Kim Carrey:
Sternenschnee (27)
Esoterische Studien einer Autobiographie
6. Stigmata, Teil D
Um dies als Möglichkeit für jeden Menschen vorzubereiten, hat >Jesus, der Christus Gottes< sich im Mysterium von Golgatha[1] ans Kreuz schlagen lassen, wobei damit geistig noch unendlich viel mehr verbunden war, als hiermit angedeutet werden kann. Es gibt nun übrigens auch esoterische Aussagen, die meinen, dass weder dieser gewaltsame Tod Christi noch diese spezifische Todesart notwendig gewesen wären.
Genau dies sind jedoch Fehlanschauungen, wie man an den Andeutungen über die >Stigmata< erkennen kann, die eben gerade eine spezifische Bedeutung haben. Auch hätte ohne Kreuzigung das Phantom des physischen Leibes nicht errettet werden können, wie dies im Kapitel >Grausamkeiten< dargelegt ist. Von höchster Seite wird bei ANITA WOLF diesbezüglich sinngemäß ausgesagt: „Golgatha musste geschehen, auch wenn die Menschen das wiederum noch nicht verstehen“[2].
Bereits am 16. Juli 1993 hatte ich einmal in einer Fernsehreportage reale Wundmale bei verschiedenen Menschen gesehen, die gefilmt worden waren. Leider habe ich damals keine protokollarischen Notizen darüber gemacht, sondern nur als Fazit registriert gehabt, dass die begleitende Moderation zum Film von völliger Nichtkenntnis der wahren Zusammenhänge zeugte. Die Filmaufnahmen über die blutgetrockneten oder verbundenen Wundmale (wo man das Blut durchsickern sah) waren für mich schrecklich anzusehen. Dagegen sind meine Schmerzen überwiegend ein Kinderspiel.
Von der stigmatisierten Visionärin Therese Neumann von Konnersreuth[3] gibt es auch eine vollständige Dokumentation über das von ihr visionär erlebte Kreuzigungsgeschehen und Fotos ihrer >Stigmata<, die in einem Buch[4] abgebildet sind, welches von mir verwendet wurde. Des weiteren befindet sich in der >Autobiographie eines Yogi< von Paramahansa Yogananda[5] ein Foto, wo dieser Avatar die Therese Neumann 1935 in Deutschland besucht hat und wo auch deutlich die physische Stigmatisation ihrer rechten Hand zu sehen ist, ausnahmsweise unverbunden, während die Wunden sonst meist durch einen Verband verdeckt waren[6].
Auch der Heilige Franz von Assisi[7] soll über die >Stigmata< verfügt haben und ebenso der erst 1968 verstorbene Pater Pio[8], der als einer der großen Heiligen unserer Zeit gilt. Ich habe von Pater Pio erst im Nacht-Journal des ZDF[9] in der Nacht vom 24./25. April 2008 erfahren, wo erwähnt wurde, das dieser Heilige Italiens über die Wundmale Christi verfügte. Dies hatte ich mir auf einem Zettel notiert, den ich für das Kapitel >Stigmata< eingeordnet hatte. Mitte September 2008 begann ich mit der Überarbeitung dieses Kapitels, wo mir diese Notiz in die Hände fiel, die ich zunächst noch beiseite ließ und andere Aspekte bearbeitete. Dann jedoch hatte ich das Kapitel im Prinzip fertig gestellt und übrig blieb nur die Notiz über Pater Pio. Da ich über ihn gar nichts weiter wusste, fügte es der Zufall, dass ich am 20. September 2008 im Internet nachsehen wollte. Jedoch kam ich nicht ins Internet hinein, weil irgendeine Blockade wegen einer E-Mail mit Spam-Verdacht vorlag, die ich jedoch ausdrucken wollte und dann vorhatte, die E-Mail zu löschen, um das Internet wieder frei zu bekommen. Da es schon sehr spät war, konnte ich jedoch den Drucker nicht mehr betätigen.
