Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (234)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Jesus, der Christus Gottes (44.D) EwigerSOHN

 

 

Nach Darlegungen bei HURTAK wird übrigens das Werk von >Jesus, dem Christus Gottes<[1] in den Himmeln und auf der Erde koordiniert von Melchizedek dem heiligen Priester des Höchsten Gottes[2], wie er hier im Kapitel Nr. 23-A+B >Priesterseele< beschrieben ist. Und so wird >Jesus, der Christus Gottes< auch als der Ewige SOHN und der Hohe Priester nach der „Weise Melchizedeks“ bezeichnet[3].

 

„Jesus“ wiederum war der Name des Nazareners, welcher „Erlöser“ bedeutet. Das Wort „Christus“, das also der „Gesalbte“ heißt, ist außerdem ein offizieller Titel. Im Neuen Testament ist Jesus Christus der Messias[4]. Das Wort „Christus“ bedeutet „Meister der Liebe“. „Wenn wir sagen, Jesus, der Christus, dann meinen wir den Mann und sein Amt. Genauso ist es, wenn wir sagen, ´Eduard, der König` oder ´Lincoln, der Präsident`. Eduard war nicht immer König, Lincoln nicht immer Präsident. Jesus war nicht immer Christus“[5]. Nach DOWLING hat sich Jesus von Nazareth zu der Wesenheit des Christus hinentwickelt[6].

 

Diese letzte Aussage ist nach STEINER so nicht richtig in Bezug auf das Wesentliche, worum es bei der Zusammensetzung der beiden Namen Jesus Christus (bzw. bezüglich der Wesenheit von >Jesus, dem Christus Gottes<) geht. Das Wesentliche ist, dass im Zeitpunkt der Jordan-Taufe das Ich des Menschen Jesus von Nazareth[7] sich von der Konfiguration aus physischem Leib, Äther- und Astralleib herauslöste und in die geistige Welt hinüberging. Statt dieses Ich des Jesus von Nazareth trat dann in die Konfiguration die makrokosmische göttliche Wesenheit des Christus hinein. Sie senkte sich in diese Konfiguration hernieder und dadurch war die menschliche Individualität bzw. Wesenheit zustande gekommen, die als >Jesus, der Christus Gottes< bezeichnet wird[8].

 

Bei HURTAK wird dies wie folgt dargelegt: Jesus ist (bzw. war) die Synthese der zweiunddreißig chemischen Bausteine der Intelligenz im Mysterium des Logos, der als Lak Boymer[9] gesehen wurde, die durch den 33. Grad den Christus-Lichtkörper herabrief, um dem Jesus-Körper einzuwohnen. HURTAK selbst konnte mitverfolgen, „wie das inkarnierte Wort Christi zum Körper Jesu wurde und wie der Körper Jesu und der Körper Christi zusammenkamen und den Stern Davids[10] bildeten: zwei leuchtende Lichtpyramiden als eine dreidimensionale Verkörperung des Ewigen Lichts“[11].

 

STEINER sagt ganz eindeutig aus, dass der Christus – anders als alle anderen Religionsstifter – keinen Gang durch die Initiationen (= Einweihungen) gemacht hat, weil Er seit dem Beginn Seines Wirkens (seit der Jordan-Taufe) schon ein Eingeweihter war. ER war (als kosmische Entität) von vornherein vollkommen durchdrungen mit göttlichem Selbstbewusstsein. Was in den Mysterienschulen als Initiationsvorgänge durchgemacht wurde, hat sich bei dem Christus als historische Tatsache von selber entwickelt. Etwas Ähnliches sagt übrigens auch die >Avatarin< Mutter Meera (Kap. Nr. 29) über ihre eigene Entwicklung bzw. ihre eigene Avatarschaft aus.

Denn anstelle der Initiation steht bei dem Christus die Jordan-Taufe, so dass der Christus selbst zwar als Initiator (als Hierophant[12], der andere einweiht) gelten kann, nicht aber wurde Er selbst initiiert[13].

 

Nach SWEDENBORG besteht eine entscheidende Bezeichnung des HERRN aus den zwei Namen „Jesus Christus“ und SWEDENBORG legt dar, dass nur wenige Menschen eine andere Vorstellung davon haben, als seien dies Eigennamen wie die eines anderen Menschen, nur eventuell etwas heiliger[14]. Die Gelehrten wissen wenigstens, dass „Jesus“ bedeutet „Seligmacher“ oder „Erlöser“ und „Christus“ bedeutet „Gesalbter“ oder „König“. Die Engel haben jedoch noch eine ganz andere Vorstellung bei den beiden Namen, nämlich sie werden des Göttlich-Guten inne bei dem Namen „Jesus“ und des Göttlich-Wahren bei dem Namen „Christus“. Beide Namen zusammen bedeuten die göttliche Ehe des Guten und Wahren.

