Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (98)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Erscheinen einer Sonne

(17.A) Aurora

Schauen der Sonne um Mitternacht

 

 

Vorangestellte Inhaltsangabe zum Kapitel Nr. 17 >Erscheinen einer Sonne<

Das Kapitel besteht aus den vier Teilen A, B, C und D

 

Teil A: Die Sonne als sichtbarer Ausdruck des Gottessohnes. Schauen der Sonne um Mitternacht entspricht der ersten Einweihung. Die Weisheit des Sonnenlichtes, welches auf dem Devachanplan lebt. Vor Erschöpfung in einer Art abgedämpftem Wachzustand. Chronologische Anführung von Sonnen-Erscheinungen. Strahlen ohne einen sichtbaren festen Mittelpunkt. >Das Evangelium der Pistis Sophia<. Erleuchtung durch den Geist. >Aurora – oder das Morgenrot im Aufgang<. Aufenthalt in der Sonnensphäre. Das Neue Jerusalem wird nicht von der Sonne beleuchtet. „Und es wird keine Nacht da sein“. Durchgang des Menschen durch die Planetensphären im Nachtodlichen Leben des Jenseits. Auf dem Mond verliert der Mensch durch sein Böses Stücke seines Selbstes. Im grandiosen Sonnendasein helfen die Engelhierarchien bei der Ausarbeitung der künftigen Erdeninkarnation. Das Sonnenlicht blendete nicht. Verschieben der Sonne durch Wechsel der Perspektive.

 

Teil B: Bewerbungsgespräch im Allgäu. Einer der schrecklichsten Träume des gesamten Lebens. Ausbeuterisches Gehaltsangebot. Hungerlöhne als eklatantes Verbrechen an der Menschlichkeit. Tabuisierung in den öffentlichen Medien. >Die globale Verantwortung der USA<. „Die globalen Ungleichheiten bezüglich Einkommen und Lebensstandard haben groteske Proportionen angenommen“. 1,3 Milliarden Menschen leben mit weniger als 1 Dollar pro Tag. Die reichsten 200 Menschen der Welt verfügen über 1 Billion Dollar. Reportage des ZDF über >HUNGER<: Es gäbe für alle 7 Milliarden Menschen Nahrung. „Ein Kind, was heute an Hunger stirbt, ist ermordet worden“. Die Informations-Elite als „Lügenpresse“. Beständiges Anrufen der Allmacht Gottes wäre vonnöten. Sozialpolitische Aussagen aus dem Programm des Kabarettisten Volker Pispers. USA als entsolidarisierte Gesellschaft im Endstadium des Kapitalismus. Die Ex-DDR wäre für viele Menschen das Paradies. Demokratischer Sozialismus mit zinsfreiem Wirtschaftssystem hat noch nie existiert. 13 Millionen Menschen leben in Deutschland am Existenzminimum. Aussagen über persönliche Finanzverhältnisse. Riester-Rente als Verrat an den Arbeitern. Beleidigende Aussagen zu verschiedenen Politikern. Agenda 2010. es sind wesentlich mehr Menschen arbeitslos als in den Statistiken als angegeben. Der Begriff des „Schweine-Systems“. „Farm der Tiere“ von GEORGES ORWELL.

 

