Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (62)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Aurisches Wesen (13.H) Doppelbindung

…das Böse ist immer und überall

 

 

(Es wird hier die Aufzählung fortgesetzt, die in Teil 13-G mit Aussagen der Autorin MAEVE BINCHY begonnen worden war.)

 

b) Ich habe einmal 1992 erlebt, wie die circa 10-12 Jahre alte Tochter einer ehemaligen Freundin von mir ähnlich unlauter mit ihrer Mutter umgesprungen ist. Aber da ging diese Unlauterkeit von dem frechen, aufgeweckten und intelligenten Mädchen aus, welches sonst durchaus ein nettes Kind war.

 

Ich hatte dies damals sofort meiner Freundin gegenüber problematisiert, die jedoch dies ganz gelassen aufgenommen hatte, auch weil ihr die unglaubliche Unverschämtheit ihrer Tochter überhaupt nicht hinreichend bewusst war – bis ich dies ansprach. Es war von diesem Mädchen ihrer Mutter gegenüber ziemlich gemein, wobei mir auch da ein Rätsel war, wieso diese Tochter sich so verhielt. Mich hatte das Verhalten akut doch recht befremdet.

 

c) Zu meinem nachträglichen Entsetzen muss ich sagen, dass mein ehemaliger Lebensgefährte, den ich als meine große Liebe charakterisiert habe (siehe Kapitel Nr. 37 >Eifersucht<), in einzelnen problematischen Situationen eine leicht (!) ähnliche Kommunikation an den Tag legte, wobei er sonst keinerlei Ähnlichkeit mit meiner Mutter hatte, und auch im Prinzip ein liebevoller, anständiger Mensch war und er mich definitiv geliebt hat (wie ich ihn ebenfalls geleibt hatte). Wenn diese Art bei ihm auftrat (was in sechs Jahren vielleicht dreimal geschehen war), brachte sie mich auch akut zur Weißglut und ich reagierte auf ihn entsprechend aggressiv.

 

d) Ich erinnerte mich auch an ein ähnliches Geschehen aus meiner Kindheit in einzelnen Situationen, in denen eine Art Doppelbindungs-, Ohnmachts-, Demütigungs-, Kränkungssituation stattfand, in der ich selbst intern keine Handlungsmöglichkeit hatte. Einzige Lösung wäre gewesen, man hätte den gesamten Kontext[1] abgebrochen (aufgelöst), wozu man als Kind doch schwerlich in der Lage ist, geschweige denn die Macht darüber hat.

 

Ausgangspunkt war (oder ist) dabei, dass mir selbst an irgendeinem Faktor etwas gelegen war, ich also irgendwie engagiert war. Genau dadurch hat der Andere aus irgendeinem Grund eine Macht ergriffen bzw. hat begonnen, Machtmissbrauch zu vollziehen, wenn eben keine hinreichende (allgemeinmenschliche) Liebe zwischen dem Anderen und mir herrschte.

 

Warum dies in dem Moment dem anderen Menschen mir gegenüber ein Anliegen war (wobei die Hypothesen von mir auch für andere Betroffene gelten würden), ist mir bis heute ein gewisses Rätsel. Allerdings habe ich Verdachtsmomente, die einfach generell in einem Element der Unlauterkeit des Egos von Menschen bestehen, wo der eine sich dem anderen gegenüber mehr behaupten will.

 

Im entscheidenden sind von PAUL WATZLAWICK (u.a.)[2] diese Doppelbindungssituationen[3] geschildert, die im extremen Fall beim Menschen zum Wahnsinn[4] führen können, also zu Psychosen[5] usw. - Ich war selbst einmal real einer solchen Doppelbindung durch eine leitende Person in der >Spirituellen Gemeinschaft< (Kap. 27-B) ausgesetzt. Eventuell habe ich auch noch in einem weiteren (dritten) Kapitel etwas über die Doppelbindung geschildert, weiß aber nicht mehr, wo.

 

Im Kapitel Nr. 48 >Okkulter Gehorsam< sind Verhaltensweisen von indischen Gurus geschildert, die vermutlich etwas Ähnliches bewirken wie die von WATZLAWICK beschriebenen pathologischen Doppelbindungssituationen, indem die Gurus durch Manipulation den Zusammenbruch von irdischen Strukturen des Egos beim Devotee[6] bewirken.

