Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (341)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Whistleblower (62.B) Schacher

…Gefangener von Putin?


vorangestellte Inhaltsangabe zum Kapitel Nr. 62 >Whistleblower< (B)

 

Ankündigung der Auslieferung an die USA. Zusicherung des US-Justizministers. Austausch gegen KGB-Agenten. Angebliche „Rückkehr“ statt „Auslieferung“. Fernseh-Nachrichten sind aktueller als das Internet. Transitzone gehört zum Hoheitsgebiet von Russland. Lebensqualität der Transitzone im Vergleich zum US-Gefängnis. Snowden wie als Gefangener von Putin, der ihn zu „verschachern“ droht. Occupy-Proteste sollen von der Wirkung her wie ein Witz sein. Jedoch: Rechtschaffenheit verfügt fast nie über physische Macht. Putin als einer der „würdigsten“ Nachfolger in der Tradition von Stalin. Unrechts-Urteile. Doppelagenten Litwinenko und Skripal. Rudolf Steiner. Stalin als roter Diktator.

 

Charakter von Putin: Er hat Angela Merkel seinem relativ großen schwarzen Hund ausgesetzt bei einem Staatsempfang. Perverser Sadismus, auch wenn der Hund friedlich und zahm war. Mindestens 30.000 Bissverletzungen durch Hunde pro Jahr in Deutschland. Reiche russische Oligarchen. Ausplünderung des Staates. Armutsrate auf 50 % erhöht. Putin wird trotzdem vergöttert. Präsidentschaftswahlen in Russland am 18.03.2018. Der einzig ernsthafte Konkurrent Nawalny wurde von Putin ausgeschaltet. Boris Nemzow, der einst vielversprechender Kandidat war, ist am 27.2.2015 ermordet worden. 2700 Wahlverstöße. Vorherige Beeinflussung des Volkes. Putin wurde bei einer Wahlbeteiligung von 67 % mit 76,7 % der Stimmen gewählt. Seine 4. Amtszeit (nur unterbrochen durch die „Strohmann“-Präsidentschaft von Medwedew). Giftanschlag auf Skripal war kein Nachteil für Putin. Putin will kein 5. Mal kandidieren: „Glauben Sie, dass ich hier sitze, bis ich 100 bin?“ Angela Merkel lehnt eine Stellungnahme zu ihrer potentiellen 5. Kandidatur vollkommen ab. Russlandwahl: Fälschung von Stimmzetteln. Putin: „Ich akzeptiere jedes Ergebnis , welches mir erlaubt, als Präsident zu regieren.“ Putin muss die Kontrolle über die konkurrierenden Seilschaften in der Elite behalten.

 

Weg von Russland: Tausende von Menschen weltweit leben in unerträglichen Situationen. Fürbitten für alle bedrängten Menschen. Sonderfall von Edward Snowden. Pressekonferenz vor Menschenrechtlern: Russland nur als Übergangsstation. Weiterreise nach Lateinamerika. Gerüchte über freiwillige Zusammenarbeit mit dem russischen Geheimdienst FSB sind unglaubwürdig. Musterdiktatur Russland mit dem Neu-Zaren Putin als Schutzpatron. Wahl von Moskau aus Notsituation unter Zeitdruck. Die ungewisse Zukunft zehrt am Köpergewicht. Option der Auslieferung als ungeheurer Verrat. Ehrenwerter Aufruf, Geld für Snowden zu sammeln. Die besten Anwälte der Welt könnten Snowden in den USA nicht retten. US-Illuminaten sind in ihrem Machtwahn durch die Enthüllungen gekränkt.

 

FN: Schacher. Internationaler Gesichtsverlust. Occupy-Proteste. Nawalny. Farce. Plebiszit.

