Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (71)

Esoterische Studien einer Autobiographie

13. Aurisches Wesen, Teil Q



Am 15. Januar 2009, praktisch fast genau ein Jahr nach dem Todestag meiner Mutter, setzten bei mir totale Herzschmerzen ein, die ich sonst prinzipiell niemals hatte (oder nur in ungewöhnlichen Ausnahmefällen). Tatsache war, dass ich akut zu der Zeit fast gar nicht an den Tod meiner Mutter gedacht hatte, und erst durch die sonst völlig gegenstandslos (oder zusammenhanglos) auftretenden Herzschmerzen wie auf ihren Sterbetag hingewiesen wurde.

Diese Herzschmerzen waren wie fremdbestimmt in mich eingepflanzt bzw. wie fremdbestimmt an mich herangetragen.


Am 28. Januar 2009 hatte ich dann auch einen Traum mit meiner Mutter (m.E. nach längerer Zeit überhaupt wieder das erste Mal), wo anscheinend bewusst eine reale geistige Begegnung zwischen ihr und mir herbeigeführt wurde unter Beteiligung

  1. eines circa 35-jährigen Mannes, der mit mir in einem kameradschaftlichen Kontakt stand, den ich aber real nicht kenne und

  2. einer Art Betreuerin meiner Mutter aus der geistigen Welt.


Ich saß mit dem Mann auf einer Parkbank und er hatte mich (wohl vorsorglich zur Beruhigung) untergehakt. Ich wusste zu dem Zeitpunkt m.E. überhaupt nicht, was mich erwartete. Dann wurde meine Mutter am Arm der Betreuerin halb gebrechlich mit langsamem Gang in meine (unsere) Richtung geführt. Dabei war meine Mutter entsprechend alt wie im irdischen Leben, jedoch war die Sichtfähigkeit ihrer Augen wohl noch schlechter als real gegen Ende des Lebens, wobei sie aber nicht blind war. Ihre Augen waren allerdings in jeder Weise blass. Als ich meine Mutter ankommen sah, stand ich wohl auf und wir beide sprachen dann wenige Worte, an die ich mich nicht erinnere. Aber es war fast so, als ob wir uns gegenseitig nicht als Mutter und Tochter begegneten. Am folgenden Tag nach dem Traum musste ich dann wieder einmal wegen all der verlorenen Mühe mit ihr weinen.


Traum vom 09. Februar 2009: Begegnung in der Astralwelt mit meiner Mutter, wo es wieder zu Differenzen zwischen uns kam, genauso wie es im realen Leben gewesen war. Sie machte irgendetwas von mir lächerlich. Ich war so böse auf sie, dass ich sie einfach stehen ließ und hatte dann jedoch – wie real – Gewissensbisse.


Lebendige Imagination1 vom 15. Februar 2009 um 16:00 Uhr (als ich um diese Uhrzeit ausnahmsweise eindöste): Meine Mutter schwebte wie rechts neben meinem Bett in waagerechter Position, so als ob sie neben mir im Bett liegen würde. Jedoch real war da, wo sie in der Luft schwebte, gar kein physikalisches Bett mehr vorhanden. Sie war ungefähr 60 Jahre alt in dieser Imagination, also 26 Jahre jünger als zur Zeit ihres Todes.


In einem Traum am 01. März 2009 wurde ich wieder mit meiner Mutter zusammengeführt, obwohl ich seit Monaten um Loslösung von allen astralen Bindungen gebeten habe.

Hier ist jedoch das Entscheidende, dass ich mich selbst etwas zu meiner Mutter sagen hörte, u.z. in einer Art und Weise, die irgendwie belehrend war, weil irgendeine Begrenztheit (Unfähigkeit) von ihr ausgegangen war. Ich gestehe, dass es nicht schön war, mich selbst so zu hören und dies wahrscheinlich einer der entscheidenden Fehler von mir war, durch die meine Mutter in ihrer doch starken Eigenliebe gekränkt war und mir dies nie verziehen hat. Da sie ihre eigene Mutter sehr verehrt hat (wobei ich diese meine Großmutter nie wirklich kennengelernt habe), ist meine belehrende Art wahrscheinlich ein ungeheurer Frevel2 für sie gewesen, was allerdings ihr gesamtes Verhalten nie wirklich rechtfertigen würde.

