Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (134)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Ashram (24.A) Wurzeln des Yoga



Vorangestellte Inhaltsangabe zum Kapitel Nr. 24 >Ashram<

Das Kapitel besteht aus den zehn Kapiteln A bis J.


Teil A: Guru als geistiger Lehrer und spiritueller Meister im 5. Grad der Einweihung. „Er vertreibt die Verdunkelung des Bewusstseins und ist die von Gnade erfüllte Kraft Gottes“. Anwendung von wissenschaftlichen Techniken, um Gott zu verwirklichen. Auch durch sonstige Lebensführung kann Selbstbeherrschung erlangt werden. Seelische und physiologische Hygiene. Die Atemübungen des Pranayama. Eine Methode, welche die ruhelosen Gedanken zum Schweigen bringt. Patanjalis Yoga-Sutren in >Die Wurzeln des Yoga<.


Teil B: „Achtfacher Pfad“. Kaivalya als das Absolute. Ashram als das innere Zentrum eines Meisters. Zwischen Meister und Jünger besteht völlige Freiheit. Internationale Gruppe aus verkörperten und nicht verkörperten Seelen. Geistesschulen sind von „Angenommenen Jüngern“ gegründet worden. Ein 70 Jahre alter Mann mit verklärten, erleuchteten Augen. Krishnamurti wurde als wiedergeborener Christus ausgegeben. Janis Joplin als weise, milde und barmherzige Persönlichkeit. Nur in tibetischen Klöstern würde man einer planetarischen Vernichtung entgehen. Eine zweite ätherische Erde schwebt bereits jetzt im All. Ergänzung vom August 2012 über die zweite (ätherische) Erde als sog. „Paralleluniversum“. Die Erde wird sich aus dem unteren Kreis des dreidimensionalen Erfahrungsrahmens herausheben. Es werden fast paradiesische Lebensbedingungen ohne Arbeitsverpflichtung herrschen. - Ein Mann in der Nachfolge Christi aß Kakteen.


Teil C: Reise im Traum nach Nord-Amerika. „Diese Frau ist die siebenmal-große Ich-Haftigkeit“. Errichtung einer Art Hängebrücke. Kosmische (menschliche) Denkkraft. Dreifach-göttliche Seelenkraft. Mikro-Kosmos und Mikro-Logos. Sieben Glieder der menschlichen Wesenheit. Das Ich als ein Knoten urgrundhaften Nichtwissens im Herzen. Kehlzentrum als Wirkensfeld des Sonnenengels. „Die Antahkarana ist der imaginäre Pfad zwischen dem persönlichen und dem unpersönlichen Selbst“. Der „dreimal-Große“ Hermes Trismegistos. Gleichseitiges Dreieck. Jeder Planet wird von Engelwesen aus der Hierarchie der Exusiai als „Gottes Minister“ regiert. Planetengeister als die „Sieben Geister vor dem Thron“. Dhyan Chohan. Ein leicht orientalisch aussehender Mitteleuropäer mit einem großen quadratischen Bild kam in die Galerie. Mystische Bedeutung von (körperlichen) Berührungen. Das Knie als sensitiver Punkt und energetischer Ort. Sturz beim Ski-Abfahrtslauf. Der wiederverkörperte biblische Moses als Lieblingsjünger des Gautama Buddha mit Namen Ananda (= Glückseligkeit). Heutiger Meister Ling. Differenzen mit indischen Yogis.


Teil D: Ein Antwortbrief von Annie Besant. Ein Dombild als Symbol für das schriftstellerische Werk. „Wir bauen an dir mit zitternden Händen“ von RILKE. Der Familienname sollte auf eine geheime geistige Herkunft schließen lassen. Miniaturgroßes Kopfbild eines Yogi am Himmel. Ein Prophet hat seine endgültige Freiheit erlangt und verfügt über göttliches Bewusstsein. Inkarnationen von Engelwesen. Schüler-Lehrer-Kette von Paramahansa Yogananda, Sri Yukteswar und Avatar Babaji. Die spirituelle Methode des Kriya-Yoga wird geheim gehalten. Universitäre okkulte Schulungen des Nachts zwischen 22:00 und 5:00 Uhr in aller Welt. Promotion als Einweihung. Von der Halle des Lernens zur Halle der Weisheit. Auf einem würfelförmigen Gerüst befanden sich Madame Blavatsky und einige Heilige. Seitenlänge und Breite des Quadrats.


