Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (30)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Tyrannei (7.C) Sexuelle Riten

…nichts wissen wollen.

 

 

Ein Aspekt, weshalb manch unschuldige Menschen unverhältnismäßig stark die Macht und die Wirkung des Bösen erleiden müssen, liegt in dem Grund, dass sie durch das Leiden mit dem Bösen verbunden werden. Sie werden im Sinne des Manichäismus[1] mit dem Bösen vermischt, nicht weil sie selbst böse wären, sondern um dadurch im Gang der Geschichtsepochen und der Inkarnationen aus der durch Opfer entstandenen Verbindung zu einer Wandlung des Bösen, das auf sie einwirkte, zu kommen[2].

 

„Die zukünftige Heilung des Bösen, so weit dies möglich ist, bereitet sich in diesen Tragödien vor, in dem Sinne, dass zeitlich ferne Notwendigkeiten ihre Wirkungen vorausschicken. Die spirituelle Menschen- und Geschichtsbetrachtung muss mit in der Vergangenheit wie in der Zukunft liegenden Ursachen rechnen“[3].

 

In der künftigen Slawischen Kulturepoche[4] wird es dazu kommen, dass alle Diener des Christus (siehe Kapitel Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes<) gemeinsam durch die bösen Prinzipien, welche dann insbesondere durch die widergöttlichen Wesenheiten der Asuras[5] zur Auswirkung gelangen werden, auf eine äußerste Probe gestellt werden. „Es muss sich dann erweisen, ob die Guten die Stärke haben, sei es durch die Kraft der Tat, sei es durch die Kraft des Opfers, ihre Aufgabe gegenüber dem Bösen zu erfüllen“[6].

 

Die Macht des Bösen ist bereits seit Beginn des Bewusstseinsseelenzeitalters (seit 1413 nach Chr.) verstärkt herausgekommen durch das Streben des Ich nach Freiheit. „Durch die Schuld geht der Weg zur Freiheit“[7], sagte RUDOLF STEINER einmal lapidar[8].

 

Dem immer stärkeren Auftreten des Bösen kann nur durch die von spiritueller Erkenntnis getragene Tat begegnet werden. Zu diesem Zweck wurde Christian Rosenkreutz[9] durch den Begründer des Manichäismus, durch den großen Hierophanten Mani[10], in die Erkenntnisse der Funktion des Bösen eingeweiht und trägt diese Erkenntnis durch die gesamte Rosenkreuzerströmung hindurch bis zur Slawischen Kulturepoche. Dann wird die Geistesströmung direkt vom Manichäismus übernommen und fortgeführt werden. Die Initiation in die wahre Erkenntnis der Funktion des Bösen muss mit ihren Hintergründen noch lange vor der Menge ganz verborgen bleiben[11].

 

Auch bei JANE LEADE[12] wird in ihren Deutungen, welche sie über die Apokalypse des Johannes[13] erhalten hat, zum vierten Siegel (Kapitel 6,Verse 7-8) dargelegt[14], dass das Tier (kurz gesagt: die widergöttliche Instanz) die Heiligen[15] bekriegen und für einige Zeit überwältigen wird. Die Heiligen werden also von dem Tier in dem weltlichen Gebiet beherrscht werden.

 

Das weltliche Gebiet erstreckt sich auf den äußeren Menschen auch der Heiligen, welche in ihrer Seele zwar das Leben Christi tragen, das Tier aber versuchen wird, dieses innere Leben durch Hunger, Mangel und zehrendes Siechtum in der Seele zu ertöten. Denn der äußere Mensch steht im ursprünglichen Reich des Tieres. Hier ist dem Tier unter Umständen auch die Macht gegeben, die Heiligen durch Grausamkeiten bis zum Tode zu quälen und (seelisch-geistig und gegebenenfalls auch physisch) auszuhungern. Es ist erwähnt, wie das Tier fortgesetzte Übergriffe auf den Menschen vornimmt. Jedoch werden gemäß der >Apokalypse< sich eines Tages die Schalen des Zornes über das Tier ergießen und seine Macht für immer begraben[16].

 

Am 05. Januar 2000 hatte ich einen weiteren Traum (zusätzlich zu dem, dass der Mann des „Chaotenpärchens“ über mir mich erwürgen wollte, wie in 7-B geschildert), der u.a. meine schreckliche Situation widergespiegelte und der zugleich eine Dimension hatte, welche das normale weltliche Geschehen übertraf: Der Traum fand real statt, nachdem erst fünf Tage im neuen Jahrtausend vergangen waren. In dem Traum selbst war es jedoch die Silvesternacht zur Jahrtausendwende bzw. es war erst nachmittags am 31.12.1999.

