Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (5)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Einleitung (1.E) Theosophie

 

 

Ein für mich sehr wahrhaftiges Gedicht hat Günter Wallraff[1] bereits mit circa 22 Jahren (nach seinen albtraumartigen Erlebnissen bei der Bundeswehr, denen er mit unglaublichem Mut begegnet ist) geschrieben, welches lautet[2]:

            „Ich träumte,

das Leben sei ein Traum

und wachte auf davon

und da war das Leben gar kein Traum

und da schlief ich nie wieder ein“.

 

Ein weiteres Merkmal meiner autobiografischen Studien ist der Rückgriff auf esoterische Erkenntnisse, welche aus den unterschiedlichsten Richtungen stammen. Damit handelt es sich bei diesen Studien im Grunde genommen zwangsläufig um ein synkretistisches[3] bzw. eklektizistisches[4] Werk, denn um für mich selbst zu möglichst weitreichender Erkenntnis zu gelangen, habe ich auf meinem Geistesweg alles Material herangezogen, was mir jeweils zur Verfügung stand – zunächst ohne Rücksicht auf dessen esoterische Gesinnung.

Leider bin ich auch bis heute nicht in der Lage, ein abschließendes Urteil über den Wert einiger esoterischer Richtungen zu fällen und muss dies dem Leser überlassen.

 

Die negativen Bewertungen zu den Adjektiven „synkretistisch“ und „eklektizistisch“ würde ich übrigens für meine esoterischen Studien so nicht als zutreffend ansehen, da diese Autobiographie doch insgesamt ein einzigartiges Werk darstellt (allein durch die Schilderung der persönlichen Geschehnisse).

 

Dabei sind auf der einen Seite Informationen verwendet worden, die aus der New-Age-Richtung, aus gechannelten Botschaften der Aufgestiegenen Meister, aus der orientalischen Esoterik, aus der Theosophie u.ä. stammen, und auf der anderen Seite sind Aspekte herangezogen worden aus christlicher esoterischer Literatur, wie sie am deutlichsten in den Kapiteln Nr. 26 >Nachfolge Christi< und Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes< sowie in dem zum 20.09.2014 neu eingestellten Kapitel Nr. 69 >Allmacht Gottes< zum Ausdruck kommen.

 

Eine gewisse Verbindung zwischen beiden Seiten gibt es durch die okkulte Geisteswissenschaft[5] von RUDOLF STEINER, da er einerseits theosophisch gebildet war sowie andererseits über umfassende Erkenntnisse über >Jesus, den Christus Gottes< und insbesondere über das mit Diesem verbundene >Mysterium von Golgatha< (Kap. Nr. 70) und dessen universeller Bedeutung verfügte.

 

Durch den angewandten Synkretismus ist in diesen Studien wiederum - sozusagen automatisch - etwas zustande gekommen, was man als eine Art Synopse[6] von orientalischer und abendländischer Esoterik bezeichnen könnte. Eine Einigung der geistigen Traditionen der ganzen Welt ist auch die Maßgabe des göttlichen Planes für die Menschheit der Zukunft, damit sich die Hierarchie des Lichts auf dem Planeten Erde externalisieren[7] kann, womit es sich nach anderen Aussagen um das „In-Erscheinung-Treten“ der Aufgestiegenen Meister handelt.

 

Bei HURTAK wird ausgesagt: „Lasset die Juden das Geheimnis Jesu verstehen und den Nicht-Juden das Geheimnis Mose, und möge die Herrlichkeit, die ihr aus Buddha, Krishna, Hari, Amen-Ptah und der Paradies-Dreifaltigkeit von Moses-Jesus-Elias[8] bezieht, dem Vater geweiht sein, von dem alle Herrlichkeit kommt. Denn dies sind Seine Söhne; sie sind das Spiegelbild Seines Lichts. Sie sind nur Ausdrucksformen des Einen, der der Ursprung aller Unsichtbaren ist“[9].

 

Erst im Jan.2017 ist mir hier aufgefallen, dass HURTAK den Islam bzw. Mohammed als dessen Propheten an dieser Stelle nicht erwähnt. Wie sich dies vermutlich begründet, bitte ich dem Kapitel Nr. 71-F >Kubischer Raum< zu entnehmen, wo nach Aussagen von HURTAK der Schwarze Kubus (= die Kaaba) mit Alpha Draconis für die Kinder der Finsternis wirkt[10].

