Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (14)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Jungfrau Sophia (3.B) Silber-Licht

„Was fürchtest du?“

Von dem Dichter des Transzendenten mit Namen Ephides, der sich über das Medium Hella Zahrada[1] (1896-1966) manifestiert haben soll[2], gibt es nun die Aussage: „Was fürchtest du? Es kann dir nur begegnen, was dir gemäß und was dir dienlich ist. Ich weiß den Tag, da du dein Leid wirst segnen, das dich gelehrt, zu werden, was du bist!“[3]

 

Zu den wenigen inneren Stimmen, die ich jemals gehört habe (wie sie in Teil A geschildert sind), fiel mir ein, dass ich bereits im Mrz.1993 einen Traum gehabt hatte, wo ich meiner Mutter einen Papagei schenken wollte. Da dies keinerlei realistische Verbindung hatte, ist anzunehmen, dass dieses beabsichtigte Geschenk einen mystischen Sinn bedeuten sollte. Einmal ist hier unter „meiner Mutter“ mit großer Wahrscheinlichkeit mein eigenes >Aurisches Wesen< zu verstehen, wie dies in dem dortigen Kapitel Nr. 13 erklärt ist. Und des weiteren ist der Papagei das Symbol für die sprechende Seele. Einen Papagei geschenkt zu bekommen, bedeutet die Verheißung, dass jemand das Innere Wort erhält[4].

 

Geisteswissenschaftlich steht der Empfang des „Inneren Wortes“ oder das Hören der „Inneren Stimme“ in Verbindung mit der Entwicklung der Intuition[5], was zwischen der zweiten und der dritten Einweihung geschieht. Das eigene Höhere Ich[6] offenbart sich so dem Schüler bzw. der Meister im Inneren spricht zu dem Aspiranten[7].

Mittels des Inneren Wortes kann >Jesus, der Christus Gottes< (Kap. 44) den Menschen unmittelbar führen. Das Innere Wort ist dann für den Betreffenden so klar und deutlich vernehmbar wie die menschlichen Worte im Äußeren.

 

Voraussetzung für diese Art der Führung durch den Christus ist, dass jemand auf dem geistigen Weg die ersten vier Bewusstseinsstufen[8] (der göttlichen Ordnung, des Willens, der Weisheit und des Ernstes) weitestgehend erschlossen hat. Dies bedeutet, dass der Aspirant in seinem Inneren die ersten vier Seelenhüllen von dem Bewusstseinszentrum der Ordnung (= dem Basiszentrum) bis hinauf zum Christusbewusstsein der Stufe des göttlichen Ernstes im Herzzentrum weitgehend gereinigt, d.h. durchlichtet hat. Ein solcher Mensch ist dann in sich gefestigt und kann Impulse aus der Gottheit empfangen[9].

 

Die Führung beginnt zunächst durch die gereinigten Empfindungen aus dem geistigen Bewusstsein und kann sich dann fortsetzen über das Innere Wort. Hier erhält der Aspirant Hinweise, Hilfen und Lehren, um sie in seinem Leben umzusetzen und sich geistig weiterzuentwickeln. Dabei sagen diese Impulse aus der reinen Quelle nicht: Du musst dies tun und du musst jenes lassen, sondern sie geben nur Ratschläge. Denn Gott gängelt den Menschen nicht, sondern legt Wert auf den freien Willen, den Er dem Menschen gab.

Wer jedoch in seinem Leben noch schwankend ist, hin- und hergerissen von menschlichen Neigungen, niederen Gedanken und Wünschen, der kann die Stimme des Ewigen nicht vernehmen, selbst wenn er sich danach sehnen sollte[10].

 

Im Gegenteil: Dieses Sehnen ist dann sogar ausgesprochen problematisch; denn dieser noch nicht hinreichend gereinigte Mensch kann dadurch Astraleinflüsse auf den Plan rufen. Er kann dann Einsprachen aus verschiedenen Quellen empfangen, die er entsprechend seiner Denk- und Lebensweise abruft. Denn in den niederen Bereichen der jenseitigen Welten leben gebundene Seelen unter der Gewalt des Widersachers[11]. Diese haben das Bedürfnis, sich dem Menschen zu offenbaren, u.z. mit ihren eigenen erdgebundenen Vorstellungen[12].