 

Die Jahrtausendwende als solche ist bereits ein besonderes geistiges Ereignis gewesen. Einmal war es der zweitausendste Jahrestag der Geburt des Jesus von Nazareth, welcher der Träger des Christus war (siehe Kapitel 44-C+D >Jesus, der Christus Gottes). Zum anderen entsprach der 01.01.2000 einem kosmischen Welten-Pfingsten[17], welches mit der ätherischen Wiederkunft Christi[18] seit ungefähr 1930 zusammenhängt. Zum Millenium[19] in das 21. Jahrtausend finden sich auch Darlegungen im Kapitel Nr. 40-i >Meditation<; denn im Zeitrahmen des Jahres 2000 soll die gesamte Menschheit die Schwelle (von der alten zur neuen Energie) überquert haben.

 

In diesem Welten-Pfingsten steht die göttliche Sophia[20] im Mittelpunkt, welche bei jedem Menschen versucht, die Geburt des Christus im Innern hervorzubringen und so die Menschen von Jüngern zu Aposteln zu verwandeln. „Das ist die Bedeutung des Ereignisses zu Beginn des ´Sophianischen Jahrtausends`, nämlich für alle Menschen den Beginn einer neuen Ära in ihrer Beziehung zu Christus und Sophia anzuzeigen, wenn und insoweit sie sich bewusst dafür entscheiden“[21].

 

Mit dem 01. Januar 2000 ist ein Äon zu Ende gegangen, das kosmische Zeitalter der Fische, und das neue Wassermannzeitalter beginnt. Im Menschen will eine neue sophianische Gnosis, ein kosmisch geweitetes Bewusstsein geboren werden. „Die gewaltigen Katastrophen einer untergehenden Kultur bringen heute zahllose Menschen an die Schwelle von Tod und Leben heran und machen ihnen die ins Überräumlich-Überzeitliche reichende Entwicklung des Geistes immer stärker bewusst. Die Morgenröte eines neuen Weltentages zieht herauf. Immer zahlreicher werden die geistigen Durchbrüche in ein kosmisches und überkosmisches Bewusstsein“[22].

 

Fortsetzung erfolgt im Teil D zum Kapitel Nr. 7 >Tyrannei<.

 



[1] Der Manichäismus ist eine von dem Perser Mani (auch „Manes“ genannt; siehe andere Fußnote hier im Kapitel 7-C) begründete gnostische Weltreligion, die im 3./4. Jahrhundert nach Chr. im ganzen Orient und Nordafrika bis nach Spanien verbreitet war. Folgende Aspekte spielen in dieser gnostischen Lehre eine Rolle: Es wird ein extremer Dualismus angenommen zwischen Finsternis (Materie, Körper) und Licht (Geist, Seele). Die irdische Welt wird als Dialektik gesehen mit offensichtlicher Boshaftigkeit, ausgehend von einem in ihr wirkenden Satanismus. Dieses boshafte Geschehen rührt nicht von Gott her, sondern ist von Luzifer (siehe Fußnote im Kapitel 6-B >Stigmata<) erschaffen. Lediglich der im Menschen (meist nur latent) anwesende Lichtfunke bildet eine Brücke zum ursprünglichen Leben. Was in der gefallenen Welt als „gut“ bezeichnet wird, gehört für Mani doch zur Finsternis. Allein die Wiederverbindung mit dem Reich des Lichtes ist das wahre Gute; zu ihm muss sich der gnostische Mensch sehnen (PENTAGRAMM-Zeitschrift/Ausgabe 93-4). - Der Manichäismus wurde von den Katharern (siehe Text und Fußnote im Kapitel 21-D >Homo Coelestis<) im 12. Jahrhundert erneuert. Auch die hermetische Gnosis (siehe FN bei 19-B >Kreuzigung und Gehenkter<) der heutigen Rosenkreuzer ist vom Manichäismus beeinflusst, wie sich selbst z.B. das „Lectorium Rosicrucianum“ (Rozekruis Pers, Haarlem / Niederlande 1991) als gnostisch-rosenkreuzerische Geistesschule (Internationale Schule des Goldenen Rosenkreuzes, Bad Münder) in der Nachfolge der Katharer deklariert. Der Manichäismus strebt hinüber bis zur sechsten Wurzelrasse (= dem Zeitraum der „Sieben Siegel) (TRADOWSKY/S.172).

