Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (179)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Baby (32.A) Jesus-Kind

 

 

vorangestellte Inhaltsangabe zum Kapitel Nr. 32 >Baby<

Das Kapitel besteht aus den drei Teilen A, B und C.

 

Teil A: Angelus Silesius: >Cherubimischer Wandersmann<. Beginn des Wiedergeburtsprozesses. Symbol für das höhere werdende Ich. Geburt des Jesus-Kindes nach Tauler. Gefahr der Ermordung durch Herodes. Eingreifen des Christus-Impulses gemäß der Jordan-Taufe. „ER muss wachsen, ich aber muss abnehmen“. Kann das Kindlein schon sprechen? Zwei Engel hielten Wache vor dem Krankenhaus. Alice Millers >Drama des begabten Kindes<. Erziehung als Verfolgung des lebendigen Gottes im Menschen. Embryo im Marmeladenglas. Rundbäuchiges Retortenglas. Glucksende freudige Laute. Zärtlichkeitsbekundungen. Meist männlicher Natur. Die Mädchen sind älter als vier Jahre. Eine 8-12-jährige Tochter. Verschiedene esoterische Deutungen des Zustands der Witwe. Isis und Osiris. Söhne der Witwe. Ungeheure Liebesstrahlung.

 

Teil B: Kleinkind mit Fliegerhelm und -brille. „… die Reinheit des göttlichen Kindes“. Ein Schäferhund stahl ein Baby und schleppte es in eine Höhle. Korrektur der Reihenfolge von Ringen als Symbole der Chakren. Erleuchtung von Zellen. Vier Schattenbild-Menschen wurden lebendig. Das erste Kind Gottes (der später gefallene Luzifer) als „geheiligtes Negativ“. Ebenbild Gottes. Jesus Christus als „der Gesalbte“. Der Gautama Buddha war „geschmückt“. Ur-Schöpfung und Menschwerdung nach Markos. Göttliche Kosmologie. >UR-Ewigkeit in Raum und Zeit<. >Das Buch des Wissens – Die Schlüssel des Enoch<. Ein schmutziges Baby bekam Lebenskraft. Elend auf dieser Erde. Ein Baby als zerbrechliches Kleinod. Den höheren Anteilen im Menschen Nahrung geben. Die höhere Seele weinte. Unrecht durch eine fremde Frau. Nachfolge Christi. Gemeinsamer Tod mit dem Baby durch Kugelhagel führte zur Vergeistigung. Ein durchsichtiger Stern auf der Stirn oder über dem Kopf eines 5-jährigen Mädchens. Als der göttliche Funke im Innern des Menschen. Seelenstern als Synonym für das 8. Chakra ca. 20 cm über dem Kopf. Bedingungslose Annahme des spirituellen Auftrags bis in Ewigkeit. Das männlich/weibliche physische Selbst gebiert das innere Christus-Kind. Ein 4-jähriges Mädchen dient als Zeuge, dass der Aspirant seine eigenen Schwingen der Herrlichkeit empfangen wird. Das Kind als Symbol der Unschuld bringt die sog. „Blume des Lebens“ dar. Diese Blume ist ein uraltes Symbol für die Entfaltung der Gematria. Das Lichtsynthese-Vehikel deutet die Verbindung zum Christuskörper-Überselbst an. Schöpferisches Leben wird aus der Sklaverei im physischen Körper befreit.

 

Teil C: Erster Steh- oder Gehversuch. Finger an den Lippen als Zeichen zu schweigen. Die ägyptische Gottheit Harpokrates war wie Horus ein Abkömmling von Osiris und Isis. Jesus-Kind als in der Gestalt des von der Mutter beschützten Kindes. Ein Baby mit extrem wachem Blick. Allwissender und allmächtiger Blick des Jesus-Kindes. Ein Baby mit durchscheinend zerbrechlichem Körper und gewaltiger Ausstrahlung. Christian Rosenkreutz war durchdrungen von göttlicher Weisheit. Ein übermenschlich großes Baby in einer anderen Welt. Reinigung der Fingernägel. Das Gitter vom Bettchen des Babys wurde entfernt. Gesprächssequenzen mit verschiedenen Babys. Wie überhaupt der Christus in einem Menschen geboren werden kann. Erweckung des innersten Lichtmenschen. Abbild der wahren Gottheit. Drei ineinander steckende Herzen. Plötzlicher Kindstod. Fehlgeburt.