Teil C: Nach Aussagen des Bodhisattvas Lord Maitreya ist der Hunger nicht auf karmischer Schuld der Armen begründet. Die spirituellen Meister könnten bezüglich der Hungernot eingreifen, dürfen dies aber nicht. Der ehemalige deutsche Bundespräsident Horst Köhler als Ex-Chef der Osteuropabank. Nachfolgender Bundespräsident Christian Wulff. Hetzkampagne gegen ihn, als wäre er ein Massenmörder. Juristisch freigesprochen. Wulff hatte sich geweigert gehabt, den ESM-Vertrag zu unterzeichnen. Infos zum ESM-Rettungsschirm. Bund der Steuerzahler und Tausende von Bürgern sehen den ESM als „sittenwidrig“ an. Der ESM geht zu Lasten der Zukunft der jungen Generation. Wer steckte hinter der Hetzkampagne. Joachim Gauck hat den Vertrag unterzeichnet. Deutschland wird im Bermuda-Dreieck der Finanzturbulenzen verschwinden. ESM-Vertrag als brutaler Angriff auf die Demokratie und die Selbstbestimmung aller freien Europäer. Er dient ausschließlich der internationalen Finanzoligarchie und den politischen Eliten Europas. Einer kleinen Gruppe von Oligarchen wurde durch die Privatisierung ermöglicht, Russland auszurauben. Statt wie bisher 2 % leben seitdem 50 % in Armut. Dezember 2013: Demonstrationen in der Ukraine. Putin will ein Abdriften zum Westen hin verhindern. Drohender Staatsbankrott der Ukraine. 25.05.2014: Ex-Profi-Boxweltmeister Vitali Klitschko wurde zum Bürgermeister von Kiew; der Milliardär Poroschenko neuer Staatspräsident. Genereller Missbrauch ökonomischer Macht. Reichtum und Wohlstand als Früchte evolutionärer Individuation. Reiche als „wirklich böse“ Menschen. Versklavung und Ausbeutung der Mitmenschen. Zur Prominenz gehörend. Große Intelligenz ohne Skrupel. Wille zur Macht. Die „großen Kapitalisten“ als Probejünger bei Änderung der Beweggründe ihres Handelns? Die jetzt herrschende kapitalistische elitäre Globalisierung ist eine neue Form des römischen imperialistischen Materialismus. Überwindung durch das Apokalyptische Geschehen. Zweckloses Verhüllen mittels der Bettdecke gegenüber unglaublich starkem Sonnenschein. Reduktion des Fernsehkonsums durch Transformationsprozesse. Distanzierung von allen elektromagnetischen Strahlungen und Einflüssen, die nicht aus dem göttlichen Lebensfeld stammen. Aussage von Apostel Paulus.

 

Teil D: Kult von Kochsendungen im Fernsehen. Wahnsinniger Nahrungsluxus. Jede vom Göttlichen ablenkende Lebenskraft wirkt bösartig, vernichtend und teuflisch. Spirituelle Fragwürdigkeit des Fernsehens. Bewusst gesteuerter Missbrauch des göttlichen Liebeslichtes. Schädigung der endokrinen Drüsen und ätherischen Organe. Als falscher Prophet. Licht- und Farbsymbole sollen angeblich positiv sein. „Geschwätz wird aussterben und Bücher werden zunichte werden“. Echte telepathische Verständigung und geistige Schau. Durch elektronische Medien wird das Tor zur Spiegelsphäre durchschritten. Herrschaft der äonischen Mächte. Leid in der Gestalt des Vergnügens. Geistiges Erwachen wird verhindert. Schnelligkeit und Richtung der Chakren-Rotation. Persiflage auf den individuellen Fernsehkonsum. Sonne und Mond gleichzeitig als Symbol der Mystischen Hochzeit. Mozarts >Zauberflöte<. „Bald prangt den Morgen zu verkünden, die Sonn` auf gold`ner Bahn“. Wahrnehmung der geistigen UR-Zentralsonne während einer Meditation. Direkte Erweckung der sieben Bewusstseinszentren und Hindurchleitung des Urlichtes. Einstrom von geistiger Substanz. Sekundenweises Todesempfinden. Offenbarung des göttlichen All-Selbstes. >Die Schlüssel des Enoch< von Hurtak. „Licht im Kopf“. „Macht aus der Höhe herunterbringen“. Aufsteigen der Kundalinikraft. „Der Stier Gottes trägt das Licht in der Stirn“. Zehnstündige Meditation am Tag bei den Yogis. Auf der Basis der inneren Beleuchtung wurden die alten Anatomien entwickelt. Ursprung im „Licht der Lichter“. Die neue Sonne geht im Osten auf. Das neue Gewand der Lichtseele. Die alte Sonne der Natur versinkt im Westen.

 

FN: (Teil A): Devachanplan (Mentalplan, Welt der Inspiration, Kunst, Mathematik). Östliche Himmelsrichtung. Jakob Boehme (Philosophus teutonicus). Neue Erde (= Jupiterzustand, = Himmlisches Jerusalem).

(Teil B): Oxfam. Bill Gates. Anunnaki. Vereinte Nationen (UN-O). Gesamtbevölkerung der Erde. Volker Pispers. Dieter Nuhr. Riester-Rente. Walter Riester. Agenda 2010.

