Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (299)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Wahnsinn oder unendliche Liebe

(54.C) Jugend

 

 

Alles, was ich jemals vorher an Leid und Qualen erlebt hatte, wie dies hier in den verschiedensten Kapiteln geschildert ist, war kein Vergleich zu meinem Zustand im Aug.2009. Kurzfristig am ähnlichsten ist noch ein Geschehen auf einer Arbeitsstelle im Jahre 2000/2001 gewesen, was im Kapitel 12-C >Schwarzer Magier< geschildert ist. Dies dauerte jedoch nur einzelne Tage an. Und es gab doch noch ein weiteres Mal, was sich aber abgemildert zeitlich mehr verteilte, nämlich nach dem Tod meiner Mutter (siehe Kap. Nr. 13-N >Aurisches Wesen<), wo ich mich mit meiner neuen finanziellen >Existenzsicherung< (Kap. 46) befassen musste und mit Aspekten konfrontiert war, die für mich „bömische Dörfer[1] waren.

 

Mir ist bewusst, dass ich den im August 2009 durchlebten >Wahnsinn< in meinen Darlegungen überhaupt nicht richtig vermitteln kann, und es mir selbst fast unbegreiflich ist. Dieser latente >Wahnsinn< basierte auf einer unendlichen Summe von komplexen Faktoren, die sich alle völlig gegen mich richteten, ja sich wie gegen mich verschworen hatten und die ich weder mental noch psychisch noch organisatorisch integrieren konnte – in Wahrheit genauso, wie dies von KRYON dargelegt ist.

 

Im Kapitel 26-A >Nachfolge Christi< ist der Bericht einer Frau referiert[2], wo regelrecht ebenfalls ausgesagt ist, wie sie durch äußere Umstände bis an den Rand des >Wahnsinns< getrieben worden ist. Der wahre Grund solcher Maßnahmen soll sein, dass sich ein betreffender Mensch vollkommen in den Willen Gottes ergeben soll. Auch das Nervensystem der dort angesprochenen Frau ist zerrüttet worden (was ich auch sehr stark kennengelernt habe durch übermäßige Anwendung von Affirmationen im Zusammenhang mit meiner bösen Nachbarin Brandel, worüber die Darlegungen im Kapitel 36-C ff. >Gewaltlosigkeit< geschildert sind).

 

Bei dem von mir im August 2009 erlebten >Wahnsinn< kam hinzu, dass ich in den ersten Tagen nach dem Umzug feststellen musste, dass die Wohnung als solche irgendwie für mich eine Katastrophe war. Obwohl ich die Anordnung der Möbel vorher maßstabsgerecht auf einer Skizze geplant hatte, sah dann in der Wirklichkeit alles ganz anders aus und gefiel mir in keiner Weise. Die Wohnung hatte von den Türen und Fenstern her eine (im Prinzip hübsche ungewöhnliche) architektonische Gestaltung, dass ich mit meiner Anordnung von Möbeln einfach nicht zurecht kam bzw. es mir absolut nicht gefiel. Dies war stündlich so dominant für mich, dass mein Lebensgefühl zusätzlich beeinträchtigt wurde.

 

Man konnte die Wohnung absolut nicht zufriedenstellend belüften. Das Bad hatte kein Fenster und der elektrische Abzug erbrachte nur eine bestimmte Leistung, da eine höhere Ventilation einen wesentlich größeren Lärm verursachen würde. Deswegen war ein Abzug mit nur begrenzter Rotation installiert worden, wie mir dies ein Fachmann erklärte. Der Abzug erzeugte natürlich trotzdem einen gewissen Lärm, wenn man ihn anstellte, was ich immer nur für 20 Minuten mit Rücksicht auf andere Mieter tat. Dies reichte im Prinzip nicht aus. So musste ich Raumspray hinzunehmen, was ich als völlig gesundheitsschädlich empfand, und ich dies bereits im Nov.2009 an meiner Lunge bemerkte. Es war alles widerlich. Ich riss im Prinzip 24 Stunden lang im Sommer fortgesetzt und im Winter bestimmt 20 Mal (bei aufgedrehten Heizungen) meine Fenster und Türen auf.

