Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (344)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Schicksalshüter (63.A) Progression

 

 

Das Kapitel Nr. 63 besteht aus den vier Teilen A, B, C und D.

vorangestellte Inhaltsangabe zum Kapitel Nr. 63 Schicksalshüter

 

Teil A: Gewaltiger Fortlebensplan geistiger Progression. Engel-Chor der Seraphim. Schutzengel. Manko in der Esoterik: divergierende Konzepte. Mangelnde Differenzierung bezüglich des Begriffs „Engel“. Unterste Hierarchie-Stufe der Angeloi. Nicht jeder Mensch hat einen eigenen persönlichen Schutzengel. Zwei Gruppen von Bedingungen: Zugehörigkeit zu einem Reservekorps oder Verlobung mit dem Justierer. Sieben Kreise der Intellektualität und Geistigkeit müssen bewältigt werden. 7 Grundkräfte der Schöpfung. Die betreffenden Bewusstseinsstufen müssen erschlossen werden. Die Gotteseigenschaften fließen auf elliptischen Bahnen als Energie. 7 Himmel mit je 7 Untersphären. Direkte Führung durch Jesus Christus. Inneres Wort. Intellekt zunächst als widergöttliches Verstandesdenken. Durchlichtete Gehirnzellen durchlässig für den göttlichen Strom. Herzdenken. Ab dem dritten Kreis ein eigener Schicksalshüter. Noch höhere Entwicklung führt umso schneller zum Paradies. Verherrlichte Heilige und Märtyrer brauchen nicht durch die Todespforte. Sie werden vom SOHN erfasst. Nach Fusionierung mit dem Justierer gelangen sie direkt zu den Auferstehungshallen. Vor der Einswerdung mit dem Justierer hat der Mensch keinen Namen im Universum. Ersteigung der Kreise der planetarischen Progression verlangt stabile Nerven, ausgewogene chemische Funktionen und ausgeglichenes Wachstum. Erst beim innersten Kreis kann der Justierer zum Menschen sprechen. Fähigkeit zur kosmischen Schau. Der sterbliche Mensch sollte an dem Glauben festhalten, dass er ein Sohn des ewigen Gottes ist.

 

Teil B: Kosmische Kreise des Persönlichkeitswachstums. Widerstände der materiellen Existenz. Verlängerung der Probezeit. Fortgeschrittener Status eines Übergangswesens. Es wird von den geistigen Instanzen keine absolute Vollkommenheit verlangt. Dem kämpfenden Sterblichen wird die aufsteigende Laufbahn gewährt. Allen Willensgeschöpfen wird eine wahre Gelegenheit zuteil. Treffen der ewigen Wahl. Vorrücken vom 7. Kreis nach innen. Seraphisches Engel-Paar als Schutzengel. Cherub und Sanob als Komplement (Vertreter) zum Schicksalshüter. Aufschlüsselung, mit wie vielen anderen Menschen man sich einen Gruppenhüter teilen muss. Erst ab dem dritten Kreis erhält der Mensch einen persönlichen Engel. Herabkunft des Engels. Gemeinsame Regentschaft mit dem Engel notwendig, sonst immer schwierigere Lebenssituationen. In der persönlichen Traum-Vision herrschte mit dem Engel eine gewisse Liebe. Verifizierung dieser Liebe als realer Faktor durch das URANTIA-Buch. Gedicht von Christian Morgenstern >Der Engel<. Anders als bei verschmähter Liebe Pein, wartet der Engel immer geduldig auf den Menschen. Die Engel könnten über die eigensinnige Unduldsamkeit und Sturheit der Menschen weinen ohne physische Tränen. Keine Flügel. Geistige Emotionen. Jedoch kein Nachempfinden von tierischer Angst. Okkupation durch widergöttliche Wesen verursachen die Beklommenheit. Anrufung von geistigen Instanzen zur Hilfe. Psychopharmaka. Abwehr der Besessenheit. Entschluss, gottähnlich zu werden. Eintreten in den dritten Kreis. Reservekorps der Bestimmung.

