Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (73)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Ursprungsfamilie (14.A) Weltenmitternacht

…nicht so schnell!

 

 

Vorangestellte Inhaltsangabe zum Kapitel Nr. 14 >Ursprungsfamilie<

Das Kapitel besteht aus den 9 Teilen A bis „i“

(und dem dazwischen gefügten Teil B2)

 

Teil A: Kindheitsfamilie der Sozialisation. Seelenfamilien von Lichtkindern. Die Familienmitglieder schwebten zu schnell zur Erde hinab. Der Vater als Indianerhäuptling. Viele Seelen (selbst Avatare) inkarnieren sich ungern. Weltenmitternachtsstunde. Geistige Frühgeburten. „In Christo morimur“. Verbleiben in einem Zwischenzustand. Nötigung durch Engel. Vermittlung der Lernaufgabe. Selbst mit Liebesfähigkeit nur schweres Ankommen gegen Negativität.

 

Teil B1: Über die Intuitionspsychologin Angelika Peick. Selbst die Avadhutas (oder Verwirklichten) gehen nach der Avatarin Mutter Meera nicht gern wieder zur Erde. Auch ohne Weltgeburt ist die Straße nicht leichter. Lastenfreie Lastenträger. Lichtarbeiter oder Sternensaat. Indigokinder. „Erwürgte Seelen“. Rekrutierung aus der Hierarchie der Angeloi. Söhne und Töchter von Sonnengöttern. Das wahre Volk Israel. Adam-Kadmon-Rasse. Auserwählte des Lebendigen Vaters. Alle großen Religionen und Weltphilosophien. Verschiedene Wellen von Sternensaatangehörigen seit Lemurien. Bis zum Jahr 2011 Weggang der ersten Welle. Indigo-Kinder seit 1975 (oder 1992) sind mit karmischem Erlass geboren. Ausstrahlungen eines Erzengelbewusstseins. Sterngeborene als Repräsentanten ihrer Sternwelt-Zivilisationen. Kristallines Gen für die Recodierung der DNS. Ein Elternteil stammt nicht von der Erde.

 

Teil B2: Nicht alle Sterngeborenen sind Lichtarbeiter und umgekehrt. Viele Sternensaatangehörige befinden sich in einem tiefen Schlaf. Sonderkonditionen für den Aufstieg. 144.000 haben den Namen Christi an die Stirn geschrieben. Die Versiegelung erfolgte vor dem Materieweg im geistigen Reich, sonst würde die Finsternis sie noch stärker quälen. Begründet sind die 144.000 in den 24 Ältesten. „Die Lichtkinder sangen ´wie` ein neues Lied“ und bekommen einen neuen Namen. Sie müssen Gott ihre lebendige Seele darbringen als das „Schaf“, für das der HIRTE Sein Leben ließ. „Diese sind erkauft … zu Erstlingen Gott und dem Lamm“. Der Ritter auf dem Schwarzen Pferd soll „dem Öl und Wein kein Leid antun“. Beihilfsweg bis ans bittere Ende oder Geistesweg?

 

Teil C: Exemplarischer Inkarnations- und Löse-Rückweg ins geistige Reich anhand des UR-Erzengels Raphael. Erlangung der Zweiten oder Werk-Kindschaft. Rückbringung von Substanzen, die dem Fall Luzifers abgerungen worden sind. Die Zahl Neun für die 144.000 als exklusive Gruppe der Menschheit. Gescheiterte und Nachzügler. Ungleichheit von Lichtarbeitern und Aufgestiegenen Meistern. „Söhne des Lichts“. Fragliche Anzahl der „Schrittmacher“-Seelen. Aktivierung der Lichtstufe eins. „Reich der Seelen“ und „Himmel auf Erden“. Erhöhung der Frequenz des planetaren Magnetgitters.

