Sternenschnee


Kim Carrey:

Sternenschnee (350)

Esoterische Studien einer Autobiographie

64. Zorn der Eliten, Teil C



Überblick über alle zehn Teile des Kapitels Nr. 64 >Zorn der Eliten<, A-J:

Teil A deutet die Ereignisse mit David Miranda, dem Guardian, das Urteil über Bradley(-Chelsea) Manning, weitere Enthüllungen von Edward Snowden und Verschiedenes an.

Teil B: Zerstörung der Snowden-Festplatten beim Guardian.

Teil C: David Mirandas Festsetzung auf dem Londoner Flughafen.

Teil D: Demaskierung der Illuminaten-Dunkelmächte durch den Terrorismus.

Teil E: Giftgas-Anschlag in Syrien, physische Gewalt, Schädigung der Menschheit, Geldmacht-Apparat der Eliten als Unrechtssystem.

Teil F: Informations-Elite. Sozialstaats-Dämmerung. Missbrauch der Eliten wurde durch die Enthüllungen offensichtlich.

Teil G: Psychoanalyse der Instanzen, welche Snowden, Manning u.a. Whistleblower verfolgen.

Teil H: US-Senator Rand Paul. Bradley(-Chelsea) Mannings edle Motive und Geschlechtsumwandlung. Die Kabale werden auf ihre eigenen Schwerter fallen.

Teile „i“ und J: Aus der ZDF-Reportage „World Wide War“. Der erste Mensch ist mit seinem physischen Körper in die fünfte Dimension aufgestiegen. Stellungnahme zum Syrien-Konflikt. Esoterische Hintergründe von Kriegen.


vorangestellte Inhaltsangabe zum Kapitel Nr. 64 >Zorn der Eliten< (C)


Festsetzung von David Miranda auf dem Londoner Flughafen. Ihm wurde während des Verhörs mit Haft gedroht. Neun Stunden ohne ein „versiegeltes“ Getränk. Mysterium von Golgatha. Miranda war in Berlin bei Laura Poitras gewesen. Diese ist auch schon seit Jahren im Focus der amerikanischen Sicherheitsbehörden. „Die Berliner Snowden-Connection“. Deutschland als Staat mit stabiler Rechtssicherheit. Die Dokumentarfilmerin Laura Poitras kann die Snowden-Dokumente ohne Anbindung an irgendein Kommunikationssystem lesen. Miranda wurde wie ein Krimineller behandelt. Sie nahmen ihm alle elektronischen Geräte und auch persönliche Sachen ab. Er ist der Lebensgefährte von Glenn Greenwald. Vergeltungsaktion, Einschüchterung, Angriff auf die Pressefreiheit. Ernsthafte Bedrohung für alle Journalisten. Outing von Glenn Greenwald als homosexuell. Beschädigung der Reputation ist immer möglich. Julian Assange wird Vergewaltigung einer Frau vorgeworfen. Die Festsetzung von Miranda geht gegen ALLE, die anderen Menschen die Augen öffnen wollen. Edward Snowden hatte sich von den Taten von Bradley Manning inspirieren lassen. Abschreckung für potentielle Verräter funktioniert nicht. Der britische Parlamentarier Keith Vaz. Anti-Terror-Gesetze werden auf Journalisten angewandt. Rekurrierung auf Kriminalfilme im Fernsehen. Verhörszenen in Macho-Manier. Die Kripo repräsentiert die „gute Seite“: Die Staatsanwaltschaft irrt sich in 40 % der Fälle. Der reale Vertreter der Anklage in einer deutschen Gerichtsshow als Psychopath. Bei Miranda gingen Scotland-Yard-Agenten ein und aus, um sich bei der Befragung abzuwechseln. Die USA sollen an dem britischen Vorfall nicht beteiligt gewesen sein, jedoch eine Vorabnachricht erhalten haben. Brasilien beklagte die Unrechtmäßigkeit von Mirandas Festnahme. Miranda: „Die Leute wissen nicht, was wirklich geschieht“. Schikane gegen Miranda und Greenwald wegen ihrer Rolle in der Snowden-Affäre. Ein Gesetz ist zu kleinlicher Rachsucht missbraucht worden. Die US-Geheimdienste können in Wahrheit nicht alle Verschlüsselungen knacken. In den USA gibt es einen starken autoritären Diskurs seit 9/11 unter dem Deckmantel der Terrorismus-Bedrohung. „Jeder, der gegen die großen Mächte auf der Welt aufsteht …“.


