Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (4)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Einleitung (1.D) Variantenraum

 

 

Der Leser wird feststellen, dass in dieser Autobiografie ein „Durcheinander“ dargestellt ist von

a)      Traumerlebnissen

b)      realen Erlebnissen

c)      okkulten Erkenntnissen

d)      mystischen Deutungen

e)      lexikalischen Angaben

f)        profanen Aspekten

und vielem anderen mehr, u.z. in der Art und Weise, als ob alles gleichwertig wäre.

 

Dass die Verfasserin sich dies erlaubt hat, liegt daran, dass sie selbst der Anschauung von KÜHLEWIND folgt, nach der die normalerweise gemeinten Tatsachen[1] genauso wenig äußere Geschehnisse sind, wie es eine von unserem Erkennen unabhängige Welt gibt. Im Bewusstsein des wahren Ich gibt es kein Innen und Außen[2], was auch bereits RILKE in einer Gedichtzeile zum Ausdruck gebracht hat mit den Worten: „Nirgends … wird Welt sein als innen“[3].

 

Der TIBETER sagt denn auch ganz deutlich, dass die wahre Realität im Subjektiven liegt. Dies wird eines Tages allgemein anerkannt sein, wenn okkulte Schulen auch exoterische[4] Anerkennung finden werden[5]. Bis dahin sollte jede Generation Menschen hervorbringen, die fähig sind, subjektive Tatsachen (wozu u.a. die Träume gehören) selbständig zu erforschen. „Dazu wird ihnen das, was exoterisch bekannt ist, als Wegweiser auf dem Pfade zu vollendetem Wissen dienen. Sie werden sich Wissen verschaffen und es anderen mitteilen, aber erst innerhalb von 50 Jahren nach Beendigung ihres Werkes werden die Vielen die von den Wenigen enthüllte Wahrheit anerkennen“[6].

 

Denn „die Welt“ will die Beweise höherer Wahrheiten nicht annehmen. Und sie wird das Gotteskind angreifen, wenn es versucht, ihr Bewusstsein und das Bewusstsein der Massen dieser Welt zu heben. Dies, weil die Menschen den Schwerpunkt auf den physischen Körper legen und die chemische Hülle als den Sitz der Intelligenz ansehen. Das physische Gehirn ist jedoch nur die niedrigste Inkarnation der Verkörperung des Geistes[7].

 

Trotzdem müssen die geistigen Inhalte mittels des Denkvermögens vermittelt werden. Und wenn die rechtschaffenen Schwingungen des Wortes Gottes offen gelehrt werden, ergreift der innere Körper der Gematria[8]-Intelligenz die Torah[9] des Lichts und nimmt sie in sich als sein Eigen auf[10].

 

Im übrigen gehört nach HURTAK[11] das Übertragen des Wortes Gottes in die Neuheit einer jeden neuen Generation zu den Gaben des Heiligen Geistes[12]. Dabei hat jedes einzelne Buch seinen geistigen Wert[13]; denn es dient als ein näheres oder entfernteres Mittel (je nach dem Verstand des Einzelnen), durch welches der HERR die Menschen vorbereitet[14]. Und nach Aussagen bei IRINA TWEEDY kann ein (esoterisches) Buch auch von jemandem geschrieben werden, wenn er Gott noch nicht voll erkannt hat[15].

 

Dass ein Bedarf nach esoterischer Literatur besteht, hat der Meister Kamakura[16] 1993 aufgegriffen mit den Worten: „Wenn wir heute mehr als in früheren Jahrzehnten unsere Lehren den Menschen bekanntmachen, so ist dies durch das Hereinkommen höherentwickelter Seelen[17] zu erklären, die einen Leitfaden brauchen, der sie schon in jungen Lebensjahren auf den Schülerweg führt, damit ihre Fähigkeiten frühzeitig zum Ausdruck gebracht werden können. Die Zeit ist gekommen, da immer mehr Menschen sich für die bisher verborgenen Dinge interessieren, ihre Nachfrage muss gestillt werden, damit sie nicht an Irrlehren geraten, die überall ihre Verkünder haben“[18].

 

So ist auch bei HURTAK ausgesagt, wie ihm Tausende und Tausende von Büchern gezeigt wurden, die Teil einer „Heiligen Sprache“ waren. Diese wurden den Kindern des Lichts[19] dann erneut enthüllt, „so dass die falschen Strukturen von Religion und Geschichte zerfallen und die wahren Lehren unserer Bestimmung in des Vaters ´Königreich des Lichts´ aus den Tiefen der Erde offenbart werden“[20].

