Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (331)

Esoterische Studien einer Autobiographie

EwigesJetzt (59.B)

Pfingsten/Kosmologie

geistige Verständigung durch Inspiration

 

 

Erst durch das Pfingst-Ereignis erkannten die Jünger nachträglich, dass es der auferstandene Christus war, der sie 40 Tage lang bis zur Himmelfahrt zeitweise begleitet hatte. Denn vorher hatten sie in den wie traumhaft aufsteigenden Bildern Jesus Christus nicht erkannt!!! Sie wussten nicht, mit wem sie da eigentlich zusammen gewesen waren. „Sie fühlten, das ist eine geistige Gestalt“. Sie wussten, dass sie mit dieser Gestalt in dem schlafartigen Zustand herumgewandelt waren, aber sie erkannten Ihn nicht in der Gestalt, in der Er ihnen erst durch das Pfingst-Ereignis aufgegangen war.

 

„Und sie lernten verstehen, wie sie 40 Tage lang mit diesem (geistigen; Anm.d.Verf.) Wesen, das am Kreuze ´geboren` war, herumgegangen waren, wie dieses Wesen ... ihr Lehrer war, wie sie aber mit ihrem normalen Bewusstsein“ dies alles nicht verstanden hatten. „Wie Nachtwandler hatten sie zugehört. Als der geistige Lehrer war Er ihnen erschienen und hatte sie unterwiesen in Geheimnisse, die sie aber nur verstehen konnten, indem Er sie entrückte in einen ganz anderen Bewusstseinszustand. ... Und so sahen sie jetzt erst: Sie waren mit dem Christus, mit dem auferstandenen Christus gegangen[1]“.

 

Dies erkannten sie wiederum durch ein anderes Bild, welches sich in das rein geistige Bild hereinmischte. In das geistige Erscheinen der Gestalt des Christus verwandelte sich hinein das Bild des Abendmahles[2], das sie miterlebt hatten mit dem Christus-Jesus. Dadurch wurde ihnen bewusst, dass es derselbe war, mit dem sie einstmals gewandelt sind im Leibe, wie derjenige, der sie jetzt unterrichtete in der ganz anderen Gestalt, die Er nach dem >Mysterium von Golgatha<[3] angenommen hatte.

 

„So erkannten sie, dass diese zwei Wesenheiten zusammengehören: Der Auferstandene und Derjenige, mit dem sie, ... vor verhältnismäßig kurzer Zeit, im Leibe herumgewandelt waren. Und sie sagten sich jetzt: ... Der Christus, der Auferstandene, ... hat uns gleichsam unwissend in Sein Reich aufgenommen, wandelte mit uns und enthüllte uns die Geheimnisse seines Reiches, die jetzt, nach dem Pfingstmysterium, wie im Traume erlebt herauftauchen ins normale Bewusstsein“[4].

Die vorstehenden Geschehnisse lassen sich in dem sog. >Fünften Evangelium< (siehe frühere FN in Teil 59-A) lesen.

 

Rudolf Steiner fühlte sich im Jahre 1913 gewissermaßen okkult verpflichtet, von diesen Dingen zu sprechen. Die Akasha-Chronik[5] als geistige Schrift der Welt ist eine geistige Chronik des Werdens. Das Herauslesen aus dieser Akasha-Chronik ist durchaus in manchen Fällen außerordentlich schwierig und mühevoll. „Das Fünfte Evangelium ist das Anthroposophische Evangelium[6] und zeigt uns, dass das dreijährige Christus-Leben das einzige Leben in einem menschlichen Leibe ist, das ohne Karma gelebt wurde, auf welches der Begriff von Karma im menschlichen Sinne nicht anwendbar ist“[7]. Das ist die Verkündigung des >Fünften Evangeliums<. Aus diesem Grunde war auch das unendliche große Leiden des Christus[8] ein unschuldiges unverdientes Leiden.

