Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (68)

Esoterische Studien einer Autobiographie

13. Aurisches Wesen, Teil N



Weshalb ich mich so verhalten habe, dass ich den Mond auf keinen Fall sehen wollte, ist mir jedoch zu Bewusstsein gekommen, als ich dies im April 2008 in der Autobiographie verarbeitet habe, und hier erfolgt nun meine Deutung: Während ich auf mein >Seelenwachstum< (Kap. 45) und meine Freiheit ausgerichtet sein wollte, was durch die „erleuchteten“ Sonnen-Chakren dargestellt ist, wurde ich von der Frau (von der ich heute glaube, dass es tatsächlich meine Mutter bzw. mein „eigenes“ >Aurisches Wesen< gewesen war) daran festgehalten, meine karmische Pflicht (ihr gegenüber) zu erfüllen.


Diese karmische Notwendigkeit ist symbolisiert in dem Erscheinen des Mondes. Da alles, was mit meiner Mutter zu tun hatte, für mich eine Katastrophe war (und selbst nachträglich immer noch ist), weil sie mir das Leben zur Hölle gemacht hat, wollte ich verständlicherweise dem eigentlich entrinnen bzw. es nicht wirklich wahrhaben. Vermutlich bin ich vor meiner Erdeninkarnation in der geistigen Welt eine bestimmte Verpflichtung meiner Mutter gegenüber eingegangen, die mir nun zu einer furchtbaren Schicksalslast geworden ist.


Von ATHYS FLORIDE ist dies aufgegriffen in der kleinen Schrift >Die Begegnung als Aufwacherlebnis< mit den Worten: „Die Mondkräfte unterstellen den Menschen einer ehernen Notwendigkeit, die Sonnenkräfte geben ihm die Möglichkeit der Freiheit. Ehe die Menschen sich getroffen haben, ehe sie sich gefunden haben im Erdenleben, haben sie aufeinander gewirkt, aber ohne dass sie etwas gewusst haben voneinander“1. Bevor Menschen sich treffen, werden sie durch die Notwendigkeit zueinander geführt. Deshalb sollte man dem anderen Menschen mit dem größten Interesse begegnen.


Die Mondenkräfte wirken also durch das Schicksal. Das bedeutet, dass sich zwei Menschen entweder mit den Kräften der Vergangenheit auseinandersetzen müssen, oder sie müssen sich für eine künftige Aufgabe vorbereiten. Auf jeden Fall haben beide die Aufgabe, sich zu erkennen und dadurch im Sinne der Evolution zu wirken. Damit ist gemeint, dass sie selber vor der Geburt etwas beschlossen haben, was sie nun auszuführen haben.


Dies entspricht den Darlegungen, wie sie von LEE CARROLL in seiner romanhaften Parabel >Die Reise nach Hause< geschildert sind (wie dies hier in 13-M schon angeführt worden ist).

Die Augenblicke der Begegnung sollten nun heilige Augenblicke des Lebens sein; denn in der Zukunft soll jeder Mensch in jedem Menschen ein verborgenes Göttliches sehen.

Obwohl ich mich eigentlich permanent um ein positives Verhältnis mit meiner Mutter bemüht hatte, ist von ihr alles mit Füßen getreten worden, so dass es mir immer mehr unmöglich wurde, das verborgene Göttliche in ihr zu sehen. Stattdessen wurde mir immer mehr das in ihr wirkende Ahrimanische2 Widergöttliche offenbart.


Allerdings hatte ich einmal am 26. Oktober 2005 (also noch zu ihren Lebzeiten) einen Traum, in dem ich meine Mutter „geherzt“ habe, was ich in der Realität so niemals tun konnte wegen der abgestorbenen Gefühle. Der Traum war mir damals recht unverständlich und ist es auch geblieben.


Während ich das Vorstehende im April 2008 verarbeitet hatte, überfiel mich sofort wieder die unendliche seelische Qual, die ich durch das Dasein meiner Mutter hatte erleben müssen, und ich hatte akut schwer zu ringen, um mich einigermaßen aufrechtzuerhalten. Ich bin sofort völlig affiziert3 worden und hätte bitterlich zu weinen anfangen können in Anbetracht des ganzen Unrechts, was mir meine Mutter zugefügt hat. Und dies, obwohl meine Mutter nun schon seit Mitte Jan.2008 verstorben war.


