Kim Carrey:

Sternenschnee (205)

Esoterische Studien einer Autobiographie

37. Eifersucht, F

 

 

Mit falschem Mitleid, oft sogar versteckter Schadenfreude, würden manche Menschen auf Frauen blicken, die sich nicht verheiraten und ebenso auch auf Frauen, die kinderlos geblieben sind. Der Ausdruck „alte Jungfer“, der in Wirklichkeit ein Ehrenname ist, wird oft mit leisem Spott gesprochen. Als ob die Ehe für die irdische Frau das höchste ihrer Ziele oder überhaupt ihre Bestimmung sei! – lautet die empörte Aussage von ABD-RU-SCHIN.

„Die Verbreitung dieser falschen Ansicht gehört mit zu den obersten Errungenschaften Luzifers[1], der darin der Erniedrigung der Weiblichkeit zum Ziele nahm und damit dem wahren Menschentum den schwersten Schlag versetzte. Von Vornherein wird der Sinn der Mädchen auf irdisches Versorgtwerden durch eine Ehe eingestellt. Mutterglück, welches als höchstes Ziel der Erdenweiblichkeit und deren heiligste Bestimmung galt, wurzelt nur in dem Wesenhaften; des Menschenweibes heiligste Bestimmung aber liegt weit höher, liegt im Geiste![2]

 

Nach ABD-RU-SCHIN stellt die Maxime, dass Frauen den Hauptzweck ihres Bestehens in der Mutterschaft zu suchen hätten, eine Entwertung und Entehrung für das Weibliche dar. Denn damit wurden sie herabgedrückt und gebunden an das Wesenhafte[3]. „Das Menschenweib wurde mit dieser Anschauung zum Muttertier gemacht. … Es geht um ein heiliges Recht für die Frauen, sich von dieser Anschauung zu befreien. Luzifer schmeichelte den Frauen mit großer List und Tücke mit dem Gedanken einer Mutterschaft als höchste Aufgabe des Weibes. Doch zu der Mutterschaft gehört irdischer Trieb und diesem wollte er mit dem Gedanken ein erhöhtes Postament erbauen, damit er herrschend werde und das Sinnen dieser Erdenmenschheit nach der einen Richtung zwang. Selbst Mutterschaft im reinsten Sinn ist nur die (wenn auch reine) Ausstrahlung des Wesenhaften, nicht des Geistes“[4].

 

Es wurde jetzt mehrmals der Begriff des Wesenhaften genannt, der doch einer Erklärung bedarf, um die Anschauung von ABD-RU-SCHIN vollständiger verstehen zu können.

Zunächst einmal soll ausgesagt werden, dass Gott als der Urquell allen Lebens in Seiner unbedingten Vollkommenheit „wesenlos“ ist, auch weitere hohe Individualitäten sind wesenlos und stammen aus dem Reich des Göttlich-Wesenlosen, wie z.B. der Gottes-Sohn Christus (siehe Kapitel >Jesus, der Christus Gottes<). Zwischen Gott und Seiner Urschöpfung gibt es dann einen besonderen Bereich, den der Gralsburg[5] im höchsten Sinne (nicht identisch mit der Gralsburg der Sage). Bereits bis zu dieser Gralsburg existiert ein wogendes Flammenmeer um die Gottheit herum, welches eine vollkommene Trennung zu jeglicher Schöpfung darstellt.

Nach der Gralsburg folgt dann erst die Urschöpfung als urgeistiger Teil des ewigen Reiches Gottes, in welchem urgeschaffene Geister leben, welche als göttlich-wesenhaft zu bezeichnen sind und welche die Idealgestalten für die Menschengeister darstellen. Diese Urgeschaffenen sind jedoch niemals in die Stofflichkeit geboren worden[6]. Zu diesen Urgeschaffenen gehört übrigens >Vasitha<, über die hier in einem Kapitel berichtet wurde.