(Teil C): IWF (Internationaler Währungsfonds). Horst Köhler. Fungieren. Politiker (Franz Josef Strauss – Lockheed- bzw. Starfighter-Affäre; Helmut Kohl – Beraterhonorare vom Kirch-Unternehmen). Angela Merkel. Oligarch. Putin. Individuation. Prominenz. Skrupel.

(Teil D): Wechseljahresbeschwerden (Hormongaben). Der Tibeter (Meister Djwal Khul). Telepathisch. Geistige Schau. Persiflieren. Psalm 23. Redundant. Anatomien. Obduktion. Röntgenographie. Sezieren.

 

 

17. Erscheinen einer Sonne (A)

 

 

STEINER schildert, wie in der weiteren geistigen Entwicklung (wenn ein >Herausziehen des Ätherleibes< stattgefunden hat, wie dies in dem vorhergehenden Kapitel Nr. 16 hier geschildert ist) ein Durchgehen durch die elementaren Welten stattfindet, bis der Aspirant hinter den Elementenwesen eine hohe geistige Welt sieht: die geistige Sonne.

Dabei ist die Sonne selbst sichtbarer Ausdruck des Gottessohnes, wie dies im Kapitel Nr. 41 >Sonnenfinsternis< ausgesagt ist, wo es speziell um die Verdunkelung der Sonne durch widergöttliche Wesenheiten geht. Über den Gottessohn finden sich des weiteren Darlegungen im Kapitel Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes<.

 

„Wenn für den Hellseher dasjenige, was sonst Finsternis ist, Licht wird, wenn er die >Erleuchtung< (Kap. Nr. 2) erlangt, dann dringt er vor, wie das physische Auge zur Sonne vordringt, zur geistigen Sonne, das heißt, zu den geistigen Wesenheiten. … Es tritt jener Moment ein, den man technisch nennt ´das Schauen der Sonne um Mitternacht`“[1].

 

Der Begriff „Mitternacht“ ist als tiefste Finsternis der sinnlichen Welt entlehnt. Geistig muss es sich nicht um die Zeit von 24:00 Uhr handeln, sondern es ist ein innerer Zustand gemeint. Dieses Schauen der Sonne um Mitternacht entspricht nach STEINER der ersten Einweihung[2].

Und an anderer Stelle wird beschrieben, dass das Sonnenlicht auf dem Devachanplan[3] lebt. „Wenn man das Licht im Traumbewusstsein erlebt, so erlebt man darin die Weisheit“[4].

 

Tatsächlich ist es nun so, dass ich phasenweise unter Umständen alle drei Tage (oder jede Woche einmal) im Durchschnitt innerlich im leicht abgedämpften Wachzustand (oder im Schlaf- / Traumzustand) eine Sonne sehe, die am Himmel in den verschiedensten Positionen steht. Die Positionen bringe ich auch mit bestimmten inneren Zuständen von mir in Verbindung.

 

Z.B. habe ich die Sonne durch Baumzweige hindurch gesehen, oder sie war ein blutroter Feuerball, oder sie stand strahlend hoch am Zenit. Manchmal ist sie etwas milchig. Sie steht mal etwas mehr links von mir oder etwas mehr rechts, mal flacher in Richtung Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang oder eben mittelhoch oder am Zenit. Sie trat schon mit Abendrot verbunden auf.

 

Dieses Schauen der Sonne findet prinzipiell statt in Zuständen, wo ich vor Erschöpfung in einer Art abgedämpftem Zustand, aber doch wach bin. Dies geschieht insbesondere samstags oder sonntags nachmittags, oder wenn ich noch vor meiner regulären Schlafenszeit vor Erschöpfung eindöse. Und es tritt auf, wenn ich vor dem laufenden Fernseher eingenickt bin, wo das (im Prinzip widergöttliche) Fernsehen das >Erscheinen einer Sonne< trotzdem nicht hindert.

 

Da ich wegen meiner >Schlafstörungen< (Kap. Nr. 18) einen regulären gesunden Schlaf bis Juni 2007 kaum kannte, war ich prinzipiell jeden Tag irgendwann sehr erschöpft, nickte dann aber immer nur für 5 oder 10 Minuten ein (höchstens ½ Stunde lang). Danach war ich meist wieder „putzmunter“ und konnte später gar nicht mehr einschlafen.