 

Der HERR verheißt (durch LORBER) übrigens jedem, der beitragen wird zur Ausbreitung des Lichtes aus Ihm für die bald folgende große Verherrlichung Seines (göttlichen) Namens die Neugeburt und Wiedergeburt mit einem Neuen Namen[21]. Unter dem Licht ist hier die Erkenntnis des Guten aus Gottes Liebe und des Wahren aus Gottes Weisheit zu verstehen. Den Neuen Namen will der HERR dem betreffenden Menschen schenken und „will ihn machen zum Zärtling Seiner Liebe“[22].

 

Bei der >Prophetin Gabriele<[23] ist übrigens Bezug genommen auf den Werkstoff eines Buches, der in der heutigen materiellen Zeit (Aussage von 1989) noch aus der grobstofflichen Substanz des Papiers besteht. In der Lichtzeit bis hin zur Lichtstofflichkeit wird dieser Werkstoff des Buches jedoch der jeweiligen Lichtstoffsubstanz entsprechen. „Im Friedensreich Jesu Christi[24], in der Lichtstofflichkeit, gibt es andere Lichtquellen und Materialien als in der Vollmaterie und der beginnenden Verfeinerung der Materie. Mein Wort jedoch ist und bleibt die Wahrheit“[25], lässt >Jesus, der Christus Gottes< Selbst durch die Prophetin aussagen.

 

Bei STEINER findet sich übrigens die Aussage, dass einst eine Zeit kommen wird, wo man einfach Eiweiß an die Wand streichen kann durch physikalische Mittel und dann, weil das Eiweiß glänzen wird wie elektrisches Licht, wird man die Zeitung lesen können[26].

 

Ich selbst habe übrigens kurz nach Beginn meines 12. Lebensjahres angefangen, Tagebuch zu schreiben – zunächst noch recht unbeholfen und einfach. Zu der Zeit habe ich selbst auch sehr viele Kinderbücher gelesen. Zu irgendeinem Zeitpunkt waren es bereits 200 Bücher, wie ich notiert habe. Ja, ich habe sie regelrecht verschlungen, und es findet sich in meinem Tagebuch vom 14. Lebensjahr eine Aussage des Bedauerns, dass die Kinderbücher leider „immer nur so dünn seien“. Darüber braucht man sich bei meiner Autobiographie nicht zu beklagen und manchem Leser wird es eben sogar zu lang und zu viel sein.

 

Nachdem ich einen bestimmten Kinderroman im 13. Lebensjahr gelesen hatte, schrieb ich in mein Tagebuch: „Ich möchte auch gerne ein Buch schreiben. Ich wüsste schon genug“. Und ein Jahr später: „Ich würde auch gern eine solche Autorin von Kinderbüchern sein“, was ich aber (leider) nicht geworden bin. Und zwei Jahre später steht in meinem Tagebuch: „Im Geheimen wünsche ich mir, dass mein Tagebuch einmal veröffentlicht wird. … Zum größten Teil würde ich es aber nie erleben wollen, falls es mal veröffentlicht wird“, weil ich mich wegen mancher Dinge schämen würde. So schrieb ich dies damals als Heranwachsende.

 

Heutzutage ist nun also die Wirklichkeit von Gedanken und Ideen noch nicht ebenso anerkannt, wie die Wirklichkeit eines Gegenstandes, z.B. eines Tisches oder eines Buches. Dies wird sich jedoch in kommenden Entwicklungszuständen der Menschheit ändern, wo die gesamte Erde sich in einen astralen Zustand verwandeln wird.

 

Im noch späteren Jupiter-Zustand der Erdenentwicklung, über den weiteres im Kapitel Nr. 15-G+J >Kosmische Phänomene< geschildert ist, wird die Menschheit dann über ein selbstbewusstes Bilderbewusstsein verfügen, in welchem die Traumbilder der Mondperiode mit den Gedanken der Erdperiode verknüpft werden[27]. Auf der Jupiter-Erde wird der Intellekt in gewissem Maße belebt werden, und der Mensch kann dann durch die Einbildungskraft Formen hervorrufen, die leben und wachsen wie Pflanzen[28].

 

Vielen Menschen erscheinen Träume als etwas ganz Sinnloses und es gibt selbst esoterische Richtungen, welche die Bedeutung von Träumen negieren. Jedoch haben Träume auch heutzutage noch beim Menschen[29] einen gewissen Sinn[30], nur nicht in derselben Weise, wie dies bei den Erlebnissen des Wachzustandes der Fall ist. Während des Traumzustandes ziehen Bilder durch die menschliche Seele, die sich nicht direkt auf die gewöhnliche Wirklichkeit der äußeren Welt beziehen, sondern indirekt[31].