 

„Das Stimmenhören ist eine Wirkung dessen, was sich in den Reinigungsbereichen und auch auf der Erde vollzieht. Ist der Mensch aufnahmefähig, d.h. sensitiv, so ist es möglich, dass er von einem oder mehreren dieser Sender Impulse empfängt und wahrnimmt“[13].

Anzumerken ist noch, dass das Innere Wort ausschließlich für den Schüler persönlich bestimmt ist und nicht für Zweite oder Dritte[14]. Dies im Unterschied zum Prophetischen Wort, worüber Darlegungen im Zusammenhang mit der >Prophetin Gabriele< (Kap. 47) erfolgt sind.

 

Sechs Jahre später (nach dem Mrz.1993) habe ich dann zwei weitere Male innerhalb von zwei Monaten von einem Papagei geträumt. In der Nacht zum 21.07.1999 flog innerhalb eines Traumes ein Papagei zu mir hin. Er presste sich an meinen Oberkörper und umarmte mich (vermutlich mit seinen Flügeln) und ich war ihm in Liebe zugetan, ebenso er zu mir. Dabei war er circa 40 cm lang (mit den Schwanzflügeln und 20 cm hoch), also relativ groß.

Und am 26. September 1999 träumte ich von einem Papagei mit silbernen Halsfedern.

 

Die beiden letzten Träume haben nun eine ganz eigenartige Parallele zu einem Geschehen, welches ich seit dem 20.Aug.2006 bei mir fortgesetzt bemerke und welches bezüglich seines Auftretens ausführlicher im Kapitel Nr. 21-A >Homo Coelestis<[15] geschildert ist. Es handelt sich da um ein Licht am Hals, welches nicht ohne weiteres identisch ist mit dem dort wesentlich abgehandelten Lichtpunkt in der Luft als das Bild des Unsterblichen Himmlischen Menschen.

 

Das Hals-Licht ist ein silber-glitzernd-gleißendes Licht, welches sich beim Einschlafen und auch beim Aufwachen sowie in der >Meditation< (Kap. 40) an bzw. um meinen Hals schmiegt. Es ist dies etwas, was ich auch noch bis mindestens April des Jahres 2010 immer wieder bemerken konnte. Ja, ganz besonders stark trat dieses silberfarbene Licht noch auf, als ich am 12.01.2013 eine schwere Bronchitis hatte und dann am 14.01.2013 in das Raumschiff von AMEN-PTAH gehoben wurde, was im Kapitel Nr. 55-D >Neue Zeit<[16] geschildert ist. Dies habe ich hier am 17.09.2013 ergänzt. Aber auch im Laufe des Jahres 2014 konnte ich dieses silberfarbene Licht immer wieder einmal bemerken. Konkret ist mir des weiteren das silberne Licht am Hals am 17.+18.03.2016 dreimal erschienen, was ich entsprechend zu diesem Kapitel protokolliert habe.

 

Dieses Licht am Hals ist mir jahrelang ein Rätsel gewesen, auch wenn sein Erscheinen für mich immer mit großer Freude verbunden war. Nun geschah es jedoch Anfang Sept.2014, dass ich beim zweitmaligen Lesen des Buches von HURTAKs >Überselbst Erweckung< aufmerksam wurde auf bestimmte Darlegungen und Abbildungen, die ich beim ersten Durchlesen im März bis Juli 2014 nicht entsprechend erkannt hatte, und die eventuell Aufschluss geben, so dass ich die folgenden Darlegungen hier am 14.10.2014 ergänzt habe.

 

Trotzdem ist der Sachverhalt etwas kompliziert. Man muss nämlich dazu eigentlich den Aufbau der gesamten menschlichen Entität[17] kennen, der noch schwieriger ist als er in den üblichen Angaben über die Wesensglieder des Menschen[18] der Fall ist, da diese Entität bis zum Elohistischen Überselbst reicht.

 

Unser physisches Selbst befindet sich nämlich am untersten Ende einer riesigen dynamischen Ordnung göttlicher Gegenwart. Wenn unser physisches Selbst auf einer Zeichnung[19] ca. 1,5 cm ausmacht, dann hat unser eigenes Elohistisches Überselbst demgegenüber die Größe von 18 Zentimeter, ist also 12 Mal so groß. In einem Abstand von 3,5 cm oberhalb des physischen Körpers (auf der Zeichnung) beginnt dann das eigene Überselbst, welches in der Zeichnung eine Größe von 3 cm aufweist. Diese Selbste und Überselbste weisen alle die Form eines Menschen auf.