Der Christus ist der Gottmensch (darüber erfolgen später noch nähere Ausführungen) und Jesus von Nazareth ist der Menschensohn[15].

 

Bei POWELL ist dargelegt, wie in dem deutschen Wort „Ich“ die beiden Anfangsbuchstaben für „Iesus“ und für „Christos“ enthalten sind, wie diese im Griechischen lauten[16]. Das Wort „Ich“ bezeichnet tatsächlich das göttliche ICH BIN, Jesus Christos, im Innern. Das göttliche „ICH BIN“ ist der wahre Name des Christus. Wer von sich „ICH BIN“ sagen kann, ist ein wahrhafter Mensch[17]. Noch weitere Ausführungen darüber finden sich im Kapitel Nr. 34-B >Infrarotes und UV-Licht<.

 

In weiteren Darlegungen betont DOWLING auch, dass der Christus der einzige SOHN ist, der vom Allmächtigen erschaffen wurde als „Gott der Liebe“. Ohne Christus gab es kein Licht, durch Ihn wurde alles Leben erst sichtbar. „Christus ist der Logos der Unendlichkeit. Durch Sein Wort allein sind Kräfte und Gedanken Form geworden. Gottes Sohn, genannt der Christus, Sohn der Liebe, wurde vorgesehen und ermächtigt, Herr und Schöpfer, Allerhalter und Erlöser aller Dinge allen Seins zu werden. ... Allen Welten, jeder Sonne, jedem Mond und jedem Stern ward eine Meisterseele dieser Liebe Gottes zugesandt“[18].

 

DOWLING hebt die Tatsache hervor: Jesus von Nazareth war ein Mensch und Christus ist ein Gott. So ist der Mensch Jesus von Nazareth dann nach der Kreuzigung aufgestiegen und als Meister Jesus in der geistigen Hierarchie unseres Planeten bekannt, der jetzt auch ein sehr hohes Amt bekleiden soll. Am 14.04.2006 hatte ich nun einen Traum, in welchem ich zu dem >Ashram< (Kap. 24-F) dieses Jesus gehört haben soll, was im dortigen Kapitel zu dem Datum geschildert ist, wo auch weitere esoterische Informationen zum Meister Jesus existieren.

Nach DOWLING ist in Wahrheit „Jesus der Christus“ der „Gottmensch des Zeitalters“. Der Christus ist kein Mensch, sondern er ist die All-Liebe, welche die Welt regiert.

 

Nach 30 Jahren eines tätigen Lebens war der Körper des Jesus von Nazareth so vorbereitet, dass er der Tempel des Heiligen Odems wurde und die Liebe Besitz von ihm ergreifen konnte gemäß der Aussage von Johannes Evangelista[19]: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir sahen die Herrlichkeit des eingeborenen Sohnes des Vaters, erfüllt von Hingabe und Wahrheit“[20].

 

Unter dem von DOWLING so bezeichneten „Logos der Unendlichkeit“, welcher der Herr, Schöpfer, Allerhalter und Erlöser aller Dinge allen Seins ist, und der in JESUS CHRISTUS inkarniert war, ist nach anderer Terminologie der „Ewige Sohn“ (oder auch der „Ursprüngliche Sohn) des Universalen (Allmächtigen) Vaters zu verstehen[21].

Nach Darlegungen im URANTIA-Buch soll jedoch gerade nicht dieser „Ewige Sohn“ in JESUS CHRISTUS inkarniert gewesen sein, sondern „nur“ (das Wörtchen „nur“ stammt von mir) der Schöpfersohn unseres Lokaluniversums mit Namen „Michael von Nebadon“[22].

 

Es wird im URANTIA-Buch allerdings auch zugleich betont, dass dieser „Michael von Nebadon“ nicht der Ewige SOHN ist. Sondern es wird extra darauf hingewiesen, dass dieser Ewige SOHN der existentielle Paradies-Gefährte des Universalen VATERs und des Unendlichen (Heiligen) Geistes ist. Und dass „Michael von Nebadon“ eben kein Mitglied dieser Paradies-Trinität ist.