 

FN: (Teil A): Herodes. Sprechendes Jesus-Kind (polnische Nonne Maria Kowalsky = Schwester Faustyna).

(Teil B): Ringpyramide. Sciencefiction. Kosmologie. Überwindung von Ekel.

(Teil C): Konsistenz. Phantasiegott. Gott der Juden. Gewiyyah.

 

32. Baby (A)

 

„Wär` Jesus tausendmal in Bethlehem geboren

 und nicht in dir,

so wärst du doch verloren“.

                                   Von: Angelus Silesius[1]

Aus: >Cherubimischer Wandersmann<

 

Das Symbol des Kindes bzw. des Kleinkindes, also eines >Babys<, gehört zur Geistigen Wiedergeburt, wie sie näher in einer Fußnote des Kapitels Nr. 4-A >Asketische Versuche< (und in diversen anderen Kapiteln; siehe Stichwortverzeichnis) beschrieben ist. Das >Baby< ist der Beginn des entscheidenden Wiedergeburtsprozesses.

 

Es symbolisiert das werdende höhere Ich im Menschen, was sich erst anfänglich zum Bewusstsein zu bringen vermag[2]. Mit anderen Worten bedeutet das Kleinkind auch die Entwicklung der höheren Glieder der Wesenheit des Menschen[3], die heutzutage in Bezug auf die allgemeine Evolution der Menschheit erst noch im Werden sind. Demgegenüber ist z.B. der physische Körper das heute höchstentwickelte Vehikel des Menschen[4].

 

Bezüglich des >Babys< gibt es übrigens auch die metaphorische[5] Bezeichnung „Kind des Kindes“, was sich ebenfalls auf das embryonale Gottselbst (das Christus-Kind) bezieht, welches innerhalb des Fleisches zur Erschaffung einer Christus-Rasse (des Samenprogramms) aktiviert wird. Dieses „Kind des Kindes“ ist des weiteren identisch mit dem Begriff des „Zwillings-Erlösers“[6].

 

Das Kind repräsentiert die „neugeborene“ Lebensrealität, dessen Geburtsurkunde und Identität nur in Bezug auf den Christus (siehe Kap. Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes) bekannt sein kann, der „erschaffen“ oder geboren wurde als ein Göttlicher Sohn oder „Gewand des Lichts“, das die Kräfte der „gefallenen“ Gottheiten in den mittleren Himmeln überwinden und sie begrenzen kann[7].

 

Wie dies auch im Kapitel Nr. 21-C >Homo Coelestis< dargelegt ist zu dem Zwillingspaar, bedeutet der Begriff „Zwillings-Erlöser“, wie zwei Naturen miteinander verbunden werden, um bei der Vereinigung getrennter Realitätsstrukturen mitzuhelfen. Dies ist als Prototyp veranschaulicht in Jesus Christus, in dem die menschliche Natur JESU ein „Zwilling“ der Göttlichen Natur des Christus ist[8].

 

Nach TAULER soll die Geburt des Jesus-Kindes „alle Tage und in allen Augenblicken in jeder guten, heiligen Seele geschehen“[9]. Dazu muss sich die gute Seele mit Aufmerksamkeit und mit Liebe zu dieser Geburt hinwenden, denn sonst kann sie sie nicht wahrnehmen. „Anfangs ist der neugeborene Mensch ein Kind wie Jesus in der Krippe. Und wie ein solches kennt es keine Scham und geht nackt oder hat höchstens ein Hemdlein oder ein Tüchlein um den Leib gewunden. Es kann auch nicht sprechen, sondern stammelt nur in unbestimmten Lauten und muss daher das A B C lernen“[10].

