Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (207)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Freundschaft (38.B) Agreement

 

 

Nach einem mehrwöchigen Urlaub meldete Ute sich dann auch überhaupt nicht wieder, so dass ich mich „gezwungen“ sah, von mir aus eine Nachfrage zu starten. Dies machte ich im Prinzip nur, um Gewissheit zu bekommen, dass ihr auch nichts passiert war, denn sie war in Asien gewesen, wo sonst einige brisante Vorfälle mit Touristen aufgetreten waren. Jedoch war es da bereits nach einem Protokoll vom 26.01.2008 der Fall, dass ich mich innerlich eigentlich schon von ihr getrennt hatte; denn sie hatte sich wahrscheinlich auch aus Desinteresse nicht gemeldet gehabt. Jedoch verleugnete sie dies in dem Telefonat und wir hangelten uns noch einmal über die nächsten Monate hinweg.

 

Am 02. Juni 2008 fand dann ein Treffen statt, wo ich mich währenddessen regelrecht dreimal sehr über sie ärgerte, dies aber nicht direkt thematisierte. Ab diesem Zeitpunkt war dann allerdings für mich klar, dass ich die >Freundschaft< nicht weiter führen würde. Sie meldete sich auch nie wieder – und damit war dieses Kapitel meines Lebens beendet. - Bis zum heutigen Tage weiß ich nicht wirklich, was der Sinn dieser >Freundschaft< gewesen sein könnte; außer dass die anfängliche Beeindruckung für die Ute eine Rolle gespielt haben muss.

 

So muss ich doch sagen, dass meine früheren >Freundschaften< wesentlich mehr Substanz hatten, von denen ich im Laufe des Lebens recht viele (!) gute, ernsthafte, langfristige kameradschaftliche Kontakte hatte (z.T. über 10, 20, 30 oder sogar 40 Jahre hinweg). Zu 90 Prozent handelte es sich um Frauen, zu 10 Prozent auch um Männer. Ich habe alle diese >Freundschaften< hier sonst namentlich und inhaltlich gar nicht weiter angeführt, weil alle Schilderungen inflationär wären. Die wenigen, die ich namentlich genannt habe, stellen nur die geringfügigsten Beispiele dar.

 

Letztlich haben sich doch alle >Freundschaften< auch als Enttäuschung erwiesen, obwohl ich immer wieder versuchte, diese Enttäuschungen im einzelnen Fall zu überwinden – bis jedoch irgendwann für mich das Maß voll war in dem Sinne wie: „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht“.

 

Dieses ist leider mit meiner langjährigsten Freundin Gerda (mit der ich schon zur Schule gegangen bin) auch im Jahre 2005 passiert, weil einfach doch das Ausmaß an Lieblosigkeit, Gleichgültigkeit, Unreflektiertheit einfach zu viel war, worüber bei ihr ganz sicher kein hinreichendes Bewusstsein, aber in Wahrheit doch eine Ahnung geherrscht haben muss. Ein gewisser Hintergrund war vermutlich, dass sie vor ihrem Sohn unsere >Freundschaft< versuchte herunterzuspielen, der auf alles und jedes eifersüchtig wachte und seine Mutter für sich allein haben wollte. Insofern hat sie unsere >Freundschaft< ihrem Sohn geopfert, was mir schließlich „zu bunt“ wurde.

 

Nur damit man nicht denkt, dass ich ein Monster bin, dass niemand mit mir befreundet sein kann oder sein will, will ich den letzten Geburtstagsgruß an mich von dieser Freundin Gerda aus dem Jahr 2005 zitieren: „Liebe Kim, herzliche und liebe Wünsche sende ich Dir zu Deinem Geburtstag! Es ist schön, Dich zu kennen und ich freue mich schon auf unsere Treffen in wieder naher Vertrautheit in den nächsten Monaten. Sei umarmt! Deine Gerda.“

Diese Zeilen klingen durchaus nicht lieblos, differieren aber leider doch zum Gesamtverhalten.