 

Wahrscheinlich ist es sogar so, dass meine Mutter die geistige Aufgabe übernommen hatte, so etwas bei mir auf karmische Weise zu erzielen, wogegen ich mich jedoch zutiefst gewehrt habe und immer wehren würde, wenn die geistigen Entwicklungsprozesse nicht irgendwie anders bewerkstelligt werden können. Leider habe ich insgesamt schicksalsmäßig eben doch Dinge erleben müssen, die alle diesen Anklang haben, wie dies letztlich im Kapitel Nr. 54 >Wahnsinn oder unendliche Liebe < geschildert ist.

 

Am 01.01.1997 musste ich unmittelbar nach der ersten Ärgernis-Situation durch meine Mutter denken: „Das Böse ist immer und überall“, wie der Titel oder die Liedzeile eines Musik-Hits der Münchener Band „Die erste Allgemeine Verunsicherung“ hieß. Diese Zeile drängte sich mir unmittelbar auf und ging mir überhaupt nicht mehr aus Sinn.

 

In Bezug auf meine Mutter behauptete ich schon damals in meinem Tagebuch: „Alle problematischen Situationen zwischen ihr und mir sind ausgelöst durch das Böse in meiner Mutter“. Das Böse wirkt durch meine Mutter, ohne dass diese es weiß; aber trotzdem dient sie dem Bösen. Ich schwor mir, dies niemals außer Acht zu lassen. Ohne meine Mutter könnte dieses Böse mir gegenüber nicht entsprechend wirken.

 

In der Esoterik wird Unwissenheit letztlich als Sünde bezeichnet. Auf der anderen Seite steht das christliche Verzeihen, was hier im Kapitel Nr. 50 >Neues Gebot< geschildert ist. Jedoch bin ich der Meinung, dass sich in dem akuten Leben durch das nachträgliche Verzeihen nichts an dem Fehlverhalten des Menschen ändert; außer vielleicht durch die Läuterung im Nachtodlichen Leben[7] für die nächste Inkarnation. Jedoch glaube ich, dass ich durch die Auseinandersetzungen mit meiner Mutter doch in Wahrheit auch bei ihr insgeheim etwas zum Guten bewirkt habe, auch wenn ich dies schwer nachweisen kann.

 

Es fielen mir dann bei Protokollierung auch die Fehler und Bösartigkeiten von anderen Menschen / Bekannten ein, und ich musste von mir aus gemäß den Aussagen von >Jesus, dem Christus Gottes< im Neuen Testament[8] denken: „Kein Mensch ist gut“! Und ich erkannte, dass letztlich meine Mutter auch nicht schlechter war als viele andere Menschen.

 

Und ich dachte: „Alle Menschen sind schlecht“, wobei ich dies gerechterweise dann auch auf mich selbst beziehen musste. Und ich erkannte, dass ich allein deshalb nicht besser war, weil es mir eben (z.B. meiner Mutter gegenüber) nicht gelang, das Schlechte/das Böse schon im Keim aufzulösen. Dadurch konnte das Böse voll zur Wirkung kommen.

 

Am 02. Januar 1997 war ich durch die Auseinandersetzung mit meiner Mutter vom Vortag in einem sehr geschwächten Zustand. Gleichzeitig herrschte in mir eine völlige Hilflosigkeit in Bezug auf jegliche Art von Versöhnung – einfach, weil die Konflikte zum hundertsten Male passiert waren. Ich hatte keinerlei Antrieb aufzustehen. Das Ganze belastete mich doch sehr.

 

Auch war ich in Sorge, ob und wie meine Mutter am Abend davor nach Hause gekommen war. Ich machte mir auch selbst Vorwürfe – trotzdem sah ich, dass alles unumgänglich so sein musste. Es war einfach der jeweilige damalige Seins-Zustand von meiner Mutter und von mir. Dieser würde sich auch kaum ändern können, da ich wiederum unfähig war, mich gegen ihre Zumutungen so zu wehren, dass sie diese von vornherein sein ließ.

 

Und sie war eben auch in keiner Weise in der Lage, sich zu entwickeln, so wie alle egozentrischen Menschen es nicht nötig haben zu lernen. Ich schrieb: „Die aus der Egozentrik resultierende Angstfreiheit im sozialen Kontakt verhindert ein ´Lernen aus Angst`, wenn es schon aus Liebe sowieso nicht geschehen kann, da diese nicht hinreichend vorhanden ist“.

