Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (66)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Aurisches Wesen (13.L) Pseudofreiheit

…sozial feindliche Affekte

 

 

In Wahrheit kann ich gar nicht begreifen, dass es so etwas alles real Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts noch gegeben hat. Dass so ein Mensch wie meine Mutter tatsächlich ihr ganzes Leben lang damit durchgekommen ist. Außer der Tatsache, dass mein Vater sie einmal fast getötet hätte, indem er ihr die Kehle durchschneiden wollte (was ich nur zu gut verstehen kann), konnte sie ihrer Egozentrik relativ stark Ausdruck verleihen. Allerdings bin ich ihr dann 22 Jahre lang entgegengetreten, was mich jedoch zutiefst angewidert hat.

 

Am 28. April 1999 hatte ich meiner Mutter real in einem Telefonat einmal angedeutet, dass mein Vater sie (auch) gehasst hätte (womit ich natürlich eigentlich wesentlich sagen wollte, dass ich sie hassen würde). Insgesamt (und nachträglich) finde ich diese telefonische Aussage von mir nicht so optimal, aber ich glaube, meine Mutter hatte mich damals auch wieder einmal sehr verärgert gehabt.

 

Als ich dann auch im direkten Kontakt über den Hass meines Vaters ihr gegenüber sprach, sah ich, wie vollkommen erstaunt sie über diese Aussage war. Ich legte dann noch einmal hinzu und fragte sie, ob sie sich denn gar nicht erinnern würde, dass mein Vater ihr einmal ein Messer an den Hals gesetzt hatte. Daran konnte sie sich zwar erinnern, aber sie bagatellisierte diesen Vorgang sofort und meinte, dies hätte mein Vater „nur“ aus Eifersucht getan, weil Kollegen ihn aufgehetzt hätten.

 

Meine Mutter war prinzipiell in ihrer ganzen Wesensart total schroff, wie es so etwas um das 21. Jahrhundert herum normalerweise gar nicht mehr in den Kulturnationen gibt. Glaubte sie, sich verteidigen zu müssen, dann nahm ihre Schroffheit solche Ausmaße an, dass sie den anderen Menschen (im Prinzip besonders mich) völlig negierte, ja in Wahrheit wollte sie mich unmittelbar vernichten – dies alles ohne nur auch einen Funken von reflektierendem[1] Bewusstsein.

 

Meine Mutter neigte auch sehr stark zur Vertrocknung, sowohl in Bezug auf sich selbst als auch z.B. auf ihre Zimmerpflanzen und das Bewässern des Gartens in der Sommerhitze. Alles, was Wasser gebraucht hätte, musste bei ihr darben. Als ich einmal bei ihr die Pflanzen gegossen habe und auch den Garten bewässerte (sie war im Krankenhaus), spross alles auf, alle Pflanzen bekamen neue Blätter, wuchsen und gediehen. Ich konnte diese Trockenheit auch für die arme Natur kaum mit ansehen. Selbst diese Natur wurde von meiner Mutter gequält.

 

Jegliches Gespräch darüber war absolut nicht möglich. Schon wenn drei Tropfen Regen vom Himmel fielen, glaubte sie, dass sie jetzt wieder eine Woche lang den Garten nicht bewässern musste. Dabei wusste ich definitiv aus eigener Erfahrung (mit einem Garten, der zu der Wohnung meines Lebensgeführten und mir gehört hatte) und wissenschaftlicher Untersuchung, dass ein bisschen Regen nicht einmal den Bruchteil eines Millimeters den Boden benässt.

 

Jegliche (zu 99 % Fehl-) Anschauung von ihr verteidigte sie wie ein Löwe mit den dümmlichsten und unsinnigsten Argumenten. Gleichzeitig legte sie dabei eine Unverschämtheit und eine Frechheit an den Tag, denen ich mit meiner allgemein menschlichen Moral und Kultiviertheit einfach überhaupt nicht gewachsen war.