 

Nach Aussage von STEINER soll das >Fünfte Evangelium< mit der Antwort auf die Frage beginnen: „Was war das Pfingst-Ereignis?“[9] Durch das Pfingst-Ereignis ist es auch möglich, mit hellseherischem Bewusstsein alle die damaligen geistigen Ereignisse aus der Akasha-Chronik herauszulesen, also auch hineinzuschauen in das Bewusstsein der damals beteiligten Personen, wie insbesondere bei den Aposteln[10].

 

Über das >Fünfte Evangelium< als Teil der Akasha-Chronik existieren die entscheidenden Aussagen im hiesigen Kap. Nr. 24-H >Ashram< (zu Rudolf Steiner[11]) wonach STEINER selbst ausgesagt hat, dass dieses >Fünfte Evangelium< (bis ca. 1920) noch nicht in einer Niederschrift existiert – außer durch die Protokolle seiner Vorträge, die im wesentlichen in dem Buch der Gesamtausgabe mit der Nr. 148 und dem Titel >Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium< zusammengestellt sind[12].

 

Jedoch muss man sagen, dass es auch andere Personen gibt, die ebenso aus (allerdings teilweise atavistischer) Hellsichtigkeit heraus entsprechende Darlegungen gemacht haben, so z.B. LEVI H. DOWLING mit seinem sog. >Wassermann-Evangelium<[13] mit dem Untertitel „Von Jesus dem Christus“, aber auch Therese Neumann aus Konnersreuth[14] und Anna Katharina Emmerich[15], sowie auch Anita Wolf[16], die alle über das Erdenleben des Christus Jesus durch rückgewandtes hellseherisches Lesen in der Akasha-Chronik berichtet haben.

 

Dann gibt es das unvergleichliche Werk von JAKOB LORBER, wo in den 10 Bänden > Das Große Evangelium Johannes< das Wirken Jesu in den drei Erdenjahren, sein Lehren und Handeln wie in einem exakten Tonbandprotokoll wortgetreu in seiner ganzen Wahrheits- und Weisheitstiefe wiedergegeben wird[17].

 

Tatsächlich stimmen auch einzelne (jedoch nicht unbedingt wesentliche) Erkenntnisse von Rudolf Steiner nicht mit den visionären Schauungen jeweils von Anna Katharina Emmerich und von Therese Neumann aus Konnersreuth (unabhängig voneinander und wiederum jeweils nicht unbedingt kompatibel) überein. Während STEINERs geisteswissenschaftliche Darlegungen durch mühselige menschliche Arbeit errungene Erkenntnisse sind, so handelt es sich bei den Schauungen der beiden Seherinnen um durch göttliche Gnade zustande gekommene Wahrnehmungen.

 

Die jeweils dahinterstehende Lebensleistung dieser beiden Frauen liegt wiederum in einem unendlichen Leiden, welchem beide Personen ausgesetzt waren. Jede der beiden genannten Seherinnen war zeitversetzt unmittelbar in der Gegenwart von Jesus von Nazareth vor 2000 Jahren, und sie konnten (oder mussten) jeweils alles als teilnehmende Beobachterinnen miterleben. Darin liegt natürlich eine doch sehr starke Authentizität begründet.

 

Wahrscheinlich gibt es noch Darlegungen von ganz anderen Hellsehern, die ich allerdings nicht kenne. Auch finden sich umfangreiche Aussagen über das Leben von Jesus in dem URANTIA-Buch (vermittelt von hohen Wesenheiten aus geistigen Reichen oberhalb unseres Lokaluniversums), wobei dort eben „Michael von Nebadon“ statt des Ewigen SOHNES in Jesus Christus inkarniert gewesen sein soll. Aus dem URANTIA-Buch werden hier noch entscheidende Darlegungen über den „Unendlichen Geist“ referiert werden.

