Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (106)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Kreuzigung und Gehenkter

(19.A) Tarotkarte

…das Verstellen der Lichter

 

 

vorangestellte Inhaltsangabe zum Kapitel Nr. 19 >Kreuzigung und Gehenkter<

Das Kapitel besteht aus den vier Teilen A, B, C und D.

 

Teil A: Beschreibung der Tarotkarte Nr. XII. Mystische Übungen nach Kerning. Mond auf der Gaumenwurzel, Sonne am Nabel. Erweckung der Kundalinikraft. Verstellen der Lichter in Gustav Meyrinks Roman >Das grüne Gesicht<. Eigener Vorgang des Aufhängens kopfüber nach unten. Durch das Mysterium von Golgatha wurde Luzifer zur Umkehr veranlasst. Das Kreuz als Symbol für den mystischen Tod, den großen Verzicht oder die dunkle Nacht der Seele. Individuelle mystische Kreuzigung in der Nachfolge Christi. Mattigkeit in allen Gliedern. Ein Aquarell „Christus am Kreuz“. Malerei als Symbol für geistige Konzentration. Mystischer Tod als Notwendigkeit für die Geistige Wiedergeburt. „Der Tod ist dein Führer“. Der Sohn des Anderen. Kindschaft Gottes. Der Tod des Ich.

 

Teil B: „Das Sterbende war mein Lehrmeister“. Aus dem Sterblichen müssen die Früchte für das Unsterbliche herausgeholt werden. Walfisch. Raben. Mythen, Sagen, Märchen. Läuterung des eigenen Wesens. Das Endura als „tägliches Sterben“ gemäß dem Apostel Paulus. Über die Einweihungsstufe der Kreuzigung wird die Sonnensphäre erreicht. Mystischer Tod im Erleben des inneren Bewusstseins. Früher: Aufhören der Lebensfunktionen. Heute: Die Hülle kann lebendig erhalten werden. Ein 80-jähriger Mann ließ sich auf einem horizontalen Kreuz annageln. Dadurch Errettung der Welt oder Beendigung des zweiten Weltkrieges. Verschiedene Anschauungen, inwieweit Engel Flügel haben oder nicht. Der heilige Phönix „Bennu“ ist Symbol des mystischen Pfades der Transformation. Wiedergeburt innerhalb des Quantenbewusstseinsfeldes. Das Vehikel „Chalkyrdi“.

 

Teil C: Der mystische Tod als ein Aspekt der Christlichen Einweihung. Niedersteigen in die Hölle. Zerreißen des schwarzen Vorhangs. „Nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe“ als das große Maha-Mantra nach dem Avatar Babaji. Der himmlische Mensch ersetzt den dialektischen Menschen. Auferstehung nach drei Tagen, beginnend am Karfreitag. Prozess zur Geistigen Wiedergeburt. Offenbarung in der Stigmatisation. Zerstörung des Kausalkörpers bei der vierten Einweihung. Die Einheit von Ego und Monade als Mystische Hochzeit. Verschmelzung mit dem Justierer. „Gekreuzigt sein im Leibe“. Apokalypse des Johannes. Viertes Siegel. Grimmen im Bauch – im Munde wie Honig. Die Erde als Kosmos der Liebe. Seligkeit des geistig-göttlichen Lebens. Wohnen im physischen Leib wird immer schwieriger. Die Vitalkräfte werden in eine spirituelle Kraft umgewandelt. Unerkanntes Leben unter den gewöhnlichen Menschen. Durch Steigerung der Schwingungsfrequenz werden Schwere und Dichte empfunden. Erzengel Michael mit leuchtend blauem Schwert. Durch das neue Lichtkleid werden die Kräfte der alten Lipika angegriffen. „Die christliche Therapie ist eine Methode, die den eigenen Interessen und Wünschen zuwider läuft“. Beginn der Selbstüberwindung und Schwächung des Ich. „Wer nicht erkennt, dass er krank ist, ist deshalb noch nicht gesund“. Linderung der Aufregung durch subtiles Einströmen. Die Last eines schweren hölzernen Kreuzes. Eine Fee vollzog eine feinstoffliche Wandlung. Bei einer ehemaligen Babaji-Schülerin strichen Engel ihre verwandelte Seele energetisch in ihren Körper ein. Im Traum wurde eine Herzoperation vollzogen. Der Weg des sterbenden Lebens der französischen Mystikerin Madame Guyon. Geistiges und sittliches Chaos. Brennen des unheiligen Feuers. Quietismus mit dem Prinzip der Passivität. Edle Seele in Blakes Vision >Jerusalem<.

