Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (161)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Spirituelle Gemeinschaft (27.M) Broschüre



Entgegen dem, wie „meine“ SG einen Alleinvertretungsanspruch in der Vermittlung zwischen Gott und dem spirituellen Menschen vertreten hat bzw. sich als entscheidende (maßgebliche einzige) Instanz auf der Erde in der Vertretung des Göttlichen gesehen hat, so sagen JAN van RIJCKENBORGH & C. de PETRI aus, dass zwischen Gott und dem Menschen weder ein Priester noch eine Geistesschule (oder eine andere >Spirituelle Gemeinschaft<) stehen muss, sondern dass der Bund mit Gott in Selbstautorität zu schließen ist. Eine SG bemüht sich (lediglich), ein Führer für das animalische (also dialektische) Ich des Menschen zu sein1.


Noch ausdrücklicher äußert sich die hohe geistige Wesenheit KRYON (gechannelt durch LEE CARROLL), dass niemand an spirituellen Veranstaltungen teilnehmen muss, um mit dem Göttlichen in Verbindung zu sein, was im Kapitel Nr. 54-J >Wahnsinn oder unendliche Liebe< dargelegt ist. Allerdings ist dort auch wiederum eine gegenläufige Aussage dargelegt, die aus dem Buch von J.J. HURTAK & RUSSELL TARG referiert ist, wo gesagt ist: „Man kann die Wichtigkeit der Teilnahme an einer >Spirituellen Gemeinschaft< nicht genug betonen“2.


Aus dem Tagebuch vom ZP 56: Konzentriert hat sich mein latenter Wusch, von der SG frei zu werden, als ich zum ZP 37 wegen meiner mangelnden Teilnahme an den Rituellen Diensten angesprochen und indirekt (eigentlich direkt) herabgesetzt wurde, dass ich eine Teilnahme „nötig hätte“. Man könnte nun denken, dass mich dies auch real beleidigt hätte, was absolut nicht der Fall war, weil ich schon immer recht selbstbestimmt (auch selbstbewusst) war und ein solches Urteil an mir abglitt. Auch war ich mir immer eines fortgesetzt gesteigerten inneren Lichtes bereits seit zehn Jahren vor Eintritt in die SG bewusst.


Ich wusste, dass die Leitenden Personen nicht auch nur einen Schimmer der Ahnung von meiner Lebensleistung und meinen Qualen hatten – und auch nur begrenzt meinen geheimen geistigen Stand erahnten; bzw. dies ist es eben: Es war einzelnen unter den Leitenden Personen mein geheimer Stand bewusst – und an anderen Stellen mangelte es mir eben. Aber mein geheimer geistiger Stand war einigen ein Dorn im Auge – wieder andere (mindestens zwei sehr hochstehende männliche Personen) brachten mir Zuneigung entgegen (sowohl mir als geistigem aber auch als natürlichem Menschen), was ich in einzelnen anderen Kapiteln „nur“ angedeutet habe3, um niemanden zu diskreditieren4


Jedenfalls fing ich ab dem ZP 37 an, überhaupt real über mein zukünftiges Verhältnis zur SG nachzudenken – unter Berücksichtigung meiner bereits immer schon in mir vorhandenen Vorbehalte und Erfahrungen. Dabei wurde mir bewusst, dass mir die Vorstellung, bis an mein Lebensende in der SG verbleiben zu müssen und mehrere Male im Jahr nach Hamburg fahren zu müssen, eine absolute Horrorvorstellung war.


Mir wurde bereits damals vollkommen klar, dass ich dies sowieso niemals durchhalten würde, da mir bereits alle vergangenen Veranstaltungsbesuche immer eine Qual waren. Ich hatte ganz häufig sowieso nie „Lust“ hinzufahren, und nur aus Verpflichtung habe ich es dann doch getan. Es war fast nie wirklich aus einem freiwilligen Impuls, der mit Freude oder irgendetwas Positivem verbunden war. Wie konnte ich mich überhaupt so viele Jahre vergewaltigen?