FN: Laura Poitras. FBI. En passant. Outing. Reputation. Liebesfilme. Amnesty International (A.I.).


Es wurde in Kapitel 64-B bereits die neun-stündige Festsetzung von David Miranda auf dem Londoner Flughafen Heathrow erwähnt, die am Sonntag, den 18.08.2013 von ca. 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr stattgefunden hat.

Was bei der ersten Bekanntgabe noch nicht so deutlich ausgesprochen worden war, hat David Miranda aber später berichtet, nämlich dass ihm während des Verhör-Marathons wiederholt mit Haft gedroht worden ist. Man bot ihm zwar ein Glas Wasser zum Trinken an, was er sich aber nicht getraute anzunehmen (weil er m.E. zu Recht nicht wissen konnte, ob irgendwelche Substanzen beigemischt sein könnten). Erst nach den acht Stunden zog er sich dann selbst aus einem Cola-Automaten ein sozusagen „versiegeltes“ Getränk (Flasche oder Dose). Ich finde diese Handlungsweise sehr klug von ihm, aber er muss furchtbaren Durst gelitten haben.

Und ich erlaube mir, hier eine kurze esoterische Anmerkung zu machen, die sich eben auf Erleiden von Durst bezieht, wie dieses in einem extremen Fall eben auch ein Merkmal des Kreuzigungsgeschehens im „Mysterium von Golgatha1 war, welches >Jesus der Christus Gottes< (Kap. Nr. 44) durchgemacht hat.


Der 28-jährige Brasilianer David Miranda hatte in Berlin die Dokumentarfilmerin Laura Poitras2 getroffen gehabt, zu der er anscheinend sowohl Dokumente hingebracht hatte als auch von ihr verschlüsselte Daten auf dem Londoner Flughafen bei sich gehabt hat.

Laura Poitras Recherchen haben sie schon vor Jahren in den Focus der amerikanischen Sicherheitsbehörden gerückt. Sie selbst ist schon so oft stundenlang auf Flughäfen festgehalten und befragt worden, dass sie „das Zählen aufgehört hat“3.


Auch seien im vergangnen Jahr 2012 ihr Material und ihre elektronischen Geräte bei der Einreise in die USA ohne richterlichen Durchsuchungsbefehl beschlagnahmt worden. Diese Praxis wird von der US-Justiz seit dem Terroranschlag vom 11.09.2001 geduldet.

Ansonsten scheint Deutschland (und noch spezieller Berlin) für den „Zirkel“ um Edward Snowden ein einigermaßen sicherer Ort zu sein, wie dies in einem Bericht von ZACHARIAS ZACHARAKIS regelrecht übertitelt wird mit den Worten „Die Berliner Snowden-Connection“.


Britische und US-Ermittler haben hier zumindest keinen direkten Zugriff, ohne ein offizielles Verfahren gegen die Journalisten zu eröffnen. Deutschland gilt als Staat mit stabiler Rechtssicherheit. Selbst eine Auslieferung ist nicht ohne Widerstände und öffentliche Diskussion durchzusetzen. Beispielsweise lebt auch der US-Internetaktivist Jacob Appelbaum4 seit längerer Zeit in Berlin“5.

Entscheidend bekannt geworden ist Laura Poitras durch ihren Kontakt zu Glenn Greenwald und zu Edward Snowden. Ihre kritischen Berichte haben Edward Snowden auf sie aufmerksam gemacht; ihre detaillierten Kenntnisse, sich vor Überwachung zu schützen, haben den Kontakt zu ihm ermöglicht.


