Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (187)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Gewaltlosigkeit (36.A) Gandhi

 

 

vorangestellte Inhaltsangabe zum Kapitel Nr. 36 >Gewaltlosigkeit<

Das Kapitel besteht aus den 13 Teilen A bis M.

 

Teil A: Zwei Bücher über Mahatma Gandhi. Weltfrieden. Achtfacher Pfad des Gautama Buddha. Passiver Widerstand. Märtyrer unter den Sat(h)yagrahis. Streitfragen auf friedlichem Wege lösen. Erkämpfen politischer Rechte. Gelebtes Christentum. Immer für den Tod bereit. Mittel des Fastens. Erwirken göttlicher Gnade durch Buße. Unterschreiten des Bösen. Matthäus-Evangelium: Dem Übel nicht widerstreben. „Auge um Auge“ des Alten Testaments. Negation des Selbsterhaltungstriebes. Ergänzungen im April 2015: Zwei verschiedene Versuche der Diskreditierung von Gandhis Person: a) sein (angeblicher) Hass auf Schwarze, b) sein Ringen mit den niederen (speziell sexuellen) Instinkten. Unterschied zwischen geistigen Botschaften und persönlicher klein-menschlicher Meinung bei JAHN J KASSL. Von anderen Anschauungen erging der Vorwurf an Gandhi, dass er den Juden im Hitler-Deutschland kollektiven Selbstmord geraten hatte.

 

Teil B: Durch Aggression wird der Tiermensch am Leben erhalten. Scheitern von Friedensbestrebungen. Der Edelmut des Antoine Leiris, der seine Frau im Bataclan-Theater durch IS-Kämpfer verloren hat. Evolutionärer Gang der Menschheitsentwicklung nach okkulten Erkenntnissen. Herabstieg der Monade. Bergpredigt: „Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen“. Unsterblichkeit des Astralleibes. Friede gegenüber zerstörenden Kräften. Verlängerung der Devachanzeit. Überdauerung des Ätherkörpers und des physischen Körpers beim Meister. Anschauungen des Buddhismus. Vegetarismus. Gewaltbereitschaft im Bewusstsein. Furcht als Mangel des im Ego gefangenen Individuums. Meister haben keine Angst. Wut, Geiz und Wunsch als „Tor zur Hölle“. Transzendieren aller negativen Gefühle. Als Bestandteil des Yoga Darsana. Soziale und antisoziale Triebe. Durch das wache Tagesbewusstsein ist das Ich antisozial. Den Menschen als Menschen ablehnen. „Cave canem!“ (Hüte dich davor, dem Hund in dir zu verfallen.) Psychoanalyse von Sigmund Freud. Ehrfurcht vor dem göttlichen Menschenbildnis. Selbstbehauptung notwendig.

 

Teil C: Soziale Strukturen als Heilmittel. Dreigliederung des sozialen Organismus. Mündigkeit des Menschen. Die Kriege sind nach innen zu führen. Fremdheit anderer Weltanschauungen. Keine Selbstlosigkeit vor dem 18. Lebensjahr erzwingen. Kontrollmechanismen und Befehlspyramiden. Der Gegenwartsmensch als „Gewaltmensch“ ohne Christus-Impuls.

Böse Nachbarin Frau Brandel in Berlin-Lichtenrade

Die Tyrannei des Molchas überlagerte diejenige der weiblichen Nachbarin Frau Brandel. Beschreibung der Tyrannei. In der Schusslinie von beiden Mietparteien. Verdeutlichung der Wohnungslage. Herr Molchas und eine Frau Kenda gingen ohne Erfolg gerichtlich gegen Frau Brandel vor. Frustration bei ihr wegen Distanziertheit durch mich. Erzürnt über eigene Unfähigkeit. Erzwungene Praxis der Gewaltlosigkeit. Gefahr von Schwarzer Magie. Trotz Anfechtungen in der Rechtschaffenheit bleiben. Man soll sich nicht mit Gewalt aus der Ohnmacht befreien. Der göttliche Geist kann auch abweisen.