 

Jedoch repräsentiert Michael von Nebadon alle Attribute dieses Ewigen SOHNes und des Universalen VATERs. Und es soll eben so sein, dass Michael von Nebadon praktisch für unser Lokaluniversum Gott ist. Er und Seine Geistgefährtin sollen unsere Schöpfereltern sein. „Für uns ist Michael von Nebadon die supreme[23] Persönlichkeit“, wogegen der Ewige SOHN über-suprem wäre, also eine unendliche Gottheits-Persönlichkeit[24].

 

Von Seiner Sohnesordnung aus dem Paradies gibt es in Nebadon nur Michael (von Nebadon) als Einzigen. Er ist der Vater und Souverän unseres Lokaluniversums[25]. Er ist die Personifizierung der 611.121-sten ursprünglichen Vorstellung von unendlicher Identität, die gleichzeitig im Universalen VATER und im Ewigen SOHN entstanden ist. Michael von Nebadon ist der „eingeborene Sohn“, der die 611.121-ste Vorstellung von Göttlichkeit und Unendlichkeit personifiziert. Sein Hauptquartier befindet sich auf Salvington[26] in der drei-fachen Lichtresidenz[27].

 

Wie jedoch aus den noch folgenden Darlegungen gesehen werden kann, wird von mir diese Behauptung, dass Michael von Nebadon als JESUS CHRISTUS inkarniert war, nicht ohne weiteres als akzeptabel angesehen, da eben doch der „höchste“ Sohn Gottes in JESUS CHRISTUS auf der Erde war. Denn „Michael von Nebadon“ wäre „nur“ ein zweitrangiger Sohn des allmächtigen Vaters, so dass es niemals denkbar wäre, dass ein solcher sekundärer Sohn der Schöpfer „aller Dinge allen Seins“ sein könnte. Er könnte bestenfalls der Schöpfer der Dinge unseres Lokaluniversums sein.

 

Es müssen hier leider generell Aspekte in Betracht gezogen werden, dass durch das URANTIA-Buch einer anderen Wesenheit als dem wahren Christus Gottes die Herrschaft über die Erde zugeschanzt werden soll[28], wie dies alles im Verlauf dieses Kapitels näher dargelegt werden wird im Zusammenhang mit den dunklen Bruderschaften.

Dabei gehört allerdings die Erde zum Lokaluniversum Nebadon, vom welchem „Michael“ der Schöpfersohn sein soll.

 

Es soll hier wiederum den Lesern dieser Autobiographie nicht verheimlicht werden, dass es diverse Webseiten gibt, die im Namen dieses „Michael von Nebadon“ veröffentlicht werden und die viele beeindruckende Informationen enthalten[29]. Es handelt sich dabei meist um gechannelte Botschaften, und in einer dieser Botschaften wird wiederum sogar selbst davor gewarnt[30], dass man alle Darlegungen prüfen soll, denn viele dieser New-Age-Botschaften seien durch die Dunkelmächte korrumpiert[31] und verfälscht worden und werden fortlaufend korrumpiert.

 

Meines Erachtens wird jedoch eine entsprechende Prüfung selten jemandem wirklich möglich sein, wenn er nicht über alle Zusammenhänge von >Jesus, dem Christus Gottes< Bescheid weiß, wie sie zum Teil hier dargelegt sind, wobei auch ich selbst natürlich nicht mit absoluter Gewissheit die Wahrheit kenne.

 

Als ich vorstehende Aussagen in der Nacht zum 27.04.2012 um 00:26 Uhr wegen des damaligen aktuellen Postings Korrektur las, setzte genau an dieser Stelle ein >Signalton< (siehe Kap. Nr. 30) in meinem rechten Ohr ein. Leider war es aus diesem unmittelbaren Signalton trotzdem für mich nicht erkennbar, welche Anschauung nun die richtige ist, obwohl der Ton so klang, dass ich ihn als Bestätigung für meine Hypothese hätte halten dürfen.

 

Jedoch unabhängig davon war es nun so, dass ich 10 Minuten später dazu angehalten wurde, dies

a)    einmal als solches zu protokollieren und

b)     sofort des weiteren alle mir bekannten Gedankengänge zur Überprüfung (und ggfs. Verwerfung) meiner Hypothese zu aktualisieren.

 

Dabei wurde ich als erstes erinnert an ein Stichwort im Glossarium bei HURTAK in >Die Schlüssel des Enoch<, welches lautet: „Paradiessöhne“[32]. Und ich erinnerte mich, dass dort die beiden Entitäten „Michael“ und „Christus-Jesus“ als definitiv nicht identische Wesenheiten benannt sind, sondern sie sind „wie gleichrangig“ beide bezeichnet als „Paradiessöhne“. (Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie real gleichrangig sein müssen.)