Ich glaube, dass diese schlimmen Erschöpfungszustände bei mir Entwicklungen in Richtung auf ein >Herausziehen des Ätherleibes< (siehe das vorhergehende Kap. Nr. 16) überhaupt begünstigt haben und begünstigen und damit in der Folge auch das >Erscheinen einer Sonne<.

 

Es gibt nun zwei Arten von >Erscheinen einer Sonne< bei mir:

a)      einmal das Auftreten in einem abgedämpften Wachzustand und

b)      die Wahrnehmung einer Sonne im Traum, also im realen Schlafzustand. Hierüber habe ich eher Protokolle in meinen Tagebüchern, da diese Träume seltener sind als das >Erscheinen einer Sonne< im Wachzustand.

Im folgenden werden nun beide Erscheinungsformen durcheinander, aber in der Reihenfolge ihres zeitlichen Auftretens geschildert.

 

Am 23. Oktober 1995 schlief ich bis circa 11:00 Uhr. Erst kurz vor diesem Wachwerden sah ich im Schlaf hoch oben am strahlendblauen Himmel eine Sonne stehen. Dicht daneben war des weiteren wie eine kleine Sonne bzw. ein genau so hell leuchtender Stern. Ich dachte im Schlaf, es wäre die reale Sonne, wurde wach, machte die Augen auf – da war aber keine Sonne. Dies wäre auch um diese Uhrzeit von der Anordnung des Fensters gar nicht möglich gewesen, woran ich aber im Traum nicht dachte.

 

Ich schloss die Augen wieder und da war doch tatsächlich noch einmal das gleiche Bild der großen und kleinen Sonne in meinem Inneren. Ich lag auf meiner linken Körperseite und schaute in östlicher Himmelsrichtung[5]. Ich konnte das innere Bild noch relativ lange sehen, dann verlosch es jedoch.

 

Am Morgen des 23. Januar 1996, ein bis zwei Stunden, bevor ich mich auf den Weg zur Arbeit machen musste, hatte ich mich in geschminktem und angekleideten Zustand noch einmal hingelegt gehabt, denn ich war schon wesentlich früher wegen >Schlafstörungen< (Kap. Nr. 18) aufgestanden gewesen.

 

Um circa 08:00 Uhr träumte ich dann, wie die Sonne links oben von mir hoch am Zenit stand. Dabei muss ich während des Schlafes in einem spezifischen ätherischen und/oder astralen Zustand gewesen sein; denn es war einerseits so, dass ich auch im Traum wie real auf dem Bett lag, gleichzeitig war aber das Zimmer größer, schöner und vollkommen mit Sonnenlicht durchflutet, was real bei mir niemals der Fall ist. Dies, weil ich den Raum immer durch Gardinen vor der Sonne abdunkle; denn ich kann die Sonne durch Glasscheiben absolut nicht ertragen, sonst bekomme ich Schweißausbrüche.

 

Bereits im Traum hatte ich dann ein halbes Bewusstsein der Überprüfung, ob es die reale oder die geistige Sonne wäre. So etwas ist ein ganz eigenartiger Zustand. Ich drehte im Schlaf / Traum meinen Kopf zur anderen (rechten) Seite, wo ich das Bewusstsein hatte, dass dort die reale Sonne hätte sein müssen. Dort war sie aber nicht. Und so keimte das Bewusstsein in mir bereits im Traum auf, dass es sich um die geistige Sonne handeln müsse, die ich sah. Als ich den Kopf wieder zur linken Seite wendete, war die geistige Sonne immer noch da, so dass ich sie zum zweiten Male sehen konnte.

 

In der Nacht vom 03. Mai 1996 hatte ich von 02:30 Uhr bis 13:00 Uhr geschlafen. In den Morgenstunden zwischen 07:00 und 09:00 Uhr fand dann eine Art blitzartiger Umschwung in mir statt, und es erschien in mir, vor meinen inneren Augen, für den Bruchteil von Sekunden eine strahlende Sonne. Dabei bestand sie – anders als die physikalische Sonne – vom Mittelpunkt ausgehend, aus ganz vielen Strahlen (ohne überhaupt einen festen Mittelpunkt zu besitzen). Diese Strahlen reichten unterschiedlich weit in den Umkreis hinaus. Sie waren gelblich-rötlich-weiß. Wahrscheinlich war es überhaupt eher eine gewisse Art Erlebnis der >Erleuchtung< (siehe Kap. Nr. 2), als dass es sich um die Sonne handelte.

