Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (59)

Esoterische Studien einer Autobiographie

13. Aurisches Wesen, Teil E



Die Traumatisierung kann von verschiedenen Verhaltensweisen der Eltern ausgehen, z.B. auch sogar von einem sog. Laissez-faire-Erziehungsstil1. Dieser kann eine gewisse Gleichgültigkeit für das Kind darstellen, so dass ihm die adäquaten bestätigenden Reaktionen der Eltern fehlen. So kann für das Kind eine Selbststimulierung notwendig werden, um den drohenden Zerfall seines erlebenden und handelnden Selbst zu verhindern. Solch eine Selbststimulierung kann z.B. stattfinden, indem das Kind sich Schmerzen zufügt, z.B. durch Schlagen seines Kopfes an die Wand.


Durch dieses sich selbst schädigende Verhalten wird jedoch ein Gefühl des Lebendigseins und der Kohäsion2 aufrechterhalten3. Als eine gesteigerte Ausformung kann es zur Selbstverstümmelung kommen. In diesem Fall wird der betreffende Körperteil nicht mehr als ein Teil des Selbstes erlebt und kann deshalb abgetrennt werden wie ein Fremdkörper. Und die extremste Form ist der Suizid4, bei dem das Selbst seine libidinöse Besetzung verloren hat und sich ein Gefühl unerträglicher Leere und seelischer Leblosigkeit ausgebreitet hat5.


Ich habe hier im Kapitel 13-D >Aurisches Wesen< bereits die verschiedenen psychopathologischen Symptome (Text zur Fußnote „Krankheitssymptome) von mir angesprochen, die ich in der Kindheit aufwies. Dabei möchte ich hier noch einmal auf das Beißen an den Nägeln und der Fingerkuppenhaut hinweisen, was ich im Erwachsenenalter alles nicht mehr anwenden musste. Wenn ich nachträglich selbst daran denke, finde ich es total abstoßend. Als Kind war es jedoch ganz sicher im Sinne der Darlegungen von KOHUT „lebensnotwendig“ für mich. Im Kapitel 14-H >Ursprungsfamilie< ist angedeutet, dass ich selbst mir eventuell als relativ kleines Kind die Pulsadern aufschneiden wollte.


So wie der Suizid die Tötung von sich selbst darstellt, so sollen nach KOHUT auch >Grausamkeiten<, also die „böswilligen“ Verletzungen, Quälereien, Folterungen und letztlich die Tötung anderer Menschen (wie diese z.B. im Nazi-Reich geschehen sind) denselben psychopathologischen Wurzeln der narzisstischen Wut entspringen (und nicht auf einer Dämonie beruhen, wozu ich im Kapitel 49-B >Grausamkeiten< eine divergierende Stellungnahme abgeben habe).


Die grausamen Nazis sollen nach Aussagen von KOHUT nicht wilde, regressive und primitive Formen der Aggression angewandt haben, sondern ordnungsgemäß organisierte Handlungen, bei denen die zerstörerischen Aggressionen des Täters mit der absolutistischen Überzeugung von seiner eigenen Größe und mit seiner Hingabe an archaische allmächtige Figuren verschmolzen waren. Und KOHUT meint, dass man dies in den Ansprachen von Heinrich Himmler6 ganz deutlich erkennen konnte, welche von Selbstmitleid, von Prahlerei und Selbstvergötterung getrieft hätten7.


Aus der narzisstischen Wut resultiert ein sich selbst verewigender Zyklus psychologischer Phänomene von Feindseligkeit, hin zu Schuldgefühl, zu Unterwerfung, zu reaktiver Aggression, zu (aktiver, primärer) Aggression usw. Es besteht ein grenzenloser Wunsch nach Abrechnung mit dem Beleidiger und nach Rache; ein tief eingewurzelter unerbittlicher Zwang zur Korrektur der Kränkung. Durch den Rachedurst soll a) das Unrecht korrigiert werden, b) die Beleidigung ausgemerzt werden. Im Hintergrund existiert dabei die wütende Weigerung, die unangenehme Wahrheit anzuerkennen, dass die Ohnmacht gegenüber dem Beleidiger wirklich besteht8.


