Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (253)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Seelenwachstum (45.J) Präzipitation

…in den Sand schreiben

 

 

Zehn Tage vor Ende des mehrmonatigen Projektes zum Zeitpunkt 35-B(H) hatte ich dann den folgenden Traum: Zeitweise war ich innerhalb des Traumes in China. Dabei weinte ich über mehrere Sequenzen immer wieder einmal bitterlich. Auch meine Schwester war irgendwie bei mir und wollte, dass ich nicht weinen sollte. Ich konnte aber nicht anders und versuchte, es zu verbergen.

 

Dies tat ich, indem ich mein Gesicht ganz nah am Erdboden hielt (also meine Haltung war vornübergebeugt), aber das Tränenwasser sah man trotzdem wie als einen See sich bildend auf dem Erdboden. Es kamen noch weitere Aspekte vor, aber das Entscheidende war dann, dass in einer Szene oben rechts in der Ecke des Traumbildes die Worte standen: „Lebender Adam“ (oder „Lebendiger Adam“), welche ich in gewisser Weise auf mich selbst bezog.

 

An dieser Stelle muss ich nun viele Jahre später (Ende Juni 2015) ergänzen, was ich erst am 18.11.2014 gelesen habe, nämlich tatsächlich eine Stelle von HURTAK in seinem Buch >Die Rückkehr der Taube<, die ganz eigenartige Parallelen aufweist zu meinem Traum. HURTAK schildert dort, wie die biblische (bzw. kosmische) Eva erzählt, dass sie mit Adam zusammen vor dem Tor des Paradieses saß, jedoch „Adam weinend mit seinem Gesicht zur Erde geneigt, lag wehklagend am Boden“[1].

 

Es ist eben bereits der Zeitpunkt, da Adam und Eva aus ihrem kosmischen Paradies vertrieben worden und erstmals gezwungen waren, tatsächlich physische Nahrung aufnehmen zu müssen (während sie vorher von geistiger Nahrung leben konnten)[2]. Diese physische Nahrung war jedoch nicht ohne weiteres vorhanden, wodurch Adam und Eva zunächst großen Hunger hatten, was sich dann allerdings durch göttliche Hilfe änderte. Hier soll nur auch auf die Parallele aufmerksam gemacht werden, dass ich zur Erwerbstätigkeit gezwungen war (was ja primär wegen des Lebensunterhaltes auftritt) und diese Erwerbstätigkeit mich in eine Art Versklavung meines Lebens brachte (wie dies vermutlich vielen Menschen so geht). Deshalb meine Tränen.

 

Zunächst zu diesen bitterlich geweinten Tränen. Wie bereits im Kapitel 4-B >Asketische Versuche< angedeutet, gibt es zwei unterschiedliche Standpunkte zum Weinen. Diese sollen hier noch ergänzt werden dadurch, dass nach WEINFURTER das Vergießen von Tränen im Traum einen besonderen mystischen Zustand symbolisiert, welcher die höchste Liebe zu Gott bedeutet. Andererseits ist das Weinen auch ein Zeichen für Buße[3]. SWEDENBORG legt demgegenüber dar, dass Tränen eine Betrübnis des Gemütes bezüglich der Wahrheit bedeuten[4].

 

Dass nun diese Tränen von mir in dem Traum vom ZP 35-B(H) direkt auf die Erde fielen, kann eventuell wie folgt interpretiert werden: Es gibt von STEINER eine esoterische Deutung bezüglich des Sachverhaltes, wo >Jesus, der Christus Gottes< (nach Darlegung in den Evangelien) verschiedentlich mit dem Finger in den Sand (in die Erde) schrieb, wenn jemand irgendeine Verfehlung begangen hatte. Dieses Schreiben in die Erde soll nun bedeuten, dass es der Erde mittelbar über das Karma[5] obliegt, die Strafe für Verfehlungen über den Menschen zu verhängen. Deswegen sollte der Mensch über andere nicht urteilen. Das Urteil wird durch das Karma gefällt werden[6].