 

Teil D: Mittelbare „Weiße Magie“ durch Anrufungen und Gebete an göttliche Instanzen. Bitten an Jesus Christus und die Avatarin Mutter Meera. Kosmische Energieströme. Violette Flamme. Elektronenenergie. Dematerialisation des lärmverursachenden Gegenstandes. Opferung der Lebenszeit. Der wahrhaft Gute führt einen Schlag mit Erfolg aus. Der Tyrannei weichen müssen. Sinnhaftigkeit der verschiedenen Anrufungen. Sich innerlich dem Satan nähern, bedeutet „geistig tot“ zu sein. Das Scheinleben des physischen Körpers ist durch die Seele bedingt. Das niedere Ich des Menschen. Den Lärm empfindet das unsterbliche Wesen der Seele. Der Geist des Menschen ist zunächst bei der Geburt jedes Menschen tot. Zustand der ersten Hölle. Aushungern der Doppelgängerphänomene. Sittlich böse Handlungen. Ein böser Mensch kann in dem aktuellen Leben durchaus glücklich sein. „Mit der Bosheit deiner Feinde sollst du geziert werden“. Das Opfer des Bösen zu werden, kann zu dessen Erlösung beitragen.

 

Teil E: Protokolle über die Tyrannei der Person Brandel, durch die immer wieder starke Beeinträchtigungen auftraten. Tiefer permanenter innerer Schmerz. Keine Kraft, den weltlichen Verpflichtungen nachzukommen. (Willens-)Lähmungen. Manie gegen das Poltern. Spannungen entladen sich, wenn die Kontrollmechanismen wegfallen. Entschluss zum Auszug aus dieser Wohnung in Berlin-Lichtenrade. Ein bestimmter Bardo-Zustand wird durch ein wieherndes Pferd angekündigt. Durch das Weben von Gitternetzwerken wird von dem Kommando der Lichträte eingegriffen. Die Person Brandel ging mit schwarz-magischen Angriffen vor. Selbst der „Abschaum der Hölle“ gelangt an Erkenntnisse über magische Praktiken. Voodoo-Praxis. Überfall auf das Lungensystem konnte mit Anrufungen abgewehrt werden. Missgunst verwandelt sich in Hass. Traum, wo eine rothäutige lebendige Puppe auf der Hand saß.

 

Teil F: Gefahr des Schlaganfalls. Das Manichäertum wirkt mittels okkulter Kräfte auf die Bösen ein zu ihrer Bekehrung. Die Seele muss von der naturgeborenen Persönlichkeit losgerissen sein. Durch das magisch-moralisch-gesprochene Wort des Maitreya-Buddha können noch im Jahre 4920 böse Menschen bekehrt werden. Liebesenergien müssen ständig neu erschaffen werden. Die Weiße Magie ruft fast immer die Schwarze Magie auf den Plan. Auch positive mentale Waffen sind zu scheuen wie eine feurige Pest. Durch die Gaben des Heiligen Geistes können Seinszustände beeinflusst werden. Die Unterschiede der Umwandlungsmethoden von Weißer und Schwarzer Magie. Sich nicht mit dem falschen Seinszustand des bösen Menschen verbinden. Teilhabe an der göttlichen Allmacht durch den Feueräther. Eins mit Gott selbst. Manipulative Methoden zur „Vergeistigung“ der sexuellen Kraft sind gefährlich. Explosion durch Silvesterböller. Durch Missbrauch der Kraft war die junge Pharaonentochter in Unbewusstheit gefallen und musste Jahrtausende lang primitive Inkarnationen durchlaufen. Verzerrter Machtwille beim tyrannischen Hausherrn oder schwarzmagischen Energiebeschwörer.

 

Teil G: Demoralisierung der christlichen Haltung. Mängel der geistigen Instanzen in ihrem Hereinwirken in die dritte Dimension. Die Finsternis hatte Millionen von Jahren die Macht. Katzenexkremente auf der Motorhaube des Autos. Selbsthilfegruppe wegen Stalking. Man muss zum gerechten Kampf bereit sein. JANE LEADE beklagte die „Übergriffe des Tieres“ vor Gott. Ein Netz war über die Wohnung der Person Brandel gespannt. „Lass dich nie auf einen Ringkampf mit einem Schwein ein“. Vorstellung eines göttlichen Staubsaugers. Berechtigung „echter“ Kämpfe und Waffen. Anwendung von physikalischen Maßnahmen gegen Brandel als Signale und Grenzsetzungen. Übersteigerter Aktionismus diente bei dem Jungen als Kompensation für eine Fragmentierung des Selbstes. Hypothesen über die maschinelle Art des Lärmes.

 

Teil H: Unversöhnlichkeit, Groll und Bitterkeit. Vergebung als Lebensstil. Befreiung aus den Fesseln der niederen Seelenkraft. Neid auf Balkonkastenbepflanzungen und Lichterkette. Durch das Licht wird man beim Nachbarn zur Zielscheibe. Gardine spiegelte sich wie leuchtende Sterne.

Tyrannische Nachbarin Frau N. in Berlin-Lichterfelde.

