Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (16)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Jungfrau Sophia (3.D) hellsichtig

…helldenkend werden

Dabei ist mit der „Jungfrau“ kein Zölibat[1] gemeint, weil ein Mann ohne „Weib“ ja keine Jungfrau wäre. „Weiber“ stehen nach ANITA WOLF als Symbol für Gesetzlosigkeit; demgegenüber eine „Jungfrau“ den Menschen repräsentieren soll, der in Ethik, Moral, Glaube und Menschenwürde rein ist. Diese Jungfrauen stellen in der Summe die Braut Christi dar.

Als Jungfrauen werden auch generell die Lichtkinder[2] nach Deutungen von A. WOLF zur Apokalypse des Johannes bezeichnet. Sie zitiert[3]: „Diese sind`s, die mit Weibern nicht befleckt sind – denn sie sind Jungfrauen – und folgen dem Lamme nach, wo es hingeht“[4].

 

Nun kann sich beim Leser die Frage aufwerfen, wieso jemand mit meinem doch eher fragwürdigen weltlichen Lebenshintergrund – jedenfalls bis 1993, aber eigentlich auch bis zum heutigen Tage[5] – dazu gelangt sein soll, einen geläuterten Astralleib zu besitzen.

Tatsächlich muss hier unterschieden werden zwischen den Geschehnissen auf dem physischen Plan und denen auf der Astralebene, zwischen der niederen Natur und der geistigen Erhebung, wie von INTERMEDIARIUS bereits zitiert[6].

 

Es ist nämlich so, dass ich seit 1984 eine doch sehr forcierte Denkschulung durchlaufen habe durch das fast tägliche Studium esoterischer bzw. geisteswissenschaftlicher Schriften. Insbesondere in den Schriften von Rudolf Steiner[7], dem Protagonisten der Anthroposophischen Bewegung bzw. Gesellschaft[8], liegt eine geistige Kraft verborgen, wie er dies selbst einmal geäußert hat, und durch welche Veränderungen in den Wesensgliedern initiiert werden.

 

Entsprechend habe ich die vier Bücher von INTERMEDIARIUS[9] im Sept.2005 gelesen bzw. durchgearbeitet, wo vermutlich auch eine Reinigung des Bewusstseins stattgefunden hat. Zehn Monate danach trat dann das Erlebnis der >Erleuchtung< vom 16.07.2006 auf, welches in Kap. 2-A geschildert ist.

 

Bei INTERMEDIARIUS wird nämlich das folgende verheißen:

„Die Einigung des himmlischen Bewusstseins mit der Imago Coelestis[10] (siehe auch hier das Kapitel Nr. 21-B >Homo Coelestis<; Anm.d.Verf.) hat völlig stattgefunden, wenn dem Menschen jene Offenbarungen (die von INTERMEDIARIUS in seinen vier Bänden; Anm.d.Verf.) gegeben worden sind. Das himmlische Bewusstsein strahlt das ihm Offenbarte in das menschliche Bewusstsein ein, so dass in dem Bewusstsein des kosmisch-irdischen Menschen das Abbild entsteht von dem, was erlebt worden ist. Es ist das geistige und himmlische Bewusstsein dadurch das eigentliche Zentrum auch des kosmisch-irdischen Menschen geworden, indem das menschliche Bewusstsein zum Diener des ersten wurde, gleichwie die geläuterte kosmisch-irdische Natur des Menschen das Werkzeug seiner himmlischen Natur“. –

 

„Die Einigung des Bewusstseinszentrums mit dem Wesen der Imago Coelestis bewirkt, dass auch das Vorbild der Imago Coelestis dem Menschen offenbar wird als das göttliche Antlitz des SOHNES (siehe Kapitel Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes<), im Lichte des Heiligen Geistes. Dann ist in Wahrheit der Mensch, der aus Gott geboren und in Christo gestorben, wieder erweckt durch die Kraft des Heiligen Geistes, wenn er, kraft seiner Einheit mit dem himmlischen Menschen, Menschensohn und Gottmenschen, dem Schöpfer des Universums wiederum gegenüberstehen darf, gleichwie die Imago Coelestis, geschaffen nach dem Bilde Gottes, vom Anfange an vor das Angesicht Gottes gestellt worden ist“[11].

 

Wenn eine Reinigung des Astralleibes (= des Atemfeldes) erfolgt ist, dann ist der Aspirant eine vollkommen befreite Wesenheit geworden[12].

