Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (7)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Einleitung (1.G) Buddhismus

 

Der Buddhismus ist nun von dem Gautama Buddha[1] im 5. bis 6. Jahrhundert vor Chr. gestiftet worden. Während dieser seiner Inkarnation stieg der Gautama vom Bodhisattva zum Buddha auf, welches die achte Stufe der Einweihung ist. Bereits vor dieser seiner letzten (bzw. in gewisser Weise einmaligen) Erdeninkarnation soll der Gautama einer höheren Hierarchie von der Venus[2] angehört haben, von der er voraus gesandt war zur Vorbereitung der Inkarnation der Wesenheit von >Jesus, dem Christus Gottes<[3], wie über ihn Aussagen im Kap. Nr. 44 erfolgt sind.

 

Der Buddhismus strebt die Befreiung vom irdischen Leben an, die Erlösung vom Rad der Wiedergeburten. Um dies zu erlangen, gibt er Verhaltensregeln über den Achtfachen Pfad an, damit der Mensch sich vervollkommnen kann. Bei diesen Regeln geht es um[4]: 1. Einsicht, 2. Gesinnung. 3. Rede, 4. Tun, 5. Lebensunterhalt, 6. Anstrengung, 7. Achtsamkeit, 8. Meditation, welche alle acht in einer „rechten“ Weise durchzuführen sind.

 

Um wirklich aus der drittdimensionalen Wirklichkeit befreit werden zu können, müssen nach HURTAK die Voraussetzungen des Achtfachen Pfades erfüllt sein. Nur eine „Phasen-Übereinstimmung“ mit diesem Achtfachen Pfad eröffnet den Unendlichen Weg in dem Körper des Menschen[5]. Bei höchster Vollendung gelangt der Mensch dann ins Nirwana[6].

 

Wenn ein Mensch so weit fortgeschritten ist, dass er alles Karma ausgelöscht hat, steht er dem Nichts gegenüber. „Wenn er dann noch handelt, sagt man im Okkultismus: Er handelt aus dem Nirwana heraus. Aus dem Nirwana heraus erfolgen z.B. die Handlungen eines Buddha, eines Christus, wenigstens zum Teil. Der gewöhnliche Mensch nähert sich dem nur dann, wenn er künstlerisch, religiös oder weltgeschichtlich inspiriert wird. … Wer dazu kommen will, muss völlig frei von Karma werden. Er kann dann seine Impulse nicht mehr aus dem nehmen, woraus der Mensch sie gewöhnlich nimmt. Die Stimmung, die ihn dann überkommt, ist die der Gottseligkeit, die als Zustand auch Nirwana genannt wird“[7].

 

Das Nirwana war zur Zeit des Gautama Buddha ein Ausleben des Äquilibriums[8] aus dem alten Hellsehen heraus. Heutzutage handelt es sich dabei jedoch nach STEINER um eine verluziferisierte[9] Welt[10]. Erst seit dem >Mysterium von Golgatha< (Kap. Nr. 70) ist es auch möglich, statt in das Nirwana einzugehen, durch Anschauen der persönlichen Gottheit in ewiger Gemeinschaft mit Dieser zu leben[11].

 

Das Nirwana wird in der Lehre des Gautama Buddha betrachtet wie ein Zustand, in welchem sich der Mensch vereinigt mit einer über ihn erhabenen Einheit, so dass er in dieser aufgeht. Die Auffassung des Nirwana zeigt eine Übereinstimmung mit dem Zustand, in welchem sich der erste Mensch Adam[12] befunden hat vor dem Fall, als er noch im Paradies lebte und als einziger Mensch die ganze Menschheit umfassend, mit seinem Urbild (siehe Kap. Nr. 21 >Homo Coelestis<) verbunden war[13].