In dem Traum kam dann noch etwas vor, was ganz sicher nichts Gutes bedeutet hat, u.z. war in einem gemauerten Pfeiler aus Backsteinen plötzlich ein Loch sichtbar, in dem sich eine schwarze Maus bewegte. Zu Gunsten meiner Mutter will ich annehmen, dass dies eventuell (Rest-)Bestände des Bösen von mir symbolisierten, was sich durch meine Art und den dahinterstehenden Charakterzug (von Überheblichkeit) geäußert hat.


Am 13. Mai 2009 bin ich durch das (zunächst nur psychologisch erscheinende) Buch >Ordnungen der Liebe< von BERT HELLINGER erneut auf komplexe negative Zusammenhänge in meiner >Ursprungsfamilie< aufmerksam geworden (siehe dortiges Kapitel Nr. 14). Dies hat außerdem natürlich ebenfalls zu weiteren Erkenntnissen bezüglich meiner Mutter geführt, die ich alle nicht mehr hier verarbeiten kann. Jedoch will ich erwähnen, dass real mein Vater vor der Ehe mit meiner Mutter mit einer anderen Frau verheiratet und von dieser geschieden war.


Diese Tatsache ist vollkommen von meinen Eltern vor uns zwei Kindern verheimlicht worden, jedoch meiner Schwester und mir (als wir Jugendliche waren) von unserer Großmutter väterlicherseits an uns verraten worden. Dies muss man meiner Großmutter verzeihen, da sie extrem von meiner Mutter seelisch gequält worden ist, so dass die Großmutter immer noch ihrer früheren (ersten) Schwiegertochter nachtrauerte.

Ich selbst habe bis zum Tode meiner Mutter sie niemals mit meinem Wissen konfrontiert, mich also zur Verbündeten dieses Geheimnisses mit ihr gemacht. Hätte ich es eventuell thematisiert, hätte vielleicht etwas ansatzweise gelindert werden können – vielleicht wäre auch das Gegenteil eingetreten.


Bei BERT HELLINGER ist zu einem solchen Tatbestand einer ersteren Ehefrau des Vaters ganz deutlich dargelegt, dass ich für mich unbedingt schlussfolgern müsste, dass diese erste Frau in mir auf seelisch-geistige Weise repräsentiert worden ist und ich von meiner Mutter immer als Bedrohung empfunden worden bin. Dies stellt anscheinend eine bestimmte Art immer auftretender >Eifersucht< (Kap. 37) der zweiten Ehefrau dar. Hinzukommt, dass meine Mutter offiziell davon ausgehen konnte, dass ich überhaupt nichts von der ersten Ehefrau wusste. So etwas – dass jemand selbst etwas weiß, aber für sich selbst tut, als ob niemand anderes davon wissen kann, obwohl er wiederum immer damit rechnen muss, dass es doch herauskommt oder schon herausgekommen ist, verschlimmert die Sache mindestens noch doppelt; denn auf einer geistigen Ebene ist dies ja alles immer präsent und in dem Sinne auch immer unbewusst allen Beteiligten eben doch bekannt.


Ich selbst habe seit dem Lebensalter als junge Frau real stark unter >Eifersucht< gegenüber meinen jeweiligen männlichen Liebespartnern gelitten, was in dem betreffenden Kapitel Nr. 37 geschildert ist. Tatsächlich war mir niemals eine andere Frau begegnet, bei der so extreme >Eifersucht< auftrat wie bei mir, und selbst in Filmen oder Reportagen war dies fast immer gemäßigter als bei mir.

Es wirft sich mir nun nach BERT HELLINGER die Frage auf, wie weit ich diesbezüglich eventuell eine zusätzliche negative Energie von meiner Mutter mitgetragen habe; denn entgegen den Darlegungen bei HELLINGER hat meine Mutter selbst real fast keine Eifersuchtsgefühle gekannt. Im Gegenteil besaß sie eine gewisse Toleranz meinem Vater gegenüber, wenn er mit anderen Frauen tanzte oder er einer anderen Frau den Arm um die Schulter legte und ähnliches. Ich selbst hätte so ein Verhalten niemals geduldet.