Bei HURTAK sind Heilige Namen (bzw. Sprachen) genannt (siehe hier im Kapitel 40-B >Meditation<), durch deren richtige Anwendung eine Reinigung des Körpers und eine Läuterung der Seele bewirkt wird[13].

 

„ … Wer sich … in ernsthaftem Bemühen den Inhalt der Werke des INTERMEDIARIUS zu eigen gemacht hat, der ist davon so erfasst und durchdrungen, dass er sich wie neugeboren fühlt und als ein anderer Mensch seinen Lebensweg weiterschreiten wird, als Mitstreiter St. Michaels[14], des großen Erzengels und Führers der Christenheit im Entscheidungskampf um das Schicksal der Menschheit, das auch das Schicksal von Erde und Kosmos sein wird“[15].

 

Zusätzlich zu dem fast täglichen Literaturstudium habe ich mit wenigen Ausnahmephasen seit 1984 immer wieder meditiert (siehe Kapitel Nr. 40 >Meditation<) und gebetet, Anrufungen durchgeführt u.ä. Hinzukommt, dass ich neben dem intellektuellen Lesen die Fähigkeit zu starken begleitenden Gemütsbewegungen besitze, die schon bei Andeutungen von wahrhaft geistigen Vorgängen in Kraft treten.

Es kommt auch hinzu, dass ich über zehn Jahre lang Mitglied einer >Spirituellen Gemeinschaft< (Kap. Nr. 27) war und noch einmal ein Jahr lang in einer anderen Bewegung, die hier unter >Lichtdienste< (Kap. Nr. 28) geschildert ist.

 

Das Denken von schwierigen Sachverhalten, die sich nicht auf die physisch-materielle Welt beziehen, ist bekanntermaßen bei den meisten Menschen nicht sehr beliebt. Einzelnen, mir nahestehenden Menschen war es unmöglich, die Werke von RUDOLF STEINER zu lesen geschweige denn durchzuarbeiten, wie ich dies immer getan habe. Eine gute (intellektuell durchaus gebildete) Freundin von mir gab das Buch >Theosophie<[16] dankend zurück mit der Bemerkung, dies sei die beste Einschlaflektüre gewesen, die sie je gehabt hätte. Bereits auf der dritten Seite seien ihr die Augen zugefallen und sie sei selig eingeschlummert.

 

Dabei war es genau dieses Buch von STEINER gewesen, welches für mich eine Offenbarung und der definitive Einstieg in meinen geistigen Weg gewesen ist. Trotzdem hatte auch ich zuvor Widerstände. Dieses Buch hatte mir nämlich eine andere Freundin eines Tages im Mai1984 (ohne einen äußeren Anlass wie Geburtstag o.ä.) geschenkt gehabt, von der ich wusste, dass sie die Waldorfschule (also eine anthroposophische Schule) besucht hatte.

 

Ich wusste sofort, dass es sich bei dem Buch um etwas handelte, wovon sie mir gegenüber einige Wochen davor erzählt hatte. Als wir uns da getroffen hatten, sprach sie plötzlich davon, dass „sie sich ihre Eltern ausgesucht hätte“, wie dies ihrer Meinung nach bei jedem Menschen der Fall war. (Sie hatte übrigens ähnliche Probleme mit ihrer Mutter, wie sie hier von mir in dem Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen< geschildert sind.)

 

Man muss wissen, dass ich bis zu diesem Tage im Mai1984 keinerlei Ahnung von esoterischen Dingen hatte und auch zu der Zeit (seit meines jugendlichen Alters) nicht mehr religiös war, auch wenn ich konfirmiert worden war. Aber meine Eltern waren trotzdem nicht wirklich religiös, sondern äußere Scheinchristen. Ich selbst hatte als Kind allerdings durchaus einen religiösen Sinn, war dann aber als Jugendliche aus logischen naturwissenschaftlichen (Schein-)Gründen zu einer ausdrücklichen Atheistin[17] geworden.

 

Diese Aussage von meiner anthroposophischen Freundin bezüglich der Auswahl der eigenen Eltern befremdete mich zutiefst, was ich ihr auch unmittelbar sagte. Dabei äußerte ich mich ihr gegenüber durchaus differenziert, insofern ich ihr erklärte, dass selbst wenn dies so wäre, sie sich nicht einem Menschen gegenüber so darlegen könne, der auf dem Boden der üblichen naturwissenschaftlichen Anschauung steht. Äußert sich ein Mensch so, bricht er das unausgesprochen gültige Weltanschauungssystem und muss als wahnsinnig oder geistesgestört erscheinen. So kam sie mir in dem Moment auch vor, obwohl ich gleichzeitig wusste, dass sie es nicht war; denn sie war ausgesprochen intelligent und sonst ganz realistisch.