 

Sie trank auch sehr wenig Flüssigkeit bzw. hatte erst im höheren Alter angefangen, sich zum Trinken zu zwingen, weil ihr die Ärzte dies verordnet hatten. Von früher Kindheit an hatte meine Mutter ihren größten Ehrgeiz darein gesetzt, mit so wenig Flüssigkeit wie nur möglich auszukommen – obwohl dazu keine objektive Notwendigkeit bestanden hatte.

 

Sie musste schon als Kind auf dem Feld mitarbeiten und verfügte dadurch über ungewöhnliche Körperkräfte für eine Frau ihrer Statur und ihres Alters. Noch in ihrem 83. Lebensjahr hätte sie einem anderen Menschen die Hand zerquetschen können bei der Begrüßung. Dies ist ihr mir gegenüber fast einmal gelungen, insofern sie mich real mit meinem Fingerring durch ihren Händedruck verletzt hatte. Seitdem hatte sie sich bemüht, ihre Kraft bewusst zurückzunehmen.

 

In der Kindheit hatte sie auf dem Feld so wenig wie möglich getrunken, auch wenn genügend Wasser vorhanden war. Darauf hat sie ihren ganzen Ehrgeiz angewendet und sich daraus eine persönliche Ehre gemacht. Ihr Organismus war generell fast völlig ausgetrocknet.

Bezüglich der Trockenheit gibt es Darlegungen von STEINER, die sich allerdings auf ätherische Vertrocknung beziehen.

 

Bei Menschen, die überhaupt keine spirituellen Impulse in sich aufnehmen, sondern zu einer materialistischen Verachtung des Spirituellen neigen, wie dies bei vielen Menschen der heutigen Zeit der Fall ist (und ebenfalls bei meiner Mutter war), schnürt sich der Ätherleib zusammen, er wird klein und trocknet aus. Ein solch ausgetrockneter Ätherleib hat dann eine große Anziehungskraft für ahrimanische Wesen. Die materialistische Gesinnung vertrocknet den Ätherleib und in diesen vertrockneten Ätherleib zieht dann Ahriman (= Mephistopheles) ein und lebt in diesem Menschen[2].

 

Entsprechend wie bezüglich des Ätherleibes soll sich dies auch immer mehr bezüglich der Seele des Menschen abspielen. Früher war der volle Körper (vermutlich ist der physische Körper gemeint; Anm.d.Verf.) von der vollen Menschenseele ausgefüllt. Heute bleiben die Körper bis zu einem gewissen Grad leer. Und bei all den Menschen, die keine spirituellen Impulse aus geistigem Wissen aufnehmen wollen, wird dann der Körper ausgefüllt von dämonischen Gewalten. Der persönliche Mensch wird nur scheinbar der Mensch sein, als der er sichtbar in Erscheinung tritt. Innen, in dem leeren Körper, wohnt in Wahrheit ein starkes ahrimanisches Wesen[3]. Dies ist zu meinem großen Entsetzen das, was ich bei meiner Mutter erlebt habe.

 

Meine Abneigung gegen meine Mutter war über 20 Jahre lang mit Hunderten von Auseinandersetzungen ins Unermessliche gewachsen. Dieses Unermessliche entsprach der vollkommenen Abwehr gegenüber der fremden Macht, die meine Mutter prinzipiell mir gegenüber auszuüben versuchte – u.z. dies neben der offensichtlichen Macht außerdem auch noch auf eine mir unbegreifliche unsichtbare (vermutlich astrale) Art und Weise, die sich bei mir in „ewigen“ (in diesem Leben) nicht begründeten Schuldgefühlen und Pflichtbewusstsein äußerte.

 

Dieses Unbegreifliche resultierte nicht nur von ihrer eigenen Kraft her, sondern eben daher, dass sie m.E. vollkommen im Dienste von Ahriman stand und von dieser widergöttlichen Macht in unfasslicher Weise gegen mich unterstützt wurde. Man versuchte, mich auch auf diese Weise unglaublich zu quälen.