Auch habe ich mich einmal mit meiner Mutter über diese Thematik ausdrücklich unterhalten, wo sie mir davon berichtete, wie mein Vater vermutlich bei einer Kur in einer Rehabilitationsklinik nicht nur einen weiblichen „Kurschatten“, sondern vermutlich regelrecht ein sexuelles Verhältnis gehabt hatte (wofür meine Mutter berechtigte Anzeichen entdeckt hatte). Das Ausmaß ihrer >Eifersucht< beschränkte sich dann darauf, dass sie meinem Vater untersagte, auch nur jemals wieder Kontakt zu dieser Frau aufzunehmen, was mein Vater wohl (heimlich) als Vorhaben gehabt hatte; denn die Frau wohnte ebenfalls in Berlin. Sollte er dem zuwider handeln, würden am nächsten Tag seine Koffer vor der Wohnungstür stehen.


Da diese Vorstellung ganz offensichtlich (und selbst meiner Schwester und mir war dies als Kindern bekannt) für meinen Vater subjektiv das Ende seines Lebens bedeutet hätte (weil er seelisch von meiner Mutter abhängig war), hat er wohl nie wieder eine Sekunde daran gedacht, Kontakt zu seinem „Kurschatten“ aufzunehmen.

Das Entscheidende daran ist für mich, dass meine Mutter sich mit der Tatsache, dass mein Vater sie vermutlich sexuell betrogen hatte, nicht wirklich weiter beschäftigte, sondern dies nachträglich akzeptierte. Wie ich selbst zu all solchen Aspekten empfunden hätte, ist im Kapitel Nr. 37 >Eifersucht< geschildert.


In der Realität ist es ja so, dass es solche Fälle (von mehreren Ehen) Unzählige gibt, also dies ganz normal ist, aber durch die Verheimlichung wird so etwas zu einer Sache, die etwas Schlimmes und Böses zu sein scheint, wobei dies irgendwie nach BERT HELLINGER eben alles auch irgendwie anscheinend für die Menschen schlimm sein soll. Dies hängt mit den grundlegenden >Ordnungen der Liebe< zusammen, die BERT HELLINGER m.E. in genialer Weise aufgedeckt hat.


Da ich die Bedeutung einer ersten Ehefrau meines Vaters bis zum 13. Mai 2009 (wo meine Mutter schon über ein Jahr lang verstorben war) nicht erkannt habe, konnte ich meiner Mutter diese Bedrohung auch nie nehmen, sofern dies überhaupt möglich gewesen wäre. Bei BERT HELLINGER ist nämlich dargestellt, wie in solch einem systemischen Familienfall ich als erste Tochter zu meiner Mutter hätte (zumindest innerlich) sagen müssen: „Du bist meine Mutter, und ich bin deine Tochter. Nur du bist die Richtige für mich. Mit der anderen habe ich nichts zu tun“3.


Dies ist nur einer der kleineren Aspekte, die mir noch nachträglich in der Beziehung zu meiner Mutter bewusst geworden sind. Es gibt mehrere weitere wesentlich schlimmere Aspekte, wo die Ursprungsliebe zu meiner Mutter schwer verhindert und gestört gewesen ist und meine Mutter dies alles durch ihren egozentrischen Narzissmus doppelt und dreifach verschlimmert hat.

Nach BERT HELLINGER dürfte ich mir allein solch ein Urteil absolut niemals erlauben; denn selbst schuldig gewordene Eltern müssen immer vollkommen von ihren Kindern geachtet und geehrt werden. Als ich diese Anschauung am 12. Juni 2009 in Anlehnung an BERT HELLINGER wieder erneut bei ANGELA MOONLIGHT4 las, die von diesen Anschauungen ebenfalls geprägt war, wurde mir bewusst, dass ich dies alles nicht wollte.


So wie ich generell um Erlass meines Karmas bitte, wie ich um Befreiung von der Macht der widergöttlichen Wesen des Anti-Universums bitte, bitte ich auch – seit ich überhaupt BERT HELLINGERs >Ordnungen der Liebe< gelesen habe - um Befreiung von jeglicher Verpflichtung und Verbindung zu meinem Ahnenstrom. Ich will nicht aus diesen Kräften des Anti-Universums erhalten werden, sondern von der göttlichen Instanz aus dem göttlichen Lichtreich (siehe Kapitel Nr. 53 >Hoffnung<).