 

Am 27.07.2013 sah ich um 21:15 Uhr die Nachrichtensendung „heute-journal“ im ZDF, die wegen eines Fußball-Spiels um diese verschobene Uhrzeit gesendet wurde. Dort wurden neue Nachrichten zu Edward Snowden benannt, die sofort meine Wachsamkeit und Fürsorge aufriefen. Es wurde tatsächlich doch als letzte Meldung ausgesagt, dass der russische Kreml-Chef Wladimir Putin[1] in Betracht ziehen würde, Snowden real (und nicht nur als Hypothese) an die USA auszuliefern, sofern diese ihm versichern, dass Snowden dort nicht gefoltert werden würde und nicht der Todesstrafe ausgesetzt wäre. Dies hat der US-Justizminister Eric Holder dann auch tatsächlich schriftlich versprochen.

Und es wurde im „heute-journal“ die Vermutung geäußert, dass Putin die Auslieferung tatsächlich in Betracht ziehen würde, um im Gegenzug die Freilassung von ehemaligen russischen KGB-Agenten o.ä. zu erwirken, die jetzt in US-Gefängnissen sitzen.

 

Eine solche Auslieferung wurde bisher strikt abgelehnt mit dem Hinweis auf internationale Konventionen, die verbieten, einen Menschen abzuschieben, der um vorläufiges Asyl gebeten habe. Außerdem gebe es mit den USA kein bilaterales Auslieferungsabkommen. Von dem US-Botschafter McFaul wird nun jedoch behauptet, die USA hätten nicht die „Auslieferung“, sondern die „Rückkehr“ Snowdens gefordert[2].

„Zurückkommen“ kann jemand jedoch nur freiwillig, d.h. eine Rückkehr kann nicht gefordert, sondern nur erbeten werden. Welcher Mensch wäre so selbstmörderisch, um auf eine solche Bitte in dem speziellen Fall schon einzugehen?

 

Kurz nach den Nachrichten um 21:15 Uhr habe ich dann versucht, über alle möglichen Webseiten im Internet die Aussagen aus dem Fernsehen verifiziert zu bekommen. Jedoch muss ich sagen und allen (meinen) Lesern zu Bewusstsein bringen: Das Internet hinkt ja total hinterher, wenn es um die neuesten und aktuellsten Informationen geht. Nirgendwo habe ich wirklich diese letzte Nachricht zu einer realen Auslieferung als Schacher[3] gegen gefangene KGB-Agenten gefunden.

Die wesentlichen Informationen im Internet waren alle höchstens vom 26.07.2013, außer dass es 643 Kommentare gab, die in der Zeit bis zum Abend des 27.07.2013 gepostet worden waren (bis 24:00 Uhr), die jedoch alle anscheinend bis 21:15 Uhr keine Fernsehnachrichten gesehen hatten; denn niemand bezog sich auf diese letzte Meldung[4].

 

Man muss sich nun real diese Ungeheuerlichkeit zu Bewusstsein bringen, die in der wirklichen Ankündigung der Auslieferung liegt: Snowden hat in Russland Asyl gesucht, und wenn er dies auch bis aktuell zum 27.07.2013 nicht bekommen hat (nach letzten Meldungen – Aussagen des russischen Rechtsanwalts Kutscherena von Snowden - angeblich aus bürokratischen Gründen[5]), so ist ihm jedoch Unterschlupf in der Transitzone des Moskauer Flughafens gewährt worden, die allerdings zum Hoheitsgebiet von Russland gehört.

 

Darauf hat ein Kommentator[6] A. am 26.07.2013, 15:37 Uhr) hingewiesen, dass dieses Flughafenareal ganz normales russisches Staatsgebiet sei mit der vollen (völkerrechtlichen) Souveränität Russlands. Dass Russland den Transitbereich intern, im bürokratischen Sinne und für gewisse Sachfragen, anders behandelt, ist ganz allein Russlands Sache und kann nach Gutdünken geändert werden[7]. – Ich fürchte, dass dies der Realität entspricht.