 

Ich bin deshalb auch überzeugt davon, dass meine Mutter nach ihrem Tode zeitweise in die Hände von Ahriman gefallen ist, wie dies von STEINER bezüglich vieler (oder mindestens so einiger) Menschen dargelegt wird. Hintergrund dafür, dass bei einem Menschen während des Erdenlebens Ahriman herrscht, ist, dass dieser Mensch schon durch frühere Inkarnationen keinen hinreichenden Überschuss an Christus-Kraft sozusagen „erwirtschaftet“ hat.

 

Dies wäre jedoch notwendig, damit der Mensch im Erdenleben den Geist nicht verleugnet. Findet durch den Menschen dennoch eine solche Verleugnung statt, dann herrscht bei dem Menschen zwangsläufig der „ungeistige Geist“ (als welcher Ahriman von STEINER charakterisiert wird), und der Mensch weiß dann nur von der sinnlich-physischen Welt und hat den Heiligen Geist verloren[4]. Ahriman gilt übrigens auch als der „Herr des Todes[5].

Bei WILSON van DUSEN gibt es auch die sinngemäße Aussage: Wer sich selbst den Vorrang vor allen anderen gibt, der bildet eine Hölle in sich[6].

 

Ein starker Egoismus und ein starker Selbsterhaltungstrieb, welche beide meine Mutter charakterisiert haben, sind auch Merkmale für Menschen mit verbrecherischen Neigungen. Dabei wird von diesen Menschen das Leben paradoxerweise oberflächlich genommen[7], was durchaus auch bei meiner Mutter der Fall war. Sehr häufig hat sie zu mir gesagt, ich würde alles viel zu schwer nehmen – und das musste ich mir anhören von einem Menschen, der mir das Leben erst schwer und zur Hölle gemacht hat!

 

Die egoistischen, sozial feindlichen Affekte und Leidenschaften eines verbrecherischen Menschen fließen in dessen Willen ein und werden von da aus Glied der Welt zum Verderben der anderen Menschen[8].

 

Meine Mutter verfügte nun über einen außergewöhnlich starken Willen, wie er mir noch bei keinem zweiten Menschen in meinem persönlichen Leben begegnet ist (wobei es objektiv ganz sicher diverse Menschen mit entsprechender Willenskraft gibt). Dieser Wille war jedoch m.E. ihr Eigenwille und entsprach nicht unbedingt dem sog. „Willen Gottes“. Allein die von ihr ausstrahlende persönliche Willenskraft war mir immer ein Graus[9].

 

Von >Jesus, dem Christus Gottes< (Kap. 44) wird mittelbar durch die Prophetin GABRIELE Selbst kritisierend und sinngemäß ausgesagt, dass manche Mütter verlangen würden, dass das Kind den Willen der Mutter erfüllen soll. Dadurch würde das Kind so an die Mutter gebunden, dass es regelrecht versklavt wird von ihr. Die Mutter hält in so einem Fall das Kind als Eigentum[10].

 

Dies ist zwar in dem Ausmaß meiner Mutter bei mir nicht gelungen, aber ich vermute, dass bezüglich des Willens meiner Mutter ganz besonders das zugetroffen hat, was von STEINER über diese Willensentwicklung in der Menschheit ausgesagt ist. Denn der freie Wille (im Prinzip bei allen Menschen) wurde durch die Widergöttliche Wesenheit Ahriman verfrüht in den Menschen eingepflanzt, so dass dieser Wille mittelbar durch Ahriman mit einer Art von Pseudofreiheit begabt wurde. Wirkliche Freiheit müsste nämlich von Bewusstseinserkenntnis durchdrungen sein[11].

 

Statt des ahrimanischen Willens muss sich der Wille zum reinen Denken heraufheben. Sonst überträgt Ahriman den Willen auf individuelle dämonische Wesenheiten, von denen dann der betreffende Mensch gesteuert wird. Die ahrimanischen Geister haben zum Menschen Zutritt dadurch, dass das Gliedmaßen-System besonders stark (ohne Bewusstheit) angeregt wird[12], was definitiv bei meiner Mutter der Fall war.

