Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (3)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Einleitung (1.C) Akasha-Chronik

 

 

Als das umfassende „Vorbild der Liebe“ stellt sich dabei die universelle Wesenheit des Christus dar, die in dem Menschen Jesus von Nazareth zu Beginn unserer Zeitrechnung gelebt hat (als der Logos, welcher Fleisch wurde gemäß dem Johannes-Evangelium 1,1) und über die hier im Kapitel Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes< Darlegungen erfolgt sind. Über das von dieser Christus-Entität[1] durchlittene >Mysterium von Golgatha< (Kap. Nr.70) wurde der Keim der Liebe in das Innerste des menschlichen Wesenskernes gesenkt. Und von da aus soll er in die ganze Entwicklung einströmen[2].

 

Die Erdenentwicklung ist notwendig, um auf dem Jupiter[3] die Liebe von innen heraus zu finden. Auf dem Mond waren die Pole: Weisheit – Irrtum; auf der Erde sind es: Liebe – Egoismus[4].

Denn der Planetarische Zustand[5] (siehe im Kapitel 2-C >Erleuchtung<) der sog. Erd-Erde (also der eigentlichen Erde) ist der „Kosmos der Liebe“. Aus allem, was das „Ich“ in sich entfalten kann, soll Liebe werden[6].

 

Es wurde gerade ausgesagt, dass man zur >Erleuchtung< auch durch geistige Erkenntnis gelangen kann. Und diese geistige Erkenntnis ist noch wesentlich bedeutsamer, als es durch diesen Satz scheint; denn das, was sich ein Mensch in okkulter[7] Erkenntnis erwirbt, wohnt nicht nur in seiner Seele, sondern es wird auch eingeprägt in die Akasha-Substanz der Welt, welche als Akasha-Chronik[8] (oder Atmosphärische Chronik) bezeichnet wird. Wenn jemand einen Gedanken der okkulten Wissenschaft in seiner Seele lebendig macht, wird dieser Gedanke sofort in die Chronik eingeschrieben[9].

 

Was ist nun unter der Akasha-Chronik zu verstehen?

In dem Bewusstsein des „Herrn der Welt[10], welcher als der planetarische Logos[11] das Haupt der okkulten Hierarchie darstellt, ist alles verzeichnet, was sich auf den sieben Ebenen unserer Erde ereignet. Seine Aura durchdringt die ganze Erde, und deshalb ist Ihm keine Handlung so geheim, dass Er nicht davon wüsste, keine Ungerechtigkeit ist so gering, dass Er sie nicht verzeichnen würde[12]. So ist die biblische[13] Aussage buchstäblich wahr, dass kein Sperling zur Erde fallen kann, ohne dass diese Tatsache nicht Seinem Bewusstsein bekannt ist[14].

 

Durch eine bestimmte Entwicklung von Fähigkeiten, die im menschlichen Bewusstsein schlummern, kann ein Mensch schon jetzt gleichsam die Grenzen des Bewusstseins des Logos berühren und so mit Ihm die Vergangenheit als jetzt geschehend sehen[15]. Dies wird als das Lesen in der Akasha-Chronik bezeichnet. Die Fähigkeit, die Akasha-Chronik zu lesen, wird dem Aspiranten durch die zweite Einweihung verliehen.

 

Akasha ist eine der subtilsten ätherischen Substanzen, die dem menschlichen Streben noch zugänglich sind. Ein Abdruck der Akasha-Chronik befindet sich nach CREME am Übergang von der höchsten astralen[16] (= siebenten) zur untersten mentalen[17] Ebene[18]. Es ist diejenige geistige Sphäre, der sich alles Geschehen mitteilt, das eine seelisch-geistige Ursache oder ein Korrelat darin hat[19]. Dabei muss man annehmen, dass die daraus genommenen Erkenntnisse im allgemeinen nur zu 80 % genau und zu 20 % ungenau sind.

Dies wird von CREME z.B. bezüglich des Wassermann-Evangeliums[20] von Levi H. Dowling[21] ausgesagt[22], und dies wird vermutlich auch für das sog. Fünfte Evangelium[23] gelten, über welches Rudolf Steiner[24] Darlegungen gemacht hat.

