Kim Carrey:
Sternenschnee, (127)
Esoterische Studien einer Autobiographie
22. Flugträume, C
Karte XV: >Der Teufel<. Diese Karte bedeutet das Hinabsteigen zur Hölle im sogenannten „Feuer des göttlichen Zornes“, wie dies hier im Kapitel >Kreuzigung und Gehenkter< zum mystischen Tod als eine Stufe der christlichen Einweihung dargelegt ist.
Karte XVI: >Der Turm<. Bei WEINFURTER wird diese Karte benannt mit dem Titel >Erlösung und Neugeburt<. „Ein Blitz schlägt in einen Turm, dieser fällt in sich zusammen, wobei aus dem Turmfenster kopfüber ein Mensch herabstürzt. Dessen Füße und Hände haben, zugleich mit dem Körper, die Gestalt des hebräischen Buchstaben ´hain`“[1], was einen mystischen Zustand bedeutet, den jeder Schüler erleben muss, der aber leider von WEINFURTER nicht näher benannt wird.
Karte XVII: >Der Stern< bzw. >Die Wassertaufe<. Hier gibt es einen Schmetterling auf einer Blume, sowie die Sonne und sieben Planeten nach WEINFURTER. Im ANSATA-Tarot gibt es zusätzlich einen großen Stern in der Mitte der Planeten und statt der Sonne ist dort ein Mond gezeichnet (was natürlich einen gewaltigen Unterschied bedeutet). Die dortigen Deutungen sind hier für den mystischen Weg völlig wertlos, da sie rein psychologischer Natur sind. Leider gibt auch WEINFURTER keine Deutungen zu dieser Tarot-Karte an.
Nach meinen Unterlagen kann jedoch folgendes ergänzt werden: Der Schmetterling ist ein Symbol für die Auferstehung des Fleisches[2], für die Metamorphose des Erdenmenschen in den verklärten Geistmenschen. Nach STEINER hat der Weltengeist die Menschen durch das Bild des Schmetterlings in der Natur aufmerksam machen wollen auf das Ereignis des Todes bzw. der Verwandlung: Der Schmetterling, der aus der Puppe herausfliegt, stellt ein Bild dar für den Vorgang des Hervorgehens der Seele aus dem Körper nach dem Tode[3].
Wie weit mit der Blume auf der Tarotkarte eventuell die „Blaue Blume“ gemeint ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Über diese „Blaue Blume“ finden sich jedenfalls Darlegungen im Kapitel >Sonderaufstieg<.
Und über die Wassertaufe gibt es Informationen im Kapitel >Ursprungsfamilie< zum Datum des 09.09.1992.
Karte XVIII: >Der Mond< bzw. >Die Bluttaufe<. Von dem Mond fallen Blutstropfen herab. Die Bluttaufe ist die zweite Taufe nach der Wassertaufe. Von WEINFURTER werden hierzu lediglich alte vorchristliche Riten beschrieben[4], die für den heutigen mystischen (christlichen) Weg vollkommen wertlos sind.
Bei STEINER gibt es in diesem Zusammenhang Aussagen über die sog. Blutsprobe, zu der sich Darlegungen im Kapitel >Stigmata< zum 16.7.1993 befinden. Und im Kapitel >Kreuzigung und Gehenkter< findet sich ganz zum Schluss im Zusammenhang mit dem Pik-Zeichen, wie das Herzblut der Seele die Füße netzen muss. Aussagen über den Mond als Symbol für karmische Notwendigkeit und Pflicht gibt es wiederum im Kapitel >Aurisches Wesen<.
Karte XIX: >Die Sonne< bzw. >Die Feuertaufe<. „Feurige Tropfen sprühen von ihr (von der Sonne) herab auf ein Menschenpaar, Mann und Weib. Auf der anderen Karte sind es zwei Knaben, die einander umarmen. Beide Symbole versinnbildlichen den äußeren und inneren Menschen, was mit dem Tierkreiszeichen der ´Zwillinge`[5] bezeichnet wird. Bei der Feuertaufe nähert sich der äußere Mensch bereits seiner Gottheit“[6]. Im ANSATA-Tarot sind dann auch die zwölf Sternzeichen abgebildet, über die sich weitere Darlegungen im Kapitel >Kosmische Phänomene< finden, u.a. in der Fußnote zu „Tierkreis“. Dort ist auch bereits angeführt, dass Feuerzeichen das Erscheinen Gottes repräsentieren.