 

Der Kommentator B. wiederum schrieb am 27.07.2013 um 20:15 Uhr, dass das Existieren-Müssen im Bereich eines Flughafens zwar nicht das Non-plus-ultra sei, aber doch immer noch tausendmal besser, als mit Millionen von vorwiegend schwarzen Häftlingen in US-amerikanischen Staatsgefängnissen seine Strafe abzusitzen bis zu seinem Lebensende und unbarmherzig zu verschimmeln, während die „Erzteufel“ ungestört und ungeniert weitergehen können[8]. – Mit den „Erzteufeln“ ist wohl so etwas ähnliches gemeint, wie dies sonst in esoterischer Literatur mit den Illuminaten oder Dunkelmächten oder Minions bezeichnet wird.

 

Bezüglich der Transitzone durfte jedoch sowohl Snowden davon ausgehen, dass Russland ihn schützen würde, als auch dass Russland im Prinzip nicht die Machtbefugnis hätte, ihn an die USA auszuliefern. Denn Edward Snowden ist ja kein Gefangener von Putin.

In einem Kommentar von C. (vom 26.07.2013, ca. 15:00) wurde Bezug genommen darauf, dass der russische Geheimdienst FSB mit dem US-amerikanischen Geheimdienst FBI über das Schicksal von Snowden verhandeln würde und der Kommentator sagt aus: Snowden tut weiß Gott gut daran, den Transitbereich des Flughafens NICHT zu verlassen“. Und dann die m.E. entscheidende Aussage: „Es war klar, dass er von Putin irgendwann verschachert wird“[9]. (Dieser Kommentator hatte als einziger wohl auch etwas von diesem Austausch gegen KGB-Agenten gehört, nahm aber keinen ausdrücklichen inhaltlichen Bezug darauf; Anm.d.Verf.).

 

Ähnlich wie es meine Anschauung ist, dass ein internationaler Gesichtsverlust[10] für Putin ihn nicht im Geringsten interessieren würde, so ist von dem Leser-Kommentator D. am 26.07.2013 um 15:41 Uhr aufgegriffen worden, dass eine Auslieferung an die USA lediglich eine kurzfristige Presse erhalten und dann gar nichts mehr passieren würde. Die Amerikaner würden Snowden unter Verschluss halten, bis sie sukzessive das Gerichtsverfahren durchziehen würden. Der Leser D. schreibt: „Mir tut der Mann leid: Mein Wunsch wäre ja, dass er in Deutschland Zuflucht findet und die westliche Welt nach und nach in einer ´ehrlichen` Debatte reformiert“. Jedoch niemand will sich die Finger verbrennen und die Occupy-Proteste[11] seien sowieso von der Wirkung her ein Witz[12]. – Es ist eben so, dass jegliche Rechtschaffenheit fast nie über physische Macht verfügt und nur der Umweg über den Geist oder mentale Prozesse bleibt.

 

Ich selbst hatte mir einmal geschworen, als ich die Autobiographie begonnen habe zu schreiben, dass der einzige Mensch auf der Welt, über den ich aus guten Gründen niemals eine Aussage machen wollte, der russische Präsident Putin sei. Jedoch werde ich dem Vorhaben jetzt ziemlich untreu und will es einmal so formulieren: Gibt es einen Menschen auf dieser Welt, der sich irgendwelche Illusionen über Putin macht als einen der „würdigsten“ Nachfolger in der Tradition von Stalin, wenn auch offiziell abgemildert durch den vorangeschrittenen Zeitgeist?

 

Glaubt jemand ernsthaft, dass man in der Presse etwas davon erfährt, wie viele Menschen in Russland auf Nimmerwiedersehen verschwunden sind? Bekannt werden nur die wenigen offiziellen Unrechts-Urteile, um die sich auch kaum ein Mensch kümmert. Und die Doppelagenten Litwinenko und erst am 13.03.2018 Skripal (und seine vermutlich unschuldige Tochter) sind nicht die einzigen, die Giftanschlägen durch den russischen Geheimdienst in Großbritannien ausgesetzt sind und waren. Dabei ist Litwinenko daran verstorben, was ich im Kap. Nr. 24-J >Ashram< verarbeitet habe, da auch Rudolf Steiner mit großer Wahrscheinlichkeit 1923/1924 von Gegnern vergiftet worden ist, was jetzt allerdings nichts mit Putin zu tun hat.

