Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (61)

Esoterische Studien einer Autobiographie

13. Aurisches Wesen, Teil G



Dass ich dies vor dem Tod meiner Mutter nicht voll umsetzen konnte, ist mein Pech.

Vielleicht sind jedoch die letztlichen geistigen Zusammenhänge auch noch anders, und ich habe allein durch den permanenten Versuch der Überwindung des Hasses gegen meine Mutter auch einen Lichtdienst geleistet. Dies würde Darlegungen bei ERIC KLEIN (in >Die Sananda-Connection<) und bei KRYON (siehe Literaturverzeichnis) entsprechen, die in den vier Kapiteln Nr. 51, 52, 53 und 54 dieser Autobiographie z.T. ausgeführt worden sind.


Das, was ich vorstehend mit zu großer Güte und Menschlichkeit angesprochen habe, hat vermutlich noch einen ganz anderen Hintergrund, der ebenfalls bei GOLAS, aber im Zusammenhang von labilen Beziehungen geschildert ist, und worin sich vermutlich auch alle mitmenschlichen Schwierigkeiten begründen. Es geht darum, dass fast immer der eine oder andere Mensch (aktuell oder zeitweise oder grundsätzlich von seinem Seinszustand her) höher oder tiefer schwingt und wenn dies der Fall ist, fühlt sich mindestens der eine (oder aber auch der andere) nicht wohl.


Wiederum reagieren fast alle Menschen auf eine gewisse natürliche Art bezüglich des Unwohlgefühls. „Schwingt die andere Person tiefer, werden wir im Allgemeinen versuchen, sie auf unsere Ebene emporzubekommen, ihr zu helfen und sie aufzuheitern. Schwingt die andere Person aber höher, werden wir oft zuerst versuchen, sie herunterzuholen, und sie dazu zu bringen, ihre Schwingungen zu bremsen“1.


Und GOLAS gibt dann einen entscheidenden Hinweis: „Beachte, dass du, wenn du jemandem zu helfen versuchst, gegen eine natürliche, vielleicht unbewusste Anstrengung, dich herunterzubringen, arbeitest. Die tiefer schwingende Person (und das könnte unter Umständen jeder von uns sein) wird die Energie der höher schwingenden Person aufzusaugen scheinen, oft mit den besten moralischen und sozialen Absichten. Dieses Bemühen kann die verschiedensten Formen annehmen:“


Übertriebenes Lob, hinterlistige Anrempler in der Verkleidung höflicher Worte, mit Problemen um Hilfe bitten, Angst und Depression zeigen, ausfreaken, eine Auseinandersetzung anfangen, bessere Gewährsleute anführen, und tausend andere Formen bis hinunter dazu, die höhere Person ins Gefängnis zu bringen oder zu töten“2.


(Im Grunde hat man dies mit den Märtyrern3, den Ketzern4 und Heiligen5 des Mittelalters von Seiten der offiziellen katholischen Kirche gemacht; denn man wusste ganz genau, dass diese Menschen mit ihren Wahrheiten und ihrem Glauben Gott näher standen als die offiziellen Amtsinhaber; Anm.d.Verf.)


Wenn man sich nun mit einem solchen von GOLAS beschriebenen Verhalten eines anderen Menschen konfrontiert sieht, besteht das Allheilmittel darin, eine verströmende Liebe aufrechtzuerhalten und keinen Widerstand in dem eigenen „Mind“ (Bewusstsein) zu haben. Die tiefer schwingende Person wird dann auf die höhere Schwingungsebene aufsteigen müssen, um sich ausgeglichen und wohl zu fühlen, denn sonst ist es zu schmerzlich für sie.



Und GOLAS prophezeit: „Und sie wird aufsteigen, außer natürlich, wenn sie den anderen Weg geht und sich aus der Beziehung hinauslöst. Du bist jedoch nicht verpflichtet, ewig auf sie zu warten: Wenn du merkst, dass sie nichts anderes unternimmt, als dich herunterzuziehen zu versuchen, bist du frei, die Verbindung aufzulösen, wann immer du willst. In der Alltagssprache: trennt euch einfach. Denk nicht lange darüber nach und fühl dich nicht schuldig deswegen. Es ist innerhalb der natürlichen Ordnung der Dinge“6.


Tatsache war, dass meine Mutter diejenige war, die permanent versucht hat, mich herunterzuziehen, obwohl ich keinesfalls irgendwelche Manieren von ewiger Fröhlichkeit oder dergleichen an mir habe. Auch habe ich versucht, bis an die Grenzen völliger Selbstverleugnung mich ihrem Niveau anzupassen, soweit es nur irgend möglich war und habe mit ihr über fast jeden trivialen Schwachsinn geredet, wie dieser unter dialektischen Menschen7 (jedenfalls eines minderen Niveaus) üblich ist. Dabei habe ich durchaus versucht, immer noch das Beste daraus zu machen.