 

Oberhalb des Überselbstes befindet sich dann das sog. „Christus-Überselbst“, welches (in einer sitzenden Position gezeichnet) eine Größe von 6,5 Zentimeter aufweist. Das Christus-Überselbst wird sonst auch oft nur als „Lichtkörper“ bezeichnet, was so vermutlich nicht ganz korrekt ist. Korrekter wäre vermutlich, wenn eben beim Überselbst von Lichtkörper gesprochen wird und beim Christus-Überselbst von Christus-Lichtkörper.

Eine korrekte Gleichsetzung existiert dann noch darin, dass das Christus-Überselbst als Zohar-Körper[20] bezeichnet wird[21]. Zwischen all diesen Phänomenen liegen eben leider immer große Entwicklungsunterschiede bezüglich des Seelenwachstums, weswegen bei der Benennung Genauigkeit angewandt werden sollte, was selten geschieht.

 

Das gesamte bisherige Gebilde der eigenen Entität wird nun des weiteren umfangen von dem Elohistischen Überselbst als dem Bauplan des Adam Kadmon[22], welcher im Bildnis von Jesus Christus erscheint. Also: nicht das Christus-Überselbst erscheint als Jesus Christus, sondern erst das Elohistische Überselbst. Das Christus-Überselbst weist eine freundliche männlich-weibliche Gesichtsausstrahlung auf und ist insofern geschlechtsneutral.

Der Kopf des Adam Kadmon beginnt wiederum unmittelbar über dem Christus-Überselbst und geht hinab bis zu den Füßen den physischen Selbstes des Menschen[23].

 

Wenn jetzt ein Mensch angenommenerweise physisch 1,80 Meter groß wäre, ist der Adam Kadmon eventuell 10 mal so groß, also dann 18 Meter. Ein nicht ganz so großes Bildnis (welches vielleicht 10 Meter hoch war) ist mir am 09.09.2014 erschienen in einer Art Schattenentwurf, während ich im Halbschlaf war, u.z. einige Meter vor mir. Hätte ich nicht gelegen und automatisch nach oben geschaut, hätte ich die Erscheinung in einer solchen Höhe gar nicht ohne weiteres erkennen können. So aber erkannte ich auch das Gesicht von Jesus Christus (welches eben gleich dem Antlitz von Adam Kadmon sein soll) im Schattenentwurf, und es war genauso, wie Jesus Christus auf den zahlreichen Abbildungen bei HURTAK (und bei den überlieferten Bildern von Kunstmalern) dargestellt ist[24].

 

Ohne die realen Abbildungen vor sich zu haben, wird es für den Leser schwierig sein, meine Schilderungen nachvollziehen zu können; denn es war schon fast unmöglich, dies überhaupt anhand der Abbildungen so darzulegen. Jedoch mussten diese Beschreibungen vorweg geschickt werden, um daran nun überhaupt das Erscheinen des silberfarbenen Lichtes erklären zu können. Es ist nämlich so, dass ich das silberfarbene Licht eindeutig als die „Taube“ identifizieren konnte, die mehrfach vom Ketherpunkt (= dem Kronenchakra) des Christus-Überselbstes herabsteigt bis zum Basiszentrum des Christus-Überselbstes, wobei sie an verschiedenen Stationen Halt macht und dann wieder aufsteigt.

 

Ausgangspunkt soll die Erkenntnis des Menschen sein, „dass alle Galaxien Schulen zum Erlernen der Lektionen des Lebens sind“, wobei mir dieser Satz von HURTAK nur einer von vielen Möglichkeiten zu sein scheint. Sobald der Mensch zu dieser (entsprechenden) Erkenntnis gelangt ist, entzündet sich seine höhere Geist-Seele auf dem Kether-Punkt unseres Christus-Überselbstes und intensiviert die Shekinah-Gegenwart des Heiligen Geistes, der nun in uns wohnt“[25].