 

Genau in der Sekunde um 03:08 Uhr, als ich dies in den PC tippte, setzte wiederum ein Signalton in meinem linken Ohr ein.) Sie sind jedoch beide als „besondere“ (beispielsmäßige) Paradiessöhne erwähnt, die zugleich als Herr, als Schöpfer-Gott und als Paradiessohn (also in drei verschiedenen Funktionen) regieren.

Allein durch die dortige (mindestens scheinbare Nebengeordnetheit) ist es schon einmal eindeutig so, dass beide (Michael und Jesus Christus) nicht identisch sein können.

 

Anschließend wurde ich daran erinnert, dass ich erst vor ca. 3 Tagen (also evt. 23./24.04.2013) zufällig bei HURTAK[33] über „Michael“ gelesen hatte. Es ist bei HURTAK niemals von einem Erzengel (oder Cherub) im Zusammenhang mit Michael die Rede und auch nicht von „Michael von Nebadon“ in der Terminologie gemäß dem URANTIA-Buch, dass „Nebadon“ der Name unseres Lokaluniversums sei. Jedoch ist in >Die Schlüssel des Enoch< eindeutig zu erkennen, dass HURTAK anscheinend mit „Michael“ genau diesen „Michael von Nebadon“ meint, insofern HURTAK von diesem „Michael“ als von dem Schöpfer dieses (unseres) lokalen Universums spricht[34].

 

Und der Name dieses unseres Lokaluniversums ist eben „Nebadon“ und „Michael“ ist gemäß dem URANTIA-Buch der souveräne oberste Herr (Schöpfer und Regierungschef) unseres Lokaluniversums[35].

Gleichzeitig soll hier auch betont werden (dies habe ich erst am 22.07.2013 hier ergänzt), dass „Michael von Nebadon“ nicht identisch ist mit dem sonst viel mehr bekannten „Erzengel Michael“, was im URANTIA-Buch dadurch erkennbar ist, dass dort dieser „Erzengel Michaels“ an einer Stelle extra angesprochen ist als Erzengel der Auferstehung, der besondere Aufgabenstellungen innehat[36].

 

Entscheidende differenzierende und charakterisierende Darlegungen zu (Lord) Michael fanden sich bis Nov.2015 auch noch in der bis dahin ausführlichsten (!) Fußnote dieser Autobiographie im Kapitel Nr. 51-A >Sonderaufstieg<. Dort hatte ich erst noch am 17.07.2014 ergänzen müssen, wie ich erst- und einmalig dann doch bei HURTAK & HURTAK in ihrem Buch >Überselbst Erweckung< eine Stelle gefunden habe, wo von (einem) „Erzengel Michael“ die Rede ist, der als über unserem Sonnensystem stehend charakterisiert wird[37].

 

Jedoch habe ich am 16.11.2015 ein völlig neues Kapitel Nr. 72 mit dem Titel >Cherub Michael< in diese Autobiographie eingefügt, wo nun alle wesentlichen Informationen (auch aus der ehemaligen Fußnote von 51-A) neu zusammengestellt worden sind. Es finden sich dort auch weitere Abgrenzungen zu „Michael von Nebadon“.

 

Des weiteren würde dies allerdings nach den hoch geisteswissenschaftlichen Darlegungen bei HURTAK bedeuten, dass dann „Christus-Jesus“ nicht identisch mit „Michael von Nebadon“ sein könnte. Dies bedeutet wiederum, dass in „Jesus Christus“ nicht „Michael von Nebadon“ inkarniert gewesen sein kann, wie dies in dem URANTIA-Buch als einzigartige Aussage entgegen jeglichen sonstigen bekannten Tatsachen behauptet wird.

Mit „Christus“ ist bei HURTAK des weiteren definitiv „Jesus Christus“ (bzw. Christus-Jesus) gemeint, insofern HURTAK von „Christus“ spricht, dass dieser inkarniert war[38].

 

Im Glossar zu „Jesus ´der Christus`“ wird erklärt, dass Dieser der Ewige Göttliche Sohn des Vaters ist, der dazu auserkoren ist, den Kindern Gottes die Sohnschaft zu bringen und das Werk von JHWH, Seinem Vater, über die ganze durch den Fall negierte Schöpfung zu aktivieren. Und zugleich wird „Jesus ´der Christus`“ als der Einzig-Gezeugte Sohn Gottes für dieses Existenz-Äon bezeichnet, welcher das irdische Reich Gottes dem Throne des Vaters darbringen wird[39].