 

Und ich gestand mir ehrlich ein, dass meine Selbstliebe dann auch größer und meine Abneigung gegen das Böse doch enorm groß war, so dass ich in den Situationen nicht anders handeln konnte. Tatsächlich erkennen viele Menschen dieses Böse überhaupt nicht, während es mir regelrecht „in die Augen springt“.

 

Die Auseinandersetzungen mit meiner Mutter und noch mehr meine daran anschließenden seelischen Prozesse waren für mich immer extrem schwerwiegend. Im Herbst 1997 hatte ich einmal die Ahnung, dass dies tiefere Ursachen haben musste. Es stiegen in mir folgende Hypothesen auf:

 

Am 28. September 1997 hatte ich (im Zusammenhang mit einer der vielen Streitigkeiten) einmal einen entsetzlichen Zustand involutionärer[9] Vernichtung (was eine unglaubliche unsichtbare, geistige Qual war), und es schloss sich daran die meditative Erkenntnis, dass von meiner Mutter mir gegenüber von Geburt an Vernichtungsaspekte ausgegangen sein müssen.

Tatsächlich war die Zeugung meines Lebens ein sozusagen sexueller Fehltritt zwischen ihr und meinem Vater gewesen (monatelang, bevor sie dann zwangsläufig geheiratet haben) und sie hat definitiv eine Abtreibung meines Fötus in Betracht gezogen, was sie mir einmal erzählt hat.

 

Dieses Ansinnen meiner Mutter nehme ich ihr gar nicht übel; denn ich selbst habe ja auch im Jahre 1980/1981 einen legalen Schwangerschaftsabbruch vollziehen lassen (geschildert im Kap. 30-D >Erdgebundene Seele), als ich von esoterischen Dingen noch keinerlei Ahnung hatte und auch religiös noch nicht hinreichend ausgerichtet war. Der Unterschied zu meiner Mutter ist eben, dass ich bereits in ihrem Leib all die schrecklichen Differenzen zwischen ihr und meinem Vater und ihr ganzes Gefühlschaos des Hasses auf ihn und auf mich ohne Bewusstsein miterleben musste und dann ja doch auf der Erde geboren worden bin.

 

Real war auch die Hochzeit meiner Eltern eine totale Katastrophe, woran sich sogar noch eine ältere Cousine von mir bis heute erinnert. Es existiert ein offizielles Hochzeitsfoto, was es in dieser Art und Weise garantiert kein zweites Mal auf dieser Erde gibt (ich besitze dieses immer noch). Nicht einmal zum Schein versuchten meine Eltern irgendeine Harmonie darzustellen. Sie blickten demonstrativ beide in eine entgegengesetzte (voneinander wegzeigende) Richtung.

 

Ihr Verhalten zueinander und auch ihr Gesichtsausdruck waren von absoluter Feindseligkeit geprägt. Gleichzeitig waren sie extrem abgemagert – fast schlimmer als die Juden, die aus den Konzentrationslagern befreit worden sind, was die anderen Menschen nicht in dem gleichen Ausmaß waren. In dem Unterleib einer solchen Mutter befand ich mich nun schon als mehrere Monate alter Fötus. Trotzdem war nicht einmal der Ansatz einer Schwangerschaft bei meiner Mutter zu sehen. Dass solch ein Foto überhaupt entstanden ist, liegt an der Beteiligung noch anderer Menschen, was ich zur Aufrechterhaltung meiner Anonymität nicht näher darlegen kann. Denn ansonsten hätte kein Fotograf ein solches Foto hergestellt.

 

Allein hieraus muss man schlussfolgern, dass sich diese Vernichtungsaspekte auf mich als werdender Mensch insgesamt bezogen haben. Jedoch davon unabhängig, hat sich diese Vernichtung dann später garantiert auch auf den in mir wohnenden Geistfunken, auf meinen Christus-Aspekt, bezogen. In diesem Zusammenhang möchte ich auf meinen Traum vom 28.07.1980 hinweisen, wo ich ein >Baby< (bzw. einen Embryo) in einem Marmeladenglas verstecken musste. Näheres siehe im dortigen Kapitel Nr. 32-A.

 

In der Nacht zum 29. September 1997 hatte ich den Traum bzw. im Halbschlafzustand die Imagination[10], dass meine Mutter rechts neben mir auf dem Sofa saß und ich ihr gegenüber von meinen Konsequenzen einer Distanzierung gesprochen habe. Da fing sie an zu weinen, krümmte sich dabei und sagte: Sie wolle dann nicht mehr leben, wenn ich keinen Kontakt mehr zu ihr haben wolle.

