Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (78)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Ursprungsfamilie (14.F) Wassertaufe

…die Augen entwöhnen sich der Tränen

 

 

Am 24. Juli 1993 habe ich – seltenerweise - einmal von meinem Vater geträumt, nachdem er schon 7 ½ Jahre lang verstorben war, u.z. wie er auf meinen Anrufbeantworter gesprochen hat mit einer leicht verzerrten, aber eindeutig ihm zuzuordnenden Stimme – wie real aus dem Jenseits. An den Inhalt seiner Aussage konnte ich mich nicht erinnern, aber es schien mir nichts Negatives gewesen zu sein.

 

Auch am 11. Mai 2008 sprachen wir (im Traum) per Handy miteinander. Ob er mich angerufen hatte oder ich ihn, wusste ich nicht. Wir waren jedenfalls irgendwie terminlich verabredet. Zwischen diesen beiden Träumen liegen 15 Jahre und sowohl davor als auch in diesen 15 Jahren habe ich fast niemals von meinem Vater geträumt bzw. außergewöhnlich selten.

 

Ich vermute, dies hat damit zu tun, dass mein Vater (auch aus der jenseitigen Welt heraus) einfach von sich aus gar keine Affinität[1] zu mir hat, wie dies auch real nicht der Fall war. Und dies, obwohl ich eigentlich ganz stark in fast jeder Weise erblich und auch seelisch nach ihm geraten bin. Eventuell hat er unbewusst eine Abneigung gegen sein eigenes Spiegelbild gehabt, welches nun zudem in weiblicher Form erschienen ist. Als ich dies gerade über die Affinität in den PC getippt habe, was mir in dem Moment erstmals in dieser Formulierung eingefallen war, setzte spontan ein recht voller kurzer >Signalton< in meinem rechten Ohr ein, was mir wie eine Bestätigung meiner Hypothese[2] erschien.

 

Denn meine Mutter, die sich mein Vater ja als seine Frau ausgesucht hatte, war das absolute Gegenteil von mir. Wenn ich wie meine Mutter ausgesehen hätte, wäre vielleicht sein Verhältnis zu mir anders gewesen, was ich extrem schlimm finde. Wie ich es sowieso schlimm finde, dass mein Vater sich den Typ meiner Mutter ausgesucht hat, worüber mir nach BERT HELLINGER (siehe Kap. 13-Q >Aurisches Wesen<) natürlich keinerlei Urteil zustünde.

Wenn ich also von meinem Vater träume, dann meist nur, wie er sich zu mir in ein negatives Verhältnis setzt.

 

Am 09. Dezember 2008 las ich bei MARIE-FRANCE HIRIGOYEN über >Die Masken der Niedertracht<[3] und kam dabei plötzlich auf die Idee, weshalb mein Vater mit mir Probleme gehabt haben könnte. Meine Intelligenz[4] muss bei ihm zu einer eigenartigen Übertragung geführt haben: Da er wegen der Boshaftigkeit meiner Mutter (siehe Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen<) ihr unterlegen war (sonst wäre er ihr in jeder Weise überlegen gewesen) hat er meine Intelligenz als eine entsprechende seelische Unterlegenheit für sich empfunden wie sonst nur meiner Mutter gegenüber. Da er von meiner Mutter seelisch abhängig war, nicht aber von mir, hat er es gewagt, mich zu demütigen, was er sich bei meiner Mutter nicht getraut hätte, weil sie ihn dann tagelang ignoriert hätte.

 

Insgesamt würde hier auch das gelten, was von HIRIGOYEN ausgesagt ist: Der Ehepartner (= mein Vater) des Aggressors (= meine Mutter als dominante Person durch ihre Bösartigkeit), der unter dem Machteinfluss des Aggressors steht, vermag nicht, seinem Kind zu helfen[5].

Ja, im Gegenteil, träfe das zwischen meinem Vater und mir zu: „Es geschieht auch, dass ein Kind etwas zuviel hat im Verhältnis zu seinem Vater oder seiner Mutter. Es ist zu begabt, zu empfindsam, zu wissensdurstig. Man löscht aus, was das Kind am Besten in sich hat, um seine eigenen Mängel nicht sehen zu müssen“[6].