 

Zwei Stunden später, nachdem ich diesen letzten Satz als Hypothese hier in der Autobiographie (im Jahre 2008) getippt hatte, las ich (in Bezug auf den Sachverhalt völlig zufällig) am 05.12.2008 doch tatsächlich Darlegungen von JAN van RIJCKENBORGH und C. de PETRI, die meine Vermutung zu bestätigen schienen. Es geht dabei um den Originaltext >Das Evangelium der Pistis Sophia<[6], der das Ringen, den Weg und den Sieg der wiedergeborenen Seele beschreibt, „welche die Verbindung mit dem göttlichen Geist wieder herstellt und dadurch in die universelle Weisheit eintritt“[7].

 

In der >Pistis Sophia< wird u.a. geschildert, wie >Jesus, der Christus Gottes< nach Seiner Himmelfahrt noch einmal für eine gewisse Zeitspanne zu Seinen Jüngern und zu Maria auf die Erde herniederkam, um diese in verschiedene Mysterien einzuweihen[8]. Es wird nun beschrieben, wie Jesus leuchtend aus dem Himmel herniederfuhr, und das Licht, das an Ihm war, war nicht zu beschreiben. „Es sandte sehr viele Strahlen aus, und es war kein Maß für Seine Strahlen. Sein Licht war nicht gleichförmig, sondern von verschiedener Art und Form, indem einige Strahlen vorzüglicher waren als andere“[9].

 

Und in >Die große Umwälzung< ist erklärt: „Wenn die Pistis Sophia vom Licht spricht, ist … eine Erleuchtung durch den Geist und im Geiste gemeint. Denn das allein ist Licht, was Weisheit und Kraft in sich schließt. Dieses Licht ist eine unermessliche, ewige Wirklichkeit. … ´Die Erleuchtung im Geiste`… bedeutet die Morgenstunde eines neuen Offenbarungstages der nie enden wird. Jakob Boehme[10] nennt diese Erleuchtung ´Aurora` oder ´Das Morgenrot im Aufgang`“[11]. Zu >Erleuchtung< siehe ansonsten das betreffende Kapitel Nr. 2 hier in der Autobiographie.

 

Am 13. März 1997 wurde ich im Traum lang anhaltend und intensiv von der Sonne beschienen, als ich einen Kreidestrich von einem in den Himmel hineinragenden großen Kreuz abwischte, was im Kapitel Nr. 45-E >Seelenwachstum< zu dem Datum geschildert ist.

 

Nachts im Traum am 26. August 1997 war ich in einer Szene unter freiem Himmel, der strahlend blau war. Dabei erkannte ich dies eigenartigerweise nicht sofort, da die gesamte Atmosphäre anders als auf der Erde war. Und ich konnte auch die ganz offenbar scheinende Sonne überhaupt nicht sehen und dachte zuerst, sie sei hinter einer Bergkette untergegangen. Dann stellte ich aber doch fest, dass die Sonne sich in keinem Winkel befinden konnte, sondern von der gesamten Strahlung her hoch oben am Zenit stehen musste. Gleichzeitig war es mir nicht möglich, die Sonne selbst zu sehen, obwohl ich nach ihr Ausschau hielt.

 

Zu der Zeit des damaligen Traumes habe ich mir dann keine Gedanken weiter darüber gemacht. Jedoch als ich dies in dieser Autobiographie (2008) niederschrieb, glaube ich mit einer gewissen Möglichkeit, dass ich eventuell auf der Sonne selbst war, genauer: in der Sonnensphäre (siehe auch in Teil 17-B), wohin man sonst im Nachtodlichen Leben sowieso für eine gewisse Zeit hingelangt. Dies ist auch ganz kurz angesprochen worden im Kapitel 15-K >Kosmische Phänomene< zum 13.12.2005, wo ich einen Traum geschildert habe, in welchem ich eventuell selbst (natürlich nur im Geistleib) ebenfalls direkt auf der Sonne war.

 

Bereits in der Apokalypse des Johannes[12] ist von der heiligen Stadt, dem Neuen Jerusalem, die Rede, die nicht von der Sonne beleuchtet wird: „Und die Stadt bedarf keiner Sonne, noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm“[13]. Und A.WOLF deutet dazu: „In dieser Schau gilt die (nicht geistige, sondern natürliche sichtbare; Anm.d.Verf.) Sonne als vom (Sünden-)Fall hervorgerufene Lichtreflexion“[14].