 

Die Aussage „entzündet sich seine höhere Geist-Seele ...“ hat nun Parallelen zu einer Hypothese, die ich bereits zum 20.08.2006 im Kapitel Nr. 21-A >Homo Coelestis< formuliert habe. Das Licht am Hals hatte ich das erste Mal an eben diesem 20.08.2006 bemerkt und ich schrieb da die Vermutung: „Am 16.07.2006 war übrigens die entscheidende große >Erleuchtung< für mich aufgetreten. Vielleicht ist dieses Licht am Hals eine Folge davon?“ Damit lag ich anscheinend gar nicht so falsch, wobei ich hier die >Erleuchtung< mit dem „sich Entzünden“ in Verbindung bringe.

 

Die höhere Geist-Seele ist dabei identisch mit der Taube – und sie ist identisch mit dem Begriff des Höheren Selbstes des Menschen[26]. Und der Ketherpunkt ist das Kronenchakra des Christus-Überselbstes.

Dabei sollte selbst jemand, der denkt, dass bei ihm das Christus-Überselbst noch gar nicht manifest ist, doch dessen Gegenwart in Betracht ziehen. Eventuell hat sich das Christus-Überselbst dem Einzelnen nur noch nicht offenbart.

 

Insgesamt ist es also so, dass die Taube (= Geist-Seele, = das Höhere Selbst) vom Kether-Punkt des Christus-Überselbstes kopfüber herabsteigt, u.z. über das Stirn-Chakra, weiter über den Bereich des Kehlzentrums bis zum Großen Heiligen Herzen herunter, ja sogar bis zum Basis-Chakra des Christus-Überselbstes – und dann steigt die Taube kopfaufwärts wieder nach oben auf. Am Ausgangspunkt des Kether-Chakras hält sich die Taube zuerst für einige Zeit auf, um dort über mentale Kommunikations-Piktogramme die höhere Weisheit und Liebe von den Meisterlehrern des Lichts zu erlangen“[27].

 

Und auf einer Abbildung ist dann sichtbar, wie die Taube kopfabwärts mit ausgebreiteten Flügeln vollkommen auf der Stirn des Christus-Überselbstes steht. Dabei gehen die Flügel seitwärts noch etwas über den Kopf hinaus. Der Kopf der Taube selbst ist auf dem Anja-Zentrum, auf der Stelle des Stirn-Chakras[28].

Weiter geht der Weg der Taube hinunter bis zum Bereich des vierten Chakras des Christus-Überselbstes, welches identisch ist mit dem großen Heiligen Herzen, um dort Wohnung zu nehmen, wobei HURTAK erwähnt: „Und trotzdem hat sie (die Taube) sich nie bewegt“[29].

 

Das Geist-Selbst steigt dann noch weiter kopfunter hinab bis zum Basis-Zentrum. Dann jedoch führt der Weg des Geist-Selbstes wieder nach oben, wo der Kehlbereich eine entscheidende Rolle spielt. Es gibt bei HURTAK eine entscheidende Abbildung, wo die weiße Taube vollkommen über dem gesamten Halsbereich steht, mit dem Kopf nach oben und die Flügel über den Halsbereich seitlich hinausgehen. Dies ist das entscheidende Bild, wo ich die vollständige Identität zu meinem silbernen Licht am Hals sehe, was eben beweglich ist; denn bei der Taube handelt es sich eben um die Geist-Seele (= das Höhere Selbst)[30].

 

Dabei ist noch eines bei den Abbildungen bezüglich der Taube auffällig: Diese Taube ist nämlich in Wahrheit gezeichnet wie ein kleiner Engel, mit parallel gestellten Füßen und einem weißen Gewand und einem runden Kopf (ohne Schnabel), wobei die (Engels-)Flügel insgesamt dominant sind. Und dies erinnert mich nun des weiteren an die Aussage des TIBETER: „Das Wirkungsfeld des Sonnenengels ist das Kehlzentrum“[31].

 

Über dem Bereich des Halschakras existiert übrigens der hebräische Buchstabe „Aleph“, der für den „Aufstieg“ eines neuen Vibrationssystems innerhalb des Davidsterns steht. Es ist ein Zeichen dafür, dass wir bereit sind, nicht für den Omega-Punkt oder das Ende des Lebens, sondern für die neue Alpha-Phase eines „Neubeginns“[32].

Meine Bereitschaft für einen Neubeginn bezieht sich zwar primär auf das göttliche Lichtreich, wie ich dies im Kapitel Nr. 51 >Sonderaufstieg< dargelegt habe, sollte ich aber noch während dieses irdischen Lebens „wundersam“ verwandelt werden, dann soll es mir hier auf der Erde auch Recht sein.