Anders als Glenn Greenwald soll Laura Poitras in der Lage sein, verschlüsselte E-Mails mit Edward Snowden auszutauschen6, wobei ich jedoch vermute, dass dies doch bestimmt auch mittlerweile Glenn Greenwald können wird. (Ich allerdings kann so etwas leider nicht.) – Laura Poitras besitzt übrigens ein Gerät zum Lesen der Snowden-Dokumente, welches vollständig ohne Anbindung zu irgendeinem Kommunikationssystem sein soll7. Sie arbeitet schon länger an einem Dokumentarfilm über den Überwachungsstaat und hat deshalb sogar eine Wohnung in Berlin angemietet, damit das FBI8 ihr Material nicht durchsucht. –

Der Standort Berlin freut mich nun ganz besonders, da dies ja mein Wohnort ist (und überhaupt meine Heimatstadt), und ich hoffe, sie wird hier geschützt sein. Ich denke (auch) an sie mit Respekt und voller Achtung für ihren Mut und ihre Tapferkeit.


In London sei David Miranda nun massiv unter Druck gesetzt worden und habe den Polizisten sogar die Passwörter zu seinem Telefon und seinem Rechner preisgegeben. Miranda berichtete: „Sie bedrohten mich die ganze Zeit und sagten, ich würde ins Gefängnis gesteckt, wenn ich nicht kooperiere“. Immer wieder seien die Worte „Gefängnis“ und „Polizeiwache“ gefallen. „Sie behandelten mich wie einen Kriminellen oder Menschen, der das Land angreifen will. Es war anstrengend und frustrierend, aber ich wusste, ich habe nichts falsch gemacht“9.


Die Sicherheitsbeamten hatten Miranda u.a. elektronische Geräte wie Mobiltelefon, Laptop, Kamera, Speicherkarten, DVDs und Spielekonsole abgenommen. Miranda ist als Lebensgefährte von Glenn Greenwald natürlich (entgegen anderer Aussagen) doch real in gewisser Weise in die Enthüllungen von Glenn Greenwald bzw. in die von Edward Snowden involviert. Und auch sein Besuch bei Laura Poitras legte diesen Zusammenhang zusätzlich nahe. Glenn Greenwald ist eben derjenige, welcher die Enthüllungen der NSA-Spähaffäre zusammen mit Edward Snowden vorangetrieben hatte.


Durch Greenwalds Veröffentlichungen war auch die Arbeit der britischen Geheimdienste in die Kritik geraten. Hinter den Aktionen gegen Miranda vermutet Greenwald nun eine mögliche Vergeltungsaktion. Greenwald spricht von einem vergeblichen Versuch der Einschüchterung und von einem Angriff auf die Pressefreiheit. Es sei eine ernsthafte Bedrohung für Journalisten überall. Er fühle sich jedoch dadurch ermutigt, weiter aggressiv zu berichten.


Ein Kommentar von „Sandale“ greift auf, wie durch die Festnahme von Miranda der britische Geheimdienst damit Glenn Greenwald „elegant en passant10 geoutet11hat (nämlich als homosexuell12). Und „Sandale“ meint: „Für Homophobe wird er damit diskreditiert. Snowden ist im homophoben Russland im Exil – das passt. Das hätte ich den Amerikanern zugetraut, aber den Briten? Das ist ein neues Alltime Low13. Ein neues „Alltime Low“: eventuell bedeutet dies: ein neuer allgemeiner Tiefststand (Anm.d.Verf.).

Und der Kommentar von „GDH“ erwähnt: „Wenn man lange genug sucht, findet sich wahrscheinlich bei jedem etwas, um dessen Reputation14 zu beschädigen15. - Ich musste dabei sofort an Julian Assange denken, dem in Schweden Vergewaltigung einer Frau vorgeworfen wird, was natürlich schlimm wäre, wenn es der Wahrheit entspräche. Trotzdem müsste man dies abkoppeln von seinem politischen Engagement.


Ein „mr-supersonic“ bezieht sich in seinem Kommentar darauf: „Dass alle elektronischen Geräte konfisziert wurden, hat nur dann Sinn, wenn man die dort gespeicherten Infos untersuchen will, um an die Daten von Snowden zu kommen. … Für mich ist ganz klar, was hier passiert: NSA und ihre Bluthunde suchen nach der schwächsten Stelle.“16 – Anmerkung: Von ZEIT-Online wurde der Kommentar schon als überzogen polemisch bezeichnet.

