Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (45)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Dämonen (11.B) Thron der Throne

Weben des unsterblichen Körpers

 

 

Bei WEINFURTER ist auch eine Radierung des englischen Malers William Blake[1] über die Mystische Hochzeit abgedruckt, wo ein Mann mit hocherstreckten Armen kniet. Er scheint einem Grab entstiegen zu sein (der Grabstein ist gerade im Umfallen begriffen), umgeben von Feuerflammen. Vom Himmel herab schwebt eine Jungfrau (siehe auch Kapitel Nr. 3 >Jungfrau Sophia<) senkrecht mit dem Kopf nach unten und umarmt den knienden Mann. WEINFURTER: „Unser Bild stellt die Seele vor, wie sie sich mit dem Geiste vermählt, der soeben, in Flammen gehüllt, dem Grabe entsteigt“[2].

 

Auf „technische“ Weise ausgedrückt, handelt es sich bei der Mystischen Hochzeit um die Vereinigung von Ego[3] und Monade[4]. Diese Vereinigung kommt dadurch zustande, dass im Prozess der Kreuzigung (siehe Kapitel Nr. 19 >Kreuzigung und Gehenkter<) als vierter Stufe der Einweihung die Zerstörung des Kausalkörpers[5] stattfindet, indem das Gewebe dieses Kausalkörpers eine Art Verbrennung erleidet. Die Mystische Hochzeit stellt dadurch das vollendete Eins-Sein her[6].

Bei der Zerstörung des Kausalkörpers handelt es sich nicht um einen physischen Tod. Über das Vorgehen der Verbrennungsprozesse finden sich Darlegungen im Kap. 21-K >Homo Coelestis<.

 

Wie an den Begriffen der Mystischen und Chymischen (= Alchymischen) Hochzeit schon erkannt werden kann, gibt es bezüglich dieser beiden Benennungen noch einen Unterschied. Während die Mystische Hochzeit die Vereinigung mit dem Bräutigam-Geist nach der Läuterung und Verwandlung der Seele darstellt, so geht die Chymische Hochzeit noch tiefer. Hier findet vor der Vereinigung eine Verwandlung bis in den physischen Körper hinein statt[7] (siehe auch die Fußnoten im Kapitel 27-A >Spirituelle Gemeinschaft< zu Transfiguration, Transmutation und Transformation).

 

Selbst in moderner Esoterik der New-Age-Literatur von 2002 wird von den Aufgestiegenen Meistern Konfuzius und Kuthumi von der „Kymischen Hochzeit“ gesprochen, womit man die Rückverschmelzung der Seelenanteile zu einer Wesenheit bezeichnet, was ich hier im Kapitel 11-B am 25.08.2012 ergänzt habe. Dabei soll diese Kymische Hochzeit nur in dem letzten Leben eines betreffenden Menschen möglich sein. Dieser Mensch kehrt dann am Ende dieses Lebens in die Androgynität zurück und beendet den Inkarnationszyklus in der Physis. Dies muss von der geistigen Wesenheit des betreffenden Menschen allerdings überhaupt bei dem karmischen Rat beantragt und von diesem Rat genehmigt werden. Nicht jedem, der sich diese Beendigung wünscht, wird dies auch gestattet, wenn noch ein Lernprogramm absolviert werden muss.

 

Dabei wird diese Beantragung dem inkarnierten Menschen oftmals überhaupt nicht bewusst sein, sondern die dafür reif gewordene Seele beantragt dies automatisch des nachts auf der Traumebene. Eine große Anzahl der jetzt inkarnierten Menschen sollen diesen Schritt wünschen und künftig nicht mehr inkarnieren[8].

Als mir selbst jedoch diese Möglichkeit bekannt geworden ist, habe ich dies sofort mit vollem Bewusstsein „beantragt“, was im Kapitel Nr. 51 >Sonderaufstieg< geschildert ist, wobei ich die genaue Stelle jedoch leider im Nov.2014 nicht wiedergefunden habe.