 

Teil C: Hundert qualifizierte Seraphim bewerben sich um einen höher entwickelten Menschen. Welche Menschen im Dienst für das Reservekorps ausgewählt werden. Einsatz in möglichen planetarischen Notsituationen. Die meisten betreffenden Menschen haben keinerlei Wissen über ihre Mission. Die Schulung erfolgt in der Tiefe ihres Gemütes. An diesem unbewussten Training sind oft zahlreiche himmlische Persönlichkeiten beteiligt. Offenbarung des URANTIA-Buches mithilfe eines Mediums. Beim Channeling-Vorgang dringen die Mittler-Geschöpfe des Heiligen Geistes in das Bewusstsein des betreffenden Menschen ein. Diesen vorausblickenden Menschen ist der geistige Fortschritt der Zivilisation zu verdanken. Höchste geistige Wesenheiten können so in den Reichen der Menschen Einfluss nehmen. Gewisse sterbliche Reservisten haben Kontakt mit ihrem göttlichen Justierer. Zusammenbruch der evolutionären Kultur. Erlöschen des Lichts der lebendigen Wahrheit. Bewahrer von planetarischem Wissen. Universumsbewusste kosmische Bürger. Verlobung mit dem innewohnenden Justierer. Seelische Wiedergeburt. Mystische Hochzeit. Bleibende Rettung der Seele. Dritte Einweihung. Transfiguration und Verklärung. Vakuum von Shamballa. Bild des Unsterblichen Himmlischen Menschen. Silberner Fingerring als Zeichen für geistiges Verlöbnis. Reale Verlobung mit dem Justierer als innewohnendem göttlichen Geist. Ein extra großer goldener Fingerring wie von einer übermenschlichen Wesenheit. Das seraphische Wirken für die Sterblichen. Dienst in materieller Gestalt sehr selten, aber möglich. Es sind schon bedeutende Persönlichkeiten von ihrem Seraph gerettet worden. Hauptaktivität ist die Manipulation des menschlichen Umfelds. Der Mensch soll sich der Gegenwart des Justierers bewusst werden. Viele himmlische Wesen arbeiten am Menschen einheitlich zusammen. Der Schicksalshüter versucht, den Menschen zu beeinflussen, ohne in seinen Willen einzugreifen. Impuls zum Gebet wird oft vom Schicksalshüter gegeben.

 

Teil D: Die Schutzengel bewahren nach dem Tod des Menschen seine Identität und nehmen alle Aufzeichnungen über ihn in Gewahrsam. Erlöschen des Lotsenlichts im menschlichen Verstand. Irdisches Ende des Menschen wird den geistigen Instanzen gemeldet. Beileids-Gedicht. Sinn des erniedrigten Seins. Wiedererlangen des Bewusstseins auf der Residenzwelt. Der Justierer ist die Identität des Menschen. Neuzusammenfügung der Faktoren des aufsteigenden Sterblichen. Menschen mit Gruppenhüter werden am Ende des planetarischen Zeitalters versammelt. Es gibt auch Menschen, die ein Fortleben abgelehnt haben. Aufhören der Geschöpfesexistenz. Auferstehung der Ungerechten. Erstes Erwachen an den Gestaden der Residenzwelt. Reale Begegnung mit dem eigenen Engelsgefährten. Gegenwärtigkeit des eigenen göttlichen Justierers. Ewige Vereinigung mit dem Justierer. Der Schutzengel führt den Menschen durch verschiedene Welten unseres Lokaluniversums. Die Weisheit und Kultur der Melchizedeks. Begegnung mit dem Souverän „Christ“ Michael von Nebadon. Der weitere Weg durch das Zentraluniversum Havona. Erwachen an den Gestaden des Paradieses. Ewige Verbindung zwischen dem Menschen und seinem Engel. Zusammenarbeit im göttlichen Dienst. Schicksalshüter als die am höchsten eingestufte seraphische Aufgabe. Übergang von der Zeit in die Ewigkeit durch Transitschlummer. Der Engel als Korrelierer von Verstand und Morontia. Er manipuliert das irdische Umfeld des Menschen. Engel-Chor der Angeloi. Der Justierer wirkt von innen und durch die Seele. Der Engel wirkt von außen durch das gesellschaftliche, ethische und moralische Umfeld. Der Seraph als Lehrer der sich entwickelnden Natur des Menschen. Er führt den Menschen in die zerklüftete Gebirgslandschaft sittlicher Wahl und geistigen Fortschritts. Gedichtzeile von RILKE.

 

FN: (Teil A): Justierer. Wirrwarr. Urantia, Residenzwelt (Residenzsphäre, des Vaters Wohnungen, Himmel). Michael von Nebadon versus Jesus Christus. Erster Kreis.

