Kim Carrey:

Sternenschnee (101)

Esoterische Studien einer Autobiographie

17. Erscheinen einer Sonne, Teil D

 

 

Das geistige Erwachen hängt nun elementar zusammen mit einer Drehung der Chakren[1]. Dabei ist es so, dass die Chakren umso schneller rotieren, je mehr ein Mensch an diversen Aspekten des dialektischen[2] Lebens interessiert ist. „Er ist wie eine lodernde Fackel, deren Feuer die Illusionen dieser Naturordnung brennend erhalten – die Feuer der Sterblichkeit“[3].

Richtet der Mensch jedoch sein Leben vollständig auf die Geistige Wiedergeburt aus, wird die natürliche Rotation der Chakren verlangsamt. „Darauf beginnt durch den Prozess der Transfiguration[4] eine Drehung der Chakras[5] in entgegengesetzter Richtung“[6], was letztlich eine Befreiung vom Rad der Geburt und des Todes bedeutet.

 

In der Zeitschrift >Geistiges Leben< ist der individuelle Fernsehkonsum spezifisch persifliert[7] mit Worten, die an den Psalm 23[8] angelehnt sind, den ich (in der wahren Bibelversion allerdings) schon seit Jahrzehnten immer wieder innerlich spreche: „Der Fernseher ist mein Hirte. Mir wird viel mangeln. Er lagert mich auf dem Sofa. Er verführt mich, nichts für den Namen des Herrn zu tun, weil er meine Zeit verschlingt. Er hält mich davon ab, dem Herrn zu folgen, weil er so viele Shows und Filme präsentiert, die ich sehen muss. Er unterweist mich in den Dingen der Welt, und bewahrt mich davor, Gottes Wort zu studieren. Er erquickt meine Seele mit Ausreden, damit ich nicht zur Bibelstunde muss. … Ich fürchte nichts Übles, denn mein Fernseher ist bei mir und lenkt mich ab. Seine Töne und Bilder, sie trösten mich. … Er hat mein Haupt mit Ideen gefüllt, die von Gottes Wort abweichen. Mein Mund fließt davon über. Fürwahr, Güte und Huld werden mich verlassen alle Tage meines Lebens. Ich werde die beiden nicht erleben oder anderen bringen, denn ich habe keine Zeit dafür, den Willen des Herrn zu tun. So werde ich wohnen in geistlicher Armut alle Tage meines Lebens“[9].

 

Am 15. Mai 2004 erschien leicht über meiner Stirnhöhe links vor mir eine Sonne.

Am 31. Mai 2005 sah ich am Himmel im Traum Sonne und Mond gleichzeitig stehen. Diese Kombination[10] ist eines der wichtigsten Symbole für die Mystische Hochzeit[11].

Ein Loblied auf die Sonne hat MOZART in seiner >Zauberflöte< verarbeitet. Diese Zeilen habe ich – wie so manche anderen – auswendig gelernt und immer einmal innerlich gesprochen, was meist sofort zu einer seelischen Stärkung und Erhebung bei mir führte. Sie lauten:

„Bald prangt, den Morgen zu verkünden,

Die Sonn` auf goldner Bahn.

Bald soll der Aberglaube schwinden,

Bald siegt der weise Mann.

O holde Ruhe, steig hernieder,

Kehr in der Menschen Herzen wieder;

Dann ist die Erd` ein Himmelreich

Und Sterbliche den Göttern gleich“[12].

 

Am 25. Juli 2004 sah ich eine strahlende Sonne waagerecht zu mir, während ich auf meinem Bettsofa lag.

Am 26. März 2007 sah ich eine 5 cm kleine Sonne an der Stelle meines Brustbeines, was vermutlich das Herzchakra[13] angezeigt hat und nicht unbedingt identisch ist mit manch anderem >Erscheinen einer Sonne<.