 

Dies entsprach niemals ihrem realen Verhalten. Im Traum legte ich jedoch meinen rechten Arm um sie, blieb aber in Wahrheit (auch im Traum) distanziert und hatte auch nur begrenzt Mitgefühl; denn ich wusste, dass sie in ihr schreckliches, egozentrisches Naturseelenwesen zurückfallen würde, wenn ich nicht distanziert bleiben würde.

 

Auch am 06. Oktober 1997 hatte ich wiederholt diese involutionären Vernichtungsgefühle erlebt gehabt. In der darauffolgenden Nacht hatte ich dann auch einen Traum, der m.E. diese Vernichtungsgefühle symbolisierte: Ich war bei Nacht unter freiem Himmel, wo ich mich zur Ruhe legen wollte. Da waren jedoch ganz in der Nähe mehrere schwarze Hauskatzen (auch junge Kätzchen waren dabei) die dort herumtobten und dabei extrem aggressiv zueinander waren. Die Aggressivität artete in eine Bedrohlichkeit aus, und ich hatte das Gefühl, sie rechtzeitig verscheuchen zu müssen. Dies tat ich dann auch mit einem Tuch.

 

Da kam jedoch plötzlich in einem 90-Grad-Winkel zu den Katzen ein völlig anderes Tier auf mich zugeschossen. Dieses Tier war zwar nicht sehr groß, aber sehr gefährlich, denn es hatte einen Krokodilskopf mit einem entsprechenden Gebiss. Ich schleuderte dem Tier schnell das Tuch entgegen, um es abzuwehren, was mir jedoch nicht richtig gelang; denn das Tier erfasste das Tuch mit seinem Maul und fraß sich wie zu mir hin. Dabei konnte ich gerade noch rechtzeitig meine Hand über seinen Kopf hinweg retten und dem Krokodil eine leere Toilettenrolle ins Maul stopfen. Da wachte ich dann auf.

 

Ich erinnerte mich, schon früher einmal bei WEINFURTER über ein krokodilsähnliches Tier gelesen zu haben, welches eine bestimmte Bedeutung hat. Dieses Tier spielt im Ägyptischen Totenbuch eine Rolle, wo auf einer Abbildung eine große Waage ist. Auf der rechten Seite an dieser Waage kniet der Gott Anubis und wiegt ein menschliches Herz, das auf der rechten Schale liegt. Auf der linken Seite an der Waage (nicht der Schale) sitzt ein krokodilsähnliches Ungeheuer, das „Am-mit“ heißt.

 

Es ist dies der sog. „Seelenverschlinger“ (oder „Verschlinger der Toten), der jene verschlingt, die als unwert befunden werden und deren Herz durch Sünden beschwert ist. Dieses Verschlingen der Seele steht den Anschauungen entgegen, die meinen, dass jede menschliche Seele unsterblich sei. Diese Unsterblichkeit ist jedoch dann nicht der Fall bei einem Menschen, wenn es diesem im letzten Leben nicht gelang, jenen göttlichen Funken zur Flamme zu entfachen, der im geistigen menschlichen Herzen wohnt. Dessen Seele wird dann einige Zeit später nach dem Tode des physischen Körpers ebenfalls aufgelöst[11].

 

Es ist nun so, dass ich schon zu der damaligen Zeit des Traumes mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen durfte, dass bei mir der Geistfunke bereits angefacht worden war und auch meine Seele schon den Status der Unsterblichkeit erlangt hatte (siehe das Kapitel Nr. 21 >Homo Coelestis). Eventuell darf ich sowieso davon ausgehen, dass ich zu der sog. Sternensaat gehöre, die bereits versiegelt sind und insofern gar nicht verloren gehen können (siehe die Kapitel Nr. 14 >Ursprungsfamilie< und Kap. Nr. 51 >Sonderaufstieg).

 

Ich habe somit die starke Vermutung, dass sowohl meine Vernichtungsgefühle im Grunde genommen Projektionen meiner Mutter waren, und auch der Traum eigentlich die Gefahr bezeichnet hat, die im Grunde genommen auf meine Mutter nach ihrem Tode lauert, so wie ich auch noch später hier in diesem Kapitel die Befürchtung ausgesprochen habe, dass meine Mutter in die Hände von Ahriman[12] (eine der widergöttlichen Wesenheiten; siehe FN im Kap. 6-B >Stigmata) gefallen sein könnte.