Dabei ist das Feuer nicht nur ein Symbol Gottes, sondern Seine wahrhafte Wesenheit[7]. Und so ist es denn auch >Jesus, der Christus Gottes<, auf den Johannes Baptista[8] (der Täufer) hingewiesen hat und Ihn benannt hat als Denjenigen, welcher mit Feuer und Geist taufen würde. Dies im Unterschied zu Johannes Baptista, welcher „nur“ mit Wasser taufte.
Der mit Feuer und Geist Taufende wendet sich an das rein Geistige im Menschen ohne Inanspruchnahme eines äußeren Elementes[9]. Die Wandlung im Geist ist dann so mächtig, dass sie ihre Wirkungen bis ins Blut, bis in die Wärme des Menschen sendet. Dazu muss im Menschen eine innere Sonne (siehe Kapitel >Erscheinen einer Sonne<) aufleuchten, die ihm eine Verwandlung ohne Chlorophyll (wie dies bei den Pflanzen ist) ermöglicht[10].
Von STEINER wird die Feuertaufe im Zusammenhang mit der unsterblichen Seele des Menschen aufgegriffen; denn diese Seele ist von Flammen und Feuer umgeben. „Bevor der Mensch in die Höhere Welt zu schauen vermag, ist die höhere Natur immer mit der niederen gemischt, sie hält die niedere im Zaum und hütet das, was aus den niederen stürmischen Leidenschaften herauskommen will“. Hat jemand nun seinen Charakter nicht genügend geläutert, so kann gerade durch den spirituellen Weg eine Verwandlung nach dem Schlechten hin stattfinden. „Da fängt leicht das Feuer der Leidenschaft an zu brennen. Durch das höhere Bewusstsein entsteht die Flammenbildung, und durch diese Flammenbildung muss der Eingeweihte erst hindurch“[11].
Nach Aussagen des TIBETER kennzeichnet das Feuer auch eine bestimmte Stufe der Einweihung. Es wird zwar in dem Zusammenhang nicht ausgesagt, ich dachte aber zunächst, dass dies die vierte Einweihung darstellen müsste, wo der Kausalkörper[12] geistig verbrannt wird. Nach den weiteren Ausführungen bin ich mir jedoch nicht sicher und konnte darüber keine Aufklärung erlangen.
Der TIBETER meint jedenfalls, dieses Stadium könne nur umschrieben werden mit der Aussage „Feuer fällt vom Himmel“. Bei der auf geistiger Ebene stattfindenden Einweihungszeremonie, wird eine bestimmte Kraft von dem Hierophanten[13] in die Körper und Zentren des Initiaten[14] geleitet, wo diese Kraft von den Zentren der mentalen Ebene über die astralen Zentren zu den Zentren der ätherischen Ebene gelangt, und hier schließlich absorbiert wird.
„Dies ist für den Eingeweihten der umwälzende Augenblick, der ihm die unumstößliche Erkenntnis bringt, dass Gott in der tiefsten Bedeutung des Wortes ´ein verzehrendes Feuer` ist. Der Eingeweihte weiß jenseits aller Zweifel, dass die Energien des Feuers und die Kraft der Elektrizität die Gesamtsumme alles Seins ist. Er wird buchstäblich gebadet im Feuer der Läuterung; allüberall sieht er Feuer, das vom (Einweihungs-)Stab ausströmt“[15]. Alles ist ihm dann kurzfristig durch eine Mauer aus reinem Feuer verborgen. Er gewahrt nichts außer dem Lodern reiner, blau-weißer Flammen. Diese Flammen brennen, aber sie zerstören nicht (vergleiche die Darlegungen im Kapitel >Erleuchtung<). Sie verstärken die Aktivität eines jeden Atoms in seinem Körper, ohne die Atome zerfallen zu lassen. Das Feuer läutert das ganze Wesen des Eingeweihten. Es stellt sein Werk auf die Feuerprobe, und er geht durch die Flammen[16].
Karte XX: >Die Auferstehung< von den Toten, wobei auf der Karte des ANSATA-Tarot eine der Posaunen aus der >Apokalypse des Johannes< abgebildet ist. Nach dem mystischen Tod (siehe >Kreuzigung und Gehenkter<) ersteht der Mensch im neuen Körper (im Geistleib[17]) von den Toten. Nach WEINFURTER ist die Posaune ein Symbol für das Endgericht[18].