 

Es folgen dann diverse Abstufungen innerhalb des urgeistigen Reiches, bis sich überhaupt erst unendlich weit entfernt der geistige Schöpfungsteil anschließt. Die hier lebenden Geister werden als „Geschaffene“ bei ABD-RU-SCHIN bezeichnet. Erst von dieser Ebene stammen die Menschengeister, zu denen ursprünglich die Erdenmenschen gehören. Sie werden als Geistig-Wesenhafte bezeichnet, da sie einen Teil des göttlichen Willens in sich tragen.

Es folgt dann das Reich des Wesenhaften mit den Elementar- und Naturwesen und den Tierseelen, von denen dort die Gruppenseelen leben. Dieses Reich des Wesenhaften umschließt die darauf folgende sog. Nachschöpfung[7] wie einen Ring[8].

Es gibt natürliche diverse andere kosmische Weltbilder. Dieses von ABD-RU-SCHIN nach seiner Gralsbotschaft angeführte ist nur ein Beispiel, um den von ihm verwendeten Begriff des Wesenhaften etwas zu erklären.

 

ABD-RU-SCHIN legt dann dar, dass die Zeugung von Nachkommen für das Tierreich durchaus dessen angemessenes Ziel ist, weil das Tier selbst aus dem Reich des Wesenhaften stammt. Nicht so jedoch der Mensch, in welchem über dem Wesenhaften der Geist steht.

„Als solcher kann und darf er nicht im Wesenhaften bleiben, darf nicht als höchstes seiner Ziele stellen, was zum Wesenhaften unbedingt gehört und immer auch darin verbleiben muss, nach Schöpfungsurgesetzen. So legte Luzifer[9] den Fallstrick außerordentlich geschickt, welcher den Menschengeist ins Wesenhafte zwang, ihn dort gefangenhielt, was umso leichter ihm gelang, weil ja der Mensch das Schöne, Lichte darin sah, das alles Reine, also auch die höchste Ausstrahlung des Wesenhaften in sich trägt“[10].

 

Auch wenn die Mutterschaft heilig ist und als ihre Krone die Mutterliebe bezeichnet werden kann, so ist sie trotzdem nicht die höchste Aufgabe der Menschenweiblichkeit und nicht die Bestimmung, die diese in der Schöpfung trägt. Luzifer hatte nur dem Trieb in heuchlerischer Art geschmeichelt und ihn damit zu ungeheurer Macht und Gewalt erhoben.

„Der schöne Name ´Mutterschaft` blieb immer nur das trügerische Schild, mit dem er (Luzifer; Anm.d.Verf.) vorgaukelnd die Menschen täuschen konnte. Die Steigerung des Triebes aber als die unbedingte Folge war sein Ziel. Sie ging zuletzt bis ins Krankhafte, versklavte aller Menschen Sinn in beiderlei Geschlecht und wurde vielen zu der rätselhaften Sphinx, als die der ungesunde Trieb sich heute zeigt, mit dem der Mensch sich nutzlos aufbäumend, so oft im Kampfe liegt“[11].

 

In dem sehr modernen esoterischen Roman von BRIT MORF >count down 2012< wird die vorstehende Anschauung von ABD-RU-SCHIN auf ganz andere Weise bestätigt. Es wird dort nämlich von einem Protagonisten[12] erklärt (welcher selbst einmal zu den widergöttlichen Wesen gehörte, sich aber zum Göttlichen bekehrt haben soll): „Kraft, Macht und Sex sind die Hauptwerkzeuge manipulativer Kulturen und Wesen. Was du an mir wahrnimmst, sind die Mittel meiner einstigen Herrschaft. … Sexualität oder Macht sind an sich nicht schlecht, im Gegenteil, es ist immer das Beste, das höchste Potenzial, das sich für einen Missbrauch aufdrängt und ich habe das ganze Spektrum genutzt. … Sei wachsam, wenn dir bei jemandem hauptsächlich Kraft, verbunden mit starker Erotik auffallen“[13].