 

Diese Freundin Gerda kam auch (neben einer zweiten Freundin von mir namens Ines) vor in einem unfangreichen Traum vom 02.01.2008. Dabei kannten sich diese zwei bestimmten ehemaligen Freundinnen in der irdischen Wirklichkeit gar nicht. Und es kam noch eine dritte Frau vor, die ich noch nie gesehen hatte. Wir saßen auf einem größeren Gelände in einer Art Speise-Restaurations-Räumlichkeit. Dann jedoch geschah es, dass ich wegen des Egoismus und der Undiszipliniertheit dieser Frauen alle drei verlor und sehr unglücklich war, weil ich nun ohne Bekannte auf diesem weitläufigen Gelände sein musste. Von seiten dieser Freundinnen geschah dies aus Laxheit[1], Lauheit und Gleichgültigkeit, wie ich die Worte bei der Protokollierung wählte.

 

Selbst als ich dies in den PC tippte, merkte ich, wie enttäuschend ich das Verhalten dieser Menschen noch nachträglich fand. Dabei war ich mit Gerda über 40 Jahre lang befreundet, und der Ines stand ich zur Seite, als kein Mensch mehr etwas mit ihr zu tun haben wollte, weil sie sehr krank geworden war. Dieser Traum hat m.E. sehr gut das widergespiegelt, weshalb im Grunde alle meine >Freundschaften< zerbrochen sind.

 

Die Enttäuschungen bezüglich >Freundschaft< haben anscheinend auch andere geistig orientierte Menschen erlebt, wie dies z.B. von der Nonne Therese von Lisieux[2] berichtet wird, ebenso von der Nonne Schwester Faustyna[3] und wie dies der „Geisteslehrer“ Georg Riehle[4] von sich selbst schildert. Von Therese von Lisieux heißt es: „Es war ihr nicht möglich, Freundschaften zu schließen“. Manche enttäuschten sie und erwiderten ihre Zuneigung mit Kälte. „Einzig Jesus sollte ihr Freund sein“[5].

 

GEORG RIEHLE sagt aus, wie er die Liebe zu seinen Kameraden nicht gefunden hat. Er hat bei allen Menschen sein Höchstes gesucht – und dies hinein bis ins hohe Alter. „Da lernte ich begreifen an mir selber, dass ich ein kleinstes Teilchen Seines Lebens sei, dass Er das noch in viel höherem Grade sucht, als ich es suche: Einen Freund, einen Menschen, der mich versteht, und bei dem ich meine Liebe ausleben könnte. Überall stieß ich mit meiner Sehnsucht an. Wenn ich die Hand eines Kameraden recht fest drückte, guckte der mich schon mit missverstehenden Augen an. Und ich lernte das Sehnen meines ewigen herrlichen Himmlischen Vaters kennen. … Ich musste durch mein Erleben hindurch, um das Sehnen meines Gottes an mir selbst zu erleben“[6].

 

Auch im URANTIA-Buch wird über >Freundschaften< ausgesagt, dass zwischen zwei Personen ein gewisser Grad an sittlicher Affinität und geistiger Harmonie wesentlich ist; denn eine liebende Persönlichkeit kann sich schwerlich einer lieblosen Person eröffnen. So ist für >Freundschaften< der brüderliche Austausch von ebenbürtigen Persönlichkeiten notwendig[7]. Diese Ebenbürtigkeit bestand in weltlicher (und zum Teil in seelischer/astraler) Hinsicht zwischen den meisten Freundschaften und mir durchaus - nicht jedoch eine geistige Harmonie.

 

Es ist wiederum möglich, dass einzelne frühere Freundinnen von mir auch zur Sternensaat gehören, sich jedoch noch in einem spirituellen Schlaf befinden, wie dies generell bei Vielen (eigentlich Dazugehörenden) der Fall sein soll. Die meisten Angehörigen der Sternensaat sind selbst eingeschlafen, weil diese Welt so schläfrig ist in einer Aura des Schlafes und der Verwirrung, die es um den Planeten herum gibt[8].