(Teil B): Sanob. Christian Morgenstern.

(Teil C): Reservekorps der Bestimmung. Anerkennung. Belohnung. Mittler-Engel (Mittler-Geschöpfe). Physische Überwacher.

(Teil D): Abendstern (Gabriel von Salvington als Heller Morgenstern). Nebadon. Dispensation. Auferstehung. Urantia. Dekret. Jerusem. Satania. Edentia. Norlatiadek. Melchizedeks. Salvington. „Christ“ Michael (von Nebadon). Orvonton. Havona. Paradies-Insel. Uversa. Sekonaph. Seraphington. Finalitätskorps. Transit, Korrelierer. Morontia.

 

 

63. Schicksalshüter (A)

 

In irgendeinem Kapitel hatte ich angekündigt, dass ich als Nächstes etwas über >Immortality< (Unsterblichkeit) schreiben wollte, wo der Begriff des Justierers[1] abgehandelt werden sollte. Im Manuskript habe ich schon alles Material zusammengetragen. Ich schaffe jedoch den inhaltlichen Aufbau aus intellektuellen Gründen nicht, da ich Querverbindungen zu anderen Konzepten ziehen wollte, was mir jedoch nicht gelingt.

 

Neben dem Justierer ist nun die zweite bedeutsame Wesenheit, welche den Menschen bis fast in alle Ewigkeit begleitet, sein Schutzengel, der noch etwas professioneller als >Schicksalshüter< bezeichnet wird. Da es inhaltliche Zusammenhänge bezüglich beider Entitäten (dem Engel und dem Justierer) gibt, die ich automatisch mit ausgearbeitet hatte, ziehe ich hier nun die Bearbeitung zum >Schicksalshüter< vor, was mir etwas leichter gefallen ist. Jedoch habe ich es überhaupt erst geschafft, dieses Kapitel Nr. 63 mit den vier Teilen A bis D am 17.08.2013 fertig zustellen und musste die Inhaltsangaben mit etwas Verzögerung ergänzen.

 

Zur geistigen Einleitung steht in dem URANTIA-Buch bezüglich des >Schicksalshüters<, wie der gewaltige Fortlebensplan geistiger Progression ausschließlich für uns sterbliche Menschen geschaffen worden ist. Und in den Dienst von uns Menschen haben sich die >Schicksalshüter< gestellt, die sich aus dem Engel-Chor der Seraphim rekrutieren und welche besser bekannt sind unter der Bezeichnung des „Schutzengels“[2].

 

Über den Schutzengel des Menschen sind bereits einige spezifische Darlegungen erfolgt in meinem Kapitel Nr. 5-A >Herabkunft des Engels<[3], wo allerdings Aussagen zu verschiedenartigen hierarchischen Ebenen von Engeln und nach unterschiedlichen Konzepten eingearbeitet worden sind, neben einigen eigenen Erlebnissen mit Engeln in Träumen.

Ganz besonders an diesem Kapitel Nr. 5 wird das große Manko in der Esoterik deutlich, wie es diverse Konzepte gibt, die keine Verbindung zu anderen Begriffssystemen herstellen, so dass man oft nicht weiß, wann dasselbe oder etwas anderes gemeint ist.

 

Gerade an dem Begriff „Engel“ kann man in meinem Kap. Nr. 5 erkennen, wie z.B.

a)      zwischen dem Solaren Engel und dem Schutzengel kein Unterschied gemacht wird,

b)      wie zwischen dem innewohnenden göttlichen Geist (= dem Justierer) und dem Engel kein Unterschied gemacht wird, wobei in dem dortigen Kapitel der Begriff des Justierers noch gar nicht auftaucht, weil er mir überhaupt noch nicht bekannt war,

c)      wie das Ego (= die Seele) mit dem Engel gleichgesetzt wird, während es eher (aber nicht unbedingt) identisch ist mit dem Justierer,

d)      wo überhaupt nicht klar ist, wer als immanenter Gott bezeichnet wird,

e)      wo von dem Kausalkörper als wie von einem Engel gesprochen wird,

f)        wie das Lichtkörper-Überselbst ebenfalls als Engel abgehandelt wird und

g)      dass eine Verschmelzung mit dem Engel (bzw. Solarpitri) stattfinden soll, obwohl diese mit dem Justierer erfolgt.