Karte XXI: >Das All< oder >Die Welt<, die den mystischen Adepten bezeichnet, der den höchsten Sieg errungen hat[19]. Adept ist ein Eingeweihter fünften Grades, der die Vollendung erreicht hat[20]. Auf der ANSATA-Tarot-Karte sind noch zusätzlich die vier Apokalyptischen Tiere[21] abgebildet, wie überhaupt auf all den m.E. genial gezeichneten Tarot-Karten des Malers PAUL STRUCK diverse andere Symbole abgebildet sind, über deren Deutungen man ganze Bücher schreiben könnte.
Was die vier Apokalyptischen Tiere eigentlich bedeuten, soll hier ausgeführt werden. Es handelt sich dabei um hohe Engelwesen (nach INTERMEDIARIUS aus der zweithöchsten Hierarchie der Cherubim[22]), die eine Wächterfunktion vor dem Throne Gottes innehaben[23]. Dass sie mit Tieren verglichen wurden (in der Darstellung der >Apokalypse des Johannes<) bedeutet, dass sie als Träger göttlicher Macht, Kraft, Gewalt und Stärke der eines Menschen weit überlegen sind, wie dies bei den großen Welttieren auch der Fall ist. Von den vier Tieren ist bereits im Alten Testament die Rede[24].
a) Das eine Tier rechts neben dem Thron ist gleich einem Löwen. Dieser ist der König der Welttiere. Gott offenbart sich in dieser Gestalt als der Herrschende, der Souveräne, in seiner Macht.
b) Das Tier links neben dem Thron gleicht einem Ochsen (Stier oder Kalb). Kalb bedeutet das aus der Macht Gottes hervorgegangene und mit Kraft erfüllte Wesen.
c) Das Tier hinter dem Thron ist gleich einem Adler. Dieser fliegende Adler repräsentiert die göttliche Stärke, die denen verliehen wird, welche die Materie (die Erdenschwere) überwinden und ins göttliche Reich auffahren mit Flügeln wie ein Adler[25].
d) Das Tier vorn gleicht einem Menschen. Dieses Geistwesen repräsentiert die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes mit Geduld und Liebe, aus welcher Gottes eingeborener Sohn, der Heiland hervorging, dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben ist. Er, >Jesus, der Christus Gottes<, ist der Mittler zwischen der UR-Wesenheit Gottes und den Menschen,
Die vier Tiere sind heiliges Symbol der Gott-Persönlichkeit mit Seinem Herzen, welches in die vier Kammern der Macht, Kraft, Gewalt und Stärke aufgeteilt ist[26].
Nun sollen noch einmal die Skatkarten als Abkömmlinge der Tarot-Karten aufgegriffen werden, wobei diese Herkunft aus den Symbolen nur noch sehr schwer zu erkennen ist. Jedoch sollen sich nach BARBARA G. WALKER die Tarotkarten-Symbole der Kelche, Stäbe, Pentakel (Münzen) und Schwerter verwandelt haben in die Symbole der Herz-, Kreuz-, Karo- und Pik-Farben[27].
Hintergrund von beiden Symbol-Systemen sollen die vier Elemente sein. „Seit der frühesten Zivilisation glaubten die Menschen daran, das die gesamte organische und anorganische Materie eine Kombination der vier Elemente in verschiedenen Größenordnungen darstellte: aus Wasser, Feuer, Erde und Luft“[28].
Dabei sollen die Kelche des Tarot das weibliche Wasserelement symbolisieren und wurden mit Liebe in Verbindung gebracht – entsprechend wie die heutige rote Skatfarbe von Herz die Liebe repräsentieren soll. Wenn übrigens bei den Skatkarten von „Farbe“ die Rede ist, handelt es sich nicht nur um schwarz oder rot, sondern als „Farbe“ wird ein jedes der vier Symbole bezeichnet, also Karo ist eine „Farbe“ usw. (wie schon in einer Fußnote hier angedeutet wurde).
Die Pentakel (fünfzackige Sterne) stellen das Symbol dar für das weibliche Erdelement[29]. Ein anderer Name für das Pentakel war „denarii", was „Münzen“ bedeutet. Hieran kann dann die Wandlung zu der Skatfarbe des Karo schon eher erkannt werden. Das Karo ist ja ein rotes Quadrat (mit konkav[30] gewölbten Seitenlängen), welches auf der einen Spitze steht. Sowohl das Pentakel als auch das Karo sollen einen Zusammenhang mit Geldangelegenheiten haben und bedeuten Reichtum und Erde.