 

Ein so betroffenes Kind kann dann durchaus versuchen, den Narzissmus[7] (= die Selbstliebe) der Eltern zu heilen, was jedoch nach HIRIGOYEN und nach meiner eigenen Erfahrung (insbesondere auch meiner Mutter gegenüber; siehe Kap. Nr. 13 >Aurisches Wesen<) vergebliche Liebesmüh ist.

 

Ich kann gar nicht begreifen, dass mein Vater dies so wenig reflektiert hat; denn er hatte sonst durchaus edle Anteile in seinem Charakter, wie mir dies gerade noch am 26.12.2014 in einem längeren Telefonat mit einer Cousine von mir bestätigt wurde. Er war in der gesamten Verwandtschaft beliebt; denn er war ein geselliger Mensch. Jedoch haben die Verwandten durchaus auch eine gewisse Problematik meiner Eltern zueinander erkannt, worüber ich ganz überrascht war. Meine Cousine bestätigte mir im wesentlichen all das, was ich sonst von meiner Mutter generell ausgesagt habe.

 

Real ist leider das Verhalten meines Vaters mir gegenüber doch sehr enttäuschend für mich.

Dass sich mein Vater in ein negatives Verhältnis zu mir setzte, geschah auch am 04.11.2008, wobei ich seit dem Tod meiner Mutter (siehe Kapitel >Aurisches Wesen<) unverhältnismäßig oft von meinem Vater geträumt habe, vermutlich weil ich erst seit da auch ausdrücklicher für ihn betete.

 

In diesem Traum räumte mein Vater aus irgend einem Grund alle Sachen von mir weg; bzw. genauer gesagt: Er warf sie in den Müll. Da wurde ich so wütend, dass ich bei einer veralteten Apparatur von Fernsprechanlage (Anrufbeantworter, Telefon, Kassetten usw.) die Drähte mit einer Schere durchschnitt. Dann vernichtete ich wohl auch Fotos und beließ lediglich ganz kleine Teile übrig, die nur einzelne Figuren (wie aus Blech oder Pappe) darstellten und nur einen Zentimeter groß waren. Diese Figuren stellten nun meine Familienangehörigen dar. Meine Mutter weinte, als ich die Kabel zerschnitten hatte und ich erwartete jeden Moment, dass mein Vater mich nun töten würde, denn für ihn war diese Fernsprechanlage sehr wichtig. Meine Großmutter war auch noch dabei; sie saß an einem Tisch.

 

Als ich dann tagsüber immer wieder an die Bedeutung des Traumes denken musste, fiel mir ein (was ich sonst vollkommen vergessen hätte), dass mein Vater real diverse Dinge weggeworfen hatte, nachdem meine Schwester und ich aus der elterlichen Wohnung ausgezogen waren, u.z. ohne uns auch nur ein einziges Mal zu fragen, ob wir sie vielleicht mitnehmen wollten. Erst später fragte ich meine Mutter nach gewissen Dingen und von ihr erhielt ich dann die Mitteilung über die Vernichtung dieser Gegenstände.

 

Natürlich handelte es sich nicht um weltbewegende Sachwerte, sondern um verschiedene Kinderbücher (die es heutzutage gar nicht mehr gibt und die doch noch eine ganz andere Qualität besaßen als die meisten heutigen) und auch Spielsachen, die ich für andere Zwecke hätte verwenden können. Und natürlich kann man sagen, wenn man die Sachen nicht innerhalb von drei Monaten benötigen würde, dann wären sie auch nicht wirklich notwendig.

 

Das Entscheidende ist jedoch für mich die völlig mangelnde Konfliktfähigkeit, die mein Vater besessen hatte, und weshalb er nicht in der Lage war, dies auch nur einmal anzusprechen, sondern auch hier: ein einfacher Vernichtungswille, mit dem ein Problem aus der Welt geschafft wurde – wie bei meiner Mutter in anderer Hinsicht. - Trotzdem habe ich (selbstverständlich) die damalige Situation meinem Vater vollkommen vergeben.