Teil E: 3000 Meter hohe Berge als Symbol für das Himalaya-Gebirge. Der dritte Himmel als Ausdruck für die geistige Welt. Torbogen aus quaderartigen Steinen mit dem Namen Hermes. Landkarte in Form eines Kegels, der oben ein Berg war. Der heilige Berg Arunachala (= Morgenrot) als Wohnort Gottes. Offenbarung des göttlichen Selbstes. Höhensonne. Der Mensch kann Gott nur indirekt wie durch einen Spiegel schauen. Am Berge Horeb sprach Gott mit Moses aus dem brennenden Dornbusch. Unter Yogis fixiert an Eisendrähten. Der planetarische Zustand der Mond-Erde. Durch Eisenprozesse im Blut formt der Mensch sein Eigenwesen zum Ich. Einige Meister der planetarischen Hierarchie leben physisch in Shigatse/Himalaya. Über dem Wesak-Tal erscheint der Gautama Buddha in einer riesigen Aura, um die Welt zu segnen. Eine Versammlung der sieben Chohane. Die weiblichen Meisterinnen Rowena und Nada. Beim Darshan einer Guriji in Berlin. Die Ehre, neben einem indischen Guru während seines Deutschlandbesuches sitzen zu dürfen. Eine Art kleiner Metall-Pyramide als Geschenk. Es wurde das Lied „La Mère“ (Die Mutter) / „La Mer“ (Das Meer) gesungen. Aphrodite als „Meereskönigin“ und Jungfrau Maria als „Meeresstern“. Ausarbeitung über ein esoterisches Thema.


Teil F: Assoziiertenstatus bezüglich anthroposophischer Einrichtungen. Im Ashram von Meister Jesus. Als Jesus von Nazareth Träger der universellen Christus-Entität. Amt des kosmischen Christus in der planetarischen Hierarchie. Tempel über dem Heiligen Land. Mysterium von Golgatha. Eine große Skizze mit komplizierten Planetenkonstellationen. In der esoterischen Schülergruppe war auch ein bestimmter Schauspieler. Der Weltlehrer. Christus als 5. Grad der Einweihung ungleich dem SOHN der göttlichen Trinität. Amt des Christus. Meister Kuthumi ist als Bodhisattva (7. Grad der Einweihung) ein planetarischer Lebensträger. Es wurde der Name einer deutschen Stadt angezeigt als (momentaner) Aufenthaltsort von Kuthumi. Tempel über dem Berge Kaschmir. Entstehung einer universellen Kirche. Frühere Inkarnationen, u.a. als Pythagoras. Farbiger Glasboden im Tempel des Friedens von Meister Surya auf den Fidschi-Inseln. „Es gibt nur einige wenige ´Eingefleischte`“. Ein Kind Gottes als „Eingeborener“. Geistige Wiedergeburt als 3. Einweihung. Nur 450 Menschen weltweit. Ein Kongress mit 1000 Menschen. Eine koreanische Frau hieß „Maria“.