Doppelte Hammerschläge in der Nacht. Gegenstand von Hass durch einen anderen Menschen zu werden, ist eine Heimsuchung. Individueller Brief an die Mieterin N., die durch das Auftauchen meiner Person geltungsmäßig affiziert war. Ein gewisser Prozentsatz von Menschen neigt aus psychopathischen Gründen zu Machtmissbrauch. Reportage über den Fall der Berliner Mauer. Die Person N. stritt alles ab. An ihrem Aussehen konnten ihre Eifersucht und ihr Neid geschlussfolgert werden. Der Fluss der Liebe kann zu einer defensiven Reaktion führen.

 

Teil i: Auch andere Mieter hatten sich durch nächtliche Hammerschläge gestört gefühlt. Kurzfristige Anwendung von Schwarzer Magie gegen die Person N. Die Macht der magischen Wissenschaft darf nur im Rahmen der göttlichen Gesetze verwendet werden. FRABATO wurde von dem Oberhaupt der Brüder des Lichtes ermahnt, weil er der Göttlichen Vorsehung etwas „nachgeholfen“ hatte. Imagination eines 70-jährigen Indianers. Innerliches Singen eines christlichen Lied-Verses: „Ich bete an die Macht der Liebe …“. Konsultation eines 2. Rechtsanwaltes, der einen Brief an die Person N. schrieb. In einem Antwortbrief leugnete sie die Taten.

 

Teil J: Ergänzende Darlegungen im Feb. 2010 gegenüber dem Rechtsanwalt zur Sachlage. Schilderung des Gespräches mit Frau N. Abschließender Brief.

 

Teil K: Ergänzende Darlegungen im März 2014: Vergeltung durch Gegenaggression. Ausrichtung auf das göttliche Lichtreich. Goldener Fingerring in Form eines doppelten T-Trägers. Pfefferminzstiche als Einstrahlung von supramentalem Licht. Mantram: „In den reinen Strahlen des Lichtes …“. Im Traum: Besuch auf einer Residenzwelt. Ab 05.04.2016 neue Anrufung an Jesus Christus. Handel mit Gott. Teilweiser Rückgang der Tyrannei. Die argen Geister können Hass, Trotz und Abscheu ertragen, nicht aber Liebe. Aufgeben jeglicher Vergeltung. Heilige Vaterliebe. Gott kann auch in allem Bösen, Unzulänglichen, in Not und Bedrängnis verherrlicht werden.

Übergreifende Darlegungen

Anhaltender Unfriede und Chaos auf der Erde. Milliarden von Wesen leben im Innern eines „Dunkelheitsparadigmas“. Es zeigt sich den Menschen die ganze Hässlichkeit des eigenen Lebens. Die Menschheit wird von „geringeren Lichtkräften“ regiert. Die heiligen Farben des Thrones wurden geschändet. Die Erde wurde vom übrigen Kosmos isoliert. Jede Form von Gewalt soll nur noch mit viel Mühe aufrechterhalten werden können. Durch ein neues planetares Magnetgitter und einem göttlichen Begnadigungsakt findet ein Transmutationsprogramm für die ganze Menschheit statt. „Echtzeit-Karma-Erlösung“. Wer einen Stein auf einen Lichtkrieger wirft, wird selbst in einem Steinschlag untergehen. „Erhaltungsellipse“ von Widergöttlichen Mächten. Verfolgung von der „geistigen“ (okkulten) Hierarchie. Diverse Erscheinungsformen der Tyrannei durch die PersonN. Versuch von positiven Affirmationen. Nun jedoch Mitwirkung an dem Abtrennen der Lebenslinien der PersonN. Schwert Gottes und der Lichtkrieger. Traum mit hoffnungsvoller Kosmologie und obersten Instanzen im Himmel. Die PersonN. stellte sich als „Lusche“ dar. Bedeutung dieses Begriffs. Dynamisierung des Bösen. Den Friedfertigen und Gerechten wird Gewalt angetan. Karmischer Pfad erworbener Eifersucht führt in unerträgliches Elend von Streit und Krieg.