Als ich wiederum bei weiterer Überarbeitung auf diesen letzten Satz stieß, wurde mir andererseits bewusst, dass ja seit dem Tode meiner Mutter erst drei Monate vergangen waren, so dass diese emotionalen Nachklänge da noch verständlich waren. Entscheidender ist jedoch, dass mich dieselbe seelische Qual doch noch einmal am 01.03.2009 überfiel, also 14 Monate später, obwohl sie bereits seit Herbst 2008 abgemildert gewesen war. Endlich jedoch, zwei volle Jahre nach dem Tode meiner Mutter, konnte ich das Kapitel >Aurisches Wesen< im Jan.2010 fertig stellen, ohne akut noch für die ehemaligen Qualen Gefühle zu entwickeln, worüber ich sehr dankbar war.


Den letzten Satz muss ich dahingehend relativieren, insofern ich selbst im Nov.2011 (fast vier Jahre nach dem Tod meiner Mutter) bei Zubereitung der >Autobiographie< für eine Weblog-Veröffentlichung alles wieder genauso schrecklich empfand wie immer.

Am 19. Mai 2008 (also nachdem meine Mutter vier Monate lang verstorben war), erklärte eine (mir nicht bekannte Frau) im Traum in einer Gruppe von Menschen (eventuell sollte sie eine spirituelle Meisterin darstellen): „Manchen Menschen kann ihr Mond nicht gezeigt werden. Sie können ihn nicht ertragen“. Es wäre diese Aussage eine zusätzliche (bestätigende) Deutung zu meinem Traum vom 08.11.1996, dass der Mond als ein Symbol für karmische Verpflichtung gilt, die ich nicht wahrhaben wollte.


Ich hatte die >Autobiographie< im Juli 2007 begonnen gehabt (siehe >Vorspann<, Teil A) und diese in der ersten Fassung tatsächlich schon circa Nov.2007 fertig gestellt gehabt (allerdings „nur“ bis einschließlich des Kapitels Nr. 54; alles andere ist erst ab 2012 ergänzt worden). Dann begann ich sofort die erste Überarbeitung (woraufhin mittlerweile bis Dez.2009 noch zwei weitere Überarbeitungen sowie aktualisierte und ergänzende Darlegungen erfolgt sind). Im Jun.2010 las ich dann das Kapitel zum Aller(-vor-)letzten Mal Korrektur, u.z. nachdem ich bereits die gesamte >Autobiographie< korrigiert hatte, hatte ich mir dieses Kapitel >Aurisches Wesen< an die letzte Stelle geschoben gehabt.


Jedoch im Jahre 2007 war es wie folgt: Während ich also die erste Überarbeitung der >Autobiographie< ab Nov.2007 vornahm, ging ich vom Kapitel Nr. 8 >Überlastung< wegen der inhaltlichen Zusammenhänge über zum Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen< und stellte die dazwischenliegenden Kapitel vorerst zurück. Ich wollte 2007 das Kapitel >Aurisches Wesens< überhaupt möglichst schnell hinter mich gebracht haben, weil die Abfassung mich noch einmal zusätzlich belastete.


Zwischen Weihnachten und Silvester 2007 begann ich also mit der ersten Überarbeitung des Kapitels >Aurisches Wesen<, als meine Mutter noch lebte. Währenddessen gab es wieder einmal eine Auseinandersetzung mit ihr am 28.12.2007 aus dem Anlass, weil ich die potentielle Gefahr von Salmonellen-Vergiftung thematisierte. Meine Mutter hatte nämlich wieder einmal nicht konservierten (frischen) Fisch sieben Tage lang mit einem angebissenen gekochten Ei in einem Plastikbehältnis aufbewahrt. Schon bei dem Anblick drehte sich mir der Magen um.


