Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (331)

Esoterische Studien einer Autobiographie

EwigesJetzt (59.B) Kosmologie



Erst durch das Pfingst-Ereignis erkannten die Jünger nachträglich, dass es der auferstandene Christus war, der sie 40 Tage lang bis zur Himmelfahrt zeitweise begleitet hatte. Denn vorher hatten sie in den wie traumhaft aufsteigenden Bildern Jesus Christus nicht erkannt!!! Sie wussten nicht, mit wem sie da eigentlich zusammen gewesen waren. „Sie fühlten, das ist eine geistige Gestalt“. Sie wussten, dass sie mit dieser Gestalt in dem schlafartigen Zustand herumgewandelt waren, aber sie erkannten Ihn nicht in der Gestalt, in der Er ihnen erst durch das Pfingst-Ereignis aufgegangen war.


Und sie lernten verstehen, wie sie 40 Tage lang mit diesem (geistigen; Anm.d.Verf.) Wesen, das am Kreuze ´geboren` war, herumgegangen waren, wie dieses Wesen ... ihr Lehrer war, wie sie aber mit ihrem normalen Bewusstsein“ dies alles nicht verstanden hatten. „Wie Nachtwandler hatten sie zugehört. Als der geistige Lehrer war Er ihnen erschienen und hatte sie unterwiesen in Geheimnisse, die sie aber nur verstehen konnten, indem Er sie entrückte in einen ganz anderen Bewusstseinszustand. ... Und so sahen sie jetzt erst: Sie waren mit dem Christus, mit dem auferstandenen Christus gegangen1“.


Dies erkannten sie wiederum durch ein anderes Bild, welches sich in das rein geistige Bild hereinmischte. In das geistige Erscheinen der Gestalt des Christus verwandelte sich hinein das Bild des Abendmahles2, das sie miterlebt hatten mit dem Christus-Jesus. Dadurch wurde ihnen bewusst, dass es derselbe war, mit dem sie einstmals gewandelt sind im Leibe, wie derjenige, der sie jetzt unterrichtete in der ganz anderen Gestalt, die Er nach dem >Mysterium von Golgatha<3 angenommen hatte.


So erkannten sie, dass diese zwei Wesenheiten zusammengehören: Der Auferstandene und Derjenige, mit dem sie, ... vor verhältnismäßig kurzer Zeit, im Leibe herumgewandelt waren. Und sie sagten sich jetzt: ... Der Christus, der Auferstandene, ... hat uns gleichsam unwissend in Sein Reich aufgenommen, wandelte mit uns und enthüllte uns die Geheimnisse seines Reiches, die jetzt, nach dem Pfingstmysterium, wie im Traume erlebt herauftauchen ins normale Bewusstsein“4.

Die vorstehenden Geschehnisse lassen sich in dem sog. >Fünften Evangelium< (siehe frühere FN in Teil 59-A) lesen.


Rudolf Steiner fühlte sich im Jahre 1913 gewissermaßen okkult verpflichtet, von diesen Dingen zu sprechen. Die Akasha-Chronik5 als geistige Schrift der Welt ist eine geistige Chronik des Werdens. Das Herauslesen aus dieser Akasha-Chronik ist durchaus in manchen Fällen außerordentlich schwierig und mühevoll. „Das Fünfte Evangelium ist das Anthroposophische Evangelium6 und zeigt uns, dass das dreijährige Christus-Leben das einzige Leben in einem menschlichen Leibe ist, das ohne Karma gelebt wurde, auf welches der Begriff von Karma im menschlichen Sinne nicht anwendbar ist“7. Das ist die Verkündigung des >Fünften Evangeliums<. Aus diesem Grunde war auch das unendliche große Leiden des Christus8 ein unschuldiges unverdientes Leiden.


Nach Aussage von STEINER soll das >Fünfte Evangelium< mit der Antwort auf die Frage beginnen: „Was war das Pfingst-Ereignis?“9 Durch das Pfingst-Ereignis ist es auch möglich, mit hellseherischem Bewusstsein alle die damaligen geistigen Ereignisse aus der Akasha-Chronik herauszulesen, also auch hineinzuschauen in das Bewusstsein der damals beteiligten Personen, wie insbesondere bei den Aposteln10.