 

Anfangs hatte die Wohnung überhaupt nach Urin gerochen, was ich allerdings bei der Besichtigung durch die frische Renovierung ebenfalls nicht bemerkt hatte. Dann jedoch setzte sich offensichtlich der latent im Hinter- und Untergrund anwesende Gestank wieder durch. Der Geruch stammte von der älteren Mieterin Frau B., die vor mir in der Wohnung gewohnt hatte, die eben verständlicherweise auch nicht in der Lage gewesen war, das Bad und die anderen Räume adäquat zu belüften. Dies soll absolut keine Diskreditierung[3] für diese alte Dame bedeuten. Zunächst nahm ich an, dass sie einen Hund oder eine Katze gehabt hätte, was man jedoch verneinte. Diese alte Dame war in einen so schwer verwirrten Zustand geraten, dass man die Wohnung aufbrechen musste und sie in ein Pflegeheim gebracht wurde.

 

Im Mai 2010 erzählte mir eine Nachbarin, dass diese Frau B. nun zwischenzeitlich wohl verstorben sei, da ihr Telefonanschluss im Heim nicht mehr existierte. Sie hatten sonst noch manchmal miteinander telefoniert gehabt. Sowohl den verwirrten Zustand als auch den Tod dieser Frau B. sehe ich nicht gerade als ein gutes Omen[4] für mich an.

 

Es ist mir mittlerweile durch eine extreme Belüftungstaktik gelungen, den Uringeruch zu eliminieren; denn im Sommer hatte ich einfach außerdem die Wohnungstür des nachts geöffnet und zusätzlich noch die Türen und Fenster im Treppenhaus, die sonst alle hermetisch[5] verriegelt waren, was auch prompt jeden Tag aufs neue der Fall war.

 

Im Kapitel 36-C ff. >Gewaltlosigkeit< ist bereits aus inhaltlichen Zusammenhängen heraus geschildert worden, wie ich Anfang Aug.2009 wegen der >Tyrannei < der bösen Nachbarin Frau Brandel von Berlin-Lichtenrade nach Berlin-Lichterfelde umgezogen bin und ich schon nach zwei bis drei Tagen mit Entsetzen feststellen musste, wie ich auch in dieser Wohnung nachts durch Hammerschläge tyrannisiert wurde – genauso, wie ich dies schon in früheren Wohnungen als entsprechende >Tyrannei< (Kap. Nr. 7) erlebt hatte. Diese Tyrannei ab Aug.2009 ist hauptsächlich geschildert im Kap. Nr. 36-H+i+J+K >Gewaltlosigkeit<.

 

In dieser >Wahnsinns<-Stadt Berlin[6], die nach geistigen Aussagen ein „geheimer“ Lichtbrennpunkt sein soll, ist solche >Tyrannei< übrigens „gang und gäbe[7], wie mir dies ein Rechtsanwalt vom Mieterschutzbund zwischenzeitlich einmal versichert hat. Das heißt also, dass Tausende von Mietern von Tausenden von anderen Mietern jeden Tag durch solche Hammerschläge oder anderen Lärm tyrannisiert werden – und es fast niemals gelingt, gegen einen solchen Tyrannen (oder eine Tyrannin) gerichtlich vorzugehen, wenn kein Zeuge vorhanden ist, wie dies naturgemäß bei Singles[8] eben nicht der Fall ist.

 

Ende Februar 2010 erfuhr ich durch meine Freundin Marina (siehe im Kapitel Nr. 38 >Freundschaft<), mit der ich nach zehn Jahren erneut Kontakt aufgenommen hatte (und die ich vor 40 Jahren kennengelernt hatte), wie sie selbst zwischenzeitlich mehrmals umgezogen war, weil sie ebenfalls definitiv solche >Tyrannei< durch Nachbarn kannte und wie sie jetzt in einem Mietshaus lebte, wo andere Mitbewohner sich gegenseitig tyrannisierten, wovon Marina allerdings nicht betroffen war. Die eine Tyrannin hatte jedoch der Marina einmal erzählt, dass sie aus reiner Schikane die Mieter unter sich tyrannisieren würde, weil sie sich umgekehrt von den Mietern über sich geschädigt fühlte. Und sie begründete dies Marina gegenüber wie folgt: „Sollen doch diese Mieter unter mir auch einmal erleben, wie es ist, wenn man tyrannisiert wird“.