Der Grund ist natürlich, dass mir immer schon bekannt war, dass der Naturmensch gekreuzigt werden muss (siehe Kapitel Nr. 19 >Kreuzigung und Gehenkter<). Und wenn dies bei >Jesus, dem Christus Gottes< (Kap. Nr. 44) durch das >Mysterium von Golgatha< (Kap. Nr. 70) eben in einigen entsetzlichen Stunden vollzogen wurde, so müssen dies andere Menschen in abgeschwächter Form eben über Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte (über mehrere Inkarnationen verteilt) oder Jahrtausende durchmachen.


Nachdem ich die vorstehenden Tagebuch-Eintragungen gemacht hatte, geschah es dann in der darauffolgenden Nacht des ZP 57, dass ich wegen meiner Probleme mit der SG in ein direktes geistiges Zwiegespräch trat, wo ich eine Reflexion bezüglich meines Scheiterns anstellte. Dabei möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass mir jegliche äußere weltliche Anerkennung völlig gleichgültig ist, wenn nur alles seinen geistigen Sinn erfüllt, was ich tue.


Ich lag lange wach und konnte nicht einschlafen. Dort trat dann um 04:00 Uhr ein kurzer prägnanter >Signalton< (siehe Kap. Nr. 31) auf und anschließend geschah das Phänomen, dass ich von einer feinstofflichen Substanz durchdrungen wurde, die mir (astral) eine solche Festigkeit verlieh, als sei ich eine Marmorstatue. Weiteres ist geschildert im Kapitel Nr. 35-A >Astraler Stein< zum ZP 57.


Ungefähr in der Nacht zum ZP 58 träumte ich dann von der höchsten leitenden männlichen Person der SG und sah diesen Mann mit seiner Frau irgendwo sitzen. Dabei stand ich in deren Rücken. (Man müsste vielleicht auch sagen: Das Paar hatte mir den Rücken zugewandt, aber es bestand gar keine solche Bezugnahme.)


Es war eventuell im Zusammenhang mit einem erwarteten großen Rituellen Dienst in einer sehr großen Arena im Jenseits (siehe auch im Kapitel 24-G >Ashram<). In der Astralwelt finden die Rituellen Dienste fast immer in einem sehr großen runden Areal statt, ähnlich wie die griechischen Amphitheater früher, nur wesentlich größer und moderner und die spirituellen Veranstaltungen sind immer unter freiem Himmel.


Dabei waren jedoch anscheinend die Amphitheater früher nicht rund, sondern hatten eine elliptische Form. Was jedenfalls bei den spirituellen Arealen in meinen Träumen auch immer der Fall ist, das sind die rundum angeordneten, ansteigenden Sitzreihen, wie dies z.B. bei dem Colosseum in Rom der Fall ist5. In dem Traum nun kamen aber nicht die erwarteten Menschen. Es waren zwar verschiedene Personen anwesend, aber die mir aus der irdischen Realität bekannten Jünger waren alle nicht gekommen. Ich notierte damals im Tagebuch: „Es war irgendwie der falsche Zeitpunkt“.


ZP 59: Ich bin das erste Mal nicht mehr zum regionalen Rituellen Dienst gegangen (und seitdem nie mehr).


ZP 60: Im Traum fand eine Veranstaltung der SG im astralen Raum statt. Eine bestimmte weibliche, etwas höher stehende ältere Person war diejenige, welche den Einritt kontrollierte. Es war eine Veranstaltung nur für Mitglieder oder sogar nur für Jünger. Jedenfalls sollte jeder seinen Mitgliedsausweis vorzeigen, den ich jedoch vergessen hatte (was mir real fast niemals passieren würde).


Nun war es so, dass die ältere Dame mich auch kannte, wie sie es mir verbal bestätigte („Ich kenne Sie zwar, aber ich muss doch einen Ausweis sehen). Statt des Mitglieds-Ausweises wollte sie deshalb meinen Personalausweis haben. Diesen hatte ich dabei und zeigte ihn ihr. Sie wollte ihn jedoch behalten und steckte ihn in ein Schränkchen. Da bestand ich darauf, dass sie mir sofort diesen Personalausweis wiedergeben solle oder ich würde unmittelbar aus der >Spirituellen Gemeinschaft< austreten.