 

Teil D: Die seliggesprochene polnische Nonne Schwester Faustyna als Künderin der Barmherzigkeit Gottes. Kein Leiden kann größer sein. Nie endendes Sterben der Seele. Zeugnis katholischer Mystik und Spiritualität. Schwere Erstickungsanfälle. Der Satan hasste sie. Zwei Skatkarten mit Kreuz und Pik. Der König als Symbol von Gott-Vater. Kreuz als Zepter verspricht Herrschaft und Macht im Sinne Christi. Das Pik-Zeichen als zweifache Negation des blutroten Herzens. Die naturhafte Seele im Zornfeuer Gottes. Hypothesen über den weißen Flecken. Mabel Collins: „Eh` vor den Meistern kann die Seele stehen, muss ihres Herzens Blut die Füße netzen“. In einem Traum waren alle Menschen von der Pest verseucht. Durch Ansteckung wurde der eigene Tod herbeigeführt. „Ich verblich wie ein Windhauch“. Selbstaufopferung als höchste Selbstverleugnung. Ebola-Epidemie. Zika-Virus. Immunschwäche AIDS durch HIV-Infektion. Das grundsätzliche Schicksal eines Lichtarbeiters. Erduldung „öffentlicher Kreuzigung“. Ehrung im Augenblick der Erlösung.

 

FN: (Teil A): Hans-Christian Andersen.

(Teil B): Gnosis. Sonnenmensch (ADAM). Zebaoth (´Tsebaoth). Salutation. Paraphysikalisch. Phönix. Mittlerer Pfad. Om Nahama Shivaya („Herr, Dein Wille geschehe).

(Teil C): Lipika. Madame Guyon. Quietisten. Maria Kowalska.

(Teil D): Pik-Zeichen. Pest. Pandemie.

 

19. Kreuzigung und Gehenkter (A)

 

In der Nacht zum 25. Dezember 2005, nachdem ich vier Stunden lang wegen der seelischen Qualen durch meine Mutter (siehe Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen<) nicht einschlafen konnte, habe ich dann kurz vor dem Einschlafen sekundenweise eine Imagination[1] der >Kreuzigung< in sehr kleinem Format gehabt und links leicht dahinter eine umgekehrte >Kreuzigung< bzw. ein Bild ähnlich dem >Gehenkten< der Tarotkarte Nr. XII.

Dabei existieren zu dieser Tarotkarte Nr. XII zwei verschiedene Schreibweisen: Von WEINFURTER wurde diejenige als >Gehenkter< übernommen[2], im ANSATA-TAROT wurde die Karte als „Der Gehängte“ bezeichnet.

 

Ich vermute, dass die Schreibweise >Gehenkter< eigentlich dem wahren Sinn nicht entspricht und WEINFURTER einem eigenen Widerspruch aufgesessen ist; denn „henken“ bedeutet „hinrichten“. Dies soll nun gerade nicht die Bedeutung der Tarotkarte Nr. XII sein, sondern es soll sich um einen „freiwilligen“ Vorgang des „Hängens“ handeln, der natürlich eine bestimmte mystische Bedeutung hat.

 

Insofern hat „Der Gehängte“ mit der >Kreuzigung< gar nichts zu tun - außer dass der Gehängte als eine weitläufige mystische Vorstufe zur >Kreuzigung< angesehen werden kann. Da beide Formen jedoch zunächst als grausam erscheinen (und auch zusammen in meiner Imagination aufgetreten sind), werden sie hier gemeinsam erwähnt.

