Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (208)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Freundschaft (38.C) Unverständnis

der Freund als anderes Selbst

 

 

Es geht in dem Buch von ELISABETH HAICH mit dem Titel >Einweihung< um die gefallenen Söhne Gottes, die sich zu tief in die Materie eingelassen haben. (Dass ein Gotteskind auch einen freiwilligen Beihilfsweg gegangen sein kann, wird bei HAICH als Möglichkeit nicht ausgesagt. Siehe bezüglich dieses Liebesopfers im Kapitel 14-B1 >Ursprungsfamilie<.) Auf ihrem Entwicklungsweg werden sich diese gefallenen Söhne Gottes unter den anderen Menschen nie ganz zu Hause fühlen; denn ihre ganze Denkungsart bleibt von der des Menschen sehr verschieden. Sie werden das irdisch-menschliche Leben nie vollkommen verstehen und sich nie vollkommen aneignen können.

 

Sie werden unter den Menschen fremd, unverstanden und einsam weiterwandern und immer als Sonderlinge gelten. Sie werden meistens die Aufgabe bekommen, die Menschen Wissenschaft, Kunst und Literatur zu lehren und neue Ideen auf die Erde zu bringen. Sie werden von manchen Menschen – die sie verstehen – angebetet, von anderen aber aus lauter Neid und Eifersucht gehasst, weil diese ihre hohen Qualitäten anerkennen müssen[1].

 

Und noch problematischer klingt dies bei Aussagen von JAN van RIJCKENBORGH, wo er ausführt: Auf dem Weg der Befreiung ist die Selbstopferung des menschlichen Ichs unbedingt notwendig. Dabei kann es durchaus zu der äußersten Tiefe der Vereinsamung für einen Menschen kommen. Es kann geschehen, dass ein Aspirant in dieser Einsamkeit an einem gebrochenen Herzen stirbt[2], was mir zutiefst leid tut, wenn ich es nur lese.

 

Nach dieser Aussage von JAN van RIJCKENBORGH wäre es nicht zwangsläufig absolut zutreffend, dass ein einsamer Mensch von seiner Seite aus gegen das Gesetz der Liebe verstoßen hätte, wie dies von >Jesus, dem Christus Gottes< bei der >Prophetin Gabriele< ausgesagt wurde[3] und im Kapitel 37-E >Eifersucht< referiert ist und ich die Aussage auch schon dort in Frage gestellt habe.

 

Eventuell ist dieser bittere Kelch, an einem gebrochenen Herzen aus Einsamkeit sterben zu müssen, für mich in diesem Leben abgewendet worden dadurch, dass ich bereits durch meinen Liebeskummer (siehe Kapitel Nr. 37 >Eifersucht<) an einem gebrochenen Herzen sukzessive psychisch gestorben bin. Tatsächlich hat mich dies insgeheim auf meine eklatante Isolierung von Menschen und auf Einsamkeit vorbereitet.

 

Man glaubt gar nicht, wozu schlimme Dinge doch zu gebrauchen sind! Allerdings ist ja leider „noch nicht aller Tage Abend“ und mit etwas Gutem rechne ich in dieser Welt eigentlich nicht mehr. (Dies sollte sich auch in einer anderen Weise im Aug.2009 bewahrheiten; wo ich das bisher Schlimmste in meinem Leben durchgemacht habe, was im Kapitel Nr. 54 >Wahnsinn oder unendliche Liebe< geschildert ist.)

 

Und als ich die meisten Schilderungen des Kapitels >Freundschaft< im Jahr 2008 im PC verarbeitet hatte, wurde mir akut bewusst, dass ich überhaupt nur durch eine gewisse latent in mir vorhandene (sekundäre) Fremd-Aggressivität vor Selbstmord[4] bewahrt geblieben bin bezüglich all der Enttäuschungen. Dabei finde ich diese Fremd-Aggressivität nicht unbedingt lobens- und erstrebenswert, jedoch könnte ich ohne sie auch all die Dinge nicht leisten, die im Kapitel Nr. 36-L >Gewaltlosigkeit< angesprochen sind – auch wenn Aggressivität und Gewaltlosigkeit zueinander paradox klingen.