 

Sie hat von frühester Kindheit an extrem schwer körperlich gearbeitet und konnte noch im hohen Alter kaum fünf Minuten still sitzen, sondern musste sich permanent (wie fremdgesteuert) betätigen. Wie ich schon erwähnte hatte, rannte sie trotz permanenter Schmerzen in ihren Füßen „wie ein fleißiges Bienchen“ herum. (Diese unwillkürliche Formulierung mit dem „Bienchen“ rührt mich auch irgendwie.)

 

Die stärkere Anregung des Gliedmaßen-Systems wirft auch Fragen auf bezüglich des heute völlig gesteigerten Fitness-Wahns über die Studios mit den entsprechenden mechanischen Geräten. Dass hierbei ein Bewusstseinsprozess stattfindet, habe ich noch nirgendwo gehört. Und die Verbindung mit den mechanischen (oder sogar elektronischen) Gerätschaften, die ja ebenso wie Maschinen ahrimanischer Natur sind, lässt auch nicht gerade auf spirituelle Impulse hoffen. Diese Gedanken kamen mir erst am 25.11.2014 und ich habe sie hier ergänzt.

 

Bei der heutigen Lebensweise, der viele Menschen (ich selbst auch) ausgesetzt sind, wo viele Tätigkeiten im Sitzen stattfinden, ist es natürlich die Frage, wie man sonst zu Bewegung gelangen soll, um die Muskeln in einem einigermaßen gestärkten Zustand zu erhalten. Aufgrund dieser Tatsache bin ich selbst einmal kurzfristig in ein Fitness-Studio gegangen. Jedoch waren diese mechanischen Bewegungen mit der in meinem Kopf und Körper herrschenden spirituellen Schwingung durch die Anrufungen, die ich verstärkt zu der Zeit (wegen Abwehr von >Tyrannei<) vornehmen musste[13], absolut nicht vereinbar und ich musste das Körper-Training aufgeben.

 

Im Kapitel Nr. 9-A >Supramentale Wesen< sind auch Anschauungen von STEINER und von der >Prophetin Gabriele< referiert, die sich gegen sportliche Betätigung richten. Jedoch habe ich diese Anschauungen aufgrund von HEINDEL und von mir selbst relativiert. In dem Buch von HURTAK >Die Schlüssel des Enoch< findet sich übrigens eine Abbildung[14], wo auf dem Hintergrund des Planeten Erde ein Mensch im modernen Fitness-Dress mit gestähltem Körper dargestellt ist.

 

Schräg darüber findet sich dann ein Mensch (sitzend auf einem schwarzen Würfel), der die kubische Funktion des Denkens verkörpert, die allerdings (ebenso wie der Fitness-Mensch) durch das „Vielfarbige Gewand Gottes“ auf dem Hintergrund einer goldenen Pyramide überwunden werden muss. Dieser „Vielfarbige Mantel“ (der identisch ist mit dem Zohar-Körper[15]) stellt nun die Grundlage der Energieform dar, die mit dem glänzenden und herrlichen Aufbau des „Himmlischen Jerusalems“ übereinstimmt[16].

 

Zurück zu der Wirksamkeit der widergöttlichen Wesenheit Ahriman: Als Folge der Taten von Ahriman tritt Karma[17] auf. Ahriman ist wirksam seit des atlantischen Zeitraumes[18]. Er wirkt in der Verstandesseele, dem zweiten Glied der menschlichen Seele, die bereits ein umgearbeitetes Stück des Ätherleibes ist. Dort aus der Verstandesseele heraus führt Ahriman den Menschen zu falschen Urteilen über alles Materielle, führt ihn zu Irrtum und Sünde und Lüge zu allem, was eben aus der Verstandesseele (= Gemütsseele) kommt. Auch durch Habsucht, Eigenliebe, Herrschsucht u.a. versklavt Ahriman die Menschen, damit sie aus der göttlichen Evolution herausfallen[19].