[2] Der Manichäismus spielt auch in einem Essay mit dem Titel „Abendländische Esoterik“ (Teil I) eine Rolle, wo dargelegt ist, dass dieser Manichäismus eine äußere Gesellschaftsordnung für die Zukunft erschafft, in die sich später das christliche Leben hineinergießen kann. Dieses Essay habe ich unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF erstellt bei dem Online-Verlag https://www.xinxii.com. Ich weise hier in dieser Autobiographie erst seit kurzem aus existentiellen Gründen auf diese geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen hin (insgesamt sind es 24 Exposés über verschiedene esoterische Themen). Sie sind bei XinXii abrufbar unter der Kategorie „Esoterik“ ==> „Metaphysik“.

[5] Asuras: Neben Luzifer und Ahriman sind die Asuras die dritte widergöttliche Macht gemäß der anthroposophischen Geisteswissenschaft von RUDOLF STEINER (Christologie/S.133f.). Die Asuras stehen in ihrem Willen zum Bösen um einen Grad höher als die ahrimanischen Wesenheiten und um zwei Grade höher als die luziferischen (STEINER/TB738/S.178) (zu Ahriman und Luzifer siehe Fußnoten im Kapitel 6-B >Stigmata<). Der Begriff „Asuras“ setzt sich zusammen aus „Suras“, was „Götter“ bedeutet, und das „A“ davor stellt die Verneinung dar: „Nicht-Götter“. Die Götter wurden Nicht-Götter (Dr.HARTMANN/Grundriss der Geheimlehre von H.P.Blavatsky/S.70). - Die Asuras haben eine Verbindung zu furchtbaren Vernichtungskräften, welche entstehen, wenn das, was sonst im höheren Devachan lebt (die Sphärenharmonie), hinabgestoßen wird in die Unterphysische Welt, denn diese Welt ist das Reich der Asuras. Die Vernichtungskräfte entstehen durch den Missbrauch des Lebensäthers (in Anlehnung an STEINER/GA103/S.104). (Eventuell ist hiermit die Kernenergie gemeint, was auch im Text dieses Kapitels 7-E etwas später ausgeführt ist; Anm.d.Verf.). - In Bezug auf ein anderes Terrain, nämlich das menschliche Ich, werden sich die Asuras immer mehr hineinschleichen in die Bewusstseinsseele. Und sie werden mit einer viel intensiveren Macht das Böse entwickeln als selbst die satanischen Mächte des atlantischen oder gar als die luziferischen Geister des lemurischen Zeitraumes. Dabei kann das Böse der anderen widergöttlichen Wesenheiten von dem Menschen gesühnt werden. Nicht aber ist dies möglich durch das Böse, was die asurischen Mächte bringen. Diese bewirken, dass sich das Ich vereinigt mit der Sinnlichkeit der Erde. Dadurch werden Stücke aus dem Geist des Menschen herausgeschnitten und gehen dem Menschen unwiederbringlich verloren (STEINER/Christologie/S.133f.). - Asurische Wesenheiten verkörpern sich nun insbesondere durch sexuelle Riten in den Ausströmungen der mit Leidenschaft erfüllten Gedanken der Menschen (STEINER/GA93a/S.149f.). Das Wirken dieser asurischen Mächte kann erkannt werden an dem Zeitgeist, der heute waltet, der ein Geist des bloßen Lebens in der Sinnlichkeit bedeutet und des gleichzeitigen „nichts-wissen-Wollens“ von irgendwelchen geistigen Zusammenhängen. Ganz extrem wird dies bis zu gesellschaftlichen Entwicklungen gehen, dass Menschen Weltanschauungen propagieren, nach denen sie anfangen werden, wie Tiere zu leben, u.z. in dem Sinne, dass sie heruntersinken werden in die bloß tierischen Triebe und tierischen Leidenschaften. Bereits zur Zeit von STEINER (Aussage von 1909) hat er dies angedeutet für die großen Städte, wo wüste Orgien zweckloser Sinnlichkeiten stattgefunden haben (STEINER/Christologie/S.135). (Weitere Darlegungen zu diesem Phänomen sind innerhalb des Textes in diesem Kapitel 7-D zum 15. Januar 2000 erfolgt). - Die Asuras kommen aus einer Welt hinter unserem Kosmos, und durch sie kommen eher Angriffe von außen. Sie wirken in der Menschheit wie Krebsgeschwür, indem sie einen Teil des Ich auffressen. Der Mensch kann sich vor ihren Angriffen nicht ohne weiteres schützen (Flensburger Heft/Nr.79/S.107).