 

Das Pfingstfest feiern wir nun bekanntermaßen als jährliche Wiederholung des Ereignisses von vor 2000 Jahren. Nach POWELL[18] soll es jedoch nicht nur dieses jährliche Geschehen geben, sondern es soll die Jahrtausendwende vom 20. zum 21. Jahrhundert am 01.01.2000 dargestellt haben das Weltenpfingsten. Dies soll bedeutet haben die Oktave[19] des Golgatha-Ereignisses im Ätherischen, wobei dieses ätherische >Mysterium von Golgatha< am 3.-5. September 1999 stattgefunden haben soll. Ich selbst habe darüber in meinem Kapitel Nr. 41-A >Sonnenfinsternis<[20] (und folgende Teile) berichtet, u.a. aus persönlichem Erleben heraus.

 

„So wie der ätherische Christus[21] der Mittelpunkt dieses Golgatha-Ereignisses (im Jahre 1999) war, so steht die göttliche Sophia[22] im Mittelpunkt dieses Weltenpfingstens (des Jahres 2000). Sie versucht, die Geburt des Christus im Innern hervorzubrignen, die Menschen von Jüngern zu Aposteln zu verwandeln. Das ist die Bedeutung des Ereignisses zu Beginn des ´sophianischen Jahrtausends`, nämlich für alle Menschen den Beginn einer neuen Ära in ihrer Beziehung zu Christus und Sophia anzuzeigen, wenn und insoweit sie sich bewusst dafür entscheiden“[23].

 

Dabei sind die mit dem Weltenpfingsten verbundenen geistig-kosmischen Ereignisse nicht nur vorübergehender Natur. Vielmehr dauern sie an und dienen als Grundsteine für das spirituelle Leben des neuen Jahrtausends. Und POWELL regte noch vor der Jahrtausendwende an: „Mögen wir alle inspiriert sein, diese großen Ereignisse am Ende des Jahrtausends in einer würdigen Weise zu feiern, damit wir Geburtshelfer sein können für das neue Jahrtausend, und zwar im Innern und nach außen, zur Schaffung einer neuen Menschheit und einer neuen Kultur“[24].

 

Bei HURTAK & HURTAK in >Überselbst Erweckung< wird dann sogar nicht nur von einem Weltenpfingsten (was den Planeten Erde beträfe), sondern von einem kosmischen Pfingsten gesprochen (was mindestens unser Sonnensystem umfassen würde), welches durch die ewige Flamme eingeleitet wird. Jedoch wird dieses kosmische Pfingsten auch erst noch in der Zukunft stattfinden. Es wird dann den gesamten kosmischen Bereich betreffen, der in den Himmeln als zwölf leuchtende Lichtsterne erscheinen wird, welche die Schöpfung erhellen.

 

So wird die Menschheit einst mit anderen Existenzdimensionen gleichgerichtet sein. Es wird dies des Menschen letzte Taufe sein, die Taufe des Geistes der wiedergeborenen Taube, die nicht mehr in das Fleisch, sondern in des Menschen gesalbtes Bildnis ewigen LICHTES geboren wird[25]. Das „Bildnis“ ist ganz wesentlich das „Ebenbild Gottes“ im Menschen und muss mit dem „Gleichnis“ verbunden werden, weil sonst eine Lichtkonsistenz nicht festgehalten werden kann[26].

 

Dies ist auch bereits in >Die Schlüssel des Enoch< von J.J.HURTAK mit eindringlichen Worten an die Leser (den Aspiranten) gerichtet: „Die Gedankenformen des Heiligen Geistes Shekinah müssen euer ganzes Bildnis hervorbringen, auf dass ihr rechtschaffene Diener Gottes werdet und alle Gaben des Heiligen Geistes Shekinah in der Verwandlung und Himmelfahrt der physischen Form einsetzt“[27].

