ – und dies ist auch der „geheime“ Unter-Titel dieser Autobiographie, wie jeder Leser an den noch zu schildernden Erlebnissen wird nachvollziehen können.

 

Jedenfalls nimmt auch PATANJALI zufällig an dieser Stelle Bezug auf die eigentliche Wesenheit des Menschen, die im Sanskrit „Purusa“ heißt und die von all dem Geschehen des kleinen Ich-Menschen nicht betroffen ist, also keine Veränderung erleidet. Die objektive Welt bietet dem Purusa nur Erfahrungen an. Der Purusa ist immer allwissend und erlangt kristallklare Transparenz. Intelligent[22] sein heißt, allen Bewegungen des Bewusstseins gegenüber Abstand zu bewahren und auf diese Weise objektiv zu sein.

 

Subjektivität muss aufhören, um der Intelligenz den Platz einzuräumen[23]. Bei STEINER findet sich wiederum die Aussage, dass das eigene seelische Wesen dasjenige sei, was die Erlebnisse aus einem gemacht haben, die in der Erinnerung ihre Schatten werfen[24]. Über diese Aussage kann man nur meditativ nachsinnen; denn es gibt keine näheren Erklärungen dazu von STEINER. Wenn man es jedoch schafft, sich mit seinem Schicksal zu identifizieren, dann erlangt man dadurch die Gewalt, in dem Gedankenweben mit dem Willen darinnen zu sein[25].

 

GOLAS gibt nun Anleitungen[26], wie man sich als Mensch sofort von jedem Gefühl von Furcht, Schmerz, Unbewusstheit, Hass, Übel u. a. unerwünschten Gefühlen befreien kann. Sein Rat ist, dass man jeden Widerstand gegen alles aufgeben soll, was man denkt, sieht oder fühlt. Bezüglich aller Gefühle, die sich durch andere Menschen begründen, bedeutet dies: Kein Widerstand gegen irgendwelche Schwingungen oder Interaktionen anderer Wesen – auch wenn unsere (physische) Ebene Abgrenzungen und Definitionen erfordert.

 

Dabei haben wir die Freiheit, alles zu tun, was wir wollen, soweit dies im Rahmen der notwendigen Gesetze unserer Beziehungen als gleichberechtigte Wesen möglich ist. Alles, was wir zu tun haben, ist: „Volle, akzeptierende und gewährende, liebende Aufmerksamkeit absolut allem zu schenken, was wir in unserem Körper, in unserer Umgebung und anderen Menschen sehen“[27]. Mit anderen Worten von GOLAS ausgedrückt: „Diese Erfahrung würde ich dem EINEN MIND[28] nicht verweigern“[29].

 

RILKE hat diese Maxime in einem Gedicht formuliert, wo Gott zu dem einzelnen Menschen spricht, bevor Er ihn in die Welt hinaus sendet:

„… Lass dir alles geschehn: Schönheit und Schrecken.

Man muss nur gehn: Kein Gefühl ist das Fernste.

Lass dich von Mir nicht trennen.

Nah ist das Land,

das sie das Leben nennen.

Du wirst es erkennen

an seinem Ernste.

Gib Mir die Hand“[30].

 

„Gutes oder schlechtes Verhalten ist zweitrangig. Was du auch immer tust, liebe dich dafür, dass du es tust. Was du auch immer denkst, liebe dich dafür, dass du es denkst. Liebe ist die einzige Dimension, die verändert werden muss“ (GOLAS). Dies ist auch der Grund, weshalb man niemals an sich zweifeln sollte, sofern man subjektiv das Notwendige getan hat, was man tun konnte.

 

Man wird nicht fähig sein, sich über seine jetzige Schwingungsebene zu erheben, um dort zu bleiben, solange man seinen Jetztzustand nicht liebt. Man muss von dort ausgehen, wo man sich befindet. Man muss nichts und niemandem widerstehen; sondern es transzendieren[31], denn alles existiert immer auch als Möglichkeit. „Es gibt nichts, was du zuerst tun musst, um erleuchtet zu werden“.

 

Um >Erleuchtung< (Kap. Nr. 2) zu erlangen, muss man sich keine bestimmten Ideen oder Erfahrungen, Tugenden oder Leiden aneignen. Man braucht „nur“ keinen Widerstand zu leisten, keine Vorstellung oder Beziehung abzulehnen. >Erleuchtung< ist der Vorgang des sich Ausdehnens, nicht die Ankunft auf einer anderen Ebene mit anderen neuen Grenzen[32].

 

Zur >Erleuchtung< kann man jedoch auch durch geistige Erkenntnis gelangen; denn diese wandelt sich letztlich in Liebe um. „Weisheit ist die Vorbedingung der Liebe; Liebe ist das Ergebnis der im ´Ich` wiedergeborenen Weisheit“[33]. Zudem hilft des Geistes Wissen den Beihilfsweg[34] zu erfüllen, den ein Angehöriger der Sternensaat als Kind Gottes (siehe Kapitel Nr. 14 >Ursprungsfamilie) zu gehen hat[35].

 

Fortsetzung folgt im Teil C des Kapitels Nr. 1 >Einleitung<.