 

Die Beantragung zur Kymischen Hochzeit bedeutet nicht, dass der Mensch dann sofort sterben muss, sondern noch innerhalb des irdischen Lebens binden sich die Seelenanteile immer mehr an den Menschen und auf einer höheren Ebene verschmelzen sie alle als ein Wesen. Der Mensch selbst wird dadurch kraftvoller, klarer und zielgerichteter bezüglich seiner Lebensaufgabe, da seine Zwillingsseele (und evt. andere Geschwisterseelen) nun mit dem Menschen verbunden ist (sind).

 

Dass diese Rückverschmelzung bereits mitten innerhalb des letzten irdischen Lebens stattfinden kann, ist nur möglich geworden, weil sich die Erde aus der Dreidimensionalität herausgehoben hat (siehe Kapitel Nr. 24-B >Ashram<); früher war dies angeblich erst am Ende des Lebens auf der feinstofflichen Ebene möglich.

 

In einer anderen Terminologie ist dieses Überleben bereits ca. 1934 durch das URANTIA-Buch prophezeit worden mit den sinngemäßen Worten, dass in einer bestimmten Ära immer mehr Justierer mit ihren Schutzbefohlenen fusionieren werden, wobei der natürliche Tod immer seltener eintreten wird[9]. Der Justierer ist der göttliche Geist des Menschen, über den die wesentlichen Darlegungen im Text des Kapitels Nr. 59-C >Ewiges Jetzt< existieren.

Und auch in dem Buch >Überselbst Erweckung< von 2012 wird ausgesagt, wie ab einem bestimmten Transfigurationsprozess der Materie-Energie-Körper den irdischen Bewusstseinsbereich verlassen kann und dennoch am Leben bleibt[10].

 

Die irdische Sehnsucht der Seele nach einem Liebespartner hat den Hintergrund in der Trennung in männliche und weibliche Körper. Dadurch ist die Seele des einzelnen Menschen im Grunde in der irdischen Inkarnation wie verwaist, irrt in der Physis umher, sucht ihre zweite Hälfte und wechselt oft die Partner, um das zu finden, was sie verloren hat. Denn in Wahrheit soll eine Begegnung auf der physischen Ebene erst ab einem bestimmten Reifegrad möglich sein, weil dann erst zwei der Zwillingsseelen in derselben Zeitebene inkarnieren[11].

 

In anderer Literatur, nämlich von ERIC KLEIN in >Die Sananda-Connection< wird ebenfalls bzw. wiederum ausgesagt, dass gerade die Zwillingsseelen der Lichtarbeiter eben nicht auf der Erde inkarniert sind, sondern sich zur Zeit meist in der fünften Dimension befinden[12]. Dies habe ich im Kap. Nr. 14-E >Ursprungsfamilie< referiert und dort auch noch einen Hinweis auf das Kap. Nr. 37 >Eifersucht< gegeben.

 

Weitere (komplizierte) Aussagen über die Kymische Hochzeit und die Verschmelzung mit den Geschwisterseelen in der Physis macht Meister Konfuzius[13] wie folgt: Von dem Moment der Kymischen Hochzeit an beginnt ein Transformationsprozess in der Ätherwelt bei der dort lebenden Dualseele dadurch, dass aus dem komplementären physisch inkarnierten Menschen eine Blaupause abgezogen und in den Ätherkörper der Dualseele eingespeist wird.

 

Die Energien beider Seelen werden in größtmöglichem Maße aneinander angepasst und miteinander vermischt. Das Schwingungspotential und der persönliche Code werden aneinander angeglichen. Ein Unterschied ist jedoch wohl, dass sich in dem Ätherkörper der Dualseele das Geschlecht zurückbildet in Richtung Androgynität. Letztlich erfolgt aber eine solche ätherische Androgynisierung wohl sogar auch bei dem physisch inkarnierten Menschen.

 

Der Verschmelzungsprozess beider Seelen auf der feinstofflichen Ebene soll ungefähr zehn Monate lang dauern, währenddessen im Schlaf spezifische Schulungsprogramme ablaufen. Daran können sich natürlich die wenigsten Menschen erinnern, was auch nicht notwendig sein soll. In diesen Monaten soll es vorkommen, dass plötzlich Schmerzen in verschiedenen Körperregionen des inkarnierten Menschen auftreten können, was besonders bei der Verschmelzung mit einem gegengeschlechtlichen Partner sein soll. Diese Schmerzen werden empfunden, weil eben die Blaupause des eigenen Ätherkörpers an diesem Prozess beteiligt ist.