 

Für den okkulten Forscher ist das, was er in der Akasha-Chronik sieht, ein wirkliches „Leben“ in der sogenannten Vergangenheit, die er als Forschungsobjekt für sich auswählen kann. Er gehört dieser Vergangenheit dann an und er ist in ihr. Will er eine geschichtliche Persönlichkeit aus dem alten Rom oder Athen sehen, dann umgibt ihn das Leben jener Zeit, er hört die Menschen griechisch sprechen oder Latein. Das Buch der Zeit ist vor ihm aufgeschlagen, da er sich in Verbindung mit dem Gedächtnis des Logos setzte, wo die Vergangenheit für ihn gegenwärtig ist.

„Wünscht er, die Erde zu sehen, ehe ihre Kruste fest wurde? Dann lebt er vor Jahrmillionen, und um ihn ist die Erde mit ihren siedenden, geschmolzenen Metallen, und er kann beobachten, was vor sich geht, die Explosionen hören und die Hitze und den Druck fühlen. Dies ist kein Traumzustand“[25].

 

Wenn er z.B. eine Szene im antiken Rom beobachtet und das Datum wissen will, wird er vielleicht einen Schreiber suchen, der gerade einen Brief datiert oder er beobachtet eine Verhandlung im Senat, merkt sich die Namen der Konsuln und entnimmt ihre Jahreszahl einer Geschichtsliste. Wenn der Forscher z.B. den Untergang von Atlantis[26] ein für alle mal auf das Jahr 9564 vor Chr. datiert hat, dann zählt er bei anderen Ereignissen von diesem Zeitpunkt an vor- oder rückwärts. Bei Zeitperioden von Hunderttausenden von Jahren werden allerdings astronomische Kenntnisse benötigt, z.B. die Lage des Polarsterns zur Erdachse.

 

Auch über die >Prophetin Gabriele< (Kap. Nr. 47) spricht der Christus-Geist[27] von der Akasha-Chronik, die Er allerdings als „Atmosphärische Chronik“ bezeichnet. Es wird dort ausgesagt, dass diese Atmosphärische Chronik jetzt, während der Zeitenwende[28], von allen menschlichen Vorstellungen, Neigungen, Meinungen, Wünschen und allem Unerfüllten gereinigt wird.

 

„Deshalb wird nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung das Verursachte, das nicht Gesühnte also, das in der Atmosphärischen Chronik schwingt, rascher auf Mensch und Seele zurückkommen. Daran werden sowohl Menschen als auch Seelen schwer tragen. Das kann für so manche Seele die sogenannte Hölle sein“ [29]. Das Erleben dieser Hölle ist zum Teil Thema dieser Darlegungen, welche u.a. in den Kapiteln Nr. 7 >Tyrannei<, Nr. 11 >Dämonen<, Nr. 12 >Schwarzer Magier<, Nr. 13 >Aurisches Wesen< und Nr. 18 >Überlastung< geschildert ist.

 

Dieses Einschreiben in die Akasha-Substanz hat nun eine Bedeutung für die allgemeine Entwicklung der Welt; denn solche Einprägungen der okkulten Wissenschaft können von keinen anderen Wesenheiten der ganzen Welt in die Akasha-Substanz eingeschrieben werden als nur von Menschen[30].

 

Menschen, die während des Erdenlebens geisteswissenschaftliche Gedanken und Ideen in sich rege machen, so dass diese Gedanken in die Akasha-Substanz eingeschrieben werden, werden für die Seelen des Nachtodlichen Lebens[31] sichtbar, während Menschen ohne solche Gedanken nicht gesehen werden können[32]. Das Seelenleben eines Menschen, der klare, starke, geistige Gedanken und Ideen während seines Erdenlebens bildet, dessen Seelenleben wird in die Akasha-Chronik eingeschrieben und die Seelen des Jenseits können dessen Seelenleben in der gegenwärtigen Zeit aus der Akasha-Substanz heraus verfolgen[33].