 

HURTAK fährt stattdessen fort: Dies ist auch die Zeit, den „Messias im Innern“ zu beleben. „Das Ausströmen Seiner Liebe wird uns die Göttliche Erfahrung bringen, durch die wir das Licht erfassen, das alle Illusion von Trennung überwindet“[11]. Die Zyklen[12] von Ost und West müssen verbunden werden, um das lebendige Licht von >Jesus, dem Christus Gottes< zu empfangen, der auf dem Planeten durch die Bruderschaft des Lichts regiert[13].

 

Eine solche gewisse Synthese zwischen westlicher und östlicher Esoterik wäre bereits die Aufgabe von Madame Blavatsky[14] (der Protagonistin der Theosophischen Gesellschaft[15]) in der Mitte des 19. Jahrhunderts gewesen, was diese jedoch aufgrund der in ihrem Werk >Die Geheimlehre<[16] offenbarten antichristlichen Gesinnung nicht vollzogen hat. Trotzdem ist ihr Verdienst sehr grundlegend gewesen: Sie hat nämlich durch ihr Werk überhaupt orientalische Esoterik der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bei der >Geheimlehre< handelt es sich um Erkenntnisse, durch die in den alten Mysterien das Göttlich-Geistige erkannt worden ist als Vorbereitung für >Jesus, den Christus Gottes< (siehe Kap. Nr. 44).

 

In der Mitte des 19. Jahrhunderts befanden sich nämlich insbesondere die abendländischen Menschen in einem Zustand der vollkommenen Versunkenheit in den Materialismus. Von der geistigen Hierarchie wurden deshalb Bemühungen unternommen, die Menschen wieder an die geistige Welt heranzuführen. Dies versuchte die Hierarchie zunächst mittels des Spiritismus[17].

 

Beim Spiritismus soll es (nach STEINER) jedoch nur um eine ver-materialisierte Geistigkeit gegangen sein, um einen nur höheren Materialismus von Linken (widergöttlichen) Bruderschaften, hinter denen Bestrebungen von Geistern der Finsternis standen[18]. Erst durch den Kampf von Erzengel Michael[19] in der geistigen Welt um 1879 herum konnte der Einfluss der finsteren Geister auf die Menschheit zurückgedrängt werden[20] und der Spiritismus musste als gescheitert angesehen werden.

 

Jedenfalls war es trotzdem durch den Spiritismus gelungen, bestimmte Menschen wieder auf die geistige Welt aufmerksam zu machen, bei denen nun der Wunsch entstanden war, einen Zugang zum Übersinnlichen zu finden; denn es wurde ihnen bewusst, dass sie innerhalb des Materialismus geistig heimatlos geworden waren. Auf dieser Suche fanden viele zu der dann gegründeten Theosophischen Gesellschaft.

 

Diese bot jedoch den menschlichen Seelen kein Christentum[21] an, was ihnen auch nicht wichtig war. Denn das Christentum, welches die Menschen in der Mitte des 19. Jahrhunderts überwiegend kannten (und welches auch die meisten heutigen Menschen, die sich „Christen“ nennen, nur kennen) ist das „romanisierte“ Christentum. Dieses konnte den Menschen keine wahre geistige Heimat bieten. Die entsprechenden Bedingungen gelten erst Recht für viele Menschen – auch aus der New-Age-Bewegung –, welche eine Abneigung gegen das Christentum und gegen den wahren Christus Gottes (siehe Kapitel Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes<) haben, Den sie nicht kennen.

 

Bei dem romanisierten Christentum handelt es sich nämlich um ein solches, welches ab dem vierten Jahrhundert nach Chr. von dem Römertum aufgenommen worden war. Von der römischen Geistlichkeit wurde jedoch dem Christentum ein äußerliches Moment aufgezwungen, insofern dieses Römertum außerstande war, einen wirklichen Weg zum Geiste zu eröffnen, der letztlich in der >Nachfolge Christi< (Kap. 26) und dem zu erstrebenden Ziel, mit >Jesus, dem Christus Gottes< verschmelzen[22] zu wollen, bestehen muss.