 

Wer nichts über Stalin weiß, möge dies einmal bei WIKIPEDIA nachlesen, schrieb ich noch 2013. Mittlerweile kann ich jedoch auf eigene Darlegungen bezüglich Stalin (den roten Diktator) hinweisen, die ich im Kapitel Nr. 73-N >Bewusstsein< erst im Jan.2017 hier in die Autobiographie eingefügt habe, der allerdings tausendfach schlimmer war als Putin.

 

Um nur einen ganz kleinen Einblick in den Charakter von Putin zu geben, möchte ich hinweisen darauf, dass er doch tatsächlich Angela Merkel (die erst noch am 14.03.2018 zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin der BRD vereidigt worden ist, und über die ich auch verschiedentlich durchaus kritische Anmerkungen bezüglich ihrer Flüchtlingspolitik gemacht habe) vor mehreren Jahren bei einem ihrer Staatsbesuche (es war wohl im Jahre 2007 im russischen Sodschi gewesen) mit seinem relativ großen schwarzen Hund konfrontiert hat, den Putin einfach völlig frei in dem Staatsempfangsraum herumlaufen ließ, während Angela Merkel wie angewurzelt auf ihrem Sessel sitzen musste.

 

Der Hund selbst erwies sich offensichtlich als ganz friedlich und zahm (was ein fremder Mensch ja nicht wissen kann); jedoch wusste Putin von Angela Merkels Angst vor großen Hunden (da sie 1995 einmal von einem Jagdhund gebissen worden war), und dann eine solche Handlung zu vollziehen, ist ein unglaublicher Machtmissbrauch und perverser Sadismus und sprengt zudem ganz sicher das diplomatische Protokoll von solchen Staatsempfängen. Menschen, die so handeln wie Putin, kann ich nur verachten. Über die Situation gibt es definitiv Videoaufnahmen, die auch mehrfach im Fernsehen gesendet worden sind.

 

In Deutschland kommt es jedes Jahr zu Tausenden von Bissverletzungen durch Hunde[13]. Es gibt darüber bundesweit keine offizielle Statistik, da es für Bisswunden keine Meldepflicht gibt, sondern nur Angaben des „Deutschen Ärzteblattes“. Dessen Angaben schwanken zwischen 30.000 und 50.000 Bissverletzungen pro Jahr. Am gefährdetsten sind Kinder und ältere Menschen. In den Statistiken tödlicher Bissattacken dominieren u.a. Schäferhunde, Bullterrier und Rottweiler. Dabei sollen die Zahlen der gemeldeten Bisse immer mehr angestiegen sein, was vermutlich daran liegt, dass es immer mehr Hunde in Deutschland gibt[14].

 

Zurück zu Russland: Wie sich die Lebensverhältnisse des russischen Volkes nach dem Zusammenbruch des Kommunismus noch mehr verschlimmert haben, als dies sowieso schon seit vielen Jahrhunderten der Fall war, ist im Kapitel Nr. 17-B >Erscheinen einer Sonne< dargelegt[15]. Dort ist die Herrschaft einer kleinen Gruppe von Oligarchen geschildert, die das gesamte Vermögen des Staates ausgeplündert und die Armutsrate auf 50 % erhöht haben. Trotzdem „vergöttert“ das russische Volk seinen Präsidenten, wie ich dies in der Fußnote zu Wladimir Putin in Kap. 62-A ausgesagt habe.

 

Am 18.03.2018 waren erneut Präsidentschaftswahlen in Russland und obwohl es noch sieben Mitbewerber gab, hatten diese nicht die geringste Chance. Seinen einzigen wahren Konkurrenten Alexei Nawalny[16] hat Putin schon vorsorglich vor Monaten (bzw. seit Jahren) ausgeschaltet, indem er ihn seit Jul.2013 wegen „Unterschlagung“ gerichtlich verurteilen ließ. Durch Einschreiten des „Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte“ musste Nawalny jedoch auf Bewährung freigelassen werden.