 

Zunächst eine Beschreibung der Tarotkarte Nr. XII nach WEINFURTER: „Sie (die Karte) stellt einen jungen Mann dar, der an einem Querbalken hängt, welcher (wiederum) über zwei Bäume gelegt ist. Zwischen ihren Stämmen hängt nun, an einen Fuß angeknüpft, dieser Mann, mit dem Kopfe nach unten, wogegen der zweite Fuß, im Knie gebogen, zusammen mit dem anderen das Kreuzeszeichen bildet. … Auf vielen Karten hat die Gestalt den Heiligenschein[3] um das Haupt, womit erwiesen ist, dass es ein Heiliger[4] ist, oder dass er etwas Heiliges tut. Es ist daher durchaus irrig, diese Karte im Sinn einer Strafbedeutung zu erklären, die irgendeinem Eingeweihten zukomme“[5].

 

In den mir vorliegenden Instruktionen und Legemethoden für das ANSATA-TAROT ist bei der Deutung der Tarotkarte „Der Gehängte“ eher eine psychologische Sichtweise angeführt, die zudem leicht trivial klingt. Danach soll diese Tarotkarte den totalen inneren Umschwung symbolisieren, „… das Neue, das hereinbricht, die Einfälle, der Moment, da es einem wie Schuppen von den Augen fällt. Das Blatt zeigt auch die Notwendigkeit an, alles einmal von einer umgekehrten Warte her zu sehen, um auch die anderen zu verstehen. Das Blut soll wieder in den Kopf fließen, damit das Denken wieder lebendig wird. Es ist die Karte der Intuition[6], der neuen Einsicht“[7].

 

Nach WEINFURTER ist jedoch die Karte „Der Gehängte“ der Schlüssel zu den mystischen Übungen, welche von einem Schriftsteller namens KERNING[8] um 1930 herum wieder neu enthüllt worden sind, auch wenn sie schon seit uralten Zeiten bekannt waren. Jedenfalls hat der so hängende Mensch dort, wo andere den Kopf haben, die Füße. Dies soll bedeuten, dass der Aspirant in den Füßen denken soll, wie dies von KERNING vorgeschlagen wird, wie dies aber auch nach einigen indischen Schriften der Fall sein soll.

 

Gemäß der Hatha-Yoga Pradipika (= Praxis) soll der Mond nach indischer Anschauung auf der Gaumenwurzel liegen und ununterbrochen seinen Nektarstrom herabgießen. Dieser Nektarstrom wird aber von der Sonne verschlungen, die nahe dem Nabel des menschlichen Körpers liegt. „Es gibt jedoch einen ganz ausgezeichneten Vorgang, mit dem man die Sonne zu täuschen vermag. … Es ist als die Viparitakarani-Position bekannt, die wir dadurch erreichen, dass Sonne und Mond in die entgegengesetzte Lage gebracht werden. Das ist, dass die Sonne, die jetzt unter den Nabel zu liegen kommt, und der Mond an der Gaumenwurzel, ihre Plätze wechseln“[9]. Und dies wird erzielt durch die hängende Position mit dem Kopf nach unten.

 

Die Tarotkarte Nr. XII „Der Gehängte“ hat in Wahrheit etwas mit der Erweckung der Kundalinikraft zu tun (siehe hier im Kapitel 39-B >Auftreten von Blitzen<), wobei WEINFURTER die Chakren als die Sprossen der mystischen Leiter bezeichnet. Diese sind auf der Karte dargestellt durch die zwei Bäume, zwischen denen der junge Mann hängt. Diese beiden Bäume haben jeweils sieben Astknoten. „Verbinden wir dieselben mit Querlinien, so sehen wir, dass der Mensch gerade dort durchgeschnitten wird, wo die mystischen Knoten liegen, im Rückgrat, sowie im übrigen Körper“[10].

 

Eine weitere Besonderheit ist, dass der junge Mann die Arme auf dem Rücken verschränkt hält und aus seiner Armbeuge lugt so etwas wie ein Beutel hervor, daraus irgendwie Materie stückweise herausfällt[11]. „Dieser Sack ist mit der Erde dieser Welt angefüllt, die der Mensch dank der mystischen Übungen langsam aber sicher los wird. Dieser Vorgang ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stückchen zu beiden Seiten des Sackes langsam aus demselben zur Erde gleiten“[12].