 

Teil D: Teilweise Integration des galaktischen Seelenpotentials durch den Mahatma-Prozess. Rest des kosmischen Tages dauert ca. 1,3 Milliarden Jahre. 352 Bewusstseinsebenen der göttlichen Quelle. Die Mahatma-Ebene ist dem eigenen Lichtkörper überlegen. Reinigung von allen Verdichtungen. Beginn des „Beihilfsweges“ vor Tausenden (oder Millionen) von Jahren. Verschattungen durch Anpassung an irdische Verhältnisse. „Freie“ Knechte Gottes im Unterschied zu den „Befreiten“, die Teile des verlorenen Sohnes Luzifer sind. Das Geschlecht David und der Stamm Levi. Die von Luzifer als Herrn des Kosmos geführte Mehrheit der Kain-Menschen. Abels Opferrauch bewegte sich himmelwärts. Drei Kategorien von Seelen in den niederen Himmeln, zu denen die Erde gehört. Beim normalen Menschen muss ein Lichtkörper erst erschaffen werden. Erst nach freiwilliger Erdeninkarnation können Sonnenkinder die Kindschaft Gottes erlangen. Cherubim und Seraphim in Menschen. Der Seraph der göttlichen Weisheit in der Prophetin Gabriele.

 

Teil E: Große Macht der Sonnenkinder. Gotteskinder müssen erst durch Vernichtung das werden, was sie sein sollen. Aufopferung der gänzlich ausgeleerten Wesenheit. Große Festigkeit wird benötigt. Schweres Querholz auf den Schultern. Auferstehung aus dem Tode durch Aufnahme von Gottes Willen. Viel Angst und Qual. Weg von der größten Freiheit zur niedrigsten Knechtschaft. Statt Seligkeit und Wonne größte Trübsal, Elend und Schmerz. Unterschied zu gewöhnlichen Erdenmenschen. „Glückskinder“ sind keine Gotteskinder. Selbsterkenntnis durch das Werk >UR-Ewigkeit in Raum und Zeit<. Die irdischen Eltern sind meist keine Angehörigen der eigenen Seelenfamilie, die Kinder eventuell schon. Feindseligkeiten und Missverständnisse. Niedergang einer Rasse. Heimsuchung der väterlichen Sünden an den Kindern. Karmische Gründe für die Familiengruppe. Anfeindung durch Familienmitglieder in Träumen. Bevorzugung der Schwester. Relative Gleichgültigkeit den Eltern gegenüber. Symbole für eigene innere seelische Instanzen. Vorschau auf nachtodliches Kamaloka. „Du bist ja gar nicht so schlau, wie du immer tust“.

 

Teil F: Der Vater sprach wie aus dem Jenseits. Mangelnde Affinität des Vaters trotz verschiedener Ähnlichkeiten. Der Vater vernichtete diverse Gegenstände. Durchschneiden von Telefonkabeln. Nur noch winzige Figuren der Familienangehörigen – eventuell als Matrizen der Kausalkörper. Auflösung aller astralen Bindungen zu den verstorbenen Angehörigen. Den Kopf an die Schulter des Vaters gelehnt. Völlig fremde Menschen waren die Eltern. Zehn Jahre lang fast täglich von der Schwester geträumt. Das göttlich Väterliche. Wunderbare Verbundenheit mit der Schwester – dann jedoch: Kampf gegen sie (als Symbol des eigenen niederen Ichs) mittels Ertränkenwollens. Wassertaufe. Ersticken. Durch das Untertauchen entwöhnen sich die Augen der Tränen und das Ohr wird gefühllos. Erwachen der geistigen Sinne. Hellsichtigkeit. Erscheinen eines Zwerges. Elementarwesen und Naturgeister. Ätherarten.