 

In moderner Literatur von 2010 mit dem Titel >TransSurfing< des russischen Autors VADIM ZELAND werden Träume als „unmanifestierte Sektoren des Variantenraumes“ bezeichnet, und es wird ausdrücklich betont, dass sie keine Illusion im herkömmlichen Sinne seien[32]. Als Variantenraum bezeichnet der Autor die eine von zwei Formen der Welt:

a)      Einmal gibt es die physische Realität, die man mit den Händen berühren kann.

b)      Zum anderen gibt es den Variantenraum[33], der metaphysisch eine unendliche Informationsstruktur darstellen soll. Dieser Variantenraum liegt jenseits der Sinneswahrnehmungen, ist aber nichtsdestoweniger objektiv existent.

 

Ein bewusster Zugriff auf den Variantenraum soll durch intuitive Erkenntnis und durch Hellsichtigkeit möglich sein. Unbewusst offenbaren sich die Informationen aus diesem metaphysischen Feld allerdings auch durch Träume. So wie das, was wir in der Realität sehen, manifestierte Varianten der Realität sind, so zeigen sich in den Träumen (noch) nicht offenbar gewordene Sektoren, die allerdings auch in dieser Latenz bleiben können und nicht in die Offenbarung treten müssen. ZELAND: „Die Träume zeigen uns mögliche Geschehnisse aus Vergangenheit oder Zukunft. Ein Traum ist eine Reise durch den Variantenraum“[34].

Ich möchte allerdings hinzufügen, dass ein Traum auch Geschehnisse aus der Gegenwart in verschlüsselter Form abbilden kann, so wie dies ZELAND selbst andeutet, wenn er aussagt, dass in dem Variantenraum alles, was war, ist und sein wird, existiert, insofern dort alle Informationen matrixartig gespeichert sind[35].

 

Der Mensch bildet sich die Träume nicht wie eine Phantasie ein, sondern er sieht die Träume wirklich. In den Träumen kann die menschliche Seele in sehr weit entfernte Sektoren fliegen, wo es unvorstellbare „Drehbücher“ und „Bühnenbilder“ gibt. Dort soll alles möglich sein - vom himmlischen Paradies bis hin zur Hölle, sowie dass jegliche Technologie, jedes Monstertum oder jegliche Trivialität existent sind[36].

 

In dem Buch >Überselbst Erweckung< von HURTAK & HURTAK wird ebenfalls auf die große Bedeutung von Träumen hingewiesen, da in diesen Träumen Lösungen für viele individuelle Probleme, aber auch für die Probleme der Welt aufgezeigt werden, was ich hier erst im Okt.2015 ergänzt habe. „Unsere Träume werden zum Zutritt und zur Ontologie[37] für andere Reiche. Die Visionen und Gedanken in unseren Träumen reden zu uns über Symbole und Mythen und versorgen uns mit höheren Lösungen und Einsichten in das Leben“.

 

„Wenn sich unsere Gedankenformen zu ändern beginnen, ist der Traumzustand der erste Bereich, in dem wir einen ´Quantensprung`[38] nach vorne tun. Im Traum sind wir frei vom begrenzten Zustand der Gedanken und können uns flugs in das grenzenlose und erhabene Universum begeben“[39]. Dies geschieht mittels des Eka-Körpers[40], welcher einer von fünf geistigen Energievehikeln des Menschen ist, der ihm erlaubt, gleichzeitig an zahlreichen Orten bzw. in Paralleluniversen, also in anderen planetaren Welten oder Dimensionen zu operieren[41].

 

STEINER wiederum hat bereits um 1920 ausgeführt, wie der Traum gewisse Erlebnisse symbolisiert, ja sie in Sinnbildern ausdrückt. „Man kann z.B. schlafen und träumen, dass man auf der Straße Pferdegetrappel hört; man wacht auf und merkt, dass man das Ticken einer Uhr gehört hat“[42]. Das Ticken der Uhr wurde also sinnbildlich durch Pferdegetrappel ausgedrückt.

 

Im Traumzustand herrschen auch ganz andere Zeitverhältnisse als im Tagesbewusstsein; denn es kann z.B. die eigentliche Ursache für einen Traum als zeitlich letztes Ereignis eintreten. Der Traum hat seine eigene innere Zeit, die der Zeit im Astralen[43] entspricht. Ein kleines Ereignis bewirkt oft einen langen dramatischen Vorgang. Auch innere, z.B. physiologische[44] Zustände können sich im Traum symbolisch darstellen: Innere Hitze kann als ein glühender Ofen erscheinen. Der Traum kann auch als Prophet wirken, also einen zukünftigen Zustand ankündigen[45].

