Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (204)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Eifersucht (37.E) Dualverbindung

…glücklich durch Ausmerzung

 

 

Durch ein bestimmtes Buch des Schriftstellers KEN KEYES mit dem Titel >Das Handbuch zum Höheren Bewusstsein< ist mir deutlich geworden, wie ich der >Eifersucht< begegnet bin. Zunächst gehört >Eifersucht< nach KEYES zu den Suchtforderungen, von denen es verschiedene gibt. KEYES spricht den Leser an mit den Worten: „Eine Sucht ist eine Programmierung, die unangenehme emotionale Reaktionen auslöst und Ihr Bewusstsein aufregt, wenn die Welt sich nicht nach den programmierten Mustern Ihres Verstandes fügt“.

 

„Das charakteristische Kennzeichen eines Suchtzwanges ist, dass Sie emotional und computerhaft reagieren, wenn Ihr Verlangen nicht gestillt wird, indem Sie automatisch ein Programm von Ärger, Sorge, Beklemmung, Eifersucht, Angst usw. ablaufen lassen. Das, was Sie emotional vermeiden, ist genauso ein Suchtzwang wie das, was Sie emotional begehren“[1].

KEYES betont dann noch, dass natürlich jeder Mensch eine Suchthaltung haben darf – oder so viele, wie er mag, aber für jede einzelne bezahlt der Mensch mit dem Verlust von Glück.

 

Generell sind alle Darlegungen von KEYES bestechend und für 99 % der Menschen vielleicht hilfreich oder gültig. Für mich letztlich nicht in der von ihm gedachten Weise. Ich habe eine andere Linie verfolgt, indem ich bezüglich meiner >Eifersucht< einen vollkommen großen Rundumschlag gemacht habe, um sie aus meinem Leben „auszumerzen“. Es ist mir insofern gelungen, als ich die elementare Basis dazu aus meinem Leben vertilgt habe. KEYES würde dies als Verlust von Glück bezeichnen, was ich jedoch subjektiv absolut nicht so empfinde. Im Gegenteil bin ich erst bezüglich dieses Faktors glücklich, seit ich die Ausmerzung vorgenommen habe!!!

 

Was meine ich nun damit, wenn ich sage, dass ich die elementare Basis zu >Eifersucht< aus meinem Leben vertilgt (ausgemerzt) habe. Ich meine damit, dass ich das Bedürfnis für mich eliminiert habe, überhaupt mit einem Mann (mit einer Frau kam dies für mich nie in Betracht) in ein intimes Liebesverhältnis gelangen zu wollen. Dadurch kann für mich gar keine >Eifersucht< mehr auftreten und es ist auch seitdem nie wieder in der Wirklichkeit geschehen – nur ganz seltene Male in Träumen, wo ich bedauerlicherweise noch einmal die vergangenen Beziehungen zu meinen beiden langjährigen Lebensgefährten nacherleben musste - vermutlich als eine Art Vorausschau auf das spätere Kamaloka[2] im Nachtodlichen Leben.

 

Für mich war dieser Rundumschlag – die Ausmerzung der Basis für >Eifersucht< – das absolut einzig Richtige, was vermutlich die meisten Menschen nicht werden nachvollziehen können. Dies gilt jetzt seit über 20 Jahren (Aussage im Aug.2017). Niemals habe ich diesen Schritt bereut, sondern stattdessen eine große Befreiung erlebt. Ganze Felsbrocken sind diesbezüglich von meiner Seele gefallen. Ich bin dadurch in diesem Punkt und in all den daran gekoppelten Dingen vollkommen frei geworden. Der Weg dahin ist mir allerdings nicht leicht gefallen und das Ende meiner großen Liebe hat mich an den Rand meines Lebenswillens geführt (d.h. ich war latent selbstmordgefährdet), wie ich schon erwähnt habe.