„Christus“ (der bei HURTAK mit „Christos“ gleichgesetzt wird) ist der schöpferische Logos als der Ewige SOHN, der mit „Jesus“ identifiziert wird[40].

 

Der Vollständigkeit halber muss ich hier auf Aussagen bei HURTAK & HURTAK in der >Pistis Sophia< hinweisen (die ich m.E. noch ein zweites Mal in diesem Kapitel irgendwo erwähnt habe), wo geschildert ist, wie der Christus bei seinem Niederstieg hin zu unserem Planeten Erde aus dem Reich des Vaters vor über 2000 Jahren das Gewand des Erzengels Gabriel angenommen hatte, um durch die Reiche der widergöttlichen Archonten ohne Schwierigkeiten gelangen zu können. Auf diese Weise konnten die Archonten nicht die große Bedeutung Dessen erkennen, WER da erschienen ist, um die Matrix des Göttlichen in den gefallenen Reichen zu errichten.

 

Und es wird in der >Pistis Sophia< die rhetorische Frage aufgeworfen: „Wie kann Jesus eine andere Gestalt annehmen?“ und als Antwort gegeben: „Der göttliche SOHN ist nicht auf die Biophysik einer singulären Inkarnation begrenzt. … Die Herren des Lichts und die Engel des Lichts können ihre Körper innerhalb eines Trikaya-Vehikels austauschen, worin drei Meister sich im Wirken teilen“. Und so gibt es einen (Erzengel) Michael, der nicht derselbe ist wie Christus Jesus und es gibt einen (Erzengel) Gabriel (der auch als „Engel der Äonen“ gilt), der nicht der gleiche ist wie Michael, und dennoch sind sie in der Göttlichen Liebe zusammen trinitisiert[41].

 

Und Christus-Jesus wird als derjenige bezeichnet, der (eben im >Mysterium von Golgatha<[42] nach seiner Kreuzigung) demonstrierte, wie er die 32 chemischen Grundelemente in seinem menschlichen Körper mit der 33. Licht-Transformation ins Gleichgewicht brachte. Dies zeigte, dass seine chemischen Zellfunktionen über einen Dreieinhalb-Tageszyklus vollständig in einen Christus-Lichtkörper aufgebaut werden konnten (was als seine Auferstehung am Oster-Sonntag bzw. -Montag bekannt ist), im Kontrast zu den sieben Jahren, die es braucht, um die Körperzellen zu ersetzen.

 

Jesus kam, um den chemischen LICHT-Bauplan im Menschen wieder zu aktivieren und ihm zu ermöglichen, diesen als Befähigungsfunktion für eine höhere Ultrastruktur aus Licht zu benutzen, welche die Heilig-Geist-Resonanz des Ewigen LICHTS ist[43].

Vorstehendes habe ich schon einmal an einer anderen Stelle referiert, die ich im Moment nicht weiß. – Jedoch ging es im wesentlichen darum, aufzuzeigen, dass in Christus-Jesus auf keinen Fall „Michael von Nebadon“ verkörpert gewesen sein kann, und es sehr fragwürdig ist, wieso dies in dem URANTIA-Buch vehement behauptet wird.

 

Die Darlegungen des URANTIA-Buches sind gemäß der dortigen Seite 707 von 1934; das Buch von HURTAK >Die Schlüssel des Enoch< stammt von 1973, d.h. dass das einzigartig vom URANTIA-Buch behauptete Phänomen (dass „Michael von Nebadon“ in „Jesus Christus“ inkarniert gewesen sei) im Prinzip auf jeden Fall HURTAK bekannt sein dürfte, wenn dies der Wahrheit entsprechen würde. Vor allem, da HURTAK ganz offensichtlich „Michael“ als Schöpfersohn unseres Lokaluniversums durchaus ein Begriff zu sein scheint, wie dargelegt wurde.

 

Am 21.10.2013 stieß ich auf Darlegungen im URANTIA-Buch, die sonst im Kapitel Nr. 12-G >Schwarzer Magier< im Zusammenhang mit der Adressierung von Gebeten dargelegt sind. Danach soll es in der praktischen religiösen Erfahrung des irdischen Menschen unerheblich sein, ob man sich unter dem Empfänger seiner eigenen Bitten den Schöpfersohn unseres Lokaluniversums (also „Michael von Nebadon) vorstellt - oder den Ewigen SOHN meint, der in der Mitte aller Dinge existiert[44]. - Dies ist etwas, was ich in gewisser Weise beruhigend finde.