 

Die Mieter darunter wiederum wissen in keiner Weise, warum sie einer solchen Tyrannei ausgesetzt sind, wie sie wiederum der Marina anvertraut haben. Marina wiederum hält sich aus all diesem >Wahnsinn< nun heraus, weil sie froh ist, dass sie endlich einmal nicht betroffen ist und sie natürlich bei Einmischung auch Angst haben müsste, irgendwelchen anderen Schikanen ausgesetzt zu sein. Marina selbst war schon so schwerer >Tyrannei< ausgesetzt gewesen, dass sie zwischenzeitlich immer wieder in ein Hotel gezogen ist, um überhaupt ausschlafen zu können, als sie noch arbeiten gehen musste (im Feb.2010 war sie nun allerdings schon berentet).

 

Allein an dem doppelten Hammerschlag der Mieterin Frau N. über mir in Berlin-Lichterfelde (siehe das Kapitel Nr. 36-H ff. >Gewaltlosigkeit<) konnte man erkennen, dass der Frau N. nicht einfach etwas heruntergefallen war, sondern dass die Schläge von ihr mutwillig vorgenommen wurden. Hier war ich fast endgültig dem >Wahnsinn< nahe. Insgeheim glaube ich, dass auch die ältere Mieterin Frau B. vor mir von der Frau N. in der Wohnung darüber bereits tyrannisiert worden war.

 

Es stellte sich überhaupt heraus, dass das Haus extrem hellhörig war. Auch war durch die Organisationsfehler der Wohnungsgesellschaft für mich verhindert worden, dass ich rechtzeitig die ganze Wohnung mit einem Teppichboden auslegen konnte, was in diesem Haus (und wahrscheinlich auch in vielen anderen) unbedingt notwendig war, selbst wenn im Jahre 2009 Parkett- oder Laminat- oder sogar Steinfußböden modern waren.

Wie sich die >Tyrannei< durch die Mieterin Frau N. weiter gestaltet hat, ist aus inhaltlichen Zusammenhängen heraus geschildert im Kapitel 36-H ff. >Gewaltlosigkeit<.

 

Die Wohnung in Berlin-Lichterfelde wurde im August durch mindestens zehnstündige Sonneneinstrahlung aus der südlichen Himmelsrichtung extrem warm. Die Einstrahlung begann bereits morgens bei Sonnenaufgang, wo der Sonnenball zwar noch im Osten stand, er aber aus diversen Fensterscheiben des nicht weit entfernt stehenden gegenüberliegenden Hauses mehrfach reflektiert wurde. Dass dies nicht nur durch eine Fensterscheibe geschah, liegt an der mehrfach gekrümmten Gestaltung dieses Hauses, so dass die Einstrahlung sich durch jedes weitere Fenster multiplizierte. Und die Einstrahlung endete erst gegen 21:00 Uhr, wo häufig der Himmel noch von gleißendem Sonnenlicht erfüllt war, auch wenn der Sonnenball schon durch die Häuser verdeckt war.

 

Für Sonnenanbeter oder Sonnenliebhaber kann es in Deutschland keinen besseren Wohnort geben; denn das Kontinentalklima sorgt dafür, dass es fast niemals regnet. Und wenn, dann fallen ein paar Tropfen und das so wichtige Nass ist schon wieder verschwunden. Der Himmel ist immer und ewig strahlend blau. Nicht einmal kleine Wölkchen verdecken den Himmel.