 

Die romantische Liebe, die ich – ebenso wie viele Menschen – gesucht, gefunden und gelebt habe, gehört letztlich zu den astralen Illusionen, welche die Menschheit eines Tages generell überwinden und hinter sich lassen wird. Bis dahin werden vermutlich noch viele Menschen von deren Begleiterscheinungen gequält werden, was mir furchtbar leid tut. Viele werden gequält werden,

a)      weil sie die ersehnte Liebe gar nicht erst finden, obwohl sie sich danach sehnen,

b)      weil sog. „Liebespartner“ die Sehnsucht des anderen ausnutzen und missbrauchen werden,

c)      weil die ganzen Auseinandersetzungen in den Liebesbeziehungen mehr oder weniger fortgesetzt Belastungen darstellen, die doch nicht gelöst werden können, weil es dafür gar keine Lösung auf der Ebene gibt,

d)      weil die Beziehungen auseinandergehen, was zu Liebeskummer meist bei dem einen Teil führt,

e)      weil die >Eifersucht< meist doch für einen Partner fast eine zwangsläufige Begleiterscheinung ist, sofern es sich nicht um eine „Zweck“-Beziehung handelt.

 

Hätte ich nach KEYES versucht, meine Suchthaltung in eine Präferenzhaltung[3] umzuwandeln (dies ist die von ihm vorgeschlagene Lösungsstrategie) und würde genauso mit gemäßigten Gefühlen leben, wie viele andere Menschen: niemals wäre mir die Austilgung der Liebessehnsucht aus meinem Leben gelungen! Sie ist mir eigentlich nur geglückt, weil ich extrem stark von der >Eifersucht< gequält war und den unbedingten Drang hatte, davon vollkommen frei zu werden. Dies war der entscheidende Antrieb, der mir bei Mäßigung gefehlt hätte.

 

Ich verfolge diese Linie auch bei anderen Lebensbereichen bzw. Lebenskonflikten. Ich lasse meine Qualen bis zu einem kaum noch erreichbaren Höhepunkt steigern, indem ich sie auf keinen Fall verdränge, sondern sie fortgesetzt aktualisiere, ja belebe. Ich denke dann bewusst permanent über mein Problem nach, fast masochistisch[4] wirkend (nur im übertragenen weitesten Sinne gemeint). Dies ist aber nur scheinbar so. In Wahrheit verfolge ich die unbedingte Freiheit!

 

Hintergrund ist natürlich auch, dass jedes Mittelmaß überhaupt nicht „mein Ding“ ist, also auch nichts Gemäßigtes. So etwas hätte für mich überhaupt gar keinen Wert. Lieber verzichte ich dann auf andere Faktoren. Ich vermute, dass dies eine geheime Willensschulung ist, der ich durch meinen Charakter ausgesetzt bin; denn tatsächlich konzentriere ich durch meine Leidenschaft meinen Willen auf ein jeweilig bestimmtes Ziel und – wie gesagt – verzichte dann auf verschiedenes andere, woran andere Menschen hängen. Mir bedeutet dies dann aber nichts mehr.

 

Es existieren nun bei LORBER Aussagen darüber, dass eine wahre Ehe für ewig unauflöslich ist, denn was Gott verbunden hat, das soll kein Mensch mehr trennen. Eine falsche Weltehe aber wiederum wird überhaupt nicht als Bund vor Gott angesehen und ist insofern auch auflöslich wie die Weltmenschen und alle ihre Bündnisse[5].

Es wird dann allerdings noch ausgesagt, dass auch Weltehen nur im alleräußersten Fall nach den Staatsgesetzen geschieden werden sollen, weil nämlich selbst diese Weltehen eine Hochschule selbstloser dienender Liebe sind. Auch diese Eheleute sollen miteinander Geduld haben bis in den Tod. „Hatte ihnen in der Jugend der Ehe Honig gemundet, so müssen sie sich schon auch mit der Galle der Ehe zufrieden stellen“[6].

 

Über Freud und Leid der Ehe sagt der HERR >Jesus, der Christus Gottes< aus: „Der Ehe Honig ist der schlechteste Teil derselben. Erst mit dem gallichten Teile der Ehe nimmt des Lebens goldener Ernst seinen Anfang. Dieser aber muss überall sich einstellen, sonst ginge es mit der Saat für den Himmel schlecht. Im bittersten Lebensernste beginnt erst der geistige Same sich zu beleben und zu entfalten, der im beständigen Honigleben erstickt wäre wie eine Fliege im Honigtopf“[7].

