Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (360)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Flammenspiel (65.C) Reaktionen

 

 

In der Nacht zum 08.11.2013 traten während meines Schlafes ganz klar folgende Worte in mein Bewusstsein (die ich nicht auf mich persönlich bezogen sehe): „Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“, und es schlossen sich gleich daran geistige Deutungen, die mir leider nur in einem minimalen Surrogat[1] in Erinnerung geblieben sind, obwohl ich sie vielleicht 5 Sekunden lang noch vollständig im Bewusstsein gehabt hatte.

 

Dann sind sie jedoch ausgelöscht worden, wie dies von den Widergöttlichen Wesenheiten im Prinzip bei den meisten Menschen bezüglich der geistigen Träume geschieht, wenn nicht jemand so weit entwickelt ist, dass er über das All-Bewusstsein verfügt. Bei trivialeren Träumen kann man sich dagegen manchmal bis ins letzte Detail erinnern – wahrscheinlich, weil sie geistig wesentlich unbedeutender sind. (Viele normale Männer – weniger Frauen - sind ja fest davon überzeugt, überhaupt niemals zu träumen!)

 

Ich habe das Vorstehende über die mangelnde Erinnerungsfähigkeit hier etwas lapidar abgehandelt. Am 18.11.2013 wurde mir jedoch bewusst, dass ich wegen korrekter esoterischer Hintergründe dafür unbedingt auf mein Kap. Nr. 45-H >Seelenwachstum<[2] hinweisen muss, wo noch vor das All-Bewusstsein das Kausalbewusstsein gestellt ist, über das wir Menschen schon seltenst verfügen. In 45-H sind noch weitere Aspekte bezüglich der mangelnden Erinnerungsfähigkeit referiert.

 

Bei den Deutungen bezüglich des Traumes vom 08.11.2013 ging es um den Planeten Erde und die Erfahrungen, die man durch bzw. auf ihm als Mensch sammelt. Es ging um Christus und es ging um den Himmel bzw. das Paradies. Meine Seele weinte während dieser „Offenbarung“ und ich wachte auf. Ich selbst weinte nicht. Diese Differenzierung ist ein merkwürdiges Phänomen, was bei mir immer wieder einmal auftritt.

 

Mir war glücklicherweise bekannt, dass es sich bei den Worten um die letzte Zeile des Vater-unser-Gebetes[3] handelt, welches vollständig im Matthäus-Evangelium, Kap. 6, Verse 9-13 niedergeschrieben ist, wo dies Jesus für seine Jünger gegeben hatte als Anleitung, wie sie zum göttlichen Vater beten sollen. Dabei muss ich anmerken, dass ich in meiner Meditation das Vater-unser-Gebet nicht eingefügt habe, es also nichts ist, was mir real gegenwärtig und vertraut ist.

 

Jedoch sind mir die Deutungen in Erinnerung, die RUDOLF STEINER in seinen >Grundlagen der Esoterik< (= GA93a) darüber gegeben hat. Es betrifft die Planetarischen Zustände der Erdenentwicklung, die m.E. einer der schwierigsten Bereiche der esoterischen Wissenschaft sind, und die ein Mensch selbst auch nur bei einem höheren Entwicklungsstand der Inspirations-Fähigkeit erkennen kann. (Soweit ich mich erinnere, müsste man dazu den fünften Grad der Einweihung haben, also ein spiritueller Meister sein.) Ich habe Aspekte darüber in meinem Kapitel Nr. 2-C >Erleuchtung<[4] angesprochen.

 

Hier sollen speziell die Deutungen zu den Vater-unser-Schlussworten referiert werden. Diese Worte geben nach STEINER einen Aufblick zum Weltgeschehen. „Wenn das wiederum im Bewusstsein vorhanden sein wird, dann ist wieder eine Gotteserkenntnis möglich“[5]. Die in dem Vater-unser-Gebet verwendeten Worte stammen aus der christlichen Esoterik und sie bedeuten übersetzt folgendes:

 

  • Unter dem „Reich“ (= synonym auch als „Weisheit“ bezeichnet) ist eine planetarische Runde zu verstehen. Jeder Planet ist ein Entwicklungszustand, der sieben Runden durchzumachen hat. Letztlich macht der Mensch dadurch sieben Reiche durch, worunter zu verstehen sind: das erste, zweite und dritte Elementarreich, das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich und das Menschenreich.

 

  • Des weiteren hat der Planet sieben mal sieben „Globen“ zu durchlaufen, was in der christlichen Esoterik dem Begriff der „Herrlichkeit“ (synonym auch als „Gloria“ bezeichnet) entspricht. „Herrlichkeit“ bedeutet das, was nach außen scheint, was Gestalt und Form annimmt. Ein Globus ist synonym ein sog. „Formzustand“, und jede Runde muss sieben Formzustände[6] durchlaufen.

 

  • Wenn in der christlichen Esoterik wiederum von „Macht“ (synonym auch als „Kraft“ bezeichnet) gesprochen wird, dann bedeutet dies den Durchgang durch einen Bewusstseinszustand. Jeder Planet ist dazu da, einen Bewusstseinszustand durch die Stadien hindurch zu leiten. Auf der Erde leben wir jetzt im Wach- oder Gegenstandsbewusstsein. Auf dem Jupiter werden wir ein Psychisches (oder = bewusstes Bilder-) Bewusstsein haben. Auf der Venus bereits ein Überpsychisches (= bewusstes Lebens-) Bewusstsein und auf dem Vulkan endlich ein spirituelles (= selbstbewusstes All-) Bewusstsein[7].