Teil G: Eine blonde Frau bettelte um Neuaufnahme bei einem Meister und warf sich ihm zu Füßen. Mehrere Aspiranten lagen in Betten. Ein scheinbarer „Flirt“ mit einem „Studenten“ hatte vermutlich eine gegenteilige Bedeutung. Tanz als Symbol für einen magischen Wirbel. Ein Balletttanz wies Elemente einer paranormalen Fähigkeit des Levitierens auf. Baskettballspieler. Der russische Tänzer Nijinsky. Eigene Unfallgefahr an den Müllkästen. Neue Paradigmen gegen die Illusion der Dualität bezüglich des physischen Körpers. Begegnung von Geist und Seele. Eurythmie. Weiß lackierte quadratische Sitzplätze. Weißer Stein. „Kesse“ Kritik gegenüber Kühlewind. An der Tafel waren paarige Geschirrteile aufgezeichnet. Aufnahme von geistiger Nahrung. Paare als Gegensätze, über welche der Yogi hinausgehen muss. Einheit entsteht durch Symmetrie der Dreifaltigkeit. Neuer Seinszustand des Bewusstseinskörpers. Begegnung mit den „Syzygien“. Gespaltenheit der Paare. Verzerrung und Opposition durch Dualismus unserer Raumzeit-Realität. Narzissmus des Selbst-Willens fördert eine ständige Entzweiung. Es wird kein Seelenpartner benötigt. Der wahre Gefährte ist im Quantenfeld des eigenen Bewusstseins immer gegenwärtig. Persönliche Lebenserfahrungen. Glück im vollständigen Alleinsein. Beobachtungen, wie Paare sich zueinander verhalten: Grausen bezüglich der Unwürdigkeit des menschlichen Umgangs. Von ihrem wahren Selbst abgeschnitten. Einheit des Geistes durch den Seelenpartner im Menschen selbst macht äußerliche Erfüllung überflüssig. Streben nach spiritueller Entwicklung soll Vehikel etablieren, über welche das menschliche ICH BIN agieren kann. Das Ehepaar James J. und Desiree Hurtak. „Felder der Zerrüttung und des Chaos“. Die eigenen männlichen und weiblichen Aspekte müssen aus der lokalen Relativität in das größere LICHT eingehen. Der Bewusstseinskörper als spirituelle Essenz des Geistes und des Denkens stellt das göttliche Doppel zum physischen Körper dar. Ba, Ka, und Ankh. Die primäre Lebensform des Menschen ist das Überselbst. Die wahre Identität ist das ICH BIN. Ein Ashram in der Form eines weißen Sternes und der Art eines riesigen Freilufttheaters. Tempel in Rundum-Form als zukünftige okkulte Geistesschule. Gepflastertes Dreieck in der Mitte. Vom Meister entgegengebrachtes kurzes unpersönliches Liebesgefühl. Irina Tweedy: >Der Weg durchs Feuer<. Zeitweise sitzend vielen Leuten den Rücken zugewandt.


Ashram / Rudolf Steiner:


Teil H: Er hatte anscheinend die Vollkommenheit erreicht. Anthroposophische Geisteswissenschaft als okkulte Metaphysik. Übersinnliche Forschungen. Wissenschaftliche Hellsichtigkeit. Größte Buchausgabe eines Autors. Historische Zeugenschaft. Persönliche Bekanntschaft mit Stefan Zweig. Stupende vielseitige Bildung. Massenwirkung. Verehrung für eine hervorragende Persönlichkeit. Mission der Andacht. Diskurs über Steiners Einweihungsgrad. Vollkommenheit als 5. Grad der Einweihung. Kampf zwischen orientalischen und abendländischen Eingeweihten.


Teil i: Steiners überragende Individualität. Oberhalb des geistigen Standes von H.P. Blavatsky. Imagination, Intuition und Inspiration. Saint Germain ist als Chohan der initiierteste Christ des Abendlandes. Identität mit Christian Rosenkreutz. Vollkommenheit der Bewusstseinskontinuität ab der 5. Einweihung. Verschiedene Träume mit Rudolf Steiner: Inhaber eines Schreibwarengeschäfts. Unterrichtung bezüglich verschiedener Symbole und geisteswissenschaftlicher Begriffe.


Teil J: Reinigung von Ungeläutertheiten. „Es würde um die lebendigen Seelen gehen …“. Die Tür als Symbol für Jesus Christus. Angeknabberte Wurst. Teile der weltlichen Persönlichkeit müssen geopfert werden. Geld als Symbol für die Erfüllung von weltlichen Pflichten. Ein Glasgefäß mit Duft-Öl. Retorten von mittelalterlichen Alchemisten. „Öl und Wein tu kein Leid“ (für Mitopferung der Lichtdiener). Steiners Mysteriendramen. Entstellungen könnten auf Missinterpretationen seiner Lehrinhalte hinweisen. Steiners früher Tod mit 64 Jahren hat als Möglichkeit, dass er vergiftet worden ist. Ermordung des Putin-Kritikers Boris Nemzow am 28.02.2015. Der Agent Alexander Litwinenko wurde nachweislich mit radioaktivem Polonium mit Billigung des Kreml vergiftet. Dieses russische Staatsverbrechen auf britischem Boden stellt einen „eklatanten und nicht hinnehmbaren Bruch des Völkerrechts dar“. Verschwörungstheorien, nach denen Putin in Misskredit gebracht werden soll. Gründe für die Affirmation zur Hilfe für den Verstorbenen. Mysterien der Inkarnation.


FN: (Teil A): Swami. Reinigungsriten.