Über das >Fünfte Evangelium< als Teil der Akasha-Chronik existieren die entscheidenden Aussagen im hiesigen Kap. Nr. 24-H >Ashram< (zu Rudolf Steiner11) wonach STEINER selbst ausgesagt hat, dass dieses >Fünfte Evangelium< (bis ca. 1920) noch nicht in einer Niederschrift existiert – außer durch die Protokolle seiner Vorträge, die im wesentlichen in dem Buch der Gesamtausgabe mit der Nr. 148 und dem Titel >Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium< zusammengestellt sind12.


Jedoch muss man sagen, dass es auch andere Personen gibt, die ebenso aus (allerdings teilweise atavistischer) Hellsichtigkeit heraus entsprechende Darlegungen gemacht haben, so z.B. LEVI H. DOWLING mit seinem sog. >Wassermann-Evangelium<13 mit dem Untertitel „Von Jesus dem Christus“, aber auch Therese Neumann aus Konnersreuth14 und Anna Katharina Emmerich15, sowie auch Anita Wolf16, die alle über das Erdenleben des Christus Jesus durch rückgewandtes hellseherisches Lesen in der Akasha-Chronik berichtet haben.


Dann gibt es das unvergleichliche Werk von JAKOB LORBER, wo in den 10 Bänden > Das Große Evangelium Johannes< das Wirken Jesu in den drei Erdenjahren, sein Lehren und Handeln wie in einem exakten Tonbandprotokoll wortgetreu in seiner ganzen Wahrheits- und Weisheitstiefe wiedergegeben wird17.


Tatsächlich stimmen auch einzelne (jedoch nicht unbedingt wesentliche) Erkenntnisse von Rudolf Steiner nicht mit den visionären Schauungen jeweils von Anna Katharina Emmerich und von Therese Neumann aus Konnersreuth (unabhängig voneinander und wiederum jeweils nicht unbedingt kompatibel) überein. Während STEINERs geisteswissenschaftliche Darlegungen durch mühselige menschliche Arbeit errungene Erkenntnisse sind, so handelt es sich bei den Schauungen der beiden Seherinnen um durch göttliche Gnade zustande gekommene Wahrnehmungen.


Die jeweils dahinterstehende Lebensleistung dieser beiden Frauen liegt wiederum in einem unendlichen Leiden, welchem beide Personen ausgesetzt waren. Jede der beiden genannten Seherinnen war zeitversetzt unmittelbar in der Gegenwart von Jesus von Nazareth vor 2000 Jahren, und sie konnten (oder mussten) jeweils alles als teilnehmende Beobachterinnen miterleben. Darin liegt natürlich eine doch sehr starke Authentizität begründet.


Wahrscheinlich gibt es noch Darlegungen von ganz anderen Hellsehern, die ich allerdings nicht kenne. Auch finden sich umfangreiche Aussagen über das Leben von Jesus in dem URANTIA-Buch (vermittelt von hohen Wesenheiten aus geistigen Reichen oberhalb unseres Lokaluniversums), wobei dort eben „Michael von Nebadon“ statt des Ewigen SOHNES in Jesus Christus inkarniert gewesen sein soll. Aus dem URANTIA-Buch werden hier noch entscheidende Darlegungen über den „Unendlichen Geist“ referiert werden.


Das Pfingstfest feiern wir nun bekanntermaßen als jährliche Wiederholung des Ereignisses von vor 2000 Jahren. Nach POWELL18 soll es jedoch nicht nur dieses jährliche Geschehen geben, sondern es soll die Jahrtausendwende vom 20. zum 21. Jahrhundert am 01.01.2000 dargestellt haben das Weltenpfingsten. Dies soll bedeutet haben die Oktave19 des Golgatha-Ereignisses im Ätherischen, wobei dieses ätherische >Mysterium von Golgatha< am 3.-5. September 1999 stattgefunden haben soll. Ich selbst habe darüber in meinem Kapitel Nr. 41-A >Sonnenfinsternis<20 (und folgende Teile) berichtet, u.a. aus persönlichem Erleben heraus.