 

Teil L: Bei „Stalking“ soll Ignorieren eine der besten Möglichkeiten sein. Gegenaggression als weitere Empfehlung. Feuer mit Feuer bekämpfen. Zurücksenden der dunklen Impulse. Man muss noch unter denen, die den Frieden hassen, friedlich zu leben versuchen. Abscheu vor der Welt haben. Mit der reinen Liebe muss jeder Konflikt, jede Kristallisation und jede Dummheit behandelt werden. Die hassenden Menschen stehen im Dienst von widergöttlichen Spiegelsphären-Bruderschaften. Die Dialektik wird als Trübsal erfahren. Lichtdiener werden aus Neid und Eifersucht gehasst. Das eigene innerliche höllische Feuer des Hasses vernichtet den Menschen. Teilung der Menschheit in 2/5 zurückbleibende und 3/5 fortschreitende Menschen. Täglicher Überfall und Folterung. Eine böse Seele muss zehnmal mehr leiden, als sie jedem einzelnen Menschen angetan hat. Die Barmherzigkeit Gottes ist kein Zudecken dessen, was doch ausgetragen werden muss. Je stärker die Seele eines Menschen ist, desto stärker bewirkt auch der Geist ein Urteil. „Die Seele, die sündigt, muss sterben“. Inszenierungen des Unbewussten binden an die dialektische Natur. Die karmischen Zusammenhänge manifestieren sich im äußeren Leben. Erst wo das Nicht-Ich beginnt, hört die Macht des Karmas auf. Einen Teil seiner Anfechtungen muss man akzeptieren.

 

Teil M: Durch schwere innerliche Ohnmacht und Qual fahren manche Menschen lebendig ins Totenreich hinab, was eine göttliche Gnade ist. Das Gotteskind soll nicht den Brustschild der Feindseligkeit und Gewalt tragen, sondern den Schild des Glaubens. Das reale jüdische Volk ist nach KRYON von Gott auserwählt. Die Juden werden gehasst, herumgestoßen, verfolgt, ausgelöscht oder versklavt. Sie bilden energetisch die Nabe der menschlichen Akasha-Chronik. Die Juden zeichnen sich durch karmische Reinheit aus. Auch bewaffneter Widerstand kann unumgänglich sein. Die Dunkelheit darf sich an den Lichtkindern messen. Das Schicksal von Hiob. „Die Wahrheit kann man nur anhand seiner Feinde wirklich entdecken“. Apostel Paulus: „Segnet, die euch verfolgen …“. „Ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung“. Die Begegnung unter Menschen sollte eine religiöse Handlung sein. „Er hat gekränkt mich und bekriegt …“. Man muss die Gegenspieler so vollkommen lieben, dass sie nichts mehr zu sagen haben. „Das Segnen ist die beste Art, etwas loszuwerden“. Verheißung des künftigen Aufenthaltes im Paradies.

 

FN: (Teil A): (Mahatma) Gandhi. Sat(h)yagraha-Bewegung. Sat(h)yagrahi. Matthäus-Evangelium. „Auge um Auge …“ des Alten Testaments. Feindesliebe. Diskreditieren.

(Teil B): Perpetuieren. Chela. Meister als fünfter Grad der Einweihung. Buddhismus (Dalai Lama). Vegetarische Lebensweise. Konstitutiv. (Sigmund) Freud. Zeitalter der Bewusstseinsseele.

(Teil C): Geistlosigkeit der Erde. Peripher. RAF.

(Teil D): Astrea. Die Engel mit dem blauen Flammenschwert. Elektronenenergie. Hurerei. Böse.

(Teil E): Panisch. Neurologisch. Bardo-Zustand. Mystery. Voodoo. Sinusitis. Rothäutig.

(Teil F): Menschensohn. Refugium. Plexus sacralis. Solar-Plexus-Chakra.

(Teil G): Christozentrisch. Demoralisieren. Initial. (Ludwig) Börne. (Rolf) Hochhuth. Lesbisch (Sappho).

(Teil H): Defensiv.

(Teil i): keine neuen FN.

(Teil J): Mediation. Amnestie.

(Teil K): Ad acta. Intermittierende Verstärkung (Bestrafung). Intrinsisch. Extinktion. Supramentales Licht. Milliarden von Wesen. Dunkelheit essen. Despoten. Legal.

(Teil L): Harmagedon (Armageddon).

(Teil M): Jüdisches Volk der Israelis. Nabe. Anthropologie.

 

 

36. Gewaltlosigkeit (A)

 

 

Im Zusammenhang mit dem Kapitel Nr. 30 >Erdgebundenen Seele< habe ich als eine mögliche Hypothese für meine >Schlafstörungen< (Kap. Nr. 18) geäußert, dass ich in einem früheren Leben einmal gewaltsam getötet worden bin und einen Hass gegen meine Mörder habe, oder dass ich selbst einmal jemanden getötet habe. Jedenfalls hat mich im Sommer des Jahres 2000 das Thema Gewalt bzw. Gewaltlosigkeit beschäftigt, obwohl ich nicht mehr absolut weiß, wieso dies genau zu diesem Zeitpunkt für mich so relevant war.