 

In der Apokalypse ist dann noch ergänzt: „Und wird keine Nacht da sein, und sie werden nicht bedürfen einer Leuchte oder des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten …“[15]. Hier soll „keine Nacht“ bedeuten, dass es den Sündenfall nicht mehr geben wird[16] und zugleich, dass es keine Trennung mehr von Gott geben wird – jedenfalls nicht für die Lichtkinder (siehe Kapitel Nr. 14-E >Ursprungsfamilie<), die Gottes Namen auf der Stirn tragen, Sein Bild im Herzen und Er ihnen allzeit gegenwärtig ist[17].

 

Im Kapitel Nr. 15-G >Kosmische Phänomene< ist bereits die Identität zwischen dem Neuen (= Himmlischen) Jerusalem[18] und dem Jupiterzustand erwähnt, der zugleich die Neue Erde[19] bedeutet. Und diese lichtstoffliche Erde wird beschienen von einer „anderen“ (nämlich geistigen) Sonne[20].

 

Nach dem Ablegen des physischen Leibes (dem irdischen Tod) gelangt man in die Jenseitssphären. Dort ist die erste Planetensphäre diejenige des Mondes (= erste Mondsphäre), in welcher nun der Mensch mit all dem Bösen konfrontiert wird, welches er auf der Erde getan hat. Das Merkmal des Bösen ist, dass der Mensch durch solche Taten minderwertiger wird als er ohne das böse Tun wäre.

 

Es ist nämlich so, dass der Mensch, um seinen weiteren geistigen Weg im Nachtodlichen Leben gehen zu können, alles Böse in der Mondsphäre zurücklassen muss. Da der Mensch eins ist mit seinen Taten, ist er so gezwungen, die entsprechend bösen Teile von sich auf dem Mond zurückzulassen, und er verliert dadurch Stücke seines eigenen Selbstes.

„Ein Mensch, der ein ausgepichter Bösewicht wäre, welche es solche gar nicht gibt, der niemals etwas Gutes getan hätte, würde in der Mondensphäre ganz zurückgelassen werden“[21]. Dies ist jedoch nach Aussagen von STEINER für niemanden der Fall. Jeder Mensch kommt irgendwie weiter, wenn auch als mehr oder weniger unvollständiger Mensch.

 

Jetzt könnte man denken, dass dies ja wunderbar sei, dass der Mensch dann das Böse in der Mondsphäre aus sich ausgesondert hat. Dann ist er ja davon befreit. Dies ist jedoch nur zeitweise für Jahrhunderte so; denn auf seinem Rückweg zur erneuten Inkarnation[22] nimmt er alles Böse aus der vorherigen Inkarnation auf dem Mond wieder in sich auf und hat die Aufgabe, dies im neuen Erdenleben durch das Karma[23] auszugleichen[24].

 

Nach der Mondsphäre geht der Weg weiter zur (zweiten) Merkursphäre. Hier wird der Mensch von allem, was die Seele an Krankheiten an sich trägt, befreit. In der dann folgenden (dritten) Venussphäre wird dem Menschen bewusst, wie unvollständig er ist. Und er wird hier vorbereitet für die nächstfolgende (vierte) Sonnensphäre, wo der Mensch am längsten verweilt.

 

Da kommt der Mensch in die Gemeinschaft derjenigen (als Menschen bereits verstorbene) Seelen, mit denen er karmische Beziehungen hatte. Und er kommt auch in eine Verbindung mit den verschiedenen Engelhierarchien[25]. Diese helfen ihm dabei, als erstes das Urbild seiner künftigen physischen Körperlichkeit und als zweites das Urbild seines moralischen Erdendaseins auszuarbeiten. Zum eigentlichen Urbild des Menschen siehe das Kapitel Nr. 21 >Homo Coelestis<.

 

Das ganze Erleben im Sonnendasein ist nun ungeheuer reichhaltig, großartig und gewaltig – um ein Vielfaches gesteigerter als alles, was der Mensch auf der Erde erleben kann. Denn die innere Welt des Menschen ist wesentlich umfassender und grandioser als die irdische äußere Wirklichkeit[26].

