Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (36)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Tyrannei (7.i) Wohnungen

…sich über das Dunkel erheben

 

 

Der HERR (>Jesus, der Christus Gottes<, Kap. Nr. 44) hat mittels des amerikanischen Propheten und Buchautors RICK JOYNER einmal geäußert: „Viele Meiner Kinder wohnen in Häusern, um deren Bequemlichkeit sie vor hundert Jahren Könige beneidet hätten, aber sie schätzen sie nicht“[1].

 

Diese Aussage möchte ich bezüglich zweier Aspekte aufgreifen:

a) Einmal den Komfort der heutigen Wohnungen, den ich selbst auch unglaublich hervorragend finde. Dies ist mir zweimal bewusst geworden, nämlich zum ersten, als ich vor ca. 20 Jahren den historischen Fantasy-Roman >Die Nebel von Avalon<[2] von MARION ZIMMER BRADLEY gelesen habe (den ich wegen der ganzen düstern Atmosphäre nicht zu Ende lesen konnte).

 

Dieses Buch spielte wohl im Mittelalter (oder davor) in Irland und es wurden auch die Zustände in einem Königshaus geschildert, wo mir eben diese unglaubliche damalige Primitivität und Unkultiviertheit bewusst wurde, wenn selbst ein König auf Stroh schlafen musste usw.

 

b) Zum zweiten wurde es mir bei einem Film über den König Salomo[3] bewusst, der m.E. sehr authentisch gedreht worden war, da auch der König nur in einem besseren und größeren Zelt der damaligen Zeit in der Wüste lebte, wo es auch noch keinerlei Komfort und kulturellen Fortschritt in unserem heutigen Sinne gab.

 

Ich selbst habe noch in meiner Kindheit (circa 1956) erlebt, wie es auf dem Lande nur sog. „Plumpsklos“ gab, was für mich schon damals total abstoßend war – zusätzlich mit den ungefähr 30 Spinnentieren, die dies als ihr Revier ansahen. Tatsächlich lebe allein ich in meiner Neubauwohnung diesbezüglich in einem Paradies mit all dem Komfort.

 

Nun komme ich jedoch zu dem zweiten Aspekt der heutigen Mietwohnungen, der sich eben leider in der unglaublichen Nähe und Aneinanderreihung neben- und übereinander von Wohnbereichen mit fremden Menschen darstellt. Als ich in Berlin-Charlottenburg in einer nur 33 qm großen Wohnung lebte, hatte ich einmal einen Traum, wo ich über meiner Wohnung (und den angrenzenden Wohnungen) schwebte und diese alle wie in einem kleinen Baukasten sah.

 

Die Decke der Wohnungen war dabei entfernt (weggenommen). Dass man in nur einem Abstand von circa 6 m sowohl rechts als auch links von anderen, vollkommen fremden Menschen entfernt lebt – nur durch eine meist noch viel zu dünne Wand getrennt, stellt sich von einer gewissen Sicht- und Empfindungsweise auch als katastrophal dar.

 

In dem Traum war es für mich mit den Wohnungen so, als ob ich Legebatterien von Hühnern nebeneinander sah. Glücklicherweise kommt man heute wenigstens auf die Idee, wie furchtbar dies für Hühner sein muss. Aber in einer gewissen Entsprechung muss ein großer Teil der Bevölkerung (vorwiegend Singles in Ein-Zimmer-Wohnungen) – insbesondere in den Städten – ebenfalls so leben. Und ich gehöre auch dazu.

 

Die Geräuschdämmung ist in all diesen Mietshäusern eben auch vollkommen unzureichend und ich möchte nicht wirklich wissen, wie viele Dramen, ja Tragödien sich abspielen ähnlich wie der meinen aufgrund einfach der äußeren Gegebenheiten, auf die dann natürlich hinzukommen muss, dass ein Psychopath entsprechend verbrecherisch reagiert.

 

In einer Fernsehsendung wurde einmal thematisiert, dass bereits jeder zehnte Mensch wegen eines Nachbarschaftsstreites schon einmal umgezogen ist. Für die Menschen, die ein eigenes Haus haben, sind solche Streitigkeiten teilweise noch dramatischer, weil sie nicht ohne weiteres ihr Haus verlassen und sich irgendwoanders ansiedeln wollen. Eventuell ist der Verkauf auch nur mit finanziellem Verlust möglich.

 

Altbauwohnungen sind zwar meist geräumiger, aber wenn ich an die knarrenden und quietschenden Parkettböden denke und wie dies auf den Mieter darunter wirkt, möchte ich dort auch nicht leben (was ich allerdings durchaus auch schon getan habe). Ob der HERR alle diese Faktoren auch bedacht hat in Seiner sonst natürlich zutreffenden Aussage?

 

Nach RIEHLE sind wir gerade heute in dieser Zeit (die Aussage stammt von ca. 1954) tief von Dunkelheiten umgeben. „Die Ewige Liebe bewacht aber die Dunkelheiten, dass sie nur in dem Maße den Menschen umfangen können, in welchem Maße er auch die Kraft hat, immer wieder mit dem Einsatz seines eigenen Ichs sich über das Dunkel zu erheben“[4].

 

Folgendes habe ich dann im Mrz.2017 hier ergänzt: Ich kenne diese Aussage bis zum Exzess und ich gestehe: Sie ödet mich an. Und ich behaupte auch, dass sie nicht wirklich der vollen Wahrheit entspricht, sonst würden sich nicht immer wieder doch recht viele Menschen das Leben nehmen, also Suizid begehen (es sind wohl ca. 10.000 Menschen pro Jahr allein in Deutschland; siehe den >Vorspann, Teil B<; siehe auch das Kap. Nr. 37-A >Eifersucht). Wenn es auch vielleicht eine gewisse Mitschuld der betreffenden Menschen gibt, dass sie sich in ihrer Not nicht an Gott bzw. Jesus Christus wenden, so finde ich, dass dies keine Bedingung sein dürfte. Sondern die Menschen müssten auch als Atheisten grundsätzlich vor Suizid bewahrt bleiben.