 

Wenn menschliche Seelen nie auf der Erde gelebt hätten, so würden zwar trotzdem die geistigen Welten existieren, aber es würde kein okkultes Wissen von diesen Welten geben. Nur durch Menschen, die (okkulte) Geisteswissenschaft[34] auf der Erde betreiben, wird das Wissen der Geisteswissenschaft in die Akasha-Chronik eingeschrieben – sonst würde dies nie darin sein[35].

Auch alles andere Wissen, also dasjenige, welches durch sinnliche Wahrnehmungen gewonnen wurde (wie technische, geschäftliche und industrielle Aspekte des Menschenlebens), wird zunächst in den Akasha-Äther eingeschrieben, aber nach kurzer Zeit doch wieder daraus gelöscht, so dass nur geisteswissenschaftliche Erkenntnisse dort verewigt sind[36].

 

Der Mensch war ursprünglich durch hohe geistige Wesenheiten dazu bestimmt, seine Seelenkräfte nur auf das Erwerben von okkulten Ideen und Begriffen zu verwenden. Aber durch den luziferischen[37] Einfluss seit Lemurien[38] verwendete der Mensch seine Seelenkräfte vornehmlich auf die Dinge der physischen Welt.

Es muss auch betont werden, dass Geisteswissenschaft durchaus von jedem Menschen prinzipiell verstanden werden kann. Hindernisse treten nur durch den ahrimanischen[39] Einfluss auf, dem sich der Mensch dann fälschlicherweise hingibt[40]. Ohne Ahriman würde jede Seele durch ihr unterbewusstes Verhältnis zu den Wahrheiten der Geisteswissenschaft diese sofort als Wahrheit anerkennen[41].

 

Mit dem jetzigen Einschreiben von okkulten Gedanken in die Akasha-Substanz durch einen Menschen hängt ein weiterer bedeutsamer Faktor zusammen, nämlich dass nur ein solcher Mensch in zukünftigen Inkarnationen ein dann neu entwickeltes physisches Organ wird richtig gebrauchen können, für das es jetzt noch keinen Namen gibt. Dieses physische Organ wird die Funktion erfüllen, dass jeder Mensch sich im Prinzip an seine früheren Inkarnationen wird zurückerinnern können.

Und dieses physische Organ wird in allen Menschen der Zukunft vorhanden sein. Es werden jedoch die meisten Menschen, die sich nicht schon jetzt (oder so bald wie möglich in den nächsten Inkarnationen[42]) mit (okkulter) Geisteswissenschaft befassen, dieses dann in ihnen vorhandene physische Organ nicht richtig gebrauchen können[43].

 

Zur Rückerinnerung an vergangene Leben gehört nämlich, dass ein Mensch sich an die wahre Natur seiner Seele erinnern kann, die von einer Inkarnation zur anderen fortdauert. „Derjenige, der im jetzigen Leben nicht okkulte Wissenschaft studiert, kann keine Erkenntnisse von der Beschaffenheit und Wesenheit der Seele erlangen, und wenn er diese Kenntnisse nicht hat, wie sollte er, wenn er wieder inkarniert ist, sich an das erinnern, woran er nie gedacht hat in der früheren Inkarnation?“[44] Durch das Studium der (okkulten) Geisteswissenschaft, welches das Studium der Wesenheit der Seele einschließt, bereitet sich der Mensch vor für die Rückerinnerung an das jetzige und dann vergangene Leben[45].

 

Wer durch Mangel an Interesse für (okkulte) Geisteswissenschaft in den zukünftigen Inkarnationen das neu entwickelte Organ nicht wird richtig gebrauchen können, bei dem werden sich gewisse Krankheiten zeigen, speziell bestimmte nervöse Krankheiten, die viel schlimmer sein werden als die bisher in der Menschheit gekannten Krankheiten. Hieran kann man die große Bedeutung über die Mission der Geisteswissenschaft erkennen.

Wer in dieser jetzigen Inkarnation das Interesse für die (okkulte) Geisteswissenschaft versäumt, wird noch einige Zeitperioden lang die Möglichkeit haben, dies auch in den nächsten Inkarnationen nachzuholen. Aber es wird eine Zeit kommen, wo diese Möglichkeit aufhören wird[46].

 

Fortsetzung erfolgt in Teil D des Kapitels Nr. 1 >Einleitung<.