 

Denn wahrscheinlich hat die Dynamik des Traumes noch einen ganz anderen Schwerpunkt verdeckt, der eventuell mit meiner starken >Hoffnung< (siehe Kap. Nr. 53) auf Befreiung aus diesem Anti-Universum zusammen hängt. Tatsächlich ist es so, dass ich - vielleicht seit Mitte 2008 - auch um die Auflösung aller astralen Bindungen[8] zu meinen verstorbenen Angehörigen bitte, was eine Umwandlung in allgemein menschliche übergreifende Verbindungen (in der göttlichen Ordnung) bedeuten soll. Gleichzeitig spreche ich täglich eine Fürbitte für meine Verwandten.

 

Am 11. November 2008 habe ich denn auch gezielt darum gebetet, dass die eigenartigen Aspekte der Fremdheit und Feindseligkeit meines Vaters zu mir aufgelöst werden mögen. Und prompt hatte ich in der Nacht darauf erstmalig einen Traum, an dem ich meinen Kopf an die Schulter meines Vaters gelehnt hatte und er jedenfalls keine Abwehr dazu zeigte. Sonst kann ich mich leider an nichts erinnern.

 

Insgesamt sind diese Dinge wahrscheinlich doch auch geistig sehr kompliziert und problematisch. Solche karmischen Bindungen können vermutlich gar nicht ganz einfach aufgelöst werden, was ich aber insgeheim doch auch wünsche; denn durch eine Befreiung in die fünfte Dimension[9] (bzw. in das göttliche Lichtreich; siehe Kapitel Nr. 53 >Hoffnung<) wäre eine karmische Verbindung sozusagen „automatisch“ ebenfalls aufgelöst. Dies hat sich vermutlich in dem Durchschneiden der Kabel manifestiert. Und die Handlung meines Vaters war vielleicht sogar bereits eine vorbewusste Wahrnehmung meiner Absichten auf Befreiung; denn in der jenseitigen Welt besteht vermutlich doch ein anderer Zugang zu Informationen auf der Astralebene.

 

Auch die sehr kleinen Figuren könnten eventuell die winzigen Matrizen[10] der Kausalkörper[11] meiner Angehörigen repräsentiert haben, mit denen überhaupt nur noch eine Verbindung zu mir bestehen würde, falls mir eine Befreiung gewährt werden würde.

Da mir sowieso im Herbst 2008 vielfältige Dinge geschehen sind, gestehe ich, dass mir auch manchmal „angst und bange“ wird, auf was ich mich da eingelassen habe, wovon viele Dinge für mich doch gar nicht voll absehbar sind. Trotzdem werde ich von meinem Wunsch nach Befreiung (aus dem Anti-Universum) nicht abgehen, was in den vier Kapiteln Nr. 51, 52, 53 und 54 dieser Autobiographie geschildert ist.

 

Tatsächlich war es auch so, dass ich unmittelbar vor dem Traum vom 04.11.2008 eine Sequenz hatte, wo ich belehrt wurde über bestimmte Modalitäten[12] eines >Sonderaufstiegs<, auf den ich zugleich bzw. alternativ spekuliere. Diese Traumsequenz ist dargelegt zu dem Datum des 04.11.2008 im Kapitel Nr. 51-J >Sonderaufstieg<.

 

Am 24. Juni 1994 hatte ich allerdings bereits einen Traum, in welchem ein mir völlig fremder Mann mein Vater war und dieser keine Zeit für mich hatte.