 

Dies ergibt letztlich ein perfektes Chaos. Dieses Chaos ist mir damals bei der Ausarbeitung (im Jahre 2007) noch gar nicht so zu Bewusstsein gekommen, da ich das Konzept des Justierers aus dem URANTIA-Buch überhaupt noch nicht kannte. Erst dieses Konzept hat mir über den Wirrwarr[4] und das Durcheinander die Augen geöffnet.

 

Nach Darlegungen im URANTIA-Buch rekrutieren sich nun die >Schicksalshüter< aus der Engel-Ordnung der Seraphim. Dies ist bereits etwas, was in anderer Esoterik über die neun Chöre der Engel-Hierarchie so nicht der Fall ist, wo die Seraphim die höchste (neunte) Stufe in der Engel-Hierarchie einnähmen, oberhalb der Cherubim, während der Schutzengel des Menschen sich aus der untersten Hierarchie-Stufe der „Angeloi“ rekrutiert. Jedoch kann ich dieses Problem jetzt nicht klären, und glücklicherweise sind die weiteren Ausarbeitungen trotzdem möglich.

 

Jedenfalls sind die >Schicksalshüter< die geistigen Helfer der sterblichen Menschen. Die „seraphischen Hüter“ (wie sie auch genannt werden) sollen nach dem URANTIA-Buch die traditionellen Engel des Himmels sein. Sie wirken auf dem Planeten Urantia[5] bereits seit den frühesten Zeiten menschlicher Intelligenz, womit m.E. seit der Mitte des Lemurischen Zeitraumes gemeint sein müsste. Die >Schicksalshüter< waren auf Urantia lange die einzige erkannte Gruppe von Engeln.

 

Dabei ist die Lehre von den >Schicksalshütern< kein Mythos. Jedoch ist die landläufig schon im Volksglauben propagierte Annahme (die auch außerhalb von Esoterik und Religion bekannt ist), dass jeder Mensch einen eigenen Schutzengel habe, so nicht unbedingt korrekt[6], obwohl es dazu divergierende Aussagen gibt. Wie sich dies genau verhält, wird hier noch näher dargelegt.

 

Zum Trost für jeden, der sich unsicher ist, ob ihm bereits ein eigener >Schicksalshüter< zugehörig ist, will ich jedoch die divergierende Anschauung gleich zuerst benennen, was ich so hier erst Anfang Okt.2015 ergänzt habe. Nach Darlegungen in der Zeitschrift >Geistiges Leben< aus der Richtung von JAKOB LORBER gibt es die Aussage, „dass es keinen Menschen geben soll, der nicht wenigstens drei Schutzgeister, zwei Engel und einen großen Engel hätte, über die noch ein Siebenter war“ (der jedoch nicht näher benannt ist)[7].

 

Die Differenz zu den noch folgenden Darlegungen liegt eventuell in der Höhe der Engel-Stufe begründet; denn allein der Begriff von den „drei Schutzgeistern“ legt nahe, dass es sich „nur“ um Elementarwesenheiten[8] zu handeln scheint, die wiederum dem Willen von Engeln folgen. Und bei den zwei Engeln, die einem großen Engel untergeordnet sein sollen, wird es sich eben um Engel aus der Stufe der Angeloi handeln, die wiederum unter einen großen Engel von einer noch höheren Ebene subsumiert sind. Jedenfalls ist hiernach kein Mensch allein gelassen.

 

Nach Anschauung des URANTIA-Buches soll der Erhalt eines Schutzengels durchaus an bestimmte Bedingungen geknüpft sein. Einen individuellen, persönlichen >Schicksalshüter< erhalten nämlich nur zwei Gruppen von Menschen[9]:

a)      diejenigen, die durch besondere geistige Bestrebungen in einem sog. Reservekorps[10] aufgenommen worden sind (was später in Teil 63-C noch erklärt wird) und

b)      diejenigen Menschen, welche die höchste Entscheidung getroffen haben, nämlich wenn dieser Mensch sich mit seinem innewohnenden „Justierer“ verlobt hat, worüber in Teil 63-C ebenfalls noch Ausführungen gemacht werden.

 

Diese beiden Gruppen werden als übernormale Verstandestypen bezeichnet, die mit großer Entschlusskraft und Potential zu geistigen Leistungen begabt sind. Jedoch bis diese Potentiale auch bei diesen Menschen sich manifestiert haben, gelten für sie dieselben Bedingungen, wie für alle anderen Menschen, die hier als „die Masse aller mittleren, normalen menschlichen Verstandestypen“ bezeichnet werden. Alle diese Menschen werden eingeordnet in eine von sieben Klassen und müssen sich dann mit einer bestimmten Anzahl von anderen Menschen einen einzigen >Schicksalshüter< teilen.