[9] Christian Rosenkreutz (C.R.) ist keine Romanfiktion des Schriftstellers JOHANN VALENTIN ANDREAE, welcher mehrere Schriften über C.R. verfasst hat (u.a. >Chymische Hochzeit: Christian Rosenkreutz. Anno 1459), sondern C.R. war eine wirkliche historische Persönlichkeit. Der spätere Christian Rosenkreutz war vorher als (namentlich nicht benannter) Knabe im 13. Jahrhundert nach Chr. auf seine Mission durch 12 weise Individualitäten vorbereitet worden, zu denen auch die sieben heiligen Rishis gehörten, von denen jeder je eine der sieben atlantischen Unterrassen verkörperte. Ein Rishi (ind.-theosoph.) ist ein Lehrer der Ur-Welt-Weisheit, ein erleuchteter Weiser. Zur Zeit der alten Vedenkultur der Inder wurden die Menschen durch die noch halbgöttlichen Wesenheiten dieser Rishis unterrichtet (STEINER/GA93a/S.62). Diese Vorbereitung geschah so, dass die 12 Weisen auf bestimmte Art ihre Weisheit auf C.R. einströmen ließen, wodurch der Körper des Knaben ganz durchschimmernd wurde; denn er nahm während dieser ganzen Zeit auch keine Nahrung zu sich. Er lebte unter diesem mächtigen Einfluss nur kurze Zeit, konnte aber dadurch in dieser Inkarnation nicht nur der Lehrer der 12 Weisen, sondern der ganzen Menschheit werden (STEINER/GA130/S.334). Das Geschehen während des Kollegiums im 13. Jahrhundert stellte eine besondere Einweihung des späteren C.R. dar (STEINER/GA130/S.314). Der Knabe starb dann ungefähr in seinem 20. Lebensjahr (STEINER/GA130/S.231) und wurde im 14. Jahrhundert wiedergeboren als der hohe Eingeweihte Christian Rosenkreutz. Er soll von 1378 bis 1484 über 100 Jahre lang als ein deutscher Adliger gelebt und das ganze Abendland und nahezu die ganze damals bekannte Erde bereist haben (STEINER/GA130/S.232). - C.R. wurde nach Angaben bei TRADOWSKY (S.218) im Jahre 1459 von Mani (siehe hier im Kapitel 7-C eine weitere Fußnote) noch weiter eingeweiht, u.z. in die Geheimnisse des Bösen, und wird so als Schüler von Mani bezeichnet. Gegen Ende des 16. Jh. nach Chr. spielte C.R. gemäß Darlegungen bei STEINER (GA130/S.331) des weiteren eine bedeutsame Rolle, insofern er eine okkulte Konferenz leitete. Auf dieser okkulten Konferenz beauftragte C.R. den damals im Geistleib lebenden Gautama Buddha (siehe Fußnote im Kapitel 27-i >Spirituelle Gemeinschaft<) zu einer besonderen Mission. Diese Mission bestand darin, dass der Gautama Buddha im Jahre 1604 auf dem Mars eine ähnliche Tat zu vollbringen hatte, wie das >Mysterium von Golgatha< (siehe Text im Kap. Nr. 70) durch >Jesus, den Christus Gottes< für die Erde war. - STEINER (GA130/S.311) bezeichnet die Individualität des C.R. als einen edlen Märtyrer, der durch seine Art des Wirkens mehr erduldet hat und noch in der Zukunft erdulden wird, als dies je ein zweiter Mensch getan hat – mit Ausnahme des Leidens von >Jesus, dem Christus Gottes<, wobei aber der Christus ein Gott war und C.R. ein Mensch ist. - Nach Darlegungen von JAN van RIJCKENBORGH in >Dei Gloria Intacta< (S.8) hat C.R. übrigens daran gearbeitet, um durch eine allgemeine Reform die Gründung einer Weltordnung zu entwickeln, die nicht von dieser Welt ist. Es soll dies eine Weltordnung sein unter Vorgabe von >Jesus, der Christus Gottes<, dass „jemand nicht in das Reich Gottes eingehen könne, es sei denn, dass er von Neuem geboren werde“. –

 C.R. gilt als spiritueller Führer der jetzigen Europäischen Kulturepoche. In C.R. lebte auch bereits die reinkarnierte Individualität des Johannes Evangelista (STEINER/GA93a/S.306). Johannes (der Evangelist) war ein Jünger Jesu, Sohn des Zebedäus; *um 44 oder um 100 nach Chr.; vermutlich ist er der Verfasser des vierten Evangeliums und gleichzeitig auch der >Apokalypse< (NGL/Bd.I/S.411), wie dies auch STEINER aussagt (zitiert bei TRADOWSKY/S.140). Zur Apokalypse des Johannes: siehe FN bei 23-A >Priesterseele<. -