Und nun kommt leider der Pferdefuß, der bei GOLAS nicht berücksichtigt ist. Was ist, wenn ich mich vielleicht in einer Art (wohlmeinendem) Irrtum innerhalb der geistigen Welt vor meiner Inkarnation verpflichtet hatte, mich um meine Mutter zu kümmern, so dass ich mich nicht einfach von ihr trennen konnte, wie GOLAS dies sagt. Man glaube mir: Ich hätte mich tausendfach getrennt und habe dies sogar phasenweise immer wieder getan. Jedoch hat mich die „Kindespflicht“ bzw. die „karmische“ oder sonstige Pflicht immer wieder dazu gebracht, meiner Mutter entgegenzukommen.


Ich gestehe, dass vielleicht ein gewisser Unterschied bestanden hätte, wenn ich wohlhabend gewesen wäre. Ich hätte dann eventuell einzelne Menschen gegen Honorar engagiert, die sich statt meiner um meine Mutter gekümmert hätten, auch wenn meine Mutter dies vermutlich nicht akzeptiert und auf irgendeine Weise verunmöglicht hätte. Jedoch weiß ich nicht, ob mein ewig wirkendes Gewissen nicht selbst dann mich dazu veranlasst hätte, mich doch immer wieder mit ihr in Verbindung zu setzen.


Da ich nun nicht wohlhabend war, kam hinzu, dass ich auch das zu erwartende Erbe meiner Mutter nicht verlieren wollte, und an diesem Punkt bin ich letztlich durch die Macht der Widergöttlichen Wesenheit Ahriman8, dem meine Mutter gedient hat, in die Knie gezwungen worden. Dabei ist dies durchaus nicht wirkliche Habgier von mir gewesen, sondern aus allgemeiner finanzieller Existenznot (siehe Kapitel Nr. 46 >Existenzsicherung), die letztlich auch in meinem mangelnden Gesundheitszustand begründet war, den ich jedoch nicht hinreichend vor medizinischen Instanzen hätte verifizieren9 können (siehe Kapitel Nr. 18 >Schlafstörungen). Denn ich lebe grundsätzlich in relativ bescheidenen (wenn auch kultivierten) Verhältnissen.


Aber – auch wenn meine Mutter mir nichts hinterlassen hätte, hätte ich es vermutlich nicht geschafft, mich von ihr zu lösen. Hätte sie mich allerdings zu Lebzeiten enterbt und ich hätte dies gewusst: Dies wäre eventuell der einzige Punkt gewesen, wo ich es geschafft hätte, mich von ihr zu lösen, weil dann ein von ihr gesetzter, definitiv messbarer Bruch stattgefunden hätte, der mir eine entsprechende Reaktion nach meinem Gewissen ermöglicht hätte.


Letztlich hätte es aber selbst dann irgendwelche fiktiven10 Gründe geben können, wegen derer ich den Bruch von meiner Seite aus nicht hätte durchziehen können und ihr wieder einmal die Hand gereicht hätte. Erst circa im September 2009 erfuhr ich dann durch die Bücher der hohen geistigen Wesenheit Kryon11 davon, dass man sich regelrecht und ausdrücklich von potentiellen (eventuell in irgendeiner Inkarnation jemals abgegebenen) Gelübden (und damit auch von geistigen Verträgen) befreien lassen muss, was im Kapitel 40-i >Meditation< dargelegt ist.


Ich will nun zunächst einige Notizen exemplarisch (und nur teilweise chronologisch geordnet) aus meinen Tagebüchern anführen, obwohl diese in Wahrheit einen schrecklich großen Umfang einnehmen. Mindestens 1/5 der Sequenzen in meinen circa 70 Tagebüchern im Format DIN-A-5 sind beansprucht von Protokollierungen über die Auseinandersetzungen und die seelischen Qualen, die mir meine Mutter in den letzten 22 Jahren verursacht hatte, nämlich seit dem Tode meiner Schwester und meines Vaters.


Dabei hatte meine Mutter diese Aufmerksamkeit von ihrer Seite aus erzwungen, denn von mir aus hätte sie diese niemals gehabt. Wie im Kapitel Nr. 14 >Ursprungsfamilie< angedeutet ist, lagen meine Interessen von Kindheit an auf ganz anderen Gebieten – meine Eltern spielten schon da bewusstseinsmäßig für mich fast gar keine Rolle. Schon da hatte ich immer nur ein Bedürfnis: frei zu werden von jeglicher Art Bindung, die von ihnen ausging.