Solche Aussagen gefallen mir gar nicht, und der vermutliche Wahrheitsgehalt solcher Tatsachen hat mich dazu gebracht, mich eben vollständig von einer solchen (ehelichen bzw. eheähnlichen) Konstellation zu lösen.

 

Bereits im Lukas-Evangelium wird bezüglich der Ehe ein Unterschied gemacht zwischen den Kindern Gottes und den durchschnittlichen Menschen. Es heißt dort: „Die Kinder dieser Welt freien[8] und lassen sich freien; welche aber würdig sein werden, jene Welt zu erlangen und die Auferstehung von den Toten, die werden weder freien noch sich freien lassen. Denn sie können hinfort nicht sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Gottes Kinder, dieweil sie Kinder sind der Auferstehung“[9].

 

Diese Aussagen hat >Jesus, der Christus Gottes< (Kap. Nr. 44) noch einmal aktuell 1989 durch die >Prophetin Gabriele< (Kap. Nr. 47) bestätigt mit den Worten: „Die Engel im Himmel, die himmlischen Wesen, heiraten nicht in dem Sinne, wie es die Menschen tun. Sie finden sich durch das ewige Gesetz der Liebe, das sie zusammenführt. Sie freien nicht und werden nicht gefreit. Sie zeugen nicht, wie der Mensch zeugt. Sie sind nicht geschlechtlich, sondern im Geiste des Vater-Mutter-Gottes zwei Polaritätswesen: die geistige Frau – das negative Prinzip – und der geistige Mann – das positive Prinzip, zwei Wesen in den sich verbindenden Polaritätskräften Positiv und Negativ“[10].

 

Die zwei Wesen verbinden sich durch die gleichen Mentalitätsanlagen, d.h. beide gleichen sich in ihren Wesensmerkmalen. Sie ergänzen sich in ihrem gemeinsamen Wirken, da ihre Fähigkeiten aufeinander abgestimmt sind. „Gleichen sich also zwei Wesen in einigen Grundkräften des Lebens, z.B. in der Grundkraft der Geduld und der Ordnung, dann können sie eine Dualverbindung eingehen“[11].

 

Und dann sagt >Jesus, der Christus Gottes< noch sehr Unerfreuliches aus, was ich jedoch in der von Ihm gesagten Absolutheit nicht gelten lassen möchte: „Wenn eine Frau oder ein Mann einsam[12] ist und nicht geliebt wird, so hat sie oder er gegen das Gesetz der Liebe verstoßen. – Das besagt: der Einsame, der nicht geliebt wird, ist selbst nicht liebefähig. Infolgedessen strahlt er auch wenig Liebe aus – und kann deshalb auch wenige Menschen anziehen, die selbstlos lieben. Er bleibt entweder allein oder zieht wiederum Menschen mit gleicher Schwingung an, die ebenfalls kaum liebefähig sind“[13].

 

Meines Erachtens ist die Wahrheit viel komplizierter bei den in die Dekadenz gekommenen Menschen, auch gerade für spirituelle Menschen in einer Welt der generellen Lieblosigkeit und des Egoismus. So wie ich auch die in jeglicher esoterischer Literatur geäußerte Anschauung völlig unzureichend finde, dass der Mensch sich nur über Dinge aufregen oder Anstoß an ihnen nehmen kann, wenn er Gleiches oder Ähnliches an sich trägt[14], wie dies ebenfalls >Jesus, der Christus Gottes< aussagt.

 

Es wurde hier an einer Stelle schon der Roman von BRIT MORF >count down 2012< erwähnt, in dem sie als Protagonistin jahrzehntelang eine (physikalisch nicht sichtbare) Beziehung mit einem Plejadier[15] hatte. Tatsächlich soll sie schon von ihrer Jugend an mit diesem außerirdischen Mann verbunden gewesen sein. So trug sie unbewusst sein Bild in sich und konnte sich mit den „Erdlingen“ (wie bei ihr die Menschen bezeichnet werden) nicht arrangieren und war enttäuscht von ihnen[16].