Und von „Damian Black“ stammen die folgenden Aussagen zu David Mirandas Festsetzung: „Natürlich ging diese Aktion nicht explizit gegen Miranda, Greenwald oder Snowden – sondern gegen ALLE, die es in Erwägung ziehen, weiteren Menschen die Augen zu öffnen, die Ohren zu öffnen – damit jene den Mund öffnen und anfangen, Fragen zu stellen“17.


Edward Snowden hatte übrigens nach seinen NSA-Enthüllungen erklärt, er habe sich von den Taten von Bradley Manning inspirieren lassen. Dies widerlegt die von dem Staatsanwalt Joseph Morrow in seiner Anklage gegen Bradley(-Chelsea) Manning geäußerte Anschauung und Absicht, dass andere potentielle „Verräter“ von dem Urteil an Manning abgeschreckt werden sollen18. -

Der britische Parlamentarier Keith Vaz (der dem sog. „Home of Affairs Select Committee“ vorsitzt) äußerte denn auch seine Besorgnis darüber, „dass Anti-Terror-Gesetze als Erklärung für etwas genannt werden, das nichts mit Terrorismus zu tun zu haben scheint“. Ihm sei zudem neu, dass durch die Regelung auch persönliche Gegenstände konfisziert werden dürfen19.


Wer nun nicht gerade ein spezifisches politisches, gesellschaftskritisches, humanistisches oder übergreifendes globales oder sogar kosmopolitisches (esoterisches) Interesse hat, den werden alle diese Ereignisse und meine Schilderungen sowie nicht interessieren. Denn es geht bei David Miranda um eine Szene aus dem realen Leben, die es tausendfach in allen Kriminalfilmen zu sehen gibt, die ja mehr als Liebesfilme20 extrem beliebt sind. Jeden Tag gibt es im Fernsehen auf verschiedenen Kanälen mehrerer solcher Krimis, so dass fast jeder durchschnittliche Mensch durch diese Fernsehszenen für das reale (kriminalistische) Leben zwangsläufig vollkommen abgestumpft sein muss.


Außerdem werden solche Verhörszenen meist von der Seite der Krimimalbeamten dargestellt, die selbst in den Krimis in ekelhafter „Macho“-Manier (und selbst die weiblichen Kommissarinnen imitieren dieses Verhalten, wenn auch in abgeschwächter Form) ihre Machtposition darstellen. Natürlich sind die Krimalstories thematisch so angelegt, dass die Kripo die „gute“ Seite repräsentiert und der Verdächtige (der potentielle Verbrecher) wie „Abschaum“ behandelt wird, selbst wenn seine Schuld überhaupt noch nicht wirklich durch den Richter festgestellt ist und m.E. in 40 % der Fälle die Staatsanwaltschaft sich vollkommen geirrt hat.


Ganz abstoßend wird dies auch leibhaftig (!) dargestellt von einem ganz bestimmten realen Staatsanwalt in einer der deutschen Gerichtsshows, wo ich mich frage, wieso ein solch geistesgestörter Mensch öffentlich sich so menschenverachtend und feindselig gegenüber einem jeglichen anderen Menschen in den Gerichtsverhandlungen verhalten darf.

Dass dies offensichtlich auch von allen Instanzen so gedeckt wird, ist nur den Zusammenhängen der Illuminaten/Eliten zuzurechnen, sonst müsste dieser Staatsanwalt schon selbst längst hinter Gittern sitzen oder dürfte jedenfalls niemals im Fernsehen so in Erscheinung treten. Allein das ist unfassbar!

Dies alles ist die nun die tägliche (Fernseh-)Realität von Millionen von Menschen. Was will man da für öffentliches Mitgefühl mit David Miranda erwarten oder bezüglich der Enthüllungen von Edward Snowden oder bei der Aktion gegen den „Guardian“ usw.