 

Dies ist in Wahrheit für mich alles sehr erschütternd. Auch wenn ich hier sehr schlecht über meine Mutter spreche, was allerdings alles der Wahrheit entspricht, so habe ich doch unzählige Male auch für meine Mutter gebetet. Ich habe >Jesus, den Christus Gottes< gebeten, sich ihrer zu erbarmen und Seine heilige Vaterliebe auf sie hernieder zu senken, auf dass diese sich in ihrer Bösartigkeit bekehren möge. Trotz der Qualen, die sie mir verursacht hat, habe ich den christlichen Segen, den sonst nur ein Pfarrer oder Priester in der Kirche spricht, für sie innerlich gesprochen:

 

            „Geliebter Jesus Christus,

            bitte, segne und behüte meine Mutter,

            bitte, lasse Dein Angesicht leuchten über ihr

und sei ihr gnädig.

Bitte, erhebe Dein Angesicht auf sie

und gib ihr Deinen Frieden“.

 

Diesen Segen habe ich jahrelang auch übrigens mindestens einmal pro Tag für mich selbst in einer entsprechenden Umformulierung gesprochen, so dass ich um den Segen für mich selbst bitte. Und ich spreche ihn noch heutzutage immer innerlich für mich, wenn ich meine Wohnung verlasse und im Treppenhaus bin.

Bezüglich solcher sakramentaler Handlungen siehe das Kapitel Nr. 23 >Priesterseele<, wonach letztlich jeder Mensch „priesterlich“ werden sollte, und dies nicht einfach eine Anmaßung von mir ist.

 

Am 11. Dezember 1999 schenkte mir meine Mutter im Traum ein besonderes Besteck; es war wie getöntes Glas vergoldet. Nach Deutungen bei SIEGERT symbolisieren Gabel und Messer das Durchsetzungsvermögen und die Willenskraft nach der Einfügung in den Willen Gottes[13]. Dass ich durch die Auseinandersetzungen mit meiner Mutter zu diesen Fähigkeiten trainiert worden bin, kann man sich schon weltlich vorstellen. Hinzukommt als Positives die goldene Farbe[14] als Symbol von Weisheit und Leuchtkraft[15].

 

Über das Glas habe ich hier erst am 24.11.2014 ergänzt, dass dieses das Symbol für einen geläuterten Zustand sein soll, wo vorher die ungeläuterten Teile des Kies-Gesteins durch verschiedene Prozesse so vereinigt worden sind, dass alle Teile nun auf eine und dieselbe Weise die Sonnenstrahlen aufnehmen können und durch sie völlig erleuchtet, also überaus lichtgesättigt werden können. Gleichzeitig können sie das aufgenommene Licht ganz ungehindert durch sich gehen lassen[16].

 

Am 24. Dezember 1999 (dem Heiligen Abend) war es wieder einmal zu einer gewissen Auseinandersetzung mit meiner Mutter gekommen. Dabei hatte ich mich an einer Stelle über sie aufgeregt, wobei mir dazu unmittelbar bewusst geworden war, dass meine Abneigung resultierte aus einer extremen Unwahrhaftigkeit von ihr. Zudem wurde mir bewusst, dass sie sich in ihrer Bösartigkeit nicht scheute, einfach kleine Dinge so zu verdrehen, dass dabei dann eine totale Unwahrheit herauskam.

 

Sie glaubte, so etwas sei legitim, und sie erkannte in keiner Weise, dass sie durch solche verdrehten Kleinigkeiten m.E. permanent Unrecht in die Welt setzte. Sie glaubte, alle diese Rechtsverdrehungen seien im Sinne von Selbstverteidigung akzeptabel. Dies sind meine Interpretationen, die ich bereits zu dem damaligen Zeitpunkt angestellt habe und heutzutage (Aussage vom Dez.2015) immer noch für zutreffend halte.

