Kim Carrey:
Sternenschnee
Esoterische Studien einer Autobiographie
3. Jungfrau Sophia, Teil D
Dabei ist mit der „Jungfrau“ kein Zölibat[1] gemeint, weil ein Mann ohne Weib ja keine Jungfrau wäre. „Weiber“ stehen nach ANITA WOLF als Symbol für Gesetzlosigkeit; demgegenüber eine Jungfrau den Menschen repräsentieren soll, der in Ethik, Moral, Glaube und Menschenwürde rein ist. Diese Jungfrauen stellen in der Summe die Braut Christi dar.
Als Jungfrauen werden auch generell die Lichtkinder[2] nach Deutungen von A. WOLF zur Apokalypse des Johannes bezeichnet. Sie zitiert[3]: „Diese sind`s, die mit Weibern nicht befleckt sind – denn sie sind Jungfrauen – und folgen dem Lamme nach, wo es hingeht“[4].
Nun kann sich beim Leser die Frage aufwerfen, wieso jemand mit meinem doch eher fragwürdigen weltlichen Lebenshintergrund – jedenfalls bis 1993, aber eigentlich auch bis zum heutigen Tage[5] – dazu gelangt sein soll, einen geläuterten Astralleib zu besitzen.
Tatsächlich muss hier unterschieden werden zwischen den Geschehnissen auf dem physischen Plan und denen auf der Astralebene, zwischen der niederen Natur und der geistigen Erhebung, wie von INTERMEDIARIUS bereits zitiert[6].
Es ist nämlich so, dass ich seit 1983 (also seit meinem 33. Lebensjahr) eine doch sehr forcierte Denkschulung durchlaufen habe durch das fast tägliche Studium esoterischer bzw. geisteswissenschaftlicher Schriften. Insbesondere in den Schriften von Rudolf Steiner[7], dem Protagonisten der Anthroposophischen Bewegung bzw. Gesellschaft[8], liegt eine geistige Kraft verborgen, wie er dies selbst einmal geäußert hat, und durch welche Veränderungen in den Wesensgliedern initiiert werden.
Entsprechend habe ich die vier Bücher von INTERMEDIARIUS im September 2005 gelesen bzw. durchgearbeitet, wo vermutlich auch eine Reinigung des Bewusstseins stattgefunden hat. Zehn Monate danach trat dann das Erlebnis der >Erleuchtung< auf. Bei INTERMEDIARIUS wird nämlich das folgende verheißen:
„Die Einigung des himmlischen Bewusstseins mit der Imago Coelestis[9] (siehe auch hier das Kapitel >Homo Coelestis<; Anm.d.Verf.) hat völlig stattgefunden, wenn dem Menschen jene Offenbarungen (die von INTERMEDIARIUS in seinen vier Bänden; Anm.d.Verf.) gegeben worden sind. Das himmlische Bewusstsein strahlt das ihm Offenbarte in das menschliche Bewusstsein ein, so dass in dem Bewusstsein des kosmisch-irdischen Menschen das Abbild entsteht von dem, was erlebt worden ist. Es ist das geistige und himmlische Bewusstsein dadurch das eigentliche Zentrum auch des kosmisch-irdischen Menschen geworden, indem das menschliche Bewusstsein zum Diener des ersten wurde, gleichwie die geläuterte kosmisch-irdische Natur des Menschen das Werkzeug seiner himmlischen Natur“. –
„Die Einigung des Bewusstseinszentrums mit dem Wesen der Imago Coelestis bewirkt, dass auch das Vorbild der Imago Coelestis dem Menschen offenbar wird als das göttliche Antlitz des SOHNES (siehe Kapitel >Jesus, der Christus Gottes<), im Lichte des Heiligen Geistes. Dann ist in Wahrheit der Mensch, der aus Gott geboren und in Christo gestorben, wieder erweckt durch die Kraft des Heiligen Geistes, wenn er, kraft seiner Einheit mit dem himmlischen Menschen, Menschensohn und Gottmenschen, dem Schöpfer des Universums wiederum gegenüberstehen darf, gleichwie die Imago Coelestis, geschaffen nach dem Bilde Gottes, vom Anfange an vor das Angesicht Gottes gestellt worden ist“[10].
Wenn eine Reinigung des Astralleibes (= des Atemfeldes) erfolgt ist, dann ist der Aspirant eine vollkommen befreite Wesenheit geworden[11].
Bei HURTAK sind Heilige Namen (bzw. Sprachen) genannt (siehe hier im Kapitel >Meditation< und >Hoffnung<), durch deren richtige Anwendung eine Reinigung des Körpers und eine Läuterung der Seele bewirkt wird[12].