 

Auch bei A. WOLF findet sich die entsprechende Deutung, dass „die Sünde in den Sand geschrieben wird“[7]. In meinem Fall ging es m.E. nun nicht um eine aktuelle Verfehlung, sondern dass entweder meine Buße oder/und meine Liebe zu Gott in die Erde geschrieben wurden, also mein künftiges Karma in einem späteren Leben beeinflussen werden.

 

Was kann es nun bedeuten, dass ich in China war? Dies war sonst vielleicht nur noch zweimal in meinem ganzen Leben im Traum der Fall – jedenfalls worüber ich ein Bewusstsein habe. Einmal soll in China der Sitz des höchsten esoterischen Lehrzweiges sein[8], und vielleicht war ich zu Zwecken der Belehrung dort (also dass ich belehrt werden sollte), so wie ich verschiedentlich in >Ashrams< war, z.B. im „Tempel des Friedens“ von Meister Surya (siehe im Kapitel 24-F >Ashram<). Die chinesische Sprache ist zudem eine der fünf Heiligen Sprachen, wie dies im Kapitel 40-B >Meditation< dargelegt ist.

 

Allerdings habe ich bezüglich meiner Anwesenheit in China keinerlei weitere Erinnerung; denn die folgenden Szenen des Traumes (das Weinen und der „Lebendige Adam“) hätten auch überall auf der Welt sein können. Trotzdem sind Aspekte, die China betreffen, vielleicht nicht ganz bedeutungslos im Zusammenhang mit meinem damaligen Leben zum ZP35-A(H), wo ich in einer subjektiv extremen Weise eingeengt war in vollkommen starre Lebensstrukturen. Und diese Starre, die ja nicht ausschließlich negativ interpretiert werden muss, sondern auch als eine besondere Schulung angesehen werden könnte, hat mich vielleicht in eine Verbindung zu China gebracht.

 

Denn nach STEINER ist das Chinesentum besonders charakterisiert durch ein Insichgeschlossensein. Im chinesischen Volk leben nämlich Nachzügler der 6. und 7. atlantischen Unterrassen (welche Akkadier und Mongolen hießen – nicht vollkommen identisch mit den heutigen Mongolen). Nach Angaben der meisten Autoren sollen die letzen Reste des atlantischen Festlandes im Jahre 9.564 vor Chr. durch die sog. Sintflut untergegangen sein[9]. Wie lange davor Atlantis[10] existiert hat, darüber gibt es Differenzen von mehreren Millionen Jahren.

 

Das chinesische Volk ist nach STEINER dadurch charakterisiert, dass es sich nicht angeschlossen hat der Entwicklung, wo die Menschheit die erste Anlage zum Ich-Sagen empfing, was bereits während der 5. Unterasse der Atlantier, den Ursemiten, der Fall war. Die Chinesen hatten diesen Zeitpunkt verpasst gehabt. Sie hatten allerdings dadurch jene hohe Kultur entwickelt, die bekannt ist, die aber nicht bildungsfähig war.

 

Die Ursemiten hatten überallhin ihre Kulturträger geschickt, um neue, immer mehr sich vervollkommnende, wachsende Volkskulturen zu schaffen. Die Akkadier und Mongolen hatten sich jedoch bereits damals in die Verhärtung begeben gehabt und waren dabei in einen stationären[11] Zustand gekommen. Davon ist die chinesische Kultur ein Überbleibsel. Sie kann nicht „aus sich heraus“ kommen. Sie hatte in der alten chinesischen Kultur eine wunderbare atlantische Erbschaft angetreten, aber sie konnte über ihren Höhepunkt nicht hinaus[12].

 

Im 6. oder 7. Jahrhundert vor Chr. wurde jedoch eine neue Woge der Geistigkeit nahe den östlichen Ufern des Stillen Ozeans in Bewegung gesetzt, um den Chinesen Aufklärung zu bringen[13]. Dies geschah einmal durch die Religion des Gautama Buddha[14], welcher nicht nur das geistige Streben der Hindus beeinflusste, sondern auch das westliche China wachrüttelte, und zum anderen durch Konfuzius[15].