 

Über alle meine Freundinnen habe ich neben Protokollierungen von Treffen auch diverse Analysen in meinen Tagebüchern angestellt, nicht einer Systematik wegen, sondern immer aus irgendeinem Anlass von Unzufriedenheit auf meiner Seite. Als ich diese Aufzeichnungen, die überwiegend 10 bis 20 Jahre lang zurückliegen, über diese verschiedensten Menschen aus Anlass der Autobiographie wieder gelesen habe, war ich entsetzt, welche negativen Aspekte da doch eine Rolle gespielt haben in meinem Empfinden. Mein Entsetzen bezieht sich nun nicht auf mein Empfinden, sondern eher auf die Substanz der betreffenden Menschen. Es gab dort alle möglichen Variationen.

 

Dabei ist dieses Negative in der Realität meist gar nicht so zum Tragen gekommen – es wurde durch ein allgemeinmenschliches „Agreement“[9] überdeckt. Auch wurde eben doch über viele Dinge nicht ehrlich gesprochen, was auch gar nicht möglich gewesen wäre, weil u.a. geheime (im Unbewussten webende) Dinge eine Rolle spielten. Ich habe aber für mich doch Vieles erkannt. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich die Neigung habe, welche im Kapitel Nr. 36-B >Gewaltlosigkeit< angesprochen ist, wo es darum geht: „Hüte dich davor, dem Hunde zu verfallen“, was bedeutet, dass man immer auch niedere Motive in anderen Menschen sieht.

 

Mit einer Freundin (mit Namen Doris, die ich schon in Teil 38-A erwähnte) hatte ich allerdings jedoch auch direkte Auseinandersetzungen, die immer wieder zu Unterbrechungen unserer >Freundschaft< führten. Tatsächlich lag dies definitiv an einer gewissen Psychopathie[10], die diese Freundin aufwies[11], worüber sie keinerlei Bewusstsein hatte. Ich war aber aus Selbstschutz gezwungen, ihr dies rückzumelden, weil sie teilweise unerträglich war.

 

Dabei war sie zugleich ein interessanter, gebildeter, kultivierter und in vieler Hinsicht wertvoller Mensch, der mir auch dreimal in meinem Leben wirklich zur Seite gestanden ist. Darüber war ich ihr sehr dankbar und habe ihr dies vergolten, indem ich immer wieder ihre gewisse Gestörtheit in Kauf genommen habe (die nicht nur von mir so empfunden wurde).

 

Am 25. Dezember 1999 hatte mir diese Freundin einen Brief geschrieben gehabt, der eine ungeheuerliche Unverschämtheit darstellte, und ich trotzdem danach noch erneut längere Zeit Kontakt mit ihr hatte. Diesen Brief las ich dann am 11.06.2008 (also 8 ½ Jahre später) nachträglich noch einmal, und da wurde mir erst richtig bewusst, dass ich schon damals niemals (!) mehr mit ihr etwas hätte zu tun haben dürfen. Der Kontakt war nun sowieso schon seit 2006 beendet gewesen. Wie es dazu gekommen ist, darüber könnte ich ein eigenes Kapitel schreiben.

 

Entgegen meinen Einsichten habe ich (aus einer gewissen egoistischen Kontakt-Not, aber auch aus positiven Erinnerungen heraus) dann trotzdem auch im Jahr 2009 wieder zu dieser Doris Kontakt aufgenommen. Wir haben danach einzelne Telefonate geführt, bis wir uns im Dez.2009 tatsächlich auch wieder getroffen haben.

 

Unglücklicherweise fand dieser erste Kontakt nicht allein zwischen uns beiden statt, sondern in Gegenwart von drei weiteren Freundinnen von ihr, die sie zu sich eingeladen hatte. Das ganze Treffen verlief aufgrund der gastgeberischen Diktion meiner Freundin Doris so eklatant katastrophal, wie ich etwas Vergleichbares noch niemals erlebt hatte. Bei allen vier Gast-Frauen handelte es sich um Akademikerinnen, die sich alle von Doris vollkommen unterdrücken ließen. Lediglich ich ließ eine gewisse Gegenwehr zum Tragen kommen bzw. versuchte, das Ruder herum zu reißen. Es war nicht möglich. Es stand mir anschließend ganz klar vor Augen, dass Doris – noch schlimmer als die letzten 35 Jahre - einer Ego-Manie[12] verfallen war, über die sie keinerlei Reflexion und Ichherrschaft besaß.