„ … Wer sich … in ernsthaftem Bemühen den Inhalt der Werke des INTERMEDIARIUS zu eigen gemacht hat, der ist davon so erfasst und durchdrungen, dass er sich wie neugeboren fühlt und als ein anderer Mensch seinen Lebensweg weiterschreiten wird, als Mitstreiter St. Michaels[13], des großen Erzengels und Führers der Christenheit im Entscheidungskampf um das Schicksal der Menschheit, das auch das Schicksal von Erde und Kosmos sein wird“[14].
Zusätzlich zu dem fast täglichen Literaturstudium habe ich mit wenigen Ausnahmephasen seit 1983 immer wieder meditiert (siehe Kapitel >Meditation<) und gebetet, Anrufungen durchgeführt u.ä. Hinzukommt, dass ich neben dem intellektuellen Lesen die Fähigkeit zu starken begleitenden Gemütsbewegungen besitze, die schon bei Andeutungen von wahrhaft geistigen Vorgängen in Kraft treten.
Es kommt auch hinzu, dass ich über zehn Jahre lang Mitglied einer >Spirituellen Gemeinschaft< war und noch einmal ein Jahr lang in einer anderen Bewegung, die hier unter >Lichtdienste< geschildert ist.
Das Denken von schwierigen Sachverhalten, die sich nicht auf die physisch-materielle Welt beziehen, ist bekanntermaßen bei den meisten Menschen nicht sehr beliebt. Einzelnen, mir nahestehenden Menschen war es unmöglich, die Werke von RUDOLF STEINER zu lesen geschweige denn durchzuarbeiten, wie ich dies immer getan habe. Eine gute (intellektuell durchaus gebildete) Freundin von mir gab das Buch >Theosophie<[15] dankend zurück mit der Bemerkung, dies sei die beste Einschlaflektüre gewesen, die sie je gehabt hätte. Bereits auf der dritten Seite seien ihr die Augen zugefallen und sie sei selig eingeschlummert.
Dabei war es genau dieses Buch von STEINER gewesen, welches für mich eine Offenbarung und der definitive Einstieg in meinen geistigen Weg gewesen ist. Trotzdem hatte auch ich zuvor Widerstände. Dieses Buch hatte mir nämlich eine andere Freundin eines Tages im Mai 1984 (ohne einen äußeren Anlass wie Geburtstag o.ä.) geschenkt gehabt, von der ich wusste, dass sie die Waldorfschule (also eine anthroposophische Schule) besucht hatte.
Ich wusste sofort, dass es sich bei dem Buch um etwas handelte, wovon sie mir gegenüber einige Wochen davor erzählt hatte. Als wir uns da getroffen hatten, sprach sie plötzlich davon, dass „sie sich ihre Eltern ausgesucht hätte“, wie dies ihrer Meinung nach bei jedem Menschen der Fall war. (Sie hatte übrigens ähnliche Probleme mit ihrer Mutter, wie sie hier von mir in dem Kapitel >Aurisches Wesen< geschildert sind.)
Man muss wissen, dass ich bis zu diesem Tage im Mai 1984 keinerlei Ahnung von esoterischen Dingen hatte und auch zu der Zeit (seit meines jugendlichen Alters) nicht mehr religiös war, auch wenn ich konfirmiert worden war. Aber meine Eltern waren trotzdem nicht wirklich religiös, sondern äußere Scheinchristen. Ich selbst hatte als Kind allerdings durchaus einen religiösen Sinn, war dann aber als Jugendliche aus logischen naturwissenschaftlichen (Schein-)Gründen zu einer ausdrücklichen Atheistin[16] geworden.
Diese Aussage von meiner anthroposophischen Freundin bezüglich der Auswahl der eigenen Eltern befremdete mich zutiefst, was ich ihr auch unmittelbar sagte. Dabei äußerte ich mich ihr gegenüber durchaus differenziert, insofern ich ihr erklärte, dass selbst wenn dies so wäre, sie sich nicht einem Menschen gegenüber so darlegen könne, der auf dem Boden der üblichen naturwissenschaftlichen Anschauung steht. Äußert sich ein Mensch so, bricht er das unausgesprochen gültige Weltanschauungssystem und muss als wahnsinnig oder geistesgestört erscheinen. So kam sie mir in dem Moment auch vor, obwohl ich gleichzeitig wusste, dass sie es nicht war; denn sie war ausgesprochen intelligent und sonst ganz realistisch.