 

In Neuoffenbarungs-Aussagen[45] rückt der Christus auch die Fehlanschauung gerade, die in verschiedenen Religionen herrscht, dass Er „ein Meister unter vielen Meistern“ sein soll[46]. „Wer an dieser Vorstellung festhält, unterliegt einer Täuschung. Denn ICH BIN nicht einer unter den vielen irdischen Meistern, sondern der  e i n e  Meister und Erlöser aller belasteten Seelen und Menschen. – Es gibt nur einen Meister, der alle Seelen in den Schoß Gottes führen kann, das BIN ICH, der Meister und Erlöser, der Mitregent der Himmel, der geschaute und erstgeborene SOHN Gottes. – Diese Aussage ist sehr wesentlich und trägt zur größeren Erkenntnis und Erleuchtung bei. Da ICH der Mitregent der Himmel BIN und sich MEIN allgegenwärtiges Erbe in jeder Seele als Erlöserfunke befindet, so ist es der Seele nur durch die Anerkennung des CHRISTUS möglich, in die Absolutheit zu gelangen, zum Urprinzip des Lebens“.

 

Interessanterweise ist jedoch die Wesenheit des einzigartigen erstgeborenen SOHNES Gottes aus der Trinität durchaus auch in der orientalischen Esoterik bekannt, nur wird dort fast niemals der Name „Christus“ verwandt. Es wurde von mir nur eine einzige Aussage gefunden, die eine solche Identität nahelegt und diese lautet von dem TIBETER: Die Evolution des SOHNES oder die kosmische Inkarnation Christi ist von ungeheurer Wichtigkeit im Rahmen der Pläne Dessen, Der größer ist als der Sonnenlogos, Dessen, über Den sich nichts sagen lässt“[47]. Es wird dann von dem SOHN noch als von dem „Erhabenen Himmlischen Herrn“ gesprochen, was der Wahrheit über den Christus schon recht nahe kommt, denn Er kommt aus dem höchsten Himmel des Universums, von der UR-Gottheit des Höchsten Wesens (= Paramatman) Selbst[48].

 

Hintergrund vieler Missverständnisse ist bereits, welche Instanz mit der Bezeichnung „Gott“ gemeint ist. HEINDEL legt dar: „Wenn der Name ´Gott` gebraucht wird, so ist es immer ungewiss, ob das Absolute, das Eine Sein, ... das Höchste Wesen, welches der große Urheber des Weltalls ist, oder ´Gott`, der Urheber unseres Sonnensystems, gemeint ist“[49]. Dies ist m.E. jedoch nur ein Problem, wenn sich ein Christ auch mit theosophischer bzw. orientalischer Esoterik beschäftigt; denn ansonsten ist dies für einen Christen überhaupt kein Thema. Für einen Christen ist „Gott“ immer das Höchste Wesen, selbst falls der Mensch durch seine Gebete dieses Höchste Wesen nicht erreichen können sollte.

 

Das Höchste Wesen wird in der orientalischen bzw. theosophischen Esoterik nicht mit „Gott“ bezeichnet, sondern immer mit Umschreibungen versehen wie „der EINE, von Dem sich nichts sagen lässt“[50] oder „Der größer ist als der Sonnenlogos“[51] oder nach HEINDEL ist es das „DAS“, worüber es keine öffentlichen Äußerungen gibt[52]. Der Ursprung des Sonnen-Logos wiederum ist das Höchste Wesen, das aus dem ABSOLUTEN ausstrahlt. Das ABSOLUTE liegt jenseits des Verständnisses. Das ABSOLUTE ist ein grenzenloses Wesen, welches als die Wurzel des Seins charakterisiert werden kann. Aus dieser Wurzel des Seins – dem ABSOLUTEN – ist am Anfang der Manifestation das Höchste Wesen hervorgegangenen: Das ist DER EINE[53].

 

Im 1. Kapitel des Johannes-Evangeliums wird dieses Höchste Wesen „Gott“ genannt (was nach HEINDEL eine falsche Benennung ist, da eben „Gott“ nur der Solare Logos wäre). Aus diesem Höchsten Wesen erstrahlt das WORT, das schöpferische Fiat, „ohne dasselbe nichts gemacht ist“, und dieses WORT ist der eingeborene SOHN, geboren von seinem Vater (dem Höchsten Wesen), bevor alle Welten erschaffen wurden[54]. So lauten die Darlegungen von HEINDEL, denen von der hiesigen Verfasserin voll zugestimmt werden kann.