 

Auf der richtig gezeichneten Tarotkarte Nr. XII sind in den Rockschößen des jungen Mannes in Unterleibshöhe auch noch zwei kleine Mondsicheln eingezeichnet, die dasjenige bedeuten, was vorher schon beschrieben wurde, dass nämlich der Mond aus der Mundhöhle in den Bauch versetzt wurde. Auf einigen neueren Karten (wie auch im ANSATA-TAROT[13]) ist dieses wichtige Symbol aus Unkenntnis weggelassen.

 

WEINFURTER erwähnt dann noch, dass dieses „Verschieben der Sonne“ (die auf des Mannes Haupt leuchtet, symbolisiert ist in den blonden nach unten hängenden Haaren, die wie Sonnenstrahlen aussehen) und das „Verschieben des Mondes“ auch von GUSTAV MEYRINK in seinem Roman >Das grüne Gesicht< als das „Verstellen der Lichter“ beschrieben wird[14].

 

Bereits viele Jahre vor der Imagination vom 25.Dez.2005, nämlich am 07.05.1996, hatte ich einen Traum gehabt, der vermutlich genau den mystischen Vorgang abgebildet hat, welchen die Tarotkarte „Der Gehängte“ darstellen soll. Der Traum begann so, dass ich als Zeuge sah, wie Vorbereitungen getroffen wurden dazu, dass ein Mensch aufgehängt werden sollte. Ich weiß noch, das ich dies sofort schrecklich fand, da ich eine Hinrichtung vermutete. Die Vorbereitungen bestanden insbesondere darin, dass Stricke herangeschafft und positioniert wurden.

 

Ganz plötzlich jedoch, Sekunden später nach diesen Beobachtungen von mir als Zeuge, hing ich selbst kopfüber nach unten. Dabei war es aber so, als ob mich eine unsichtbare Kraft sanft nach unten gleiten ließ, also den ansonsten durch die Schwerkraft verursachten Fall abmilderte. Und dann dachte ich, dass mir gleich das Blut in den Kopf steigen und ich so wahrscheinlich ohnmächtig werden würde. Auf diese Weise würde ich das weitere Sterben nicht mehr spüren müssen – so war mein sekundenweiser Glaube. Gleichzeitig hörte ich in der umgebenden Landschaft Heere kämpfen und hatte außerdem noch die Hoffnung, dass ich vielleicht von der befürchteten Hinrichtung rechtzeitig befreit werden würde; denn in dem Traum schien es mir um eine solche zu gehen.

 

Mit diesem meinem Gedanken war der Traum zu Ende bzw. ich hatte kein Bewusstsein mehr über ein weiteres Geschehen. Als ich danach jedoch aufwachte, schien es mir nicht um eine Hinrichtung in dem Traum gegangen zu sein, sondern um ein anderes geistiges Geschehen, über das ich zu der Zeit kein Bewusstsein hatte. Als ich dann den Traum bei der Erarbeitung der Autobiographie zuordnen musste, wurde mir jedoch der eventuelle Zusammenhang mit der Tarotkarte bewusst.

 

Nun komme ich zu dem Phänomen der >Kreuzigung<: Außer der einzigartigen (und universell bedeutsamen) esoterischen Tatsache, dass >Jesus, der Christus Gottes< (Kap. Nr. 44) durch Seine >Kreuzigung< im >Mysterium von Golgatha< (Kap. Nr. 70) zu Beginn unserer Zeitrechnung zum einen die widergöttliche Wesenheit Luzifer[15] zur Umkehr veranlasst hat und zum anderen für alle Menschen den Weg der Erlösung aus der Welt der Materie gebahnt hat, stellt die >Kreuzigung< das Symbol für den Mystischen Tod dar.