 

Konfuzius war der Begründer der ersten Weisheitsschule Chinas. Im Zentrum seiner Philosophie, die als Konfuzianismus bezeichnet wird, stehen die Begriffe Menschlichkeit sowie Sittlichkeit und Riten, welche die Haupttugenden eines fürstlichen (edlen) Menschen darstellen. Dabei hatte Konfuzius ein starkes Bewusstsein seiner himmlischen Berufung. Er ordnete sich dem himmlischen Mandat, dem Willen des Himmels, unter. Seine Lehren sind in den >Gesprächen< (= >Lun-yü<) überliefert[16].

 

Nach Darlegungen der BRÜCKE ist Konfuzius heutzutage mindestens ein Eingeweihter fünften Grades. Er gilt als Meister, der Hierarch des Tempels der Präzipitation[17] ist. Dieser Tempel befindet sich in den Rocky Mountains im Staate Wyoming / USA[18]. In den großen Tempelhallen sollen Aufzeichnungen vergangener Kulturen vorhanden sein, Kunstgegenstände, sogar Skulpturen von Menschen aus früheren Zeiten – und auch Juwelen aller Zeitalter.

 

Der Eingang ist durch riesige Felsblöcke so geschützt, dass nur Eingeweihte wissen, welcher Felsblock und an welcher Stelle er berührt werden muss, damit die gewaltige Masse zur Seite rückt und den Eingang freigibt. Selbst wenn jemandem Uneingeweihten dies gelungen wäre, so käme er doch nicht weiter; denn auch der Eintritt durch dieses Tor bedarf einer besonderen Technik[19].

 

An einer Wand der Halle befindet sich der „kosmische Spiegel“. „Auf dieser Spiegelfläche kann alles sichtbar gemacht werden, was sich seit Anbeginn der Schöpfung ereignet hat. Das gilt nicht nur für unseren Planeten, sondern für das ganze Universum. Der Äther, der jede Materie durchdringt, wird als Matrize für alle Ereignisse benützt – sozusagen als Archiv“[20]. Jede materielle Manifestation hat ihr ätherisches Gegenstück und ist somit aufgezeichnet in der Akasha-Chronik[21].

 

Es geht heutzutage um die Methode, das lückenlose Gedächtnis eines unaufgestiegenen Lebensstromes herzustellen und die Erinnerung von Verkörperung zu Verkörperung aufrechtzuerhalten, wie dies bereits auf allen anderen Planeten, die zu unseren Sonnensystemen gehören, angewendet wird. Es ist kosmisches Gesetz, dass solche aufeinanderfolgenden Erinnerungen jetzt durch das mentale Bewusstsein aller Lichtschüler und später aller anderen Lebensströme, die heute zur Evolution der Erde gehören, verwirklicht werden sollten.

 

Ehe jedoch das Geschenk der ununterbrochenen Erinnerung (= der Bewusstseinskontinuität[22]) gegeben werden kann, müssen als Vorbedingungen die Reinheit des äußeren Bewusstseins, des Ätherkörpers, das Gleichgewicht der Gefühle und mentale Stabilität erreicht sein[23].

Soviel in Verbindung von China und dem Meister Konfuzius.

 

Bezüglich China gibt es noch eine weitere interessante Information, welche die widergöttliche Wesenheit Luzifer betrifft, wobei Grundlegendes über Luzifer in einer Fußnote im Kapitel 6-B >Stigmata< ausgeführt ist. Luzifer war nämlich nach Aussagen von STEINER im dritten vorchristlichen Jahrtausend in Asien inkarniert. Luzifer hat damals tatsächlich (anscheinend einmalig) in Fleisch und Blut auf der Erde gelebt[24].

