Kim Carrey:

Sternenschnee (214)

Esoterische Studien einer Autobiographie

39. Auftreten von Blitzen, D

 

 

„Hellsichtigkeit“, also die Fähigkeit der Wahrnehmung in den höheren Welten, kommt zustande, wenn bei einem Menschen die Hypophyse und die Pinealis[1] wiedererweckt werden; denn bei einem nicht spirituellen Menschen sind sie schlafend. Durch die generelle Verbindung mit dem zerebrospinalen[2] Nervensystem ist die dann so sich entwickelnde Hellsichtigkeit unter der Herrschaft des Willens. Dadurch ist dem betreffenden Menschen möglich, esoterische Tatsachen zu erforschen, was der eigentlich entscheidende Zweck der Hellsichtigkeit sein sollte (neben der Möglichkeit, heilend tätig zu sein). Der physische Körper ist prinzipiell nicht rein genug, um eine ätherische Hellsichtigkeit zu ermöglichen. Der Archäus[3] ist das Erbe aller mikrokosmischen Vorfahren und insofern stark degeneriert, was das Haupthindernis darstellt. Die entscheidende Schaltstelle ist der Hypothalamus[4]. Dessen Wirksamkeit muss durch Gebet und durch reine Lebenshaltung verwandelt werden[5].

 

HEINDEL weist ausdrücklich darauf hin, dass ein Hellseher diese Fähigkeit niemals ausüben darf, um seinen persönlichen Interessen zu dienen, sondern im selbstlosen Dienst an der Menschheit[6]. Dies schließt auch Hellsichtigkeit zu Show-Zwecken aus, wie sie zeitweise im Fernsehen angeboten werden. Dem habe ich zu meinem eigenen Schaden auch kurzfristig zur Unterhaltung „gehuldigt“ und dies bitter mit einer gewissen Verfolgung durch einen >Schwarzen Magier< bezahlt, wie dies in dem betreffenden Kapitel geschildert ist. Die Erweckung von Hypophyse und Pinealis erfolgt durch okkulte Schulung (oder esoterische Erziehung, wie HEINDEL dies nennt) bzw. auch durch >Meditation<. Ein Hintergrund ist, dass die Geschlechtskraft nicht mehr für die üblichen sexuellen Befriedigungen vergeudet wird, sondern der Aspirant immer mehr seine Aufmerksamkeit geistigen Gedanken und Bemühungen zuwendet. Die ungebrauchte Geschlechtskraft beginnt dann, aufzusteigen. Sie strömt aufwärts, „steigt durch das Herz und den Kehlkopf oder durch das Rückenmark und den Kehlkopf oder durch beide und geht dann geradewegs zwischen der Hypophyse und der Pinealis zum dunklen Punkt an der Nasenwurzel, wo der ´stille Wächter`, der Höchste Geist, seinen Sitz hat“[7].

Die Variation der Ströme hängt damit zusammen, ob jemand eher ein Mystiker, eher ein Okkultist oder ein Adept ist.

 

Durch bestimmte Übungen (im Kapitel >Meditation< ist unter dem Begriff „Lichtmeditation“ eine Vorstufe beschrieben) kann die Hypophyse dann in Schwingungen versetzt werden. Diese Schwingungen müssen ein solches Ausmaß erreichen, dass die Pinealis erreicht werden kann, so dass die Kluft zwischen beiden überbrückt wird. „Das ist die Brücke zwischen der Sinnenwelt und der Empfindungswelt (= Astralwelt; Anm.d.Verf.). Von der Zeit an wird der Mensch hellsehend und kann seinen Blick richten, wohin er will. Feste Gegenstände werden sowohl von innen als auch von außen gesehen. Für ihn haben Raum und Dichtigkeit als Hindernisse der Beobachtung zu bestehen aufgehört“[8]. Mit der Zeit lernt der Hellseher, die Schwingungen der Hypophyse in einer solchen Weise zu beherrschen, „die ihn befähigt, in Berührung mit jeder beliebigen Region der inneren Welten zu kommen, die er zu besuchen wünscht. Die Fähigkeit steht vollständig unter der Herrschaft des Willens. Er muss durchaus nicht in einen Trancezustand kommen oder etwas Außergewöhnliches tun, um sein Bewusstsein zur Empfindungswelt zu erheben“[9].