 

Erst noch kurzfristig vor dem Posting des 12.05.2016 zum Pfingstfest entdeckte ich Darlegungen über die drei entscheidenden Taufen nach gnostischer Anschauung, wie sie in der >Pistis Sophia< geschildert werden:

1. die Wassertaufe des Fleisches, um den Geist der Befreiung zu empfangen,

2. die Taufe des Heiligen Geistes, um die Aktivierung des Höheren Denkens zu empfangen und

3. die Taufe des Göttlichen LICHTs, um den Lichtkörper zu empfangen, welche auch die Taufe des Sakraments der höheren Wiedergeburt (= Neugeburt) ist.

 

Diese dritte Taufe (= die LICHTtaufe) setzt einen Aufwärtstrend in das größere Universum in Bewegung, d.h. unseren Exodus aus dieser Welt oder diesem Sonnenspektrum in die Vielfalt der Himmel durch das Fahrzeug von Elias[28] (= der Merkabah).

 

Durch alle drei Taufen kommen die Dienstämter von Johannes Baptista[29], welcher Jesus von Nazareth im Jordan taufte (und wo sich die Christus-Entität in Jesus herniedersenkte[30]) und von Elias[31] zusammen und zeigen wie:

1. die Wassertaufe das schlafende Bewusstsein in den höheren kosmischen Samen erweckt,

2. die Taufe des Geistes stattfindet, wenn wir das Christus-Bewusstsein in uns aufnehmen und

3. die Taufe des LICHTs bis in die Elemente des Blutes geht (= unsere DNA-RNA transponiert) und den Körper wiedererweckt (was dem entspricht, dass die Toten zum ewigen Leben erweckt werden).

Elias als derjenige, der den Thronwagen (= die Merkabah) manifestiert, öffnet auch die Schwelle für die Manifestation des Christus.

 

„Taufe ist die Einweihung in die offene Türe, durch die sich Christus vollständig manifestierte, und transformiert den Adamischen Menschen (männlich und weiblich) in den Adam Kadmon (den archetypischen Menschen des LICHTs). Dies geschieht am Ende durch den Geist und durch Christus in Einheit, die uns in die Wasser der Höheren Schöpfung taufen. Darum erscheint die Gestalt der Taube immer in Zusammenhang mit der Wassertaufe, die auf die Schöpfung aus Blut ausgegossen wird“[32], so dass die drei Taufen auch als die Wasser-, die Geist- und die Blut-Taufe bezeichnet werden können. Das Wasser, der Geist und das Blut stehen in Übereinstimmung miteinander.

 

Die Taufe mit LICHT aktiviert die Elemente des Blutes bis zur DNA-RNA und lässt den Körper durch den Gebrauch des LICHTs auferstehen[33]. Dabei ist die DNA-RNA-Energiespirale im Körper aus dem Göttlichen Bildnis codiert. Jedoch durch die gefallenen Mächte (die Widergöttlichen Wesenheiten) konnte der Mensch nicht mehr seine höhere ICH-BIN-Identität begreifen und verlor das Gleichnis, wobei das Gleichnis die LICHTqualität bedeutet und das Bildnis die menschliche Form aus der göttlichen Form abbildet.

 

Obwohl also das Bildnis durch den (Sünden-)Fall verdorben wurde, ist es trotzdem im Menschen. Und an dieser Stelle wird auch von den HURTAKs ausgesagt (was ich sonst nur von New-Age-Botschaften und -Literatur kenne), dass tatsächlich wegen dieses Bildnisses Außerirdische versuchen, menschliche Körper zu „ergattern“, um mit diesen Experimente für medizinische Forschungen anstellen zu können. Denn diese Außerirdischen können sich selbst nicht im Bildnis Gottes erschaffen[34].

 

Durch den (Sünden-)Fall wurde zunächst nur das Bildnis verdorben und erst als Folge davon wurde das Gleichnis entfernt, damit es nicht missbraucht werden konnte. So besteht auch die Arbeit Christi darin, das wahre Gleichnis wiederzubringen, also die ursprüngliche LICHTqualität, die verloren gegangen war, welche jedoch die Kraft beinhaltet, das Göttliche Bildnis in seiner Vollkommenheit zu bewahren[35].

