Kim Carrey:
Sternenschnee (296)
Esoterische Studien einer Autobiographie
53. Hoffnung, Teil „i“
Bei dem gefundenen Buch handelte es sich um ein Werk von JAN van RIJCKENBORGH mit dem Titel >Die Ägyptische Urgnosis – und ihr Ruf im ewigen Jetzt<[1] und das Bild ist unterzeichnet mit „Sohn der Schlangen“. Wie ich nur mühselig entziffern konnte, ist es von JOHFRA[2] gemalt worden, der seine Werke selbst als „Surrealismus auf der Grundlage von Studien …. der Religion, der Bibel, der Mythologie und des Okkultismus“[3] beschrieben hat.
Im Internet sind diverse Bilder von JOHFRA dargestellt, jedoch habe ich es unter den ersten 50 dort genannten Werken nicht gefunden. Die unzähligen weiteren Internetseiten abzusuchen, dazu reichte meine Zeit nicht. Deshalb will ich das Bild hier kurz beschreiben: Es zeigt einen Menschen (mit einer androgynen[4] Gestaltung), der die Arme weit ausgebreitet hat und in ein weitgeschnittenes Gewand gehüllt ist. Wie eine Art von Gürtel ist dieses Gewand am Brustbein zusammengebunden. In beiden Händen hält dieser Mensch jeweils eine aufrechte Schlange, die von blauen Flammen umgeben ist.
Am Brustbein, an beiden Händen und an den Füßen trägt dieser „Sohn der Schlangen“ sozusagen wie die >Stigmata<, die dort als Rosen dargestellt sind. Insgesamt ist seine ganze Erscheinung von einer ovalen Flammen-Aura umgeben. Auf seinem Kopf trägt er eine Art knappem Helm (oder Kappe), wobei dort sowohl das Stirnchakra und auch das Scheitelzentrum als Andeutungen von Blumenblättern dargestellt sind. Der Mensch insgesamt schwebt einige Meter über dem Erdboden, wo er sich gerade aus einem Granit-Stein-Grab herausgehoben hat. Um das Grab herum sind diverse Totenschädel zu sehen.
Der Kommentar von JAN van RIJCKENBORGH sagt aus, dass dieser „Sohn der Schlagen“ aus dem Grab der Natur emporsteigt, während er bekleidet ist mit dem goldenen Hochzeitskleid der neuen Seele. Der „Sohn der Schlangen“ wird hier identisch gesetzt mit dem neuen Merkur, mit dem dreimal großen Hermes[5]. „Sein Haupt schmückt die goldene Wunderblume[6] des neuen Denkvermögens, seine Hände halten die beiden feurigen Schlangen des erneuerten spinalen Fluidums, die positive und die negative Ansicht. Die fünf Kontaktpunkte zwischen der neuen Seele und der transfigurierten Persönlichkeit strahlen als Rosen. … So steigt er empor von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, vereint mit dem Geist und lässt das Totengebein, die vielen missglückten Versuche, in der Wüste der dialektischen Vergangenheit zurück“[7].
Falls jemand das Bild von JOHFRA sieht, so möchte ich allerdings erwähnen, dass meine Gesichtstruktur nicht wie bei dem dort abgebildeten „Sohn der Schlangen“ aussieht. Jedoch war ansonsten meine ganze Erscheinung in dem Traum vollkommen entsprechend von Licht durchflutet in großer Glorie. Allerdings hatte ich keine feurigen Schlangen in meinen Händen (oder ich sah sie nicht), wobei eben sowieso alles nur im Bruchteil von Sekunden ablief. Andererseits könnten die beiden Wesen rechts und links von mir diese Schlangen repräsentiert haben. Eigentlich sahen sie entsprechend aus, worauf ich jedoch ohne das Bild nicht gekommen wäre.
Nun muss ich noch einmal auf die bereits erwähnte „negative Entropie“ zu sprechen kommen.
Grundsätzlich ist diese in zwei Fußnoten im Kapitel >Freundschaft< bereits ausgeführt. Kurz gesagt, geht es bei der negativen Entropie um Verfall und Entartung, welcher der Mensch ausgesetzt sein wird. - Dass ich überhaupt darauf komme, dass der Vorgang in dem Traum mit negativer Entropie etwas zu tun haben könnte, liegt daran, weil mir durch Darlegungen bei HURTAK[8] bewusst geworden ist, dass
a) einmal sowieso die ganze Menschheit eine solche negative Entropie erleben wird, wenn sie während des Apokalyptischen Geschehens durch die sog. elektromagnetische Nullzone wird gehen müssen (siehe im Kapitel >Kosmische Phänomene<) und
b) jeder, der vorher aus dem gefallenen Anti-Universum befreit werden will, nicht umhin kommt, diese negative Entropie schon vorher individuell zu durchlaufen.