 

Trotz der Widerrechtlichkeit der Verurteilung ist Nawalny im Dez.2017 die Kandidatur zur Präsidentschaftswahl 2018 untersagt worden, was in Wahrheit nicht nur für diese eine Wahl gilt, sondern im Prinzip für alle Wahlen in der Zukunft, da Nawalny als vorbestraft gilt. Und Putins größter Gegner, Boris Nemzow, ist auf offener Straße mit 55 Jahren am 27.02.2015 erschossen (also ermordet) worden. Boris Nemzow galt vor diversen Jahren nach Präsident Jelzin als durchaus aussichtsreicher russischer Präsidentschaftskandidat. (siehe im Kap. Nr. 24-J >Ashram).

 

Schon im Verlauf des Wahlsonntags (18.03.2018) gab es Berichte, wonach diverse unabhängige Beobachtungsgremien (u.a. aber auch von Nawalny und von der OSZE[17]) tausende von Beanstandungen (mehr als 2.700 Verstöße) bei der Durchführung der Wahl registriert haben. Und auch im Vorfeld gab es massive Beeinflussungen in allen möglichen Organisationen (z.B. in Universitäten, in Betrieben u.a.). Viele Wähler erklärten, sie seien von ihren Arbeitgebern unter Druck gesetzt worden, ihre Stimme abzugeben. Sie sind z.B. mit Bussen in die Wahllokale gefahren worden.

 

Diese Beeinflussungen zielten darauf ab, die Bevölkerung unbedingt a) überhaupt zur Wahl und b) natürlich speziell für Putin zu drängen. So betrug die Wahlbeteiligung immerhin ca. 67 % und Putins Ergebnis ca. 76,7 %, womit er erwartungsgemäß die Präsidentschaftswahl haushoch gewonnen hat und sechs weitere Jahre an der Macht bleiben wird. Dies ist jetzt Putins vierte Amtszeit (die nur durch den von mir so bezeichneten „Strohmann“ Dmitri Medwedew[18] einmal vier Jahre lang unterbrochen war; Anm.d.Verf.). Putin und Medwedew sind seit ca. 1990 kameradschaftlich befreundet.

Der heftige Streit mit der britischen Regierung über den Giftanschlag am 04.03.2018 auf den Ex-Agenten Sergej Skripal (und dessen Tochter, die beide weiterhin in Lebensgefahr schweben) in der südenglischen Stadt Salisbury scheint Putin weitere Wähler zugetrieben zu haben[19].

 

Nach dem Ende seiner jetzigen 6-jährigen Amtszeit (also 2024) darf Putin (der jetzt 65 Jahre alt ist) nicht noch einmal antreten und hat auch eindeutig nicht die Absicht, noch jemals wieder zu kandidieren, wie er dies in einem Interview auf https://www.welt.de eindeutig gesagt, wobei der Bericht den doch fast amüsanten Titel trägt: „Putin nach der Wahl: Glauben Sie, dass ich hier sitze, bis ich 100 bin?“. Diese Aussage von Putin finde ich schon fast sympathisch und sie ist so ganz anders, als dies Angela Merkel in einem Interview noch am 14.03.2018 geäußert hat, wo sie eine jegliche Stellungnahme, ob es noch eine fünfte Kandidatur zur Bundeskanzlerin für sie geben werde, vollkommen abgelehnt hat.

 

Nun noch einmal Aussagen bezüglich der Wahl in Russland: Wenn es nicht so traurig wäre, hätte man sich insbesondere totlachen können über eine durch eine Videokamera mitgeschnittene Handlung, wie jemand gleich massenhaft vorbereitete Stimmzettel bündelweise in eine Wahlurne warf. Dies bedeutet, dass Stimmzettel gefälscht worden sind. Sowohl dies als auch ein kurzes Interview mit Putin, nachdem er selbst seinen Stimmzettel in einem Wahllokal eingeworfen hatte, sind so absurd, dass einem die Worte fehlen. Sagte doch Putin wortwörtlich tatsächlich (allerdings auf russisch, was eben übersetzt wurde): „Ich akzeptiere jedes Ergebnis, welches mir erlaubt, als Präsident zu regieren“[20]. Dies wurde um 20:00 Uhr in den ARD-Nachrichten gesendet. Und ansonsten? Würde er alle mit Gift umbringen?