Jedenfalls schenkte sie mir auf dieses Gespräch hin das Buch von STEINER mit dem Titel >Theosophie<. Nun war ich in einer Zwickmühle: Ich hatte eine totale Abneigung, dieses Buch zu lesen, auch wenn es nicht sehr umfangreich war. Gleichzeitig war mir klar, dass sie mich beim nächsten Telefonat darauf ansprechen würde. Da ich grundsätzlich ein zuverlässiger, ehrlicher und auch verantwortungsbewusster Mensch bin, war es mir unmöglich, das Buch überhaupt nicht zu lesen. Ich hatte mir nun vorgenommen, wenigstens einige Seiten zu überfliegen und ihr dann gegenüber zu sagen, dass ich leider damit nichts anfangen könne, so dass ich es nicht zu Ende lesen konnte.
Und so zwang ich mich damals, das Buch vorzunehmen.
Ich las die erste Seite, die zweite Seite und die dritte Seite und wusste spätestens da, dass es sich bei dem Schriftsteller jedenfalls um einen hochintelligenten Menschen handelt, der versucht, einen Sachverhalt zu verdeutlichen, der für das normale naturwissenschaftliche Denken ungewöhnlich war. Mir leuchteten seine Darlegungen unmittelbar ein, ja mehr noch, ich wusste sofort, dass genau dies eine vollkommene Wahrheit ist, von der die Menschheit im Allgemeinen überhaupt nichts weiß, was mich sofort erschütterte. Kein Mensch lernt dies in der Schule (sogar die Waldorfschüler werden davon lange Zeit verschont), niemand weiß überhaupt etwas davon, sofern er nicht ausdrücklich Esoteriker ist. Die Lehrer und Universitätsprofessoren lehren seit hunderten von Jahren dieselbe ewig gleiche Naturwissenschaft unter völligem Fehlen dieser okkulten Erkenntnisse.
Nicht einmal die Theologie weiß etwas davon, mit Ausnahme der Mystiker und wahren Christen, welche einen inneren Zugang zu >Jesus, dem Christus Gottes< haben.
Nach den ersten drei Seiten des Buches >Theosophie< konnte ich überhaupt nicht mehr mit dem Lesen aufhören, auch wenn mir die Begriffe wie „Ätherleib“ und „Astralleib“ bis zu diesem Moment vollkommen fremd waren. Aber dies hinderte mich nicht.
Ungefähr nach der Hälfte des Buches kam ein neuer Teil, wo mir dann akut klar wurde, dass hier noch einmal ein gewisser Prozentsatz von Lesern scheitern bzw. aufgeben würde, der sich immerhin bis dahin durchgerungen hätte (unter der Voraussetzung, dass es für diesen Leserkreis ebenfalls das erste esoterische Buch gewesen wäre). Es ging hier nun um den Übergang zur geistigen Welt, wozu auch für den Leser ein gewisser Sprung über einen intellektuellen Abgrund nötig war, wenn man STEINER folgen wollte.
Ich muss gestehen, dass es auch für mich nicht ganz einfach war, den dann von STEINER geschilderten geistigen Tatsachen zu folgen. Jedoch aufgrund der Empfindung, dass ich durch die vorherige Hälfte des Buches einen außerordentlich intelligenten und logischen Eindruck von der Persönlichkeit des Schreibers hatte, wusste ich, dass dieser Mensch nicht wahnsinnig ist oder herumspinnt, sondern dass er nur „Dinge“ schildert, zu denen ein normaler Mensch keinen Zugang hat. STEINER hatte sich durch die bisherigen Darlegungen für mich als ein integerer Mensch erwiesen, so dass ich ihm sozusagen „auch in die geistige Welt folgen konnte“. Dabei war die geisteswissenschaftliche Vermittlung selbst für STEINER nicht einfach gewesen, das konnte man merken. - Ich habe selbst später einige Male dialektischen[17] Menschen versucht, etwas von okkulten Zusammenhängen zu erklären – allerdings nur auf deren Nachfragen hin. Jedoch habe ich es nach kurzer Zeit vollkommen aufgegeben, mit „normalen“ Menschen auch nur im Ansatz darüber zu sprechen. Daher weiß ich jedenfalls, welche Mühe es kostet, „einem Blinden die Farbe zu erklären“.
Vom Verlag wird das Buch >Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung< mit den Worten empfohlen, dass diese grundlegende Schrift einen Ausgangspunkt zu einem systematischen Studium der Anthroposophie darstellt. „Sie ist im wahren Sinne des Wortes eine ´Einführung`, denn dem Leser werden nicht einfach Ergebnisse einer höheren Geistesschau dargeboten, sondern dieser wird in einem konsequenten Gedankenaufbau zu ihnen hingeleitet“[18]. Dies kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.
Über die anthroposophische Geisteswissenschaft von STEINER als okkulte Metaphysik finden sich nähere Darlegungen im Kapitel >Ashram<.