 

Nach der Sonnensphäre kommt der Mensch dann noch in die (fünfte) Marssphäre, in die (sechste) Jupitersphäre und in diejenige des (siebenten) Saturns. Hier geschieht die letztendliche Ausarbeitung des künftigen Karmas für die Menschenseele[27].

Nach der Weltenmitternacht, wie sie im Kapitel 14-A >Ursprungsfamilie< angesprochen ist, durchläuft er dann die vorher geschilderten Planetensphären erneut in umgekehrter Reihenfolge, bis er sich wieder auf der Erde inkarnieren muss.

 

Am 22. Juli 1998 lag ich z.B. um 21:10 Uhr im Vorstadium des Einschlafens auf meiner linken Körperseite. Da sah ich plötzlich innerlich eine rote Sonne, u.z. als ob diese hinter meinem Rücken scheinen würde. Nur wenige Tage später, am 26.Jul.1998, hatte ich mich wegen Erschöpfung bereits nachmittags zu Bett begeben, während ich gleichzeitig den Fernsehapparat anhatte und einen Film sah. In dem dann auftretenden Dämmerzustand sah ich wieder eine Sonne, u.z. relativ hoch am Himmel – aber neblig bedeckt. Sie muss ungefähr dort gewesen sein, wo auch hinter den Mauern um diese Tageszeit die reale Sonne hätte scheinen können, jedoch war sie an dem Tag von den Wolken verdeckt.

 

Am Vormittag von Samstag, den 01. August 1998, als ich noch längere Zeit schlief, erschien mir im Traum hoch am Himmel stehend eine Sonne, wie milchig verschleiert, aber trotzdem deutlich. Innerhalb des Traumes schaute ich nun in diese Sonne mit offenen Augen für mehrere Sekunden bzw. sogar eine Minute lang hinein, bis mir plötzlich zu Bewusstsein kam, dass mich das Licht doch eigentlich blenden müsste – was es aber nicht tat. Ich wandte dann trotzdem den Blick ab.

 

Am 27. September 1998 sah ich wieder eine Sonne, die leicht milchig bedeckt war. Sie erschien in einer spezifischen Konstellation: Es existierte wie ein Fensterkreuz, wobei ich jedoch nur den senkrechten Balken sah. Links von dem Balken stand die Sonne relativ hoch. Verschob ich dann meine Perspektive, so dass ich die Sonne rechts vom Balken sah, da stand sie dann plötzlich viel tiefer. Wechselte ich wieder zur ersten Perspektive, stand sie wieder hoch usw.

 

Ich habe bisher diesen Traum nicht näher analysiert, weil es mir irgendwie schwierig erschien, eine adäquate Deutung zu finden und so kann ich nur diese Schilderung abliefern.

Vielleicht spielen bezüglich des senkrechten Balkens vom Fensterkreuz Aspekte eine Rolle, wie sie im Traum vom 13.03.1997 zum „Stamm des Weltenbaumes“ im Kapitel 45-E >Seelenwachstum< angesprochen sind. Vielleicht hatte der Balken aber auch etwas mit der Teilung des Gehirns in zwei Hemisphären zu tun.

 

Und in der Nacht vor der >Sonnenfinsternis< (siehe 41-D) vom 11.Aug.1999 sah ich sogar zweimal zu unterschiedlichen Zeiten im Traum eine Sonne, was auch in dem entsprechenden Kapitel ausgeführt worden ist.

 

Vorstehende Protokolle sind nun schon ziemlich lange her. Jedoch habe ich auch noch am 07.03.2016 eine Sonne um ca. 00:40 Uhr gesehen (und in den vielen Jahren dazwischen immer auch wiederholt), nachdem ich wieder einmal durch >Tyrannei< (siehe Kap. Nr. 7) aus dem Schlaf gerissen wurde. Als ich nun wach war, aber noch liegen blieb, erstrahlte plötzlich mein Inneres bzw. erschien vor meinen inneren Augen Sonnenschein, der von einer hochstehenden sehr strahlenenden Sonne kam, die zwischen zwei Hochhäusern stand.

 

Am 19.04.2016 war ich um ca. 05:45 Uhr noch nicht ganz eingeschlafen, da hatte ich die innere Imagination, wie ich mit meinem Auto auf der Hildburghauser Straße entlangfuhr in Richtung Marienfelde (also in östlicher Himmelsrichtung fuhr). Da kam mir (alles in der Imagination) links ein Krankenwagen entgegen und am anderen Ende (Richtung Marienfelde) der Hildburghauser Str. erschien sehr groß und vollkommen horizontal zu meiner Gesichtshöhe ein Sonnenball in gelber Farbe.