 

Allerdings begann spätestens im September 2000 die >Tyrannei< der 96-jährigen alten Frau (Kapitel Nr. 7-E), die über mir in Berlin-Lankwitz gewohnt hat und ab Oktober (bzw. Dezember) 2000 dann ein Geschehen, welches im Zusammenhang mit einer ABM-Stelle stand und ich dies begründet sah in dem Fluch durch einen >Schwarzen Magier< (Kapitel Nr. 12).

 

Ich hatte jedenfalls zwei Bücher[1] über Mahatma Gandhi[2] mit dem Hauptthema des gewaltlosen Widerstands gelesen und auch einen amerikanischen Spielfilm über ihn gesehen. Als der Avatar Paramahansa Yogananda[3] im Jahre 1935 dem Mahatma Gandhi einen Besuch abgestattet hatte, hatte Gandhi diesem gegenüber erklärt: „Ich kämpfe für nichts anderes als für den Weltfrieden. Wenn die indische Satyagraha-Bewegung[4] Erfolg hat, wird sie dem Patriotismus und – wenn ich in aller Bescheidenheit so sagen darf – dem Leben selbst einen neuen Sinn geben“[5].

 

Gandhi hatte Tausende von echten Satyagrahis[6] ausgebildet gehabt, die bestimmte Gelübde abgelegt hatten, wovon einige dem Achtfachen Pfad des Gautama Buddha[7] entsprechen. Diese Gelübde waren: Gewaltlosigkeit, Wahrheit, Nicht-Stehlen, Keuschheit, Besitzlosigkeit, körperliche Arbeit, Herrschaft über den Gaumen, Furchtlosigkeit, Achtung vor allen Religionen, Gebrauch der im Lande hergestellten Produkte, Aufhebung der Unberührbarkeit[8].

 

Gandhi erzog die Masse des indischen Volkes geduldig und führte den Menschen die geistigen und die sich schließlich daraus ergebenden materiellen Vorteile der Gewaltlosigkeit vor Augen. Er wandte selbst gewaltlose Mittel anstelle von Waffengewalt an, indem er passiven Widerstand leistete und Schmähungen, Gefängnis und selbst den Tod willig ertrug. Die zahlreichen Märtyrer unter den Satyagrahis erweckten so in aller Welt Anteilnahme. Gandhi bewies (nach Anschauung von YOGANANDA) den praktischen Wert der Gewaltlosigkeit und hat gezeigt, dass sie machtvoll genug ist, Streitfragen auf friedlichem Wege zu lösen.

 

„Gandhi hat durch gewaltlose Methoden bereits mehr politische Rechte für sein Land erkämpft als irgendein anderer Führer – es sei denn mit Schusswaffen. Aber nicht nur in der politischen Arena wandte er gewaltlose Mittel an, sondern auch auf dem heiklen und komplizierten Gebiet der indischen Sozialreform, auf dem es viel Unrecht zu beseitigen gab. Gandhi und seine Anhänger haben viele, seit Generationen bestehende Fehden zwischen den Hindus und Mohammedanern beendet. Hunderttausende von Mohammedanern betrachten den Mahatma als ihren Führer“[9].

 

In meinem Tagebuch von 25. August 2000 habe ich als eine Analyse von mir notiert: „In Wahrheit ist die Gewaltlosigkeit von Gandhi gelebtes Christentum[10]. Aber durch so ein praktisches Beispiel eines großen Menschen kommt es näher an einen heran, als dies durch die Evangelien der Fall ist, da das Beispiel von >Jesus, dem Christus Gottes< eben noch höher steht bzw. es ist eben so, dass Gandhi ein Mensch des 20. Jahrhunderts war. Es bedeutet auch, dass man in Wahrheit immer für den Tod bereit sein muss. Gandhi hat durch seine gezielten Fasten-Aktionen eines getan: Er hat den Menschen seinen Tod als Opfer angeboten und hat die betreffenden Parteien (im allgemeinen Sinne) dadurch in die Position gebracht, sich zu entscheiden, ob sie an ihm zum Mörder werden wollen oder einen anderen Weg zu finden bereit sind“.

 

Immer wenn für Gandhi ein unhaltbarer politischer Zustand eingetreten war oder auch, wenn er selbst auf friedlichem Wege durch Verhandlungen gescheitert ist, hat er das Mittel des Fastens gewählt: Er ist einem schlimmen Zustand so begegnet, dass er sich selbst in eine noch schlimmere Lage gebracht hat. Damit ist das potentielle Sterben durch Fasten von mir gemeint. Nach meinen Erwägungen war es Buße, mit der er die göttliche Gnade versucht hat zu erwirken, auf dass sie die Lage wandeln möge. Dies ist ihm auch mehrfach gelungen. Er hat tatsächlich durch seinen eigenen elenden Zustand an die Herzen der Menschen gerührt.