 

Im Kapitel Nr. 22-C >Flugträume< sind übrigens auch Darlegungen über die drei Taufen a) der Wassertaufe, b) der Bluttaufe und c) der Feuertaufe, wobei die Begrifflichkeiten sich leider den hier geschilderten Taufen nicht 100 %-ig eindeutig zuordnen lassen und auch bezüglich der Affirmation zur Feuertaufe in Teil 59-E dieses Kapitels keine Eindeutigkeit zu den Darlegungen aus der >Pistis Sophia< existiert.

 

Wesentliche Aussagen zur Feuertaufe existieren übrigens in Kap. Nr. 22-C >Flugträume< zur Tarot-Karte Nr. XIX, die auch als >Die Sonne< bezeichnet wird. Die Wassertaufe ist des weiteren entscheidend abgehandelt worden im Kap. Nr. 14-F >Ursprungsfamilie< zum Datum des 09.09.1992.

 

Nach HURTAK & HURTAK im Buch >Überselbst Erweckung< soll das Pfingstfest symbolisch dafür stehen, dass der Aspirant alle Fünf Körper aktivieren muss, um zum Lichtkörper zu werden. Diese Fünf Körper sind geistige Energievehikel des Menschen, die während des Lebens erst entwickelt werden müssen, damit göttliche Energie auf der menschlichen Ebene offenbart werden kann.

 

Es handelt sich um die folgenden Fünf Körper:

a) Epi-kinetischer Körper,

b) Eka-Körper,

c) Zohar-Körper,

d) Elektromagnetischer Körper,

e) Gematria-Körper,

über welche die wesentlichen Darlegungen im Kapitel Nr. 21-J >Homo Coelestis< erfolgt sind mit Hinweis auf das Kapitel Nr. 51-J >Sonderaufstieg<.

 

HURTAK legt dar, dass der physische Körper ohne aktive, durch die Macht des Heiligen Geistes auf dem Erdenplan manifestierte spirituelle Gaben nicht genügend Energie aufbringen könne, um sich in das LICHT-Bewusstsein zu entwickeln. Und es schließt sich die Warnung durch den Meister Enoch[36] an: „Diejenigen, die nicht durch Einsichten des Heiligen Geistes ausreichend vorbereitet sind, werden nicht fähig sein, bewusst an den ersten Manifestationen der Rückkehr der Meister und ihrer spirituellen LICHTvehikel anteilzunehmen“.

 

Es werden dann noch verschiedene differenzierte Warnungen angesprochen, die ich jedoch bewusst nicht referiere, um nicht zu viel Entmutigung zu verbreiten, sondern es soll stattdessen der hoffnungsvolle Satz zitiert werden: „Die wahre Ausgießung des Heiligen Geistes wird mit der Vollmacht des VATERs aktiviert, die sich durch das Amt Christi[37] darstellt, so dass die Toten erweckt und alle Arten von Krankheit in der Ausgießung des Heiligen Geistes beseitigt werden können“[38].

 

Jedoch bis dahin ist es die Aufgabe der Menschheit, die Kraft des Heiligen Geistes zu erneuern, wie dieser Heilige Geist den Jüngern zu Pfingsten (50 Tage nach Ostern) gegeben wurde. „Als das Ewige LICHT über ihren Häuptern erschien, konnten sie in allen Klangvibrationen und allen Sprachen sprechen, und sie besaßen die Macht, wirklich die Weisheit Gottes zu reden, wie es die Welt während der letzten zweitausend Jahre nicht gesehen hat“[39].