 

In ihrer einleitenden Ansprache >An die Sterngeborenen<[5] greift auch SOLARA die Einsamkeit auf. Sie gibt hier einige Charakterisierungen, die typisch für diese Menschen sein sollen. So beschreibt sie, übergreifend auf viele Inkarnationen bezogen: „Meist litten wir unter Einsamkeit und Unverständnis. … So lebten wir unser Leben – allein, einsam, missverstanden. … Wann immer wir konnten, trösteten wir uns mit kurzen Freundschaften, (oder) der süßen, vergänglichen Leidenschaft der Liebe und der Vereinigung mit der Natur“[6].

 

Für das schließlich einsetzende geistige Erwachen schildert SOLARA dann: „Zuerst begannen wir unsere Isoliertheit anzunehmen. Wir akzeptierten unser Anderssein und lernten, das Alleinsein immer mehr zu genießen. Als wir das Alleinsein angenommen hatten, entdeckten wir, dass wir deshalb nicht einsam sein mussten. In unserer Abgeschiedenheit lernten wir, das geheimnisvolle Reich der tiefen Stille zu betreten. Hier fanden wir den Schlüssel, der uns viele neue Welten der Offenbarung erschloss“.

 

„Die Stille wurde zu unserem größten Lehrmeister. Sie umgab und umhüllte uns mit einem tiefen Gefühl der Zufriedenheit. Wir wurden in Dimensionen und Bewusstseinsebenen eingeweiht, die wir zuvor nicht gekannt hatten. Wir gewöhnten uns so sehr an diese Stille, dass wir große Portionen von ihr brauchten, um unser inneres Gleichgewicht und die Verbindung zur Quelle zu erhalten. Die Stille wurde zu unserem wahrhaftigsten Verbündeten“[7].

 

Hier muss ich leider einflechten, dass dies eben einer der großen Unterschiede in meinem begrenzten geistigen Stand ist im Verhältnis zu SOLARAs wesentlich höherem Stand, wie ich diesen von meiner Seite geschlussfolgert haben. Sie muss definitiv eine Eingeweihte fünften Grades sein (wobei sie diese Einweihung wohl in diesem Leben erlangt hat), da sie – wie ich dies entsprechend zu Rudolf Steiner im Kapitel Nr. 24-H+i+J >Ashram< ausgeführt habe – über ein Bewusstsein verfügt, welches m.E. planetare Zustände mit einschließt.

 

Leider kann ich diese von ihr angesprochene tiefe Stille noch nicht so erleben, wie von SOLARA geschildert ist, was ich als großes Manko bei mir ansehe. Jedoch bitte ich in meinen Anrufungen um eine solche Stille, was im Kapitel Nr. 40-E+F >Meditation< geschildert ist.

 

Jedenfalls führt SOLARA dann noch im Zusammenhang mit der notwendigen Selbstliebe an: „Um unserem eigenen inneren Schmerz zu entgehen, hatten wir unsere Liebe ständig über andere ausgegossen, doch jetzt mussten wir lernen, uns selbst zu lieben“[8]. Dies ist nun wieder etwas, was auch für mich gelten würde: Dieses Ausgießen meiner Liebe über andere, insbesondere über meine männlichen Liebespartner (siehe Kapitel Nr. 37 >Eifersucht<), auch wenn dies von meiner Seite aus nicht mit Plumpheit und meist erst in einem zweiten Schritt erfolgt ist.

 

Nachträglich glaube ich – auch bezüglich meiner >Freundschaften< - dass meine Liebe eigentlich nur durch meine automatische Intelligenz und Intellektualität für den anderen Menschen in ihrer Wirksamkeit abgemildert wurde. Diese Intelligenz und Intellektualität schufen glücklicherweise immer eine gewisse Distanz, so dass man mich ertragen konnte oder ich eine gewisse Attraktivität behielt.

 

Bei ERIC KLEIN wird den Lichtarbeitern gesagt, dass sie bei ihrem Aufstiegsprozess im Sinne eines >Seelenwachstums< (Kap. Nr. 45) letztlich alles Gute und Schlechte des irdischen Lebens werden loslassen müssen. „Wenn ihr spürt, dass euer Bewusstsein und eure Schwingungsfrequenzen angehoben werden, wird in eurem Leben etwas Seltsames vorgehen. Die Dinge, an denen ihr gehangen habt, die Dinge, die ihr erlebt habt, die Menschen, von denen ihr umgeben wart, werden euch anders vorkommen: Etwas schwerfälliger und schwieriger im Umgang. Ihr werdet euch vielleicht fragen, warum ihr euch mit ihnen überhaupt befasst habt“.