Nach Aussagen von STEINER selbst sind die spirituellen Begriffe dem Menschen sehr unbequem, „weil er sich ein bisschen anstrengen muss, mehr anstrengen muss als bei den gewöhnlichen Begriffen. … Die Menschen finden es unbequem heute, sich spirituelle Begriffe anzueignen. Sie gehen gern in solche Veranstaltungen, wo man ihnen allerlei Lichtbilder, oder was sonst von der Art da ist, vorführt, damit sie möglichst wenig übersinnlich zu denken brauchen, alles nur sehen können. … Aber die Anstrengung scheut heute der Mensch, sich zu erheben zu solchen Begriffen, die hier schwieriger sind, weil sie kein äußeres Objekt haben, weil ihr Objekt die Tatsachen sind, auf die sie sich beziehen in der übersinnlichen Welt. Aber dort drüben sind sie die Kräfte, die uns in Wirklichkeit die Welt erst geben“. „Wenn er (der Mensch) sie (die spirituellen Begriffe) sich aneignet, entwickeln sie nach dem Tode eine ungeheure Kraft, durch die wir dort überhaupt erst die Fähigkeit gewinnen, die geistige Welt zu erkennen, zu durchschauen. … So erwerben wir durch die spirituellen Ideen und Begriffe diejenige Weisheit, die wir brauchen, damit wir drüben ein Licht haben; sonst ist alles dunkel. Denn dasjenige, was hier als Weisheit angeeignet ist, ist drüben Licht, geistiges Licht. Weisheit ist geistiges Licht“[19].
Hinzukommt, dass gerade durch das Denken Abbauprozesse im Gehirn stattfinden und dadurch das Geistige in das Gehirn treten kann. Ein Abbau der physischen Leiblichkeit in einem fortwährenden Zerstörungsprozess ist dazu bestimmt, das Geistige aufzunehmen, so dass der Geist dann in den physischen Abbauprozessen leben kann. Denn das Geistige lebt nicht in den Wachstumsprozessen[20].
Ende des Kapitels Nr. 3 >Jungfrau Sophia<.
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[5] Meine Lebenshaltung entspricht auch heutzutage (Aussage von 2010) immer noch nicht bzw. erneut nicht der sonst notwendigen Lebenshaltung, die in wahrhaftiger esoterischer Schulung propagiert wird: Ich verstoße leider fortgesetzt gegen die esoterischen Regeln: Ich esse Fleisch, trinke Alkohol, sehe fern, nehme Schlaftabletten. Lediglich Sexualität praktiziere ich überhaupt nicht mehr, was sonst üblicherweise von den meisten Aspiranten weiterhin geschieht und auch nicht verboten ist.
[7] Rudolf Steiner: zu seiner Person und seiner metaphysischen Geisteswissenschaft siehe Text im Kapitel >Ashram<.
[13] Der große Erzengel Michael ist kein Erzengel von der hierarchischen Stufe her. Erzengel stehen eine Stufe über den Engeln. Michael ist jedoch aus der Hierarchie der Cherubim und wirkt hinab bis auf die Stufe der Erzengel. Die Stufe der Cherubim ist mit den Seraphim die höchste Stufe in der Engelhierarchie (nach anderen Darlegungen stehen die Cherubim allerdings unter den Seraphim) (INTERMEDIARIUS/Bd.I/S.41ff.).
Gemäß HURTAK (S.173) ist Michael der Schöpfer unseres „lokalen galaktischen Universums“ (also unserer Galaxie; siehe FN bei >Jesus, der Christus Gottes<). Nach dem Glossarium (HURTAK/S.597) ist Michael das Haupt des „Oberkommandos“ und Herr von JHWH (siehe FN zu „Jahve“ bei >Dämonen<), der mit Gabriel an der Wiederherstellung spiritueller galaktischer Reiche arbeitet. Er ist ein trinisierter Ausdruck Gottes, des Absoluten. Sein Name Mik-ky-ilu (MIKAL) wird von den Paradiessöhnen und den Patriarchen für die Wiederherstellung der Lichtkraft gebraucht. Paradiessöhne (HURTAK/S.601-Glossarium) sind Söhne des Alten der Tage (= JHWH), die eine spirituelle Lehrbefugnis über die Räte der Elohim ausüben und als Kollektiv mehrere Sohn-Universen verwalten. Michael ist einer derjenigen Paradiessöhne, der wie Christus-Jesus (siehe >Jesus, der Christus Gottes<) zugleich als Herr, Schöpfer-Gott und Paradiessohn regiert. Der Orden (= Bruderschaft) von Michael (HURTAK/S.601/Glossarium) wiederum schützt die Galaxien vor biologisch-spiritueller Einmischung durch die geringeren Lichtkräfte, außer, wo es nötig ist, den Fortschritt der Seele zu testen bzw. zu trainieren.