(Teil B): Kaivalya. Krishnamurti. Annie Besant. Theosophische Gesellschaft. Wiederkunft Christi. Rudolf Steiner. Helena Petrowna Blavatsky. Janis Joplin (Woodstock-Festival).

(Teil C): Manas, Buddhi, Atma. Ahamkara. Sakralzentrum (Lenden-Chakra). Altamajor-Zentrum (Kehlzentrum). Religion. Wissenschaft. Kunst. Sibyllinisch. Marmans.

(Teil D): Pseudonym. Bewusstseins-Kontinuität. Heilige. Quadrat.

(Teil E): Quader. Chohane. Darshan (Devotee). Tetraeder. Konvex. Aphrodite.

(Teil F): Bodhisattva. Franz(iskus) von Assisi. Eingeborener („Der Logos in ihm ward Fleisch).

(Teil G): Flirt. Pitha. Inaugurieren. Moderat. Syzygien. Bewusstseinskörper. James J. und Desiree Hurtak. Ka. Ba. Ankh. Dunkle Atmosphäre.

(Teil H): Rudolf Steiner. Anthroposophie. Anthroposophische Gesellschaft. Atavistisch. Mediumismus (Richtung der Chakren-Drehung, Tief-Trance-Bewusstsein). Fünftes Evangelium. Makrokosmisches Vater-unser-Gebet. Essäer. Johannes Baptista. Leadbeater und Sinnett.

(Teil i): keine FN.

(Teil J): Die Symbole von „Ausscheidungen“ und „Waschen“. Affirmation zum Übergang ins Jenseits.



24. Ashram


Die Darlegungen hier beziehen sich nur auf Träume und nicht auf meine reale Teilnehmerschaft an einer >Spirituellen Gemeinschaft< (siehe Kap. Nr. 27) oder von >Lichtdiensten< (siehe Kap. Nr. 28), welche als reale >Ashrams< gelten würden. Die Darlegungen zu diesen „Ashrams“ kommen später, auch wenn es Überschneidungen gibt insofern, als sich in manchen Träumen meine Zugehörigkeit zu realen Bewegungen widerspiegelte. Dies war insbesondere während meiner über 10-jährigen Mitgliedschaft in einer >Spirituellen Gemeinschaft< der Fall.


Viele der hier geschilderten Träume haben jedoch einen ganz anderen Charakter, wie man schon an dem Begriff >Ashram< ersehen kann, der in Teil 24-B näher erklärt wird. Tatsächlich war und bin ich dann immer irgendwo angeschlossen, was es in der physischen Realität so für mich (neben den angesprochenen zwei Ausnahmen) nicht gibt. Die Träume scheinen auch in Verbindungen zu stehen mit Meistern, Gurus, Yogis oder Avataren, von denen ich Bücher gelesen habe, auch wenn ich die Personen dann gar nicht real kenne.


Wie mir erst im Februar 2015 richtig bewusst wurde, ist der Begriff >Ashram< hier doch sehr weitgedehnt angewandt worden. Dieses Kapitel ist mehr eine Art Sammelsurium von Begegnungen mit geistigen Individualitäten oder sonstigen Phänomenen, die irgendeinen Gruppencharakter aufweisen. Hier sollen zunächst einige Erklärungen zu dem Begriff des spirituellen Meisters, dem des Gurus und des Yogis abgegeben und anschließend soll in Teil 24-B der Begriff des >Ashrams< erläutert werden.


Ursprünglich sollte ein Guru über spirituelle Meisterschaft verfügen, also den 5. Grad der Einweihung erlangt haben. Jedoch ist diese Forderung schon immer unterlaufen worden und auch Eingeweihte niederen Grades betätigen sich als Gurus, was wegen des Bedarfs an spirituellen Führern durchaus verständlich ist. Auch kann ja schon vom Prinzip her jeder, der eine Stufe über einem anderen steht, also wer z.B. ein Eingeweihter zweiten Grades ist, jemanden belehren, der „nur“ ein Eingeweihter ersten Grades ist oder überhaupt erst im sogenannten „Vorhof“ sich befindet1.