 

Und bei JAN van RIJCKENBORGH ist ergänzt, dass dieses Jesuskind, welches das neue himmlische Seelenwesen des Menschen darstellt (siehe Kap. Nr. 21 >Homo Coelestis<) in der Gefahr steht, von Herodes[11] ermordet zu werden, von dem Bösen. Der Geistesschüler muss dieses Böse erkennen und auf dem rechten Weg wandeln[12].

Später dann muss es in Entsprechung zu den realen historisch-geistigen Geschehnissen der Jordan-Taufe von >Jesus, dem Christus Gottes< (Kap. 44) dazu kommen, dass der Christus-Impuls in dem erwachsenen Menschen Raum greift und dort das Werk vollbringt entsprechend der neutestamentlichen Aussage des Johannes Baptista[13] (dem Täufer): „ER muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ [14].

 

WEINFURTER legte in seinen Aussagen u.a. dar, dass das Kindlein nicht sprechen kann.

Demgegenüber muss ich von einer eigenen Traumerfahrung berichten, dass dort das >Baby< mir regelrecht kurze Befehle erteilt hat[15]. Ich hatte dies in einem Traum am 11.10.1992 erlebt, in welchem die Trennung sowohl von meinem damaligen Lebensgefährten als auch die (von mir ausgehende) Kündigung von meiner Arbeitsstelle vorausgezeigt wurden. Ich hatte (nur in dem Traum) mit dem Mann meiner großen Liebe (siehe Kapitel Nr. 37 >Eifersucht<), mit dem ich zu dem Zeitpunkt noch liiert war, ein gemeinsames Kind. Wir wohnten jedoch sowohl im Traum (als auch real) schon nicht mehr zusammen, sondern wieder in zwei getrennten Wohnungen.

 

Der Traum brachte nun zum Ausdruck, dass mir das Kind das erste Mal allein überlassen wurde und ich ging mit ihm in meine Wohnung, um es zu versorgen. „Das Kleinkind war irgendwie selbstbewusst. Obwohl es erst ein >Baby< war, sprach es, und es schimpfte aus irgendeinem Grund mit mir bzw. es gab mir Befehle. Aber es war wohl trotzdem nicht bösartig oder schlimm“, hatte ich damals protokolliert. Dieses „Schimpfen“ kann aber auch nur durch die Art des Befehlstones meine Fehldeutung gewesen sein. Ich bilde mir nachträglich ein, dass die Worte des Kindes in einer fremden (eventuell sogar überirdischen) Sprache gewesen waren.

 

Zu der Zeit des Traumes verstand ich die Deutung noch nicht. Jedoch wurde mir später bewusst, dass die Befehle des >Babys< das symbolisiert hatten als eine Art Vorausschau, was ich dann ab dem 02.01.1993 praktizierte: Es war da nämlich so, dass ich fast ununterbrochen drei Wochen lang den ganzen Tag über die Instanz von >Jesus, dem Christus Gottes< (Kap. 44) anrief, damit sie mich in der Trennung von meinem damaligen Lebensgefährten festigte.

 

Ich hatte mein Leben damals vollkommen in die Hand des Christus gelegt (also in die Hände des Christus-Kindes in mir selbst) und ließ mir von dem Kind befehlen. Die Realität war so, dass ich mir selbst mittels des Christus-Kindes befehligte, wodurch die Befehle eine wie fremdbestimmte Kraft und Macht hatten; denn allein hätte ich die Trennung nicht verkraftet und wäre selbstmordgefährdet[16] gewesen. Es war in Wahrheit ein dramatischer Vorgang, an den ich lieber gar nicht mehr zurückdenken möchte.

 

Bezüglich der Arbeitsstelle war es so, dass in demselben Traum ich meinen Weggang von dort wahrnahm und für den Bruchteil von Sekunden zwei große Engel vor dem Tor des nicht sehr großen Krankenhauses (welches meine damalige Arbeitstelle war) stehen sah, die dort Wache hielten. Diese Wahrnehmung hatte für mich die Bedeutung, dass das Haus nicht schutzlos war, selbst wenn ich jetzt nicht mehr da wäre. Diese Engel waren vielleicht (oder wahrscheinlich) immer da gewesen, nur wusste ich nichts von ihnen. Wiederum mag es anmaßend klingen, dass ich überhaupt auf die Idee kommen könnte, dass das Haus ohne mich schutzlos wäre.