 

Sie verletzte sämtliche gesellschaftliche Regeln. Ich gab dann meiner Abneigung auch Ausdruck, indem ich die Gesellschaft bei der erstbesten (jedoch schon viel zu späten) Gelegenheit verfrüht verließ. Eine weitere anwesende Freundin der Doris, die wir beide uns schon seit Jahrzehnten aus den verschiedensten Treffen kannten, hatte durchaus ein Bewusstsein über die Unmöglichkeit der Situation und versuchte noch, mich aufzuhalten. Da es aber nicht möglich war, mit ihr ein Einzelgespräch zu führen, konnte ich mich auch von dieser netten Frau nur mit Bedauern verabschieden.

 

Doris schrieb mir dann noch einen ihrer üblichen indifferenten Briefe (in dem sie sich eigentlich hätte entschuldigen müssen, wozu sie jedoch aus Stolz nicht in der Lage war), den ich jedoch – entgegen jeglichem sonstigem Verantwortungsbewusstsein von mir – erstmals nicht beantwortete[13]. Ich hatte Doris für mich endgültig in diesem Leben zu Grabe getragen.

 

Bereits am 19. Oktober 1993 habe ich in meinem Tagebuch notiert: „Alle meine Freundinnen gehen mir immer mehr ´auf den Geist`. Dabei sind sie in Wahrheit zur besseren Menschheit gehörig: gebildet, kultiviert, nett, meist gutaussehend“. Und bereits am 23.06.1994 wurde mir bewusst, dass ich fast keine privaten Kontakte mehr hatte, fast keine >Freundschaften< sich aufrechterhalten ließen (dies liegt jetzt also schon über 20 Jahre zurück; Aussage im Mai 2015). Ich wusste allerdings damals aus der Theorie bereits, dass man auf dem geistigen Weg mit Isolation rechnen musste, worüber noch Näheres dargelegt wird.

 

Die 1994 existierenden mangelnden >Freundschaften< änderten sich noch einmal für einige wenige Jahre durch die >Spirituelle Gemeinschaft< (Kap. Nr. 27), wo ich neue >Freundschaften< fand, die sich allerdings von der seelischen Substanz her auch in Grenzen hielten. Diese >Freundschaften< verlor ich jedoch alle nach meinem Austritt aus dieser >Spirituellen Gemeinschaft< und war danach ungefähr zehn Jahre überwiegend privat fast völlig isoliert.

 

So war es eine Tatsache, dass ich im Jahre 2008 keine einzige wirkliche >Freundschaft< mehr hatte aufrechterhalten können. (Allerdings habe ich erstaunlicherweise ab August 2009 mehrere völlig neue Kontakte und sogar >Freundschaften< gewonnen, worüber am Ende dieses Kapitels in 38-E Darlegungen erfolgt sind).

 

Ich gestehe, dass diese Isolation, in der ich real fast zehn Jahre lang (mit wenigen Unterbrechungen) bis im April 2009 gelebt hatte (ich habe manchmal Wochen lang mit keinem Menschen - mit Ausnahme meiner Mutter - auch nur ein persönliches Wort gesprochen), für mich seelisch nicht so schlimm war, wie man dies sonst annehmen würde.

Eine Hilfe war allerdings auch das Fernsehen, von dem ich allein aus diesem Grund vermutlich nicht ablassen kann, wobei es diesbezüglich Variationen gibt (siehe Kapitel 4-B >Asketische Versuche< und Kapitel Nr. 17-C >Erscheinen einer Sonne<).