 

Am 4. Oktober 2007 schlief ich noch zwischen 12:00 und 15:30 Uhr. Da sah ich im Traum wie ein Fenster meiner Wohnung in Berlin-Lichtenrade, wo draußen strahlender Sonnenschein war. Real war jedoch der Himmel vollkommen bewölkt, als ich dies später verifizierte[14]. Dabei erschien die Sonne in dem Traum genau oberhalb des Fensters (so schlussfolgerte ich); denn ich konnte sie selbst nicht direkt sehen. Jedoch sah ich ihre Strahlen. Diese waren so ungewöhnlich, wie ich sie vorher noch nie gesehen hatte und ich konnte aus den Strahlen nur schlussfolgern, dass die Sonne selbst eine ungeheure Kraft haben musste, so dass es mir besser schien, sie gar nicht sehen zu müssen. Über diese Strahlkraft ist bereits zum Traum vom 03.05.1996 etwas dargelegt und weiteres findet sich ganz am Schluss dieses Kapitels.

 

Bei vollem Bewusstsein und voller Wachheit habe ich das erste und bisher einzige Mal eine Sonne bei dunklem Zimmer und geschlossenen Augen in geistiger Wahrnehmung gesehen am 26. November 2007 während einer >Meditation<. Die spezifische Meditationssequenz (als ein Teil unter anderen Sequenzen), während der dies geschehen ist, ist inhaltlich weder im Kapitel >Meditation< geschildert, noch kann ich sie hier genau darlegen. Dies aus dem Grunde, weil sie m.E. außerordentlich wirksam ist und ich nicht weiß, wieweit bestimmte Voraussetzungen erforderlich sind, ohne dass diese >Meditation< schädlich sein könnte für jemanden, der erst in einem spirituellen Anfangszustand ist und ich dafür nicht die Verantwortung übernehmen kann.

Ich kann jedoch aussagen, dass diese >Meditation< sich in dem sehr umfangreichen Buch >Der Innere Weg< von der >Prophetin Gabriele< befindet, allerdings eben noch nicht zu Anfang. Und ich kann aussagen, dass es dabei um eine direkte Erweckung der sieben Bewusstseinszentren (= Chakren; siehe im Text des Kapitel >Auftreten von Blitzen<) geht, durch welche das Urlicht hindurchgeleitet wird[15]. Als eine gewisse Hinleitung zu dieser höheren Meditation kann jedoch die sog. „Lichtmeditation“ angesehen werden, welche hier im Kapitel >Meditation< geschildert ist.

 

Ich vollzog diese Meditationssequenz (mit dem Urlicht) vom 17. Oktober 2007 bis Ende Februar 2008[16] erneut täglich, habe dies auch in einer früheren Phase schon einmal getan, dann aber ausgesetzt. Von Anfang an führte sie bei mir zu einem deutlich wahrnehmbaren Einstrom von geistiger Substanz mit einem gleichzeitigen Aspekt von etwas, was ich als einen sekundenweisen, wiederholten Tod empfunden habe. Ich betone, dass ich es so empfunden habe, was nicht bedeutet, dass es tatsächlich so etwas war, geschweige denn, dass es beabsichtigt ist oder dergleichen. Ich empfand gleichzeitig diesen bruchteilhaften Tod sofort als ein >Seelenwachstum<, auch wenn die Sekunde(n) selbst nicht angenehm waren, wie man sich dies vorstellen kann. Da es aber nur ganz kurz dauerte, war es (er)tragbar.

Die Sonne am 26.11.2007 erschien dann recht groß im Universum in einer vollkommen horizontalen Stellung zu meiner Augenposition. Es handelte sich dabei m.E. nicht etwa um eine hellsichtige Wahrnehmung meines Stirnchakras, sondern eben um die wirkliche geistige UR-Zentralsonne, deren Logos[17] der Christus ist. Und in dem Sinne handelte es sich um eine Offenbarung des Christus als All-Wesenheit Selbst (siehe Kapitel >Jesus, der Christus Gottes<).

 

Während einer kurzen (Halb-)Schlafphase im Laufe des Vormittags am 11. Februar 2008 war in mir vollkommen blauer Himmel und ich sah eine fast weißgelbliche Sonnenaura weit über den Umkreis hinausstrahlend: Alles war voller Sonnenlicht.