Demgegenüber wird beschrieben, wie bei einer dem Göttlichen zugehörigen weiblichen Person deren Kraft, Stärke und polarisierte Ausstrahlung (hier weiblich; Anm.d.Verf.) nicht als vereinnahmende Einzelaspekte wahrgenommen werden, sondern einfach zu deren Antrieb gehören, zu deren Dynamik, und es Qualitäten sind, mittels derer sich diese Persönlichkeit selbst ausdrückt und einbringt. Macht ist bei dieser Person nicht als Zweck sichtbar, sondern liegt in ihrem Sein[14].

 

Tatsächlich unterliegt auch m.E. alles, was mit Mutterschaft verbunden wird, einer Mystifikation[15], die eben gerade dann kein Mysterium[16] darstellt. Mir selbst ist dies immer mehr im Laufe meines Lebens aufgrund der Beziehung mit meiner eigenen Mutter bewusst geworden, die ich definitiv als eine nicht gute Mutter bezeichnen würde; denn sie hat mir das Leben zur Hölle gemacht, wie dies alles in den Kapiteln >Überlastung< und >Aurisches Wesen< geschildert ist.

Es gibt natürlich ganz sicher wesentlich bessere Mütter, und so soll die Mutterschaft nicht völlig abgewertet werden von mir. Es gibt ein Buch von ERICH GABERT, in welchem sehr differenziert die vielen positiven und auch negativen esoterischen und weltlichen Aspekte der Mutter- und auch Vaterschaft dargelegt sind[17].

 

Und in der geistigen Welt werden sowieso keine Kinder gezeugt, sondern nach Aussagen von >Jesus, dem Christus Gottes< ist es wie folgt: „Aus der sich verströmenden Liebe des weiblichen und männlichen Prinzips, des Dualpaares, aus dem geistigen Mann und der geistigen Frau (wie diese etwas zuvor schon einmal angesprochen worden sind; Anm.d.Verf.), entstehen wieder geistige Prinzipien – zum besseren Verständnis ´geistige Kinder` genannt. Die Duale, der geistige Mann und die geistige Frau, weihen das Kind dem Vater-Mutter-Gott, denn Gott, das Vater-Mutter-Prinzip, hat den geistigen Leib aus einem Seiner Liebesstrahlen werden lassen. – Das Dualpaar gab der ihnen von Gott geschenkten, ausgereiften Geistkörpersubtanz ihre Dual-Liebekraft und erhob diese zur Kindschaft. Zum besseren Verständnis für Meine Erdenkinder: Das Dualpaar erhob ein ausgereiftes Naturwesen zur Kindschaft in Gott“[18]. Zur Kindschaft Gottes vergleiche die Darlegungen im Kapitel >Ursprungsfamilie<.

 

In dem esoterischen Roman von BRIT MORF mit dem Titel >count down 2012<, dessen Hauptthema die Transformation der Menschheit ist (wie im Kapitel >Kosmische Phänomene< referiert wurde), ist aufgegriffen, wie die ehelichen und familiären Abhängigkeitsverhältnisse auf diesem Planeten doch sehr schädlich für die Menschheit „waren“ (und zur Zeit immer noch sind), auch wenn dies von den Menschen selbst nicht so erkannt wird. Diese Abhängigkeitsverhältnisse sind typisch für eine von außen kontrollierte Menschheit, womit gemeint ist, dass die Menschheit unter der Macht der widergöttlichen Wesenheiten „stand“ (und noch steht). (In den Zitaten wird von der Vergangenheit gesprochen, da die Aussagen selbst im Jahre 2012 für rückwirkend gemacht worden sind.)

„Die Kinder waren ihren Eltern ausgeliefert, die Mutter war existentiell oft auf ihren Mann angewiesen. Oder sie lebte allein und musste ihre Familie in einem Umfeld durchbringen, das nicht für ihre Lebenssituation eingerichtet war. Trotzdem wurde eure Familienstruktur bis zuletzt von den meisten Erdenmenschen als erhaltens- und schützenswert empfunden. Wobei diese erstaunliche Tatsache nicht nur das Resultat einer gelungenen (widergöttlichen; Anm.d.Verf.) Programmierung war, sondern ebenso die Quittung für Verlustangst, Denkfaulheit und Fantasielosigkeit“[19].