Ich würde den Ausweis zum Führen meines PKW6 benötigen, und es bestünde ja wohl auch keinerlei Notwendigkeit, dass sie den Ausweis behalten müsste. Da ich ihre Handlungsweise als Schikane empfand, machte ich ihr also vor allen anderen Jüngern im Sinne eines Eklat7 eine Szene. Insbesondere die leitenden Personen aus der regionalen Gruppe sahen mir zu.


Nachträglich würde ich als Analyse sagen, dass es von ihrer Seite aus in Vertretung der SG um einen versuchten Diebstahl handelte – in der Symboldeutung um den Diebstahl der Persönlichkeit, welche man aber freiwillig und nicht erzwungenermaßen und fremdbestimmterweise opfern sollte. Dabei würde ich den Personalausweis deuten als Identifikation der persönlichen Authentizität des Naturmenschen und „das Auto fahren“ in dem Sinne, dass man selbstbestimmt durch das Leben geht. Gott will ja keine Marionetten, sondern eigenständige „Kinder“.


ZP 61: Hier habe ich mich real erstmals mit einer weiteren Jüngerin privat getroffen (zu anderen hatte ich bereits vorher privat Kontakt) und wir haben uns etwas angefreundet, was aber schon wenige Wochen danach wieder in die Brüche ging.


ZP 62: Traum von einer weiteren älteren Jüngerin aus der SG, welche ausnahmsweise einmal geschminkt und zurechtgemacht (Frisur) war (was wohl eine Asiatin vorgenommen hatte). Dadurch sah diese Jüngerin plötzlich ganz attraktiv aus, was in der Realität sonst nicht der Fall war. Es kamen dann noch weitere Personen aus der SG vor. Dabei handelte es sich um eine Art Fabrikgebäude, wo ein Fahrstuhl aus Drahtgitter oder Holzbohlen war. Es war alles völlig anders und tausendmal minderwertiger als in der Realität.


ZP 63: An diesem Tag trat ein äußerer Anlass auf, aus dem heraus ich nun einen offiziellen Grund fand, dass ich es definitiv nicht mehr schaffen würde, die Rituellen Dienste regelmäßig zu besuchen, weder regional noch in Hamburg. Der Anlass selbst kann hier wegen des Wiedererkennungswertes zu anderen Daten nicht genannt werden. Seit sieben Wochen hatte ich anscheinend schon innere Bestrebungen gehabt, mich von der SG zu lösen, wusste aber nicht genau, wie ich dies umsetzen sollte. Nun hatte ich für mich selbst die absolute Rechtfertigung. Siehe auch ZP 66 hier im Kap. Nr. 27-M etwas später.


ZP 64: a) Trotz oder gerade wegen der Schwierigkeiten in der SG trat in einem Traum wieder „mein“ Meister auf, der mir ganz kurz ein tiefes (unpersönliches) Liebesgefühl entgegenbrachte. Dieser Traum ist ausführlicher geschildert im Kapitel 24-H >Ashram< zum ZP 64/II

b) Traum mit großem Rundum-Tempel (siehe im Kapitel 24-G >Ashram< zum ZP 64/I; dort weitere Darlegungen).


ZP 65: Ich wurde im Traum von der SG verabschiedet. Es war dies ein längerer Traum, der wie in dem Veranstaltungszentrum bei Hamburg spielte. Alles war aber noch viel größer und auch anders. Es fand ein ganz großer Ritueller Dienst statt, mit sehr vielen Menschen (vielleicht wie tausend Menschen). In der Ansprache – eventuell gleich zu Beginn – wurde gefragt, wer diejenige Person sei, die jetzt aus der Licht-Jüngerschaft austreten wolle. Und ich stand auf und meldete mich mit erhobenem Zeigefinger.