                In der heutigen Esoterik ist Christian Rosenkreutz besser bekannt als der Meister (Graf von) Saint Germain. Diese Identität wird von STEINER ausgesagt (in: GA93/S.64+S.308). Über Saint Germain finden sich nähere Darlegungen im Kapitel Nr. 34-A+B >Infra-rotes und ultraviolettes Licht<. Vorsorglich soll hier jedoch auch schon folgender Hinweis gegeben werden: Bereits vor dem Jahre 2011 ist Saint Germain zum Maha-Chohan (= 7. Grad der Einweihung) NOAH ASANA MAHATARI aufgestiegen, als der er sich am 10.04.2011 ausnahmsweise noch einmal physisch auf der Erde verkörpert hat mit der Sondermission, um die Illuminaten (die im Dienste der Dunkelmächte stehen) noch zum Licht zu bekehren. Über die Illuminaten finden sich nähere Darlegungen im Kapitel 44-J >Jesus, der Christus Gottes<. -

                Erst am 31.03.2013 wurde mir noch einmal in Erinnerung gerufen (und erst am 03.10.2013 habe ich dies hier ergänzt), dass eine spätere Inkarnation des Grafen von Saint Germain in dem Meister Arion gewesen sein soll, der als FRANZ BARDON von 1909 bis 1958 in Mitteleuropa gelebt hat. Mehr über diese Verbindung von Saint Germain und Franz Bardon habe ich thematisiert im Kap. Nr. 58-A >Inseln des Licht<, wo auch weitere Hinweise zu FRANZ BARDON sind, der das Buch verfasst hat >Der Weg zum wahren Adepten<.

[10] Mani trat zunächst in Babylonien auf als der Begründer des Manichäismus (siehe andere Fußnote hier in 7-C). Seine Lebensdaten werden allgemein auf ungefähr 212 bis 277 nach Chr. festgelegt. Sein ursprünglicher Name soll „Corbicius“ gewesen sein. „Mani“ bedeutet soviel wie „ein Äon der Mandäer: Mana rabba“, der ungefähr den Sinn des verheißenen Trösters hat, des Parakleten (= Helfer, Fürsprecher vor Gott, besonders der Heilige Geist gem. Joh.-Ev.14,16 u.a.). In dieser Erfahrung des Parakleten soll der Christus-Impuls in Mani anschaulich geworden sein. Mani bezeichnete sich selbst als einen „Sohn der Witwe“ (nach STEINER, zitiert bei TRADOWSKY/S.137). -

                Mani erfuhr wegen seiner Lehre des kosmisch-spirituellen Christentums Widerstand und Verfolgung. Auch wenn sich die Berichte über einen Märtyrertod von Mani am Kreuz als Legende erwiesen haben, so ist es doch eine Tatsache, dass er wegen seiner Lehre ins Gefängnis kam und dort starb, bevor er getötet werden konnte. Nach dem Tode von Mani begann dann die Verfolgung der Manichäer (TRADOWSKY/S.166). Die Individualität des Mani hatte auch bereits in dem Jüngling zu Nain zur Zeit des Jesus von Nazareth (siehe Kapitel 44-C+D >Jesus, der Christus Gottes<) gelebt (TRADOWSKY/S.137). Im 9. Jahrhundert nach Chr. wurde die Individualität des Mani dann als Parzival zum Gralskönig (TRADOWSKY/S.214f.). Mani-Parzival weihte außerdem als Hierophant um 1200 nach Chr. Christian Rosenkreutz (siehe andere Fußnote hier in 7-C, wo allerdings vom 1459 die Rede ist) in die Mysterien ein. Diese Einweihung bestand in der wahren Erkenntnis von der Funktion des Bösen (TRADOWSKY/S.173). Mani wird in der Zukunft als ein neuer Lehrer des Christentums auftreten, dessen Aufgabe es sein wird, das Christentum immer mehr mit den Lehren von Reinkarnation und Karma zu durchdringen. Er wird in einer späteren seiner Missionen den wahren Zusammenklang aller Religionen bringen (TRADOWSKY/S.174). Mani ist jene hohe Individualität, die der leitende Geist ist derer, die zur Bekehrung des Bösen da sind (STEINER/GA104/S.163).