Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (275-II)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Neues Gebot (50.C) TransSurfing

 

 

Erst nach Fertigstellung der ersten 54 Kapitel[1] dieserAutobiographie wurden mir noch bestimmte Darlegungen bekannt, die ich hier in diesem Kapitel (in den völlig neuen Teilen C und D) um den 18.Okt.2012 herum ergänzt habe. Es ist einmal die Aussage von KÜHLEWIND, dass das >Neue Gebot< zugleich die entscheidende (einzige) moralische Intuition ist, die ihre Realität im zweiten Himmel hat. Obwohl mit dem Alltagsbewusstsein von dieser Intuition nur ein Schatten zu erkennen ist, so ist es trotzdem notwendig, dass diese Intuition mit der moralischen Phantasie auf die Erde herabgeholt werden muss.

 

Dies ist dem Menschen möglich, wenn er die eigenen Hindernisse in sich selbst allmählich abbaut. Dann kann er Intuitionen des Guten (= des Moralischen) haben; denn das Gute ist eine Realität an sich, unabhängig vom Menschen. Die Fähigkeit zur moralischen Intuition ist identisch mit dem, was landläufig als „Gewissen“ bezeichnet wird. Denn dieses Gewissen sagt dem Menschen in jeder Situation, was er tun muss[2].

 

Real ist es jedoch durch verschiedene Verzerrungen im Innern des Menschen oft lahmgelegt. Zu dieser Verzerrung gehört, dass der Mensch heute im allgemeinen seine Ziele danach setzt, was für ihn gut ist, also nach seiner Egoität. Der Mensch handelt nach seiner eigenen Natur, nach seinen eigenen Vorstellungen, wodurch das allgemeine Chaos entstanden ist, in dem wir leben. Dabei ist die Aufgabe der Menschen, die Erde zur wahren Welt der Liebe (zum Kosmos der Liebe) umzugestalten, was eben nur durch die moralische Intuition möglich ist. Dazu muss der Mensch Zugang erlangen zur Buddhi-Ebene, der Ebene des Lebensgeistes, die über der Mentalebene liegt.

 

Dieser Zugang ist nur dem Ich-bin-Wesen des Menschen möglich, nicht seiner Egoität und nicht dem Alltagsbewusstsein[3]. Das Ich-bin-Wesen muss jedoch erst erweckt werden durch einen geistigen (Schulungs-)Weg wie durch >Meditation< (Kap. Nr. 40) oder dergleichen. Dann gewinnt der Mensch die Fähigkeit, durch gedankliche Intuition neue Begriffe zu bilden. Die Egoität des Menschen ist ein Instrument, welches meist von anderen Kräften beherrscht wird als vom Ich-bin-Wesen, welches identisch ist mit dem Logos-Wesen[4].

 

Jedoch muss das Logos-Wesen im Menschen zunehmen und die Egoität muss abnahmen. Denn der Mensch hat die Aufgabe, die Wege zu bereiten und die Steige zu ebnen für den, dessen Bote der Mensch als Ego-Wesen ist. Es geht um das Licht der Welt, das eines Tages im Menschen von sich Zeugnis geben wird. Die Hindernisse des Bewusstseins wegzuräumen bedeutet, das eigene Ego hinwegzuräumen. So wird der Mensch eines Tages die Intuition des wahren Menschen haben und dem Christus-Wesen in der Welt der Lebendigkeit begegnen können[5].

 

Was sind nun die anderen Kräfte, von denen die Egoität des Menschen beherrscht wird? Antworten und Lösungen dazu gibt z.B. VADIM ZELAND in seinem Buch >TransSurfing 4< in einer gewissen modern formulierten Terminologie, indem er Wesenheiten benennt, die sonst in der Esoterik durchaus bereits als Elementarwesen bekannt sind, die bei ihm aber spezifiziert werden auf die Probleme der Menschen bezogen und als „Pendel-Wesen“ bezeichnet werden.

 

Hier in dieser Autobiographie wurden die Elementarwesen mehrfach erwähnt, z.B. die „natürlichen“ Elementarwesen in einer Fußnote im Kap. Nr. 53-C >Hoffnung<, wo sie als Geister der Elemente (Erde, Luft, Feuer, Wasser), also als Geschöpfe in den vier Naturreichen bezeichnet werden. Sie sind die „Kinder“ der Engel bzw. der Devas und stehen im Dienste von >Jesus, dem Christus Gottes< (Kap. Nr. 44).

 

Es gibt allerdings auch bösartige Elementarwesen im Dienste der widergöttlichen Hierarchie, wie z.B. Lügendämonen und Spektren. Und es gibt künstliche Elementarwesen, welche durch die Menschen auf Anregung der widergöttlichen Asuras[6] zustande kommen. Darüber finden sich ausführlichere Darlegungen im Kapitel Nr. 14-G >Ursprungsfamilie<.