Gemäß Darlegungen bei HURTAK in >Die Schlüssel des Enoch< bitte ich wortwörtlich darum: „Allmächtiger Vater JHWH5! Ich bitte Dich um LEBEN und Erlösung aus dem Kreislauf von Anfang und Ende, so dass meine Seele überreichlich mehr Leben in der Ausstrahlung von Dir als Vater haben kann“6.


Bevor ich die Darlegungen von BERT HELLINGER am 13. Mai 2009 gelesen habe, hatte ich „zufällig“ ungefähr drei Wochen vorher bereits von mir aus die Hypothese bezüglich meiner Mutter entwickelt gehabt, dass sie von mir Ehrerbietung verlangt hatte; denn sie selbst hatte ihre eigene Mutter verehrt. Auf diese Ehrerbietung bin ich allerdings niemals zu ihren Lebzeiten gekommen.


Jedoch hatte mich meine Mutter einmal im Jahre 1985 (nach oder bei einer Auseinandersetzung mit ihr) gefragt, warum ich sie und meinen Vater verachten (!) würde. Ich weiß noch, dass ich damals ganz perplex7 darüber war; denn dies war mir so in dieser extremen Weise nicht völlig bewusst gewesen und schon gar nicht wäre ich jemals darauf gekommen, dass dies von der anderen Seite so empfunden worden ist.

Ich weiß gar nicht mehr, was ich damals darauf geantwortet habe. Ich glaube jedoch, dass ich dies bezüglich der Verachtung auf jeden Fall abgeschwächt habe und einen anderen Schwerpunkt benannt habe – so ähnlich wie, dass eben von ihnen als Eltern zu wenig Verständnis wäre oder ähnliches.


Dies mit der Verachtung ist auch nicht 100 %-ig der richtige Sachverhalt. Es war einfach so, dass ich spätestens ab der Schulzeit (also mit sechs Jahren) mein gesamtes Interesse auf die Schule, auf das Lesen von Kinderromanen und darauf gelegt hatte, mich in der Freizeit (in freier Luft) auszutoben. Meine Eltern waren für mich einfach kein Gegenstand des Interesses. Und da sie wiederum gar nicht in der Lage waren, eine adäquate Beziehung herzustellen, waren sie völlig unbedeutend für mich, was sie vermutlich als Verachtung empfunden haben. Mein Vater interessierte sich merkwürdigerweise nur für sich selbst und langweilte uns beim gemeinsamen Essen mit Schilderungen von seiner Arbeitsstelle, was für uns Kinder so interessant war, als wenn in China ein Sack Reis umfällt. Und zu mir hatte er sowieso ein völlig befremdliches Verhältnis, was noch im Kap. Nr. 14 >Ursprungsfamilie< geschildert wird.


Es ist dies alles irgendwie tragisch und tut mir für alle Beteiligten schrecklich leid. Selbst als Kind empfand ich doch schon irgendeine Unfähigkeit meiner Eltern, sich seelisch in uns Kinder einzufühlen, sah aber mich selbst nicht in der Lage, daran etwas zu ändern. So habe ich mich meinen Eltern gegenüber in meinem Befinden prinzipiell niemals offenbart, da ich schon zu viele Enttäuschungen durch sie erlebt hatte. Einziger seelischer Bezugspunkt war meine Schwester für mich und ich für sie. Sonst war ich – wie wahrscheinlich Millionen (ja auf der ganzen Welt Milliarden) Kinder es auch sind, auf mich selbst zurückgeworfen. Meine Schullehrer brachten mir – glaube ich – mehr Liebe entgegen als meine eigenen Eltern, da ich für die Lehrer der Prototyp einer erwünschten Schülerin war.


Fortsetzung folgt in Teil R zum Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen<.


1 Imagination: FN bei 7-F >Tyrannei<.

2 Frevel: FN in Kap. 21 >Homo Coelestis<.

3 HELLINGER/Ordnungen der Liebe/S.112

4 MOONLIGHT/… Heilung im Namen des Herrn/S.250

5 JHWH (ausgesprochen: Jod-He-Wod-He): FN zu „Jahve“ bei 11-C >Dämonen<.

6 HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.373

7 perplex: verwirrt, verblüfft, überrascht, bestürzt, betroffen (D/F/S.551).