So wie der ätherische Christus21 der Mittelpunkt dieses Golgatha-Ereignisses (im Jahre 1999) war, so steht die göttliche Sophia22 im Mittelpunkt dieses Weltenpfingstens (des Jahres 2000). Sie versucht, die Geburt des Christus im Innern hervorzubrignen, die Menschen von Jüngern zu Aposteln zu verwandeln. Das ist die Bedeutung des Ereignisses zu Beginn des ´sophianischen Jahrtausends`, nämlich für alle Menschen den Beginn einer neuen Ära in ihrer Beziehung zu Christus und Sophia anzuzeigen, wenn und insoweit sie sich bewusst dafür entscheiden“23.


Dabei sind die mit dem Weltenpfingsten verbundenen geistig-kosmischen Ereignisse nicht nur vorübergehender Natur. Vielmehr dauern sie an und dienen als Grundsteine für das spirituelle Leben des neuen Jahrtausends. Und POWELL regte noch vor der Jahrtausendwende an: „Mögen wir alle inspiriert sein, diese großen Ereignisse am Ende des Jahrtausends in einer würdigen Weise zu feiern, damit wir Geburtshelfer sein können für das neue Jahrtausend, und zwar im Innern und nach außen, zur Schaffung einer neuen Menschheit und einer neuen Kultur“24.


Bei HURTAK & HURTAK in >Überselbst Erweckung< wird dann sogar nicht nur von einem Weltenpfingsten (was den Planeten Erde beträfe), sondern von einem kosmischen Pfingsten gesprochen (was mindestens unser Sonnensystem umfassen würde), welches durch die ewige Flamme eingeleitet wird. Jedoch wird dieses kosmische Pfingsten auch erst noch in der Zukunft stattfinden. Es wird dann den gesamten kosmischen Bereich betreffen, der in den Himmeln als zwölf leuchtende Lichtsterne erscheinen wird, welche die Schöpfung erhellen.


So wird die Menschheit einst mit anderen Existenzdimensionen gleichgerichtet sein. Es wird dies des Menschen letzte Taufe sein, die Taufe des Geistes der wiedergeborenen Taube, die nicht mehr in das Fleisch, sondern in des Menschen gesalbtes Bildnis ewigen LICHTES geboren wird25. Das „Bildnis“ ist ganz wesentlich das „Ebenbild Gottes“ im Menschen und muss mit dem „Gleichnis“ verbunden werden, weil sonst eine Lichtkonsistenz nicht festgehalten werden kann26.


Dies ist auch bereits in >Die Schlüssel des Enoch< von J.J.HURTAK mit eindringlichen Worten an die Leser (den Aspiranten) gerichtet: „Die Gedankenformen des Heiligen Geistes Shekinah müssen euer ganzes Bildnis hervorbringen, auf dass ihr rechtschaffene Diener Gottes werdet und alle Gaben des Heiligen Geistes Shekinah in der Verwandlung und Himmelfahrt der physischen Form einsetzt“27.


Erst noch kurzfristig vor dem Posting des 12.05.2016 zum Pfingstfest entdeckte ich Darlegungen über die drei entscheidenden Taufen nach gnostischer Anschauung, wie sie in der >Pistis Sophia< geschildert werden:

1. die Wassertaufe des Fleisches, um den Geist der Befreiung zu empfangen,

2. die Taufe des Heiligen Geistes, um die Aktivierung des Höheren Denkens zu empfangen und

3. die Taufe des Göttlichen LICHTs, um den Lichtkörper zu empfangen, welche auch die Taufe des Sakraments der höheren Wiedergeburt (= Neugeburt) ist.


Diese dritte Taufe (= die LICHTtaufe) setzt einen Aufwärtstrend in das größere Universum in Bewegung, d.h. unseren Exodus aus dieser Welt oder diesem Sonnenspektrum in die Vielfalt der Himmel durch das Fahrzeug von Elias28 (= der Merkabah).