Dies holte ich dann am 21. September 2008 nach, alles funktionierte und ich konnte im Internet wegen Pater Pio nachsehen. Dort entdeckte ich dann zu meinem großen Erstaunen, dass Pater Pio genau am 20. September 1918 die fünf Wundmale Christi erhalten hatte, was doch einen überzufälligen Zusammenhang nahelegt. Dort las ich dann auch, dass Pater Pio schon zu Lebzeiten darauf hingewiesen habe, dass er vom Himmel her noch viel mehr zum Wohl seiner geistigen Kinder tun könne, wobei ich sonst wegen meiner bisherigen Unkenntnis keinen primären Zusammenhang zwischen Pater Pio und mir behaupten würde.
Das Entscheidende im Zusammenhang mit diesem Kapitel sind jedoch die Wundmale, welche bei Pater Pio immer offen, frisch und blutig geblieben waren. Sie waren sichtbar an den Händen, Füßen und der Brust. „Anfangs versuchte er es noch zu verheimlichen, doch die Nachricht der Stigmatisierung des ersten Priesters in der Kirchengeschichte verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Um die Wunden an den Händen zu verbergen, trug der heiligmäßige Pater meist fingerlose Handschuhe. Pater Pio musste unerträgliche Schmerzen erdulden, er verlor jeden Tag eine Tasse voller Blut. Trotz vieler medizinischer Untersuchungen konnten die Ärzte keine Erklärung dafür finden, und es war nicht möglich, das immerwährende Bluten zu verhindern. Erst kurz vor seinem Tod, nach 50 Jahren, verschwanden die Wundmale von selber wieder“[10].
Nach STEINER können sich die >Stigmata< bei einem Menschen zeigen, wenn dieser in einem bestimmten Grundgefühl genügend weit vorangeschritten ist. Es ist dieses das Gefühl, dass der christlich Einzuweihende sich gewöhnen muss, seinen physischen Körper so durch die Welt zu tragen, wie man einen fremden Gegenstand trägt. Der eigene Körper muss dem Menschen fremd werden. Er muss ihn wie ein Fremdes zur Tür hinein und zur Tür hinaustragen. Dies im Unterschied dazu, dass der normale Mensch seinen Körper mit seinem Ich identifiziert.
Hat ein Mensch dieses Grundgefühl entwickelt, zeigt sich ihm das, was man die Blutsprobe nennt. „Gewisse Rötungen der Haut an bestimmten Stellen treten so auf, dass der Mensch die Wundmale Christi hervorrufen kann, an den Händen, den Füßen und an der rechten Seite der Brust. Wenn der Mensch durch die Wärme des Gefühls imstande ist, die Blutsprobe in sich zu entwickeln, was das äußere Symptom ist, dann tritt auch das Innere, Astrale ein, dass der Mensch sich selbst gekreuzigt sieht“[11] (siehe Kapitel >Kreuzigung und Gehenkter<).
Am 28. August 2007 trat wiederum in der Nacht ab circa 3:00 Uhr ein bestimmter Schmerz das erste Mal auf, nämlich in meinem rechten Hacken bzw. in meiner rechten Ferse, u.z. über 5 ½ Stunden lang. Obwohl die Ferse nun nicht zu den fünf Wundmalen Christi gehört, sollen diese Schmerzen doch hier in dem Zusammenhang kurz angesprochen werden.
Die recht starken Schmerzen waren mir physiologisch völlig unerklärlich, d.h. es gab keinen Grund, welcher in irgendeiner Überbelastung durch ein Gehen oder ähnliches gegeben war. Auch seelisch konnte ich mir die Schmerzen zu dem Zeitpunkt noch nicht erklären, hatte aber schon Angst, dass irgendetwas Unerwartetes auf mich zukommen könnte. Alle Schmerzen habe ich nämlich eigenartiger Weise oft, bevor eine bestimmte (meist unerfreuliche) Situation eintritt, also wie als Vorbote oder als Vorbereitung, damit ich der dann meist folgenden Machtlosigkeit einigermaßen gewachsen bin. Dies ist meine persönliche Interpretation der >Stigmata<-Schmerzen.
Tatsächlich vermutete ich dann einen Zusammenhang mit einem seelischen Geschehen bei mir, welches durch ein Gespräch mit einer Freundin aktualisiert wurde und sich auf die Problematik mit meiner Mutter bezog. Da alle Deutungen über die Schmerzen in der Ferse zentral auf die Thematik mit meiner Mutter ausgerichtet sind, sind die Darlegungen im Kapitel >Aurisches Wesen< ausgeführt unter dem Datum des 28. August 2007.