 

Denn von der christlichen Lehre existieren Vorgaben, nach denen die Manifestation des grandiosen Selbstes beim Menschen gezügelt werden muss und als narzisstische Befriedigung ausschließlich die Verschmelzung mit dem omnipotenten Selbst-Objekt von >Jesus, dem Christus Gottes< erlaubt ist. Wie problematisch diese Vorgabe eventuell sein kann, wenn dieses Ideal nicht erreicht wird, ist dargelegt im Kapitel Nr. 13-D >Aurisches Wesen< im Zusammenhang mit psychoanalytischen Thesen über die Entstehung der narzisstischen Wut, wie sie auch bei (Neo-)Nazis[23] eine Rolle spielen soll.

 

Dieser Rückgriff auf historische Zusammenhänge spielt nun eine Rolle, wenn man gewisse geistige Richtungen ansatzweise einschätzen möchte. Denn als Meister der Hierarchie spielten bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts die folgenden Individualitäten (neben anderen) eine Rolle: Kuthumi, (El) Morya und Djwal Khul (welches der eigentliche Name desjenigen ist, der unter dem Namen „Der TIBETER“ über ALICE BAILEY diverse esoterische Bücher veröffentlich hat, aus denen auch hier häufig zitiert worden ist).

 

Insbesondere Kuthumi[24] und Morya[25] nehmen nun auch heutzutage noch eine wichtige Rolle in den gechannelten Botschaften ein, wie sie z.B. über die Brücke zur Freiheit[26] veröffentlicht werden. Durch verschiedene Querverbindungen taucht auch immer wieder der Meister Saint Germain[27] auf, der z.B. in dem hier in Kapitel Nr. 51 >Sonderaufstieg< und im Kap. Nr. 52 >Bitterer Wein< verarbeiteten Buch >Die Sananda-Connection< von ERIC KLEIN Aussagen aus der fünften Energiedichtedimension[28] gemacht hat. Auch bei Jasmuheen[29] wird Meister Saint Germain angeführt als einer der großen Immortalisten[30], welcher, als er noch in einem physischen Körper weilte, weder aß noch trank[31].

 

Die entscheidenden Darlegungen über Saint Germain sind im Text des Kapitels Nr. 34-A+B >Infrarotes und UV-Licht<. Jedoch schon hier soll auf fünf Aspekte aufmerksam gemacht werden:

a) dass eine frühere Inkarnation von Saint Germain in Christian Rosenkreutz[32] gewesen sein soll[33],

b) dass Saint Germain von STEINER als der „initiierteste Christ des Abendlandes“ bezeichnet wird[34],

c) dass Saint Germain mittlerweile zum Maha-Chohan aufgestiegen ist[35],

d) dass Saint Germain seit April 2011 erneut physisch verkörpert sein soll als Noah Asana Mahatari in einer Sondermission gegen die Illuminaten[36],

e) dass es eine Bezugnahme/Identität zu Meister Arion in Franz Bardon gegeben haben soll (siehe Kap. Nr. 58-A >Inseln des Lichts<).

 

Noch einmal zurück zur Theosophischen Gesellschaft: Diese hatte sich bereits 1923 durch die verschiedensten Skandale als Trägerin einer geistigen Bewegung zugrunde gerichtet gehabt. Die Hierarchie sah sich deshalb durch ergänzende Bemühungen veranlasst, die Menschheit weiter an die geistige Welt heranzuführen. Dazu diente zunächst die Veröffentlichung der Lehrbücher von ALICE A. BAILEY (zwischen 1919 und 1949), die ihr vom TIBETER (= dem bereits erwähnten Meister Djwal Khul)[37] diktiert worden waren[38].

 

Zu der Linie der Theosophischen Gesellschaft gehört dann noch die Veröffentlichung der >Agni Yoga Lehren<[39] (1924 bis 1939) von HELENA ROERICH, die ihr in erster Linie von Meister Morya durchgegeben worden waren[40]. Nach Aussage von CREME stellen die Agni-Yoga-Lehren einen der bedeutenden Versuche der Hierarchie dar, die Menschheit auf das neue Zeitalter vorzubereiten. Obgleich sie in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts verfasst wurden, sind sie auch für die Gegenwart (Aussage von 1986) voll gültig – und auch für die Zukunft noch. Mir persönlich sind diese Lehren allerdings nicht bekannt.