Durch alle drei Taufen kommen die Dienstämter von Johannes Baptista29, welcher Jesus von Nazareth im Jordan taufte (und wo sich die Christus-Entität in Jesus herniedersenkte30) und von Elias31 zusammen und zeigen wie:

1. die Wassertaufe das schlafende Bewusstsein in den höheren kosmischen Samen erweckt,

2. die Taufe des Geistes stattfindet, wenn wir das Christus-Bewusstsein in uns aufnehmen und

3. die Taufe des LICHTs bis in die Elemente des Blutes geht (= unsere DNA-RNA transponiert) und den Körper wiedererweckt (was dem entspricht, dass die Toten zum ewigen Leben erweckt werden).

Elias als derjenige, der den Thronwagen (= die Merkabah) manifestiert, öffnet auch die Schwelle für die Manifestation des Christus.


Taufe ist die Einweihung in die offene Türe, durch die sich Christus vollständig manifestierte, und transformiert den Adamischen Menschen (männlich und weiblich) in den Adam Kadmon (den archetypischen Menschen des LICHTs). Dies geschieht am Ende durch den Geist und durch Christus in Einheit, die uns in die Wasser der Höheren Schöpfung taufen. Darum erscheint die Gestalt der Taube immer in Zusammenhang mit der Wassertaufe, die auf die Schöpfung aus Blut ausgegossen wird“32, so dass die drei Taufen auch als die Wasser-, die Geist- und die Blut-Taufe bezeichnet werden können. Das Wasser, der Geist und das Blut stehen in Übereinstimmung miteinander.


Die Taufe mit LICHT aktiviert die Elemente des Blutes bis zur DNA-RNA und lässt den Körper durch den Gebrauch des LICHTs auferstehen33. Dabei ist die DNA-RNA-Energiespirale im Körper aus dem Göttlichen Bildnis codiert. Jedoch durch die gefallenen Mächte (die Widergöttlichen Wesenheiten) konnte der Mensch nicht mehr seine höhere ICH-BIN-Identität begreifen und verlor das Gleichnis, wobei das Gleichnis die LICHTqualität bedeutet und das Bildnis die menschliche Form aus der göttlichen Form abbildet.


Obwohl also das Bildnis durch den (Sünden-)Fall verdorben wurde, ist es trotzdem im Menschen. Und an dieser Stelle wird auch von den HURTAKs ausgesagt (was ich sonst nur von New-Age-Botschaften und -Literatur kenne), dass tatsächlich wegen dieses Bildnisses Außerirdische versuchen, menschliche Körper zu „ergattern“, um mit diesen Experimente für medizinische Forschungen anstellen zu können. Denn diese Außerirdischen können sich selbst nicht im Bildnis Gottes erschaffen34.


Durch den (Sünden-)Fall wurde zunächst nur das Bildnis verdorben und erst als Folge davon wurde das Gleichnis entfernt, damit es nicht missbraucht werden konnte. So besteht auch die Arbeit Christi darin, das wahre Gleichnis wiederzubringen, also die ursprüngliche LICHTqualität, die verloren gegangen war, welche jedoch die Kraft beinhaltet, das Göttliche Bildnis in seiner Vollkommenheit zu bewahren35.


Im Kapitel Nr. 22-C >Flugträume< sind übrigens auch Darlegungen über die drei Taufen a) der Wassertaufe, b) der Bluttaufe und c) der Feuertaufe, wobei die Begrifflichkeiten sich leider den hier geschilderten Taufen nicht 100 %-ig eindeutig zuordnen lassen und auch bezüglich der Affirmation zur Feuertaufe in Teil 59-E dieses Kapitels keine Eindeutigkeit zu den Darlegungen aus der >Pistis Sophia< existiert.


Wesentliche Aussagen zur Feuertaufe existieren übrigens in Kap. Nr. 22-C >Flugträume< zur Tarot-Karte Nr. XIX, die auch als >Die Sonne< bezeichnet wird. Die Wassertaufe ist des weiteren entscheidend abgehandelt worden im Kap. Nr. 14-F >Ursprungsfamilie< zum Datum des 09.09.1992.