Es gibt allerdings noch eine zweite Art von Schmerzen, die mich jedoch meist persönlich so wenig belastet, dass ich sie häufig nur peripher registriere und sie auch jahrelang überhaupt nicht protokolliert habe. Bewusst wurden diese Schmerzen mir erst durch Darlegungen bei der >Avatarin< Mutter Meera[12]. Bei ihr werden sie beschrieben als eine Art Skorpionsstich, der 10 bis 15 Minuten anhält. Es kann auch als ein Brennen bezeichnet werden, welches von einem tauben Gefühl begleitet wird. Dieses stichartige Brennen tritt nach der >Avatarin< Mutter Meera auf unter den Fingernägeln oder an den Fußsohlen.
Real ist es bei mir so, dass diese Stiche tatsächlich an den Finger- und an den Zehen-Kuppen stattfinden, u.z. empfinde ich sie so, als wenn Pfefferminz an einen kariösen Zahn gelangt, allerdings ist der Schmerz bei mir nicht ganz so schlimm.
Diese Stiche sollen nun bedeuten, dass supramentales Licht (siehe Kapitel >Supramentale Wesen<) in den Körper des Menschen eintritt. Dieses Licht soll die Hindernisse für den spirituellen Fortschritt beseitigen. Parallel zu dem supramentalen Licht gibt es noch das Licht von Paramatman, über welches in dem Kapitel >Avatarin< zu Mutter Meera Näheres ausgesagt ist. Konkret habe ich nur ausnahmsweise einmal am 5. September 2007 diese Schmerzen protokolliert, wo es den Daumen der linken Hand betraf, während ich am Computer arbeitete, und die Schmerzen doch akut sehr unangenehm waren.
Im Dezember 2007 hatte ich fast jede Nacht (bzw. frühmorgens) zwischen 5:00 und 7:00 Uhr diese „Pfefferminzstiche“, wie ich sie nenne, in einer der Fingerkuppen der linken Hand. Generell ist übrigens die linke Hand der Hauptteil meines Körpers, der sowohl von diesen Pfefferminz- als auch von den >Stigmata<-Schmerzen am häufigsten betroffen ist.
In dem Monat Dezember 2007 hatte ich auch fast täglich die >Avatarin< Mutter Meera um Hilfe bezüglich der Probleme mit meiner Mutter (siehe >Aurisches Wesen<) gebeten gehabt, wobei ich glaube, dass sie mir tatsächlich geholfen hat, denn schließlich ist meine Mutter dann am 17. Januar 2008 verstorben.
Als ich in der Wohnung in Berlin-Charlottenburg von 1993 bis 1996 lebte (siehe >Anhang: Wohn- und Arbeitssituation<) geschah es dort, dass in dem ganzen Mietshaus von einer professionellen Kammerjägerfirma Kakerlaken[13] bekämpft wurden. Dazu wurde an bestimmte Stellen ein Wirkstoff gesprüht, der die Vermehrung dieser Insekten verhindern sollte. Ich selbst hatte in meiner Wohnung allerdings nie eine solche Küchenschabe gesehen. Jedoch trat es ungefähr zu der Zeit auf, dass ich des nachts insbesondere an meinen Beinen Zustände hatte, als ob dort Kakerlaken an mir herumkrabbeln würden. Mehrmals knipste ich das unmittelbare Licht an meinem Bett an (ich hatte insgesamt immer eine Notbeleuchtung an), aber nichts war zu sehen. Dies ging wochenlang so und es gab Zeiten, wo ich wegen dieses Gekribbels und Gekrabbels (was ja regelrecht an Wilhelm Busch`s >Max und Moritz< erinnert, bei dem es sich allerdings um Maikäfer handelte) dem Wahnsinn nahe war. Gleichzeitig hatte ich immer doch die Angst, dass jetzt diese Tiere an mir herumkrabbeln würden.
Erst Jahre später las ich dann bei STEINER, dass ein Jucken und Zucken an Stellen des äußeren Körpers der innere Ausdruck eines Vorganges ist, welcher der Bildung von >Stigmata< vorausgeht und der ein Zeichen ist für den Vorgang der Geißelung auf dem christlichen Einweihungsweg. Zu einem späteren Zeitpunkt würde man sich dann auch selbst im Traum und später visionär gegeißelt sehen[14], was jedoch bei mir bisher noch nicht aufgetreten ist (wenn man von der realen Folter[15] absieht, der ich durch die >Tyrannei< ausgesetzt bin).