Dann trat ein Szenenwechsel auf, obwohl es sich immer noch um denselben Rituellen Dienst handelte. Nur dass nun der Dienst offen gehalten war und sich dabei verschiedene Mit-Jünger auf völlig unterschiedliche Weise individuell von mir verabschiedeten: Die eine (mir näher bekannte) Mit-Jüngerin drückte mir irgendwie verständnisvoll den Arm. Eine weitere (mir bekannte) Mit-Jüngerin saß neben mir.


Des weiteren kam ein sehr gut aussehender Mann vor, den ich real nicht kannte, der aber in dem Traum ein alter Bekannter zu sein schien. Dieser fragte mich, ob ich schon wüsste, wie ich Weihnachten verbringen würde – so als ob er dieses mit mir zusammen feiern wollte (denn tatsächlich war man trotz dieser SG zu den entscheidenden Feiertagen immer allein gelassen).


Dann kam ein Mann vor, mit dem ich real viele Jahre lang kameradschaftlich befreundet war von Studienzeiten an, der selbst real einmal katholischer Priester gewesen war, dann aber dieses Amt aufgegeben hat. In der SG war er in der Realität nie gewesen. Ich habe über ihn schon einmal im Kapitel Nr. 2-B >Erleuchtung< im Zusammenhang mit Schwierigkeiten des zölibatären Lebens gesprochen.


Dieser letzte Studienkamerad reichte mir von einer noch anderen weiteren Person ein Päckchen als Rückgabe- oder Abschiedsgeschenk: Es handelte sich um drei Packungen Woll-Garn8 (real hatte ich am Tage vor dem Traum mit Wolle einen Flicken auf einen Socken genäht, aber hier wird vermutlich eine Symboldeutung gemeint sein). Gegen Ende des Traumes sah ich dann noch, dass eine leitende Frau aus der regionalen Gruppe links neben mir saß, nur von einer anderen Frau dazwischen getrennt. Alles in der riesigen tempelgemäßen Räumlichkeit war weiß und licht und hell erleuchtet – alles noch schöner als real, was natürlich für den hohen geistigen Stand der SG spricht.


ZP 66: Aufgrund des zum ZP 63 angedeuteten Anlasses habe ich dann real am ZP 66 einen Brief verfasst, in dem ich um Entlassung aus der Licht-Jüngerschaft bat und um Zurückstufung in den Status der Mitgliedschaft. Ich war nunmehr lediglich an der Peripherie der SG angeschlossen, wusste aber insgeheim, dass ich auch dieses Band noch auflösen würde. Ich ging gar nicht mehr zu einem Rituellen Dienst.


Als ich nun die Rückstufung aus der Mitgliedschaft zum ZP 66 beantragt hatte, bestätigte mir die SG die Übernahme in den Mitglieder-Status mit Schreiben vom ZP 67 und forderte von mir gleichzeitig eine Broschüre zurück, die ich einige Jahre vorher (wie alle Schüler) bekommen hatte. Dies war für mich etwas völlig Unerwartetes.


Nicht einmal „im Traum“ (im übertragenen Sinne gemeint) wäre ich jemals auf die Idee gekommen, dass diese Broschüre nicht seit damals als Arbeitsmaterial in meinen Besitz übergegangen sein sollte, sondern die SG diese als ihr Eigentum beanspruchte und dieses Jahre später zurückforderte. Ich hatte vereinzelte Male in dieser Broschüre gelesen und dabei Unterstreichungen und Anmerkungen angebracht, die nur für mich bestimmt waren und die ich nun nicht mehr rückgängig machen konnte.


Ich schrieb deshalb am ZP 68 einen Brief, in dem ich die Zurücksendung der Broschüre ablehnte wegen meiner Anmerkungen darin und wegen des Ausgangspunktes als Übereignung und bot an, die Broschüre durch einen Schredder zu vernichten, falls man nicht wollte, dass ich weiter über den Inhalt verfügte (was natürlich schon insofern auch eine bewusste Farce9 von mir war, da man ja alle Inhalte fotokopieren konnte).