 

Wenn der Mensch nun auf dem geistigen Wege eine innere Entwicklung durchläuft und er beginnt, die höheren Welten wahrzunehmen, so kündigt sich das zuerst in seinem Traumzustand an, u.z. dadurch, dass die Träume regelmäßiger werden und sinnvoller sind als vorher. Vor allen Dingen gewinnt der Mensch Erkenntnisse durch seine Träume, wenn er richtig auf sie achtet. Später bemerkt er dann, dass die Träume häufiger werden, bis er meint, die ganze Nacht hindurch geträumt zu haben[46].

 

Hier macht der Aspirant dann überhaupt einen gewissen Teil der Nacht in einem bewussten Zustand durch, während jedoch sein physischer Körper schläft wie sonst. Aber ein Teil seines Schlafzustandes wird von sinnvollen, inhaltsvollen Träumen belebt. Diese sind die ersten Ankündigungen für seinen Eintritt in die höheren Welten. Allmählich gelingt es dem Geistesschüler dann auch, seine Traumerlebnisse in das gewöhnliche Bewusstsein hinüberzuführen[47].

 

Ebenso kann er beobachten, dass die Träume sich mit Dingen verbinden, die es in der Außenwelt gar nicht gibt, die der Mensch physisch gar nicht erleben kann und er merkt dann, dass ihm die Träume etwas Bedeutungsvolles sagen wollen[48]. Von den höheren Welten beginnen Einflüsse auf die Träume zu erfolgen, und der Geistesschüler erfährt etwas, was ihm sonst verborgen bliebe. Das ist ein sehr wichtiger Übergang zur höheren okkulten Entwicklung.

 

Denn durch das feinstoffliche siderische[49] Medium seines Astralkörpers kann der Mensch mit dem Makrokosmos kommunizieren und erhält so in Träumen Vorahnungen und Prophezeiungen[50]. Vielfach werden jedoch solche Traumzustände gar nicht beachtet, weil der Aspirant zu wenig aufmerksam ist, was für die geistige Entwicklung nicht gut ist. Gerade auf solche subtile Sachen sollte der Schüler seine Aufmerksamkeit richten; denn das bringt ihn vorwärts[51].

 

STEINER weist jedoch auch darauf hin, dass es anfänglich oft schwer sein wird, die Trauminhalte, die durchaus auf tiefe übersinnliche Vorgänge hinweisen können, in der richtigen Weise zu deuten[52]. Mir selbst ist nur ein einziges Buch bekannt, welches sich mit wirklich geistiger (mystischer) Traumdeutung befasst[53] (was nicht bedeuten soll, dass es nicht auch andere gibt); die üblichen Bücher sind jedoch rein astrale (oder meist nur psychologische oder psychoanalytische) Deutungen, die keine wahrhaftigen esoterischen Erkenntnisse ermöglichen.

 

Ja, die üblichen Deutungen sind den wahren Zusammenhängen meist völlig entgegengesetzt, weil die mystische Entwicklung (siehe im Kapitel Nr. 22-C >Flugträume<) nicht bekannt ist, welche vor allem zunächst über Todesprozesse verläuft (siehe hier das Kapitel Nr. 19 >Kreuzigung und Gehenkter<) als Vorbereitung für die Geistige Wiedergeburt[54].

 

Die Fähigkeit zu wahrer okkulter Traumdeutung ist des weiteren abhängig von dem spirituellen Entwicklungsstand des Träumenden; denn ab einem bestimmten metaphysischen Niveau stellt sich eine Sache immer unter dem gleichen Symbol dar, so wie sich ein Gegenstand immer nur durch die gleiche Vorstellung ausdrückt.

 

Auf einer noch höheren Stufe der okkulten Entwicklung kommt des weiteren hinzu, dass die Sinnbilder dem Aspiranten sogar direkt ihre eigene Bedeutung vermitteln, so dass dann überhaupt keine Täuschung mehr möglich ist. Dies geschieht über das devachanische[55] Tönen und Sprechen[56], wobei es sich hier um übersinnliche und nicht um physische Qualitäten handelt (Anm.d.Verf.).

 

Falls nun jemand meinen sollte, dass man ja auf Geträumtes gar nichts geben könne in dem Sinne, dass „Träume ja nur Schäume seien“, hat STEINER m.E. eine hervorragende Argumentationslinie parat, welche lautet: Falls Edison[57] die Herstellung der Glühbirne geträumt hätte (was wohl auch der Fall gewesen sein soll; Anm.d.Verf.), und diese dann nach seinem Traum real angefertigt worden wäre (was ebenfalls der Fall ist), dann müsste jemand ja auch da sagen, die Glühbirne sei bedeutungslos, weil sie bloß geträumt worden sei. Die Entgegnung von STEINER lautet nun: „Es handelt sich eben darum, ob das Geträumte Bedeutung hat für das Leben, nicht darum, dass es geträumt ist“[58].

 

Fortsetzung erfolgt in Teil E des Kapitels Nr. 1 >Einleitung<