Zufällig hatte ich ein bis zwei Tage vor dem 28.12.2007 eine Reportage im Fernsehen gesehen, wo überhaupt die ungeheure Ansammlung von Millionen von Bakterien im gesamten Küchenbereich (z.B. durch Abwaschschwämmchen usw.) problematisiert wurde. Es wurde auch die Anzahl der jährlichen Infektionen genannt, und eine um ein Mehrfaches hohe Dunkelziffer; denn meist würden nur die Fälle von größeren Einrichtungen (Institutionen) in der Öffentlichkeit bekannt werden (wie z.B. von Kindergärten und Altenheimen).


Die privaten Fälle kämen fast nie zur Anzeige. In der Reportage kamen auch Wissenschaftler aus Laboratorien und Ärzte zu Wort. Die Reaktion meiner Mutter auf meinen Bericht war nun eine abfällige Litanei4 über all diese wissenschaftlichen Autoritäten, indem sie diese alle als „Schwächlinge“ charakterisierte, die entsprechend „schwächliche“ Anschauungen vertreten würden.


Sie sagte sinngemäß: Die Ärzte im Fernsehen würden allen möglichen „Scheiß“5 erzählen. Die seien alle „geschwächt“. Sie selbst sei dagegen resistent gegen Bakterien. Sie sei nicht so ein „Schwächling“ (obwohl sie seit dem Unfall im Jun.2007 in einem ziemlich desolaten6 Zustand war!). Sie sei im „Dreck“ aufgewachsen7 und ihr könne dies alles nichts anhaben. Meine Sorge, dass sie sich einen Magen-Darm-Infekt einhandeln könnte, ignorierte sie wie all mein Kümmern um sie.


Ich gestehe nun, dass zu dem Zeitpunkt des 28. Dezember 2007 aufgrund der über 20-jähigen Qualen meine Sorge zwar primär der Infektionsgefahr galt, sofort sich daran jedoch knüpfte, dass im Falle einer Infektion bei ihr man mich von staatlichen Stellen ebenfalls verantwortlich machen könnte, weil ich nicht für angemessene Hygiene Sorge getragen hätte8.

Dies erwähnte ich auch ihr gegenüber in dem Sinne, dass meine Mutter mich auch noch mit in Gefahr brächte. Natürlich interessierte sie das kein bisschen, bzw. sah ich ein kurzes Aufblitzen in ihren Augen: Ich hatte sie damit noch regelrecht auf etwas gebracht, was sie vielleicht gegen mich absichtlich verwenden konnte.


Ab diesem Tag betete ich dann noch intensiver gegenüber den verschiedenen geistigen Instanzen9 als bisher, dass ich doch endlich von meiner Mutter befreit werden möge – was immer man sich darunter vorstellen mag. Gleichzeitig bat ich darum, dass man sich von geistiger Seite aus meiner Mutter annehmen möge. Auch beteuerte ich, dass ich ihr das Allerbeste wünschen würde, dass man sie gegebenenfalls ins Paradies aufnehmen möge, dass ich ihr alle Qualen vergeben würde, die sie mir zugefügt hat – wenn man mich nur von ihr befreien würde und mich nach Möglichkeit nie wieder mit dieser Menschenseele zusammenführen möge.


Darunter stellte ich mir vor, dass man uns im Nachtodlichen Leben (des Jenseits) in zwei weit entfernt voneinander liegende Teile des Universums versetzen möge. Später (ab Mitte 2009 – nun schon lange nach dem Tode meiner Mutter) weitete ich diese Bitte bezüglich meiner Mutter dann sogar noch aus auf alle meine Blutsverwandten und bat in Bezug auf meine gesamte Ahnenreihe (= Blutslinie) innerhalb des Anti-Universums um karmische Befreiung, da ich mit Gottes Gnade und Barmherzigkeit nach meinem jetzigen irdischen Leben sofort in das göttliche Lichtreich hinübergeführt werden möchte (siehe Text im Kapitel Nr. 53 >Hoffnung<), von wo aus ich dann an der Befreiung auch dieser meiner ehemaligen Ahnen würde arbeiten wollen.