Und auch am 18. Juni 2008 hatte ich einen Traum, in welchem meine Eltern nicht identisch mit den Eltern aus meinem jetzigen Leben waren. Diese waren insofern noch fast schlimmer als meine jetzigen Eltern, insofern sie keinerlei Interesse an mir hatten bzw. mich irgendwie gar nicht beachteten, als ich in die Wohnung kam. Eventuell jedoch konnten sie mich überhaupt gar nicht sehen, wie ich dies auch schon mit anderen Menschen in der Astralwelt erlebt habe, die wegen einer andersartigen Feinstofflichkeit des Körpers keine Wahrnehmung von mir hatten.

 

Es wird mir bei diesen Darlegungen überhaupt bewusst, dass ich meine Eltern real in der Kindheit gar nicht als so schlimm empfunden habe, wie sie mir nachträglich im Überblick vorkommen. Das eklatante Böse meiner Mutter habe ich sowieso erst in den letzten 20 Jahren (vor ihrem Tod im Januar 2008) gemerkt. - Es kommt mir selbst alles ganz eigenartig vor.

 

Gegenüber den seltenen (!) Träumen mit meinem Vater habe ich viele Jahre lang fast jede Nacht von meiner Schwester geträumt (bestimmt über zehn Jahre lang nach ihrem Tod 1985). Sie hat mich fast immer in den Träumen begleitet, war immer neben oder bei mir - überwiegend in einer positiven Beziehung zu mir. Über die symbolische Bedeutung der Schwester ist näheres dargelegt im Kapitel 45-K >Seelenwachstum< zum Zeitpunkt 37(II) (H).

 

Beide Personen zusammen (mein Vater und meine Schwester) kamen vor in einem recht positiv getönten Traum im Herbst 1997. Ich selbst befand mich real in einem stark erschöpften Zustand, als ich zu Bett ging. In meinem Kopf liefen alle möglichen Strömungen ab. In dem Traum schlief ich nun mit meiner Schwester in unserem gemeinsamen „Kinderzimmer“. Die Betten standen parallel zueinander mit einem Gang dazwischen. Es war eher dunkel im Zimmer. Da kam unser Vater, sah nach uns und deckte uns sorgsam zu. Er schloss wohl auch irgendein Fenster, durch welches kühle Luft hineinkam. Dann ging er wieder aus dem Zimmer.

 

Meine Schwester und ich schliefen noch nicht richtig und eine von uns fragte die andere, ob sie noch wach sei, was wir bejahten. Dann setzte sich meine Schwester auf bzw. sie setzte sich auf ihre Bettkante, mit dem Gesicht zu mir gewandt und sprach mich sehr direkt an. Es handelte sich um irgendeine Art Geheimnis oder eine Offenbarung o.ä. Ich sollte dies wohl für sie aufschreiben, notieren.

 

Dazu war ich jedoch zu müde und sagte ihr, dass ich dies morgen tun würde. Zwischen meiner Schwester und mir war eine wunderbare Verbundenheit. Dann schaute ich zufällig zum Fenster hin und stellte überraschender- und freudevollerweise fest, dass es draußen schneite (zur Bedeutung siehe im Kapitel Nr. 43 >Schnee<). Außerdem standen Tannen (der korrekte Begriff ist wohl „Fichten) vor dem Fenster, welche ich so sehr liebe.

 

Nach dem Traum wachte ich auf und war in einer wundersamen Verfassung; denn ich hatte das Gefühl, als ob durch unseren personifizierten leiblichen Vater in Wahrheit das göttlich Väterliche zu uns gekommen war. Tatsächlich war auch die fürsorgliche Handlungsweise in dieser emotional getönten Art nicht direkt die Diktion[13] unseres leiblichen Vaters gewesen, obwohl er es uns materiell an nichts hat mangeln lassen.

 

Ein weiterer positiver Traum mit meiner (damals bereits seit 1985 verstorbenen) Schwester fand statt in meiner damaligen Wohnung in Berlin-Marienfelde am 09.Feb.1997, wobei diese jedoch anders als in der Realität gestaltet war. Es gab nämlich zwei Einzelbetten, in die wir uns jeweils zur Ruhe legten. Dabei war meine Schwester so glücklich über meine Anwesenheit, dass sie von ihrem Bett wie zu mir herüberflog und mich umarmte. Die Betten standen vielleicht zwei Meter auseinander.