So gab es auch fast jedes Jahr eine bestimmte Phase von mehreren Wochen, wo sich alles Schreckliche mit meiner Mutter immer gesteigert hatte zu regelrechten Krisen (mir wird sofort schlecht, wenn ich nur abstrakt nachträglich daran denke). Überwiegend habe ich zu den persönlichen (Traum-)Erlebnissen noch esoterische Darlegungen eingeflochten.

In einem sehr negativen (real stattgefundenen) Telefonat mit meiner Mutter am 21.Jun.1993 äußerte diese, dass sie nicht (irgendwelche Qualen oder Kummer meinetwegen) erleiden würde, mir aber wünschen würde, dass ich leide! Kann man sich so etwas vorstellen?


Ich hatte dies völlig vergessen gehabt und erst im Jahre 2007 wieder gelesen und dachte dabei, ich träume! Damals hatte ich dann notiert: „Ich brauche mir um meine Mutter keine Sorgen zu machen (was ich anscheinend immer wieder getan habe); sie würde sich nie etwas antun. Sie ist völlig gefestigt, sie fühlt sich immer im Recht und zweifelt prinzipiell nicht an sich. Sie leidet auch nicht; es geht ihr gut“.


Am 14. Juli 1993 habe ich (dann „zufällig) den Film >Herbstsonate< des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergmann mit den Schauspielerinnen Liv Ullmann und Ingrid Bergmann (letztere spielte die Mutter) im Fernsehen gesehen, bei dem ich große Parallelen zu der Beziehung mit meiner Mutter festgestellt habe. Die von Liv Ullmann gespielte Tochter fragt ihre Mutter: „Ist mein Leiden deine heimliche Freude?“ und an anderer Stelle: „Ist das Unglück der Tochter der heimliche Triumph der Mutter?“ Die Mutter gesteht in dem Film: „Ich war selbstsüchtig, dumm und kindisch“. Sie hat in ihrer eigenen Kindheit nie Liebe, Nähe, Wärme und keine Berührungen durch die eigenen Eltern erfahren. Sie ist gefangen in sich selbst, kalt, gefühllos, ja seelenlos.


Nach einer von mir persönlich erstellten nicht-repräsentativen Statistik hatten circa 80 % aller meiner ungefähr 20 näheren Freundinnen, die fast alle etwas älter sind als ich, keine gute, liebevolle Mutter, wie dies von diesen Freundinnen selbst ausgesagt wurde. Auch kenne ich manche dieser Mütter und kann nur von diesem relativ oberflächlichen Eindruck schon ihre ganze Egozentrik erahnen.


Umgekehrt sind viele meiner Freundinnen selbst Mütter geworden und von ihnen sind wiederum umkehrt ca. 80 % selbst eher gute, liebevolle und verständnisvolle Mütter. Allerdings kenne ich auch den Fall einer Freundin von mir, die wiederum mit dem Hintergrund ihrer eigenen furchtbaren Mutter selbst so gestört wurde, dass sie ihren Kindern gegenüber doch auch diverse Fehlverhaltensweisen zeigte. In einem anderen Fall hat gerade eine etwas fehl angelegte Liebe zum eigenen Kind eine gewisse eigenartige Psychopathie bei diesem bedingt.


(Im Kapitel Nr. 38 >Freundschaft< ist allerdings thematisiert, dass ich im Laufe von 15 Jahren fast alle meine Freundinnen verloren hatte, jedoch ab dem Jahre 2008 noch einmal verschiedene >Freundschaften< zurück gewonnen habe oder neu aufbauen konnte, was sich allerdings zwischenzeitlich wieder geändert hat und jederzeit ändern kann.)


Am 01. Januar 1997 (also dem Neujahrstag12, der ja für das ganze kommende Jahr eine gewisse prophezeiende Bedeutung haben soll) hatte ich meine Mutter zu mir eingeladen gehabt, wobei ich sie auf jeden Fall abends mit dem Auto wieder nach Hause fahren wollte. (Ich hätte sie auch abgeholt; das aber wollte sie nicht wegen der Aufrechterhaltung ihrer Selbständigkeit.) Im letzten Drittel des Kontaktes kam es dann leider wieder einmal zu einem Disput13 durch Meinungsverschiedenheiten bezüglich einer rechtsanwaltlichen Sache, die ich für sie und mich abhandeln musste.