 

So hat der Journalist REINHARD VESER dann auch bereits um 21:53 Uhr am 18.03.2018 folgenden Kommentar zur Wahl in Russland veröffentlicht mit den Worten: „Es wäre falsch, die sog. Präsidentenwahl in Russland nur als Farce[21] abzutun. Sie hat zwar nichts mit einer Wahl im Sinne einer freiheitlichen Demokratie zu tun, aber sie ist auch kein völlig leeres Ritual“. Dann führte VESER sinngemäß aus: Es gehe darum, a) die Machtstrukturen durch alle Staatsorgane zu sichern und b) braucht Putin das Plebiszit[22] zu seiner Person, um die Kontrolle über die konkurrierenden Seilschaften in der Elite zu behalten. Und so kann niemand etwas gegen Putin unternehmen, ohne das gesamte System zu gefährden[23].

 

Wegen meines Engagements in Bezug auf Edward Snowden hier in diesen autobiografischen Studien könnte sich berechtigterweise jemand fragen, warum ich mich so sehr damit befasse, obwohl es bestimmt Tausende von Menschen auf der Erde gibt, die auch in unerträglichen Lebenssituationen sind. Und tatsächlich habe ich auch vor ca. 6 bis 8 Jahren (also ca. ab 2005) in einer monatelangen Lebensphase für jegliche (alle) Menschen auf dieser Welt gebetet, die in dieser oder jener Bedrängnis waren. Dabei habe ich für jede spezifische Bedrängnis eine extra Fürbitte formuliert, ob dies Menschen in Gefängnissen betraf, die von Wärtern oder Mitgefangenen schikaniert oder gefoltert werden, ob dies Frauen betraf, die zur Prostitution gezwungen wurden, ob Menschen, die von Todesstrafe bedroht waren, ob Kinder, die sexuell missbraucht oder misshandelt werden, ob es sich um Menschen in Kriegsgebieten handelt, z.B. in Israel und Palästina usw. usf.

 

Dies hat im Rahmen meiner sonst noch weiteren >Meditation< (Kapitel Nr. 40) einen sehr großen Raum eingenommen und ich habe dies monatelang täglich durchgeführt. Jedoch habe ich es irgendwann durch die vielfältigen eigenen Schwierigkeiten einfach nicht mehr geschafft, dies fortzuführen. Ich habe es immer mehr verkürzt, bis ich dann zu anderen notwendigen >Meditationen< übergegangen bin. So muss ich mich heutzutage darauf beschränken, in bestimmten Einzelfällen meine Kraft in diese spezielle Fürbitte, u.z. hier z.B. für Edward Snowden zu investieren. Ich bin speziell auf ihn natürlich durch das Fernsehen aufmerksam geworden, weil eben die massive Verfolgung durch die USA mir so stark und als Fragwürdigkeit zu Bewusstsein kam, wie ich dies in Teil 62-A dargelegt habe.

 

In dem kurzen Fernsehbericht des „heute-journals“ vom 27.07.2013 wurde Edward Snowden aus einer Entfernung von vielleicht 20 Metern gezeigt, wo er wohl vor wenigen Tagen gegenüber Reportern anscheinend eine Pressekonferenz abgehalten hat. Bzw. er hat wohl einer Gruppe von Menschenrechtlern gegenüber erklärt, er betrachte Russland nur als Übergangsstadium und wolle sobald wie möglich nach Lateinamerika weiterreisen[24].

Gerüchte, dass Snowden freiwillig(!) mit dem jetzigen russischen Geheimdienst FSB zusammenarbeiten würde, halte ich für mehr als fragwürdig. Denn überhaupt Snowdens Flucht nach Moskau kann man ganz sicher nur als aus der Not geboren ansehen.