 

Teil G: Körper auf dem Astralplan, Bewusstsein auf der physischen Ebene. Gedanken der Elementarwesen wirken sich in den Naturgesetzen aus. Elementarwesen der Christus-Hierarchie und der widergöttlichen Hierarchie. Lügendämonen. Spektren. Künstliche und natürliche Elementarwesen. Ein lebendiger kleiner Wicht. Gegenseitiges Erschrecken. Erlösung der Elementargeister. Kampf auf Leben und Tod mit der Schwester durch zwei Messer. Von der Schwester brannte nur noch eine Kerze. Tod des Naturwesens. „Traumhafte“ Einladung ins Königshaus. Pythagoras: Die Eltern sind durch das Karma-Gesetz bestimmt. Das Vierte Gebot: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“ als rein geistiges Gebot. In Vater und Mutter sollen Liebe und Weisheit symbolisiert sein. In die Tiefen des göttlichen Lebens gelangen. Freies Sein in sich selbst. Das Eigenwesen im Symbol der Erde. Das Wort „ehren“ soll durch „achten“ ersetzt werden. Wiedervereinigung mit den wahren spirituellen Familien. „Den Erdengeburtstag feiern, heißt einen Leichnam schmücken“. Jedoch: Geburtstag als der heiligste Tag des Jahres, weil das Christ-Selbst des Menschen einen neuen Pulsschlag gibt. Die Gaben der Tugenden als Geschenk darbringen. Geburtstag auf einer anderen planetarischen Ebene in Anwesenheit des eigenen Meisters. Durch die Mutter wurde der Geburtstag zur Hölle. Frühe Kindheit auf der Landwirtschaft. Immer allein. Narzisstische Störung.

 

Teil H: Unfall mit Folge einer Gesichtsnarbe. Aufschneiden der Pulsschlagader. Zorn des Vaters auf die Mutter führte zu einer weiteren Blessur. Narben als Merkmal des Eingeweihten. Tuberkulose der Mutter. Im Kindergarten. Die kleine Schwester als „Püppi“. Geschichte des vierjährigen Mädchens Sachi und seinen neugeborenen Bruder. Wegen Blasenentzündung ins Krankenhaus. Im Kinderheim. Kuraufenthalt der Mutter. Mit vier Jahren in Quarantäne. Schlafstörungen.

 

Teil i: Positive Manie bezüglich künstlichem Licht. Bei Verwandten auf dem Land. Mutter wegen Gelbsucht im Krankenhaus. Feuchte Kellerwohnung. Zahllose Trennungen von der Mutter. Selbsterfahrungen von SILVIA SCHÄFER. „Verfolgung des lebendigen Gottes im Menschen“. Ungewolltes Kind wegen vorehelicher Zeugung. Fall der 65-jährigen Annegret Raunigk, die durch künstliche Befruchtung Vierlinge zur Welt gebracht hat. Jedoch auch eine normale Zeugung kann ungesegnet sein, wenn dadurch eine unreife Naturseele zur Inkarnation gelangt. Geschlechtsverkehr während der Schwangerschaft ist nicht im Sinne Gottes. Der Geist der Unzucht geht bereits potenziert auf das werdende Kind über. Zeugung darf nur aus wahrhafter Liebe geschehen und nicht aus reinem Sexualtrieb, der bei LORBER als „gemeine Geilheit“ bezeichnet wird. Die eigene Mutter hatte an Abtreibung gedacht. Involutionäre Vernichtungsgefühle. Schädigungen sind schlussfolgerbar anhand der verschiedenen Krankheitssymptome sowie an einem fragilen Nervensystem. Das Buch >Ordnungen der Liebe< von BERT HELLINGER. Komplexität von massiven Negativitäten muss getragen und aufgelöst werden. Ablehnung in den Augen der Eltern. Alle möglichen psychopathologischen Symptome. Sportlichkeit. Attraktivität für Männer. Die menschlichen Eltern wären verpflichtet, das Kind zu lieben. Kritik an BERT HELLINGERs Thesen. Trost durch den Heiligen Geist (Spirit).

 

FN: (Teil A): Intuition (vor der 3. Einweihung, Absichten des Logos, Vision des Planes, Pinealis, Universalität, All-Liebe, Mitleid, Kritik, Buddhi-Ebene, Innere Stimme). Kamaloka. Heiliger Geist.

(Teil B1): Transzendieren. Avadhutas. Jungfräulich geboren. Kollektiver Messias. Foren. Part.

(Teil B2): Zeichen des Menschensohnes. Kataklysmus. Rhetorische Frage. Befehlsengel (Kyriothetes?). 24 Älteste. Schaf.