 

Jedoch muss man sagen, dass ich immer eine gewisse Instanz verkörperte, die jeden Missbrauch und Unrecht an Patienten oder Mitarbeitern wahrnahm, und durch deren Dasein auch gewisse schlimme Dinge überhaupt nur in Grenzen gehalten wurden, die sonst noch katastrophaler als sowieso schon gewesen wären. Leider kann ich nur so sibyllinische (rätselhafte) Andeutungen machen, da es Vorfälle gab, die sonst nur in Kriminalfällen verarbeitet werden.

 

Ein entscheidender Beginn für das Auftreten von Träumen mit einem >Baby< geschah für mich im Juli 1980[17], u.z. definitiv im Zusammenhang mit dem Lesen des psychoanalytisch (also nicht esoterisch) begründeten Buches von ALICE MILLER >Das Drama des begabten Kindes<, welches m.E. eine hervorragende Erforschung der Psyche bestimmter Kinder darstellt[18].

 

Auch die weiteren Bücher dieser Autorin[19] liefern exzellente Analysen der familiären und staatlichen Pädagogik, die jahrzehnte- bzw. jahrhundertelang die Menschheit des Abendlandes beherrscht hat. Gemäß einer Kapitel-Überschrift von ALICE MILLER kann diese Pädagogik zusammengefasst werden mit dem Titel: „Erziehung als Verfolgung des Lebendigen“[20]. Und ich füge nach esoterischer Erkenntnis hinzu: „… als Verfolgung des lebendigen Gottes im Menschen“, in Anlehnung an den Titel des Buches von BO-YIN-RA >Das Buch vom lebendigen Gott<[21].

 

Auch ich identifizierte mich mit einem solchen begabten Kind gemäß ALICE MILLER und hatte prompt den folgenden Traum am 28.Jul.1980: Ich saß auf einem Sofa und hatte ein ganz kleines >Baby< (circa 15 Zentimeter groß, also eher ein Embryo[22]) in meiner Hand. Es klingelte an der Wohnungstür und jemand, der anscheinend mit mir zusammen in der Wohnung lebte, ging zur Tür, um sie zu öffnen. Ich wusste in dem Moment, dass dort Menschen in die Wohnung kommen wollten, die das >Baby< stehlen wollten.

 

Voller Panik versuchte ich nun, es zu verstecken. Ich tat es deshalb akut in ein leeres Marmeladenglas, schloss den Deckel und deponierte es unter dem Sofa. In der nächsten Sekunde fiel mir ein, dass das Kind ersticken würde, wenn der Deckel verschlossen bleiben würde. Ich holte deshalb das Glas wieder hervor, nahm den Deckel ab und legte das Glas mit dem >Baby< erneut unter das Sofa. Die fremden Menschen kamen nun in das Zimmer und fanden trotz meines Versteckes das >Baby< sofort und nahmen es mit, was natürlich schrecklich für mich war.

 

Obwohl man mir das >Baby< gestohlen hatte, trat dann einige Zeit später trotzdem ein Traum auf, dass ein >Baby< aus einem rundbäuchigen Retortenglas (oder z.T. mit abgeflachten Seiten wie es Bonbongläser gibt) krabbelte, welches umgekippt war, so dass die Öffnung in die Nähe des Erdbodens zu liegen kam, und das >Baby< gab juchzende und gluckernde freudige Laute von sich.

 

Und ich träumte dann anschließend im Durchschnitt (phasenweise unterschiedlich) ungefähr alle zwei/drei Monate von einem >Baby<, welches jedoch immer wieder ein anderes Kind war. Meist hielt ich das >Baby< auf dem Arm und es fanden zwischen uns verschiedene Zärtlichkeitsbekundungen statt. Häufig küsste mich das >Baby< auf den Mund oder auf meine Wange, manchmal küsste ich es. Am 02.09.2004 hatte ich z.B. notiert: „Das Baby auf meinem Arm gab mir mit vollen Lippen tatkräftig einen Kuss auf meinen Mund“. Oder am 11.11.2006: „Ich küsste das Baby auf die Wange“. Am 24.10.2005: „Ein Baby lag nackt auf einem Tisch, lachte und streckte die Arme nach mir aus“.