 

Die sieben Klassen werden gebildet dadurch, welchen von „sieben Kreisen der Intellektualität und Geistigkeit“ der betreffende Mensch bisher bemeistert hat. Es handelt sich um sogenannte „psychische, kosmische Kreise“, die ein Mensch bewältigen muss[11]. Der persönliche Fortschritt eines Menschen bemisst sich nach der Meisterung dieser sieben kosmischen Kreise[12].

 

Diese sieben kosmischen Kreise werden in dem URANTIA-Buch inhaltlich nicht benannt, ja es wird ausdrücklich gesagt, sie seien so individuell, dass keine allgemeinen Aussagen darüber getroffen werden können[13]. Jedoch gibt es glücklicherweise in anderer Literatur detailliertere Angaben, die hier zur besseren Veranschaulichung eingefügt werden sollen. Es handelt sich um Angaben der Prophetin GABRIELE in ihrem Buch >Der Innere Weg<. Allerdings werden die kosmischen Kreise dort anders bezeichnet, konnten aber von mir definitiv als das Gleiche identifiziert werden.

 

Es handelt sich nämlich um die sieben Grundkräfte der Schöpfung. Diese setzen sich zusammen aus den vier Wesenheiten Gottes, bei denen die Ordnung auf dem äußersten (= siebenten) Kreis ist, auf dem sechsten Kreis ist der göttliche Wille, auf dem fünften Kreis die Weisheit, auf dem vierten Kreis der göttliche Ernst. Und zu den vier Wesenheiten kommen drei göttliche Eigenschaften hinzu, wobei auf dem dritten Kreis die Geduld (= Güte) ist, auf dem zweiten die Liebe und auf dem innersten (ersten höchstrangigen Kreis) die Barmherzigkeit (= Sanftmut)[14]. Das Erschließen der ersten vier geistigen Bewusstseinsstufen bedeutet Erweiterung des geistigen Bewusstseins hin zum göttlichen Bewusstsein, in das Absolute Gesetz[15].

 

7. Kreis: Ordnung

6. Kreis: göttlicher Wille

5. Kreis: Weisheit

4. Kreis: Ernst

3. Kreis: Geduld (= Güte)

2. Kreis: Liebe

1. Kreis: Barmherzigkeit (= Sanftmut)

 

Wenn ein Mensch zu Gott aufsteigt, werden diese Geisteskräfte im Laufe seines Reifeprozesses entfaltet. Bei Verwirklichung aller sieben Grundkräfte ist der Mensch dann zu einem reinen Geistwesen geworden.[16]. Das, was im URANTIA-Buch als Kreise beschrieben ist, wird bei der Prophetin GABRIELE dann auch bezüglich der Gotteseigenschaften ausgesagt, dass diese nämlich auf elliptischen Bahnen als Energie fließen[17]. Und es soll entsprechend sieben Himmel geben, in denen jeweils eine Eigenschaft zwar dominant ist, aber jeder Himmel wiederum sieben Untersphären hat, in denen dann zugleich die anderen Eigenschaften verkörpert werden[18].

 

Die sieben Eigenschaften sind des weiteren identisch mit Bewusstseinsstufen, die vom Menschen erschlossen werden müssen. Erst wenn nämlich die ersten vier Bewusstseinsstufen (also Ordnung, Wille, Weisheit, Ernst) weitgehend erschlossen sind, kann >Jesus, der Christus Gottes< (siehe Kapitel Nr. 44[19]) den Menschen unmittelbar (also direkt) führen. Diese Führung erfolgt dann durch die gereinigten Empfindungen aus dem geistigen Bewusstsein oder durch Sein Inneres Wort, das im Innersten des Menschen so klar und deutlich vernehmbar ist, wie die menschlichen Worte im Äußeren[20].

 

Bezüglich des Intellektes wird bei der Prophetin GABRIELE zunächst ausgesagt, wie dieser Intellekt ein völlig widergöttliches Verstandesdenken ist. Dann jedoch wird diese Wertung verändert, indem der Intellekt im Verlauf des Inneren Weges veredelt, verfeinert und verinnerlicht wird. Die vom Gottesgeist immer stärker durchlichteten Gehirnzellen werden mehr und mehr durchlässig für den göttlichen Strom. Aus dem Verstandesdenken wird auf diese Weise „Herzdenken“, das aus dem weitgehend erschlossenen Bewusstsein im Innersten des Menschen strömt[21].