 

Vorstehende Darlegungen habe ich noch am 15.08.2015 (also sechs Jahre nach meinem Einzug in diese Wohnung) überarbeitet und musste noch an diesem Tag die bereits zwei Wochen lang andauernde persönliche Hölle in dieser Wohnung erleben, wo selbst in der Nacht fast keinerlei Herabminderung der Temperaturen stattfindet. Stattdessen muss ich die ganze Zeit über in tropischen Nächten (wenn ich alle Fenster weit aufgerissen habe und fast völlige Dunkelheit herrscht) mit 28 Grad Celsius leben. Am 15.08.2015 war in den meisten Teilen Deutschlands schone ein Abkühlung mit Unwettern und Regen eingetreten, nicht aber ab Berlin bis hin zur polnischen Grenze. Hier herrschten noch bis einschließlich Montag (17.08.2015) über 34 Grad Celsius.

 

Entgegen allen Prognosen begann es jedoch bereits am Sonntag Nachmittag (16.08.2015) minimal zu regnen und es zog etwas kühlere Luft in die Wohnung. Leider sind jedoch das gesamte Mauerwerk und alle Gegenstände in der Wohnung so aufgeheizt, dass es Tage dauern wird, bis sich die Raumtemperatur wirklich abkühlt. Ich habe auf meinem Glastischchen ein elektronisches Thermometer zu stehen, auf dass ich am Tag bestimmt 50 Mal schaue, um mein subjektives Empfinden zu überprüfen.

 

Die große Hitze kann ich überhaupt nur dadurch überleben, dass ich zwei große Standventilatoren in einem rechten Winkel um mich herum positioniert und außerdem ein mobiles Klimagerät 24 Stunden lang eingesetzt habe, welches mit großem Getöse auf Hochtouren läuft und wahrscheinlich irgendwann explodieren wird. Dieses Getöse würde ein normaler Mensch gar nicht ertragen, und mir ist es nur möglich durch den fortgesetzten Einsatz von Ohrstöpseln.

 

Das Klimagerät ist für mich ein großer Segen, da es wenigsten 2 ½ Meter weit wahrhaftige kühle Luft von sich gibt, auch wenn die durch das Fenster nur provisorisch hinausgeführte Abluft bereits als aufgeheizte imaginäre Wand an der Fensterfront den Raum doch schon wieder erhitzt. Im Sommer 2014 hatte ich versucht, mit einem Glasschneider ein Loch für das Abluftrohr zu schneiden, was mir nicht auch nur im Ansatz gelungen ist.

 

Stattdessen ist die untere (glücklicherweise abgeteilte) Fensterscheibe in tausend Stücke gesprungen, die jedoch zusammengeblieben sind, und ich keinen Handwerker rufen musste. Außerdem habe ich die Badbelüftung 24 Stunden lang eingeschaltet, da dies die einzige Querbelüftung darstellt, die in dieser Wohnung möglich ist. Ach ja: und nicht meinen kleinen Ventilator am PC zu vergessen, dessen bläuliches Licht mir auch noch Freude bereitet.

Trotzdem ist alles so absurd und krank.

 

Zurück zu meinem Einzug vor nunmehr sieben Jahren: Erst am 30.09.2009 (leider wiederum durch Fehlorganisation der Wohnungsgesellschaft) konnte ich auf eigene hohe Kosten Außenjalousien anbringen lassen, um die Sonneneinstrahlung in der Zukunft abzumildern. Dabei stellte sich nun heraus, dass das Fliegengitter eines Fensters (ich hatte bereits vor dem Aug.2009 solche Gitter an alle Fenster angebracht) drei Brandlöcher aufwies. Es ist für mich völlig klar, dass dies überhaupt ebenfalls nur die Mieterin Frau N. gewesen sein konnte, da von außerhalb nur sie von oben an dieses Fenster gelangen konnte. Dass es ein Mensch von der Straße war, schließe ich aus, da es dort niemanden gibt, der etwas gegen mich haben könnte.

 

Ich überlegte, ob ich gegen diese Art der Brandstiftung offiziell etwas unternehmen müsste, verwarf dies jedoch aufgrund der üblichen mangelnden Nachweisbarkeit bezüglich der Verursacherin Frau N.