 

Weitere Wahrnehmungen eines Chakras hatte ich am 25. November 2007. Dort trat in der >Meditation< ein knarrendes Geräusch auf, welches ich sofort mit dem Ingangsetzen eines Chakras verband, ich aber nicht identifizieren konnte, um welches Chakra es sich handelte. Dies war anderes am 14. Dezember 2007, wo ein solch knarrendes Geräusch in der Gegend meiner Kehle auftrat. Dies geschah, als ich noch um 3:15 Uhr in der Nacht wach war und arbeitete. Es war ein vollkommen inwendiges Geräusch und ich notierte damals, dass ich dies vermutlich überhaupt nur wahrnehmen konnte, weil ich Ohrstöpsel trug. „Es hat Parallelen zum Erwecken des Herzchakra“ (was ich früher am 16.10.1993 erlebt hatte), war meine Anmerkung. Eine halbe Stunde später setzte dann auch ein >Signalton< ein, der zwar nicht sehr laut und nicht sehr deutlich war, der aber subtil über etwas längere Zeit anhielt. Damals wunderte mich dieses Knarren in der Kehle nicht so sehr; denn ich hatte eine bestimmte >Meditation< sehr intensiv durchgeführt, die sich in dem Buch von der Prophetin GABRIELE >Der Innere Weg< befindet und welche hier angedeutet ist im Kapitel >Meditation<. Es ist dort nur die weitläufige Vorstufen-Version angesprochen. Die richtige >Meditation< bezieht direkt die Chakren mit ein. Sie ist in ihrer Anwendung doch abhängig vom >Seelenwachstum<, und ich kann für zu früh angewandte Meditationsarten keine Verantwortung übernehmen.

 

Nicht lange danach, am 18. Januar 2008, trat dann ein weiteres ähnliches Erlebnis auf. Ich hatte mich gerade zu sehr früher Morgenstunde zu Bett begeben und das Licht ausgeschaltet. Meine Lage war auf der linken Körperseite. Da sah ich ziemlich deutlich und relativ lange für solche Erscheinungen (bestimmt zwei Minuten lang) wie sich definitiv vor meinem Gesicht im ca. acht-Sekundentakt ein Ventilator vor meiner Stirn drehte im Uhrzeigersinn. Der Ventilator war ungefähr 15 Zentimeter von meinem Gesicht entfernt. Es war eine ätherische, aber für mich doch deutlich sichtbare Erscheinung, weil die Flügel immer aufglänzten bei der Bewegung. Dies ist, was ich mit dem 8-Sekundentakt meine: Ich sah in diesem Intervall immer die sich drehenden Flügel aufblitzen, aber durchaus an verschiedenen Stellen des Ventilators. Gleichzeitig dachte ich als teilweiser „Weltmensch“ eben doch, „ich würde träumen“, weil es eigentlich unglaublich ist nach normalen Maßstäben. – Einen Tag später, am 19.01.2008 hatte ich dann deutliche Vibrationen am Herzchakra.

 

Ab Anfang/Mitte Juni 2008 hatte ich meine >Meditation< inhaltlich neu ausgearbeitet nach Erkenntnissen aus dem Buch von HURTAK >Die Schlüssel des Enoch<[10] und sprach wiederholt einen sog. „Heiligen Gruß“ und „fünf heilige Namen“ an, womit ich schon kurze Zeit daraufhin verschiedene neue spirituelle Ergebnisse erzielte. Unter anderem hatte ich am 29.07.2008 während der >Meditation< die Wahrnehmung von waagerechten und senkrechten Durchbrüchen in meinem Gehirn (es knisterte und knackte), was ausführlicher im Kapitel >Hoffnung< geschildert ist, wo sich auch über das Buch >Die Schlüssel des Enoch< und über HURTAK weitere Ausführungen befinden.

 

Weitere entscheidende Darlegungen zu neueren bzw. erweiterten Erkenntnissen über Chakren finden sich wegen der Aktivierung des Lichtkörpers ab 1987 für die Menschheit als Gesamtheit im Kapitel >Homo Coelestis<, wo es insbesondere auch um die Erweckung der über den physischen Körper hinausreichenden achten und neunten Ckakrenfelder geht, die als Vehikel zur erlösenden Überleitung von der dritten in die fünfte Dimension[11] dienen. Des weiteren werden in dem dortigen Kapitel dargelegt: a) Zusammenhänge über die Vereinigung des gesamten Chakrensystem, b) Gründe für die bisherige Versiegelung der Chakren und c) Aussagen über die bisher nicht so bekannten Alpha- und Omega-Chakren.

 

So meint denn ANSELMI auch, dass die Lehrbücher über die Chakren generell umgeschrieben werden müssten, da sie von den Chakren als voneinander getrennten, trichterförmigen Wirbeln sprechen würden. „Doch dies war ihr Zustand nur während der großen Abtrennung in den vergangenen zwölf Jahrtausenden. Sie waren absichtlich in der Mitte versiegelt worden[12]. Die Siegel wurden bei der Aktivierung des Lichtkörperprozesses (1987) gebrochen, und die Chakren können sich nun wieder zu Lichtkugeln ausweiten. Im Zuge des Lichtkörperprozesses verschmelzen sie sodann immer mehr miteinander und bilden schließlich als Vereintes Chakra das Zentrum unseres Vereinten Lichtfeldes“[13]. Hierüber finden sich nähere Ausführungen im Kapitel >Homo Coelestis<.