Dabei wird das Rachebedürfnis fanatisch verfolgt, während bei einer reifen Persönlichkeit die Aggressionen nicht grenzenlos sind. Als extremste Ausformung finden sich tiefster und starrster Hass eines Paranoikers9, während beim narzisstisch Gekränkten der Zorn doch eher schnell abklingt. Insgesamt kann jedoch von dem betroffenen Menschen nicht das geringste einfühlende Verständnis für den Beleidiger aufgebracht werden. Die Wut tritt unversöhnlich auf und weist eine unverhältnismäßig große Heftigkeit auf10. Diese narzisstische Wut versklavt das Ich und erlaubt ihm nur, als ihr Handwerkszeug und Rationalisierer11 tätig zu sein. Demgegenüber steht reife Aggression unter der Kontrolle des Ich.


Als Therapie für die narzisstischen Störungen muss Ich-Dominanz in dem Sektor des Narzissmus hergestellt werden. Die narzisstische Wut kann nicht direkt umgewandelt werden, sondern der narzisstische Nährboden, der die Wut gespeist hat, muss allmählich aufgelöst werden. Der archaische Exhibitionismus und die Grandiosität müssen in zielgehemmte Selbstachtung und realistische Ambitionen verändert werden, z.B. durch Begeisterung für sinnvolle Ideale und Hingabe an sie. Durch letzteres wird der Wunsch nach Verschmelzung mit einem archaisch-omnipotenten Selbst-Objekt ersetzt.


Im Gefolge dieses Wandels schwindet die narzisstische Wut allmählich, auch wenn die narzisstischen Besetzungen als solche nicht aufgelöst, sondern auf andere Denkinhalte verlegt werden, wodurch eine neue Quelle reifer narzisstischer Befriedigung erschlossen wird12. Genau dies habe ich in meiner Persönlichkeitsentwicklung versucht zu vollziehen, als ich mich der Esoterik und der Spiritualität zugewandt habe und mit den wissenschaftlichen Vorbereitungen zu der jetzigen Autobiographie bereits vor über 20 Jahren begonnen habe (Aussage von 2015).


Es muss die Fähigkeit entwickelt werden, unangenehme Aspekte der Realität ertragen zu können. Das Real-Ich des an einer narzisstischen Störung erkrankten Menschen muss selbst (unter Umständen mittelbar durch den Therapeuten) dazu gebracht werden, mit den Forderungen des grandiosen Selbst und dessen Wutneigung verständnisvoll akzeptierend umzugehen13. Die strukturellen Defekte werden sich dann bessern und statt Verdrossenheit, Wut und Bitterkeit kann eine gewisse Art von Humor entwickelt werden14.


Hauptziel therapeutischer Interventionen muss sein: die allmähliche Umformung der narzisstischen Matrix15, aus der die Wut entspringt. Dann werden die Aggressionen im narzisstischen Sektor der Persönlichkeit in den Dienst eines stabilen Selbst sowie der hochgeschätzten Ideale und Ziele eines reifen Über-Ich gestellt, das die Funktionen des archaisch-omnipotenten Objektes übernommen hat und unabhängig von ihm geworden ist16.


Wenn hinreichende Wandlungen bezüglich der narzisstischen Störung nicht stattgefunden haben, kann dies besonders erkannt werden an plötzlichen Wutanfällen, die eine ausgedehnte seelische Störung charakterisieren. Es besteht weiterhin die Unfähigkeit, sich auch nur ein wenig in die Person einfühlen zu können, gegen die sich seine Wut richtet. Der narzisstisch Gekränkte macht nicht einmal den Versuch, die Position oder Motivation des anderen in Betracht zu ziehen und lehnt dies in starrer Arroganz ab. Dies sind Hintergründe für gefühllosen Moralismus und unverrückbaren Dogmatismus17.


So wie auch bei übertriebener Strenge und Härte zuerst keine Einsicht in das Übermaß besteht, sondern diese objektiv gerechtfertigt werden und die eigene Härte felsenfest verteidigt wird18. Um das Wesen der narzisstischen Wut mit metapsychologischen Begriffen zu beschreiben, betont KOHUT noch einmal, dass sich die wesentliche Störung auf die Omnipotenz der narzisstischen Struktur bezieht. Das grandiose Selbst erwartet absolute Kontrolle über eine archaische Umgebung, die es im narzisstischen Sinn, d.h. als zum Selbst gehörig auffasst.