 

Ist der Vereinigungsprozess auf der feinstofflichen Ebene vollzogen, kommt das Verschmelzen mit dem physischen Körper, was in einem Wachtraum miterlebt werden kann. Die Vereinigung zu einem Wesen wird innerhalb eines Lichtkanals vollzogen und beide Seelen bewohnen dann auch gemeinsam den physischen Körper, wodurch eine Entwicklung Richtung Vervollständigung stattfindet.

Es sollen unter Umständen überhaupt mehrere Kymische Hochzeiten erlebt werden können, da sich die meisten Menschen bei Eintritt in das Duale Universum durch mehr als zwei Wesen geteilt haben[14].

 

Gegen Ende von Teil A des hiesigen Kapitels Nr. 11 ist von den Farben Rot und Weiß gesprochen worden. Die Farbe Rot symbolisiert dabei übrigens die Liebe Christi und Weiß die Reinheit der menschlichen Seele. Ein einzelner Traum oder eine einzelne Vision diesbezüglich sagt jedoch noch nichts über den Zeitpunkt aus, wann der Aspirant das große Ereignis der Mystischen Hochzeit zu erwarten hat[15]. Rot und weiß sind in der Alchemie auch die Farben des Männlichen und des Weiblichen, aus denen am Ende der „Stein der Weisen“ (siehe das Kapitel Nr. 35 >Astraler Stein<) entsteht[16].

 

Die geistige Auslegung der Farbe Rot ist ansonsten recht schwierig. Nach Darlegungen des TIBETER gilt sie überwiegend als unerwünscht, weil sie als die Farbe des Kama[17] oder bösen Wünschens der Astralebene betrachtet wird und weil sie stets die Vision von düsteren, dunkelroten Schattierungen im Gefühlskörper des unentwickelten Menschen ins Gedächtnis ruft. Trotzdem wird in fernerer Zukunft „Rot“ die Grundlage eines Sonnensystems bilden, und mit der vollendeten Verschmelzung von rot, grün und blau wird der Logos einmal sein Werk beenden und das hohe Ziel reinen weißen Lichtes erreichen[18].

 

Tritt die Farbe Rot zusammen mit Weiß und Grün auf, gilt dies als Symbol für die göttliche Trinität, wobei hier das Weiße den Vater, das Grün den Sohn und das Rote den Heiligen Geist bezeichnet[19]. Zur Farbe Rot siehe auch im Kapitel 45-G >Seelenwachstum< zum 13.Mrz.1999 und im Kap. 45-i zum Traum vom 12.09.2008.

 

Ich selbst habe bisher im Traum nur Vorbereitungen zu meiner eigenen Mystischen Hochzeit erlebt. Diese von mir hier 2007/2008 geschriebene Aussage galt bis zum 07.04.2014. Dann jedoch wurde mir in der Nacht zum 08.04.2014 durch einen Traum aufgezeigt, dass ich gerade auf der spirituellen Ebene verheiratet worden war. Dies geschah durch einen authentisch von mir erlebten Tanz mit einem weißen Hochzeitskleid in der geistigen Welt innerhalb von weißen Wolken. Dieses Phänomen der Mystischen Hochzeit ist geschildert im Kapitel Nr. 70-C mit dem Titel >Mysterium von Golgatha<.

 

Real habe ich nie geheiratet, auch wenn ich zweimal die Möglichkeit gehabt hätte, insofern mir sowohl von meiner „großen Liebe“ (siehe Kapitel Nr. 37 >Eifersucht<) als auch von meinem ersten langjährigen Lebensgefährten jeweils ein Heiratsantrag gemacht worden war. Ich habe jedoch aus einer gewissen Laxheit gegenüber konventionellen Ereignissen den Zeitpunkt verpasst, hinreichend darauf einzugehen.