 

Es wurde erwähnt, wie der Christus immer wieder einmal in der Zeit zwischen seiner Auferstehung von den Toten und seiner Himmelfahrt den Jüngern erschienen war und mit ihnen gesprochen hatte. Nun gibt es jedoch auch Darlegungen, z.B. in dem Buch >Das Evangelium der Pistis Sophia< der Herausgeberin C.M. SIEGERT[40], dass der Christus selbst noch nach der Himmelfahrt (ja vermutlich überhaupt erst nach Pfingsten) in ganz entscheidender Weise über elf Jahre lang mit den Jüngern in Kontakt getreten und sie über verschiedene Mysterien belehrt haben soll, was als umfangreiche Kosmologie vorhanden ist.

 

Diese elf Jahre gemäß der Pistis Sophia bestätigt auch STEINER[41]. >Das Evangelium der Pistis Sophia< ist eine Botschaft des kosmischen, universellen Christus-Geistes vom Mysterium der Seele. Seine Niederschrift wird dem großen Eingeweihten und Gnostiker VALENTINUS aus dem 2. Jh. nach Chr. zugeschrieben[42].

 

Und es wirft sich die Frage auf, wie es möglich war, dass der Christus elf Jahre lang nach seiner Auferstehung im >Mysterium von Golgatha< (Kap. 70) Gespräche führte, obwohl er durch die Himmelfahrt doch eigentlich zum VATER aufgefahren war. Im Kapitel Nr. 26-D >Nachfolge Christi<[43] ist zur Himmelfahrt erklärt, dass der Christus zugleich in der Ätheraura der Erde verblieben war.

 

Es besteht jedoch weiterhin die Frage, in welcher Erscheinungsform der Christus dann mit seinen spezifischen Jüngern sprach, da er eigentlich nur mehr in einem verklärten Geistleib verkörpert sein konnte. Und dies bestätigen HURTAK & HURTAK, insofern dort ausgesagt ist, dass der Christus den Jüngern in seinem Körper der Lichttransparenz nach der Himmelfahrt (bzw. nach Pfingsten) erschien. Dies ist seine verherrlichte Gestalt als Ganzlichtwesen (Engelwesen) in einem herabgedämpften (verschleierten) Lichtzustand[44].

 

Eine hervorragende kommentatorische Interpretation der Pistis-Sophia-Kosmologie existiert denn m.E. auch durch HURTAK & HURTAK, woraus hier in anderen Kapiteln bereits verschiedenste Darlegungen referiert worden sind[45]. Es ist in dem Kommentar unter anderem ausgesagt, um welche spezifischen Jünger es sich bei diesem Gesprächskreis handelte, der stattfand bei Christi Rückkehr nach seiner Himmelfahrt. Der Kreis bestand aus den sieben Männern Andreas, Jakobus, Johannes, Matthäus, Petrus, Philippus und Thomas zuzüglich der vier Frauen Maria Magdalena, Maria (der Mutter Jesu), Martha und Salome[46].

 

Die Himmelfahrt Christi legt das Ende seiner irdischen Mission nahe; jedoch wird in der >Pistis Sophia< von seiner Wiederkunft und Fortsetzung seiner Offenbarungen gesprochen, in welchen er eine post-evangelische Lehre vom Heiligen Geist enthüllt. Der auferstandene Christus kehrte zurück und bestätigte einerseits durchaus noch einmal die Lehren der Evangelien, vermittelte jedoch zugleich in seiner umfangreichen Kosmologie, dass dieser Planet Erde nur ein kleiner Bestandteil seines Auftrages war. Daraus wird die ungeheure Größe seines Amtes deutlich[47].

 

Auf die Frage, was Pfingsten geistig für den Kosmos und für den Menschen bedeutet, wird im >Flensburger Heft< geantwortet, dass Pfingsten erst noch eintreten wird in der Zukunft. Zur Zeit (Aussage von 2003) ist es noch nicht ganz auf der Erde angekommen. Es ist das Fest der geistigen Verständigung. Alle Menschen werden dann in der Lage sein, ohne irdische Sprache miteinander zu kommunizieren. Das wird dann ein inspirativer Vorgang sein. Sie werden sich in inspirativen Ideen miteinander unterhalten.