Erst als ich das nachträglich las, fiel mir dieses eingebildete Kakerlaken-Gekrabbel in Charlottenburg ein, welches eben mit diesen Insekten gar nichts zu tun hatte, sondern ich vermutlich einem solchen inneren Geißelungsgeschehen ausgesetzt war.
Dass es eine Erkrankung im Sinne des „Restless-leg-Syndroms“[16] war, schließe ich aus, da ich keine Schmerzen hatte, sondern eben das Gekribbel und Gekrabbel.
Bei INTERMEDIARIUS wird die Geißelung als dritte Stufe der christlichen Einweihung erwähnt, zusammen mit der Dornenkrönung und der Verspottung. Diese drei Qualen werden durch den Widersacher (bei INTERMEDIARIUS ist immer Luzifer damit gemeint) verursacht, wenn der Mensch Luzifers Gebiet in der Venussphäre (als geistiges Geschehen) freiwillig betritt. Solange ein Mensch als ein von den dortigen Widersacherkräften Verführter (also als „normaler“ dialektischer Mensch[17]) diese Sphäre betritt, bleibt der Mensch von der Verfolgung durch den Widersacher verschont. Dies erklärt u.a. die großen Unterschiede in den Schicksalen der Menschen – und weshalb es bösen Menschen oft besser geht als gutwilligen Menschen.
Wenn ein Mensch jedoch durch Opferung seines Selbstes die Schuld tilgen will, die er durch seine Beziehung zu jenen Kräften einmal eingegangen ist, dann nehmen sie sich wieder, was sie einmal gegeben haben: Sie nehmen die falsche Schönheit an der dreifachen Hülle des Menschen und entstellen diese durch die vernichtenden Kräfte, die aus diesen Gebieten stammen. Der Schein äußerlicher Schönheit in dem Gebiet des Widersachers enthält nämlich die Kraft zur grausamen Vernichtung und Zerstörung in sich verborgen. Dieses Scheingebilde äußerlicher Schönheit hat der Widersacher als Verzerrung der wahren Venussphäre geschaffen. In dieser wahren Sphäre werden nämlich Liebe und Harmonie wie in einer klaren Gestalt der Vollkommenheit gespiegelt[18].
Ende des Kapitels Nr. 6 >Stigmata<
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[8] Pater Pio: Mit bürgerlichem Namen hieß er Francesco Forgione und wurde am 25.05.1887 in Pietrelcina, in einem kleinen Dorf in Süditalien, geboren. 1903 trat er mit 15 Jahren in das Noviziat der Kapuziner ein, wo er schon unter einem schlechten Gesundheitszustand litt, der sein ganzes Leben lang anhielt. 1910 wurde er in der Kathedrale von Benevento zum Priester geweiht. Am 20.09.1918 erhielt er die Wundmale Christi (siehe Text). Ab da wurde Pater Pio verehrt wie ein Heiliger. Er verfügte auch über die Gabe der Prophetie, mit welcher er dem polnischen Priester Karol Woityla die spätere Papstwahl und auch das Attentat auf diesen vorhersagte. Am 23.09.1968 verstarb Pater Pio und wurde in der Krypta der alten Kirche in San Giovanni Rotondo in Anwesenheit von 100.000 Gläubigen beigesetzt (www . pater-pio .de vom 21.09.2008).
[13] Kakerlake (= Küchenschabe): schwarzbrauner Geradflügler mit verkümmerten Flügeln; weltweit verbreitetes Ungeziefer (NGL/Bd.I/S.475).
[15] Folter: Darunter ist im engeren Sinne zwar die psychische und/oder physische Misshandlung eines Menschen zur Erzwingung von Geständnissen zu verstehen (NGL/Bd.I/S.274). Ich wende diesen Begriff jedoch auch auf das an, was an mir verbrochen wurde und wird. Es geht zwar nicht um das Erzwingen von Geständnissen, aber um Erzwingung, dass ich im Grunde ein lebloser toter Mensch werde, dass ich ausziehen soll aus der Wohnung usw. (siehe Kapitel >Tyrannei<) (Anm.d.Verf.)