 

Am 21.10.2014 habe ich hier noch kurzfristig die folgenden Darlegungen ergänzt, wo eben der physische Körper deutlicher eine Rolle spielt:

Die Taube ist das Zeichen der Einheit des Heiligen Geistes, der die physische Form salbt, während er durch die Macht des Lebendigen Lichts den Körper mit dem Geist vereinigt. Die herabschwebende Taube segnet den Menschen mit der Kraft des Lebendigen Lichts, so dass er in den nächsten heiligen Pfad seiner Existenz eingeweiht wird. HURTAK sagt dazu: „Die Segnung und Salbung durch die Taube des Lebendigen Lichts erlauben uns auf neue Ebenen des Geistes zu steigen. … Das Licht der Taube verwandelt uns.[33]

 

HURTAK formuliert dann eine Visualisierung, die man als Meditation entsprechend nachvollziehen kann, wenn man will. Er spricht vor: „Die Taube steigt immer näher zu unserem physischen Körper herab. Die Taube ist die Shekinah (= Gegenwart), die ins Exil geschickt wurde, als wir uns selbst vom Geist abschnitten und von der größeren Gestalt des Adam Kadmon (= dem Elohistischen Überselbst) getrennt wurden. Er (Adam Kadmon) entfernte sich von unserem Überselbstkörper, doch der Geist kehrt nun zurück, um uns mit dem Lebendigen Licht zu taufen. Und in uns breitet sich eine große Freude aus, da wir begreifen, dass wir uns nun für das Zeitalter der Wunder bereitmachen![34]

 

HURTAK legt dann weiter dar, wie der wahre Weg zu Gott der Weg des Christus ist (siehe das Kap. Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes<), welcher die Taube als den Heiligen Geist[35] ausgesendet hat. Dabei ist die Taube unser inneres Vehikel und „Jesus als der Christus“ ist das äußere Vehikel, das den physischen Körper des Eingeweihten mit der Kosmischen Vernunft verbindet. „Während die Taube herabsteigt, verbindet sie ihre Flügel mit unserer Gegenwart. Wir sind nun die Eingeweihten und empfangen von ihr unsere endgültigen physischen Schwingen der Herrlichkeit“[36]. Ob und inwiefern Engel Flügel haben, ist dargelegt im Kap. Nr. 19-B >Kreuzigung und Gehenkter<.

 

Aus weiteren Darlegungen bei HURTAK muss man entnehmen, dass die Taube insbesondere auf den Heiligen Gruß[37] an die Allmächtige Gottheit anspricht, wie dieser ausführlicher im Kap. 40-B >Meditation< referiert ist. Jedoch erschien bei mir das Hals-Licht schon am 20.08.2006, wo ich den Heiligen Gruß noch gar nicht kannte, und so bewirken also auch andere geistige Verrichtungen die Herabkunft der Taube. Jedenfalls soll es so sein, dass, wenn die Taube diesen Heiligen Gruß durch den Menschen gehört hat, sie dann wieder aufsteigt als unsere wiedervereinigte Geist-Seele.

 

„Unsere Seele hat graduiert und schwingt nun in Resonanz mit höheren Ebenen unseres Bewusstseinskörpers. Die Seele ist noch in unserem physischen und Überselbstkörper vorhanden, aber es ist ihr höherer Aspekt, der nun als eine neue Geist-Seele eine Einheit eingegangen ist. … Während wir aufwärts und einwärts reisen, nähern wir uns dem Auge des Horus, welches sowohl für unseren physischen und Überselbst-Körper als auch für unsere Seele-Geist-Form das Durchgangstor bedeutet“[38].

Über das Auge des Horus befinden sich Darlegungen in dem bald folgenden Kapitel Nr. 5-A+B >Herabkunft des Engels<.

 

Zurück zu dem mystischen Prozess bezüglich des Inneren Wortes, der bei mir wohl schon in den Anfängen stecken geblieben oder blockiert worden ist; denn über den Empfang des Inneren Wortes verfüge ich leider nicht. Im Kapitel Nr. 40-A >Meditation< findet sich allerdings zum 06.02.2000 noch eine Schilderung, wo ich rein geistige Worte von einer höheren Instanz in mir hörte. Von einem Papagei, der die sprechende Seele symbolisieren soll, habe ich nach 1999 bisher nicht wieder geträumt, jedoch hatte ich mindestens drei Träume, wo jeweils ein Vogel eine Rolle spielte, der immerhin das Symbol der (göttlichen) Seele sein soll[39].