 

Über weitere feindlich gesonnene Elementarwesen, die mittelbar über die Besessenheit von Menschen wirken, finden sich Darlegungen im Kapitel Nr. 4-C >Asketische Versuche< im Zusammenhang damit, dass der Mensch durch Genuss Schuldner am Weltendasein wird. Als entscheidende Maßgabe, um solchen Feindseligkeiten anderer Menschen aus dem Wege zu gehen, gibt STEINER den Hinweis, dass man sich den rechten Instinkt aneignen muss, wie man sich auf dem physischen Plan richtig zu verhalten hat.

 

Zurück zur modernen Terminologie von ZELAND, die außerdem noch speziell Relevanz hat in bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen. Die angesprochenen Pendel-Wesen sind nun unsichtbare, energo-informative Kräfte, die von der Energie eines Konfliktes unter Menschen, Gruppierungen, Völkern, Staaten usw. zehren. Die Pendel-Wesen spüren vorhandene Polarisierungen unter den Menschen als ein Ungleichgewicht im energetischen Feld auf und saugen sich daran wie Blutegel fest.

 

Das Problematische an der Wirksamkeit der Pendelwesen ist jedoch, dass sie alle Beteiligten zu einem solchen Verhalten nötigen, durch welches die konfliktträchtige Energie zunimmt. Dabei werden die Menschen von diesen Pendel-Wesen wie Marionetten gesteuert, was eben deshalb möglich ist, weil es den meisten Menschen an einem klaren erwachten Bewusstsein mangelt und sie stattdessen überwiegend von ihrem eigenen Unterbewusstsein gesteuert werden[7].

 

Die Menschen wollen etwas, wissen aber nicht genau, was. In die destruktiven Spiele der Pendel-Wesen verwickelt, begnügt sich der Mensch mit der umgekehrten Wirkung der äußeren Absicht und bekommt als Ergebnis die Manifestation negativer Beziehungen und der schlimmsten Erwartungen. Im übrigen ist er gezwungen, mit großer Mühe die Ziele im engen Rahmen seiner inneren Absicht zu erreichen. Unsere Absicht ist die Absicht Gottes. Indem wir unsere Realität durch die Kraft der Absicht formen, erfüllen wir den Willen Gottes.

 

„Wenn Sie eine Absicht zum Ausdruck bringen, so können Sie dies demnach für Gottes Absicht halten. Wieso sollten Sie daran zweifeln, dass sie erfüllt wird? Sie brauchen sich nur das Recht dazu zu nehmen. Nicht bitten, nicht fordern und nicht anstreben, sondern kreieren. Formen Sie ihre Realität mithilfe der bewussten Absicht“[8]. Man muss die Ausrichtung des eigenen Gedankenstromes permanent überwachen[9], dadurch lässt sich das Niveau der Bewusstheit aufrechterhalten. Man sollte sich zunächst systematisch zwingen „aufzuwachen“ und sich dies zur Gewohnheit machen[10].

 

Eine Hauptthese von ZELAND ist, dass nicht der sonst immer als solcher angegebene Selbsterhaltungstrieb das entscheidende Bedürfnis des Menschen sein soll, sondern das Bedürfnis, frei über das eigene Leben verfügen zu können, also die Realität so steuern zu können, wie man dies will. Der Selbsterhaltungstrieb soll davon wiederum nur eine Folge sein. Die Urquelle jeder Absicht soll die Kontrolle über die Umwelt sein, was eben ein Problem werden kann bei einer unkontrollierbaren (und eventuell feindseligen) Umwelt[11].

 

Auch gibt es Faktoren, die von vornherein diese Realitätssteuerung erschweren, nämlich z.B. wenn ein bestimmter Unwille sehr ausgeprägt ist, dann wird man umso eher dauernd konfrontiert werden. Oder wenn man etwas von ganzem Herzen hasst oder fürchtet, so wird das Schicksal einem genau dies bescheren[12].

 

ZELAND behauptet, dass praktisch fast alle Menschen trotz des wachen Tageszustandes mehr oder weniger stark vor sich hindämmern würden. Es herrscht im Allgemeinen ein niedriger Bewusstseinspegel beim Menschen vor, insbesondere wenn er zu Hause ist oder in einer Menschenmenge, wo der Herdentrieb dominiert. Auch bei vielen Tätigkeiten ist der Mensch nur halb bei der Sache, verrichtet Vieles automatisch; ja selbst auf der Straße soll sich der Mensch meist schlummernd fortbewegen.