 

Dann war mir durch die Auseinandersetzungen am 24.12.1999 aufgefallen, dass bezüglich einer jeglichen >Tyrannei< (Kap. 7), der ich in den verschiedenen Wohnungen ausgesetzt war, und durch die ich mich schwer in meinem Lebensgefühl beeinträchtigt gefühlt habe, meine Mutter keinerlei Mitgefühl mit mir aufbrachte. Und es war mir an dem Heiligen Abend bewusst geworden, weshalb sie mit mir keine Empathie[17] bezüglich dieser >Tyrannei< aufwies:

 

Sie glaubte nämlich, dass sie bereits in ihrem Leben Ähnliches (bzw. Gleiches) hatte ertragen müssen, u.z. durch ein benachbartes Ehepaar. Dieses Ehepaar hatte sich wohl häufiger – auch des Nachts – lautstark gestritten. Das Ehepaar hatte also Unfrieden miteinander (und befand sich insofern in einer Notlage) und die anderen Nachbarn (so wie meine Eltern) haben dies zwangsläufig mit angehört. Jedoch richtete sich der daraus resultierende Lärm in keiner Weise gegen meine Eltern und war also überhaupt nicht auf diese bezogen.

 

Ich versuchte nun meiner Mutter klar zu machen, dass sich jedoch die >Tyrannei< gegen meine Existenz richtete bzw. der Lärm von der damals in Berlin-Marienfelde über mir wohnenden Mieterin mit ihrem Lebensgefährten (im Kapitel 7-B >Tyrannei< als „Chaos-Pärchen“ bezeichnet) aus purer rücksichtsloser Lebensfreude ohne jegliche Not erfolgte und dann in reine Schikane[18] mir gegenüber ausartete.

 

Meine Mutter hörte sich am 24.12.1999 zwar meine Darlegungen an, ich merkte dann allerdings an ihrem völlig indifferenten[19] und leeren Gesichts- und Augenausdruck, dass sie es jedoch in Wahrheit (wie alles, was ich sagte) überhaupt nicht verstanden hatte, weil sie es nicht mit dem Herzen aufnahm. So war es generell mit zahllosen Dingen: Sie verglich alles mit sich und erkannte in keinster Weise, dass immer alles ganz anders war, weil sie es nur total oberflächlich aufgriff. Sie ging – wie leider viele Menschen – der Wahrheit überhaupt nicht auf den Grund.

 

Fortsetzung folgt im Teil „i“ zum Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen<.

 



[1] Kontext: Zusammenhang (D/F/S.395).

[2] PAUL WATZLAWICK, JANET H. BEAVIN und DON D. JACKSON: Menschliche Kommunikation – Formen, Störungen, Paradoxien.

[3] Doppelbindungssituationen: Text hier im Kap. Nr. 13-H >Aurisches Wesen< und Text im Kap. Nr. 27-B >Spirituelle Gemeinschaft<

[4] Wahnsinn: FN bei 6-C >Stigmata<.

[5] Psychose: FN zu „Schizophrenie“ bei 54-E >Wahnsinn oder unendliche Liebe<.

[6] Devotee: FN zu „Darshan“ bei 24-E >Ashram<.

[7] Nachtodliches Leben: FN zu „Spiegelsphäre“ im Kapitel 7-D >Tyrannei< und FN zu „Vierte Dimension“ bei 39-B >Auftreten von Blitzen<.

[8] Die konkrete Bibelstelle weiß ich leider nicht (Anm.d.Verf.).

[9] involutionär: FN bei 12-C >Schwarzer Magier<.

[10] Imagination: FN bei 7-F >Tyrannei<.

[11] WEINFURTER/Mystische Fibel/S.199ff.

[12] Über Ahriman als weiterer „Widergöttliche Wesenheit, Teil II“ neben Luzifer habe ich ein Essay verfasst unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF bei dem Online-Verlag https://www.xinxii.com. Ich weise hier in dieser Autobiographie wiederholt aus existentiellen Gründen auf diese geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen hin (insgesamt sind es 25 Exposés über verschiedene esoterische Themen). Sie sind bei XinXii abrufbar unter der Kategorie „Esoterik“ ==> „Metaphysik“.

[13] SIEGERT/Märchen/S.74

[14] goldene Farbe: siehe auch Text im Kapitel 45-F >Seelenwachstum<.

[15] LENZ/S.250

[16] LORBER/Geistige Sonne/Bd.I/S.5f.

[17] Empathie: FN bei 1-A >Einleitung<.

[18] Schikane: böswillig bereitete Schwierigkeit, Bosheit (D/F/S.654).

[19] indifferent: unbestimmt, gleichgültig, teilnahmslos, unentschieden (D/F/S.320).