 

Und an anderer Stelle spezifiziert STEINER noch: „Dreitausend Jahre vor Golgatha[25] ist in der chinesischen Kultur eine menschliche Persönlichkeit geboren worden, die die äußere menschliche Verkörperung Luzifers war und die der Träger des menschlichen Lichtes war der vorchristlichen Weisheit, mit Ausnahme des Judentums. Alles, was wir heute menschlichen Verstand nennen, das ist Geschenk jenes Luzifer“[26].

 

Dass die vorchristliche Weisheit weltweit von Luzifer aus China inspiriert war, ist nach STEINER auch ein entscheidender Grund dafür, weshalb die gloriose alte heidnische Weisheit keinen moralischen Impuls in sich hatte. Ein weiterer Grund, dass diese sittlichen Antriebe für das menschliche Handeln damals noch nicht notwendig waren, ist, weil sich der Mensch mit dem ganzen Kosmos verbunden fühlte und er bekam Anhaltspunkte aus den Mysterien heraus, wie er handeln solle im Zusammenhang mit der alten Sternenweisheit. Als Ausnahme benennt STEINER das Judentum[27], welches eben eine vorbereitende Mission für das Christentum[28] hatte[29].

 

Alle wesentlichen Kultur- und Weisheitsströmungen bis in die griechische Kulturepoche hinein, u.a. auch die gnostische Weisheitslehre, waren von Luzifer inspiriert. Diese Inspirationen waren nicht unbedingt falsch, sondern ermöglichten sogar dem Christus-Impuls (siehe Kapitel 44-i >Jesus, der Christus Gottes<) in den Menschen wirksam zu werden. Durch Luzifers damalige Inkarnation in Asien ist in der Seelenverfassung der Menschen des Orients immer noch sehr viel Luziferisches vorhanden, was allerdings mittlerweile auch zum Westen oder auch speziell nach Mitteleuropa hinüber weht[30].

 

Der luziferische Einschlag ist nun zwischenzeitlich immer mehr zurückgetreten und hat den ahrimanischen[31] Kräften Raum gegeben, denen die heutige Kultur unterliegt[32]. „Denn ebenso, wie es diese fleischliche Inkarnation von Luzifer in China gegeben hat, wie es gegeben hat eine fleischliche Inkarnation des Christus, so wird es, ehe auch nur ein Teil des dritten Jahrtausends der nachchristlichen Zeit abgelaufen sein wird, geben im Westen eine wirkliche Inkarnation Ahrimans“[33].

 

Interessant sind noch gewisse Aspekte, die allerdings nicht die Chinesen speziell betreffen, sondern überhaupt alle asiatischen Völker. Es gilt nämlich für sie, dass die Asiaten gewisse Kulturimpulse vergangener Epochen zurückbehalten haben, während die Europäer und Nord-Amerikaner darüber hinweggeschritten sind[34]. In der Zukunft aber werden sich die veralteten Kräfte wieder mit den vorgeschrittenen verbinden.

 

Der asiatische Teil der Menschheit steht z.B. dem persönlichen Impuls des Sich-Emporringens vom Geistigen im Physischen recht fern. Auch haben die asiatischen Religionen die ältesten Formen bewahrt, die zugleich Starrheit sind gegenüber dem persönlichen Erleben[35]. Sie lassen dieses persönliche Erleben nicht zum Ringen kommen. Zu einer späteren Zeit wird dann von den asiatischen Völkern das von den europäischen Völkern (von der weißen Menschheit) Errungene als etwas von außen Kommendes, als etwas Selbstverständliches aufgenommen werden[36].

 

In Verbindung zu meinem Traum vom ZP35-B(H), wo ich in China Tränen auf den Erdboden weinte, muss ich jedoch sagen, dass ich tatsächlich vollkommen anders bin als die asiatischen Menschen, nämlich genau in dem Sinne, dass ich eigentlich ununterbrochen, Tag für Tag, Stunde für Stunde, ja Minute für Minute in meinem persönlichen Erleben ringe. Die auch früher erwähnte Starrheit lag ausschließlich in den äußeren Zwängen, unter denen ich gerade eminent gelitten habe.