 

Die reale Bezugnahme könnte eventuell gewesen ein, dass ich in der betreffenden Nacht ausnahmsweise bereits einmal um 02:30 Uhr schlafen gegangen war, nachdem ich gezielt Schlaftabletten genommen hatte. Dies war seit vier Wochen das erste Mal gewesen, dass ich wieder einmal nachts geschlafen habe. Ansonsten war ich immer bis 06:00 Uhr (oder 08:00) morgens wach (habe allerdings bis dahin meist auch schriftstellerisch gearbeitet) und bin erst morgens zu Bett gegangen.

 

Jetzt glaube ich, dass der Traum mit meiner Schwester ein wirklich übersinnliches Geschehen war. Meine Schwester war nämlich in den letzten Träumen überhaupt gar nicht mehr vorgekommen. Vermutlich konnte mir meine Schwester nicht mehr in der geistigen Welt begegnen durch meine Verlagerung der Schlafphase in den Tag hinein, wobei dies vielleicht mit ihren jenseitigen Lebensbedingungen zusammenhing.

 

Allerdings einen ganz schrecklichen Traum hatte ich bereits in der Nacht zum 05.Sept.1992. Hier wollte ich in einem Traum meine Schwester ertränken. Warum? Das wusste ich damals nicht. (Eine aufklärende Analyse und Deutung folgt etwas später.) Damals schien es mir, als ob dieses Ertränken-Wollen etwas damit zu tun hatte, dass sie meinem Willen nicht gehorchte. Ich wollte sie wohl durch das Ertränken zu einem Aufgeben, zu einer Unterwerfung unter mich und mein Wollen bringen. Dieser Traum war entsetzlich. Er hat mich sehr belastet, weil er eben überhaupt keine Gemeinsamkeit mit der positiven Beziehung hatte, welche ich in den Erwachsenenjahren mit meiner Schwester hatte.

 

Gleichzeitig war alles so real, einfach grausam: Ich drückte sie – ihren Rücken und Kopf haltend – immer wieder unter Wasser. Doch sie strengte ihren Willen darauf an, sich keinesfalls zu ergeben, sondern eher den Tod zu erleiden. Dabei sammelte sie bei jedem Hochkommen überlegt erneut Luft und Kraft, um die Phasen des Untertauchens zu überstehen (zu überleben). Ich ließ sie auch tatsächlich immer wieder aus dem Wasser hochkommen, um zu sehen, ob sie nicht doch einsichtig in meinen Willen sei, was sie aber nicht tat.

 

Diese wahnsinnig starke Kraft, mir duldend, erleidend (bis in den Tod) zu widerstreben, war für mich das entsetzlichste Gefühl, welches ich mir vorstellen kann. Ich hasste sie in dem Traum dafür unendlich und spürte dabei meine ebenfalls unendliche Ohnmacht, dass ich nichts erreichen würde, sondern scheitern würde.

 

Zunächst muss hier erläutert werden, dass es sich vermutlich in dem Traum nicht um meine reale Schwester handelte, sondern um mein eigenes niederes Ich, welches sich in meiner Schwester symbolisiert darstellen musste[14]. Jedoch ist das persönliche Erleben im Traum natürlich trotzdem so, als ob es die reale Schwester wäre. Dabei lebte meine reale Schwester damals sowieso schon gar nicht mehr.

 

Am 09. September 1992 analysierte ich dann die Zusammenhänge. Und stieß dabei auf die Bedeutung der Wassertaufe[15]. Zur Wassertaufe gehört die Erweckung der inneren oder geistigen Sinne. Zuerst erwachen ganz gewöhnliche Astralsinne, aber schrittweise dann die höheren Sinne, bis endlich der Schüler imstande ist, Eindrücke aus der göttlichen Sphäre in sich aufzunehmen.