Zudem gibt es generell nur einige wenige Eingeweihte 5. Grades im physischen Körper. Über den Stand eines Meisters wurden bereits im >Vorspann< (Teil C) Ausführungen gemacht darauf bezogen, dass Meister entgegen der trivialesoterischen Annahme durchaus wesentlich größeren karmischen Belastungen ausgesetzt sind als jeder andere Mensch, und es sind auch dort bereits die Gründe dafür angegeben worden, so dass auf diesen >Vorspann< (Teil C) ausdrücklich rückverwiesen wird.


„Guru“ ist nun das Sanskrit-Wort für: geistiger Lehrer, spiritueller Meister und auch für Gott2. Das Wort „guruh“ bedeutet im technischen Sinn „einer, der die Reinigungsriten3 an einem Knaben vollzieht und ihn im Veda, d.h. im ´heiligen Wissen` unterrichtet“. Diese Reinigungszeremonie bedeutet, esoterisch gesprochen, die Initiation (= Einweihung), bei der die schlummernde Energie der „Schau des Bewusstseins“ im Schüler geweckt wird4.

Die Bezeichnung Guru für einen geistigen Lehrer soll sich zusammensetzen aus den Silben „gu“ (= Dunkelheit) und „ru“ (= das, was vertreibt), also derjenige, welcher die Verdunkelung (des Bewusstseins) vertreibt5.


Bei LIEVEGOED sind Aussagen des Swami6 MACTANANDRA, der im Abendland den „Siddha-Yoga“ vertritt, über die Rolle eines Gurus zitiert: „Der Guru ist nicht der Mensch, der vor einem steht; der Guru ist die von Gnade erfüllte Kraft Gottes. … In dem Mantram, das der Guru dir gibt, vibriert seine ´Shakti`, seine geistige Kraft. Ein solches Mantram kann Befreiung schenken dadurch, dass es die Verwicklungen des Karma auflöst. … Der Guru führt die Suchenden zur völligen Befreiung“7.


Der wahre Lehrer zerstreut die Sorgen und Zweifel seines Jüngers und gibt ihm Frieden. So vollbringt der Guru ein gottähnliches Werk und hat dadurch Anspruch auf die größte Hochachtung seines Jüngers. (Über die Problematik des >Okkulten Gehorsam< finden sich in diesem Zusammenhang Darlegungen in dem betreffenden Kapitel Nr. 48.)

Der Höchste Guru des Universums ist allerdings Gott Selbst8.

Wer die natürliche Liebe des Herzens entwickelt, findet einen Guru, der ihn führt. Dadurch beginnt sein Weg geistiger Disziplin des Sadhana9, wodurch er letztlich selbst zu einem Eingeweihten wird10.


Ein Yogi wiederum ist nun jeder, der sich wissenschaftlicher Techniken bedient, um Gott zu verwirklichen. „Er kann verheiratet oder ledig sein, kann einen verantwortungsvollen Posten in der Welt haben oder in einem religiösen Orden leben“11, also ein Swami (= Mönch) sein. Ein Yogi wendet ganz bestimmte, stufenweise Methoden an, um Körper und Geist zu disziplinieren und dadurch schließlich seine Seele zu befreien. „Ein Yogi verlässt sich nicht nur auf sein Gefühl oder seinen Glauben, sondern hält sich an eine Reihe erprobter geistlicher Übungen, die bereits von den Rishis12 des indischen Altertums entwickelt worden sind. In jedem Zeitalter hat es in Indien christusähnliche Yogis gegeben, die durch Yoga wahre Freiheit erlangten“13.


Auch in anderen Ländern der Welt gibt es Menschen, die vielleicht noch nie etwas über Yoga gehört haben, und trotzdem als Musterbeispiele dafür gelten. „Durch ihr selbstloses Dienen an der Menschheit, durch Herrschaft über ihre Gedanken und Leidenschaften, durch ihre tiefe Liebe zu Gott oder durch die Kraft ihrer Konzentration sind sie im eigentlichen Sinne des Wortes Yogis geworden, denn sie streben das Ziel des Yoga – Selbstbeherrschung – an. Diese Menschen könnten ihre Fähigkeiten noch besser entfalten, wenn sie bestimmte wissenschaftliche Yoga-Techniken erlernten, mit deren Hilfe jeder sein Leben und seine geistige Entwicklung bewusst in die richtigen Bahnen lenken kann“14.