 

Dass auch die jungen Menschen in China immer mehr die Starre ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen empfinden, wurde durch Fernsehberichte deutlich, wo gegen Ende Mai 2010 öffentlich bekannt wurde, dass sich immer mehr (junge) Menschen von den höheren Stockwerken der Firma, in der sie arbeiteten, in den Tod gestürzt haben. Dies, weil sie die fast militärischen und zudem ausbeuterischen Zwangsstrukturen bei ihrem Arbeitsgeber nicht mehr ertragen haben. Mir scheint dies eine (wenn auch zunächst schreckliche) Entwicklung zu sein, so dass eventuell die noch folgenden Analysen in Teil 45-K von STEINER (die er ca. 1920 vorgenommen hatte) heute schon fast gar nicht mehr zutreffen.

 

Fortsetzung folgt im Teil K zum Kapitel Nr. 45 >Seelenwachstum<.

 



[1] HURTAK/Die Rückkehr der Taube/S.51

[2] Über diese Vertreibung aus dem Paradies finden sich entscheidende Darlegungen in einem Essay von mir mit dem Titel „Schöpfungsgeschehen“, welches ich neben weiteren anderen 26 Exposés veröffentlicht habe unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF bei dem Online-Verlag https://www.xinxii.com. Ich weise hier in dieser Autobiographie wiederholt aus existentiellen Gründen auf diese geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen hin. Sie sind bei XinXii abrufbar unter der Kategorie „Esoterik“ ==> „Metaphysik“.

[3] WEINFURTER/Mystische Fibel/S.154

[4] SWEDENBORG/Leben und Lehre/S.176

[5] Karma: FN bei 2-E >Erleuchtung<.

[6] STEINER/TB644/S.133ff.

[7] WOLF/Sankt Sanktuarium/S.84

[8] TIBETER/Okkulte Meditation/S.316

[9] SCOTT-ELLIOT/Lemuria und Atlantis

[10] Atlantis: Siehe FN im Kapitel 1-C >Einleitung< zu „Lemurischer / Atlantischer Zeitraum“.

[11] stationär: bleibend, ortsfest; zeitlich unverändert (D/F/S.689).

[12] STEINER/GA104/S.160

[13] Nach Notizen der Verfasserin / Original-Literatur nicht mehr bekannt.

[14] Gautama Buddha: FN bei 1-G >Einleitung<, >Spirituelle Gemeinschaft< (Kap. 27-i bei „Herr der Welt) und Kap. 7-C >Tyrannei< (bei Christian Rosenkreutz).

[15] Konfuzius (latinisierter Name für: Kung-fu-tse): *551 vor Chr., +479 vor Chr. Chinesischer Philosoph. Im 1. Jh. vor Chr. war die Lehre des Konfuzius in China offizielle Staatslehre, die ihn zum Nationalhelden erhob, der auch in Tempeln verehrt wurde (Handlexikon/S.482). Er zählt mit zu den Begründern der Traditionellen Chinesischen Medizin. Seine Religion hat bis heute viele Millionen von Anhängern.

[16] FISCHER-SCHREIBER/Das Lexikon des Taoismus/S.62

[17] Präzipitation (lat.): Ausfällung oder Ausflockung. Begriff aus der Chemie und Medizin (D/F/S.587).