 

Weitere Aspekte, die im Zusammenhang mit der materialistischen[20], von Ahriman beeinflussten Lebensweise und Weltanschauung stehen, sind z.B.:

a) Wenn Menschen Freude haben, andere Seelen zu quälen und zu schinden, dann ist dies die Wirkung ahrimanischer Wesen[21]. Diese Menschen tun dies nicht aus einem egoistischen Trieb, sondern aus Lust am Zerstören, auch wenn sie selbst nicht das Geringste davon haben. Demgegenüber haben die Luziferischen Wesenheiten[22] einen ungeheuren Produktionstrieb.

 

b) Ahriman macht den Menschen nüchtern, prosaisch[23], philiströs[24] und verknöchert und verführt ihn zum Aberglauben des Materialismus[25].

c) Ahriman will dem Menschen vermitteln, dass dieser lediglich ein höher entwickeltes Tier[26] sei, als welches dann der Mensch keinen Unterschied machen darf zwischen Gut und Böse[27].

d) Ahriman verhärtet den Menschen; er will ihn an die Erdenverhältnisse ketten[28].

 

e) Materialistische Seelen sind von Ahriman befallen[29].

f) Ahriman wirkt durch den Hass, den die Menschen gegen alles geistig Überragende empfinden[30].

g) Ahrimanische Wesen haben den Unfrieden in die Menschheit gebracht[31].

h) Gewisse Menschen entwickeln einen unwiderstehlichen Hang zum verstandesmäßigen Materialismus, weil dieser Hang von ihrem persönlichen Bündnis mit Ahriman ausgeht, wobei Ahriman durch den Erzengel Michael[32] gestürzt worden ist[33].

 

i) Ahriman wirkt durch Irrtümer und Täuschungen in Bezug auf die äußere Welt – er dringt von außen in den Menschen ein. Während des Erdenlebens ist dies erst einmal nur die persönliche Angelegenheit eines jeden Menschen, jedoch im Nachtodlichen Leben (im Jenseits) werden die Lügen und Unwahrheiten zu Krankheitskräften, die den Ätherleib infizieren für die nächste Inkarnation[34].

 

Mehrere der vorstehend angeführten Faktoren trafen definitiv auf meine Mutter zu. Dieses sind einmal die Lügenhaftigkeit und Unwahrhaftigkeit, sowie die Verknöcherung, über die bereits an einer früheren Stelle hier im Kapitel 13-K >Aurisches Wesen< zur Fußnote über „Sklerose“ Ausführungen gemacht worden sind.

 

Das, was noch nicht ausgeführt wurde, ist, dass meine Mutter tatsächlich auch ein sehr nüchterner und prosaischer Mensch war (siehe die entsprechende Fußnote und Text hier in 13-L). Diese Eigenschaften habe ich überhaupt erst im Jahre 2007 mit Bewusstsein als solche bei ihr reflektiert. Ich hielt ihre ständige Neigung zur Negation von irgendwelchen erfreulichen Lebensaspekten häufig für „Vernunft“. Erst als ich 2007 bei STEINER von der ahrimanischen Nüchternheit las, war mir klar, dass dies bei meiner Mutter keine Vernunft, sondern eben eine ahrimanische Eigenschaft war.

 

Damit wenigstens einige Menschen die rechte Herzensbildung und das spirituelle Bewusstsein haben, um die Wirksamkeiten Ahrimans zu erkennen, fand vom 15. bis 18. Jahrhundert in der geistigen Welt eine himmlische Schule des großen Erzengels Michael statt (der in Wahrheit zu den Cherubim[35] gehört), der den menschlichen Seelen im übersinnlichen Reiche des Nachtodlichen Lebens die alte Initiatenweisheit vermittelte.

 

Dies beunruhigte die ahrimanischen >Dämonen< (Kap. 11) in allertiefster Weise und brachte sie in furchtbare Erregung, so dass sie ihrerseits eine Art unterirdischer, unmittelbar unter der Oberfläche der Erde liegender ahrimanischer Schule gründeten. Von hier aus bemühten sich die ahrimanischen >Dämonen<, Impulse in die intelligente Menschheitsentwicklung hineinzusenden[36], wie dies z.B. sogar durch Ahriman selbst erfolgt, indem er bestimmte intelligente Menschen schriftstellerisch inspiriert. Darüber habe ich erst noch im Nov.2014 im Kap. 13-i >Aurisches Wesen< Ergänzungen gefertigt.