 

Diese inneren Sinne sind: Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack und der Gefühls- oder Tastsinn. Nach alten Ritualgebräuchen wurde der Mensch bei der Wassertaufe bis über den Kopf ins Wasser getaucht, und eine kurze Spanne Zeit unter Wasser gehalten, so dass ihm das Ersticken drohte. In diesem Augenblick des Untertauchens „entwöhnten sich die Augen der Tränen und das Ohr wurde gefühllos“[16]. Dies ist nach WEINFURTER[17] die entscheidende Bedeutung der tiefbedeutungsvollen Sätze zu Beginn des großartigen (kleinen) Werkes von MABEL COLLINS >Licht auf den Weg<[18].

 

Am Tag vor diesem grausamen Ertränkens-Traum hatte ich übrigens definitiv den festen Entschluss gefasst, alles dafür zu tun, um die Geistige Wiedergeburt[19] zu erlangen. Ich war damals noch mit meiner „großen Liebe“ liiert (siehe Kapitel Nr. 37 >Eifersucht<), setzte meinen Lebensgefährten ab da aber absolut an die zweite Stelle in meinem Inneren.

Durch das Untertauchen ins Wasser bis zum Ersticken, wodurch ein >Herausziehen des Ätherleibes< (siehe Kap. Nr. 16) stattfindet, entwickeln sich dann die inneren Sinne, wozu u.a. die Hellsichtigkeit[20] gehört.

 

Tatsächlich hatte ich wiederum in der Nacht auf den Ertränkenstraum (am 06.Sept.1992) ein erstes hellsichtiges Erleben (wenn auch während des Schlafes). Ich stand innerhalb des Traumes vor meinem Bett. Plötzlich erschien etwas von mir entfernt eine circa 50 cm kleine Gestalt mit Bart und Zipfelmütze: Es war ein realer Zwerg, (Gnom) der genau so aussah, wie die Zwerge sonst in Kinderbüchern (oder Kinderfilmen) dargestellt sind.

Ich gestehe, dass ich bis zu diesem Moment nie wirklich geglaubt habe, dass es reale Zwerge gibt, auch wenn ich die geisteswissenschaftlichen Aussagen über die verschiedenen Elementarwesen[21] kannte.

 

Allerdings wusste ich damals noch nichts über die Protokolle von Dialogen, welche eine VERENA STAEL von HOLSTEIN mit den verschiedensten Naturgeistern geführt hat. Es gibt diesbezüglich eine unglaubliche Anzahl von verschiedenen Wesen, wie z.B. die bekannten Wasserwesen: die Undinen, Nymphen, Nixen; dann Steinwesen, Luftwesen, Feuerwesen, Papierwesen, Moorgeister, Glasmännchen, Salzwesen, Baumwesen, Sandwesen[22].

 

In einer Systematisierung würde man sie zuordnen zu jeweils einer der vier verschiedenen physischen Ebenen, welche sind: a) die feste Erde (Zwerge, Heinzelmännchen, Elfen), b) das Wasser, c) die Luft, d) der Äther. Letzterer untergliedert sich noch in den Wärmeäther, den Lichtäther, den chemischen Äther und den Lebensäther[23].

 

Fortsetzung folgt in Teil G zum Kapitel Nr. 14 >Ursprungsfamilie<.

 



[1] Affinität: hier im Sinne von Neigung verwendet (nach D/F/S.36).

[2] hypothetisch: FN im Kap. Nr. 52-A >Bitterer Wein<.

[3] HIRIGOYEN/S.52f.