 

Dann lautete meine weitere Analyse: „Der Begriff der Gewaltlosigkeit ist eigentlich nicht ganz passend. Es geht um mehr und um anderes! Es geht um ein Unterschreiten des Bösen (um eine Unterwerfung unter das Böse). Es bedeutet nicht nur, dem Bösen keinen Widerstand entgegenzusetzen, wie dies von Jesus im Matthäus-Evangelium[11] ausgesagt ist, sondern dem Bösen voll entgegenzukommen, es zu bestätigen in seiner Macht – und ihm so die Macht zu nehmen“. Ja, es wird in der Bergpredigt regelrecht die Feindesliebe[12] geboten.

 

Auch nach IGNATIO von LOYOLA muss man gegebenenfalls in Kauf nehmen, getötet zu werden oder sonstigen jeglichen Nachteil zu erleiden[13], wenn man nur den Willen Gottes im Auge hat. Zumindest muss man sich erniedrigen und demütigen lassen, wie dies hier im Kapitel Nr. 50 >Neues Gebot< angesprochen ist.

Und auch bei PATANJALI wird die Negation des Selbsterhaltungstriebes angestrebt[14].

 

Zu meinem größten Bedauern musste ich hier bei der aktuellen Überarbeitung des Kapitels im April 2015 Bezug nehmen auf Darlegungen von und bei JAHN J KASSL (JJK) von dessen Webseite http://www.lichtweltblogverlag.blogspot.de[15].

Dort entdeckte ich nämlich am 31.03.2015 zwei Artikel zu Gandhi, die jeweils auf unterschiedliche Weise Gandhis politische Verdienste zur Unabhängigkeit Indiens zwar als solche anerkennen, Gandhis Person und Leben jedoch zugleich durch bestimmte Aspekte versuchen zu diskreditieren[16].

 

Ausgangspunkt von JJK ist ein Artikel von NARESH MAJHI mit dem Titel „Gandhi und sein Hass auf Schwarze“ (ohne Datumsangabe), in welchem Gandhi offener Rassismus (speziell den schwarzen Afrikanern gegenüber – aber auch in Bezug auf die niedrigste Kaste Indiens) vorgeworfen und angeklagt wird. Jedoch kann ich mich inhaltlich damit nicht näher befassen, da ich darüber zu wenig weiß. Jeder, der sich spezifisch dafür interessiert, kann den Artikel über www.lichtweltblogverlag selbst lesen.

 

Entscheidender für mich ist nun das sich daran anschließende Essay von JJK selbst mit dem Titel „Säulenheilige der Matrix – Mahatma Gandhi“ vom 24.03.2015, wo sich JJK unbedingt aufgerufen fühlt, die Motive von Gandhis „scheinbarer“ oder „angeblicher“ >Gewaltlosigkeit< völlig in Frage zu stellen und Gandhis weltweite historische Idealisierung zu unterminieren.

Dabei geschieht ein Vorgang in JJKs Ausführungen, wo er im wesentlichen behauptet, dass Gandhi absolut nicht im Frieden mit sich selbst war, sondern dass sein ganzes Leben ein einziger innerer Kampf war, die Tugenden des Hinduismus zu erlangen, weil er sie nicht besessen hat.

 

Zunächst wird durchaus Gandhis „mutiges wie erfolgreiches Wirken im Unabhängigkeitskampf gegen das britische Imperium“ anerkannt, „wodurch 1947 das Ende der britischen Kolonialherrschaft über Indien herbeigeführt wurde“.

Dann jedoch wird die Persönlichkeit Gandhis auseinandergenommen, insofern ihm praktisch vorgeworfen wird, dass er selbst keinerlei spirituelle Vollkommenheit erreicht hatte (die er selbst niemals beansprucht hatte), sondern fortgesetzt mit seinen „niederen Instinkten“ (speziell den sexuellen Begierden, Trieben und Leidenschaften) gerungen hat, statt diese „in Liebe anzunehmen, zu transformieren und in das Licht zu entlassen“.

 

Genau das ist meiner Erinnerung nach gemäß Rudolf Steiner etwas, was überhaupt niemanden etwas anzugehen hat. (Als ich diese wenigen Worte in den PC tippte, setzte ein prägnanter kurzer >Signalton< in meinem rechten Ohr wie als Bestätigung für meine Erinnerung und Aussage ein.) Denn es gibt gar keinen Menschen auf der Welt, der nicht mit sich zu ringen hätte – selbst >Avatare< müssen dies tun. Und selbst >Jesus, der Christus Gottes< hatte mit sich verschiedentlich zu ringen. (Siehe auch die weiteren Analysen von STEINER in den Teilen 36-B+C.)