 

Am 16. Oktober 1995 bin ich um circa 21:00 Uhr extrem krankhaft müde geworden, obwohl ich erst sehr spät (um 14:00 Uhr) aufgestanden war. (Wegen dieses abnormen Lebensrhythmus möchte ich auf das Kapitel Nr. 18 >Schlafstörungen< verweisen.) Ich war so todmüde, dass ich mich hinlegen musste und auch tatsächlich einschlief (wobei ich dann wiederum nach nicht allzu langer Zeit wach wurde). Jedenfalls hatte ich während der kurzen Schlafphase folgenden Traum: Ich beobachtete über eine längere Zeit hinweg (in Gegenwart von noch anderen Menschen) einen Wellensittich in einem Vogelbauer.

 

Dabei kletterte dieser Wellensittich in verschiedener Weise in dem Käfig herum, und in diesen Klettersequenzen steckte ein gewisser Sinn (wie die geistige Botschaft war). Es war auch ein spezifischer Gegenstand in dem Käfig, an den ich mich leider absolut nicht richtig erinnern konnte, der aber von zentralem Interesse für den Vogel war. Der Sittich konnte auch eigenartigerweise durch die Gitterstäbe hindurch klettern und hatte so die Möglichkeit, sich um den Käfig herumzubewegen, was er auch tat. Er flog aber nicht weg.

 

Nachdem der Wellensittich eine ganze Weile geklettert war, legte er sich ganz merkwürdig horizontal (mit der Bauchseite nach oben) quer durch den Käfig. Dabei lag sein Schwanzende auf einer Verstrebung und sein Kopf lag an einem anderen Ende. So ruhte er. Es war jedoch ein merkwürdiger Vorgang; denn es schien fast, als ob er sich zum Sterben hingelegt hätte, so starr war seine Haltung.

 

Ich wachte sofort nach dem Traum auf und hatte das sichere Gefühl, dass sich in dem Traum meine reale Befindlichkeit bzw. irgendein ein Geschehen meiner Seele symbolisch widergespiegelt hat: Ich selbst bzw. meine Seele war der Wellensittich gewesen. Denn dass ich mich zu Bett legen musste, war wie ein totaler Zwang gewesen. Normalerweise kann ich nämlich jede Müdigkeit immer überwinden, was eben gerade ein Problem meiner >Schlafstörungen< (Kap. 18) ist.

 

Es war so, als ob ich mich - von höherer Warte bestimmt - unbedingt ins Bett legen und einschlafen sollte und deswegen diese extreme Müdigkeit in mir verursacht worden ist. Dass es solche Einflussnahmen von Seiten der Höheren Evolution[40] gibt, ist z.T. im Kapitel Nr. 27 >Spirituelle Gemeinschaft< und auch im Kapitel Nr. 53 >Hoffnung< dargelegt.

Als ich nämlich mich hingelegt hatte und ich tatsächlich auch so starr auf meinem Rücken dalag wie später der Vogel, trat gleich in den ersten Minuten ein helles weiß gleißendes Licht auf.

 

Eventuell war es so, dass mein Lichtkörper-Überselbst (siehe Kap. Nr. 21 >Homo Coelestis<) bereits damals zu mir herabkommen wollte und herabgekommen ist, und ich durch diesen Vorgang zu der Zeit vermutlich vollkommen überfordert und überlastet war. Tatsächlich wusste ich damals (16.10.1995) von diesen esoterischen Tatbeständen des Lichtkörper-Überselbstes noch gar nichts.

 

In einem Traum vom 16. Mai 1997 war ich zusammen mit meiner Mutter (vermutlich als Symbol, in der Astralwelt oder in einem anderen Leben; siehe Kap. 13 >Aurisches Wesen<) in eine neue Wohnung gezogen, wo alles großzügig und schön war. Sie hatte u.a. Lebensbäume gekauft und eine besondere Erde in großen Blumentöpfen. Dann hatte sie ein „Büchlein“ mit dunkelblauem Einband, in welchem Gedichte waren von Rainer Maria Rilke[41]. Von RILKE sind hier in dieser Autobiographie mehrmals Gedicht-Zeilen zitiert. Im Traum war ich ganz erstaunt über das Büchlein und dachte, meine Mutter hätte dieses gekauft, da ich es noch nicht kannte. Sie sagte aber, sie habe es bei meinen Büchern gefunden.