 

Am 9. März 2008 wurde ich während des Schlafes ganz stark und hell von der geistigen Sonne beschienen, während ich auf der Frontseite meines Körpers lag (wie dies zu 95 % während des Schlafes meine Körperhaltung ist). Die Sonne schien auf meine Stirn. Dabei war die Richtung meines Kopfes real in Richtung Norden, von wo nun bekanntermaßen die reale Sonne niemals scheint.

 

Am 5. April 2008 habe ich im Schlaf eine Sonne links vor mir gesehen, ziemlich in horizontaler Höhe zu meiner Position im Traum. Dabei war die Sonne unwahrscheinlich strahlend feurig mit großer Stärke. Es wird mir auch bei der Niederschrift dieser Zeilen wieder bewusst, dass ich bei fast allen Darlegungen die starke Strahlungskraft der Sonne so sehr betone (was schon recht redundant[18] von mir angewandt ist). Aber es ist so, dass diese Stärke mich immer wieder überrascht und die reale Sonne bei weitem übertrifft.

 

Am 8. Juni 2008 erschien mir in der Einschlafphase eine große Sonne – vollständig klar und rein als ein zugleich vollkommen abgegrenzter Sonnenball. An dem Abend vor dem Einschlafen hatte ich erstmalig in dem Buch von HURTAK >Die Schlüssel des Enoch< gelesen, was für mich seitdem zu großer Bedeutsamkeit geführt hat, die in dem Kapitel >Hoffnung< ausgeführt ist. In derselben Nacht habe ich auch sofort von J.J. HURTAK geträumt, was in dem dortigen Kapitel angesprochen ist.

 

Als ich am 30. Juni 2008 noch zwischen 12:00 und 14:00 Uhr schlief, erschien eine große Sonne im Traum draußen in Richtung Süd-West frontal vor mir, wo sie real noch viel weiter links am Himmel stand.

Als ich am 4. Januar 2009 ausnahmsweise einmal zwischen 14:00 und 15:00 Uhr meditierte und um einen Segen für alle leidenden Menschen bat, erschien völlig horizontal zu meinem Kopf rechts von einer vertikalen Fensterverstrebung ein feuerroter Sonnenball.

 

Beim TIBETER gibt es ganz eindeutige Aussagen über das >Erscheinen einer Sonne<, welche im Zusammenhang steht mit dem sog. „Licht im Kopf“. Dieses „Licht im Kopf“ tritt auf als ein Vorläufer des späteren Stadiums der Einweihung, indem das Seelenlicht in die Region der Zirbeldrüse[19] eindringt. Hier bewirkt es eine Ausstrahlung der Äther des Kopfes, der Lebenslüfte. „Dies führt zu einer Anregung der Gehirnatome, so dass ihr Licht mit den beiden anderen – dem ätherischen Licht und dem Seelenlicht – verschmolzen und vereinigt wird. Dann tritt dort jene strahlende Sonne auf, die der Aspirant mit seinem physischen Gehirnbewusstsein erlebt. Häufig sprechen Schüler von einem sich ausbreitenden Licht oder Glühen; … später sprechen sie vielleicht davon, dass sie etwas sehen, das wie eine Sonne im Kopf erscheint. … Noch später nehmen sie ein intensiv glänzendes, elektrisches Licht wahr: das Seelenlicht zusammen mit dem ätherischen und atomischen Licht“[20].

 

Dabei kann durchaus von einem Geistesschüler eine hohe geistige Bewusstseinsstufe erreicht werden, ohne diese Gehirnstrahlung zu sehen. Dies „hängt weitgehend ab von der Beschaffenheit des physischen Körpers, von vergangenem Karma und vergangenen Leistungen, wie auch von der Fähigkeit des Aspiranten, ´Macht aus der Höhe` herunterzubringen und diese Energie unbeirrt und stetig im Gehirnzentrum festzuhalten, während er selbst in der Meditation, losgelöst vom Formaspekt, verharrt und gelassen auf diesen schauen kann“[21].

Durch das >Erscheinen einer Sonne< bzw. durch das Auftreten des „Lichtes im Kopf“ finden weitergehende Prozesse statt bis hin zum Aufsteigen der Kundalinikraft, wie dies im Kapitel >Auftreten von Blitzen< geschildert ist.