 

Das erste Buch der Serie >Der Ruf< soll übrigens von dem Lord Maitreya[41] sein, dessen Behauptung, der physisch wiederverkörperte Christus[42] zu sein, hier in diesen esoterischen Studien problematisiert wird. Deswegen sollen auch die folgenden Darlegungen noch angeführt werden. Entgegen der Behauptung, dass >Der Ruf< von Lord Maitreya sein soll, schreibt die Agni-Yoga-Society alle Bücher von HELENA ROERICH dem Meister Morya zu. >Der Ruf< trägt auch den Titel >Blätter aus dem Garten Moryas, Band I<[43].

 

Der Lord Maitreya soll das erste Buch vermittelt haben, um die Jünger auf „seine“ bevorstehende physische Wiederkehr als „Christus“ aufmerksam zu machen. Dabei muss jedoch die Identität von Lord Maitreya mit >Jesus, dem Christus Gottes< aus christlicher Perspektive vollkommen angezweifelt werden, wie dies in dem betreffenden Kapitel Nr. 44-C+F+G näher begründet ist.

 

Jedenfalls gab der Lord Maitreya 1945 seine Entscheidung bekannt, dass er mit der Hierarchie der Meister in die Welt zurückkehren wolle. Er soll dann am 08.07.1977 sein Zentrum im Himalaya verlassen haben, und am 22.07.1977 seine Mission real begonnen haben[44], die von CREME auch als eine Bemühung der „göttlichen“ planetarischen Hierarchie angeführt wird.

 

Parallel zu den bereits genannten Punkten unternahm die Hierarchie seit ca. 1920 noch ergänzende Bemühungen durch die „I-AM“-Bewegung, die von dem Meister Saint Germain initiiert wurde und dem blauen Strahl der Kraft untersteht. Eine weitere Bewegung ging dann 1952 durch die „Bridge of Freedom“ (= Brücke zur Freiheit)[45] aus. Beide Initiativen waren in Amerika gegründet worden. Letztere wurde von dem Meister Morya ins Leben gerufen. In den folgenden Jahren nach der Gründung wurden auch in Europa entsprechende Gruppen initiiert, die gemeinsam die Arbeit für die Reinigung der Erde und für den Weltfrieden aufgenommen haben[46].

 

1979 kam es für die deutsche Gruppierung zur Trennung von Amerika, weil man mit gewissen Botschaften nicht mehr einverstanden sein konnte. Durch das fehlende Copyright gab es dann auch keine weiteren Übersetzungen und Herausgaben der Schriften der amerikanischen „Bridge of Freedom“ mehr für Deutschland[47]. Jedoch fand sich für Deutschland in SENTA RAMIN eine Jüngerin, die von geistiger Seite aus ebenfalls dafür vorbereitet worden war, Botschaften zu empfangen, so dass diese seitdem die Grundlage für die Weiterführung der Bewegung im deutschsprachigen Raum unter dem Namen „Brücke zur Freiheit“ bilden[48]. Über diese Gruppierung sind weitere Darlegungen erfolgt in dem Kap. Nr. 28 >Lichtdienste<.

 

Die vorstehend beschriebenen esoterischen Richtungen liegen nun alle in einer Nachfolge zur Theosophischen Gesellschaft, was per se[49] eine gewisse Problematik mit sich bringt, wie u.a. aus den Darlegungen über die antichristliche Haltung von Madame Blavatsky ersehen werden kann (die zudem vollkommen von orientalischer - speziell indischer – Seite) beeinflusst war.

Die Problematik der vorstehend beschriebenen Richtungen muss außerdem geschlussfolgert werden aus dem zweifelhaften Auftreten von Lord Maitreya als physisch inkarniertem Christus, wie auf diese Zweifelhaftigkeit bereits hingewiesen wurde wegen der Einzigartigkeit des EWIGEN SOHNES als der wahre Christus Gottes.

Auf der anderen Seite gibt es nun die christliche (abendländische) Esoterik, die überwiegend aus der Historie bekannt ist. Es handelt sich hier um die Gnostiker[50], um den Manichäismus[51], die Gralsmysterien[52] und die Rosenkreuzerströmung[53]  und weitere, die noch im Teil 1-F benannt werden.

 

Fortsetzung folgt im Teil F des Kapitels Nr. 1 >Einweihung<.