Dann stellte sich heraus, dass die ganze Umgebung des Wohnhauses zu der Zeit meines Einzuges eine komplette Baustelle war, was alles nicht der Fall war, als ich die Wohnung mir das erste Mal angesehen und daraufhin den Mietvertrag abgeschlossen hatte. Es herrschte ein ganztägiger totaler Baulärm, der um 07:00 Uhr begann und um 16:00 Uhr aufhörte. Auf Mittagsruhezeiten wurde selbstverständlich keinerlei Rücksicht genommen.

 

Wenn man nun jedoch glaubte, dass um 16:00 Uhr das Martyrium[9] für alle anwohnenden Mieter zu Ende war, so ist dies leider ein Irrtum. Danach fanden spätestens um ca. 18:00 bis um 22:00 Uhr oder noch länger Lärmbelästigungen durch total lautes Gerede, Geschreie, Gebrülle, Gekreische und Getobe von Jugendlichen statt, die eigentlich einen extra Jugendtreffpunkt in einem Gebäude hatten, sich jedoch im Sommer überwiegend auf der Straße und einem großen Marktplatz aufhielten, u.z. in Zusammenrottungen von mehreren Gruppen. Selbst mit beidseitigen Ohrstöpseln war der Lärm, der von den Jugendlichen ausging, unerträglich, und mir ist ein Rätsel, wie die anderen Anwohner dies ertragen haben.

 

Real stehen wohl diverse Wohnungen leer bzw. ständig zieht jemand aus und ein anderer, der die Wohnsituation natürlich nicht kennt, zieht ein. Außerdem sind die meisten Mieter aufgrund eines höheren Alters überwiegend schwerhörig und tragen Hörgeräte, die sie jederzeit herausnehmen oder nicht einschalten. Ein älterer Mann zwei Etagen über mir erklärte mir, er habe einen solch schweren Hörschaden, dass neben ihm eine Bombe einschlagen könnte und er würde nicht wach werden.

 

Ich hatte eine solch absurde Wohnsituation noch niemals erlebt; denn tatsächlich wohnten überwiegend Senioren in den Mietshäusern, was die Situation bezüglich des Lärmes durch die Jugendlichen doppelt schizophren machte. In dem Kontakt mit einer anderen Mieterin Frau K. erfuhr ich, dass diese noch in der Nacht unter ihrem Fenster Zusammenkünfte der meist männlichen Jugendlichen mithörte, wie diese von irgendwelchen Männern in teuren Autos für Straftaten (vermutlich von Drogendelikten) für 10.000 Euro Honorar angeheuert wurden. Regelmäßig erschien auch die Polizei, die jedoch überhaupt nichts ausrichten konnte, weil die Jugendlichen rechtzeitig flüchteten.

 

Allerdings ergänzte diese Mieterin Frau K. am 05.11.2009 ihre Schilderungen noch damit, dass

a)      sie vor circa zwei oder drei Jahren selbst miterlebt hatte und

b)      dies außerdem im Fernsehen in einer Berichterstattung gesendet wurde,

wie unmittelbar in einem Umkreis von 50 Metern um meine jetzige Wohnung herum zahllose Mannschaftsfahrzeuge der Polizei (wie sie bei Demonstranten und Gefangenentransporten eingesetzt werden) aufgefahren sind und das gesamte Gebiet in einem weiteren Umkreis von mindestens 500 bis 1000 Metern völlig abgeriegelt haben. Es waren wohl mehrere Hunderte von Polizeibeamten im Einsatz, die dann ausgeschwärmt sind und nach einiger Zeit ungefähr 20 junge Männer als Gefangene abgeführt haben.

 

Ich kann es nicht fassen, dass ich da jetzt hingezogen bin, wo angeblich der größte (geheime) Drogenhandelsplatz von Berlin war, wie die Mieterin dies alles gemäß der Fernsehreportage berichten konnte. (Im Aug.2015, wo ich dies überarbeitet habe, herrschten diese Zustände allerdings nicht mehr.) Lichterfelde liegt am Ende der Welt in einer sonst ursprünglich gutbürgerlichen Gegend, wo vor circa 30 Jahren die relativ hübsche Seniorenwohnanlage gebaut wurde. All dies war bei Besichtigung der Wohnung in keiner Weise zu erkennen.