 

Jedenfalls schenkte sie mir auf dieses Gespräch hin das Buch von STEINER mit dem Titel >Theosophie<. Nun war ich in einer Zwickmühle: Ich hatte eine totale Abneigung, dieses Buch zu lesen, auch wenn es nicht sehr umfangreich war. Gleichzeitig war mir klar, dass sie mich beim nächsten Telefonat darauf ansprechen würde. Da ich grundsätzlich ein zuverlässiger, ehrlicher und auch verantwortungsbewusster Mensch bin, war es mir unmöglich, das Buch überhaupt nicht zu lesen. Ich hatte mir nun vorgenommen, wenigstens einige Seiten zu überfliegen und ihr dann gegenüber zu sagen, dass ich leider damit nichts anfangen könne, so dass ich es nicht zu Ende lesen konnte. Und so zwang ich mich damals, das Buch vorzunehmen.

 

Ich las die erste Seite, die zweite Seite und die dritte Seite und wusste spätestens da, dass es sich bei dem Schriftsteller jedenfalls um einen hochintelligenten Menschen handelt, der versucht, einen Sachverhalt zu verdeutlichen, der für das normale naturwissenschaftliche Denken ungewöhnlich war. Mir leuchteten seine Darlegungen unmittelbar ein, ja mehr noch, ich wusste sofort, dass genau dies eine vollkommene Wahrheit ist, von der die Menschheit im Allgemeinen überhaupt nichts weiß, was mich sofort erschütterte.

 

Kein Mensch lernt dies in der Schule (sogar die Waldorfschüler werden davon lange Zeit verschont), niemand weiß überhaupt etwas davon, sofern er nicht ausdrücklich Esoteriker ist. Die Lehrer und Universitätsprofessoren lehren seit hunderten von Jahren dieselbe ewig gleiche Naturwissenschaft unter völligem Fehlen dieser okkulten Erkenntnisse. Nicht einmal die Theologie weiß etwas davon, mit Ausnahme der Mystiker und wahren Christen, welche einen inneren Zugang zu >Jesus, dem Christus Gottes< haben.

 

Nach den ersten drei Seiten des Buches >Theosophie< konnte ich überhaupt nicht mehr mit dem Lesen aufhören, auch wenn mir die Begriffe wie „Ätherleib“ und „Astralleib“ bis zu diesem Moment vollkommen fremd waren. Aber dies hinderte mich nicht.

Ungefähr nach der Hälfte des Buches kam ein neuer Teil, wo mir dann akut klar wurde, dass hier noch einmal ein gewisser Prozentsatz von Lesern scheitern bzw. aufgeben würde, der sich immerhin bis dahin durchgerungen hätte (unter der Voraussetzung, dass es für diesen Leserkreis ebenfalls das erste esoterische Buch gewesen wäre). Es ging hier nun um den Übergang zur geistigen Welt, wozu auch für den Leser ein gewisser Sprung über einen intellektuellen Abgrund nötig war, wenn man STEINER folgen wollte.

 

Ich muss gestehen, dass es auch für mich nicht ganz einfach war, den dann von STEINER geschilderten geistigen Tatsachen zu folgen. Jedoch aufgrund der Empfindung, dass ich durch die vorherige Hälfte des Buches einen außerordentlich intelligenten und logischen Eindruck von der Persönlichkeit des Schreibers hatte, wusste ich, dass dieser Mensch nicht wahnsinnig ist oder herumspinnt, sondern dass er nur „Dinge“ schildert, zu denen ein normaler Mensch keinen Zugang hat.

 

STEINER hatte sich durch die bisherigen Darlegungen für mich als ein integerer Mensch erwiesen, so dass ich ihm sozusagen „auch in die geistige Welt folgen konnte“. Dabei war die geisteswissenschaftliche Vermittlung selbst für STEINER nicht einfach gewesen, das konnte man merken. - Ich habe selbst später einige Male dialektischen[18] Menschen versucht, etwas von okkulten Zusammenhängen zu erklären – allerdings nur auf deren Nachfragen hin. Jedoch habe ich es nach kurzer Zeit vollkommen aufgegeben, mit „normalen“ Menschen auch nur im Ansatz darüber zu sprechen. Daher weiß ich jedenfalls, welche Mühe es kostet, „einem Blinden die Farbe zu erklären“, wie STEINER dies verschiedentlich ausgedrückt hat.