Wenn sich die Umgebung jedoch weigert, diese Erwartungen zu erfüllen, dann wird die vordem reibungslos vor sich gehende Entfaltung jener aggressiven Kräfte gestört, die dazu bestimmt waren, die Herrschaft über das Selbst-Objekt (worunter z.B. die Mutter zu verstehen ist) auszuüben. Dies kann dann bei dem Kind (und späteren Erwachsenen) zu den verschiedensten psychosomatischen19 Funktionsstörungen führen, wie dies auch bei mir allein durch das Erröten gekennzeichnet war20 (siehe Text zur Fußnote „Krankheitssymptome“ hier im Kapitel 13-D).


Es finden Prozesse der Entladung und Hemmung entweder nebeneinander oder in rascher Folge nacheinander statt. Die der Wut zugrundeliegende Kraft ist die Omnipotenz des grandiosen Selbst, das darauf beharrt, das Selbst-Objekt völlig zu beherrschen. Wenn sich aber das archaische Selbst-Objekt (also z.B. die Mutter) nicht als gefügig erweist, entsteht eine desorganisierte Mischung von massiver Entladung (= Abnahme der Spannung) und Blockierung (= Zunahme der Spannung) auf dem Gebiet der nicht-neutralisierten Aggressionen.


Ist es möglich, diese Spannung durch einen Wutanfall auszuleben, ist die narzisstische Wut nur kurzlebig. Wird solch ein Wutausbruch jedoch verhindert, dann werden die Sekundärprozesse zunehmend von der archaischen Aggression okkupiert21, um die verlorengegangene absolute Herrschaft über eine narzisstisch erlebte Welt wiederherzustellen. Alles wird dann der überflutenden Wut mehr oder weniger untergeordnet22. (Unter den Sekundärprozessen sind hier das bewusste und vorbewusste Denken zu verstehen.)


Das rationale Denken des Ich wird dazu verwendet, das grandiose Selbst mit Rationalisierungen zu unterstützen. Denn es besteht darauf, allmächtig zu sein. Das Ich verleugnet, dass die Macht des Selbst natürlicherweise begrenzt ist. Unvollkommenheiten und Schwächen werden der Böswilligkeit und Verderbtheit des archaischen Objektes zugeschrieben, wenn dieses nicht gefügig ist. Es entwickelt sich dann in dem betreffenden Menschen eine seelische Haltung der chronisch-narzisstischen Wut, was von KOHUT als eines der bösartigsten Übel des menschlichen Seelenlebens bezeichnet wird.


Vorstadien dieser Wut sind geistige Einstellungen von Hass und Missgunst. In einem fortgeschrittenen Stadium bricht dann die Wut nach außen durch und setzt sich in Handlungen um. Die aus der Wut resultierenden Taten mögen anfänglich noch als einzelne Racheakte in Erscheinung treten, bald aber kann sie das der Wut hörige Ich in wohlorganisierte Feldzüge umwandeln, die als Ausdruck einer endlosen Rachsucht mit endloser Leidenschaft in Gang gehalten werden23.


Solche Fälle schildert MARIE-FRANCE HIRIGOYEN in ihrem Buch >Die Masken der Niedertracht<, wo sie aufzeigt, wie verbreitet seelische Gewalt in menschlichen Beziehungen ist, in der Familie, am Arbeitsplatz, ja wie unsere gesamte Gesellschaft von dieser pervertierten24 Form des Umgangs miteinander durchdrungen ist. Indem sie dieses Thema bewusst macht, ermutigt die Autorin die Opfer, ihrer Wahrnehmung zu trauen und sich zur Wehr zu setzen25.

Von mir sind Aspekte der Abhandlung von HIRIGOYEN verwendet worden im Kapitel 36-C ff. >Gewaltlosigkeit< bezüglich der Tyrannei, der ich durch meine böse Nachbarin Frau Brandel in Berlin-Lichtenrade mit ihrem Lärm verursachenden Sohn ausgesetzt war.


KOHUT meint übrigens, dass die Erkenntnisse über Narzissmus und über die narzisstische Wut besonders auch auf die Psychologie großer Gruppen (auch historisch) angewandt werden können. Denn Gruppen-Kohäsion wird nicht nur durch das gemeinsam verehrte Ich-Ideal hervorgebracht, sondern auch durch die von den Mitgliedern geteilte subjektgebundene Grandiosität, d.h. dadurch, dass dasselbe grandiose Selbst zum Gemeingut der Gruppe geworden ist. Es gibt tatsächlich Gruppen, die mehr durch gemeinsam erstrebte Ergeizziele zusammengehalten werden, als durch gemeinsam verehrte Ideale.