In >Auszüge aus den esoterischen Aufzeichnungen über Selbst-Schulung<, herausgegeben von der BRÜCKE zur FREIHEIT, wird die Präzipitation als eigene Wissenschaft bezeichnet und bedeutet im wesentlichen, dass jemand durch gefühlsgetragene Visualisationen Gedankenformen zu physischer Manifestation bringt, wobei es hier um die Präzipitation von „Gott-Gutem“ geht. Nach S.12f. ist Präzipitation ein siebenfacher Vorgang. Um eine vollkommene Manifestation zu erlangen, muss eine Idee aus Gottes eigenem Herzen sein (die Ausführungen in Klammern sind Ergänzungen nach >Konfuzius<, Hrsg. BRÜCKE e.V., 1992, S.58f.):

1.       Die Idee muss im Herzen des Elektronen-Körpers geboren sein (Entschlossenheit und Wille zur Tat).

2.       Der Ursprung ihrer Schwingungstätigkeit muss im Kausalkörper liegen (Wahrnehmung – die Fähigkeit, eine Idee zu erkennen, zu erfassen und über sie zu meditieren).

3.       Die Idee muss aus dem Kausalkörper in das Heilige Christ-Selbst gezogen werden, wo sie Form erhält (Göttliche Liebe – die Kraft der Anziehung, die das Ungeformte in die Form bringt und zusammenhält).

4.       Die Idee muss an das intellektuelle Bewusstsein weitergeleitet werden, damit die äußere Persönlichkeit sie wahrnimmt (Reinheit – das Halten des klaren Bildes, ohne Verzerrung durch irgendwelche Meinungen oder Wünsche des äußeren Selbstes).

5.       Die Idee wird im Ätherkörper als bleibender Teil des Lebensstromes aufgezeichnet (Konzentration – Weihung der Energien, bis der Plan erfüllt ist).

6.       Die Idee wird im Gefühlskörper mit Leben erfüllt (Rhythmus der Anrufung und Genauigkeit im Gebrauch des Violetten Feuers, Symmetrie der Formen).

7.       Die Idee wird durch den physischen Körper als ein Gegenstand der Dritten Dimension ausgedrückt (Die Form wird vermehrt an Schönheit und Harmonie und wird eingesiegelt in die Flamme des kosmischen „Christus-Friedens“, um für dauernd erhalten zu bleiben).

Damit ist die Idee eine vollkommene Präzipitation.

[18] BRÜCKE/Lichtstätten der Großen Weißen Bruderschaft/S.56

[19] BRÜCKE/Konfuzius/S.8f.

[20] BRÜCKE/Konfuzius/S.9

[21] Akasha-Chronik: FN bei 1-C >Einleitung<.

[22] Bewusstseinskontinuität: FN + Text in Kap. 24-D+i >Ashram<; Text im Kap. 30-C >Erdgebundene Seele< und Text in Kap. 23-A >Priesterseele<.

[23] BRÜCKE/Konfuzius/S.26f.

[24] STEINER/Christologie/S.146ff.

[25] Gemeint ist das >Mysterium von Golgatha<: siehe Text im Kap. Nr. 70.

[26] STEINER/GA195/S.26f.

[27] Judentum: Gesamt-Bezeichnung für die jüdische Geschichte und die jüdische Religion (Meyers Taschenlexikon/S.337), die als entscheidendes Merkmal im Unterschied zum Christentum (FN bei 1-E >Einleitung<) hat, dass die Juden die Erscheinung von >Jesus, dem Christus Gottes< vor 2000 Jahren in Palästina nicht als ihren Messias anerkennen, sondern noch bis ins 21. Jahrhundert hinein auf Ihn warten (Anm.d.Verf.). Siehe auch den Text hier im Kapitel 45-J >Seelenwachstum<; siehe auch die FN über das „Jüdische Volk der Israelis“ als Nabe der Akasha-Chronik im Kapitel 36-M >Gewaltlosigkeit<.

[28] Christentum: FN bei 1-E >Einleitung<.

[29] STEINER/Christologie/S.146ff.

[30] STEINER/GA203/S.54

[31] Grundlegendes über Ahriman findet sich in einer FN bei 6-B >Stigmata<.

[32] STEINER/GA193/S.166

[33] STEINER/Christologie/S.149f.

[34] STEINER/GA174b/S.35f.

[35] STEINER/GA174b/S.41

[36] STEINER/GA174b/S.36f.