 

Nun aber folgt von HEINDEL m.E. eine schwere Fehlaussage: Er behauptet nämlich, dass dieses WORT und dieser SOHN durchaus nicht der Christus seien. HEINDEL: „So erhaben und glorreich Christus ist, so hoch Er über der rein menschlichen Natur steht, so ist Er dennoch nicht dieses Erhabene[55] Wesen“[56]. Und die evangelische Aussage „das WORT ist Fleisch geworden“, soll nicht im begrenzten Sinne vom Fleische des einen Körpers gemeint sein, sondern es soll von dem Fleisch von allem, was ist, die Rede sein[57]. Dies ist eine außerordentlich befremdliche Interpretation der Worte von Johannes[58]; denn dieser hat als Zeitzeuge des Christus, ja als Sein Lieblingsjünger, als welcher er an der Brust Christi ruhen durfte, eben gerade ausgesagt, dass das fleischgewordene WORT unter uns gewohnt hat und wir Seine Herrlichkeit sahen[59].

 

Fortsetzung folgt im Teil E zum Kapitel Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes<.

 



[1] Christus: In Teil B des Kap. Nr. 58 >Inseln des Lichts< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1990268/58-B-Inseln-d-Lichts-326-) ergab es sich zufällig, dass ich dort am 13.04.20013 den Grund für die allgemein bekannte Aussage von Jesus in den Evangelien erfuhr, welche lautet: „Niemand kommt zum Vater; denn durch Mich“. (Erst am 22.10.2015 habe ich hier die Bibelstelle ergänzt: Es ist ein Ausspruch von JESUS in Seiner Abschiedsrede, die im Johannes-Evangelium, Kap.14, Vers 6 dokumentiert ist.) Dies war einmal Thema in einem Esoterikforum (www.esoterikforum.net ), ob man auch ohne Jesus zu Gott gelangen könne, und ich konnte damals nichts dazu sagen. - Nun erfuhr ich durch das URANTIA-Buch, dass diese Aussage von Jesus eine reale Bedeutung hat bei dem Aufstieg eines Sterblichen hin zum Paradies. Es ist nämlich so, dass es beim Durchgang durch das Zentraluniversum innerhalb des dortigen vierten Kreises dem Aufsteiger gelingen muss, zum Ewigen SOHN zu finden und mit Ihm in einen verstehenden Kontakt zu treten. Denn wer es verfehlt, den SOHN zu finden, der muss für die Dauer eines Millenniums zurück in die Reiche der Zeit, wo er erst wieder neu geschult wird. Beim zweiten Anlauf dann soll es jedoch auch diesen Pilgern meist gelingen, den SOHN zu finden und sie können weiter schreiten, um zum Vater zu gelangen (URANTIA-Buch/S.293ff.). -

Ewiger SOHN: siehe FN bei „URANTIA-Buch“ im Kap. Nr. 56-A >Öffnen der Tore< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1986848/56-A-Offnen-d-Tore-317-) und Text im Kap. Nr. 55-B >Neue Zeit< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1982516/55-B-Neue-Zeit-310-); siehe Text im Kap. Nr. 58-B >Inseln des Lichts (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1990268/58-B-Inseln-d-Lichts-326-); siehe Text im Kap. Nr. 59-E >Ewiges Jetzt< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1991180/59-E-Ewiges-Jetzt-334-).

Millennium: (ein) Jahrtausend (D/F/S.465.

[2] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.594

[3] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.595

[4] Messias (hebr. maschiach): = der Gesandte. Im Alten Testament ist dies die Bezeichnung für den König oder Hohepriester; im Neuen Testament für Jesus (Christus = Gesalbter) (NGL/Bd.II/S.555).

[5] DOWLING/S.17f.

[6] DOWLING/S.18

[7] Das Ich des Jesus von Nazareth stammte von der großen Wesenheit des Zarathustra; siehe die FN hier im Kapitel 44-H.

[8] STEINER/GA130/S.222

[9] Lak Boymer (hebr.): die Lichtsäule (HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.233) (siehe Kapitel Nr. 21-H+i >Homo Coelestis<)

[10] Stern Davids: FN zu „Davidstern“ bei Kap. 23-D >Priesterseele<.

[11] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.100

[12] Hierophant: FN bei 22-C >Flugträume<.