Nach meinem Verständnis ist dieser Vorgang der negativen Entropie im Grunde genommen identisch mit dem Prozess, dass die äonenlang währende negative Programmierung des gefallenen Anti-Universums in dem Menschen gelöscht werden muss, wenn er den Wunsch hat, eine Neuprogrammierung und Befreiung in die fünfte Dimension des göttlichen Lichtreiches zu erlangen. Nach religiöser und mystischer Tradition entspricht m.E. diese (negative) Entropie auch dem Prozess der Kreuzigung und des mystischen Todes (siehe >Kreuzigung und Gehenkter<; siehe >Jesus, der Christus Gottes< und im Kapitel >Grausamkeiten< zum Mysterium von Golgatha; siehe auch im Kapitel >Wahnsinn oder unendliche Liebe< die Darlegungen über das Erleben der eigenen Todesqualen).
Das, was ich in dem Traum bei dem Hinabstürzen (Hinabstoßen) in irgendeine undefinierbare Tiefe erlebt habe, stellte m.E. den Vorgang dar, wie ihn HURTAK wissenschaftlich mit dem Fachausdruck „Negative Entropie“ beschreibt, welcher die „effektive Inversion[9] des Lichtkegels durch eine singuläre[10] Stelle“ bedeutet, „so dass der kreative Prozess umgekehrt wird und mit Lichtfunktionen jenseits von minus-Unendlich erneut beginnt“ [11]. Dabei weist HURTAK ausdrücklich daraufhin, dass „negative Entropie“ nicht mit „Negentropie“ oder mit dem „Negativum von Entropie“ verwechselt werden darf[12]. Mittels hoch-zentropischer[13] Funktionen wird die negative Masse direkt aus der Spirale der physischen Entropie herausgehoben, wodurch die alten chemischen Bindungen für deren Fortbestand befreit werden können[14]. Der Beginn des kreativen Prozesses ist dann sozusagen die Auferstehung aus dem Grabe, die Geistige Wiedergeburt[15].
Dabei wird die verschlingende, negative Entropie durch Alpha Draconis (der galaktischen Schlange[16]) repräsentiert, welche die Erde (und viele andere Planeten) an verschiedene Sonnensysteme angekettet hält[17]. Das äußere Universum – und damit auch der äußere Mensch in den niederen Welten - wird durch Entropie und chemische Reorganisation durchgehen müssen, um an das innere Universum anknüpfen zu können[18]. Der physische Mensch ist dazu bestimmt, die Gesetze der Entropie hinter sich zu lassen und sich zur Einheit mit anderen Intelligenzen zu verbinden, die in anderen Energiefeldern der Schöpfung existieren und dem Lichte dienen[19].
Das Denkvermögen soll übrigens durchaus eine nicht unbedeutende Rolle spielen, da es Zugang zu beiden Welten hat[20]. Vergleiche dazu die Aussage von JAN van RIJCKRENBORGH zu der goldenen Wunderblume, die im Bild über den „Sohn der Schlangen“ dargestellt ist. So steht auch die höhere Intelligenz[21] über dem entropischen Prozess, indem sie Bewusstseinskontrolle über Entropie ausübt[22].
Wenn die notwendigen Korrekturen bei der Evolution einer Seele vollzogen werden können, dann kann die Seele in ein neues Programm vorrücken, „das es ihr ermöglicht, in das Bildnis[23] ihres göttlichen Überselbst und in die schließliche Vereinigung mit dem Adam Kadmon[24] weiterzugehen“[25].
Die Seele kann dann mit dem schöpferischen Überselbst-Kontinuum wiedervereint werden.
An diesem Punkt kann sich die Einzelseele über eine „negative Programmierung“ durch die Fähigkeit hinwegsetzen, sich ein neues Programm mit dem „Kollektiven Überselbst“ auszudenken. Der physische Körper wird dann neu programmiert, damit er eine höhere Seelenevolution und Seelen-Wiederauferstehung in ein neues Programm spiritueller Lehre entgegennehmen kann[26].