Von Juli 2007 bis Januar 2008 habe ich wiederholte Male den göttlichen Instanzen regelrecht einen Handel angeboten und es war mir ganz egal, ob dies voll im göttlichen Sinne war oder nicht. Der Handel bestand darin, dass ich als Gegenleistung für die Befreiung von meiner Mutter vielfältigen geistigen Dienst zur Erlösung der Menschheit angeboten habe. Dazu gehörte speziell, dass ich mein Interesse an dem >Sonderaufstieg< (Kap. 51) bekundet habe. Damals war mir dessen spätere Relativierung noch nicht voll bewusst, wie sie im Kapitel Nr. 52 >Bitterer Wein< geschildert ist.


Auch am Abend des 30. Dezember 2007 hatte ich in der >Meditation< (Kap. 40) wieder sehr um Befreiung von meiner Mutter gebetet gehabt. In der anschließenden Nacht (also in der Nacht vor Silvester) hatte ich dann einen Traum, wo ich das erste Mal für möglich hielt, dass meine Mutter doch nicht mehr so lange leben würde. Ich war nämlich im Traum in ihrer Wohnung und als ich in dem einen Zimmer nach ihr sehen wollte, war dort eine junge Frau, die betrunken war oder unter Drogen stand und aus einem zweiten Zimmer kam ein Mann heraus, der einen total asozialen und ebenfalls nicht ganz zurechnungsfähigen Eindruck machte.


Hier tauchte in mir die Ahnung auf, dass ich in der Astralwelt10 eben schon die Wohnung sah, wie sie in einem zukünftigen Zustand bewohnt war. Dort ist es dann auch möglich, in eine Wohnung zu gelangen, obwohl ich vermutlich keinen Schlüssel mehr hatte. Wann dieser veränderte Mietzustand natürlich hätte sein sollen, dies stand da noch für mich in den Sternen. Ich hatte schon „prophetische“ bzw. vorherseherische Träume, die dann ein halbes Jahr später Wirklichkeit wurden, andere aber auch erst nach mehreren Jahren. Bezüglich des Traumes vom 31.12.2007 sollte jedoch die Vorhersehung gar nicht mehr lange auf sich warten lassen.


Am 05. Januar 2008 geschah es dann, dass ich beim Abhören der Mailbox11 meines Handys12 um 22:15 Uhr sieben Anrufe vorfand, aus denen ich schon entnehmen konnte, dass meine Mutter einen Unfall hatte. Ich rief die entsprechenden Nachbarn und das Klinikum zurück, in das sie eingeliefert worden war. Da ich die Nachrichten erst so sehr spät abgehört hatte, war ein Besuch nicht mehr angezeigt – auch war meine Mutter nicht in Lebensgefahr, sondern bei Bewusstsein und ich konnte mit ihr am Telefon sprechen, was man ihr ans Bett brachte. Sie schilderte mir den Unfallhergang und nannte die Dinge, die ich ihr am nächsten Tag bringen sollte.


Der Unfallhergang war wie folgt: Meine Mutter war bereits am 05.01.2008 um ca. 13:00 Uhr in ihrer Küche gestürzt, als sie sich auf ihren etwas erhöhten Hocker setzen wollte, der in diesem Moment wegrutschte. Sie brach sich eine Hüfte, robbte aber noch mit aller Kraft zum Telefon, welches sie von der Ablage herunterriss (wie ich ihr dies einmal für den Notfall demonstriert hatte), und rief einen Nachbarn an. Dann robbte sie sich zur Wohnungstür und schaffte es noch, diese zu öffnen, da sie diese grundsätzlich nicht abgeschlossen hatte. Der Nachbar rief dann die Feuerwehr und sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert.


Alle diese Dinge geschehen vermutlich jeden Tag hundertmal bei den verschiedensten alten Menschen. Auch vermutlich das, was dann noch folgte. Berichten tue ich dies nur, weil acht Tage vorher die spezifische Auseinandersetzung war und sich meine Mutter so spezifisch hochmütig – gerade auch über Ärzte - geäußert hatte. Nun jedoch fiel sie in die Hände von „diesen“ Ärzten und diese sorgten zynischerweise13 dafür, dass meine Mutter dem Lebensende zugeführt wurde. Tatsächlich behandelte man sie nicht adäquat, sondern ließ sie übermäßig lange auf die Operation an der Hüfte warten, hungern und dürsten, auch wenn man sie an einen Tropf anschloss.