Das Seelenleben von Gruppen lässt (ebenso wie das von Individuen) regressive26 Umwandlungen im narzisstischen Bereich erkennen. Wenn sich den akzeptablen höheren Äußerungsformen des Narzissmus etwas in den Weg stellt, dann regrediert der Narzissmus der Gruppe wie der des Individuums mit unseligen Folgen für das Gruppenverhalten. Diese Regression führt dann häufig zu offenen oder verhüllten Gruppen-Aggressionen, die Ausdruck akuter und chronisch narzisstischer Wut sind27.


Einer solchen Gruppen-Aggression bin ich m.E. ausgesetzt gewesen, als man mich von den leitenden Personen aus der >Spirituellen Gemeinschaft< (Kap. 27) herausgetrieben hat. Dieser Zusammenhang ist mir erst bei Niederschrift des vorstehenden Passus am 26.12.2009 zu Bewusstsein gekommen.


Wie bei KOHUT die folgenden Aussagen der Gruppen-Aggression auf die (Neo-)Nazis angewandt gemeint sind, so lässt sich dies vermutlich auch auf so manche heutigen (Aussage von 2015) allgemein aggressiven Jugendlichen beziehen, wie diese geschildert sind im Kapitel 54-D >Wahnsinn oder unendliche Liebe<, wo die Amokläufe von Schülern angesprochen sind. KOHUT meint, dass man sich den psychischen Defekten der Selbste dieser Menschen politisch zuwenden muss.


Geschieht dies nicht, muss von diesen Menschen/Jugendlichen her mit Gewalt, also mit Aggression agiert werden; denn das Agieren verhindert die Fragmentierung des Selbst. Nimmt man diesen Menschen die Gewalt, wird man lauter psychisch stark gestörte Menschen haben. Dem fragmentierten Selbst dieser Menschen muss man sich politisch einfühlend nähern; denn erst dann können diese allmählich die Stimulation des Selbst durch den übersteigerten Aktionismus aufgeben28.


All dies ist bis einschließlich Ende des Jahres 2015 so aktuell wie eh und je, wo Rechtsradikale fortlaufend Flüchtlingsunterkünfte in Brand stecken, wo es PEGIDA gibt usw. usf.; und in Polit-Talk-Shows nur Sprechblasen der amtierenden Politiker (einschließlich der GRÜNEN und der LINKEN) existieren, ohne dass jemals auf den „Hass“ oder mindestens die Abneigung oder auch Angst der Flüchtlingsgegner eingegangen wird.


Ein Kind benötigt die bestätigende und beifällige Widerspiegelung seines Selbstes von seiten der Mutter, ansonsten kann die Umformung der archaischen narzisstischen Besetzung seines Körperselbst nicht vor sich gehen und die Primitivität dieser Besetzung bleibt bestehen29. Dies zeigt sich unter Umständen in forcierter körperlicher Aktivität30, mit welcher der Mensch den Mangel an narzisstischen Besetzungen auszugleichen sucht, die für die Kohärenz des Körperselbst verantwortlich sind. Durch die körperliche Aktivität kann eine Reizung des gesamten Körperselbst stattfinden31.


Dies ist vermutlich auch bei mir der Fall gewesen, da ich sehr sportlich war, was im Kapitel Nr. 9 >Supramentale Wesen< geschildert ist. Vielleicht wirft dies überhaupt auch ein Licht auf manche sehr hohe sportliche Leistungen von Menschen, die sich selbst nach meinen Begriffen unendlich quälen. Aber insbesondere trifft dies ganz sicher zu auf den Jungen der bösen Nachbarin Frau Brandel in Berlin-Lichtenrade, der einen extrem krankhaften Bewegungsdrang aufwies, was im Kapitel 36-G+D >Gewaltlosigkeit< geschildert ist.


Und es wirft eventuell auch ein Licht auf exhibitionistische32 (und narzisstische) moderne Tanzstile, wenn diese insbesondere nicht im Paartanzen, sondern vom einzelnen Individuum stattfinden. (Das Paartanzen weist eventuell andere Fragwürdigkeiten auf.) Ich selbst habe in der Jugend auch sehr gern und sehr gut in exhibitionistischer Weise tanzen können (was mir nachträglich alles irgendwie peinlich ist; siehe im >Vorspann<), habe dies aber vollkommen (sowohl allein als auch mit einem Tanzpartner) schon mit dem circa 40. Lebensjahr vollständig aufgegeben.