Im Fall von Miranda beriefen sich die britischen Sicherheitsagenten auf ein Anti-Terrorgesetz, das eine Festnahme ohne richterliche Anordnung und ohne Recht auf juristischen Beistand ermöglicht. Man hatte Miranda allerdings wohl einen Rechtsanwalt angeboten, Miranda hat dies jedoch aus Misstrauen abgelehnt.

Die Polizei rechtfertigt ihr Vorgehen als „juristisch korrekt“. Die Befragung des 28-Jährigen unter Anti-Terror-Gesetzen sei „notwendig“ und „angemessen“ gewesen, hieß es in einer Stellungnahme21.


Ich wurde in ein Zimmer gebracht, in dem (Scotland-Yard-)Agenten ein- und ausgingen, um sich bei der Befragung abzuwechseln“, berichtete Miranda. Sie hätten ihn über sein ganzes Leben ausgefragt und ihm Computer, Handy und den Fotoapparat und andere Geräte weggenommen. Miranda ergänzte noch, dass er allerdings weder bedroht noch aggressiv behandelt wurde22.

Als ich diese Information vom 20.08.2013 in der FAZ online las, fragte ich mich, was wäre gewesen, wenn er seine technischen Geräte nicht (sozusagen freiwillig auf Aufforderung) abgegeben hätte; wenn er sich geweigert hätte, diese herauszugeben? – Später hat Miranda dann auch deutlichere Worte gesprochen – wie schon referiert.


Ich selbst hatte zunächst die Annahme, dass die Festnahme von Miranda durch die Briten in Absprache mit den USA erfolgt sei, was jedoch offiziell relativiert wurde. Die US-Regierung wies jegliche Beteiligung an dem Vorfall von London von sich: „Die USA sind ... nicht involviert“, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses am Montag, den 19.08.2013 in Washington. Jedoch wird es zugegeben, dass das neun-stündige Festhalten von Miranda nicht ohne Wissen der USA geschah. „Die britische Regierung hat uns eine Vorabnachricht zukommen lassen“, teilte ein Sprecher des Weißen Hauses nach Angaben des „Guardian“ mit.


Mirandas Festsetzung sei für die US-Regierung zwar wahrscheinlich gewesen, aber nicht von ihr beantragt worden. „Die Entscheidung zu dieser Maßnahme wurde ausschließlich von den britischen Sicherheitsbehörden getroffen“.

Später – nach der Offenbarung durch den Guardian-Chefredakteur Rusbridger über die erzwungene Zerstörung des Materials von Edward Snowden – war mir klar, dass die britische Regierung auch von sich aus Miranda so festgehalten hatte.


Brasiliens Außenminister Patriota äußerte, die zeitweilige Festnahme Mirandas sei ungerechtfertigt gewesen. „Wir erleben … einige Exzesse und Irrwege in der Folge des Kampfes gegen den Terrorismus“. Miranda selbst hatte auch von der brasilianischen Regierung eine Reaktion erwartet; „denn die Leute wissen nicht, was wirklich geschieht“, sagte Miranda in einem Interview23.

Es sei eine unentschuldbare Maßnahme gegen ihren Staatsbürger. Gegen Miranda habe keine Anschuldigung vorgelegen, die die Anwendung des Gesetzes gerechtfertigt hätte24.


Amnesty International25 bezeichnete den Zugriff als „ungesetzlich und unentschuldbar“. Von einem Zufall könne hier wohl kaum gesprochen werden. Die einzig mögliche Motivation hinter dem Vorfall sei, Miranda und seinen Partner Glenn Greenwald wegen ihrer Rolle in der Snowden-Affäre zu schikanieren26.

Wie bei der ZEIT-Online wird ergänzt: Der Vorfall zeige, wie ein Gesetz zu kleinlicher Rachsucht missbraucht werden könne.


Glenn Greenwald wurde später (Bericht darüber vom 21.08.2013 um 09:56 Uhr) in einem Interview von THOMAS FISCHERMANN befragt, wieso David Miranda überhaupt Dokumente oder Daten von Berlin nach Rio transportieren musste. „Hätte man sie nicht verschlüsseln und über das Internet verschicken können?“ fragte der Reporter.