 

Das Entscheidende, was mir Sorgen bereitet, ist der jederzeit eintreten könnende Notfall, dass ich erkranke (und vielleicht sogar ins Krankenhaus muss) und es keinen vertrauenswürdigen Menschen gibt, der meine Post aus dem Briefkasten holt und meine Pflanzen gießen kann oder mich zu Hause mit Lebensmitteln versorgen kann. In einem solchen Fall wird dann vermutlich irgendein völlig fremder Mensch (vielleicht eine Sozialarbeiterin des Krankenhauses o.ä.) in meinen persönlichen Bereich eindringen müssen, was allein wegen der Tagebücher ein Unding ist.

 

Mir ist allerdings gerade bewusst geworden, dass ich die Pflanzen eher vertrocknen lassen würde[14] und es nur um die Post ginge – und dafür bräuchte ich nur einen Briefkastenschlüssel zu übergeben, was mich sofort beruhigte. Die entsprechende Situation ist natürlich auch gegeben im Falle meines Todes (oder falls ich ins Koma falle). Ich habe zwar eine weitläufige Verwandte für diesen Fall eingesetzt, bin aber mit meiner Entscheidung nicht zufrieden und werde dies bei nächster Gelegenheit ändern. - Wie im Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen< dargelegt ist, bin ich nun durch den Tod meiner Mutter im Jan.2008, mit dem natürlich schon seit Jahren zu rechnen war, „ganz allein in der Welt“ mit doch nur weitläufigen Verwandten, von denen fast niemand in Berlin lebt.

 

Ich gestehe, dass ich eigentlich >Freundschaften< (neben den Gesprächen) auch insbesondere aus dem Grunde benötigen würde, um für diese Notfälle Hilfe zu haben gemäß der Aussage: „Wir brauchen die Freunde nicht, um sie zu brauchen, sondern um die Gewissheit zu haben, dass wir sie brauchen dürfen“ (Kalenderspruch von Epikur[15]).

 

Der Gerechtigkeit halber muss ich sagen, dass mir einzelne Freundinnen auch in einzelnen Fällen geholfen haben, jedoch nahm dies im Verhältnis zu der gesamten jeweiligen >Freundschaft< doch einen sehr kleinen Raum ein und es handelte sich um nichts, was ich nicht von meiner Seite aus zehnmal getan hätte. Obwohl ich jede Hilfe immer mit Dankbarkeit honoriert habe, und einzelne negative Aspekte bereit war, in Kauf zu nehmen, fiel dieses bisschen Positive dann letztlich doch ab im Verhältnis zu eher unerfreulichen Aspekten wie allgemeiner Lieblosigkeit und Gleichgültigkeit.

 

Auf dem geistigen Weg ist die Isolation des Geistesschülers (oder Eingeweihten) durchaus ein bekanntes Phänomen. „Wenn … ein Mensch seine Schwingung erhöht und von Grund auf neu bildet und somit seine Tonhöhe ändert, dann entsteht Dissonanz und folglich Disharmonie in seiner Umgebung. Deshalb kommt nach dem Gesetz für den, der nach den Mysterien lebt und mit dem Gesetz umgeht, eine Zeit des Allein-Seins und der Sorgen, in der ihm niemand beisteht und Isolierung sein Los ist“.

 

„In geringerem Maße erfahren das alle, und für den Arhat (oder Eingeweihten 4. Grades) ist diese vollständige Isolierung ein charakteristischer Zug. Er steht in der Mitte zwischen dem Leben in den drei Welten und jenem Leben in der Welt der Adepten[16]. Seine Schwingung steht vor der Einweihung mit keiner der beiden Gruppenschwingungen in Einklang. Gemäß dem Gesetz ist er allein, aber nur zeitweilig. Wenn ihn die Welt zufriedenstellt, dann ist das Anlass zu Befürchtungen, denn es weist auf einen Stillstand hin. Die Anwendung des Gesetzes bringt zuerst gewaltsame Trennung mit sich“[17].

 

Bei CATHAROSE de PETRI heißt es: Wer vom heiligenden Geist berührt wird, fühlt sich von da als Fremdling auf Erden. Unter Berücksichtigung all seiner bürgerlichen Pflichten steht der Aspirant dann so viel wie möglich in der Selbstisolierung. Um sich der Weltgleichförmigkeit zu entziehen, legt er dann einen von der gewöhnlichen Welt isolierenden Ring um sich[18].