Am 27. Juni 2009 war ich dann tatsächlich zu einem Tagesseminar bei JAMES J. HURTAK, der dafür nach Berlin gekommen war. So konnte ich ihn und seine Frau DESIREE HURTAK real erleben, was in vieler Hinsicht beeindruckend war. Neben den Studienbüchern >Die Lichtsprache<[27] und >Die Rückkehr der Taube<[28] (siehe zur Taube auch im Kapitel >Avatarin<) kaufte ich auch die CD mit dem Titel >´Ágios<[29], wo einige Heilige Namen Gottes von verschiedenen Sängern intoniert[30] wurden. Durch das Anhören der Lieder soll eine Energetisierung des Lichtkörpers stattfinden.
Ein solches Energetisieren hatte bei mir verstärkt in den ersten Wochen stattgefunden gehabt, nachdem ich im Juni 2008 zu dem Buch >Die Schlüssel des Enochs< gelangt war, und seitdem fast täglich die fünf Heiligen Namen und den Heiligen Gruß angewendet habe (siehe Kapitel >Meditation<). Jedoch war diese Energetisierung zu Anfang stärker für mich spürbar, als dies nach zwölf Monaten noch der Fall war.
Nun jedoch erhoffte mir sowieso einmal durch die (von J.J. HURTAK) bewusst für alle Teilnehmer „unpersönlich“ gehaltene Begegnung mit ihm (auch wenn ich – ebenso wie andere Teilnehmer - eine sehr schöne Widmung in mein Buch-Exemplar von ihm bekommen habe) und zum anderen durch das Anhören der CD eine verstärkte neue Belebung. Denn vor einem Jahr hatte ich vielfältige weiterreichende Träume gehabt, die jedoch leider immer seltener auftraten.
Mir war klar, dass die Begegnung mit diesem Avatar[31] (der er m.E. unzweifelhaft ist), nicht ohne Folgen bleiben konnte. Und so trat es dann tatsächlich auch in der dritten Nacht nach dem Seminar zum 30. Juni 2009 auf, dass ich einen besonderen Traum hatte:
Zunächst gab es eine Sequenz, wo ich mich wie auf offener Straße in meinem Bett befand und in meinem Rücken ein schwarzes Kissen war. Mit dieser Sequenz war irgend etwas Negatives verbunden, was ich aber absolut nicht mehr zusammenbringe. Ich hoffe aber, dass dies bedeuten sollte, dass ich dies Negative hinter mir lassen würde. Real könnte es sich auf die Tyrannei beziehen, der ich durch meine böse Nachbarin Frau Brandel in Berlin-Lichtenrade ausgesetzt gewesen war (siehe Kapitel >Gewaltlosigkeit<), die jedoch durch meinen später im August 2009 stattgefundenen Auszug in eine neue Wohnung zwangsläufig ein Ende gefunden hatte.
Dann sollte wie eine Art großer (Märchen-)Film gedreht werden - ein US-amerikanischer Film. Die zuerst vorgesehene Hauptdarstellerin sollte so ähnlich wie die Schauspielerin Julia Roberts (Film >Pretty women< mit dem Schauspieler Richard Gere) sein, groß und schlank. Dann aber wählte man stattdessen mich, die ich demgegenüber kleiner und gedrungener wirkte (obwohl ich - zumindest in jungen Jahren - auch eine gewisse Attraktivität hatte, wie dies bereits im >Vorspann< erwähnt ist).
In dem Film schien alles wie golden, insbesondere standen goldene Sterne am Himmel. Es kam dann auch ein junger Mann vor, der den Königssohn darstellen sollte.
Das Entscheidende aber war, dass dieser Film gewaltig war, wie ich dies hier in der Beschreibung überhaupt nicht vermitteln kann. Und: Alles Geschehen war energetisiert wie aus einer höheren Dimension. Außer ganz punktuell, habe ich etwas vergleichbar Gewaltiges überhaupt noch nie erlebt gehabt. Auch mein ganzer Organismus war noch anschließend völlig belebt davon.
Trotzdem geschah es, als ich aufwachte und mir alles Einzelne noch einmal vor Augen führte, dass ich gar nicht so hoch erfreut war, wie man dies denken könnte; denn mir wurde unmittelbar klar, wie unglaublich unerwacht ich noch bin, dass ich dies erst gegen Ende meines irdischen Lebens (oder jedenfalls im letzten Viertel meines Lebens) überhaupt in diesem Ausmaß erfahren durfte. Dann belastete mich auch sogleich, wie unglaublich wenig ich trotz meiner subjektiv starken 25-jährigen Bemühungen (in dieser dritten Dimension) spirituell erreicht habe, auch wenn sich die Früchte vielleicht später im Lichtreich zeigen werden.
