Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (284)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Sonderaufstieg (51.i) Novalis

…Gematria als Blume des Lebens

 

 

Die „Blaue Blume“ ist ursprünglich ein Motiv aus einer thüringischen Bergmannsage, wo diese Wunderblume im Kyffhäuser gestanden haben soll. Dabei blüht sie nur am Abend es Johannistages, und wer sie pflückt, wird mit Schätzen belohnt. Der Johannistag wiederum ist das am 24.Juni[1] gefeierte Geburtsfest von Johannes Baptista[2] welches für Novalis von besonderer Bedeutung war, wie dies von dem Kommentator SCHULZ ausgesagt wird[3], ohne dass dieser jedoch weiß, weshalb dies für Novalis der Fall war.

 

Aus okkulter Forschung heraus konnte jedoch RUDOLF STEINER darlegen[4], dass Novalis selbst eine Wiederverkörperung von Johannes Baptista war, so wie dieser auch bereits vor Jahrtausenden in dem Propheten Elias[5] verkörpert war und später außerdem in dem italienischen Maler Raffael[6].

 

In all diesen vier historischen Persönlichkeiten war dieselbe Individualität inkarniert. Dabei soll es sich um die Individualität eines der 24 Ältesten-Engel (aus der Hierarchie der Throne) mit Namen Pagriel gehandelt haben, welcher aus dem geistigen Hause des großen Erzengels Michael (dem Cherub des göttlichen Willens) herstammte[7].

 

Es gibt andere Darlegungen von ANITA WOLF, wonach in Elias direkt die geistige Wesenheit des UR-Erzengels (Cherubs) Michael inkarniert gewesen sein soll (wobei sie sich in zwei verschiedenen Büchern selbst „leicht“ widerspricht).

Von STEINER wird jedoch die Behauptung negiert, dass in Elias der Cherub Michael inkarniert war, insofern STEINER glaubwürdig aussagt, dass Elias (bzw. der Cherub Michael) zu seiner Wirksamkeit auf dem physischen Plan nur einen Repräsentanten von sich geschickt hat, während er selbst nie auf der Erde herumgegangen ist, sondern in geistigen Höhen geblieben ist[8].

 

Dies sagt auch INTERMEDIARIUS, insofern der Cherub Michael nur bin in die Ebene der Erzengel hineinwirkt und selbst diese Ebene (über den Engeln) gar nie betritt. Darüber finden sich die Details im Kapitel Nr. 52 >Cherub Michael<, welches ich erst im Nov.2015 zusammengestellt habe.

 

 

Als weitere Deutungen zur „Blauen Blume“ werden in dem Kommentar zu NOVALIS >Heinrich von Ofterdingen< angeführt[9]:

a) Die Wunderblume als der blaue Lotos der Inder.

b) Dann gibt es die Aussage, dass die Blaue Blume eine neue Dimension darstellt.

c) Weiterer Sinn: die Blaue Blume wurzelt in der Erde und hat die Farbe des Himmels – so ist sie Symbol der Vereinigung und des Friedens, der Liebe und der Poesie, die für NOVALIS zu Synonymen wurden.

d) Blüten sind allgemein Allegorien des Bewusstseins oder des Kopfes.

e) „Eine höhere Fortpflanzung ist der Zweck dieser höheren Blüte – eine höhere Erhaltung. Bei den Menschen ist es das Organ der Unsterblichkeit“ (Aussage von NOVALIS selbst).

 

Und es soll hier nochmals auf das Kapitel Nr. 56-A >Öffnen der Tore<[10] hingewiesen werden, wonach die „Blaue Blume“ ein entscheidendes Symbol für den früheren Kontinent Lemurien sein soll.

Außerdem taucht das Symbol der Blume auf im Kapitel Nr. 32-B >Baby<, wo gemäß HURTAK & HURTAK[11] referiert ist, wie von einem ca. 4-jährigen Mädchen Gott gegenüber die sogenannte „Blume des Lebens“ dargebracht wird, wobei diese Blume ein uraltes Symbol für die Entfaltung der Gematria[12] darstellen soll. Das 4-jährige Mädchen ist wiederum als Symbol für ein spirituelles Entwicklungs-Stadium eines jeden Mystikers (oder sonstigen Eingeweihten) anzusehen.

 

Bei WEINFURTER bedeuten Blumen generell die Verheißung mystischer Kräfte und die Farbe blau bedeutet immer den Himmel oder die himmlischen Sphären[13].