(Teil C): Merhatom. Jechahal. Exklusiv. Lichtherren (Herren des Lichts, Söhne Gottes, Elohim). Lichtsöhne (B`nai Or, Söhne des Himmels, B`nai Elohim, Paradiessöhne). Mazaloth-Welten (Spektrum). Mazzaroth. Mahatma-Prozess. Seth. Abel. Niedere Himmel. Erdeninkarnationen von UR-Erzengeln.

(Teil D): Seraphim in bekannten Persönlichkeiten.

(Teil E): Weihen. Krassheit. Schwester / Geschwister. Schnippisch.

(Teil F): Affinität. Intelligenz. Auflösung von astralen Bindungen. Matrize. Modalitäten. Wassertaufe.

(Teil G): Adelsstand.

(Teil H): Konfus. Quarantäne.

(Teil i): Konzeption. Fragil. Konsolidieren.

 

 

14. Ursprungsfamilie (A)

 

 

            „Denn kein anderes Wesen wirklich ist mehr zu bejammern

als der Mensch von allem, was atmet und kriecht auf der Erde“.

                                                               Aussage des Gottes Zeus bei HOMER[1]

 

Mit >Ursprungsfamilie< meine ich hier zunächst die Familie meiner Kindheit auf der Erde, in der ich meine Sozialisation durchgemacht habe. Sie bestand aus meinem Vater, meiner Mutter und meiner 1 ½ Jahre jüngeren Schwester. Es handelt sich also eigentlich um meine „Kindheitsfamilie“. Diese Definition gebe ich in Abgrenzung zu dem, was sonst erwachsene Menschen unter ihrer Familie verstehen, nämlich die selbst gegründete Familie mit einem Ehepartner und ein oder mehreren Kindern.

 

Über eine solche Familie verfüge ich nicht. Ich habe zwar zweimal in einer eheähnlichen Gemeinschaft gelebt, war aber nie verheiratet und habe auch keine eigenen Kinder, was ich selbst durch eine Abtreibung[2] verhindert habe. - Zugleich werden hier aber auch Ausführungen gemacht, die sich auf die wahre >Ursprungsfamilie< von Lichtkindern beziehen (zu denen ich mich auch selbst rechne), und die als „Seelenfamilie“ bezeichnet wird, so dass dadurch die Überschrift dieses Kapitels legitimiert ist.

 

Ungefähr 1986 hatte ich einen Traum, in dem ich alle vier Familienmitglieder meiner Erdenfamilie aus der Atmosphäre zur Erde hinabschweben sah (mich mit einbegriffen), u.z. senkrecht hintereinander, also über- bzw. untereinander. Die Reihenfolge weiß ich nicht mehr. Aber ich höre mich zu den anderen drei noch rufen, sie sollten dieses Herunterschweben verlangsamen. Ich rief: „Nicht so schnell!“ Außer mir handelte es sich bei diesen Familienmitgliedern um die bereits genannten drei Personen, wovon zur Zeit des Traumes real nur noch meine Mutter und ich lebten.

 

Meine Schwester war im Januar 1985 durch einen Unfall tödlich verunglückt und mein Vater im November 1985 durch Krankheit verstorben, wobei sowohl meine Mutter als auch ich dies auf den großen Kummer zurückführten, den mein Vater über den Verlust meiner Schwester empfand. Seit ihrem Tod wollte er auch nicht mehr leben bzw. er wollte ihr ins Jenseits nachfolgen. Er hatte aber zugleich eine organische Erkrankung, die dies begünstigte. Letztlich ist er vermutlich durch einen Fehler der behandelnden Ärzte im Krankenhaus verstorben.

 

Kurz nach dem Tode meines Vaters sah ich übrigens im Traum ein Foto, auf dem er ein Indianerhäuptling war, und das Foto von der unteren rechten Ecke nach oben verbrannte.

Zwischenzeitlich ist allerdings auch meine Mutter im Januar 2008 verstorben, wie im Kapitel Nr. 13-O >Aurisches Wesen< ausgeführt ist.