 

In der orientalischen Esoterik wird diese >Kreuzigung< als der große Verzicht[16] bezeichnet und charakterisiert den vierten Grad der Einweihung. Der so Eingeweihte wird als Arhat (= der Ehrwürdige) bezeichnet[17]. Die mittelalterlichen Mystiker verwendeten für den Mystischen Tod den Begriff „Dunkle Nacht der Seele“[18], wie auch der direkte Titel eines Buches von JOHANNES vom KREUZ lautet[19].

 

Bei WEINFURTER wird eine Verbindung gezogen zwischen der >Kreuzigung< von >Jesus, dem Christus Gottes< im >Mysterium von Golgatha< (siehe Kapitel Nr. 70) und der individuellen mystischen >Kreuzigung<, die der Mensch in der >Nachfolge Christi< (siehe Kap. Nr. 26) durchmachen muss.

 

Es heißt dort: „Von dem Tage der Fußwaschung bis zum Tode am Kreuze ist alles nur für uns geschrieben. … Alles, was dem großen Meister in diesen drei Tagen begegnete, ist uns zum Vorbild. Die Backenstreiche müssen wir empfinden und die Geißelung[20] erfahren, die Last des Kreuzes muss uns drücken und, um dem neuen Menschen Raum zu geben, sich Mattigkeit durch alle unsere Glieder verbreiten. Mag dagegen die Vernunft sich sträuben, die Sinne sich auflehnen, selbst unsere ganze Natur sich empören, wir dürfen nicht wanken, müssen standhaft dulden, um die Schmerzenskrone in eine Krone des Lebens zu verwandeln“[21].

 

So stellte sich mir z.B. in einem Traum vom 05. April 1994 dar, dass ich ein Aquarell gemalt hatte, welches eine Höhe von circa einem Meter hatte. Das Motiv darauf war: „Christus am Kreuz“, gemalt im halbseitigen Profil (von der rechten Seite des Christus aus) und von mir aus einer unteren Position nach schräg oben schauend. Real wäre es undenkbar, dass ich jemals dieses Motiv malen würde, da ich diese >Grausamkeit< (Kap. Nr. 49) viel zu schrecklich finde. Auch würde die Kunst, einen menschlichen Körper zu malen, meine nicht professionellen (wenn auch nicht bloß laienhaften) malerischen Fähigkeiten doch übersteigen.

 

Nach der Traumdeutung gemäß WEINFURTER soll nun jedoch auch das Symbol der Malerei im Traum ein Zeichen für geistige Konzentration sein. „Wenn wir etwas malen wollen, so müssen wir es uns zuerst vorstellen können. Daher dieses Rosenkreuzer-Symbol“[22], legt WEINFURTER aus. Diese Deutung reicht natürlich nicht bezüglich des Motivs aus, welches immer den mystischen Tod symbolisiert, wie dieser hier im Kapitel angesprochen ist. Zudem bedeutet es m.E. auch die Ausrichtung auf die >Nachfolge Christi<, die bei mir prinzipiell gegeben ist, selbst wenn ich alles auf der weltlichen Ebene damit Verbundene zutiefst verabscheue (und ich auch einmal im Sommer 2008 um „Entlassung“ aus dieser Nachfolge gebeten habe[23]).

 

Der Mystische Tod ist notwendig, wenn ein Mensch geistig wiedergeboren[24] werden will. Der Mystiker muss sterben, u.z. alten Mythen oder traditionsgemäß, entweder freiwillig oder unfreiwillig. Entweder er muss sich selbst töten oder er wird getötet.

Ungefähr im Jahre 1985 wurde mir übrigens bereits in einem Traum dieses Lebensmotto auf einer Schiefertafel mitgeteilt in englischen Worten, welche übersetzt hießen: „Der Tod ist dein Führer“, und unter dieser Maxime stand der Name des dänischen Dichters Hans-Christian Andersen[25], der nach verschiedenen Hinweisen, die ich verstreut irgendwo gelesen habe, auch ein Eingeweihter, ja ein Mystiker gewesen sein soll.