 

In Wahrheit sind mir solche Konventionen der Gesellschaft vollkommen gleichgültig. Mir ging es immer nur um das rein seelische Binnenverhältnis zu dem jeweiligen Mann – und in letzter Konsequenz ging es mir unbewusst / vorbewusst sowieso immer nur um die erste, letzte und wahre Liebe zu JESUS CHRISTUS, selbst als ich von ihm noch gar nichts mit klarem Bewusstsein wusste.

 

Bereits ungefähr 1988/1989 (nachträglich notiert am 15.Aug.1993) hatte ich einen Traum, wo ich in einem Hochzeitskleid auf meine Hochzeit wartete. Der Hochzeitswagen stand auch schon bereit. Die Hochzeit konnte jedoch wegen meiner ungewaschenen Haare nicht stattfinden. (Real habe ich immer gewaschene Haare).

Die Deutung dessen ist, dass das Haar Symbol für tierische Eigenschaften ist[20]. Dies war eindeutig ein Hinweis für meine damals noch mangelnde Läuterung, die dann anscheinend doch im Jahre 2006 in gewissem Maße zurückgegangen zu sein scheint, wie man dies aus dem Kapitel Nr. 3 >Jungfrau Sophia< in Verbindung mit dem Kapitel Nr. 2 >Erleuchtung< schlussfolgern müsste.

 

Tatsächlich war es dann auch in einem Traum vom 26. März 2008 so, dass ein doppeltes Ehebett vorbereitet wurde, u.z. für die Hochzeitsnacht von gleich zwei Ehepaaren. Dabei gehörte ich zu dem einen Ehepaar. Was das zweite Paar zu bedeuten hatte, ist mir allerdings ein Rätsel, wenn es nicht zufällig die bereits referierte Aussage von Meister Konfuzius bedeuten sollte, dass mehrere Kymische Hochzeiten von einem Menschen (in dem Fall von mir) erlebt werden können.

 

Vorstehende Hypothese von mir bezüglich der zwei Ehepaare in Anlehnung an Meister Konfuzius kann zwar auch zutreffen, jedoch las ich im Dez.2015 noch einmal bestimmte Seiten nach in dem Buch der HURTAKs >Überselbst Erweckung<, wo eben auch zwei Paare (als vier Personen) insbesondere in den begleitenden Abbildungen deutlich sichtbar sind. Dabei sind die textlichen Erklärungen leider relativ kompliziert. Es geht nicht nur um Paarigkeit von Seele und Geist, sondern dass beide auch jeweils noch in einem göttlichen Doppel (also in einem zweiten Paar) vorherbestimmt sind.

 

Die höhere Erkenntnis ist dabei, dass der einzelne Mensch aus zwei Lebensbäumen besteht: „Einem, der auf die Einheit von Männlich und Weiblich in der physischen, endlichen Welt angewiesen ist, und ein höherer Lebensbaum, der die Hochzeit mit unseren höheren Identitäten und letztlich mit unserem Überselbst im höheren Tempel des Geistes erfordert“[21]. Es geht darum, dass Seele und Geist vereint werden können, sowohl auf der Erde als auch im Himmel, also zwei Paare in diesem Prozess involviert sind[22].

 

In einem Traum vom 13. April 1997 sollte ich in Bälde heiraten. Dabei spielte mein Vater eine Rolle (der damals real schon über zehn Jahre nicht mehr lebte). Wir hatten wohl nicht viel Geld; denn es waren Kriegszeiten. Nun ging es um den Kauf eines Hochzeitskleides für mich und da entschied ich, dass ich nur den Tüllstoff kaufen würde und das Kleid selbst nähen wollte, was ich als kein Problem ansah. Dies resultierte vermutlich daraus, dass ich mir auch real in meinen ersten Erwachsenenjahren (zwischen 20 und 25 Jahren) diverse Kleidungstücke selbst geschneidert habe (Hosen, Blusen, Kleider) und diese auch alle selbst entworfen und den Schnitt angefertigt habe.