Nach anderen Aussagen soll eine Blume das Symbol für ein spezifisches Chakra[14] darstellen. Dies entspräche der Aussage über die Wunderblume als blauer Lotos, wobei dieser nach weiteren Deutungen das Kehlzentrum repräsentieren soll[15].

 

Ich halte jedoch für möglich, dass mit der „Blauen Blume“ die von H.P. BLAVATSKY benannte „Mitternachtsblume“ gemeint ist, welche von mir „zufälligerweise“ bereits in dem Kapitel Nr. 1-A >Einleitung< beschrieben worden ist – und die hier nun gegen Ende des Kapitels Nr. 51-i >Sonderaufstieg< wieder auftaucht, ohne dass diese Verbindung von mir beabsichtigt oder geplant gewesen wäre.

 

Weil ich den dortigen Aussagen in der >Einleitung< eine besonders große Bedeutung beimesse, sollen sie hier bewusst noch einmal wiederholt werden; denn sie sind - ebenso wie der Akt der Vergebung (aus Demut; siehe das Kapitel Nr. 50-A >Neues Gebot<) - das A und O des geistigen Weges und deren Verwirklichung führt zur Unsterblichkeit.

 

In >Die Stimme der Stille< von H.P. BLAVATSKY[16] lauten die Hinweise für den Aspiranten: „Lass von dem Sonnenfeuer nicht eine einzige Träne trocknen, ehe du sie genommen hast von der leidenden Kreatur. Lasse der Geschöpfe Leiden an dein eigenes Herz fallen, und gib ihnen eine Stätte der Ruhe; tilge kein Mitleid in deinem Herzen, bis der Schmerz gelöscht ist, der es geboren hat. Diese Tränen, o du, dessen Herz ist voll von Opferwilligkeit, sind die Fluten, welche die ewige Liebe leben. Auf diesem Boden wächst der ewigen Liebe Mitternachtsblume, schwerer zu finden und seltener zu sehen, als die Blume des Yogabaumes“. Es ist die Blume der göttlich starken Selbstlosigkeit[17].

 

Nun möchte ich noch auf den >Sonderaufstieg< im engeren (oder eigentlichen) Sinn erneut zu sprechen kommen, indem ich einen Traum schildern möchte, den ich am 25.11.2007 hatte, und ich habe darüber notiert: „Endlich eine Rückmeldung über das Ashtar-Kommando!“ Dieses „endlich“ ist dabei ein überzogener Begriff von mir und entspricht meiner grundsätzlichen Ungeduld; denn ich hatte erst ca. zwei Wochen davor von dem Ashtar-Kommando überhaupt erfahren und seitdem mein Interesse daran in der >Meditation< bekundet gehabt.

 

Der Traum war nun wie folgt: Ich war in einer informellen[18] Gruppe, vielleicht ungefähr mit 20 Menschen zusammen. Wir alle warteten auf den >Sonderaufstieg< durch das Ashtar-Kommando. Einen Mann sah ich ganz deutlich, kannte ihn aber nicht. Er trug eine Brille – eindeutig ein intellektueller Typ – ca. 50-55 Jahre alt und er studierte irgendwelche Papiere, die mit dem Aufstieg zusammenhingen. Alle hatten wir helle Kleidung an (wie ich sie real gar nicht trage) und saßen auf dem Boden. Ich glaube, dies fand statt unter freiem Himmel – oder es muss ein sehr großer und hoher Raum (Saal) gewesen sein.

 

Es war dann so, als ob man auch Radio hörte, um Informationen zu bekommen. Dabei ziehe ich in Betracht, dass das Radio als Symbol für die gechannelten Botschaften durch die Aufgestiegenen Meister diente. Es machten viele handgeschriebene Blätter die Runde unter allen Teilnehmern. Auch Fotos wurden herumgereicht, z.T. mit historischen Personen (bilde ich mir ein). Ich selbst hielt das Foto von einem Mann in der Hand, dessen Bild ich recht deutlich sah und eventuell sogar aus einem Buch oder so kannte. Es war meines Erachtens ein Dichter o.ä. – aber ich weiß nicht, wer es war.

 

Dann zog ich in Betracht, während der Wartezeit (welche vollkommen unbestimmt war und Monate oder sogar Jahre dauern konnte) das Reiten zu lernen. Dabei dachte ich jedoch, dass dies zu teuer sein könnte und verwarf es eher wieder. Hierzu fiel mir später die Deutung ein, dass es bei dem Reiten um die Beherrschung des niederen Selbstes durch den Geist geht, wie dies näher im Kapitel Nr. 20 >Ritter auf schwarzem Pferd< ausgeführt ist, wo auch ein Traum geschildert ist (in Kap. 20-B zum 08.08.2004), in dem ich selbst auf einem Pferd saß. Tatsächlich hätte ich noch so manches zu tun, um diese Selbstbeherrschung zu erlernen, welche eine Entwicklung in Richtung Vervollkommnung bedeuten würde.