Obwohl sie in Wahrheit von nichts Fachlichem eine Ahnung hatte, vertrat sie jedoch dominant ihre Anschauung und wischte sinngemäß alle meine Argumente mit einem Handstreich vom Tisch. An einem bestimmten Punkt ließ ich es dann von meiner Seite aus zu einem absoluten Streit kommen (den ich sonst immer versucht habe zu vermeiden), allerdings als Reaktion auf ein bestimmtes übliches Verhalten von ihr: Sie gab nämlich häufiger ungefragt eine Beurteilung über meine Person ab: Ich würde mir zu viele komplizierte Gedanken machen usw.


An diesem Tag habe ich mich dagegen einmal massiv zur Wehr gesetzt, während ich dies sonst schon x-mal in früheren Jahren über mich hatte ergehen lassen. Daraufhin setzte sich eine lange Folge von Differenzen in Bewegung, die erneut aufflackerten, als wir schon auf der Straße waren, und ich sie mit dem Auto nach Hause fahren wollte. Es kam so weit, dass sie darauf bestand, mit dem Bus zu fahren und sie mir partout14 nicht zum Auto folgen wollte.


Als klar war, dass sie unbedingt ihren Willen (selbst zu ihren Ungunsten) durchsetzen wollte, habe ich sie zwangsläufig auf der Straße stehen lassen und bin in meine Wohnung zurückgekehrt, wobei ich mich nicht wohl gefühlt habe. Das ganze Geschehen hatte mich damals seelisch unglaublich mitgenommen; denn es war eine sich mehrfach wiederholende Situation ohne wahre Hoffnung auf eine Lösung, wie sich dies auch bis zu ihrem Tode bewahrheiten sollte.


Als ich das Geschehen vom 01.01.1997 dann protokollierte, kam mir erst zu Bewusstsein, dass der Disput im Grunde bereits einen ganz anderen Hintergrund gehabt hatte (als den von rechtsanwaltlichen Dingen). Es gab nämlich vielleicht eine Stunde davor bereits eine Gesprächssequenz, wo sie mich total „sauer“ gemacht hatte, ich dies aber mehr oder weniger ohne Auseinandersetzung weggesteckt hatte. Jedenfalls glaubte ich dies zunächst. In dieser Gesprächssequenz hatte mich meine Mutter total „auflaufen“ lassen mit ihrer erstaunlichen selbstbehauptenden Unlogik. In Wahrheit war bereits hier der Keim für alles Spätere an diesem Tag gelegt; denn ich war doch sehr stark „bedient“ (frustriert15) gewesen über ihr Verhalten.


Ich empfand ihr Verhalten bereits als ein erstaunliches Wirksamwerden von Widergöttlichkeit mir gegenüber, um nicht zu sagen: „Bereits da hatte sie sich zu satanischem Verhalten geöffnet gehabt“. Dies waren meine Worte in dem damaligen Protokoll. Ihre erstaunlich verblüffende Art der Unverschämtheit „wurmte“ eben doch unbewusst (bzw. halbbewusst) weiter in mir.


Ich könnte nie im Leben schildern, wie ihr diese spezifischen Unverschämtheiten gelungen sind; denn wie sie mir einmal glaubhaft versicherte, hatte sie selbst überhaupt kein Bewusstsein darüber. Und damals analysierte ich: „Durch ihre immer / ständig bereite (lauernde) Selbstbehauptung um jeden Preis haben die Dämonen wunderbares Spiel durch sie und ich sehe mich dem dann ausgesetzt“.


Als sie mich in der ersten Gesprächssequenz bereits hatte auflaufen lassen, war eigentlich schon das Maß des Erträglichen bei mir voll gewesen, obwohl ich die Unverschämtheit zunächst scheinbar „erfolgreich“ ertrug bzw. neutral über andere Dinge mit ihr sprach. Als dann aber die zweite Unverschämtheit nach der rechtsanwaltlichen Sache kam, lief es sofort bei mir über und ich verwahrte mich stärkstens dagegen.


Ich protokollierte damals: „Sie begreift letztlich natürlich alles nicht. Und sie hat keine wirkliche Selbsterkenntnis und –kontrolle darüber. Und ich bin immer nur begrenzt fähig, solche Unverschämtheiten zu ertragen – ob diese von ihr nun schuldhaft oder unschuldig geschehen sind“. Wenn ich an diesem Neujahrstag gleich beim zweiten Mal reagierte, so war es eben so, dass ich über z.B. vier Wochen hinweg dann schon andere Dinge ertragen hatte ohne Gegenwehr oder Disput.