 

Ein Kommentator (als 5. Beitrag am 26.07.2013 um 15:41 Uhr) hat aufgegriffen, dass es wohl von Snowden eine sehr unglückliche Wahl war, „sich ausgerechnet die Musterdiktatur Russland mit deren Neu-Zaren Putin als Schutzpatron im Kampf für mehr Demokratie zu suchen“[25]. - Man muss befürchten, dass diese Aussage sich bewahrheiten wird. Jedoch habe ich bereits angedeutet, dass die Wahl von Moskau ganz sicher bei Snowden aus der Notsituation unter Zeitdruck heraus geboren worden ist.

 

Was ich jetzt jedoch aussagen wollte unter Bezugnahme auf den Fernsehbericht vom 27.07.2013, ist, dass allein aus dieser etwas größeren Entfernung von 20 Metern (und auf meinem nicht so sehr großen Fernsehbildschirm) ich sehen konnte, wie Edward Snowden Körper-Gewicht verloren hatte, obwohl er natürlich vorher auch schon total schlank war. Es zerriss mir das Herz, ihn so „abgemagert“ zu sehen: denn natürlich ist klar, dass er genügend zu essen bekommt, dass aber bei der Ungewissheit seiner Situation vermutlich genau das eingetreten ist, wie ich dies ebenfalls bereits in Teil 62-A geschildert habe und durch eigenes Erleben der Agonie untermauert habe. Ich will dies hier gar nicht wiederholen, weil es mich schon im Ansatz erneut belastet.

 

Edward Snowdens ungewisse Zukunft ist eine unerträgliche Situation. Beziehungsweise kann man jetzt eigentlich schon sagen: Die durch Putin offiziell verkündete Option in Bezug auf eine in Betracht zu ziehende Auslieferung an die USA ist ein ungeheuerlicher Verrat an Edward Snowden. Denn selbst wenn Edward Snowden nicht gefoltert werden sollte usw. – was für einen Gerichtsprozess soll er schon von diesen verbrecherischen US-Illuminaten zu erwarten haben? Was für ein Urteil soll dabei schon herauskommen? Bestimmt nicht ein Jahr auf Bewährung!!! Denn er wird der Spionage angeklagt!

 

Da hilft das gute Ansinnen des FDP-Politikers Wolfgang Kubicki auch sehr wenig, der vorschlägt, in Deutschland solle Geld für Snowden gesammelt werden, damit ihm in den USA gute Anwälte finanziert werden können[26]. Was sollten die besten Anwälte der Welt gegen die Übermacht der US-Illuminaten ausrichten, die zutiefst in ihrem Machtwahn durch die Enthüllungen gekränkt sind (siehe die Darlegungen in meinem erst später ausgearbeiteten Kapitel Nr. 64 >Zorn der Eliten<).

Was Snowden trotz bester Rechtsanwälte zu erwarten hätte, kann man aus dem folgenden Fall von Bradley (jetzt: Chelsea) Manning schlussfolgern.

 

Fortsetzung folgt in Teil C des Kapitels Nr. 62 >Whistleblower<.

 

 



[1] Wladimir Putin: siehe FN in 62-A; siehe Text hier im Kap. 62-B.

[2] http://www.bild.de/politik zu dem Artikel „Wie eng ist Snowden mit Russlands Geheimdienst?“ vom 25.07.2013, 17:32 Uhr.

[3] Schacher: Handel mit Feilschen (HERRMANN/Rechtschreibung/S.818

[4] http://www.spiegel.de/politik zu dem Artikel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

[5] http://www.bild.de/politik zu dem Artikel „Wie eng ist Snowden mit Russlands Geheimdienst?“ vom 25.07.2013, 17:32 Uhr.

[6] Die Namen der zitierten Leser-Kommentatoren habe ich jetzt (im Mrz.2018) anonymisiert und einfach mit Großbuchstaben durch nummeriert.