 

Der Gautama Buddha gab seine Lehre in einer Zeit, wo >Jesus, der Christus Gottes< noch nicht auf der Erde gelebt hatte, wo also die sogenannte „Zweite Schöpfung“ der Erde noch nicht vor sich gegangen war. Es ist deshalb verständlich, dass der Mensch bei seiner Befreiung aus den irdischen Fesseln den Weg zurück suchte, den er seit dem Fall gegangen war. Vor sich konnte er nur den Weg sehen, der immer tiefer abwärts führte, der Erde zu; rückwärts zu schauen und den Weg zurück zu suchen, war das Einzige, was ihm blieb.

 

So wurde ihm der paradiesische Zustand, wie dieser vor dem Fall war, zum Ideal und zum Ziel seines Strebens. Anders ist diese Zielsetzung seit der Zweiten Schöpfung durch die Verkörperung des Gottessohnes in Jesus Christus[14] (siehe Kap. 44 >Jesus, der Christus Gottes< und Kap. Nr. 26 >Nachfolge Christi<). Siehe auch im Kap. Nr. 45-K >Seelenwachstum< den Unterschied zwischen psychischem und spirituellem Weg.

 

Anders als das Christentum ist der Buddhismus jedoch keine Religion, sondern eine Lehre. Und so enthält auch der Christus-Impuls eine moralische Kraft, die im Buddhismus als solche nicht gegeben ist, auch wenn die Verhaltensregeln alle von einer edlen Gesinnung zeugen. Der mangelnde Impuls macht sich deutlich in dem Bestreben des Buddhismus, dass der Mensch dem irdischen Leben entrinnen will, was zu der Zeit des Gautama Buddha noch verständlich war. Denn der physische Leib stand damals in einem evolutionär fortschreitenden Zerfallsprozess drinnen.

 

Dadurch, dass >Jesus, der Christus Gottes< jedoch im >Mysterium von Golgatha< das Phantom[15] des physischen Leibes errettet hat, sollen seitdem die Menschen das Leid tragen innerlich durch den Parakleten[16], anstatt es abstreifen zu wollen[17]. In der New-Age-Literatur (und sogar im weitesten Sinne nach Aussagen bei der christusorientierten >Prophetin Gabriele<[18] - und eingestandenermaßen auch für mich persönlich) ist jedoch das „Entrinnen“ aus dem irdischen Leben wieder ein zentrales Thema, welches hier in den Kapiteln Nr. 51 >Sonderaufstieg< und im Kap. Nr. 53 >Hoffnung< angesprochen ist.

 

Die Handlungsvorgaben des Buddhismus sind im Grunde genommen auch in der Bergpredigt[19] inhärent[20] enthalten, wobei die dortigen Seligpreisungen jedoch noch darüber hinausgehen. Anders herum kann man sagen: In der Bergpredigt ist der Achtfache Pfad des Gautama Buddha vollkommen subsumiert[21]. Wer wirklich in der Lage ist, die >Nachfolge Christi< (Kap. Nr. 26) zu vollenden, der ist ein wahrer Held.

 

Dabei gab es dieses mystische Heldentum allerdings immer schon, wie dies durch eine Aussage aus dem Epos >Mahabharata<[22] bezeugt wird[23]:

„Dieser ist ein Held,

der allen Schicksalsprüfungen schuldlosen Leidens

die Erkenntnis des Wahren entgegenhält.“

Dabei ist hier das christliche Motiv des schuldlosen Leidens als zentral anzusehen.

 

Und bei RILKE[24] gibt es sogar eine Art Synopse zwischen Buddhismus und Christentum durch die Erwähnung der letzten Geburt, so wie es diese bei dem Gautama Buddha 500 vor Chr. war und wie es bei >Jesus, dem Christus Gottes< sowieso nur eine einzige Inkarnation gab.

„ … denk, es erhält sich der Held,

selbst der Untergang war ihm nur Vorwand,

zu sein: seine letzte Geburt“.

 

Ende des Kapitels Nr. 1 >Einleitung<.

Es folgt das Kapitel Nr. 2 >Erleuchtung<.