 

Ähnliches müsste ich auch von mir sagen. Nicht dass ich selbst vollkommen wäre, aber ich erfülle doch eigentlich bezüglich aller irdischen Dinge Maßstäbe, die generell über dem Durchschnitt liegen, wie in verschiedenen Kapiteln angedeutet ist (u.a. im >Vorspann< und im Kap. Nr. 9 >Supramentale Wesen<). Gleichzeitig hatte ich große Schwierigkeiten, mich mit manchen Minderwertigkeiten von Menschen zu arrangieren und diese speziell auch im Kontakt mit Männern zu akzeptieren. So suchte ich immer Männer, die schön, gut ausssehend oder zumindest attraktiv waren. Tatsächlich gelang es mir überhaupt nur in nähere Beziehungen zu kommen, indem ich mich zeitweise regelrecht auf Unvollkommenheiten konditionierte[17], was mir sehr schwer fiel. Näheres möchte ich lieber nicht ausführen.

 

Dabei ist das dahinterliegende Empfinden eben nicht so oberflächlich, wie es sich liest; denn insgeheim geht es eben um das Bild des unsterblichen himmlischen Menschen (siehe Kapitel Nr. 21 >Homo Coelestis<), das man in sich trägt – auch bezüglich aller Schönheitsaspekte. Jedoch ist der Lauf des Lebens eben so, dass man spätestens ab einem bestimmten Alter (insbesondere als Frau) sowieso vollkommen bezüglich jedes Schönheitswahnes gedemütigt wird, was ja auch die Absicht von allem ist.

 

MEYER macht darüber sehr zutreffende Ausführungen unter Hinzuziehung des Märchens vom >Treuen Johannes<, welches hier schon an anderer Stelle angeführt ist bezüglich des kosmischen Ehebruchs. Denn der Jüngling, der die Königstochter erringen will, kann diese zunächst nur mit den „Augen der Menschen“ erkennen und sieht diese darum in einer hässlichen, welken Gestalt, statt sie in dem wahren Schönheitsglanz ihres übersinnlichen Urbildes zu erfassen[18].

 

Fortsetzung folgt im Teil F zum Kapitel Nr. 37 >Eifersucht<.

 



[1] KEYES/Das Handbuch zum höheren Bewusstsein/S.35

[2] Kamaloka: FN bei 14-A >Ursprungsfamilie<.

[3] Unter einer Präferenzhaltung versteht KEYES immer etwas Gemäßigtes. „Wenn eine Präferenzhaltung unbefriedigt bleibt, sind Sie nur gleichgültig“ und nicht unglücklich (KEYES/S.37).

[4] masochistisch: bei Misshandlung (geschlechtliche) Erregung empfindend (D/F/S.449).

[5] LORBER/Großes Evangelium Johannis/Bd.I/Kap.236

[6] LORBER/Kalenderblatt mit der ausschließlichen Angabe „315“. Lorber Verlag, Bietigheim.

[7] LORBER/Kalenderblatt mit der ausschließlichen Angabe „316“. Lorber Verlag, Bietigheim.

[8] freien: werben, heiraten (wollen) (HERMANN/Rechtschreibung/S.400)

[9] Lukas-Evangelium/Kap.20/Verse 34-36

[10] (Prophetin) GABRIELE/Das ist Mein Wort/S.977

[11] (Prophetin) GABRIELE/Das ist Mein Wort/S.970f.

[12] Einsamkeit und Isolation: Dass diese zwangsläufige Erscheinungen auf dem geistigen Weg sind, ist in verschiedenen Kapiteln zu diesen Stichwörtern dargelegt, z.B. im Kap. 38-B >Freundschaft< und im Kap. 29-C >Avatarin<.

[13] (Prophetin) GABRIELE/Das ist Mein Wort/S.971

[14] (Prophetin) GABRIELE/Das ist Mein Wort/S.1002

[15] Plejadier: (außerirdischer) Bewohner der Plejaden; siehe FN bei 53-C >Hoffnung<. Über die Plejadier gibt es sonst noch Darlegungen im Kap. Nr. 56-C >Öffnen der Tore< und im Kap. Nr. 55-F >Neue Zeit<.

[16] MORF/S.300

[17] Konditionierung: FN bei 53-D >Hoffnung<.

[18] MEYER/S.185