Nach HURTAK & HURTAK im Buch >Überselbst Erweckung< soll das Pfingstfest symbolisch dafür stehen, dass der Aspirant alle Fünf Körper aktivieren muss, um zum Lichtkörper zu werden. Diese Fünf Körper sind geistige Energievehikel des Menschen, die während des Lebens erst entwickelt werden müssen, damit göttliche Energie auf der menschlichen Ebene offenbart werden kann.


Es handelt sich um die folgenden Fünf Körper:

a) Epi-kinetischer Körper,

b) Eka-Körper,

c) Zohar-Körper,

d) Elektromagnetischer Körper,

e) Gematria-Körper,

über welche die wesentlichen Darlegungen im Kapitel Nr. 21-J >Homo Coelestis< erfolgt sind mit Hinweis auf das Kapitel Nr. 51-J >Sonderaufstieg<.


HURTAK legt dar, dass der physische Körper ohne aktive, durch die Macht des Heiligen Geistes auf dem Erdenplan manifestierte spirituelle Gaben nicht genügend Energie aufbringen könne, um sich in das LICHT-Bewusstsein zu entwickeln. Und es schließt sich die Warnung durch den Meister Enoch36 an: „Diejenigen, die nicht durch Einsichten des Heiligen Geistes ausreichend vorbereitet sind, werden nicht fähig sein, bewusst an den ersten Manifestationen der Rückkehr der Meister und ihrer spirituellen LICHTvehikel anteilzunehmen“.


Es werden dann noch verschiedene differenzierte Warnungen angesprochen, die ich jedoch bewusst nicht referiere, um nicht zu viel Entmutigung zu verbreiten, sondern es soll stattdessen der hoffnungsvolle Satz zitiert werden: „Die wahre Ausgießung des Heiligen Geistes wird mit der Vollmacht des VATERs aktiviert, die sich durch das Amt Christi37 darstellt, so dass die Toten erweckt und alle Arten von Krankheit in der Ausgießung des Heiligen Geistes beseitigt werden können“38.


Jedoch bis dahin ist es die Aufgabe der Menschheit, die Kraft des Heiligen Geistes zu erneuern, wie dieser Heilige Geist den Jüngern zu Pfingsten (50 Tage nach Ostern) gegeben wurde. „Als das Ewige LICHT über ihren Häuptern erschien, konnten sie in allen Klangvibrationen und allen Sprachen sprechen, und sie besaßen die Macht, wirklich die Weisheit Gottes zu reden, wie es die Welt während der letzten zweitausend Jahre nicht gesehen hat“39.


Es wurde erwähnt, wie der Christus immer wieder einmal in der Zeit zwischen seiner Auferstehung von den Toten und seiner Himmelfahrt den Jüngern erschienen war und mit ihnen gesprochen hatte. Nun gibt es jedoch auch Darlegungen, z.B. in dem Buch >Das Evangelium der Pistis Sophia< der Herausgeberin C.M. SIEGERT40, dass der Christus selbst noch nach der Himmelfahrt (ja vermutlich überhaupt erst nach Pfingsten) in ganz entscheidender Weise über elf Jahre lang mit den Jüngern in Kontakt getreten und sie über verschiedene Mysterien belehrt haben soll, was als umfangreiche Kosmologie vorhanden ist.


Diese elf Jahre gemäß der Pistis Sophia bestätigt auch STEINER41. >Das Evangelium der Pistis Sophia< ist eine Botschaft des kosmischen, universellen Christus-Geistes vom Mysterium der Seele. Seine Niederschrift wird dem großen Eingeweihten und Gnostiker VALENTINUS aus dem 2. Jh. nach Chr. zugeschrieben42.


Und es wirft sich die Frage auf, wie es möglich war, dass der Christus elf Jahre lang nach seiner Auferstehung im >Mysterium von Golgatha< (Kap. 70) Gespräche führte, obwohl er durch die Himmelfahrt doch eigentlich zum VATER aufgefahren war. Im Kapitel Nr. 26-D >Nachfolge Christi<43 ist zur Himmelfahrt erklärt, dass der Christus zugleich in der Ätheraura der Erde verblieben war.