 

Vom Verlag wird das Buch >Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung< mit den Worten empfohlen, dass diese grundlegende Schrift einen Ausgangspunkt zu einem systematischen Studium der Anthroposophie darstellt. „Sie ist im wahren Sinne des Wortes eine ´Einführung`, denn dem Leser werden nicht einfach Ergebnisse einer höheren Geistesschau dargeboten, sondern dieser wird in einem konsequenten Gedankenaufbau zu ihnen hingeleitet“[19]. Dies kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.

Über die anthroposophische Geisteswissenschaft[20] von STEINER als okkulte Metaphysik finden sich nähere Darlegungen im Kapitel 24-H >Ashram<.

 

Nach Aussagen von STEINER selbst sind die spirituellen Begriffe dem Menschen sehr unbequem, „weil er sich ein bisschen anstrengen muss, mehr anstrengen muss als bei den gewöhnlichen Begriffen. … Die Menschen finden es unbequem heute, sich spirituelle Begriffe anzueignen. Sie gehen gern in solche Veranstaltungen, wo man ihnen allerlei Lichtbilder, oder was sonst von der Art da ist, vorführt, damit sie möglichst wenig übersinnlich zu denken brauchen, alles nur sehen können. … Aber die Anstrengung scheut heute der Mensch, sich zu erheben zu solchen Begriffen, die hier schwieriger sind, weil sie kein äußeres Objekt haben, weil ihr Objekt die Tatsachen sind, auf die sie sich beziehen in der übersinnlichen Welt“.

 

„Aber dort drüben sind sie die Kräfte, die uns in Wirklichkeit die Welt erst geben“. „Wenn er (der Mensch) sie (die spirituellen Begriffe) sich aneignet, entwickeln sie nach dem Tode eine ungeheure Kraft, durch die wir dort überhaupt erst die Fähigkeit gewinnen, die geistige Welt zu erkennen, zu durchschauen. … So erwerben wir durch die spirituellen Ideen und Begriffe diejenige Weisheit, die wir brauchen, damit wir drüben ein Licht haben; sonst ist alles dunkel. Denn dasjenige, was hier als Weisheit angeeignet ist, ist drüben Licht, geistiges Licht. Weisheit ist geistiges Licht“[21].

 

Dies gilt im übrigen auch für visionäre Hellseher[22] schon während des Erdenlebens.

Es wäre natürlich das Allerbeste, wenn ein Mensch sowohl Hellseher als auch ein scharfer Denker wäre, was aber selten der Fall ist, weil die meisten heutigen Hellseher die Hellsichtigkeit doch als atavistische Fähigkeit mitbringen und nicht durch strenge geistige Schulung erworben haben, wie dies bei Rudolf Steiner[23] der Fall war.

 

STEINER (der selbst über beide Fähigkeiten verfügte) formuliert diesbezüglich eindeutige Prioritäten: „Es ist tausendmal besser, die spirituellen Vorstellungen erst denkerisch erfasst zu haben und dann, je nach seinem Karma später oder früher, selber hinaufsteigen zu können in die geistigen Welten, als zunächst zu sehen und nicht denkerisch erfasst zu haben“, was durch okkulte Forschungen mitgeteilt wird. „Tausendmal besser ist es, Geisteswissenschaft zu kennen und noch nichts zu sehen, als etwas zu sehen und nicht die Möglichkeit zu haben, die Dinge auch denkerisch zu durchdringen, weil dadurch Unsicherheit in die Sache hineinkommt“[24].

 

Gerade Menschen, die scharfe Denker sind, erlangen oft keine Hellsichtigkeit im Leben, was mit der Auswirkung dieses Denkens auf den ätherischen Bereich des Gehirns zusammenhängt. Umgekehrt fällt es gerade denen, die nicht scharfe Denker sind, verhältnismäßig leicht, zum visionären Hellsehen zu kommen und sie werden dann leicht hochmütig gegenüber dem Denken. An dieser Stelle macht sich dann oft von den Hellsehern ein maskierter Hochmut geltend.