 

In alle diese abgedämpften Bewusstseinszustände können Pendel-Wesen jederzeit eingreifen und irgendwelche lauernden Konflikte sofort verstärken; denn an einer Konfliktsteigerung sind sie vor allem interessiert, auch wenn sie eine bewusste Absicht gar nicht kennen[13].

 

Insbesondere der Begriff „Herdentrieb“ deutet bereits an, dass der Mensch zu einem sehr großen Teil von Gedanken des kollektiven Bewusstseins beeinflusst ist, was von den spirituellen Meistern als sehr problematisch angesehen wird. Denn diese Gedanken entsprechen nicht dem göttlichen Gedankenfeld mit seiner Lichtsprache. Der Weltenlehrer TOTH hält es regelrecht zur Reinigung des mentalen Körpers für notwendig, dass der spirituelle Mensch sich aus diesem kollektiven Gedankenstrom zurückzieht, während er sich gleichzeitig über heilige Silben und Mantren dem göttlichen Gedankenfeld zuwenden sollte[14]. (Vergleiche auch hier wieder die in Teil 50-A erwähnte Anwendung von Affirmationen.)

 

Konkret gibt TOTH des weiteren den Ratschlag: „Du öffnest dich für das göttliche Gedankenfeld, wenn du ganz bewusst dein Alpha-Chakra[15] öffnest und einen Lichtstrahl aussendest, dich einklinkst in das göttliche Gedankenfeld und dich im gleichen Atemzug aus dem kollektiven Bewusstsein zurückziehst“[16]. Dies soll sehr einfach sein und leider nur zu selten von den Lichtpionieren angewandt werden.

 

Wieso überhaupt Konflikte entstehen, darüber gibt es natürlich verschiedenste (insbesondere psychologische) Theorien. Aber auch die Esoterik und speziell die metaphysische Geisteswissenschaft hat sich damit beschäftigt und benennt als einen Faktor das Auftreten von Doppelgänger-Phänomenen. Diese sind bereits im Kapitel Nr. 12-B+C >Schwarzer Magier< dargelegt, wovon hier wiederholt werden soll, dass es bei den Doppelgänger-Phänomenen um die tieferen Schichten der unterbewussten Seelenkräfte geht, die von der widergöttlichen Wesenheit Ahriman[17] in Besitz genommen werden.

 

Zum Beispiel labt sich der Doppelgänger an Missverständnissen zwischen Menschen, weshalb jeder konstruktive Dialog eine Überwindung von widergöttlichen Kräften bedeutet, die der Verständigung entgegenstehen. Jedes missratene Gespräch zeigt umgekehrt das Wachstum von Zerstörungskräften an. Dem Einhalt zu gebieten, ist im Grunde nur möglich, wenn auf beiden gegnerischen Seiten genügend guter Wille vorhanden ist und die Beteiligten doch wieder Zugang zu ihrem wahren Menschsein erlangen[18].

 

ZELANDs Thesen bezüglich der Entwicklung von Konflikten lauten (kurzgefasst) wiederum wie folgt: Alle Konflikte beruhen auf Gegensätzen, die zusammenstoßen. Solange jedoch Gegensätze nicht mit einem bewertenden Vergleich von der einen oder anderen Partei verknüpft werden, seien Gegensätze kein Problem, da sie unabhängig voneinander bleiben. Erst wenn die Gegensätze in eine bewertende Gegenüberstellung gezwungen werden, wird eine Polarisierung aufgerufen, und als Folge wird die Realität verfälscht abgebildet wie in einem Zerrspiegel[19].

 

Eigentlich würden auch die Gegensätze allgegenwärtig eine Einheit darstellen. Jedoch: Die Nivellierungskräfte beseitigen diese Einheit permanent. Warum aber befinden sich die gegensätzlichen Elemente in einem Zustand unaufhörlichen Kampfes? Man würde eigentlich erwarten, dass die Gegensätze aufeinander prallen, dann aber würden sie sich wieder auflösen und sich wieder beruhigen.

 

Jedoch: Stattdessen ärgern sie sich einander so lange, bis sie sich in den Haaren liegen. Und wenn man die Raufbolde nicht auseinanderbringt, wird das ständig so weitergehen. Und als Hintergrund behauptet ZELAND (anders als diverse sonstige Theorien), dass die Triebkraft für die unbewussten Motive nicht (nur) in der Psyche des Menschen liegt, sondern (auch) im Äußeren. Nämlich in den Kräften, die unsichtbare energo-informative Wesen sind und bei ihm als Pendel-Wesen bezeichnet werden[20].