 

Fortsetzung folgt im Teil B zum Kapitel Nr. 17 >Erscheinen einer Sonne<.

 



[1] STEINER/TB624/S.46f.

[2] STEINER/GA93/S.46

[3] Devachanplan ist ein anderes Wort für Mentalplan, die Welt der Inspiration. Durch reine oder heilige Gedanken gelangt man auf diesen D. Auch durch gewisse Partien der Kunst ist dies möglich. Des weiteren durch mathematische Rechenoperationen. Und im Nachtodlichen Leben (= Jenseits) wird der schon veredelte Astralleib zum D. mitgenommen (nach Notizen der Autorin).

[4] STEINER/GA93a/S.46

[5] östliche Himmelsrichtung: siehe Text in 17-D.

[6] SIEGERT(Hrsg.)/Das Evangelium der Pistis Sophia.

[7] JAN van RIJCKENBORGH & de PETRI/Die große Umwälzung/S.150

[8] Über die spezifische Kosmologie der >Pistis Sophia< finden sich ausführlichere Darlegungen im Kapitel Nr. 55-B+H >Neue Zeit<, des weiteren in dem Kapitel Nr. 57-A+B >Zum 13. Äon<; in dem Kapitel Nr. 58-D >Inseln des Lichts< und im Kapitel Nr. 59-B >Ewiges Jetzt<.

[9] SIEGERT(Hrsg.)/Das Evangelium der Pistis Sophia/Kap.4 (S.11)

[10] Jakob Boehme (auch Böhme): bedeutendster nachreformatorischer Mystiker und Philosoph, *1575, +1624. Von Beruf war er Schumachermeister in Görlitz. Seine Hauptwerke sind: >Aurora, oder Die Morgenröte im Aufgang<, >Vom irdischen und himmlischen Mysterium<, >Der Weg zu Christo in acht Büchern<. Der Bereich seiner Visionen umfasst den Menschen wie das Universum, die Natur Gottes und der Seele. Er hat lutherische, paracelsische, alchemistische, mystische und kabbalistische Gedanken zu einem tiefsinnigen naturtheologischen System zusammengeschmolzen, auch wenn die wahre Quelle seiner Werke doch begründet ist in reiner Geistesoffenbarung, die ihm blitzartig zuteil wurde. Dass sein Einfluss nicht noch größer ist, als dies auf alle folgenden Generationen von geistigen Menschen bereits der Fall ist, liegt an seiner sehr schwer verständlichen Symbolik. Boehme erhielt den Ehrentitel „Philosophus teutonicus“ (BÖHME/Aurora/Einführung).

[11] JAN van RIJCKENBORGH & de PETRI/Die große Umwälzung/S.154

[12] Apokalypse des Johannes: FN bei 23-A >Priesterseele<.

[13] Apk.21,23

[14] WOLF/Gnadenbuch/S.252

[15] Apk.22,5

[16] WOLF/Gnadenbuch/S.252

[17] WOLF/Gnadenbuch/S.257

[18] Himmlisches Jerusalem: FN bei 45-H >Seelenwachstum<.

[19] Neue Erde (= Jupiterzustand; = Himmlisches Jerusalem): siehe den Text bei „Berechnungen zum Jupiterzustand“ in 15-G.

[20] (Prophetin) Gabriele/Mein Wort/S.427

[21] STEINER/TB716/S.125

[22] Inkarnation: FN bei 45-G >Seelenwachstum<.

[23] Karma: FN bei 2-E >Erleuchtung<.

[24] STEINER/TB716/S.127

[25] Über die „Engelhierarchie(n)“ habe ich ein spezifisches Essay verfasst als Teil I mit dem Titel „Hierarchie“ unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF bei dem Online-Verlag https://www.xinxii.com. Ich weise hier in dieser Autobiographie wiederholt aus existentiellen Gründen auf diese geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen hin (insgesamt sind es 25 Exposés über verschiedene esoterische Themen). Sie sind bei XinXii abrufbar unter der Kategorie „Esoterik“ ==> „Metaphysik“.

[26] STEINER/TB716/S.126

[27] STEINER/TB716/S.128