 

In diesem Zusammenhang werden auch Aussagen über den Heiligen Geist gemacht, der danach eher als der „heilende Geist“ zu bezeichnen ist. Wie der Vatergott der Urbeginn allen Seins ist, so ist der heilende Geist die Zukunft, die Erfüllung allen Seins. „Der heilende Geist ist das, was Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als Ergebnis umhüllt. Diese Hülle ist wie eine Art leuchtendes Ei. Wenn diese Hülle vollständig geschaffen sein wird, kann die Christus-Wesenheit das himmlische Jerusalem erst erfüllen. Apokalyptisch ist es die Braut“[48].

 

Am 26.01.2015 las ich dann zufällig bei HURTAK & HURTAK in dem Buch >Überselbst Erweckung< einen Passus mit ganz ähnlichen Worten: „Unser Bewusstsein tritt ein und verbindet sich mit unserem Überselbst an dem Punkt der kosmischen Unendlichkeit, wo Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Ewigen Jetzt eins werden“[49].

 

Eine weitere Aussage fand ich dann am 21.05.2015 in demselben Buch, wo es um die sieben höheren Chakren geht: „Mögen es uns diese jetzt aktivierten höheren Chakren (8.-14. Chakra) mit ihren Spektralresonanzen ermöglichen, zur Fusion zwischen dem Göttlichen Wort von heute und dem von morgen und dem der Ewigkeit zu werden“[50].

 

Und dann, wenn alle 14 Chakren (also einschließlich der sieben niederen Chakren) aktiviert sind, soll die Wirkung und das Amt des Heiligen Geistes hervorströmen, welcher die Gaben bringt, die zum Öffnen der heiligen Siegel nötig sind[51]. So wird sich dann die Göttliche Gegenwart durch Lichtwolken versinnbildlichen[52].

 

Fortsetzung folgt im Teil C des Kapitels Nr. 59 >Ewiges Jetzt<.

 



[14] Therese Neumann aus Konnersreuth: FN im Kap. Nr. 7-D >Tyrannei< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1890176/7-D-Tyrannei-31-). - Die hier zugrunde gelegte Literatur über ihre Schauungen stammen von BEKH/Therese von Konnersreuth (oder Die Herausforderung Satans).

[15] Anna Katharina Emmerich: Über ihre Person finden sich Darlegungen im Kap. Nr. 23-B >Priesterseele< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1920044/23-B-Priesterseele-129-). Die hier zugrunde gelegte Literatur über ihre Schauungen betrifft: A.K.EMMERICH/ Das erste Lehrjahr Jesu (Bd. 2 von 6 Bänden).

[16] Anita Wolf: über ihre Person und ihr Werk siehe FN im Kap. Nr. 1-F >Einleitung< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1883336/1-F-Einleitung-6-). - Die hier angesprochene Literatur ist: ANITA WOLF/Die vier Marksteine aus dem Leben Jesu (3 Bände: „Die Geburt“; „Gethsemane/Golgatha“; „Gericht als Barmherzigkeit Gottes). – Von ANITA WOLF stammt das gewaltige Hauptwerk >UR-Ewigkeit in Raum und Zeit<, aus dem hier verschiedentlich referiert wurde.

Sowohl Anita Wolf als auch Jakob Lorber kommen als Avatare in dem Essay mit dem Titel “Diener des Logos, Teil II / Avatare“ vor, welches ich unter meinem zweiten (männlichen) Pseudonym GARY DAVIDOFF verfasst habe bei dem Online-Verlag https://www.xinxii.com. Ich weise hier in dieser Autobiographie wiederholt aus existentiellen Gründen auf diese geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen hin (insgesamt sind es 25 Exposés über verschiedene esoterische Themen). Sie sind bei XinXii abrufbar unter der Kategorie „Esoterik“ ==> „Metaphysik“.