 

Wie der Mensch heruntersteigt aus den höheren Welten, worin er zwischen Tod und neuer Geburt gelebt hat, und wie er sich mit den Kräften und Substanzen der Eltern usw. verbindet, kann er durch die Fähigkeit zur Imagination[3] erfahren, wo die Denkkraft von dem physischen Körper befreit ist. Der Geistesschüler kann dann zurückschauen auf einen großen Teil des Lebens, welches er vor der Geburt, vor der Empfängnis, zwischen Tod und neuer Geburt in der geistigen Welt zugebracht hatte. Um jedoch bis in frühere Inkarnationen zurückschauen zu können, muss der Schüler eine noch höhere Fähigkeit der Seele, die Intuition[4], entwickeln[5].

 

Von der sogenannten Intuitions-Psychologin PETRA ANGELIKA PEICK[6] gibt es Darlegungen über Rückführungen von Menschen in das vorgeburtliche Dasein, in denen interessante Aspekte auch gerade über die >Ursprungsfamilie< gemacht werden. Von den Menschen, die zu Frau PEICK kamen, hatten viele das Gefühl, der Menschenkreis, in den sie hineingeboren wurden, interessiere sie eigentlich gar nicht; sie wollten eigentlich zu ganz anderen Menschen gelangen.

 

Insgesamt kommt es ziemlich häufig vor, dass jemand nicht zur Inkarnation herabsteigen will, weil auf der Erde alles als so schrecklich angesehen wird. Die meisten Klienten beschreiben, dass sie aus einem Seinszustand des Lichtes herauskommen. Einige sagen jedoch auch, dass sie aus grauen oder finsteren Regionen kommen.

 

Die geisteswissenschaftlichen Zusammenhänge sind wie folgt: Danach gibt es zwischen zwei Inkarnationen eine Art Höhepunkt innerhalb der geistigen Welt, welcher bei STEINER als „Weltenmitternacht[7] bezeichnet wird. Wenn die Seele diesen Punkt erreicht hat, hat sie schon viele nachtodliche (jenseitige) Zustände als Verarbeitung des letzten Erdenlebens durchgemacht, wie z.B. das Kamaloka[8]. Durch die Weltenmitternacht entsteht in der Seele dann wieder eine aktive Sehnsucht nach einer Außenwelt, denn das geistige Leben ist ein innerseelisches.

 

So baut sich der Mensch nach der Weltenmitternachtsstunde das geistig-ätherische Urbild für ein neues Erdenleben zunächst rein geistig auf. Dieses Urbild trägt geistig-magnetische Kräfte in sich, die den Menschen zu einem Elternpaar in die Inkarnation hinunterziehen. Der normale Zeitpunkt dazu ist der, wo der Zustand eingetreten ist, dass sich der Mensch mit dem vereinigen kann, was sich als seine Lebensfrucht des letzten Erdenlebens geformt hat[9].

 

Aber der Mensch tritt meist früher ins Dasein. Die meisten Menschen sind geistige Frühgeburten. Ein Ausgleich dafür findet erst später im Erdenleben statt durch Erlebnisse, in denen der Mensch harmonisch zusammenfließt mit den Früchten seiner früheren Inkarnationen. In der Weltenmitternachtsstunde ist der Mensch am einsamsten und seine Sehnsucht nach der Außenwelt ist am größten. Da tritt der Heilige Geist[10] an den Menschen heran und verwandelt die Sehnsucht in eine Art von Seelenlicht.

 

Der Mensch muss aber bis dahin die Erinnerung an sein Ich haben – mithilfe/durch den Christus (siehe Kapitel Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes<), sonst würde er sich vergessen, während er den Zusammenhang mit der geistigen Welt fühlt. Seit dem >Mysterium von Golgatha< (siehe Kap. Nr. 70) ist es notwendig geworden, zu einem starken Ich-Bewusstsein während des Erdenlebens zu kommen[11]. Gleichzeitig verbraucht der Mensch dadurch Kräfte für die Erinnerung. Damit die Erinnerung bewahrt werden kann, muss der Mensch hineinsterben in den Christus. Dies ist die Bedeutung des Satzes „In Christo morimur“[12].