Es besteht jedoch weiterhin die Frage, in welcher Erscheinungsform der Christus dann mit seinen spezifischen Jüngern sprach, da er eigentlich nur mehr in einem verklärten Geistleib verkörpert sein konnte. Und dies bestätigen HURTAK & HURTAK, insofern dort ausgesagt ist, dass der Christus den Jüngern in seinem Körper der Lichttransparenz nach der Himmelfahrt (bzw. nach Pfingsten) erschien. Dies ist seine verherrlichte Gestalt als Ganzlichtwesen (Engelwesen) in einem herabgedämpften (verschleierten) Lichtzustand44.


Eine hervorragende kommentatorische Interpretation der Pistis-Sophia-Kosmologie existiert denn m.E. auch durch HURTAK & HURTAK, woraus hier in anderen Kapiteln bereits verschiedenste Darlegungen referiert worden sind45. Es ist in dem Kommentar auch ausgesagt, um welche spezifischen Jünger es sich bei diesem Gesprächskreis handelte, der stattfand bei Christi Rückkehr nach seiner Himmelfahrt. Der Kreis bestand aus den sieben Männern Andreas, Jakobus, Johannes, Matthäus, Petrus, Philippus und Thomas zuzüglich der vier Frauen Maria Magdalena, Maria (der Mutter Jesu), Martha und Salome46.


Die Himmelfahrt Christi legt das Ende seiner irdischen Mission nahe; jedoch wird in der >Pistis Sophia< von seiner Wiederkunft und Fortsetzung seiner Offenbarungen gesprochen, in welchen er eine post-evangelische Lehre vom Heiligen Geist enthüllt. Der auferstandene Christus kehrte zurück und bestätigte einerseits durchaus noch einmal die Lehren der Evangelien, vermittelte jedoch zugleich in seiner umfangreichen Kosmologie, dass dieser Planet Erde nur ein kleiner Bestandteil seines Auftrages war. Daraus wird die ungeheure Größe seines Amtes deutlich47.


Auf die Frage, was Pfingsten geistig für den Kosmos und für den Menschen bedeutet, wird im >Flensburger Heft< geantwortet, dass Pfingsten erst noch eintreten wird in der Zukunft. Zur Zeit (Aussage von 2003) ist es noch nicht ganz auf der Erde angekommen. Es ist das Fest der geistigen Verständigung. Alle Menschen werden dann in der Lage sein, ohne irdische Sprache miteinander zu kommunizieren. Das wird dann ein inspirativer Vorgang sein. Sie werden sich in inspirativen Ideen miteinander unterhalten.


In diesem Zusammenhang werden auch Aussagen über den Heiligen Geist gemacht, der danach eher als der „heilende Geist“ zu bezeichnen ist. Wie der Vatergott der Urbeginn allen Seins ist, so ist der heilende Geist die Zukunft, die Erfüllung allen Seins. „Der heilende Geist ist das, was Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als Ergebnis umhüllt. Diese Hülle ist wie eine Art leuchtendes Ei. Wenn diese Hülle vollständig geschaffen sein wird, kann die Christus-Wesenheit das himmlische Jerusalem erst erfüllen. Apokalyptisch ist es die Braut“48.


Am 26.01.2015 las ich dann zufällig bei HURTAK & HURTAK in dem Buch >Überselbst Erweckung< einen Passus mit ganz ähnlichen Worten: „Unser Bewusstsein tritt ein und verbindet sich mit unserem Überselbst an dem Punkt der kosmischen Unendlichkeit, wo Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Ewigen Jetzt eins werden“49.


Eine weitere Aussage fand ich dann am 21.05.2015 in demselben Buch, wo es um die sieben höheren Chakren geht: „Mögen es uns diese jetzt aktivierten höheren Chakren (8.-14. Chakra) mit ihren Spektralresonanzen ermöglichen, zur Fusion zwischen dem Göttlichen Wort von heute und dem von morgen und dem der Ewigkeit zu werden“50.