 

Viele Schilderungen, die hier vorkommen in der Interaktion mit einem >Baby< mögen für viele Mütter lächerlich erscheinen, da sie solche Handlungen in der Realität Hunderte von Malen mit ihren Kleinkindern vollzogen haben. Ich selbst verfüge allerdings über fast keine solche Erfahrungen. Das Entscheidende ist jedoch, dass alle diese Abläufe als mystische Geschehnisse zu interpretieren sind, die mit entsprechend realen Handlungen nicht ohne weiteres vergleichbar sind, wie an manchen Analysen der Träume deutlich werden wird.

 

Das jeweilige >Baby< in meinen Träumen ist eigenartigerweise im Prinzip immer männlicher Natur. Einzelne Male war es sehr „proper“, womit ich eine recht dickliche Körperfülle meine, meist ist es jedoch figurmäßig ganz normal. Einige Male war es sehr potent. Nur sehr selten träume ich von Mädchen, welche dann aber immer älter als ein Kleinkind sind, mindestens vier Jahre alt. Dazu erfolgen am Ende von Teil 32-B noch weitere Deutungen.

 

Dies war z.B. am 16. Oktober 1993 der Fall. Ich hatte im Traum eine Tochter, die schon zwischen 8 und 12 Jahre alt war. Ich hatte zu ihr eine „bestimmte gute Liebe“ – so hatte ich es bei der Aufzeichnung beschrieben. Es war irgendwie so, als ob ich verwitwet sei und allein für das Mädchen sorgen musste. Es kam dann die Situation, wo wir beide auf einer Rutsche irgendwo herunterrutschen mussten und ich sie zwischen meine Beine geklemmt hatte.

Real bin ich kinderlos geblieben, habe allerdings einmal einen (nach weltlichen Gesetzen „legalen) Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, wie dies in den Kapiteln 7-G >Tyrannei< und 30-D >Erdgebundene Seele< angesprochen ist. Zur Kinderlosigkeit (und Ehelosigkeit) existieren des weiteren Darlegungen im Kapitel 37-F >Eifersucht<.

 

Zu dem Zustand der „Witwe“ ist zu sagen, dass dies eine esoterische Bezeichnung für die menschliche Seele in der jetzigen Europäischen Kulturepoche[23] sein soll, wo sich Gott-Vater, das Göttliche, zurückgezogen hat. Die Menschheit ist auf sich selbst angewiesen. Sie muss in der eigenen Seele das Licht der Wahrheit suchen, um sich selbst zu lenken[24]. „Witwe“ soll nach anderer Interpretation wiederum das Symbol sein für Angewiesenheit auf andere Menschen, für Abhängigkeit von fremder Hilfe[25], was zu der ersten Deutung eigentlich einen Widerspruch darstellt.

 

Paradoxerweise würden des weiteren auf mich selbst durchaus beide Interpretationen zutreffen – nur jeweils in unterschiedlichen Lebensbereichen. Ich befinde mich bezüglich finanzieller Dinge in einem abhängigen Zustand[26], auf dem geistigen Wege bin ich allerdings (fast) vollkommen auf mich allein angewiesen. Einzige Hilfe sind die geistigen Erkenntnisse aus der Literatur.

 

Die erhebenste Deutung ist jedoch die von WEINFURTER, nach welcher eine Witwe das Symbol für die göttliche Seele sein soll, so wie dies die Göttin Isis[27] repräsentiert, deren Gatte Osiris erschlagen worden war[28].

In letzterem Zusammenhang gibt es auch noch den Begriff „Söhne der Witwe“, was eine Bezeichnung für die Eingeweihten der Altägyptischen Kulturepoche[29] gewesen sein soll[30]. Interessanterweise lebte ich übrigens eine zeitlang in einer Straße, welche in ihrem Namen den Begriff der Witwe trug.