Von gewissen westlichen Schriftstellern, die nur oberflächliche Kenntnisse auf diesem Gebiet besitzen, ist Yoga falsch interpretiert worden; denn diese Kritiker haben selbst nie Yoga praktiziert. Im Wesentlichen geht es beim Yoga um eine Methode seelischer Hygiene auf dem Hintergrund psychologischer Disziplinierung, wobei speziell die rein körperlichen Prozeduren des Yoga auch physiologische Hygiene bedeuten.


Diese ist der gewöhnlichen Gymnastik der Atemübungen insofern überlegen, als sie nicht bloß mechanistisch-wissenschaftlich, sondern auch zugleich philosophisch ist. Durch die Übungen werden Körper und Geist miteinander verbunden, was z.B. deutlich ist bei den Übungen des Pranayama15, wo Prana zugleich der Atem und die universale Dynamik des Kosmos ist16.


Yoga ist eine Methode, welche die ruhelosen Gedanken zum Schweigen bringt. Ohne eine solche Methode ist es dem Menschen nahezu unmöglich, seine wahre göttliche Natur zu erkennen. Yoga ist die Wissenschaft der Gedankenbeherrschung. Die bekanntesten wissenschaftlichen Ausführungen über den Yoga hat der Inder PATANJALI circa 200 Jahre vor Chr. in seinem Meisterwerk >Die Wurzeln des Yoga<17 niedergeschrieben, wo er Yoga als ein „Neutralisieren der ständig wechselnden Bewusstseinswellen“ bezeichnet18.


PATANJALIs Yoga-Sutren enthalten (nach Aussagen von PARAMAHANSA YOGANANDA19) die wirksamsten Methoden, um zum unmittelbaren Erleben der Wahrheit zu gelangen. Mit Hilfe der praktischen Yoga-Techniken kann man sich über alle unfruchtbaren Spekulationen hinwegsetzen und durch eigene Wahrnehmung in den Urgrund aller Dinge eindringen20.


Fortsetzung folgt im Teil B zum Kapitel Nr. 24 >Ashram<.


1 Wie sich der Prozentsatz der Eingeweihten auf die Weltbevölkerung von 6,5 Milliarden Menschen (seit Oktober 2011 handelt sich schon um sieben Milliarden Menschen; Anm.d.Verf.) verteilt, ist im Kapitel 8-B >Überlastung< thematisiert. (Bis Ende 2013 ist die Weltbevölkerung ungefähr um weitere ca. 150 Millionen Menschen gewachsen; nach Internet-Recherchen der Autorin vom 14.01.2014.)

2 PATANJALI/Die Wurzeln des Yoga/Glossar/S.195

3 Reinigungsriten: damit sind Riten zur spirituellen Katharsis (FN bei 2-C >Erleuchtung<) gemeint und nicht physische Inspektionen, wie sie angeblich (!) z.B. von dem Avatar Satya Sai Baba (FN bei 7-F >Tyrannei<) durchgeführt worden sein sollen (Anm.d.Verf.).

4 PATANJALI/Die Wurzeln des Yoga/S.52(Kommentar von P.Y. DESHPANDE zu den Yoga-Sutren)

5 PARAMAHANSA YOGANANDA/Autobiographie/S.14

6 Swami: = indischer Mönch, der manchmal gleichzeitig ein Yogi ist, oft aber auch nicht (PARAMAHANSA YOGANANDA/Autobiographie/S.237ff.).

7 LIEVEGOED/Der Mensch an der Schwelle/S.66

8 SRI YUKTESWAR/Die heilige Wissenschaft/S.65

9 Sadhana = spirituelle Praxis (FN bei 48-B >Okkulter Gehorsam<).

10 SRI YUKTESWAR/Die heilige Wissenschaft/S.96

11 PARAMAHANSA YOGANANDA/Autobiographie/S.240

12 Rishis: FN zu „Christian Rosenkreutz“ bei 7-C >Tyrannei<.

13 PARAMAHANSA YOGANANDA/Autobiographie/S.240f.

14 PARAMAHANSA YOGANANDA/Autobiographie/S.243

15 Pranayama(n): FN zu „Orr“ bei 18-A >Schlafstörungen<.

16 PARAMAHANSA YOGANANDA/Autobiographie/S.243f.

17 PATANJALI/Die Wurzeln des Yoga

18 PARAMAHANSA YOGANANDA/Autobiographie/S.241

19 Paramahansa Yogananda: FN bei 40-C >Meditation<.

20 PARAMAHANSA YOGANANDA/Autobiographie/S.242