 

Ich selbst war nun über diesen Traum bezüglich des Ashtar-Kommandos hoch erfreut und glücklich – hat er doch die Hoffnung in mir verstärkt, tatsächlich auch für diesen >Sonderaufstieg< in Betracht gezogen zu werden. Und so möchte ich allen Lesern ans Herz legen, sich eventuell auch näher dafür zu interessieren. (Diese Aussage möchte ich nachträglich relativieren aus Gründen wie sie im Kapitel Nr. 52 >Bitterer Wein< dargelegt sind bzw. noch dargelegt werden). Bei ERIC KLEIN wird ausgesagt, dass es viele Grenzfälle gibt, die gewonnen werden müssten. Deshalb sollte jeder, der sich dazu aufgerufen fühlt, die Informationen über den besonderen Aufstieg weiter verbreiten[19].

 

Hier wurden nur die notwendigsten Informationen dazu gegeben; denn natürlich konnte ich ja nicht das ganze Buch darüber referieren. So wird der Interessent ausdrücklich auf das Buch >Die Sananda-Connection< von ERIC KLEIN verwiesen. Dabei hat die Herausgeberin für den deutschsprachigen Raum REINDJEN ANSELMI bewusst diesen Titel und nicht „Ashtar-Kommando“ oder „Die Kristall-Treppe“ (>The Crystall Stair< lautet der Titel im Amerikanischen) gewählt hat, um die Verbindung zur Christus-Ebene hervorzuheben; denn „Sananda“ ist einer der Schwingungsnamen des kollektiven Christusbewusstseins und frei von Gedankenbesetzungen und –belastungen irdischer Tradition[20].

Die Problematik der hier offensichtlich gemeinten „christlichen“ Tradition wurde bereits näher thematisiert im Kapitel Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes<.

 

Fortsetzung folgt im Teil J zum Kapitel Nr. 51 >Sonderaufstieg<.

 

 



[1] Geburtsfest von Johannes Baptista am 24. Juni: Nach einer Überlieferung soll er sechs Monate älter als Jesus Christus (geb. 24.12.) gewesen sein (www.kleiner-kalender.de ).

[2] Johannes Baptista (= der Täufer): heiliger Bußprediger; verkündigte das Reich Gottes und taufte >Jesus, den Christus Gottes< im Jordan. Auf Anweisung des Herodes Antipas wurde er enthauptet (NGL/Bd.I,S.411). Siehe auch FN zu „Oannes“ bei 15-M >Kosmische Phänomene<.

[3] Aus dem Kommentar zum epischen Werk von GERHARD SCHULZ in >NOVALIS Werke<, S.696ff.

[4] STEINER/GA133/S.93

[5] Prophet Elia(s): siehe frühere FN hier im Kapitel 51-A >Sonderaufstieg<.

[6] Raffael: eigentlich Raffaelo Santi, italienischer Maler und Architekt; *1483, +1520. Schüler von Perugino; Meister der Hochrenaissance; Fresken in den Stanzen und Loggien des Vatikan; berühmte Mariendarstellungen: >Sixtinische Madonna<; >Vermählung Mariä<; >Porträt der Giovanna d´Aragona< (NGL/Bd.II/S.687).

[7] WOLF/Karmatha/S.180

[8] STEINER/GA149/S.74

[9] Aus dem Kommentar zum epischen Werk von GERHARD SCHULZ in >NOVALIS Werke<, S.697.

[11] HURTAK&HURTAK/Überselbst Erweckung/S.103f.

[12] Gematria: Die G. ist einer von fünf überphysischen geistigen Körpern des Menschen; siehe dazu die FN im Kap. 1-D >Einleitung< und den Text im Kap. Nr. 21-F+J >Homo Coelestis<.

[13] WEINFURTER/Mystische Fibel/S.91

[14] Chakra: siehe Text im Kapitel 39-B >Auftreten von Blitzen<.

[15] Nach Notizen der Verfasserin – Original-Literatur nicht mehr bekannt.

[16] Helena Petrowna Blavatsky: FN bei 24-B >Ashram<.

[17] Zitiert in: STEINER/GA245/S.162

[18] informell: hier in der Bedeutung gemeint „ohne formalen Auftrag“ (nach D/F/S.324).

[19] KLEIN/S.88

[20] KLEIN/S.16