Und dann, wenn alle 14 Chakren (also einschließlich der sieben niederen Chakren) aktiviert sind, soll die Wirkung und das Amt des Heiligen Geistes hervorströmen, welcher die Gaben bringt, die zum Öffnen der heiligen Siegel nötig sind51. So wird sich dann die Göttliche Gegenwart durch Lichtwolken versinnbildlichen52.


Fortsetzung folgt im Teil C des Kapitels Nr. 59 >Ewiges Jetzt<.


1 STEINER/GA148/S.34f.

2 Abendmahl: siehe FN in Teil 59-A >Ewiges Jetzt<.

4 STEINER/GA148/S.36

5 Akasha-Chronik: siehe FN und Text im Kapitel Nr.1-C >Einleitung< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1882196/1-C-Einleitung-3-).

6 Anthroposophisches Evangelium: = identisch mit dem >Fünften Evangelium<, da dies von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophischen Bewegung aus hellseherischer Forschung heraus erkannt worden ist (Anm.d.Verf.). Nähere Ausführungen darüber finden sich in FN und Text zum >Fünften Evangelium< im Kap. Nr. 24-H >Ashram< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1922780/24-H-Ashram-141-).

7 STEINER/GA148/S.48

8 unendliches großes Leiden des Christus: Worin dieses spezifisch bestanden hat, ist ausgeführt im Kap. Nr. 70-B >Mysterium von Golgatha<.

9 STEINER/GA148/S.22

10 STEINER/GA148/S.26

12 Rudolf Steiner: Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium (= GA 148).

13 Über Dowling und sein >Wassermann-Evangelium< existieren Darlegungen in zwei Fußnoten im Kap. Nr. 1-C >Einleitung< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1882196/1-C-Einleitung-3-).

14 Therese Neumann aus Konnersreuth: FN im Kap. Nr. 7-D >Tyrannei< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1890176/7-D-Tyrannei-31-). - Die hier zugrunde gelegte Literatur über ihre Schauungen stammen von BEKH/Therese von Konnersreuth (oder Die Herausforderung Satans).

15 Anna Katharina Emmerich: Über ihre Person finden sich Darlegungen im Kap. Nr. 23-B >Priesterseele< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1920044/23-B-Priesterseele-129-). Die hier zugrunde gelegte Literatur über ihre Schauungen betrifft: A.K.EMMERICH/ Das erste Lehrjahr Jesu (Bd. 2 von 6 Bänden).

16 Anita Wolf: über ihre Person und ihr Werk siehe FN im Kap. Nr. 1-F >Einleitung< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1883336/1-F-Einleitung-6-). - Die hier angesprochene Literatur ist: ANITA WOLF/Die vier Marksteine aus dem Leben Jesu (3 Bände: „Die Geburt“; „Gethsemane/Golgatha“; „Gericht als Barmherzigkeit Gottes). – Von ANITA WOLF stammt das gewaltige Hauptwerk >UR-Ewigkeit in Raum und Zeit<, aus dem hier verschiedentlich referiert wurde.

17 Jakob Lorber: über seine Person und sein Werk siehe FN im Kap. Nr. 1-F >Einleitung< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1883336/1-F-Einleitung-6-). - Die hier angesprochene Literatur ist: JAKOB LORBER/Das Große Evangelium Johannes.

18 POWELL/Das größte Geheimnis unseres Zeitalters/S.125-132

19 Oktav(e): In der katholischen Liturgie ist darunter die Nachfeier der Hochfeste Weihnachten, Ostern und Pfingsten mit Abschluss am achten Tag zu verstehen (D/F/S.507). – Hier bei POWELL muss dies in einem weiteren kosmologischen Sinne (und Zeitspanne) gedacht werden.

21 ätherischer Christus: siehe FN über „Wiederkunft Christi“ im Kap. Nr. 58-D >Inseln des Lichts< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1990724/58-D-Inseln-d-Lichts-328-).