 

In einer Meditation fiel mir dann auf, dass der Name Ander-sen (vielleicht ursprünglich auch Ander-son), der Sohn des Anderen bedeuten könnte. Dabei ist unter dem „Anderen“ nach mystischer Deutung >Jesus, der Christus Gottes< zu verstehen, das „Du“ im menschlichen „Ich“[26]. Und „son“ ist der „Sohn“ des Anderen, was auf die Kindschaft Gottes hinweisen könnte. Um zum Christus zu gelangen, ist also der Tod des Ich notwendig.

 

Fortsetzung folgt im Teil B zum Kapitel Nr. 19 >Kreuzigung und Gehenkter<.

 



[1] Imagination: FN bei 7-F >Tyrannei<.

[2] WEINFURTER/Der brennende Busch/S.179

[3] Heiligenschein: siehe FN zu „Aureole“ im Kap. Nr. 21-i >Homo Coelestis<.

[4] Heilige: FN in 24-D >Ashram<.

Heilige sind auch ein Thema in dem Essay „Abendländische Esoterik“ (Teil II) über die „Christlichen Mysterien“, welches ich verfasst habe unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF bei dem Online-Verlag https://www.xinxii.com. Ich weise hier in dieser Autobiographie wiederholt aus existentiellen Gründen auf diese geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen hin (insgesamt sind es 25 Exposés über verschiedene esoterische Themen). Sie sind bei XinXii abrufbar unter der Kategorie „Esoterik“ ==> „Metaphysik“.

[5] WEINFURTER/Der brennende Busch/S.179f.

[6] Intuition: FN bei 40-D >Meditation< zu „Pinealis“.

[7] MERTZ/ANSATA-Tarot/S.16

[8] KERNING/Schriften. (keine weitere Literaturangabe bei WEINFURTER/Der brennende Busch).

[9] WEINFURTER/Der brennende Busch/S.180f.

[10] WEINFURTER/Der brennende Busch/S.181

[11] Im ANSATA-Tarot (von MERTZ) ist dieser Aspekt allerdings überhaupt nicht dargestellt, sondern im Gegenteil: Hier hat der junge Mann die Arme beide sichtbar im Bild und hält mit beiden Händen eine Flöte an seinen Mund, d.h. er spielt auf der Flöte.

[12] WEINFURTER/Der brennende Busch/S.181f.

[13] Beziehungsweise hier sind aus den Ohren des Mannes kommend zwei Hörner gezeichnet, welche an ihrem Ende einmal den Mond und einmal die Sonne aufgespießt aufweisen.

[14] WEINFURTER/Der brennende Busch/S.182

[15] Luzifer: FN bei 6-B >Stigmata<.

[16] CREME/Maitreyas Mission/S.168

[17] TIBETER/Esoterisches Heilen/S.442

[18] UNDERHILL/Mystik/S.523

[19] JOHANNES vom KREUZ/Die Dunkle Nacht

[20] Geißelung: siehe auch Text bei 6-D >Stigmata<.

[21] WEINFURTER/Der brennende Busch/S.232f.

[22] WEINFURTER/Mystische Fibel/S.127

[23] Darlegungen darüber sind erfolgt in diesem Kapitel Nr. 19-D im Zusammenhang mit einem Traum von Ende April 1997.

[24] Geistige Wiedergeburt: FN und Text im Kapitel 4-A >Asketische Versuche<.

[25] Hans Christian Andersen: dänischer Dichter. *1805, +1875. Romane und Kindermärchen (>Des Kaisers neue Kleider<, >Die Prinzessin auf der Erbse< u.a.) (NGL/Bd.I/S.31). Nach Angaben bei CREME (Maitreyas Mission/S.362) hat auch Andersen (ähnlich wie R.M. Rilke und wie Saint-Exupéry; siehe FN bei 43-B >Schnee<) einen Einweihungsgrad von 1.6 gehabt.

[26] Übrigens hat der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff ein Buch geschrieben mit dem Titel >Ich, der Andere<, und ich habe über ihn in dem Kapitel Nr. 26-C >Nachfolge Christi< und im Kap. Nr. 46-G >Existenzsicherung< Darlegungen gemacht.