Auch im Kapitel Nr. 29-C >Avatarin< sind Darlegungen referiert, wonach ein Geistesschüler sich völlig von derjenigen Menschengruppe abwenden muss, zu der er einen wesensmäßigen Bezug hat. Denn er hat die Aufgabe, sich vom astralen Feld der Natur des Todes zu distanzieren, um zurück zu Gott gelangen zu können[19].

 

Und FLORIDE legt dar: „Die Entstehung der Bewusstseinsseele[20] seit dem 15. Jahrhundert hat die Menschheit in eine Situation gebracht, die die Persönlichkeit des einzelnen Menschen voll zur Entfaltung kommen lässt, ihn aber als Folge davon völlig isoliert“[21].

Wenn von Selbstisolierung gesprochen wird, klingt dies noch relativ konstruktiv im Sinne einer gewollten Aktivität des Aspiranten. Dies hört sich jedoch anders und schwieriger an nach Darlegungen von HAICH in dem Buch >Einweihung<.

 

Fortsetzung folgt im Teil C zum Kapitel Nr. 38 >Freundschaft<.

 



[1] lax: schlaff, locker, lässig (Benehmen, Disziplin) (HERMANN/Rechtschreibung/S.602).

[2] Therese von Lisieux: *1873, +1897; französische, heiliggesprochene Nonne, die als jüngste Lehrerin der katholischen Kirche gilt und die kein einziges Semester Theologie studiert hat (aus: SCHMID/Therese von Lisieux begegnen).

[3] KOWALSKA/Tagebuch. (Zu Schwester Faustyna siehe auch den Text im Kapitel Nr. 19-C+D >Kreuzigung und Gehenkter<).

[4] Georg Riehle: FN bei 23-C >Priesterseele<.

[5] SCHMID/Therese von Lisieux begegnen/S.57

[6] RIEHLE/S.67

[7] URANTIA-Buch/S.30f.

[8] KLEIN/Die Sananda-Connection/S.54

[9] Agreement: formlose Übereinkunft (D/F/S.40).

[10] psychopathisch: FN bei 28-C >Lichtdienste<.

[11] Ich habe über diese Freundin Doris auch bereits in meinem Kapitel Nr. 37-F1 >Eifersucht< berichtet, wie sie durch ihre drei Kinder eine Steigerung ihres Selbstwertgefühles erlebt hat (Anm.d.Verf.).

[12] Ego-Manie: siehe frühere FN zu „egomanisch“ im Kapitel 38-A >Freundschaft<.

[13] Es war generell der einzige Brief, den ich in meinem Leben niemals beantwortet habe (Anm.d.Verf.).

[14] Tatsächlich habe ich im Februar/März 2014 meine Pflanzen vorsorglich aufgegeben und mir stattdessen größere Zierteile angeschafft, wie z.B. Blumenzweige und getrocknete Zweige, die vor einem bestimmten Lampenschirm (auf dem Planeten und Sterne mit blauviolettem Himmel abgebildet sind) noch romantischer aussehen als die ehemaligen Pflanzen (Anm.d.Verf. am 28.03.2014).

[15] Epikur: griechischer Philosoph, *341, +270 vor Chr. Er führte die Atomlehre Demokrits weiter; betonte gegenüber den Stoikern die Willensfreiheit. Lebensziel: Gemütsruhe und Leidenschaftslosigkeit (NGL/Bd.I/S.234).

[16] Adept: Eingeweihter ab dem 5. Grad (Anm.d.Verf.).

[17] TIBETER/Weiße Magie/S.289

[18] CATHAROSE de PETRI/Sieben Stimmen sprechen/S.11ff.

[19] JAN van RIJCKENBORGH & C. de PETRI/Die Chinesische Gnosis/S.214f.

[20] Bewusstseinsseele: FN bei 53-E >Hoffnung<.

[21] FLORIDE/S.24