Es korreliert33 meine völlige Abstinenz in dieser Hinsicht zeitgleich mit dem Aufgeben von Sexualität und einem zölibatären34 Leben von mir, was in irgendwelchen anderen Kapiteln geschildert ist (z.T. im >Vorspann<, eventuell im Kap. Nr. 4 >Asketische Versuche<, im Kap. 2 >Erleuchtung< und im Kap. 37 >Eifersucht<).


Um das 50. Lebensjahr herum hatte ich mehrere Frauen kennengelernt, die alle älter sind als ich (also ausdrückliche Seniorinnen bis hin zum 80. Lebensjahr) und alle noch ganz „versessen“ auf das Tanzen sind, was bei mir doch starkes Befremden auslöst. Für mich ist auch die Vorstellung von Sexualität nach circa dem 60. Lebensjahr außerordentlich abstoßend, unvorstellbar und unbegreiflich.


Fortsetzung folgt im Teil F zum Kapitel Nr. 13 >Aurisches Wesen<.

1 Laissez-faire-Erziehungsstil: Laissez-faire: 1. Ungezwungenheit, Ungebundenheit. 2. Gewährung, Duldung, das Treibenlassen (D/F/S.414).

2 Kohäsion: siehe FN zu „kohäsiv“ hier im Kapitel 13-D >Aurisches Wesen<.

3 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.216

4 Suizid: siehe FN und im Text bei >Vorspann< (Teil B).

5 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.222f.

6 Himmler, Heinrich: deutscher national-sozialistischer Politiker (*1900; +1945 durch Selbstmord); baute als „Reichsführer SS“ (seit 1929) die SS (Abkürzung für „Schutzstaffel&ldquo) neben Partei und Wehrmacht zur dritten Macht des nat.-soz. Deutschland aus; Organisator der Gestapo (Abkürzung für „Geheime Staatspolizei&ldquo); neben Adolf Hitler (FN bei 15-M >Kosmische Phänomene<) verantwortlich für die Terrormaßnahmen gegen die Gegner des Regimes, für brutale Umsiedlungs- und Germanisierungspolitik in Ost- und Südosteuropa und für die Vernichtung der Juden in Konzentrationslagern; 1943 Reichsinnenminister (Meyers Handlexikon/S.299).

7 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.225

8 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.227

9 Paranoiker: an Paranoia Leidender. Paranoia („Torheit, Wahnsinn): aus inneren Ursachen erfolgende, schleichende Entwicklung eines dauernden Systems von Wahnvorstellungen (z.B. Eifersuchts-, Propheten-, Verfolgungswahn); äußerste Geistesgestörtheit (D/F/S.532).

10 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.232ff.

11 Rationalisierung: nachträgliche verstandesmäßige Rechtfertigung eines aus irrationalen oder triebhaften Motiven erwachsenen Verhaltens (D/F/S.616).

12 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.235f.

13 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.236f

14 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.237ff.

15 Matrix: System, das zusammengehörende Einzelteile darstellt (D/F/S.451).

16 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.240

17 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.241f.

18 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.239

19 psychosomatisch: die seelisch-körperlichen Wechselwirkungen betreffend (D/F/S.601).

20 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.243

21 okkupieren: FN bei 30-A >Erdgebundene Seele<.

22 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.244

23 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.244f.

24 pervers: FN in Kap. 30 >Erdgebundene Seele<.

25 HIRIGOYEN/Die Masken der Niedertracht/S.2

26 regressiv: rückschrittlich, rückläufig (D/F/S.623).

27 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.245f.

28 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.216f.

29 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.218

30 forcierte körperliche Aktivität (Bewegungsdrang): Einem solchen extrem gesteigerten Bewegungsdrang war ich lärmmäßig ausgesetzt durch den Jungen meiner „bösen“ Nachbarin, der vor Schuleintritt teilweise 12 Stunden lang in der Wohnung herumgetobt ist. Dies bedeutete für meine Nerven (und für die anderer Mieter) ein zermürbendes „ewiges“ Gepoltere. Entscheidende Darlegungen darüber befinden sich im Kapitel 36-G+D >Gewaltlosigkeit<.

31 KOHUT/Die Zukunft der Psychoanalyse/S.222

32 Exhibitionismus: FN im Kap. 2-B >Erleuchtung<.

33 korrelieren: einander bedingen, miteinander in Wechselbeziehung stehen (D/F/S.402).

34 Zölibat: FN im Kap. 2-A >Erleuchtung<.