 

STEINER führt aus, dass man die ahrimanischen Mächte nicht einfach bekämpfen kann, sondern mit ihnen leben muss, und vor allen Dingen darf man nicht die Augen vor ihnen verschließen!!! Durch nichts fördert man die ahrimanischen Mächte so sehr als durch Vorurteil, durch Unwissenheit und durch die Furcht vor geistigem Leben. Wenn Naturwissenschaft so betrieben wird, als ob sie ein Abbild der äußeren Welt wäre, dann ist dies gut für die ahrimanischen Wesenheiten. Durchleuchtet man sie jedoch mit spiritueller Weisheit, dann ist das ein Schrecken für die ahrimanischen Mächte, ein verzehrendes Feuer.

 

Und so meint STEINER[37] denn, dass zum Heile der Welt Stätten des verzehrenden Opferfeuers aufgerichtet werden müssen, wo der Schrecken der Finsternis über das schädliche Ahrimanische strahlt.

Meines Erachtens ist der Satz etwas ungünstig formuliert, was eventuell durch die Mitschrift bei den Vorträgen von STEINER bedingt ist. Allgemein jedoch wird man aus dem ganzen Zusammenhang heraus verstehen, was damit gemeint sein soll.

 

Fortsetzung folgt im Teil M zum Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen<.

 



[1] reflektieren: nachdenken, erwägen (D/F/S.620).

[2] STEINER/GA158/ohne Seitenangabe; zitiert nach CARLGREN/Weltchaos und Zukunftsaufgaben/S.63

[3] STEINER/GA177/ohne Seitenangabe; zitiert nach CARLGREN/Weltchaos und Zukunftsaufgaben/S.64

[4] STEINER/GA153/S.168f.

[5] STEINER/GA177/S.70

[6] van DUSEN/Der Mensch im Kraftfeld jenseitiger Welten/S.118

[7] STEINER/GA153/S.53

[8] STEINER/GA153/S.65

[9] Graus: Schrecken; mir (oder mich) graust davor: ich empfinde Furcht, Entsetzen davor (HERMANN/Rechtschreibung/S.439).

[10] (Prophetin) GABRIELE/Mein Wort/S.976

[11] STEINER/GA25/S.194

[12] STEINER/GA203/S.259ff.

[13] Ich habe dies erwähnt im Kap. Nr. 11-B >Dämonen< zu der FN „Mensch aus Feuerflammen“.

[14] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.239 (Tafel Nr. 11 mit dem Titel: „Sieg über die kubische Funktion des Denkens (mind) durch das Vielfarbige Gewand unseres VATERS“).

[15] Zohar-Körper (= Christus-Überselbst): siehe FN im Kap. Nr. 51-H >Sonderaufstieg<.

[16] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.618-Glossar bei „Zohar-Körper“

[17] Karma: FN bei 2-E >Erleuchtung<.

[18] atlantischer Zeitraum: FN zu „Lemurischer Zeitraum“ bei 1-C >Einleitung<.

[19] STEINER/Christologie/S.132ff.

[20] Materialistische Weltanschauung: Über diese habe ich erst noch im Nov.2015 bei der Ausarbeitung des Kapitels Nr. 71-E+F >Kubischer Raum< Ausführungen gemacht.

[21] STEINER/GA254/S.165

[22] Luzifer: FN bei 6-B >Stigmata<.

Über Luzifer finden sich ansonsten ausführlichere Darlegungen in demselben Essay, wo auch über Ahriman referiert ist, nämlich mit dem Titel „Widergöttliche Wesenheiten, Teil II“, welches ich unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF verfasst habe bei dem Online-Verlag https://www.xinxii.com. Ich weise hier in dieser Autobiographie wiederholt aus existentiellen Gründen auf diese geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen hin (insgesamt sind es 25 Exposés über verschiedene esoterische Themen). Sie sind bei XinXii abrufbar unter der Kategorie „Esoterik“ ==> „Metaphysik“.