Und mir wurde auch gleichzeitig der noch schlimmere Schlafzustand fast aller Menschen bewusst, die in der Versunkenheit dieser Materiewelt leben, auch wenn vielleicht doch letztendlich Vieles verwandelt und der göttlichen Welt dienstbar gemacht wird.
Nun schien der Film wie ein großer „Märchen“-Film und man könnte dies als eine Abwertung des Erlebten aufgreifen. Dass dies jedoch ganz sicher nicht der Fall war, wird von all denen bezeugt, die sich mit spiritueller Deutung von Märchen befasst haben, so wie dies hier mehrfach zitiert wurde von MEYER aus seinem Buch >Die Weisheit der deutschen Volksmärchen<[32], was natürlich ebenso für die Märchen aller anderen Völker gilt.
In den Märchen verbirgt sich in Wahrheit spirituelles Wissen. Die dort verwendeten Urbilder spiegeln die Stadien der wahren Seelenentwicklung, so wie dies auch in MOZARTs bekannter >Zauberflöte< der Fall ist, aus der hier im Zusammenhang mit dem >Aurischen Wesen< Darlegungen erfolgt sind.
Die Betonung von „wahrer“ Seelenentwicklung (siehe Kapitel >Seelenwachstum<) soll sich beziehen auf den Unterschied zu Deutungen nach psychoanalytischen Theorien, die sich im wesentlichen auf die Entwicklung der natürlichen Seele innerhalb der dialektischen Welt beziehen, auch wenn diese Psychoanalyse m.E. ihren evolutionären Stellenwert hat.
Märchen müssen im Grunde genommen intuitiv verstanden werden, um ihre geheime Botschaft zu entschlüsseln und es ist wahre Meisterschaft, wenn es jemand versteht, diese Intuition in menschliche Worte des Verstandes-Bewusstseins zu kleiden, wie dies z.B. von MEYER erfolgt ist. Ebenso ist dies erfolgt in einer großartigen Deutung mit dem Titel >Die Gralsbotschaft im Märchen<[33] vom Lectorium Rosicrucianum (der/die Autor/in ist dort nicht namentlich genannt), wo dies anhand des Märchens von >Schneewittchen< aufgegriffen ist.
Echte Märchen schöpfen aus der kosmischen Quelle einer ewig gültigen Wahrheit und zeugen von einem universellen, kosmischen Christus-Geschehen, das allumfassend wirksam, makrokosmisch und mikrokosmisch ist. So wie jeder Mikrokosmos ursprünglich aus der göttlichen Welt hervorgegangen ist („ex Deo nascimur“[34]), u.z. entweder durch den Sündenfall in die zeiträumliche Welt gelangt ist oder durch das Liebesopfer (zum Beihilfsweg der „Lastenfreien Lastenträger“[35] siehe im Kapitel >Ursprungsfamilie<), so zeigen die Märchen die zahllosen Prüfungen, Läuterungen und schließlich die Ich-Ersterbung („in Jesu/Christo morimur[36]&ldquo
auf, durch die ein Mensch gehen muss, um letztlich in vollkommener Seelenerneuerung aus der Todesnatur wieder emporsteigen und zurückkehren zu können in die göttliche Welt durch die Kraft des lebendigen Geistes („per Spiritum Sanctum reviviscimus[37]&ldquo
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So wird auch in >Schneewittchen< die Auferstehung der göttlichen Seele geschildert, wo schließlich >Jesus, der Christus Gottes< in dem Sinnbild des Königssohnes Sich Selbst dieser göttlichen Seele annimmt, sie heim ins Königreich des Vaters führt und mit ihr Hochzeit in Herrlichkeit und Glorie feiert. Dies stellt die Alchymische Hochzeit von Seele und Geist dar, in welcher die Wiedervereinigung der Monade mit ihrem göttlichen Ursprung erfolgt. „Die auferstandene Geistseele findet im kosmischen, universellen Christus-Bewusstsein[38] ihre höchste Erfüllung“[39].
Ende des Kapitels Nr. 53 >Hoffnung<.
[2] JOHFRA (= Johfra Bosschart; = Gijsbertus Johannes Franciscus van den Berg): niederländischer moderner Künstler, *15.12.1919 in Rotterdam, +6.11.1998 in Fleurac (wikipedia.de zu „johfra&ldquo
.
[9] Inversion: allgem. „Umkehrung“, „Umstülpung“ (auf verschiedenste Fachgebiete spezifisch anwendbar) (D/F/S.340).