Daraufhin erhielt ich einen weiteren Brief vom ZP 69, in dem man jedoch die Zurücksendung ein zweites Mal regelrecht von mir verlangte, ja darauf bestanden hat! Dies geschah mit dem Argument, dass man die Broschüre von Seiten der SG unbedingt selbst vernichten wollte.

Dies war für mich der Gipfel einer Krankhaftigkeit und ich hätte eine solche Handlungsweise von der Leitung der SG niemals für möglich gehalten. Nun war in mir mein Widerstandsgeist erwacht, den ich sonst so selten wie möglich aktualisiere, da ich eigentlich aus solchem Widerstand heraus nicht handeln möchte.


Für mich bis heute unbegreiflicherweise konstruierte die Leitung der SG also daraus tatsächlich einen Machtkampf, was ich vollkommen befremdlich finde; denn das Entscheidende war ja gerade, dass niemand meine Anmerkungen lesen sollte! Dies ignorierte man einfach bzw. wollte mich anscheinend genau bezüglich dieses Faktors zu einem >Okkulten Gehorsam< (siehe dortiges Kapitel Nr. 48) zwingen, der bei mir auf völligen Widerstand stieß.


Mir sind durchaus verschiedene geistige Regeln bekannt, wie z.B. von indischen Gurus totaler >Okkulter Gehorsam< von ihren Schülern gefordert wird10. Auch würde ich theoretisch sogar noch verstehen, wenn man eine entsprechende Bedingung von der SG von mir gefordert hätte, als ich noch Licht-Jünger bei ihnen war. Dass man aber einen Gehorsam forderte, als ich mich der SG gar nicht mehr als Jünger verpflichtet fühlte, war für mich extrem befremdlich.


Nach dem Brief vom ZP 69 versuchte ich dann trotzdem immer noch, auf einer gewissen Ebene höflich zu bleiben, und äußerte in einem Schreiben vom ZP 70 mein Verständnis für deren Anliegen mit der Vermutung, dass man von der SG aus vielleicht die Broschüre mit einem dortigen Ritual zurücknehmen wollte. Gleichzeitig teilte ich jedoch mit, dass ich dem dortigen Wunsch nur insofern nachkommen könne, als ich die Broschüre real(!) eigenhändig in 1 mal ½ cm große Stücke zerschnitt und die Überreste mit meinem Anschreiben an die SG zurücksandte, was ich unmittelbar so umsetzte.


Ich vermute, dass dies von dortiger Seite als ein völliger Affront gesehen wurde; denn man muss sich das Debakel mit den Papierschnitzeln vorstellen, als der Umschlag geöffnet wurde. Umso erstaunter bin ich nachträglich, dass man mir anscheinend nicht die Mitgliedschaft kündigte; denn wie ich meinen Unterlagen entnehmen konnte, habe ich diese Mitgliedschaft von meiner Seite aus erst am ZP 76 gekündigt und schied aus der SG vollkommen mit Ende des Monats ZP 77 aus.


Ich war also noch relativ viele Monate lang pseudohalber Mitglied der SG. Einladungen zu Besprechungen der „Licht-Jüngerschaft“ nahm ich nicht mehr wahr. Nachträglich verstehe ich allerdings auch nicht, wieso ich nicht sofort nach dem Zerschneiden der Broschüre auch die Mitgliedschaft gekündigt habe, denn für mich war dieser Machtkampf eine völlige Absurdität, die SG hatte für mich sowieso persönlich jede Autorität verloren und sich dadurch in meinen Augen diskreditiert.


Von diesem Tag des ZP 70 an fürchte ich, dass mich die Leitung der SG verflucht hat (obwohl ich dies bezüglich eines rechtlichen Zustandes nicht absolut behaupten will; sondern es ist eben eine Befürchtung oder Hypothese11 von mir). Faktoren dafür könnten in den anderen Kapiteln erkannt werden, z.B. begann verstärkt eine >Tyrannei< (Kap. Nr. 7) innerhalb einer Wohnsituation. Jeder möge selbst ein Urteil über den gesamten Vorgang fällen.