[13] STEINER/GA137/8.Vortrag/S.9-13 (nach ARENSON/S.136f.)

[14] SWEDENBORG/Leben und Lehre/S.71+S.688

[15] INTERMEDIARIUS/Bd.II/S.2

[16] POWELL/Das größte Geheimnis/S.27

[17] POWELL/Das größte Geheimnis/S.21ff.

[18] DOWLING/S.14f.

[19] DOWLING/S.18

[20] Joh.-Ev.1,14

[21] URANTIA-Buch/S.74

(Das) URANTIA-Buch. Urantia-Foundation, Chicago/Illinois, 2005 German Translation. (Das Buch kann aus dem Internet heruntergeladen werden für 40 Tage kostenlos, für längere Zeit müsste es bezahlt werden, z.B. über www.wikipedia.org unter der TIN: UF-GER-001 World-2005-1.6 und weiteren downloads). - Das gebundene Buch kann über den Buchhandel durch den Verlag „Die Silberschnur“ erworben werden. Es umfasst 2096 Seiten und ist in der 2. Auflage 2008 erschienen über die Urantia-Foundation. Informationen über www.urantia.org. Die Abschnitts-Nummern der PC-downloads entsprechen im wesentlichen den Buchseiten. -

Inhaltliche Aussagen zum URANTIA-Buch finden sich in einer FN im Kap. Nr. 56-A >Öffnen der Tore<.

[22] URANTIA-Buch/S.87

[23] suprem: è Supremat (der oder das): Obergewalt, Überordnung (D/F/S.703). supreme Persönlichkeit: im Sinne von höchster Persönlichkeit (Anm.d.Verf.).

[24] URANTIA-Buch/S.367

[25] URANTIA-Buch/S.384

[26] Salvington: FN in Kap. 63-D >Schicksalshüter<.

[27] URANTIA-Buch/S.366

[28] STEINER/GA178/S.12

[29] z.B.: www.nebadonia.wordpress.com /2011/07/25/christus-michael-aton-…

www.nebadon.jimdo.com/aton-hatonn-christ-michael/

[31] korrumpiert: (evt. durch Bestechung) verdorben worden (D/F/S.403)

[32] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.601

[33] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.76

[34] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.76

[35] URANTIA-Buch/S.384

[36] URANTIA-Buch/S.409

[37] HURTAK&HURTAK/Überselbst Erweckung/S.353f.

[38] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.571-Glossar zum Stichwort „Christus“

[39] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.584-Glossar zum Stichwort „Jesus ´der Christus`“

[40] HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia/S.928-Glossar

[41] HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia/S.69

[42] >Mysterium von Golgatha<: siehe Text im Kap. Nr. 70, wo gemäß dem URANTIA-Buch die Auferstehung am Oster-Sonntag stattfand.

[43] HURTAK/Die Schlüssel des Enoch/S.505

[44] URANTIA-Buch/S.84

[45] Universelles Leben (Hrsg.)/Die Christliche Mysterienschule/Broschüre von Jan.1998;S.7

[46] Von STEINER/GA13/S.292) wird ausgesagt, dass der Christus der „Lehrer der Menschheit“ sei.

[47] TIBETER/Kosmisches Feuer/S.298

[48] TIBETER/Kosmisches Feuer/S.301

[49] HEINDEL/Die Weltanschauung der Rosenkreuzer (Das esoterische Christentum der Zukunft)/S.177f.

[50] TIBETER/Kosmisches Feuer/S.298

[51] TIBETER/Kosmisches Feuer/S.298

[52] HEINDEL/S.181

[53] HEINDEL/S.181

[54] HEINDEL/S.181

[55] Interessant ist, dass sogar vom TIBETER der SOHN als der „Erhabene Herr der Himmel“ bezeichnet wird; wobei auch vom TIBETER mit dem SOHN „nur“ der Sonnen-Logos gemeint ist (TIBETER/Kosmisches Feuer/S.290+S.301).

[56] HEINDEL/S.181

[57] HEINDEL/S.181

[58] Johannes Evangelista: FN zu „Christian Rosenkreutz“ bei 7-C >Tyrannei<. Apokalypse des Johannes: FN bei 23-A >Priesterseele<.

[59] Im Anfang war das WORT, und das WORT war bei Gott und Gott war das WORT. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. ... Und das WORT ward Fleisch und wohnte unter uns (als der Christus in Jesus von Nazareth; Anm.d.Verf.), und wir sahen Seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen SOHNES vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh.-Ev.1, 1-14).