 

Die Situation nach der Geburt wird von der Sicht der Seele als unangenehm geschildert, wo alles Überwindung kostet. Am liebsten wollen sich viele Seelen der Inkarnation verweigern, weil sie die Weltsituation und ihre auf sie zukommende Lernaufgabe als sehr unangenehm empfinden. Sie möchten lieber in einem Zwischenzustand bleiben, was sie auch einige Zeit dürfen. Dauert dies jedoch zu lange, werden sie von Geistwesen (von Engeln) anscheinend „genötigt“, in eine Geburt zu gehen (was den notwendigen Weitergang für die Seele darstellt). Nach PEICK darf ein Mensch übrigens erst als ein solcher (oder als Person) bezeichnet werden, wenn er tatsächlich auf der Erde inkarniert ist, vorher ist er eine Geistseele.

 

Noch vor der Geburt wird der Seele ihre Lernaufgabe vermittelt, z.B. Frieden mit verschiedenen Menschen zu schließen, die man in einem vorigen Leben gehasst hat. Schließlich lassen sich dann die Geistseelen doch auf eine Inkarnation ein. Es gibt allerdings auch andere Seelen, die sowieso mit einem starken Willen zur Erde drängen – sie wollen sich trotz aller zu erwartenden Lebenswiderstände vervollkommnen. Je näher jedoch auch diese Seelen zur Geburt kommen, merken sie, dass sie einer schwierigen Zeit entgegengehen. Auch sie werden dann unwilliger und bekommen Angst vor dem Zukünftigen. Fast jede Seele möchte sich kurz vor der Notwendigkeit der Geburt verweigern.

 

Selbst die geistig bewussteren menschlichen Seelen sind vor der Geburt von den Bedingungen erschreckt, die sie auf der Erde unter den Menschen vorfinden. Diese haben ein gewisses Bewusstsein über ihre geistige Aufgabe und auch eine größere Erinnerungsfähigkeit. Oft wird erlebt, dass die zu bewältigenden Aufgaben sehr schwer sind und sich kaum erfüllen lassen. „Man macht die Erfahrung, dass die Menschen im eigenen Umkreis der gesetzten Aufgabe entgegenarbeiten.“

 

„Dieses Missverhältnis verursacht große Schmerzen. Es kommt vor, dass Kinder mit sehr viel Liebesfähigkeit zur Welt kommen und diese Liebe auch in ihrer Familie verbreiten möchten, dass sie dort aber nichts als Feindseligkeit und Missverständnis vorfinden. Sie kommen dann gegen diese Negativität nur sehr schlecht an“[13], wie dies auch bei mir der Fall war und dies im Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen< und ebenfalls hier dargelegt ist.

 

Fortsetzung folgt in Teil B zum Kapitel Nr. 14 >Ursprungsfamilie<.

 



[1] zitiert von MATTKE in: Friedensfähigkeit durch Anthroposophie.

[2] Abtreibung: Näheres darüber siehe im Kapitel Nr. 7-G >Tyrannei< und im Kap. Nr. 30-D >Erdgebundene Seele< bei der Fußnote „Schwangerschaftsabort“.

[3] Imagination: FN im Kap. Nr. 7-F >Tyrannei<.