 

Und es wird etwas später noch ergänzt: „Wir klammern uns in unserem Leben an Dinge, weil sie uns ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit geben. Es bedarf darum eines ziemlich starken Glaubens, um etwas loszulassen, das uns gut getan und in beschränktem Maß zur Befriedigung verholfen hat“ [9].

 

Beim TIBETER wurde ausgesagt, dass es auf einen Stillstand hinweisen würde, wenn der Aspirant sich durch die Welt zufriedengestellt fühlen würde. Insofern besteht bei mir allerdings kein Anlass zu Befürchtungen; denn ich bin von der Welt (und den Menschen) im allgemeinen nie zufriedengestellt.

 

Anfang des Jahres 2008 tippte ich in den PC: „Ich werde jedoch versuchen, aus dieser Isolation noch einmal herauszukommen und habe diesbezüglich schon Dinge ins Auge gefasst, um spirituelle Kontakte zu knüpfen. Es wird jedoch noch einige Monate dauern, bis ich dies werde umsetzen können. Ob diese Unternehmungen von mir nicht doch auch wieder an irgendwelchen Aspekten scheitern werden, muss ich abwarten. Damit dies nicht zu sibyllinisch[10] klingt, will ich verraten, dass ich vorhabe, zu Seminaren zu fahren, die im Zusammenhang stehen mit dem Buch von JAMES HURTAK >Das Buch des Wissens – Die Schlüssel des Enoch<[11] (siehe Kapitel Nr. 53 >Hoffnung).

 

Tatsächlich habe ich dies auch im Juni und Oktober 2009 umgesetzt, jedoch den Kontakt zu einem Arbeitskreis gleich wieder aufgegeben, was im Kapitel 54-i >Wahnsinn oder unendliche Liebe< verarbeitet ist. Wiederum habe ich seit Aug.2009 auf ganz andere Weise neue Bekanntschaften geschlossen, was ich jedoch wegen des zu hohen Wiedererkennungswertes durch zu viele verschiedene Menschen aus den Schilderungen hier wieder herausgenommen habe. Auch gehörten diese Bekanntschaften im Mai2015 schon wieder meiner Vergangenheit an (sie haben aber immerhin fast sechs Jahre angehalten), obwohl man mir angeboten hat, jederzeit wieder zu dem Kreis der Menschen dazustoßen zu können, was ich aber zu 99 % nicht tun werde, was insofern meine „Schuld“ ist.

 

Anders als seine Eltern (bzw. Familienangehörigen; siehe das Kapitel Nr. 14 >Ursprungsfamilie< und das Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen<), zu denen die Beziehung durch karmische Notwendigkeiten bestimmt ist, muss man nach Aussagen des Philosophen Pythagoras[12] die >Freundschaft< selbst wählen. Nach sonstigen esoterischen Darlegungen gibt es jedoch auch diesbezüglich karmische Zusammenhänge. Jedenfalls setzt Pythagoras die >Freundschaft< sehr hoch an, indem er sagt: „Der Freund ist ein anderes Selbst. Man muss ihn ehren wie einen Gott“[13].

 

Die karmischen Gründe, weshalb ein Mensch mit anderen Menschen zusammengebracht wird, sind mehrfacher Natur. Im Kapitel Nr. 14-E >Ursprungsfamilie< wurden die Gründe für Familienbande angesprochen. Hier geht es um >Freundschaften<, aber auch um Menschen, mit denen der Mensch in seiner Umgebung, in seiner Arbeit oder unter sonstigen Umständen zusammengeführt wird, auch bezüglich derer, mit denen der Betreffende nur in eine kurze Verbindung gebracht wird, um sie dann nie wieder zu sehen.

 

Die Beziehung zu all diesen Mitmenschen ist zweifacher Natur[14]:

  1. um eine Verpflichtung abzubezahlen, sofern solch eine Schuld vorliegt und
  2. um seine Fähigkeit auf die Probe zu stellen, seine Mitmenschen zum Guten zu beeinflussen, Verantwortung anzuerkennen, zu lenken und zu helfen. Auf diese Weise entdecken die Lenker der menschlichen Rasse, wie sich jemand benimmt und wie er reagiert, in welchem Maße er zum Dienen fähig ist und irgendwelchen Bedürfnissen in seiner Umgebung zu entsprechen weiß.

 

Im Kapitel Nr. 14 >Ursprungsfamilie< ist dargelegt, wie sich die Differenzen auch in meinen >Freundschaften< begründen können durch meine eventuell andersgeartete kosmische Herkunft, als diese meiner Freundinnen ist. Dort habe ich ausgeführt, dass ich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Angehörige der sog. „Sternensaat“ sein könnte.