 

Das Entscheidende, was die Welt, die Menschheit und damit die Öffentlichkeit anzugehen hat, ist ggfs. der erkennbare Verdienst, den jemand erreicht hat. Das Wesentliche bei Gandhi ist, dass er in der äußeren Welt für Frieden durch seinen passiven Widerstand gekämpft hat, - ob und inwieweit er dabei innerlich im Frieden oder Unfrieden mit sich war, kann

a) überhaupt von niemandem mit absoluter Gewissheit beurteilt werden,

b) geht es niemanden etwas an und

c) ist dies für Gandhis Mission und Leistung irrelevant.

 

JJK behauptet: „Nicht was jemand tut, ist entscheidend, sondern warum jemand etwas tut“.

Alles bei Gandhi soll angeblich Mittel zum Zweck gewesen sein, um seine politischen und gesellschaftlichen Ziele zu erreichen. Aufgrund dieser Motivlage sei es entscheidend, dass Gandhi nicht „verklärt“ werden dürfe.

„Denn solange der Heiligenschein jenen anhaftet, die keine Heiligen sind, kann sich das eigene Heil kaum einstellen, da die falschen inneren Bilder die eigene Entwicklung und Erkenntniskraft blockieren“.

 

Nun ist es so, dass z.B. meine eigenen Darlegungen hier in diesem Kapitel keinesfalls eine Verklärung von Gandhis Person im Sinne haben, sondern aufgezeigt werden soll, wofür er als Protagonist gewirkt hat, nämlich für die Haltung des passiven Widerstands.

Das, was eben ansonsten durchaus der Menschheit mangelt, ist die Anerkennung von wahren Idealen, die u.U. durch bestimmte Persönlichkeiten verkörpert werden, damit der Mensch dadurch mittelbar zu etwas Höherem (Göttlichem) aufschauen kann.

 

Die Verehrung von Personen in ihrem höheren göttlichen Aspekt ist eben gerade wichtig als Mission der Andacht in der Seelenentwicklung des Menschen (siehe Kap. 24-H >Ashram).

Die Diskreditierung eines Menschen ist ein Leichtes – daran haben nämlich die Widergöttlichen Mächte ein elementares Interesse: Jedoch soll gerade auf das Göttliche in jedem Menschen geschaut werden, egal wie unterentwickelt, minderwertig und bösartig er ist. (Womit ich absolut nicht behaupten möchte, dass mir dies auch nur ansatzweise bei persönlichen Konflikten gelingt. Jedoch ist es dazu wiederum relativ einfach, dass einem das gelingen kann bei Menschen, die wenigstens in irgendeinem Aspekt einem Ideal gefolgt sind, was sich JJK selbst jedoch bezüglich Gandhi nicht zubilligt.)

 

Es wäre mir (wie den meisten Menschen) das Einfachste, an niemandem ein gutes Haar zu lassen, und ich habe hier über fast jede hochstehende Person (selbst über höchste >Avatare<) etwas Kritisches angemerkt (und mindestens angedeutet). Meine stärkste Kritik habe ich ausgesagt zu dem überirdischen Meister Ashtar im Kap. Nr. 52-B >Bitterer Wein<, wo ich definitiv Widersprüche in dessen Botschaft aufgezeigt habe und dann gewagt habe zu schreiben: „Weiß derjenige, welcher als Ashtar von ERIC KLEIN gechannelt wurde, eigentlich, was er da sagt?“

 

Die Darlegungen von JJK über Gandhi sind übrigens seine vollkommen persönliche „klein“-menschliche „Meinung“ - im Unterschied zu den teilweise sinnvollen geistigen Botschaften, denen er als Channel-Medium dient. (Hier setzte wieder der >Signalton< bei mir ein – dies ist übrigens die Art, wie man von geistiger Warte mit mir kommuniziert.)

 

Und gerade aus den eklatanten Unterschieden bei JJK selbst kann man nun sogar erkennen, dass es sich bei den meisten geistigen Botschaften wirklich um Aussagen von göttlich-geistigen Wesenheiten handelt, die doch um Stufen höher stehen als JJK selbst als Mensch. Durch seine Empfänglichkeit und Offenheit für die geistige Welt als Medium für göttliche Wesenheiten haben eben auch widergöttliche Mächte zu ihm Zugang, die ihm dann persönlich gefärbte Anschauungen eingeben, wie ich dies leider bei seinen politischen Darlegungen mehrfach feststellen musste, wo insbesondere sein eklatanter Hass gegen die USA deutlich wird.