Greenwald antwortete darauf, dass bestimmte Dateien zu groß seien für das Internet und auch physische Gegenstände sich nicht per Internet verschicken lassen. Und er legte auf Nachfrage dar, dass eben die US-Geheimdienste trotz ihrer ausgeklügelten Technologien doch nicht alle Verschlüsselungen knacken können, wenn diese sicher angewendet werden. Auf einem USB-Stick sind solche verschlüsselten Infos dann relativ sicher.


Und Greenwald machte dann darauf aufmerksam, dass im Fall von Miranda der ganze Vorgang der Beschlagnahme in neun Minuten hätte erledigt gewesen sein können; nicht aber seien neun Stunden dazu notwendig gewesen. Dies diente nur der Einschüchterung.

In den USA gäbe es einen sehr starken autoritären Diskurs seit dem 11.09.2001 (Nine/Eleven) unter dem Deckmantel der Terrorismus-Bedrohung, durch den die Staatsbürger der Regierung immer weitere unkontrollierte Macht überlassen. Jedoch ist jetzt durch die aktuellen Ereignisse auch die Unterstützung für Edward Snowden und für den Journalismus gestiegen. Andere Regierungen würden jetzt die USA kritisieren und die öffentliche Meinung sei weltweit auf der Seite von Transparenz und Pflicht zur Rechenschaft.


Und dann sagte Glenn Greenwald in dem Interview: „Jeder, der gegen die größten Mächte auf der Welt aufsteht, wird angegriffen werden. Entweder von diesen Mächten selbst oder von Leuten, die loyal zu ihnen sind. Das lässt sich gar nicht verhindern“27.

Diese Aussage gibt mir hier die Möglichkeit, noch einmal28 ausdrückliche Darlegungen über die Mächtigen dieser Welt zu machen und daran anschließend, was nun die Enthüllungen von Edward Snowden für diese Illuminaten/Eliten bedeuten, so dass die >Whistleblower< (und im Gefolge auch weitere Journalisten) den >Zorn der Eliten< auf sich gezogen haben, wie ich den Titel dieses Kapitels Nr. 64 gewählt habe.


Fortsetzung folgt in Teil D zum Kap. Nr. 64 >Zorn der Eliten<.


1 Mysterium von Golgatha: Kap. Nr. 49-C >Grausamkeiten< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1954700/49-C-Grausamkeiten-271-).

2 Laura Poitras, *1964 in Boston (USA), ist eine amerikanische Dokumentarfilmerin und –Produzentin. Sie hat mehrere preisgekrönte Werke veröffentlicht http://de.wikipedia.org.

3 http://www.tagesspiegel.de vom 20.08.2013; 15:30 Uhr; Titel: „Laura Poitras, Dokumentarfilmerin mit Kontakt zu Snowden“ von RUTH CIESINGER.

4 Jacob Appelbaum: siehe frühere Fußnote in Teil 64-B.

5 http://www.zeit.de Artikel von ZACHARIAS ZACHARAKIS mit dem Titel „Die Berliner Snowden-Connection“ vom 19.08.2013; 14:02 Uhr.

6 http://www.tagesspiegel.de vom 20.08.2013; 15:30 Uhr; Titel: „Laura Poitras, Dokumentarfilmerin mit Kontakt zu Snowden“ von RUTH CIESINGER.

7 http://de.wikipedia.org zu Laura Poitras.

8 FBI: = Federal Bureau of Investigation (Name der amerikanischen Bundespolizei). Das FBI soll die gleichen Programme einsetzen, wie diese Hacker für ihre Computer-Angriffe verwenden. Sie verschicken beispielsweise fingierte E-Mails, von denen aus Schadsoftware installiert wird, sobald der Adressat auf einen Link klickt oder einen infizierten Anhang öffnet (http://www.spiegel.de Artikel vom 02.08.2013; 12:06 Uhr mit dem Titel: „FBI belauscht Verdächtige mit Hacker-Methoden“.