Am 06. Januar 2008 besuchte ich sie um 18:00 Uhr, wo sie noch vollkommen bewusstseinsklar war und sich danach sehnte, endlich operiert zu werden. Unglücklicherweise war am Tag vorher Glattreis gewesen und es kam zu übermäßig vielen Unfällen, vermutlich auch von jüngeren Menschen. Dem Leben einer alten Frau maß man nun wohl nicht so viel Bedeutung bei, obwohl man sehen musste, dass sie vermutlich wesentlich stärker geschwächt(!) war als alle anderen Unfallopfer.


In der Nacht zum 07. Januar 2008 meditierte ich von 06:55 bis 07:55 Uhr morgens. Zu der Zeit war mein Lebensrhythmus wieder einmal völlig verschoben (wie im Kapitel Nr. 18 >Schlafstörungen< als eines meiner generellen Probleme dargelegt ist), was sich dann ab Apr.2008 durch den Wegfall einer bestimmten >Tyrannei< geändert hat.


Jedoch konnte ich die >Meditation< am 07.01.2008 gar nicht in allen Sequenzen zu Ende führen, „da mein Herz unwahrscheinlich schwach schlägt. Ich fühle mich sehr geschwächt“, protokollierte ich anschließend. Dabei war die Herzschwäche überwahrscheinlich auffällig für mich und gleichzeitig völlig unerklärlich. Am Nachmittag des 07.01.2008 erfuhr ich dann um ca. 15:00 Uhr durch Abhören meiner Mail-Box, dass meine Mutter in der Nacht um 04:30 Uhr in einen lebensbedrohlichen Zustand gelangt war – ohne für die Ärzte erkennbaren Anlass.


Dass meine Mutter bereits da vollkommen ausgetrocknet war und ihr ganzes System vermutlich deshalb zusammengebrochen ist, darauf kam man nicht. Diesem lebensbedrohlichen Zustand begegnete man nun durch eine weitere Fehldiagnose. Man vermutete den verschlechterten Zustand aufgrund eines Krankheitsherdes, der im Mittelbauch lokalisiert sein sollte. Man operierte sie deshalb am Bauch, schnitt diesen also auf, fand allerdings nichts. Die Operation war somit vollkommen sinnlos gewesen14.


Nun jedoch wachte meine Mutter aus der Vollnarkose nicht mehr auf und war von dem Zeitpunkt an ins Koma15 gefallen. Hierdurch hatte man von ärztlicher Seite aus den Anfang vom Ende eingeleitet. Zu einer Operation der Hüfte kam es nie mehr.

Die detaillierten Informationen hatte mir ein Arzt am Telefon vermittelt, dessen Ehrlichkeit verblüffend war und eigentlich nur bei Differenzen im Kollegenkreis nachzuvollziehen wäre. Offensichtlich war er selbst nicht an der Misere16 beteiligt gewesen.


Nachdem ich um 15:00 Uhr die Nachricht des Krankenhauses abgehört hatte, vermute ich – wohl mit Recht, dass mein schwacher Zustand in der Meditation zwischen sechs und sieben Uhr morgens früh mit dem entsprechend geschwächten Zustand meiner Mutter zusammenhing. Neben dem, dass dieser extreme Krankheitszustand meiner Mutter für mich auch ein gewisser Schock war, fand ich gleichzeitig den Tatbestand für unwahrscheinlich schrecklich, dass ich anscheinend so sehr mit meiner Mutter verbunden war, dass ich deren Lebenszustand mitempfand – etwas, was ich auch zu Lebzeiten insofern immer gemerkt habe, als meine Mutter permanent eine geheime Macht auf mich ausübte bzw. ich durch eine gewisse übersinnliche Wahrnehmungsfähigkeit z.T. das empfinden konnte, was in ihr vorging.