22 Zur göttlichen Sophia vergleiche die verschiedenen Darlegungen gemäß der >Pistis Sophia< (nach einer Ausdeutung von HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia/Seite xi +folgende) in den betreffenden Kapiteln dieser Autobiographie:

a) Text im Kap. Nr. 55-H >Neue Zeit< Text im Kap. Nr. 55-B >Neue Zeit< über die Kosmologie (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1982516/55-B-Neue-Zeit-310-);

b) Text im Kap. Nr. 57-A+B >Zum 13. Äon< http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1989128/57-A-Zum-13-Aon-321-);

c) Text im Kap. Nr. 58-D >Inseln des Lichts< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1990724/58-D-Inseln-d-Lichts-328-).

23 POWELL/Das größte Geheimnis unseres Zeitalters/S.126

24 POWELL/Das größte Geheimnis unseres Zeitalters/S.126

25 HURTAK&HURTAK/Überselbst Erweckung/S.315

26 Zum Bildnis und Gleichnis siehe ganz entscheidend das Kapitel 21-C+D+F >Homo Coelestis<.

27 HURTAK/Schlüssel des Enoch/S.551/Schlüssel 319:73

28 Elias: siehe FN in Kap. Nr. 51-B >Sonderaufstieg<.

29 Johannes Baptista: siehe FN in Kap. Nr. 51-i >Sonderaufstieg<.

30 Zur Jordantaufe: siehe im Text des Kap. Nr. 44-D >Jesus, der Christus Gottes<.

31 Elias und Johannes Baptista: Zwischen diesen beiden Individualitäten soll die Beziehung (nach Aussagen von HURTAK&HURTAK in >Pistis Sophia<, S.70f.) wie folgt gewesen sein, worüber es sonst die verschiedensten Spekulationen in esoterischer Literatur gibt: Johannes Baptista (also der Täufer) soll nicht der reinkarnierte Elias gewesen sein, sondern die Seele, die in Elias gewesen ist, war fähig, ihren Bewusstseinsplan durch das Wesen von Johannes Baptista zu manifestieren. Also nur die Seele von Elias ist in den Körper von Johannes Baptista gelegt worden, nur die Psyche, nicht das Pneuma. Die Seele von Elias gehört übrigens zu den Söhnen Gottes, den Höheren Herren, durch die gefallene Programme im niederen Kosmos erlöst werden.

32 HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia (mit Kommentar)/S.73

33 HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia (mit Kommentar)/S.949-Glossar

34 HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia (mit Kommentar)/S.64

35 HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia (mit Kommentar)/S.62+64

36 Enoch ist der Meister-Schreiber von des VATERs “Schöpfungstafeln” (HURTAK/Schlüssel des Enoch/S.574-Glossar). = ==> Henoch; = ==> Hermes (im Stichwortverzeichnis).

37 Amt Christi: siehe die Darlegungen im Text des Kapitels Nr. 44-C+F >Jesus, der Christus Gottes<.

38 HURTAK/Schlüssel des Enoch/S.550/Schlüssel 319:63-65

39 HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia/S.73

40 CHRISTA M. SIEGERT: (Hrsg.): Das Evangelium der Pistis Sophia. Hermanes T. Verlag, Bad Teinach Zavelstein, 1991, S.7

41 RUDOLF STEINER: Die Tempellegende und die Goldene Legende (= GA93). Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz 1991, S.40.

42 SIEGERT/S.1

44 HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia/S.35f.

45 In welchen Kapiteln sich bereits Darlegungen über die >Pistis Sophia< befinden, ist bereits in einer der vorstehenden Fußnoten hier in Teil 59-B aufgelistet worden.

46 HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia/Seite xi (+folgende)

47 HURTAK&HURTAK/Pistis Sophia/S.35

48 >Flensburger Heft< Nr. 79: Was die Naturgeister uns sagen. Hrsg.: Flensburger Hefte Verlag GmbH, Flensburg 2003, S.194f.

49 HURTAK&HURTAK/Überselbst Erweckung/S.73

50 HURTAK&HURTAK/Überselbst Erweckung/S.87

51 HURTAK&HURTAK/Überselbst Erweckung/S.90

52 HURTAK&HURTAK/Überselbst Erweckung/S.93