Vom spirituellen Standpunkt ist ein Hochzeitskleid das Symbol für den unsterblichen Geistleib eines Menschen, für die Lichtseele jedes ursprünglichen Gottes-Kindes[23] (siehe Kapitel Nr. 14 >Ursprungsfamilie< und Kap. Nr. 21 >Homo Coelestis<).

 

Bereits 1993 hatte ich mehrfach Wahrnehmungen darüber, wie das „Weben“ meines Geistleibes stattfand. Zum Beispiel war ich am 16.Nov.1993 normal eingeschlafen, wurde aber nach kurzer Zeit wieder wach und eine Minute später setzte ein ganz eindeutiges, deutliches inneres „Weben“ ein.

 

Es wird Menschen geben, die werden behaupten, dass man dies physisch nicht wahrnehmen kann, da es ein geistiges Geschehen ist. Demgegenüber glaube ich jedoch, in verschiedener Weise immer auch physisch Wahrnehmungen von geistigen Vorgängen zu haben. So will ich hier das Weben einmal beschreiben:

 

Ausgehend vom Kopf hinunter in die Schultern, dann in die Arme und den Oberkörper hinein findet ein feines Vibrieren durch alle Körperzellen statt. Weniger deutlich spürbar ist dieses Vibrieren in dem Unterkörper, den Beinen und den Füßen, obwohl ich mir einbilde, dass es auch dort stattfindet.

 

Es ist auch wie ein ganz feines zartes Zittern, aber ein feines zartes Vibrieren ist zutreffender. Das Entscheidende dabei ist die feine, zarte Art und Weise, in der dies geschieht. Ich erlebe dies immer als eine Gnade. Alles deutet darauf hin, dass während dieser Zeit des „Webens“ ein übersinnlicher Prozess stattfindet, ein geistiger Prozess bis hinein in die Ebene des physischen Körpers.

 

Jemand, der gröbere Wahrnehmungen hätte, würde es kaum bemerken. Jedoch erweist sich hier meine Sensibilität, die mir im Verhältnis zur Außen- und Umwelt immer zur Qual wurde, jetzt als geistiges Wahrnehmungsinstrument. Ich deute dieses Vibrieren als das Weben des unsterblichen Körpers.

 

Zufällig hatte ich auch noch am Abend des 15.11.1993 bei WEINFURTER über diesen Geistleib gelesen gehabt. WEINFURTER macht darüber Aussagen in dem Zusammenhang mit geistigen Vorgängen, wo er vorschlägt, einen jeweils bestimmten Gottesnamen zu üben; denn jeder unterschiedliche Gottesname hat eine besondere eigene Wirkung[24]. „Diese Wirkung ist für jeden (Geistes-)Schüler die gleiche, aber nicht jeder Gottesname, der geübt wird, gebiert das, was er gebären soll, nämlich einen neuen, unsterblichen ´strahlenden Körper`. Für jeden Schüler hat ein anderer Gottesname diese Wirkung, jenen unsterblichen Leib zu bilden“.

 

„Deshalb muss jeder Schüler geduldig warten, bis er aus dem Innern die Aufforderung dazu erhält. Es gibt natürlich Schüler, bei denen sich jener unsterbliche Leib bei der bloßen Übung der ´Stillen Konzentration` … (oder anderer Übungen; Anm.d.Verf.) bildet. Doch andere benötigen die Gottesnamen hierzu. … Die Kabbalisten[25] nennen den ´neuen Leib` auch den ´Knochengeist` (Hauch der Knochen), weil er nach der kabbalistischen Lehre im Knochenmark verbleibt und somit mit dem materiellen Leib ins Grab kommt. Aber dieser neue Leib ist beim Durchschnittsmenschen nicht fertig ausgebildet. Er muss zum ´Strahlenden Leib` durch die mystische Übung transmutiert werden, besonders durch die Übung der Gottesnamen in den Knochen“[26].- In Teil C dieses Kap. Nr. 11 sind zehn dieser Gottesnamen benannt.