Am 08. Januar 2008 „besuchte“ ich meine Mutter dann auf der Intensivstation, wobei man von „Besuch“ wegen des Komas eigentlich nicht sprechen kann. Ich hatte mich irgendwie zu dieser Handlung verpflichtet gefühlt, um nicht gleichgültig zu erscheinen, was ich ja auch sowieso nicht war, aber ich ahnte eben, was mich erwarten würde. Dasselbe erleben Tag für Tag Hunderte von Angehörige – aber im Einzelfall ist es auch immer wieder schrecklich.


Meine Mutter war eben nicht bei Bewusstsein und an Hunderten von Schläuchen und Apparaten angeschlossen. Wer dies nicht aus persönlicher Anschauung kennt, kennt es zumindest aus dem Fernsehen. Es ist schrecklich!

Gleichzeitig sah ich die extreme Zähigkeit meiner Mutter – wie noch ihr Wille aus der geistigen Welt in den Körper hineinwirkte. Es war unglaublich. Es ist alles noch in der nachträglichen Vorstellung ein Alptraum für mich.


Fortsetzung folgt in Teil O zum Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen<.


1 FLORIDE/Die Begegnung als Aufwacherlebnis/S.9f.

2 Ahriman: siehe FN bei 6-B >Tyrannei<.

3 affizieren: FN bei >Vorspann<, Teil B.

4 Litanei: FN bei 53-D >Hoffnung<.

5 „Scheiß“: siehe FN zu „Trivial- und Fäkalsprache“ hier im Kapitel Nr. 13-i.

6 desolat: FN im Kap. 27 >Spirituelle Gemeinschaft<.

7 “im Dreck aufgewachsen“: Damit meinte sie, dass sie auf einem Bauernhof aufgewachsen war, wo sie auf den Feldern schon als Kind mitarbeiten musste, und insofern ständig mit der Erde in Berührung kam.

8 Tatsächlich war diese meine Sorge, dass man mich zur Verantwortung ziehen könnte, nicht ganz unberechtigt, wie sich noch herausstellen wird (Anm.d.Verf.).

9 Mit diesen geistigen Instanzen ist primär >Jesus, der Christus Gottes< (Kap. 44) gemeint, aber auch die >Avatarin< Mutter Meera (Kap. 29), an die ich mich vielfältig wandte, und es sind auch die Elohim des Silbernen Strahles gemeint, wie diese im Kapitel Nr. 40-E >Meditation< erwähnt sind.

10 Astralwelt = Astralebene: FN zu „Vierte Dimension“ bei 39-B >Auftreten von Blitzen<.

11 Mailbox: elektronischer „Briefkasten“, über den Computer- (oder Handy-)Nutzer Serviceleistungen beziehen und Nachrichten (E-Mails) austauschen können (Meyers Taschenlexikon/S.420).

12 Handy: FN bei 21-H >Homo Coelestis<.

13 zynisch: FN bei 52-B >Bitterer Wein<.

14 Am 21.01.2014 wurde in der Nachrichtensendung ZDF „heute-journal“ von 21:45 Uhr ausgesagt, dass jedes Jahr 19.000 tödliche Behandlugnsfehler geschehen. Und es wurde ein Vergleich zu Verkehrsunfällen gezogen, bei denen jährlich „nur“ ca. 3.800 Menschen zu Tode kommen würden. - Am 04.03.2014 wurde dann in der ARD-Sendung „Report Mainz“ berichtet, dass zahlreiche Operationen selbst bei Todkranken aus ökonomischen Gründen vorgenommen würden; denn jede OP würde Geld einbringen. Anmerkung von mir: Die Krankenhäuser bzw. Ärzte vergehen sich damit an ihrem hippokratischen Eid, wonach ihre Hauptmotivation sein muss, Leben zu retten und nicht Geld zu scheffeln.

15 Koma (griechisch: = tiefer Schlaf): andauernde, tiefe Bewusstlosigkeit, schwerster Grad der Bewusstseinsstörung (Meyers Taschenlexikon/S.368).

16 Misere: Elend, Unglück, Notsituation, Notlage (D/F/S.467).