 

Ja, STEINER sagt regelrecht aus: „Es gibt kaum etwas, was den Hochmut so sehr züchtet, wie ein nicht von Gedanken erhelltes Hellsehen, und es ist deshalb so besonders gefährlich, weil der Betreffende in der Regel gar nicht weiß, dass er hochmütig ist, sondern sich sogar für demütig hält. Er weiß gar nicht zu beurteilen, was für ein ungeheuerer Hochmut dazugehört, die denkerische Arbeit der Menschen gering zu achten und auf gewisse Eingebungen den Hauptwert zu legen. Es steckt darin ein maskierter Hochmut, der ungeheuerlich ist“[25].

 

Weshalb gerade stark denkerisch tätige Menschen nicht ohne weiteres zur Hellsichtigkeit gelangen, liegt daran, dass durch die denkerische Betätigung der Ätherleib besonders stark an das physische Gehirn gekettet wird, während zum Zwecke der Hellsichtigkeit der Ätherleib von dem Gehirn gelöst werden muss. Zugleich sind jedoch die denkerischen Elemente die besten Samen für das Aufsteigen in die höheren Welten, um dort in feinster Weise die Geheimnisse der höheren Welten zu erforschen.

 

Wenn jemand deshalb durch den Punkt des logischen Denkens durchgeschritten ist und er dann es außerdem schafft, zur Hellsichtigkeit zu gelangen, dann wird ihm die Hellsichtigkeit auch nie mehr verloren gehen, was sonst als Gefahr bei atavistischem Hellsehen vorhanden ist. Denn es ist zu wenig bekannt, dass atavistische Hellsichtigkeit in Wahrheit überhaupt nichts Besonders ist, da alle Menschen in früheren Zeiten hellsichtig waren, weil alle Menschen damals in die geistige Welt entrückt waren und das visionäre Hellsehen auf einer Entrücktheit vom Erdendasein basiert[26].

 

„Normalerweise begreift man sein Denken so, dass man Gedanken an Gedanken knüpft, einen Begriff mit dem nächsten verbindet, gleich ob das nun logisch oder assoziativ vor sich geht. Wenn solche Gedanken aber leibfrei werden, also Begriffe in das Bewusstsein aufgenommen werden, die kein physisches Pendant haben (also keinen physischen Gegenstand bezeichnen; Anm.d.Verf.), dann werden diese Gedanken bei ausreichender Bewusstseinsaktivität zu lebendigen Wesen. Die Gedanken werden zu geistig-lebendigen Hüllen, in die geistige Wesen (Elementarwesen oder gar Engel) hineinschlüpfen können. Wenn ein Mensch den Begriff „Engel“ immer wieder denkt, also meditiert, erweitert er sein Denken bis hin zu einem Engel, und es findet in seinem Denken eine Wesensbegegnung statt. … Insofern kann jeder Mensch zwar nicht hellsehend, aber doch helldenkend werden“[27].

 

Der Vorteil für den denkerisch geschulten Hellseher ist, dass dieser mit Hilfe seines erkrafteten Denkens bezüglich einer Vision sofort abprüfen kann, ob es sich um eine Täuschung oder um etwas Wahres handelt. Dieser Vorteil wird von WEIHRAUCH jedoch sogar als Forderung formuliert dahingehend, dass alles, was übersinnlich geschaut wird, geprüft werden sollte durch die denkerische Auseinandersetzung mit Begriffen, die durch die Geistesforschung erlangt worden sind[28].

 

Hinzukommt, dass gerade durch das Denken Abbauprozesse im Gehirn stattfinden und dadurch das Geistige in das Gehirn treten kann. Ein Abbau der physischen Leiblichkeit in einem fortwährenden Zerstörungsprozess ist dazu bestimmt, das Geistige aufzunehmen, so dass der Geist dann in den physischen Abbauprozessen leben kann. Denn das Geistige lebt nicht in den Wachstumsprozessen[29].

 

Ende des Kapitels Nr. 3 >Jungfrau Sophia<.

 



[1] Zölibat: FN bei 2-A >Erleuchtung<.

[2] Lichtkinder: FN zu „Lastenfreie Lastenträger“ bei 7-B >Tyrannei< und Text bei 14-B1 >Ursprungsfamilie<.

[3] WOLF/Gnadenbuch/S.160

[4] Leider ist von A.WOLF nicht die Original-Bibelstelle angegeben.