 

Am 14. November 2008 war ich wegen der >Tyrannei< durch meine böse Nachbarin (siehe Kapitel 36-C ff. >Gewaltlosigkeit<) fast 12 Stunden lang (mit Unterbrechungen) gezwungen, geistige Instanzen anzusprechen, die Violette Flamme[27] in vielfältiger Kombination herabzurufen sowie den Erzengel Michael mittels seines blauen Lichtes[28] um Hilfe zu bitten.

 

Dies setzte ich gleich nach dem Aufwachen am 15.11.2008 fort, und während ich dort noch in einem begrenzt wachen Zustand war, hatte ich die sehr deutliche Imagination eines Personenkraftwagens von außerhalb, in welchem ein Mensch am Steuer saß, der ganz aus Feuerflammen bestand. Trotzdem war die menschliche Gestalt voll bewahrt: Es waren eben der Kopf, die Schultern, der Oberkörper, Hals und Oberarme nur aus Feuer. Der Rest des Körpers war von der PKW-Karosserie verdeckt.

 

Ich gestehe, dass ich glaube, ich selbst sollte diese Person darstellen; denn durch meine große Not war ich zu fortgesetzten Anrufungen gezwungen und kam mir auch schon nach weltlichem Empfinden so vor, als ob ich eigentlich nur noch aus Flammen bestünde (vgl. dazu auch den Titel des Buches von IRENA TWEEDY >Der Weg durch Feuer<)[29]. Und es kam mir übrigens erstmalig der Verdacht, dass ich vielleicht überhaupt nur der >Tyrannei< ausgesetzt war, weil ich dadurch genötigt werden sollte, Flammenkräfte herabzurufen. Dieser Verdacht war jedoch nur begrenzt beruhigend für mich.

 

Jedenfalls spricht auch JAN van RIJCKENBORGH an einer Stelle davon, wie der niedere Anteil eines spirituellen Menschen offen für das Einströmen des Feueräthers werden muss. „Dann ist der niedere Mensch in Flammen gehüllt, geschmückt mit den Pfingst-Feuerzungen des Feueräthers. Dies ist die Folge der Vereinigung, der Einheit mit dem höheren Menschen. So entwickelt sich eine neue Wesenheit. Ein neuer Mensch wächst von Tag zu Tag durch Feuer“.

 

„Aus dem Flammenspiel tritt dann vor dem inneren Auge der Seelenmensch hervor, dem Licht, dem vulkanischen Feuer enthoben, geschmückt mit dem Königsmantel, dem goldenen Hochzeitskleid. Und von einem bestimmten Moment an kann man nicht mehr sagen: ´Hier ist der niedere Mensch, und dort ist der höhere Mensch`. Denn Geist, Seele und Körper sind durch das Feuer zu einer neuen Wesenheit verschmolzen“[30].

 

Sobald dieses Werk vollbracht ist, geht der Aspirant in sein wirkliches Vaterland hinüber. Und es steigt dann die von Gott gewollte Wirklichkeit empor zum „Thron der Throne“ und tritt ein in das ewig währende Leben[31]. – Der Feueräther spielt auch eine Rolle, wenn ein Aspirant Teilhaber an der göttlichen Allmacht werden wird, was im Kapitel 36-F >Gewaltlosigkeit< ausgeführt ist und ich erst im Sept.2014 ein ganzes Kapitel Nr. 69 verfasst habe mit dem Titel >Allmacht Gottes<.

 

Fortsetzung folgt im Teil C zum Kapitel Nr. 11 >Dämonen<.

 



[22] An dieser Stelle möchte ich auf ein bestimmtes Essay mit dem Titel „Okkulte Entwicklung der Menschheit“ aufmerksam machen, in welchem u.a. die jahrtausendelange Benachteiligung der Frauen angesprochen ist, die einer besonderen Mission entspricht. Dieses Essay habe ich verfasst unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF bei dem Online-Verlag https://www.xinxii.com. Ich weise hier in dieser Autobiographie wiederholt aus existentiellen Gründen auf diese geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen hin (insgesamt sind es 24 Exposés über verschiedene esoterische Themen). Sie sind bei XinXii abrufbar unter der Kategorie „Esoterik“ ==> „Metaphysik“.