 

Der Verwalter hatte mir dann unerwarteterweise noch diverse andere Wohnungen in dem größeren Gebäudeareal gezeigt, die alle gar nicht im Internet inseriert gewesen waren. Dass so viele weitere Wohnungen alle zur selben Zeit leer gestanden haben, hätte mich schon misstrauisch machen müssen. Aber selbst meine Freundin Linda, die ich eigentlich genau bezüglich einer zweiten Wachsamkeit mitgenommen hatte, wurde auch auf nichts aufmerksam. Bei der Besichtigung dieser weiteren Wohnungen hatte der Verwalter mir unbedingt eine andere Wohnung aufdrängen wollen, die nach Norden hinausging und wesentlich weniger schön aussah, jedoch sagte er natürlich in keiner Weise, warum.

 

Ich fragte ihn deshalb vor Vertragsunterzeichnung aus einem eigenartigen Gefühl heraus, ob es denn einen geheimen Mangel an dieser von mir gewählten Wohnung gäbe, was er dann natürlich als Lüge verneint hatte; denn nachträglich ist mir bewusst beworden, dass ihm sämtliche Mängel dieser Wohnung vollkommen bekannt waren (auch die Tyrannei der Frau N.), und er mich eigentlich vor den Mängeln dieser Wohnung „retten“ wollte, er dieses jedoch alles so verschlüsselt und verquer anstellte, dass ich nicht begreifen konnte, worauf er hinauswollte.

 

Wenn ich am Abend nach irgendwelchen Erledigungen nach Hause wollte, musste ich von meinem Auto aus den Rest des Weges zu Fuß regelmäßig an diesen Gruppen von Jugendlichen vorbei, was kein so optimales Gefühl war, insbesondere nicht im Dunkeln.

Einmal wurde ich unmittelbar Zeuge, wie vier solcher circa 16-jähriger Jugendlichen auf ein Baugerüst kletterten und mit irgendwelchen Gegenständen fortgesetzt gegen die Eisenstäbe schlugen (ca. um 19:30 Uhr), was einen höllischen Lärm machte. Mir ging die Galle über und da ich doch auch z.T. ein todesmutiger Mensch bin, sprach ich die Jugendlichen an, ob sie sich nur im geringsten Gedanken darüber machen würden, wie dies für die Anwohner sei, die hier leben müssten.

 

Die Jugendlichen waren total überrascht, dass so eine ältere Frau (obwohl ich durch moderne Kleidung und weitere Gestaltung noch eine etwas jüngere Erscheinung darstelle; aber für Menschen in dem jungen Alter bin ich ja schon eine scheintote Greisin) es wagte, sie anzusprechen, da dies niemand sonst tat. Tatsächlich waren sie deshalb fast sprachlos – nur der eine Jugendliche reagierte, als ich von den Anwohnern sprach, die hier leben müssten, indem er höhnisch (aber in Wahrheit desillusioniert) sagte: „Leben…!“, als ob „zu leben“ das Absurdeste auf dieser Welt wäre.

 

Man kann hier definitiv die verzweifelte Dekadenz[10] sehen, in welche die Menschheit (und speziell die Jugend) versunken ist. Dies ist eines der Hauptthemen in dem Buch >Die Chinesische Gnosis<, einem brillanten Kommentar (bzw. einer modernen Ausdeutung) durch die beiden Autoren JAN van RIJCKENBORGH und CATHAROSE de PETRI aus gnostischer Sicht.