Im Englischen soll diese Farbe „diamond“ heißen und sich von Dia-Mond, also Erdgöttin, ableiten[31]. Die Übersetzung von englisch „diamond“ ist jedoch „Diamant“ im Deutschen. Warum wiederum „Dia-Mond“ die Erdgöttin sein soll, wobei „dia“ ein lateinisches Präfix mit der Bedeutung „durch, hindurch, zwischen, auseinander“ ist, also „durch den Mond“ o.s.ä. bedeuten müsste, ist mir in Rätsel.
Die Tarot-Stäbe symbolisieren nun das männliche Feuerelement und sind in der Farbe des Pik[32] erhalten als Zeichen der Macht. Die Schwerter des Tarot repräsentieren das männliche Luftelement. Sie entsprechen der Skatkarten-Farbe des Kreuz, welches als eine Waffe gilt und Zeichen des Todes ist[33]. Ursprünglich soll dieses Skatkarten-Kreuz übrigens einmal ein dreiblättriges Kleeblatt gewesen sein als Zeichen der dreifachen Gottheit (Trinität)[34].
Ich selbst deute nun meinen Traum vom 14. Dezember 1996 so, dass eigentlich darin mein eigenes Werk, welches letztlich seinen Niederschlag gefunden hat in dieser Autobiographie, symbolisch abgebildet wurde. Aus der Luft (von der esoterisch-spirituellen Ebene her) habe ich versucht, bis auf den Grund der Erkenntnisse zu schauen, wo sich mir der mystische Weg (symbolisiert in den Tarot-Karten) einschließlich alles Weltlichen (symbolisiert in den Skatkarten als Abkömmling, so wie das Weltliche ein Abkömmling des Geistigen ist) gezeigt hat.
Interessant für mich selbst ist, dass in den Deutungen zu den Tarot-Karten (überwiegend nach WEINFURTER) eigentlich alles vorkommt, was ich in meinen Kapiteln verarbeitet habe. Dazu muss man sagen, dass ich mich niemals mit den Tarot-Karten als solches befasst habe und dass alle Kapitel dieser Autobiographie nicht aus einer Theorie heraus entstanden sind, sondern organisch von mir nach dem gebildet wurden, was ich erlebt habe und was sich seelisch jeweils als nächstes mir dargestellt hat. Dadurch ist auch die mangelnde Systematik begründet, die ich jedoch bewusst so belassen habe. Alles Theoretische ist in einem sekundären Schritt hinzugefügt worden, wobei mir allerdings das theoretische Wissen zu 80 % vorher (u.z. überwiegend schon seit ungefähr 20 Jahren) bekannt war.
Eine Ausnahme bilden die neueren Theorien, die im Kapitel >Sonderaufstieg< und >Hoffnung< verarbeitet wurden sowie alle Aspekte des Lichtkörpers, wie sie im Kapitel >Homo Coelestis< beschrieben sind. Diese sind mir erst seit 2007 und seit Juni 2008 bekannt geworden. Und nach August 2009 kamen dann noch weitere neue Darlegungen im Kapitel >Wahnsinn oder unendliche Liebe< hinzu.
Neben den hier im Kapitel geschilderten Erlebnissen des Fliegenkönnens im Traum und der Abgrenzung zur Levitation (die ich nicht beherrsche), muss ich noch auf ein drittes Phänomen hinweisen, welches ausführlich geschildert ist am Ende des Kapitels >Sonderaufstieg< zu den Daten des 16.10.2008 und des 01.12.2008. Dort wurde mit mir jeweils von fremder Macht (m.E. durch Einwirkungen der Höheren Evolution) ein Flug durch die Luft vollzogen, was vermutlich mit dem Begriff „Teleportation“ bezeichnet werden kann.
Ende des Kapitels Nr. 22 >Flugträume<.
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[9] Matth.3,11; Mark.1,8; Luk.3,16; Joh.1,27+33 (Angaben nach KÜHLEWIND/Das Gewahrwerden des Logos/S.42)
[13] Hierophant: derjenige, welcher eine Einweihung an einem anderen vornimmt und diese leitet (Anm.d.Verf.).