 

Und auch erst noch im Kap. Nr. 70-A >Mysterium von Golgatha< habe ich zu Ostern 2015 aufzeigen müssen, wie die Negation der Kreuzigung Christi bei JJK eine eklatante Fehlanschauung ist, die ihm aber wohl von einer geistigen Wesenheit unter dem angeblichen Namen „Sananda“ eingegeben worden ist. Man möchte sich nicht vorstellen, wem er in Wahrheit damit dient.

Jedoch ist es mir sehr unangenhem, überhaupt auf JJK Bezug nehmen zu müssen, da ich ihn eigentlich überhaupt gar nicht herabwürdigen möchte, wo ich durchaus im Prinzip großen Respekt und Anerkennung seiner Channeling-Leistung und den wahren göttlichen Botschaften habe.

 

Entscheidend wird Gandhi übrigens auch generell (nicht nur bei JJK) der Vorwurf gemacht, dass er den Juden im Hitler-Deutschland 1938 den „kollektiven Selbstmord“ geraten hat, um so die Welt gegen Hitler aufzurütteln, eine Haltung, die er auch nach dem Holocaust weiter verteidigt haben soll.

 

Dies ist natürlich eine extrem schwierige Angelegenheit. Das normale menschliche Empfinden wird sich spontan dagegen auflehnen. Trotzdem weiß ich, wie Gandhi dies gemeint hat, und es ist dies die extremste Fortsetzung des passiven Widerstands, seinen eigenen Tod in direkter Weise selbst zu verwirklichen und den wahnsinnigen verfolgenden Machthabern als Opfer anzubieten, ihnen also ihre Mordabsichten durch den eigenen Selbstmord zu verhindern.

Ich glaube, schon früher einmal gelesen zu haben, dass das jüdische Volk damals extremst empört war gegenüber dieser Anschauung von Gandhi.

 

Fortsetzung folgt im Teil B zum Kapitel >Gewaltlosigkeit<.



[1] a) HEIMO RAU: Gandhi. Rowohlt TB Verlag, Reinbek bei Hamburg 1970.

b) OTTO WOLFF: Gandhi. Keine weiteren Angaben notiert.

(Nach Anschauung der hiesigen Verfasserin greift das Buch von WOLFF wesentlich stärker die Gewaltlosigkeit bei Gandhi auf.)

[2] Gandhi, Mahatma: Name für Mohandas Karamchand Gandhi, dessen Ehrentitel Mahatma „große Seele“ bedeutet. *1869, +1948 (ermordet). Er war der Führer der indischen nationalen Bewegung. Bis 1914 war er Rechtsanwalt der Inder in Südafrika. In Indien war er der Führer der politischen „Non-Cooperation“ gegen England mit der Maxime des gewaltlosen Widerstands. 1924 bis 1937 und 1940 bis 1941 war er Präsident der Kongresspartei. Mehrfach war er im Gefängnis, wo er Hungerstreiks durchführte. Durch ihn wurde das Kastenwesen gemildert (NGL/Bd.I/S.296).

[3] Paramahansa Yogananda: FN bei 40-C >Meditation<.

[4] Sat(h)yagraha ist die berühmte, von Mahatma Gandhi angeführte Bewegung der Gewaltlosigkeit (YOGANANDA/Autobiographie eines Yogi/S.443).

[5] YOGANANDA/Autobiographie/S.458

[6] Sat(h)yagrahi: ist die Bezeichnung für einen Anhänger Satyagraha-Bewegung. (YOGANANDA/Autobiographie/S.443).

[7] Gautama Buddha: FN bei 27-i >Spirituelle Gemeinschaft<.

[8] YOGANANDA/Autobiographie/S.443

[9] YOGANANDA/S.456f.

[10] Christentum: FN bei 1-E >Einleitung<.

[11] Matthäus-Evangelium (5,38-39): „Ihr habt gehört, dass da gesagt ist: ´Auge um Auge, Zahn um Zahn` (im Alten Testament; Anm.d.Verf.). Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den anderen auch dar“.

[12] Feindesliebe: „Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel …“ (Matth.-Ev.5/44-45).

[13] IGNATIO de LOYOLA/Gott in allen Dingen lieben/S.31

[14] PATANJALI/Die Wurzeln des Yoga/Seitenzahl nicht mehr bekannt(nach Notizen der Verfasserin)

[16] diskreditieren: jemanden in Verruf bringen, verleumden (D/F/S.182).