 

„Sich mit dem Einsatz des eigenen Ichs über das Dunkel erheben“: Dieses bin ich gezwungen, Tag für Tag, ja manchmal Stunde für Stunde zu tun und ich gestehe: Ich bin dieses ewige Ringen oft so unendlich leid und muss dann allerdings immer an die stigmatisierte Therese Neumann aus Konnersreuth[5] denken, die tausendfach Schlimmeres ertragen hat – so wie natürlich überhaupt das >Mysterium von Golgatha< (Kap. Nr. 70), welches >Jesus, der Christus Gottes< (Kap. 44) durchlitten hat, tausendfach schlimmer war als meine Qualen sind.

 

Einer von vielen öffentlichen Zeugen, der das Woche für Woche von der Therese Neumann sekundär erlebte Kreuzigungsgeschehen Christi beurkundet hat, hat in seinen Protokollen notiert: „Ich sah sie, vor Angst und Schmerzen im Bett herumgeworfen und hörte, wie sie stöhnte: ´Ich kann nimmer, ich mag nimmer`. Als der (außerdem dann anwesende) Pfarrer helfend sagte: ´Aber Resl, wenn`s der Heiland so will!`, - hörte man ihre Antwort: ´Wenn Er es will, dann will ich es auch, dann wird es schon recht sein. Denn Er ist gut. Aber weißt, es ist ja nimmer zum Aushalten´“[6].

 

Denn Therese von Konnersreuth hat niemals den Leidensweg gewünscht, wie vielleicht manche Menschen denken könnten. „Immer hat sich mein ganzes Wesen gegen das Leiden und das Kreuz gesträubt. Niemand hat meine Tränen gesehen, aber wie oft weinte ich bitterlich in meinem Leid“[7].

 

Erschütternderweise ist in einem Traum im Dezember 2011 (wo ich schon zwei Jahre lang in meiner jetzigen Wohnung in Berlin-Lichterfelde wohnte (Aussage vom Nov.2015) eine ähnliche Aussage von mir (wie von Therese von Konnersreuth) aufgetreten, wo ich mich selbst sagen hörte: „Ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr“. Als ich danach wach wurde, erschreckten mich diese Worte doch sehr; denn ich wusste nicht, dass es wirklich so schlimm um mich stand.

 

Auch wenn ich nicht mehr so sehr am Leben hänge, wie dies alles letztlich in den verschiedenen Kapiteln und insbesondere im Kapitel Nr. 54 >Wahnsinn oder unendliche Liebe< dargelegt ist, so zeigt mir der Traum, wie ernst es doch um mich bestellt ist. Die Worte erscheinen mir wie ein definitiver nahender Anfang vom Ende dieses Erdenlebens, wobei eben meine entscheidende >Hoffnung< (Kap. Nr. 53) in einer Befreiung aus dem Anti-Universum heraus besteht.

 

Zu der Zeit, als ich das Kapitel >Tyrannei< im Juli 2007 überwiegend und in der ersten Hauptfassung ausgearbeitet hatte, war mir noch nicht bekannt gewesen, dass weitere schlimme Dinge auf mich zukommen würden. Tatsächlich ist der Mieter Molchas nämlich ungefähr im Mrz.2008 aus der Wohnung ausgezogen. Wenn man nun denken könnte, dass damit mein Martyrium ein Ende hätte haben können, so irrt man leider; denn danach fingen erst weitere furchtbare Dinge an. Es stellte sich nämlich heraus, dass dann meine böse Nachbarin Brandel mich zu tyrannisieren begann, was im Kapitel Nr. 36-C ff. >Gewaltlosigkeit< geschildert ist.

 

Dort im Kapitel >Gewaltlosigkeit< ist des weiteren dargestellt, dass ich schließlich selbst gezwungen war, aus dieser Wohnung in Berlin-Lichtenrade auszuziehen, weil ich den gesamten Kampf nicht mehr ertragen konnte, auch wenn ich einen gewissen Erfolg erzielt hatte. Anfang Aug.2009 zog ich somit in eine Wohnung nach Berlin-Lichterfelde. Die Ähnlichkeit der beiden Bezirksnamen hätte mir vielleicht schon vorher zu denken geben können, was aber so nicht der Fall war.

 

Jedenfalls geriet ich doch auch in Berlin-Lichterfelde wieder prompt an eine geistesgestörte Mieterin, die mich auch regelrecht nachts tyrannisierte und deren Bösartigkeit man schon an ihrem Gesichtsausdruck erkannte. Über die Auseinandersetzungen mit dieser Person namens Frau N. finden sich die entscheidenden Darlegungen ebenfalls im Kapitel Nr. 36-H >Gewaltlosigkeit<. Über die Wohnkonstellation in Berlin-Lichterfelde im weiteren Ausmaß sind dann noch Ausführungen im Kapitel Nr. 54 >Wahnsinn oder unendliche Liebe<.

 

Ende des Kapitels Nr. 7 >Tyrannei<.

 



[2] Avalon: mystischer Ort, wo sich der König Artus nach seiner Verwundung aufgehalten hat (http://de.wikipedia.org/wiki/Avalon_Mythologie). Über König Artus finden sich Darlegungen in einer FN und im Text des Kap. Nr. 28-A >Lichtdienste<.