Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (6)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Einleitung (1.F) Freimaurertum

 

 

Als Unter- oder Nebenströmungen gab es auch den Templerorden[1], die Katharer[2] und das Freimaurertum[3] (sowie weitere, die jetzt hier nicht alle Erwähnung finden können).

Insbesondere die Rosenkreuzerströmung soll bereits eine Verknüpfung von orientalischen und abendländischen Weisheiten darstellen und sie soll auch in der Theosophischen Gesellschaft gewirkt haben. Da jedoch Madame Blavatsky sich geweigert hatte, die große Bedeutung des >Mysteriums von Golgatha< (Kap. Nr. 70) in ihrem Werk >Die Geheimlehre< darzulegen, muss sozusagen der rosenkreuzerische Einfluss in dieser Bewegung als gescheitert angesehen werden.

 

Die Aufgabe der abendländischen Esoterik ist nun auch, Erkenntnisse über die Natur und Wesenheit von >Jesus, dem Christus Gottes< (Kap. Nr. 44) zu verbreiten. Dabei könnte nach STEINER die großartige Spiritualität der mitteleuropäischen Kultur über die orientalische Spiritualität hinausgehen, wenn sie erkannt werden würde, was jedoch nicht der Fall ist.

 

Es gibt dann noch schriftstellerische Werke von christlichen Neuoffenbarungen, die z.T. wegen mystischer Aspekte oder solcher, die über die bisherige christliche (offizielle) Lehre hinausgehen, im weitesten Sinne auch zur christlichen Esoterik gerechnet werden können. Es sind dies u.a. die Werke von: Swedenborg[4], von Lorber[5], von Anita Wolf[6], von der >Prophetin Gabriele< (siehe dortiges Kapitel) und von anderen, die ich jetzt nicht alle kenne.

 

Im 20. Jahrhundert dürfen zur christlichen (abendländischen) Esoterik auch gerechnet werden:

a)      die moderne Gnosis, wie sie z.B. über das Lectorium Rosicrucianum[7] mit dem Gründer Jan van Rijckenborgh wirkt, und

b)      insbesondere die weltweit verbreitete Anthroposophie von Rudolf Steiner[8]. Dieser ist auch speziell ein Protagonist in gewissen integrativen okkulten Erkenntnissen bezüglich der früheren theosophischen Richtung und der christlichen Esoterik, insofern von ihm bedeutende Darlegungen über die kosmische Wesenheit von >Jesus, dem Christus Gottes< und über die universelle Bedeutung des >Mysteriums von Golgatha< vorliegen, die er selbst aus eigenen okkulten Forschungen gewonnen hat.

 

Bezüglich vieler esoterischer Darlegungen, die u.U. selbst hier verarbeitet worden sind, muss letztlich eine Warnung von INTERMEDIARIUS ausgesprochen werden: Es gibt uralte Schriften, die aus „Babel[9] stammen, die zwar den Schein eines weisheitsvollen Systems in Bezug auf den Kosmos und den Menschen besitzen, die aber weder heilig und noch weniger Gottes Wort darstellen.

 

Dies im Unterschied zur Bibel[10] als der entscheidenden Heiligen Schrift. Es handelt sich bei diesen unheiligen Schriften um unwahre Traditionen, die sich auf der Basis einer mit kosmischen Kräften wirkenden Magie aufgebaut haben und in deren falscher Symbolik das wahre Zentrum des Universums, das WORT Gottes als Christus nicht anerkannt wird (siehe Kapitel Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes<).

 

Seit dem Erscheinen des Christus vor 2000 Jahren in Palästina hat diese uralte unheilige Tradition vollständig ihre Bedeutung für diejenigen Menschen verloren, die das Licht der Welt erkannt haben. Wo aber >Jesus, der Christus Gottes< verleugnet oder nicht erkannt wird, da taucht jene uralte Tradition, die aus Babel stammt, immer unter irgendwelcher Form wieder auf und wirkt durch ihre Magie auf die unwissenden Menschen ein[11].