 

Zwischen 1987 und 1991 hatte ich einen Traum[31], wo ich in meinem damaligen Wohnzimmer stand und ein >Baby< auf dem Arm hielt, welches „mein“ Baby war; denn es war immer, allezeit und bis in alle Ewigkeit bei mir (so war mein Gefühl). Dann ging von diesem >Baby< eine solch ungeheure (überirdische) Liebesstrahlung aus für einige Sekunden, dass ich im Traum fast gestorben wäre. Ich wachte sofort auf und konnte es nicht fassen, dass ich nun einerseits wusste, dass dieses Kind immer bei mir war, ich gleichzeitig aber niemals auch nur eine annähernd solche Liebe empfunden oder erlebt hatte, wie diese von dem Kleinkind ausging.

 

Fortsetzung folgt im Teil B zum Kapitel Nr. 32 >Baby<.

 

 



[1] Angelus Silesius: siehe FN im Kap. Nr. 49-E >Grausamkeiten<.

[2] STEINER/GA93a/S.92

[3] Wesenheit des Menschen (höhere Glieder): FN bei 21-D >Homo Coelestis<.

[4] nach: STEINER/GA93a/S.72

[5] metaphorisch: im übertragenen Sinne gebraucht (D/F/S.460).

[6] HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia/S.43

[7] HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia/S.937-Glossar

[8] HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia/S.953-Glossar

[9] SEUSE & TAULER/Mystische Schriften/S.155f.

[10] WEINFURTER/Der brennende Busch/S.287

[11] Herodes der Große: *um 73 vor Chr., +4 vor Chr. Gemäß dem Matthäus-Evangelium, Kap.2, Verse 16ff. ist dieser verantwortlich für den Bethlehemitischen Kindermord (NGL/Bd.I/S.362).

[12] JAN van RIJCKENBORGH/Dei Gloria Intacta/S.157

[13] Johannes Baptista: FN bei 51-i >Sonderaufstieg< und bei 15-M >Kosmische Phänomene< zu „Oannes“.

[14] Johannes-Evangelium/Kap.3/Vers30

[15]             sprechendes Jesuskind: Auch MARIA FAUSTYNA KOWALSKA (Tagebuch. Parvis-Verlag, Hauteville /Schweiz, 2. Aufl. 1991), eine polnische Nonne (1905 bis 1936), die von der katholischen Kirche selig gesprochen wurde, hat in ihrem Tagebuch von einem sprechenden Jesus-Kind berichtet (nach Notizen der Verf.). Näheres über sie findet sich im Kapitel 19-C+D >Kreuzigung und Gehenkter<.

[16]             Selbstmord: FN bei 30-B >Erdgebundene Seele<.

[17]             Juli 1980, was ich später notiert habe am 20.08.1993.

[18]             MILLER/Das Drama des begabten Kindes.

[19]             MILLER/Du sollst nicht merken.

[20]             MILLER/Am Anfang war Erziehung.

[21]             BO-YIN-RA/Das Buch vom lebendigen Gott.

[22]             Embryo: FN bei 30-D >Erdgebundene Seele<.

[23]             Europäische Kulturepoche: FN bei 28-D >Lichtdienste<.

[24]             TRADOWSKY/Demetrius/S.165

[25]             WOLF/Das Gnadenbuch – Offenbarung des Johannes/S.197

[26]             Finanzielle Abhängigkeit, was sich allerdings seit dem Jahre 2008 geändert hat und im Kap. Nr. 46 >Existenzsicherung< dargelegt ist (Anm.d.Verf.).

[27]             Isis: FN bei 45-H >Seelenwachstum< zu „Osiris“.

[28]             WEINFURTER/Mystische Fibel/S.162

[29]             Altägyptische (= Ägyptisch-chaldäische) Kulturepoche: FN bei 13-J >Aurisches Wesen<.

[30]             STEINER/GA144/3.Vortrag/S.4-11 (nach ARENSON/S.560).

[31]             Er findet sich in meinen Tagebüchern nachträglich protokolliert unter dem Datum des 22.06.1994.