9 http://www.spiegel.de vom 20.08.2013; 08:53 Uhr; Titel: Miranda-Verhör in London – „Sie drohten, mich ins Gefängnis zu stecken“.

10 en passant (franz.): im Vorübergehen, beiläufig (D/F/S.209).

11 Outing: Selbst- (oder Fremd-) Offenbarung über bisher geheim gehaltene Aspekte (Anm.d.Verf.); von „outen“: jemanden öffentlich bloßstellen (HERRMANN/Rechtschreibung/S.707).

12 homosexuell: In Teil 64-H sind noch aus Anlass der Gechlechtsveränderung von Bradley(-Chelsea) Manning esoterische und psychologische Hypothesen zu Homosexualität und Transsexualität referiert (Anm.d.Verf.).

13 (von Sandale) Dies ist einer von zahlreichen Kommentaren zu dem Artikel „Guardian-Journalist Greenwald: Polizei hält Partner von Snowden-Vertrautem stundenlang fest“ vom 19.08.2013 (05:43 Uhr) auf http://www.zeit.de.

14 Reputation: (guter) Ruf, Ansehen (D/F/S.630).

15 (von GDH) Dies ist einer von zahlreichen Kommentaren zu dem Artikel „Guardian-Journalist Greenwald: Polizei hält Partner von Snowden-Vertrautem stundenlang fest“ vom 19.08.2013 (05:43 Uhr) auf http://www.zeit.de.

16 (von mr-supersonic) Dies ist einer von zahlreichen Kommentaren zu dem Artikel „Guardian-Journalist Greenwald: Polizei hält Partner von Snowden-Vertrautem stundenlang fest“ vom 19.08.2013 (05:43 Uhr) auf http://www.zeit.de.

17 (von Damian Black) Dies ist einer von zahlreichen Kommentaren zu dem Artikel „Guardian-Journalist Greenwald: Polizei hält Partner von Snowden-Vertrautem stundenlang fest“ vom 19.08.2013 (05:43 Uhr) auf http://www.zeit.de.

18 Aus: „Amerikas Warnung an alle Whistleblower“ von SEBASTIAN FISCHER auf SPIEGEL-Online http://www.spiegel.de vom 21.08.2013; 18:25 Uhr.

19 http://www.spiegel.de vom 19.08.2013; 12:29 Uhr mit dem Titel: Heathrow-Drama um Greenwald-Partner: „Die einzige mögliche Motivation ist Schikane“.

20 Liebesfilme nähren nun „leider Gottes“ eine andere Illusion (siehe mein Kap. Nr. 37 >Eifersucht<; http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1936232/37-A-Eifersucht-200-).

21 http://www.spiegel.de vom 20.08.2013; 08:53 Uhr; Titel: Miranda-Verhör in London – „Sie drohten, mich ins Gefängnis zu stecken“.

22 http://www.faz.net/aktuell... vom 20.08.13 Titel: NSA-Affäre: „Guardian musste Snowden-Material zerstören“.

23 http://www.faz.net/aktuell... vom 20.08.13 Titel: NSA-Affäre: „Guardian musste Snowden-Material zerstören“.

24 www.zeit.de vom 19.08.2013; 5:43 Uhr; Titel: „Polizei hält Partner von Snowden-Vertrautem stundenlang fest“.

25 Amnesty International (A.I.): 1961 in London gegründete internationale Hilfsorganisation für politisch Gefangene; erhielt 1977 den Friedensnobelpreis. A.I. hat rd. 1,1 Millionen Mitglieder in über 150 Ländern (Meyers Taschenlexikon/S:34).

26 http://www.spiegel.de vom 19.08.2013; 12:29 Uhr mit dem Titel: Heathrow-Drama um Greenwald-Partner: „Die einzige mögliche Motivation ist Schikane“.

27 http://www.zeit.de Interview von THOMAS FISCHERMANN mit dem Titel „Glenn Greenwald: Die USA halten Journalismus für ein Verbrechen“ vom 21.08.2013 (09:56 Uhr).

28noch einmal“ bedeutet, dass ich dies in den verschiedensten Kapiteln dieser autobiographischen Studien bereits getan habe (Anm.d.Verf.).