Auch mein anderes Zeitempfinden würde sich aus dieser ursprünglichen Herkunft erklären lassen können. Zu diesem Zeitempfinden will ich hier noch weitere esoterische Ausführungen machen, da es gerade auch in meinen >Freundschaften< eine Rolle spielte.

 

Nach Darlegungen vom TIBETER gibt es das, was die Menschen unter Zeit verstehen, dann nicht, wenn kein physisches Gehirn vorhanden ist. Denn die „Zeit“ ist eine Reihenfolge von Ereignissen und Bewusstseinszuständen, die vom physischen Gehirn registriert werden. Hochentwickelte Menschen, deren abstraktes Denkvermögen funktionstüchtig ist, sollen meist kein Zeitgefühl haben, ebenso wie dies bei Kindern und kindlichen Rassen der Fall ist[15].

 

Nach den Aussagen des TIBETER wäre ich jedenfalls kein hochentwickelter Mensch, obwohl ich glaube, dass mein abstraktes Denkvermögen doch ganz gut funktioniert. Und ein Eingeweihter verwendet das Zeitelement in seinen Beziehungen und im Umgang mit denen, die auf der physischen Ebene leben; in seinem Inneren aber ist er davon frei und erkennt nirgends im Universum einen Zeitfaktor an. Denn: „Die schrittweise Beseitigung der durch die Form auferlegten Schranken bringt eine ständig zunehmende Erkenntnis des Ewigen Jetzt[16], wie ich dann erst noch im Mai2013 den Titel eines neuen Kapitels Nr. 59 aus Anlass des Pfingstfestes benannt habe.

 

Zeitbestimmungen in esoterischer Literatur von verschiedenen theosophischen Schriftstellern und Medien sollen nun häufig nicht der Wahrheit entsprechen. Solche Zeitbestimmungen gibt es z.B. bezüglich der Reinkarnationsintervalle. Unter anderem soll es falsch sein, dass weit entwickelte Seelen länger in der geistigen jenseitigen Welt nach ihrem irdischen Tod verweilen als durchschnittlich entwickelte Menschen. Wahr soll dagegen sein, dass fortgeschrittene Seelen und jene, deren intellektuelle Fähigkeiten sich rasch entwickeln, sehr bald wieder zurückkehren sollen, weil sie ihre karmischen Verpflichtungen ausgleichen wollen.

Fehler in Zeitangaben durch esoterische Schriftsteller sollen daher rühren, dass sie zu sehr auf der Astralebene polarisiert sind, wo die illusorische Natur aller hellseherischen Entdeckungen wirksam ist[17].

 

Fortsetzung folgt im Teil D zum Kapitel Nr. 38 >Freundschaft<.

 



[12] Pythagoras: griechischer Philosoph aus Samos, *um 570, +496 vor Chr. Gründete in Kroton (Unteritalien) einen philosophisch-ethischen Geheimbund (Pythagoreer), formulierte den pythagoreischen Lehrsatz (NGL/Bd.II/S.682). - Pythagoras soll heutzutage (Aussage von 1984/86) der Weltlehrer mit Namen Kuthumi in der okkulten Hierarchie unseres Planeten Erde sein, als solcher einen Einweihungsgrad von 7.0 haben und insofern ein Bodhisattva sein. Über Kuthumi finden sich weitere Darlegungen im Kapitel 24-F >Ashram< und Text bei 44-C >Jesus, der Christus Gottes<.

Über die „Planetarische Hierarchie“ mit all ihren Abteilungen und Ämtern habe ich ein Essay verfasst unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF bei dem Online-Verlag https://www.xinxii.com. Ich weise hier in dieser Autobiographie wiederholt aus existentiellen Gründen auf diese geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen hin. Sie sind bei XinXii abrufbar unter der Kategorie „Esoterik“ ==> „Metaphysik“. Mittlerweile sind es 27 Exposés über verschiedene esoterische Themen; denn Mitte Jul.2017 habe ich noch zwei weitere Essays erstellt über die „Zeiträume der Erdenentwicklung“ (Teil I: Zeitalter), wo es insbesondere um Lemurien und Atlantis geht, und „Teil II: Kulturepochen“ sich auf unseren jetzigen „Arischen Zeitraum“ bezieht (wobei diese Benennung nichts mit irgendwelchem Nazi-tum zu tun hat).