 

Durch dieses Stadium wird schließlich auch der Samadhi-Zustand[22] erreicht, welcher in okkulten Worten wie folgt beschrieben wird: „Dann trägt der Stier Gottes das Licht in der Stirne und sein Auge sendet den Strahlenglanz aus; sein Haupt, mit magnetischer Kraft, gleicht der flammenden Sonne, und vom Lotos des Kopfes geht der Lichtpfad aus. Er führt in das größere Sein und erzeugt ein lebendiges Feuer. Der Stier Gottes erblickt den Sonnenengel[23] und erkennt ihn als das Licht, in dem er wandelt“[24].

 

Das Kundalini-Licht erwachte früher, wenn der Schüler sechs bis zehn Stunden am Tage meditierte. Bei einer solchen Meditationssequenz trat dieses Erwachen relativ bald auf, z.B. nach sechs Wochen. „Heutzutage kann der Mensch das nicht, weil das Leben mit der heutigen Kultur zu viele Anforderungen an ihn stellt. Damals aber meditierte der Schüler sechs bis zehn Stunden täglich. Er kann das jetzt nicht, ohne sich aus der Kultur herauszuziehen. Damals brauchte der Schüler fast keine Zeit für die Kultur. … Da kam er sehr bald dazu, dass er den damals noch nicht so dicht gewordenen Körper dahin brachte, dass im Inneren das Kundalini-Licht erwachte. Dieses ist für das Innere, was für die Außenwelt das Sonnenlicht ist. In Wahrheit sehen wir auch draußen nicht Gegenstände, sondern das zurückgestrahlte Sonnenlicht“[25].

 

In dem Augenblick, wo der Geistesschüler imstande ist, mithilfe des Kundalini-Lichtes die Seele zu beleuchten, wird die Seele so sichtbar, wie ein von der Sonne beschienener Gegenstand. Auf diese Weise wird allmählich der ganze innere Leib erleuchtet.

Diese „Innenbeleuchtung“ ist übrigens auch der Hintergrund für alle alten Anatomien[26], die noch nicht auf Obduktion[27] oder auf Röntgenographie[28] u.ä. basierten. Die okkulten Forscher hatten den inneren Körper mithilfe des Kundalini-Lichtes „seziert“[29].

 

Nach JAN van RIJCKENBORGH und C. de PETRI tritt als Folge der Geistigen Wiedergeburt[30] die Einstrahlung eines großen, intensiven Lichtes auf, von dem das ganze Wesen des Aspiranten erfüllt wird. „Die neue Sonne, die am Himmel aufsteigt, hat ihren Ursprung im Licht der Lichter und strahlt mit ungeheurer Kraft und unerhörter Helligkeit, so dass ´kein Maß ihres Lichtes ist`“[31].

Dies ist das Licht, welches >Jesus, den Christus Gottes< kennzeichnet. Zum Traum vom 03.05.1996 wurde schon von Seiner starken Strahlkraft gesprochen. Und ein weiteres Merkmal ist, dass die Sonne der Strahlung des Heiligen Geistes für den Geistesschüler im Osten seines Mikrokosmos aufgeht.

 

Dann bekommt er zugleich ein neues Gewand, welches dasselbe ist wie die „weißen Gewänder“ der Lichtarbeiter[32], von denen in der Apokalypse des Johannes gesprochen wird. Es ist das Hochzeitskleid als Zeichen für die Lichtseele, wie dies im Kapitel >Dämonen< ausgeführt ist. Und zur Lichtseele finden sich Ausführungen im Kapitel >Homo Coelestis<. Die durch das neue Gewand aufnehmbare Strahlung ist dann nicht mehr aus der Natur zu erklären.

Denn als Unterschied zu dem Aufgang der neuen Sonne im Osten muss zugleich die Sonne, die dem alten Leben Vitalität gab, untergehen. Es ist dies die Sonne der Natur, die im Westen versinken muss[33].

 

Ende des Kapitels Nr. 17 >Erscheinen einer Sonne<.

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