 

Wenn jemand den dritten Kreis erreicht hat, welcher die göttliche Eigenschaft der Geduld (= Güte) bedeutet, bekommt er sogleich einen persönlichen >Schicksalshüter< zugeteilt[22]. Wer noch weiter entwickelt ist (dies müsste dann die Eigenschaft der göttlichen Liebe bedeuten), wird bereits am dritten Tag nach dem natürlichen Tod auf der Residenzwelt[23] neu personifiziert, was das Erwachen der menschlichen Seele anzeigt. Bei noch weiter gehender Entwicklung, wo jemand dann die Eigenschaft göttlicher Barmherzigkeit verkörpert, kann dieser bis zur siebenten Residenzwelt fortschreiten[24]. Für alle ist es jedenfalls der Ausgangspunkt, um weiter zum Paradies[25] zu gelangen.

 

Bestimmte „verherrlichte“ Menschen (womit m.E. Heilige, Märtyrer und entsprechende Menschen gemeint sind) brauchen nicht durch die Todespforte; sie werden sofort vom (göttlichen) SOHN erfasst und werden aus den Reihen der Lebenden entrückt und erscheinen augenblicklich in der Gegenwart des Souveränen Sohnes (damit ist im URANTIA-Buch „Christ“ Michael von Nebadon gemeint und nicht der Ewige SOHN[26]) am Hauptsitz von Nebadon[27].

 

Es sind dies jedenfalls diejenigen Menschen, die schon auf Erden mit ihrem Justierer (ihrem innewohnenden göttlichen Geist) fusioniert haben, also zu Eins mit dem Justierer verschmolzen sind. Diese Menschen begeben sich durch direkten Justierer-Transit zu den Auferstehungshallen der höheren morontiellen (seelisch-geistigen) Sphären[28].

Der Mensch hat im Universum übrigens keinen Namen, bevor er nicht mit dem Justierer fusioniert. Erst dann wird ihm von seinem >Schicksalshüter< der Neue Name für das Universum verliehen[29].

 

Damit ein Mensch die Kreise der planetarischen Progression ersteigen kann vom siebenten bis zum ersten Kreis, wird von ihm eine in jeder Weise ausgeglichene Entwicklung verlangt, die z.B. für mein Leben und meine Person absolut nicht gegeben ist. Man muss mindestens folgende Bedingungen erfüllen[30]:

-         stabile Nerven (über die ich schon einmal von Kindheit an überhaupt nicht verfüge),

-         ausgewogene chemische Funktionen (über die ich auch noch nie verfügt habe),

-         ausgeglichenes Wachstum (welches bei mir wohl auch noch nie gegeben war).

 

Danach würde ich (lapidar gesprochen) noch eine Million Jahre benötigen, um geistig das Entscheidende zu erreichen. Jedoch glaube ich dies nicht wirklich. Ich glaube fest daran, dass diese unausgewogenen Dinge, die z.B. mein jetziges irdisches physisches Leben kennzeichnen, doch in Kürze in der geistigen Welt nivelliert werden können und sich doch alles nach meinem geistigen Streben ausrichten wird.

 

Erst wenn der erste (innerste) Kreis[31] erreicht ist (die göttliche Eigenschaft der Barmherzigkeit oder Sanftmut), kann übrigens der Justierer zum Menschen sprechen, und der Mensch erhält dann die Fähigkeit zur kosmischen Schau[32]. Die Meisterung der psychischen, kosmischen Kreise steht mit dem quantitativen (mengenmäßigen) Wachstum der morontiellen Seele in Verbindung. Aber der qualitative (wertmäßige) Status dieser unsterblichen Seele ist gänzlich abhängig vom Festhalten des lebendigen Glaubens an dem Tatsachenwert mit Paradies-Potential, dass der sterbliche Mensch ein Sohn des ewigen Gottes ist[33], woran ich selbst unbedingt glaube.

 

Fortsetzung folgt in Teil B des Kapitels Nr. 63 >Schicksalshüter<.

 



[1] Der Justierer ist der im Menschen innewohnende göttliche Geist als letztlich eigenständige geistige Wesenheit (nach Darlegungen im URANTIA-Buch/S.1242).