 

Dass ZELAND mit dieser seiner Vermutung nicht ganz falsch liegt, ist bereits im Kap. Nr. 7-A >Tyrannei< angedeutet, wonach seit mindestens dem Beginn des 20. Jahrhunderts zerstörerische Impulse aus der jenseitigen übersinnlichen Welt sehr leicht und intensiv in der physischen Welt wirksam werden können. Denn im Jenseits leben zur Zeit materialistisch eingestellte Seelen, welche nach Zerstörungen in der physischen Welt regelrecht „lechzen“, da dies ihnen Lebensraum ermöglicht.

 

Weitere Gründe liegen in einer Art Rache der geistigen Welt an der Menschheit, dass diese sich dem rein sinnlich-materiellen Bewusstsein mehr zuwendet als sich mit spirituellem Wissen zu befassen, so dass die zerstörerischen Kräfte eine Art Abschlagszahlung für die Ignoranz der irdischen Menschen darstellt[21].

 

Pendel-Wesen sind zwar nicht in der Lage, eine bewusste Absicht zu realisieren. Sie werden aber durch eine geschaffene Regel ins Leben gerufen und entstehen dann spontan. Die Regel des Pendel-Wesens ist äußerst schrecklich und gehört zum Schädlichsten, was sich die Menschheit ausgedacht hat. Diese Regel lautet: „Mach`s wie ich![22]

 

Hintergrund von Konflikten ist also nach ZELAND eine bewertende Gegenüberstellung von Gegensätzen (wie schon erwähnt). Denn eine solche Bewertung führt zu einer Polarisierung, welche zugleich Nivellierungskräfte aufruft. Bewertungen sind solange kein Problem, wie sie für sich existieren, also ohne Bezug zu anderen Menschen. Fließt jedoch bei einer Bewertung ein Vergleich oder eine Gegenüberstellung mit ein, entsteht ein abhängiges Potential, welches Bedingungen stellt und von ZELAND hier als „Über“-Bewertung charakterisiert wird. Bewertungen ohne Vergleich sind als unabhängige Potentiale demgegenüber unproblematisch[23].

 

Das abhängige Potential bezeichnet ZELAND speziell als „Überschusspotential“. Ein Überschusspotential ist eine Spannung, eine lokale Wölbung in einem ansonsten ebenmäßigen Energiefeld. Eine solche Unebenheit entsteht, wenn man ein Objekt übermäßig wichtig nimmt. Dann entsteht ein energetisches Druckgefälle, welches Nivellierungskräfte herbeiruft[24].

Überschusspotentiale entstehen insbesondere

a) durch eine Überschätzung der eigenen Person,

b) dadurch, dass äußere Ereignisse oder Objekte eine zu große Bedeutung haben.

Jeweils wird alles schief laufen durch die Nivellierungskräfte[25].

 

Fortsetzung folgt im Teil D des Kapitels Nr. 50 >Neues Gebot<.

 

 



[1] Mit dem Kapitel Nr. 54 endete ursprünglich diese Autobiographie. Erst später (2012/2013) habe ich sie um weitere Kapitel ergänzt.

[2] KÜHLEWIND/Das Gewahrwerden des Logos/S.166f.

[3] KÜHLEWIND/Das Gewahrwerden des Logos/S.167f.

[4] KÜHLEWIND/Das Gewahrwerden des Logos/S.170ff.

[5] KÜHLEWIND/Das Gewahrwerden des Logos/S.173

[6] Asuras: FN in 7-C >Tyrannei<.

[7] ZELAND/TransSurfing 4/S.30f.

[8] ZELAND/S.157f.

[9] Vergleiche die Anwendung von Affirmationen in Teil 50-A.

[10] ZELAND/S.135

[11] ZELAND/S.13f.

[12] ZELAND/S.18

[13] ZELAND/S.31f.

[14] An die Lichtpioniere/von KRYON und den 12 Räten der Tat/S.52

[15] Das Alpha-Chakra befindet sich rund 15-20 Zentimeter über dem Kopf und verbindet den Menschen mit seinem Lichtkörper in der fünften Energiedichte-Dimension. – Näheres über das neue Chakren-System findet sich im Kapitel Nr. 21-G >Homo Coelestis<.

[16] An die Lichtpioniere/von KRYON und den 12 Räten der Tat/S.175

[17] Ahriman: siehe Fußnote im Kapitel Nr. 6-B >Stigmata<)

[18] Flensburger Heft Nr. 65/S.192

[19] ZELAND/S.20+S.24

[20] ZELAND/S.28+30

[21] STEINER/GA177/S.14ff.

[22] ZELAND/S.42

[23] ZELAND/S.19

[24] ZELAND/S.175

[25] ZELAND/S.180