[4] Intuition: Die Erweckung der geistigen Intuition geschieht zwischen der zweiten und der dritten Einweihung. Sie bedeutet ein wesentliches Erfassen der Wahrheit, unabhängig von verstandesmäßigem Urteilen. Sie ist die sich steigernde Fähigkeit des Denkens, sich immer mehr in die Absichten des Logos (siehe Fußnote im Kapitel Nr. 4-B  >Asketische Versuche) zu versetzen und die Vision des großen Planes zu erfassen (nach JINARAJADASA/Die okkulte Entwicklung der Menschheit). Die Intuition ist angesiedelt in den Zellen der Gehirngegend um die Pinealis (siehe Fußnote im Kapitel Nr. 40-D >Meditation) herum, wodurch Seelenkontrolle möglich wird. Der Kern jeder Körperzelle ist ein Lichtpunkt und sobald das Licht der Intuition verspürt wird, ist es dieses Zellenlicht, das unmittelbar darauf reagiert. Die Intuition beruht u.a. auf einem Studium der Symbologie und sie bedeutet ein umfassendes Verständnis für das Prinzip der Universalität und der All-Liebe, woraus wahres Mitleid resultiert und Kritik unmöglich wird (TIBETER/Verblendung/S.15ff.). Das Wahrnehmungsorgan für die übersinnliche Fähigkeit der Intuition entwickelt sich aus der Seelenqualität des Fühlens. Der Schüler hat dadurch Zugang zur Buddhi-Ebene. Menschen, die täglich mit Musik zu tun haben oder verstärkt hinter dem gesprochenen Wort das Wesentliche und Wahrhaftige erfassen müssen, wie dies insbesondere bei Psychotherapeuten der Fall ist, oder die bestimmte >Meditationen< durchführen, haben die größte Möglichkeit, dass in ihnen eines Tages die Innere Stimme (oder das Innere Wort; siehe Text im Kapitel Nr. 3-B >Jungfrau Sophia) zu sprechen beginnt, worin sich dem Aspiranten der eigene Meister offenbart (LIEVEGOED/Der Mensch an der Schwelle/S.78).

[5] STEINER/Wege der Übung/S.132ff.

[6] PEICK/Wer die Türen zur Vergangenheit öffnet/S.101-122 (In: >Flensburger Heft< Nr. 56)

[7] Weltenmitternacht: Siehe Text hier im Kap. 14-A und über die geistige Mitternachtsstunde im Nachtodlichen Leben existieren auch noch Darlegungen im Kapitel Nr. 4-C >Asketische Versuche<.

[8] Das Kamaloka ist eine Übergangsstufe, welche der Mensch im Nachtodlichen Leben (also im Jenseits) durchläuft zwischen dem physischen Plan und dem Devachan (= der Mentalwelt). Im Kamaloka muss sich der Mensch das Begehren nach der äußeren Welt abgewöhnen, also die Begierde, durch die der Mensch auf den physischen Plan gelangt ist. Ist der Mensch gestorben, so hört die Gier nach den äußeren Gegenständen nicht sogleich auf, obwohl er keine Organe mehr hat, um mit ihnen in Verbindung zu treten. Die Gier bleibt, aber die Organe fehlen. Das Kamaloka ist ein Abgewöhnungszustand (STEINER/GA93a/S.95). Beim Menschen löst sich alles das im Kamaloka auf, was noch nicht vom Ich bearbeitet und veredelt ist. Beim Wilden löst sich der größte Teil, beim hochentwickelten der geringste Teil auf. Der veredelte Astralleib wird zum Devachan mitgenommen (STEINER/GA93a/S.167).

[9] STEINER/GA153/S.166

[10] Heiliger Geist: Diese Bezeichnung ist nach STEINER (GA153/S.152) ein technischer Begriff. Es ist der „ohne den Leib Lebende“ = der leiblose Geist; denn „heilig“ bedeutet: ohne die Schwächen eines im Leibe lebenden Geistes. Weitere andere Darlegungen über den Heiligen Geist finden sich in der Fußnote zur „Himmlischen Lichtjungfrau“, welche den Heiligen Geist repräsentiert, im Kapitel Nr. 9-B >Supramentale Wesen< und im Kapitel Nr. 53-B >Hoffnung< zu „Shekinah“. – Die höchsten Darlegungen zum Heiligen Geist habe ich allerdings in einem extra Kapitel Nr. 59 mit dem Titel >Ewiges Jetzt< verfasst aus Anlass des Pfingstfestes 2013. Dieses Kapitel wird dann auch jedes Jahr zu Pfingsten extra gepostet.

[11] STEINER/GA153/S.166f.

[12] STEINER/GA153/S.133

[13] PEICK/S.109