Bei KÜHLEWIND habe ich später Darlegungen über den Machtanspruch von leitenden Personen einer geistigen Gemeinschaft gelesen, welcher aussagt: Die Führenden in einer geistigen Gemeinschaft dürfen nie durch Machtansprüche, auch nicht durch Abstimmung ihrer Mitglieder ihre Führung ausüben, sondern nur durch ihre erkannte und anerkannte aktuelle geistige Kraft. Dabei gibt es keine Autorität aus Tradition, es gibt nur die Autorität der geistigen Gegenwart12.


Einen solchen Machtanspruch hat man jedoch mir gegenüber geltend gemacht bezüglich der Rücksendung der Broschüre und dadurch für mich genau die Autorität verloren, die man anscheinend gerade unter Beweis stellen wollte.


Als ich dies alles für die Autobiographie verarbeitete, kamen mir leider diesbezüglich sehr unerfreuliche Gedanken. Z.B. die Idee, als ob man so etwas überflüssig Absurdes bewusst konstruiert hatte, um daraus okkult irgendein Recht ableiten zu können, mir geheim schaden zu dürfen. So, als ob ich einen Verrat begangen hätte, den man dann rächen durfte. Mein weiterer Lebenslauf würde eigentlich darauf hinweisen, und ich habe schon in diesem aktuellen Kapitel Nr. 27-M zum ZP 70 (nach dem ZP 76 angeführt) die Vermutung geäußert, dass man mich da verflucht hat.


Fortsetzung folgt im Teil N zum Kapitel Nr. 27 >Spirituelle Gemeinschaft<.



1 JAN van RIJCKENBORGH & C. de PETRI/Chinesische Gnosis/S.84

2 HURTAK&TARG/Gelassenheit/S.160

3 Über beide Männer habe ich im Kapitel Nr. 10-A >Erhöhte Schwingung< Andeutungen gemacht. Über den einen „ersten“ Mann sind dann im Kapitel 15-E >Kosmische Phänomene< zum ZP 35/II weitere Darlegungen erfolgt. Dieser als „erster“ Mann bezeichnete Persönlichkeit war auch schon in der SG vor meiner Zeit, während der andere „zweite“ Mann erst später in die norddeutsche Region umgesiedelt ist und nach mir zur SG dazugestoßen ist und dann allerdings regelrecht in Berlin ansässig war. Über diesen „zweiten“ Mann sind Darlegungen zum Traum vom 03.12.1999 im Kapitel Nr. 15-F >Kosmische Phänomene<. Dieser „zweite“ Mann ist auch gemeint als derjenige, der zum ZP 23 eine Ansprache im Rituellen Dienst hielt, was im Kapitel 27-F >Spirituelle Gemeinschaft< hier geschildert ist (Anm.d.Verf.).

4 diskreditieren: FN bei 50-A >Neues Gebot<.

5 Amphitheater: Darlegungen im Text sind erfolgt nach dem NGL/Bd.I/S.29.

6 PKW: Personenkraftwagen (Anm.d.Verf.).

7 Eklat: aufsehenerregendes Ereignis, Sensation, Skandal (D/F/S.199).

8 Woll-Knäuel: wird bei WEINFURTER (Mystische Fibel/S.122 zu Labyrinth) als Symbol des mystischen Weges gedeutet. - Über ein andersgeartetes Woll-Knäuel (im Sinne der Silberschnur) finden sich Darlegungen im Kapitel 5-B >Herabkunft des Engels<.

9 Farce: FN 27-H >Spirituelle Gemeinschaft<.

10 IRINA TWEEDY schildert solche Zustände in ihrem Buch: Der Weg durchs Feuer (Tagebuch einer spirituellen Schulung durch einen Sufi-Meister).

11 hypothetisch: FN im Kap. 52-A >Bitterer Wein<.

12 KÜHLEWIND/Diener des Logos/S.116f.