[2] URANTIA-Buch/S.1241

[4] Wirrwarr: mangelnde Klarheit und mangelnde denkerische Folgerichtigkeit (nach HERRMANN/Rechtschreibung/S.1014

[5] Urantia ist der Name unseres Planeten Erde in der Kosmologie des URANTIA-Buches.

[6] URANTIA-Buch/S.1241

[7] Die Aussage ist zitiert in dem Heft >Geistiges Leben< vom 2.Quartal 2015 in einem Artikel von WILFRIED SCHLÄTZ vom 01.03.2015 (S.42) mit dem Titel „Künstliche Befruchtung“ und soll aus JAKOB LORBERs Schrift stammen: Er.01_050,04 (wobei „Er“ vermutlich eine Abhandlung über die Erde und den Mond darstellt).

[8] Elementarwesenheiten: siehe FN im Kap. 53-C >Hoffnung<.

[9] URANTIA-Buch/S.1241f.

[10] Reservekorps: siehe spätere Fußnote bzw. den Text im Kapitel Nr. 63 in Teil C.

[11] URANTIA-Buch/S.1242

[12] URANTIA-Buch/S.569

[13] URANTIA-Buch/S.569

[14] Prophetin GABRIELE/Der Innere Weg/S.1380

[15] Prophetin GABRIELE/Der Innere Weg/S.1359

[16] Prophetin GABRIELE/Der Innere Weg/S.1361

[17] Prophetin GABRIELE/Der Innere Weg/S.1380

[18] Prophetin GABRIELE/Der Innere Weg/S.1365

[20] Prophetin GABRIELE/Der Innere Weg/S.1367

[21] Prophetin GABRIELE/Der Innere Weg/S.1367

[22] URANTIA-Buch/S.569

[23] Residenzwelt (= Residenzsphäre): In jedem Lokaluniversum gibt es ungefähr tausend bewohnte Welten, wovon sieben dieser Welten sog. Residenzwelten sind. Es handelt sich dabei für gewöhnlich um Satelliten oder Unter-Satelliten der Systemhauptwelt. Sie sind die Empfangswelten für die Menschheit der aufsteigenden Sterblichen. Für diese Empfangswelten wird in der Bibel auch der Begriff „des Vaters Wohnungen“ verwendet (URANTIA-Buch/S.341) oder auch der Begriff verschiedener Rangordnungen von „Himmeln“ (URANTIA-Buch/S.553). Nach dem Tod des Menschen findet das Wiedererwachen für ihn (im Normalfall) auf den Residenzwelten von Jerusem statt (URANTIA-Buch/S.1235). (Die gleiche FN ist auch im Kap. Nr. 56-C >Öffnen der Tore< http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1986392/56-C-Offnen-d-Tore-319- und Inhalte sind im Text von Kap. Nr. 58-E >Inseln des Lichts< http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1990952/58-E-Inseln-d-Lichts-329-). - Im Text des Kapitels Nr. 63-D ist ein persönliches Erlebnis geschildert, wie ich am 19.03.2014 im Traum auf eine Residenzwelt geführt worden bin.

[24] URANTIA-Buch/S.569f.

[25] Paradies: siehe spätere FN hier im Kapitel Nr. 63-D.

[26] Zu einer Gegenüberstellung von „Michael von Nebadon“ und dem Ewigen SOHN: siehe FN bei Kap. Nr. 59-E >Ewiges Jetzt< http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1991180/59-E-Ewiges-Jetzt-334-.– Über den Ewigen SOHN finden sich die entscheidenden Darlegungen im Kap. Nr. 44-D >Jesus, der Christus Gottes< http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1946264/44-D-Jesus-Christus-234-, wo zugleich auch Michael von Nebadon thematisiert ist. Siehe auch das Kap. Nr. 61 >Sananda<. – Michael von Nebadon ist übrigens nicht identisch mit dem berühmten Erzengel Michael, der ein Cherub ist (Anm.d.Verf.).

[27] Nebadon: siehe spätere FN im Kapitel Nr. 63-D.

[28] URANTIA-Buch/S.570

[29] URANTIA-Buch/S.1188

[30] URANTIA-Buch/S.1209

[31] Der erste Kreis, welcher dem Göttlichen am nächsten ist (Anm.d.Verf.).

[32] URANTIA-Buch/S.1211

[33] URANTIA-Buch/S.1211