[7] Dies ist einer von 643 Kommentaren (bis 24:00 Uhr am 27.07.2013) zu http://www.spiegel.de/politik mit dem Titel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

[8] Dies ist einer von 643 Kommentaren (bis 24:00 Uhr am 27.07.2013) zu http://www.spiegel.de/politik mit dem Titel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

[9] Dies ist einer von 643 Kommentaren (bis 24:00 Uhr am 27.07.2013) zu http://www.spiegel.de/politik mit dem Titel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

[10] internationaler Gesichtsverlust: Dies haben seit Anfang des Jahres 2014 die unglaublichen Ereignisse einer russischen Annektion der ukrainischen Halbinsel Krim und die seitdem von Putin fortgesetzt verfolgte Okkupation der Ostregionen der Ukraine gezeigt, wo Putin unter dem Deckmantel von sog. „Separatisten“ vor aller Weltöffentlichkeit die völkerrechtlichen Genfer Konventionen bricht (Anm.d.Verf.).

[11] Occupy-Proteste: Proteste der weltweit heterogen organisierten Occupy-Bewegung, die z.B. Forderungen erhebt, dass soziale Ungleichheiten, Spekulationsgeschäfte von Banken und der Einfluss der Wirtschaft auf die Politik bekämpft werden. Die Demonstranten sehen sich als Stellvertreter der unteren 99 %, die den reichsten 1-% gegenüberstehen (nach http://de.wikipedia.org).

[12] Dies ist einer von 643 Kommentaren (bis 24:00 Uhr am 27.07.2013) zu http://www.spiegel.de/politik mit dem Titel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

[13] Bissverletzungen durch Hunde: siehe Text hier im Kap. Nr. 62-B >Whistleblower<.

[14] Ein Artikel der Autorin LEA KALBHENN mit dem Titel: „Neue Beißstatistik zeigt: Dackel, Boxer oder Schäferhund? Das sind die gefährlichen Hunde in Deutschland“ auf https://www.focus.de vom 02.07.2015.

[16] Alexei A. Nawalny ist ein russischer Rechtsanwalt und führender oppositioneller Aktivist. Er ist nationalistisch-demokratisch eingestellt und erlangte spätestens seit 2009 eine große Popularität unter Bloggern und Lesern seines Blogs (nach WIKIPEDIA).

[17] OSZE: Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Diese hatte bei der Wahl 2018 in Russland 600 Beobachter im Einsatz (Bericht mit dem Titel: „Russlands Präsident Putin: Wahlsieg nach Plan“ vom 19.03.2018 auf www.deutschlandfunk.de ).

[18] Dmitri A. Medwedew: Er war von 2008-2012 Präsident Russlands und ist seit dem 8.5.2012 Ministerpräsident der Russischen Föderation (nach WIKIPEDIA).

[19] Bericht mit dem Titel: „Russlands Präsident Putin: Wahlsieg nach Plan“ vom 19.03.2018 auf www.deutschlandfunk.de ).

[20] Die Filmaufnahme wurde in der ARD in den Nachrichten am 18.03.2018 gesendet.

[21] Farce: 1. derb-komisches Lustspiel, 2. abgeschmacktes Getue, billiger Scherz (D/F/S.235).

[22] Plebiszit: Volksbeschluss (D/F/S.568).

[23] Ein Kommentar von REINHARD VESER mit dem Titel: „Wahl in Russland: Wie weit geht Putin?“ auf www.faz.net vom 18.03.2018.

[24] http://www.bild.de in dem Artikel „Will Snowden jetzt in Russland bleiben?“ vom 24.07.2013 um 13:53 Uhr.

[25] Dies ist einer von 643 Kommentaren (bis 24:00 Uhr am 27.07.2013) zu http://www.spiegel.de/politik mit dem Titel „USA schließen Todesstrafe für Snowden aus“ vom 26.07.2013 um 17:09 Uhr.

[26] http://www.bild.de in dem Artikel „Will Snowden jetzt in Russland bleiben?“ vom 24.07.2013 um 13:53 Uhr.