 

In einem Kapitel mit dem Titel „Die Vergiftung des menschlichen Lebensfeldes“ wurde von ihnen schon vor vielen Jahren (m.E. schon weit vor 1991) aufgegriffen, wie alles in dem giftigen Chaos, welches die Menschheit umgibt, falsch laufen muss. „Es ist ein Wunder, dass es (noch) eine Menschengruppe gibt (gemeint sind spirituell orientierte Menschen; Anm.d.Verf.), …, die noch nicht völlig unter alle Normen abgesunken ist. Ist es nicht selbstverständlich, dass diese Jugend entgleist und bereits in sehr jungen Jahren untermenschliche Züge aufweist?“[11]

 

Vorstehende Darlegungen hatte ich gegen Ende des Jahres 2009 hier referiert. Am 31.05.2013 las ich selbst noch einmal diese Stelle, weil ich das Kapitel neu für meine Unterlagen ausgedruckt hatte. Dann geschah es in der Nacht zum 01.06.2013, dass ich in einem völlig anderen Zusammenhang auf Aussagen in dem URANTIA-Buch stieß, wo zufällig die Bedeutung von Jugendlichen für die Entwicklung der Zivilisation behandelt wurde.

 

Es steht dort: „Die Zivilisation kann schwerlich Fortschritte machen, wenn die Mehrheit der Jugendlichen einer Generation ihre Interessen und Energien auf die materielle Beschäftigung mit der sensorischen[12] oder äußeren Welt richtet. … Jedwede Zivilisation ist gefährdet, wenn drei Viertel ihrer Jugendlichen materialistische Berufe ergreifen und sich der Verfolgung der sensorischen Aktivitäten der äußeren Welt verschreiben. Die Zivilisation befindet sich in Gefahr, wenn die Jungen es versäumen, sich für Ethik[13], Soziologie[14], Eugenik[15], Philosophie, … für die schönen Künste, Religion und Kosmologie[16] zu interessieren“[17].

 

Der esoterische Grund ist, dass es in einer restlos sensorischen oder materiellen Welt keine Bedeutungen gibt. „Bedeutungen und Werte werden nur in den inneren oder übermateriellen Sphären der menschlichen Erfahrung gewonnen. Die Fortschritte wahrer Zivilisation werden alle in dieser inneren Welt der Menschheit geboren. Nur das innere Leben ist wahrhaft schöpferisch“[18].

 

Fortsetzung folgt im Teil D zum Kapitel Nr. 54 >Wahnsinn oder unendliche Liebe<.

 



[1] böhmische Dörfer: übertragen: etwas Unverständliches (HERMANN/Rechtschreibung/S.259).

[2] Dieser Bericht findet sich in der Zeitschrift >UR - das wahre Ziel< (Ausgabe Nr. 24, S.43-51).

[3] diskreditieren: FN bei 50-A >Neues Gebot<.

[4] Omen: FN bei 53-D >Hoffnung<.

[5] hermetisch: hier: dicht verschlossen, so dass nichts ein- oder herausdringen kann (D/F/S.288).

[6] Berlin als Lichtbrennpunkt: FN bei 8-B >Überlastung<.

[7] gang und gäbe: bedeutet: das ist üblich (HERMANN/Rechtschreibung/S.410).

[8] Single: FN bei 27-H >Spirituelle Gemeinschaft<.

[9] Martyrium: FN im Kap. Nr. 8 >Überlastung<.

[10] Dekadenz: FN bei 47-C >Prophetin Gabriele<.

[11] JAN van RIJCKENBORGH & C.de PETRI/Die Chinesische Gnosis/S.427

[12] sensorisch: die Sinnesorgane, die Aufnahme von Sinnesempfindungen betreffend (Medizin) (D/F/S.661).

[13] Ethik: Lehre vom sittlichen Wollen und Handeln des Menschen in verschiedenen Lebenssituationen (Philosophie) (D/F/S. 220).

[14] Soziologie: Wissenschaft, die sich mit dem Ursprung der Entwicklung und der Struktur der menschlichen Gesellschaft befasst (D/F/S.681).

[15] Eugenik: Erbhygiene mit dem Ziel, erbschädigende Einflüsse und die Verbreitung von Erbkrankheiten zu verhüten (D/F/S.221).

[16] Kosmologie: Lehre von der Entstehung und Entwicklung des Weltalls (D/F/S.404).

[17] URANTIA-Buch/S.1220

[18] URANTIA-Buch/S.1220