 

Es wird dann ausgeführt, dass es in Wahrheit schädlich für die Beziehung von Mann und Frau sein soll, wenn ein Paar zu sehr auf sich gestellt ist. Ebenso schädlich ist es, wenn die Eltern mit den Kindern ausschließlich leben. „Paare und Kinder müssen in einer liebevollen Gesellschaft vielfältig integriert und aufgehoben sein. Persönliche Beziehungen können nur auf einem Boden genereller Bezogenheit gedeihen. Andernfalls entarten Bindungen zu Überlebensoasen. Unter diesem Druck und in dieser Isolation verkehrt sich Liebe schnell in Hass und Fürsorge in Quälerei. … Darum zeichnen sich geistig orientierte Gesellschaften durch vielästige Beziehungsstrukturen aus“[20].

 

Dies soll dann so weit gehen, dass ein offener Umgang mit dem eigenen Fortpflanzungspotential stattfindet. In geistigen Kulturen soll es so sein, dass viele Eltern ihre leiblichen Kinder nicht kennen oder jedenfalls kaum, was sie keineswegs als Mangel empfinden sollen. „Schon nur die Tatsache, dass sie sich fortpflanzen, ist eine Bereicherung für sie. Sie fühlen sich dadurch stärker mit dem Leben verbunden. Manche überlassen das Großziehen von Nachwuchs vertrauensvoll jenen, die sich besonders eignen und viel davon verstehen. Blutsverwandtschaft gilt in entwickelten Kulturen kaum als ausreichende Erziehungsqualifikation“[21].

Als drittdimensionaler Mensch sollte man über diese Anschauungen nicht irritiert sein, sondern sich eine Einstellung aneignen, wie sie multidimensionale Menschen haben (die in höheren Dimensionen oder höheren Evolutionen[22] leben; Anm.d.Verf.).

 

Erst 1989 sagte allerdings >Jesus, der Christus Gottes< durch die >Prophetin Gabriele< aus, dass es nicht nach dem ewigen Gesetz ist, dass ein Mann zu gleicher Zeit mehrere Frauen hat und eine Frau mehrere Männer[23]. Jedoch kann eine Partnerschaft (oder Ehe) auch beendet werden (wenn eine gemeinsame geistige Evolution nicht mehr möglich ist) und es kann eine neue eingegangen werden[24].

Kinder wiederum dürfen von den Eltern nicht als Eigentum betrachtet werden. Und auch – ähnlich wie bei MORF – soll es möglich sein, dass die Kinder in einer Art Gemeindehaus (Vater-Mutter-Haus) aufgezogen werden und mit den Eltern nur zeitweise Kontakt pflegen[25].

 

Am 25. Mai 2008 habe ich noch einmal Notizen aus der Zeit der Beziehung meiner „großen Liebe“ gelesen und war nachträglich entsetzt, wie fruchtbar es doch offensichtlich gewesen war.

In der Nacht zum 26.05.2008 habe ich dann auch prompt von meinem ehemaligen Lebensgefährten geträumt und in dem Traum erkannt, dass er niemals die Absicht hatte, sich hundertprozentig ausschließlich auf mich zu beziehen. Da beendete ich die Beziehung im Traum „endgültig“ – für alle Zeiten – bis in alle Ewigkeit.

Jedoch geschah es dann, dass ich am 7. Dezember 2008 wieder von ihm träumte und da wieder mit ihm zusammen war, während wir dazwischen getrennt waren. Tatsächlich war es jedoch auch in dem Traum so, dass ich ihn nicht mehr liebte, worüber ich im dann folgenden Wachzustand froh und glücklich war, dass dies insofern endlich ein Ende hatte.

Jedoch: Auch überhaupt dieses Chaos in der Astralwelt[26] ist genau das, weshalb ich nach dem physischen Tod auf keinen Fall in dieser vierten Dimension verbleiben will, sondern die vollständige Befreiung in die fünfte Dimension des göttlichen Lichtreiches anstrebe, wie im Kapitel >Hoffnung< ausgeführt.

 

Ende des Kapitels Nr. 37 >Eifersucht<.

□□□