 

Wie die sieben Chakren von vorn aussehen, nämlich wie Räder oder Scheiben, die sich in einer senkrechten Anordnung entlang der Wirbelsäule befinden, wurde bereits beschrieben. Von der Seite gesehen sind es allerdings trichterförmige, bis in die Mitte des Körpers führende Wirbel, wobei der Stil des Trichters von der Nähe der Wirbelsäule ausgeht. So sahen die Chakren gemäß den alten Beschreibungen aus. „Eigentlich bilden unsere Chakren im vollentwickelten Zustand aber ein einziges großes Chakra oder Energiefeld, dessen Zentrum das Herz ist“. Seit 1987 sind sie nun dabei, sich wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzuentwickeln. „Je weiter bei einzelnen Menschen der Lichtkörperprozess fortgeschritten ist, desto mehr sind die Chakren … (dann) verschmolzen“[14].

 

Es wurde hier im Kapitel bereits die Erweckung der Kundalini-Kraft „von unten nach oben“ angesprochen. Dies wird bei LOWNDES als „der alte Weg“ bezeichnet, u.z. im Gegensatz zu dem modernen „Christos[15]-Weg“, bei welchem die Erweckung von oben nach unten erfolgt. Dabei findet die Entwicklung der Chakren des Christos-Weges auf der Astralebene statt, anstelle der früheren Erweckung der Kundalini im Ätherleib, die dann eher von einem ekstatischen Erleben begleitet war. Die neue Erweckung führt demgegenüber eher zum klar denkenden Bewusstsein, zur Erkenntnis[16]. „Durch diese Umkehrung werden die neue Physiologie und das neue Bewusstsein des Menschenwesens entstehen. Das bedeutet, dass sich das ´universale Lebensenergiefeld` von oben nach unten ausbreiten wird, also von der geistigen Welt zunächst durch das Scheitelchakra hindurch und dann weiter durch den Körper, und zwar als geistiger Astralstrom, als bewusste Tätigkeit des Astralleibes. … Dann wird Wirklichkeit werden das vertraute Pfingstbild, das Pfingsterlebnis: Die Geistflammen auf dem Scheitel jedes einzelnen Menschen. Die Weiterentwicklung der Chakras hängt unmittelbar mit dem zu Pfingsten gegebenen Anstoß zusammen; heute ist sie an der Zeit“[17].

 

Nach Notizen der Verfasserin[18] (und wie schon am Beginn des Kapitels angedeutet) wird ein Blitz auch als Zeichen des göttlichen Zornes angesehen, der mit dem Menschen abrechnet, wie schon ganz zu Anfang des Kapitels angesprochen. So wird vom esoterischen Standpunkt das Entstehen auch von physikalischen Blitzen (und Gewittern) durch schlechte Taten der Menschen verursacht, wo die geistigen Engel-Hierarchien starke Willensimpulse auf die Erde herabschicken[19]. Von KÜHLEWIND wird der Einbruch der Intuition[20] in den Aspiranten als blitzhaft beschrieben. Dabei ist zum „Bleibenkönnen“ in dem Blitz, sein Erfahren während der >Meditation<, eine Loslösung vom Nervensystem notwendig[21]. „Viele Seelen kommen unbewusst mit ihrem Ego in Berührung und haben manchmal egoische Bewusstseinsblitze“[22].

 

Diese Bewusstseinsblitze sollen ein Anzeichen für Kontakt und Annäherung an den Meister sein, die mit der Entwicklung von kausalem Bewusstsein[23] im Zusammenhang stehen. Weitere Wirkungen sind im Kapitel >Signalton< benannt. „Das deutet daraufhin, dass der Schüler (vielleicht in geringerem Maße, aber immerhin bewusst) die Fähigkeit entwickelt hat, ein wenig Ihre Welt (in die Welt der Meister; Anm.d.Verf.) einzudringen. Die Fähigkeit des abstrakten Denkens und der geistigen Betrachtung, ferner die Kraft, die Beschränkungen von Zeit und Raum zu überwinden, sind Fähigkeiten und Kräfte des egoischen Körpers; und da nun … alle egoischen Gruppen unter der Kontrolle eines Meisters stehen, so ist die Entwicklung von kausalem Bewusstsein … ein Anzeichen für Kontakt und Annäherung“[24].

 

Dabei merkt der TIBETER kritisch an, dass die meisten fortgeschrittenen Aspiranten der heutigen Zeit bestenfalls gelegentliche Blitze der >Erleuchtung< haben (siehe das dortige Kapitel); später aber werden sie eine ständige Ausstrahlung von Licht erfahren[25]. Nach JAN van RUUSBROEC gewährt Gott manchen Menschen kurze Erscheinungen im Geist, genau wie Blitze des Himmels: „Dann gibt es ein kurzes Aufleuchten einer außerordentlichen Helligkeit, … dann wird der Geist während eines Augenblickes über sich selbst erhoben, und schon ist das Licht vergangen und der Mensch kommt wieder zu sich“[26].

 

Ende des Kapitels Nr. 39 >Auftreten von Blitzen<.

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