 

Dann war plötzlich ein besonderer Vogel anwesend, der mittelgroß war (vielleicht wie sonst Raben groß sind). Dieser Vogel hatte wunderschönes lilafarbenes Gefieder in verschiedenen Tönungen. Insbesondere die Halskrause[42] war wie violett[43]. Der Vogel flog dann in die Höhe und ich dachte, er käme gleich wieder herabgeflogen. Jedoch war er plötzlich verwandelt wie in das Büchlein von RILKE. Dieses Büchlein fiel dann wiederum wie vom Himmel, u.z. landete es in einer besonderen Stellung. Es war nämlich wie in einem 60-Grad-Winkel aufgeschlagen und hatte die Position mit dem geöffneten Winkel zur Erde hingeneigt, so dass es auf den beiden Rändern der Buchdeckelseiten zu stehen kam (wie auf Stelzen).

 

Einen Tag später las ich zufällig in dem >Gnadenbuch< von ANITA WOLF (bei dem es sich um eine Interpretation der Apokalypse des Johannes handelt) und entdeckte dort den Begriff „Büchlein“ (statt „Buch), den ich spontan in meinem Tagebuch bezüglich der Gedichte von RILKE verwendet hatte. Bei A. WOLF wird nämlich ausdrücklich ein Unterschied gemacht zwischen einem „Buch“ und einem „Büchlein“. Ein „Büchlein“ ist Teil des großen Buches, bei dem es sich letztlich im Symbol um die göttliche UR-Person Selbst handelt, bzw. welches auch als das „große Buch des Lebens“ zu bezeichnen ist[44].

 

An weiterer Stelle ergänzt A. WOLF noch, dass unter dem Buch auch das WORT Gottes verstanden werden kann, und mit dem „Büchlein“, dass das WORT Gottes in Jesus Christus zur Erde kam. Somit ist unter dem „Büchlein“ das Leben des Heilandes zu verstehen[45], das Leben von >Jesus, dem Christus Gottes< während Seines über dreijährigen Wandels auf der Erde (seit der Jordantaufe), in welchem ein Teil der göttlichen UR-Person verkörpert war.

Wenn ein Buch oder Büchlein geöffnet ist, bedeutet dies übrigens, dass dessen Inhalt in Kraft tritt[46]. Hier könnte man dies noch speziell bezüglich der 60 Grad des Winkels deuten als ein Viertel des Göttlichen, welches als Kreis 360 Grad repräsentieren würde.

 

Das Büchlein fiel nun aufgeschlagen in eine Position, die ein gleichseitiges Dreieck ergeben würde, wenn nicht die Basisseite gefehlt hätte. Ein Dreieck ist

a)    das Symbol für die göttliche Trinität (Dreifaltigkeit)[47] aus 1. Shiva, 2. Vishnu und 3. Brahma und

b)     auch das Symbol für die höheren Wesensglieder des menschlichen Geistes von 1. Atma, 2. Buddhi und 3. Manas[48].

 

Fehlt wiederum die Basisseite, so kann in Anlehnung an Darlegungen bei JINARAJADASA

a)      einmal der Heilige Geist als unoffenbart angesehen werden und

b)      zum anderen Manas als in der Latenz[49] gesehen werden.

 

Der linke Schenkel des Dreiecks repräsentiert nämlich Shiva (bzw. Atma), der rechte Schenkel Vishnu (bzw. Buddhi) und die Basislinie Brahma (bzw. Manas). Und die Unoffenbartheit bzw. Latenz spielt eine Rolle beim Abstieg der Monade[50] von der göttlichen Ebene, wo sie beim Abstieg Beschränkungen erleidet. Umgekehrt zeigen sich beim Aufstieg dann wieder die jeweiligen Seiten des Dreiecks als existent, wie dies bezüglich des Büchleins den zweiten und ersten Aspekt betrifft[51].

 

Fortsetzung erfolgt im Teil C zum Kapitel Nr. 3 >Jungfrau Sophia<.