Allerdings gab es einmal, ein einziges Mal (circa zehn Monate vor ihrem Tod, also ungefähr im März 2007) eine Situation, wo sie mir eine bestimmte Nachricht aus dem Fernsehen schilderte, die mich entsetzte. Ich weiß die Nachricht noch genau, kann aber nicht darüber sprechen. Als ich meine Mutter dann mit wahrhaftigem Entsetzen fragte, wieso sie mir dieses erzählte, obwohl sie wusste, dass ich es nicht ertragen würde, sagte sie mit einmaliger echter Betroffenheit: Sie wüsste selbst nicht, warum sie dies gesagt hätte; sie würde sich selbst nicht verstehen.


Und sie verurteilte sich tatsächlich selbst dafür und entschuldigte sich mehrmals. Ich bin dann verständnisvoll auf sie eingegangen und habe gesagt, dass man manchmal wie von fremden Mächten beherrscht sei, worüber sie an dem Punkt regelrecht dankbar war, dass ich sie entschuldigte. Natürlich konnte ich grundsätzlich über esoterische Dinge nicht mit ihr sprechen, wie man dies sowieso mit kaum einem Menschen kann, selbst nicht mit spirituellen Menschen, die alle ihre eigenen festgefahrenen Anschauungen haben.


Die erste Ärgernis-Situation am 01.01.1997 hatte mir bereits kurz danach sehr zu denken gegeben. Es war an der Art und Weise meiner Mutter etwas unglaublich Unlauteres, wozu mir verschiedene Gedanken kamen:


a) Einmal hat die Autorin MAEVE BINCHY in einem ihrer Romane eine ähnliche Kommunikation zwischen einer Mutter und einer Tochter beschrieben. Ich weiß noch, wie mir damals „der kalte Kaffee“ vor Wut „hochkam“ beim Lesen über diese Mutter. Ich hätte diese beschriebene Frau aus Solidarität mit der Tochter damals stellvertretend töten können, so unglaublich unverschämt fand ich die Aussagen der Mutter - fast noch schlimmer als diejenigen meiner eigenen Mutter.


In Wahrheit war die Art jedoch vollkommen entsprechend. Leider weiß ich den Titel des Romanes nicht mehr. Ich habe die Literaturstelle mehrere Jahre nach dem Lesen einmal erneut gesucht, und sie leider nicht wieder gefunden. MAEVE BINCHY hat mehrere Bestseller-Romane16 geschrieben, die ich fast alle gelesen habe. Anders, als ich dazu in der Lage bin, hat MAEVE BINCHY die Gesprächssequenz wortwörtlich beschrieben, was ich eine unglaubliche schriftstellerische Leistung finde. Ich wusste die Worte meiner Mutter schon eine Sekunde später nicht mehr, weil alles so unlogisch und perfide17 war, dass ich dies nie repetieren18 konnte.


Fortsetzung folgt im Teil H zum Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen<.


1 GOLAS/S.64

2 GOLAS/S.64f.

3 Märtyrer: FN bei >Vorspann< (Teil C) und Text im Kap. 62-A >Whistleblower< und Text im Kap. 69-B >Allmacht Gottes<.

4 Ketzer: Jemand, der vom allgemein gültigen Glauben (oder von der herrschenden Meinung) abweicht; Abtrünniger, Irrgläubiger (HERMANN/Rechtschreibung/S.545).

5 Heilige: FN bei 24-D >Ashram<.

6 GOLAS/S.65

7 dialektische Menschen: FN bei 1-A >Einleitung<.

8 Ahriman: FN bei 6-B >Stigmata< und über Geld als „Ahrimanische Kraft“ bei 46-D >Existenzsicherung<.

9 verifizieren: FN bei 53-A >Hoffnung<.

10 fiktiv: FN bei Kap. 15 >Kosmische Phänomene<.

11 Kryon: FN bei 54-A >Wahnsinn oder unendliche Liebe<.

12 Neujahrstag: siehe FN zu „Silvester“ im Kapitel 45-F >Seelenwachstum<.

13 Disput: FN bei 12-B >Schwarzer Magier<.

14 partout: FN bei 51-J >Sonderaufstieg<.

15 frustrieren: 1. die Erwartung von jemandem enttäuschen; jemandem bewusst oder unbewusst ein Bedürfnis versagen; 2. (veraltet) vereiteln, täuschen (D/F/S.252).

16 MAEVE BINCHY (alle Romane erschienen in der Droemerschen Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München): A) Unter der Blutbuche. B) Irische Freundschaften. C) Im Kreis der Freunde. D) Silberhochzeit. E) Echo der vergangenen Tage. F) Jeden Freitagabend. G) Die Irische Signora.

17 perfide: FN bei 27-N >Spirituelle Gemeinschaft<.

18 repetieren: wiederholen (D/F/S.628).