[4] Intelligenz: Dass Kinder zwangsläufig im Prinzip immer etwas intelligenter als die Eltern sein werden (wobei es vermutlich sehr viele Ausnahmen gibt), liegt schon in dem Vorgang der allgemeinen Evolution zu einer Höherentwicklung der Menschheit begründet. Dies wird wiederum für einen gewissen Prozentsatz von Eltern immer auch eine Demütigung darstellen, wenn sie ihr Kind nicht hinreichend lieben (weil sie evt. narzisstisch gestört sind) und in ihrem Kind ihre eigene Fortentwicklung erkennen. - Dies wurde verifiziert in einem Forschungsprojekt der Universität Wien, wo Daten zwischen 1909 und 2013 von rund vier Millionen Menschen aus 31 Ländern ausgewertet worden sind. Danach stellte sich heraus, dass sich die Ergebnisse von Intelligenztests in den vergangenen 100 Jahren um drei Prozent pro Dekade verbessert haben. Diese IQ-Test-Leistungszunahme ist auch als sog. „Flynn-Effekt“ bekannt und gilt durch das Forschungsergebnis als bewiesen. Allerdings stellte sich auch heraus, dass der IQ nicht linear angestiegen war: Während des Zweiten Weltkrieges und in den vergangenen Jahren (vor 2013) stagnierte er (nach einem Artikel auf Seite 6 in der Apotheken-Umschau B 08/15 referiert) - Letzteres würde m.E. dem entsprechen, wie doch bei immer mehr jüngeren Menschen die Porno-Slang-Sprache Raum gegriffen hat (siehe die FN im Kap. 70-B >Mysterium von Golgatha< und die FN zu „Trivial- oder Fäkalsprache“ im Kap. 13-i >Aurisches Wesen<.

[5] HIRIGOYEN/S.57

[6] HIRIGOYEN/S.60f.

[7] narzistisch: siehe FN 1-A >Einleitung<.

[8] Die Auflösung der astralen Bindungen wird durch den Erzengel Michael (siehe Kap. Nr. 72 >Cherub Michael) auf Bitte des Menschen hin vollzogen; denn diese Bindungen sind meist sehr belastend für den Menschen. Näheres siehe im Kapitel Nr. 53-D >Hoffnung<.

[9] fünfte Dimension: FN bei 38-D >Freundschaft<, bei 15-G >Kosmische Phänomene<, im Text bei 53-E >Hoffnung< und im Text bei 64-i+J >Zorn der Eliten<.

[10] Matrize: (in einem übertragenen Sinn) bei der Formung eines Werkstücks derjenige Teil, in dessen Hohlform der Stempel eindringt (D/F/S.451).

[11] Kausalkörper: FN bei 11-B >Dämonen<.

[12] Modalitäten: Art und Weise der Aus- und Durchführung eines Vertrages, Beschlusses o.ä. (D/F/S.469).

[13] Diktion: FN bei Kap. Nr. 2-C >Erleuchtung<.

[14] Zur Symboldeutung der Schwester: siehe frühere FN hier im Kap. 14-E.

[15] Wassertaufe: eine von drei Taufen. Die beiden anderen sind die Blut- und die Feuertaufe. Zu diesen beiden Taufen finden sich nähere Darlegungen im Kap. 22-C >Flugträume< und zur Feuertaufe außerdem im Kap. Nr. 59-E >Ewiges Jetzt<.

[16] Das gesamte geistige Gedicht wurde bereits im Kapitel 4-B >Asketische Versuche< zitiert.

[17] WEINFURTER/Der brennende Busch/S.292

[18] COLLINS/Licht auf den Weg/S.5

[19] Geistige Wiedergeburt: FN bei 4-A >Asketische Versuche<.

[20] Hellsichtigkeit: FN zu „Imagination“ bei 7-F >Tyrannei<.

Über „Einweihung und Hellsichtigkeit“ habe ich übrigens ein extra Essay verfasst unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF bei dem Online-Verlag https://www.xinxii.com. Ich weise hier in dieser Autobiographie wiederholt aus existentiellen Gründen auf diese geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen hin (insgesamt sind es 25 Exposés über verschiedene esoterische Themen). Sie sind bei XinXii abrufbar unter der Kategorie „Esoterik“ ==> „Metaphysik“.

[21] Elementarwesen: FN bei 53-G >Hoffnung< und Text hier im Kapitel 14-G >Ursprungsfamilie<.

[22] Flensburger Heft/Nr.79/Inhaltsverzeichnis/Interviews durch VERNEA STAEL von HOLSTEIN.

[23] STEINER/GA93a/S.217f.