 

„Die alte kosmisch-magische Tradition, in welcher Christus keinen Platz findet, lebt immer noch und scheint gar klug und annehmbar da, wo die wahre Symbolik unbekannt blieb und wo deshalb kein Vergleich zwischen beiden gemacht werden kann. Deshalb tritt gerade heute (Aussage von ca. 1930), wo das menschliche Bewusstseinsleben vor eine neue Aufgabe gestellt werden wird, die ernste Frage bei allen auf, die das Wohl der Menschheit wahrhaft wollen:“

 

„Wer wird die christliche Menschheit, die in der Mehrzahl ihre unmittelbare Beziehung zu Christus nicht empfindet, aus dem gefährlichen Dunkel ihrer Unwissenheit retten und sie vor Irrtümern bewahren, wenn der Schein des falschen Leuchtens aufblitzt und das wahre Licht ihr unbekannt geblieben ist, das sie wenigstens auf den mittelbaren, kosmischen Weg zum geistigen Endziel führen könnte?[12]“, fragte INTERMEDIARIUS bereits um 1930 herum. (Siehe zu diesem Thema im Kapitel 45-K >Seelenwachstum< Darlegungen über den psychischen und den spirituellen Weg.)

 

Auch der orientalische Geistesweg des Buddhismus[13] als Konzept der Selbsterlösung ohne göttlichen Schöpfer kennt das wahre Zentrum des Universums nicht und erkennt auch außerdem nicht die Geistigkeit der Maya[14], wie dies STEINER aussagt.

Trotzdem (oder gerade deswegen) sollen nach einer repräsentativen Umfrage angeblich 43 (dreiundvierzig) Prozent der Deutschen den Buddhismus besser finden als das Christentum, wie ich dies persönlich auch von so manchen Freunden und Bekannten mitbekommen habe.

 

Insgesamt soll jedoch nach Aussagen bei STEINER trotzdem ein Zusammenfließen von Buddhismus und Christentum angestrebt werden, womit im wesentlichen die Eingliederung der Lehre von Reinkarnation[15] und Karma[16] in die christliche Esoterik bzw. in das Christentum gemeint ist. Diese Erkenntnisse wurden aus bestimmten Gründen (auf die hier leider nicht näher eingegangen werden kann) jahrhundertelang im Christentum ausgeklammert.

 

Jedoch muss man hier leider in Betracht ziehen, dass STEINER bezüglich seiner Absicht irrte; denn weder wird die Reinkarnation von JESUS CHRISTUS gewünscht, wie Dieser dies selbst erst noch 1994 durch die >Prophetin Gabriele< (siehe Kap. Nr. 47) vermittelt hat, noch stammt der Karma-Ouroborus-Kreislauf von Gott, sondern ist das Karma von den Dunkelmächten der Menschheit auferlegt worden. Siehe die Darlegungen und weitere Hinweise im Kap. Nr. 73-F >Bewusstsein<.

 

Fortsetzung folgt im Teil G des Kapitels Nr. 1 >Einleitung<.

 



[3] Freimaurertum: internationaler Männerbund zur Pflege der Humanität ohne konfessionelle Bindung; entstanden aus den Bauhütten (Logen) der gotischen Dome, Beibehaltung symbolischer Bräuche; erste Großloge 1717 in London, dann Ausbreitung über Mitteleuropa (NGL/Bd.I/S.284). Grundlage des Freimaurertums bildete die Tempellegende, die sich um den Bau des Tempels in Jerusalem im 10. Jahrhundert vor Chr. durch den Hauptarchitekten Hiram (Abiff) rankt, welcher im Auftrag des König Salomo tätig war. Dabei sind die symbolischen Vorgänge in der Legende als Abbilder von okkulten Vorgängen auf dem Astralplan zu verstehen. Die Freimaurer hatten ihre Berechtigung in der griechisch-lateinischen Kulturepoche (von 747 vor Chr. bis 1413 nach Chr.). Heutzutage ist die Freimaurerei eine leere Hülle geworden (STEINER/GA93/S.9). - Nach anderen Aussagen von STEINER (GA93/S.283) kann jedoch unter dem „frei maurern“ allgemein esoterisch verstanden werden, wenn jemand aus der Erkenntnis der ewigen Gesetze in den Tag hineinschafft; denn das ist unvergänglich. – Und es gibt ein Sprichwort, von dem ich die Literaturquelle nicht mehr weiß, welches lautet: „Arbeite, als wolltest du ewig leben – lebe, als wolltest du täglich sterben“. – Ein Problem bezüglich des Freimaurertums ist eine gewisse Verbindung zu dem Illuminaten-Orden, der eben auch eine aufklärerisch-freimaurerische geheime Gesellschaft des 18. Jahrhunderts darstellte (D/F/S.314); denn das Illuminatentum ist sehr fragwürdig, da es in Verbindung gebracht wird mit den widergöttlichen Anunnaki als deren weltliche Günstlinge. Dieses Thema ist im Kapitel Nr. 44-J >Jesus, der Christus Gottes< dargelegt und des weiteren im Kap. 64-G >Zorn der Eliten< aufgegriffen worden.