[23] prosaisch: sachlich-nüchtern trocken, ohne Phantasie (D/F/S.596).

[24] philiströs: spießbürgerlich, muckerhaft (mürrisch oder scheinheilig), engstirnig (D/F/S.557).

[25] STEINER/GA193/S.165

[26] Tier: Eine gewisse Trivialität, die ich nur wenige Stunden vorher erlebt habe, bevor ich dieses Kapitel-Teil 13-L (im Okt.2013) noch einmal Korrektur gelesen hatte, habe ich hier ergänzt wegen einer für mich überraschenden Argumentation eines Menschen: Am 28.10.2013 war ich Zeuge in der Parkhausetage eines Supermarktes, wie ein unscheinbarer kleinerer Mann mit einem City-Shopper in einer Ecke (nur wenige Meter von meinem Auto entfernt) dort seine Blase entleerte, was mit dem lateinischen Wort „Miktion“ bezeichnet wird, was ich bis dahin nicht wusste und erst durch Wikipedia gelernt habe. – Ich überlegte, ob ich über diese „Miktion“ hinweggehen oder doch etwas sagen sollte, und entschloss mich für Letzteres: Ich sprach diesen Mann also aus der leichten Entfernung relativ neutral an: „Wissen Sie, dass es für diese Zwecke hier extra eine kostenlose Toilette im Untergeschoss gibt?“, was tatsächlich außergewöhnlicherweise der Fall ist (sonst kostet es immer Geld). „Nein, dass wisse er nicht“, war seine Antwort, wobei mir klar war, dass ihm dies sehr wohl bekannt war, er aber aus Provokation und Exhibitionismus diese Miktion vollzogen hatte. „Und außerdem sei es verboten, öffentlich seine Blase zu entleeren“, ergänzte ich. Und da fing er an, leicht frech zu werden (was ich erwartet hatte). „Wo dies stehen soll?“ fragte er. Ich antwortete: „Im Gesetz“. „Das glaube er nicht“, reagierte er. Und nun fragte ich: „Weshalb nicht?“ Da antwortete er: „Weil dann Hunde dies auch nicht tun dürften“. Über diese Argumentation war ich spontan verblüfft und sagte dann nur noch abschließend: „Sie stellen sich also mit Hunden auf eine Stufe – das ist ja interessant“. Damit war diese kleine Episode beendet. – Zu Hause recherchierte ich dann zur Verifizierung, ob ich auch nichts Unwahres behauptet habe über das Urinieren in der Öffentlichkeit und las bei Wikipedia: „Bis ins 19. Jahrhundert war es auch in westlichen Gesellschaften üblich, im Freien zu urinieren. … Das Zusammenleben vieler Menschen auf engem, städtischem Raum und der damit einhergehende erhöhte Hygienebedarf sowie der Wunsch nach Vermeidung von Geruchsbelästigung führten zu einer gesellschaftlichen Sanktionierung des öffentlichen Urinierens. Dies gilt bis heute und wird in einigen Ländern auch rechtlich sanktioniert, so z.B. in Deutschland als Ordnungswidrigkeit“ (http://dewikipedia.org./wiki/Miktion).

[27] STEINER/GA153/S.30

[28] STEINER/GA229/S.55f.

[29] STEINER/GA153/S.161

[30] STEINER/GA258/S.10

[31] STEINER/GA174a/S.224

[32] Erzengel Michael: siehe Kap. Nr. 72 >Cherub Michael<.

[33] STEINER/GA177/S.151

[34] STEINER/TB620/S.83ff.

[35] Cherubim: siehe Fußnotenverzeichnis; siehe Kap. Nr. 72 >Cherub Michael<.

[36] STEINER/TB716/S.190f.

[37] STEINER/GA177/S.168+175ff.