[5] Meine Lebenshaltung entspricht auch heutzutage (Aussage vom Feb.2017) immer noch nicht bzw. immer wieder erneut nicht der sonst notwendigen Lebenshaltung, die in wahrhaftiger esoterischer Schulung propagiert wird: Ich verstoße leider immer wieder gegen die esoterischen Regeln: Ich esse immer wieder einmal Fleisch, sehe fern, nehme Schlaftabletten mit Alkohol (dem ich sonst glücklicherweise nicht zugetan bin). Lediglich Sexualität praktiziere ich überhaupt nicht mehr, was sonst üblicherweise von den meisten Aspiranten weiterhin geschieht und auch nicht verboten ist.

[6] INTERMEDIARIUS/Bd.IV/S.26

[7] Rudolf Steiner: zu seiner Person und seiner metaphysischen Geisteswissenschaft siehe Text im Kapitel Nr. 24-H+i+J >Ashram<.

[8] Anthroposophische Gesellschaft: FN bei 24-H >Ashram<.

[9] Die Titel der vier Bücher von INTERMEDIARIUS sind aufgeführt in einer FN Kap. 3-A.

[10] Die Imago Coelestis ist das Abbild des Himmlischen Menschen; siehe im Kapitel Nr. 21-B >Homo Coelestis<.

[11] INTERMEDIARIUS/Bd.II/S.78f.

[12] JAN van RIJCKENBORGH/Das Nuctemeron/S.83

[13] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.107

[14] Der große Erzengel Michael ist nach Darlegungen bei INTERMEDIARIUS(Bd.I/S.41ff.) kein Erzengel von der hierarchischen Stufe her. Erzengel stehen eine Stufe über den Engeln. Michael ist jedoch aus der Hierarchie der Cherubim und wirkt hinab bis auf die Stufe der Erzengel. Sämtliche Darlegungen, die bis jetzt hier in dieser Fußnote waren und des weiteren in einer Fußnote des Kap. Nr. 51-A >Sonderaufstieg< habe ich zum 16.11.2015 in einem neuen Kapitel Nr. 72 mit dem Titel >Cherub Michael< zusammengestellt, welches extra gepostet wird.

Bei https://www.xinxii.com habe ich allerdings ein wesentlich umfangreicheres Essay unter dem Titel „Diener des Logos, Teil II / Erzengel Michael“ im Okt.2011 veröffentlicht unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF. Ich weise hier heute (am 05.03.2017) zum zweiten Mal (und dann fortlaufend) aus existentiellen Gründen in dieser Autobiographie auf diese meine geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen hin. Sie sind bei XinXii abrufbar unter der Kategorie „Esoterik“ ==> „Metaphysik“. Von jedem einzelnen Essay kann man eine Inhaltsangabe und eine mehrseitige Leseprobe sofort einsehen und bei Wunsch das Exposé bei XinXii im Dateiformat Microsoft Office downloaden, so dass es einem sofort zur Verfügung steht.

[15] INTERMEDIARIUS/Bd.I/S.8

[16] RUDOLF STEINER/TB615

[17] Atheistin: Gottesleugnerin. Verneinung der Existenz Gottes oder seiner Erkennbarkeit (D/F/S.88).

[18] dialektisch: FN im Kap. 1-A >Einleitung<.

[19] STEINER/Katalog/S.6

[20] Über die „Anthroposophische Bewegung“ habe ich übrigens im Apr.2012 zwei Essays veröffentlicht auf https://www.xinxii.com unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF. Weitere Details siehe in der FN zu Erzengel Michael.

[21] STEINER/GA178/S.53f. (zitiert nach >Flensburger Heft< Nr.66/Hellsehen/S.64).

[22] Hellseher: siehe Text hier im Kap. Nr. 3-D >Jungfrau Sophia<. Auf https://www.xinxii.com existiert unter dem Pseudonym GARY DAVIDOFF auch ein ganzes Essay über „Einweihung und Hellsichtigkeit“.

[23] Über Rudolf Steiner: siehe Kapitel http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1922780/24-H-Ashram-141- und die Teile i und J.

[24] STEINER/GA117/S.86

[25] STEINER/GA11/S.86ff.

[26] STEINER/GA117/S.86ff.

[27] Flensburger Heft Nr. 66/Artikel von WEIHRAUCH/S.64f.

[28] Flensburger Heft Nr. 66/Artikel von WEIHRAUCH/S.65

[29] STEINER/GA346/S.250f.