 

Bereits am Ende des Kapitels Nr. 23-F >Priesterseele<[8] hatte ich (m.E. schon im Jahr 2008) theoretische Darlegungen über diese Schlussformel-Worte des Vater-unser-Gebetes gemacht, die z.T. identisch sind mit den hier referierten Aspekten, jedoch auch noch andere, ergänzende Deutungen enthalten.

 

Als ich den hier dargelegten „Offenbarungs“-Traum am 08.11.2013 für das Kapitel Nr. 65-C >Flammenspiel< ausarbeitete, hatte ich keine Erinnerung, dass ich schon einmal 2008 in 23-F einen Bezug auf die Schlussformel genommen hatte, sondern ich bezog mich bei den Deutungen erneut auf die Originalliteratur. Die Verbindung zwischen diesen beiden Kapiteln (65-C und 23-F) zog ich hier erst nachträglich am 09.01.2014.

 

Nachträglich soll hier auch hingewiesen werden auf weitere Deutungen zum Vater-unser-Gebet, die ich erst im August 2014 gelesen habe, und die sich auf die Zeilen beziehen:

  1. Geheiligt werde Dein Name,
  2. Dein Reich komme,
  3. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Über diese Zeilen habe ich referiert in dem Kapitel Nr. 69-A mit dem Titel >Allmacht Gottes<[9], welches ich erst zum 20.09.2014 neu in diese Autobiographie eingefügt habe.

 

STEINER gibt in dem Zusammenhang eine Kritik an den exoterischen (äußeren) Religionen, die nach seiner Anschauung am meisten von wahrer Gotteserkenntnis abgefallen sind. Sie sind die Träger des Egoismus, da sie nicht bedacht sind auf die ganze Welt, auf „die Macht, das Reich und die Herrlichkeit Gottes“. Erst wenn diese Worte wieder lebendiges Bewusstsein werden, dann werden die Religionen wieder das sein, was sie sein sollen[10].

 

Diese Kritik passt nun wiederum besonders zu der Verschwendung (und generell dem absurden finanziellen Reichtum) der katholischen Kirche (von der evangelischen Kirche ist mir dieser Reichtum nicht vergleichbar bekannt, was ich jetzt aber nicht besonders herausstellen möchte), wie dies in dem Skandal um Tebartz-van Elst aufgedeckt worden ist.

 

Nur dreieinhalb Stunden später, nachdem ich den Traum mit dem Vater-unser-Gebet gehabt hatte, stieß ich dann auf Darlegungen mit dem Titel „Der Schmerz des Aufstiegs“ auf der Webseite http://torindiegalaxien.de/0913/00natalie.html, die

a)      einmal sehr stark zu dem Phänomen des biblischen Hiob,

b)      außerdem zu der Begegnung mit meinen Hindernissen und

c)      des weiteren zu den Zeilen des Vater-unser-Gebetes passen.

 

Um mit dem Letzten zu beginnen, wird dort großer Wert auf die eigene göttliche Kraft (Macht) des Lichtarbeiters gelegt, was in christlicher Esoterik dem „Bewusstsein“ entspräche, dem tatsächlich auch dort eine große Bedeutung beigemessen wird, insofern es sehr stark darauf ankommt, wie der Einzelne auf persönliche Umstände reagiert.

 

Das, was in der Esoterik als Begriff fast gar nicht vorkommt, ist der von HURTAK ganz wesentlich benannte „Bewusstseinskörper“[11], durch den überhaupt nur die Verbindungen zum Überselbst-(= Licht-)Körper usw. hergestellt werden können. Unser Bewusstseins-Selbst ist im Quanten-Denken und in den Myriaden Möglichkeiten des Lebens aktiv[12].

 

Wie bereits der Titel Der Schmerz des Aufstiegs“[13] andeutet, wird nun doch auch die Aufmerksamkeit auf die unerfreulichen „Neben“-Aspekte des sonst so (auch von mir selbst) „glorifizierten“(!) Aufstiegs gelenkt, wo die missliebigen Aspekte eher immer verleugnet werden, wobei Letzteres allerdings von mir schon häufiger beklagt worden ist.

 

Die spezifische Botschaft stammt übrigens von den sogenannten „Himmlischen Weißen Wesen“, wie sie sich selbst nennen, gechannelt von NATALIE GLASSON am 13.09.2013.

Tatsächlich hat die Botschaft in ganz enormer Weise inhaltliche Parallelen zu der Essenz von Hiobs Schicksal, wie dies von Jesus Christus bei GLENDA GREEN in ihrem Buch >Unendliche Liebe< gedeutet ist und von mir im Kap. Nr. 54-F >Wahnsinn oder unendliche Liebe<[14] im Oktober 2009 dort referiert worden ist.

 

Es geht darum, dass Hiob (und entsprechend der betreffende Lichtarbeiter) die negativen Seiten des Seins als zur Ganzheit Gottes gehörig sehen muss. Trotz seines unsträflichen Lebenswandels geriet Hiob immer mehr in Bedrängnis. Hiob konnte alle die Qualen, die er zu erleiden hatte, nicht begreifen und so beugte er sich schließlich völlig niedergeschlagen vor der >Allmacht Gottes<[15]. Erst da wurde ihm all sein Elend erlassen und er bekam vom HERRN doppelt so viel Reichtum (und Gesundheit) wie er vorher besessen hatte[16].

 

Schon damals (Okt.2009) schrieb ich im Kapitel 54-F: Alle Darlegungen in dem Buch Hiob sind in Wahrheit sehr schwierig, sehr kompliziert und erscheinen mehrfach paradox, so dass sie einem außerordentlich widersprüchlich vorkommen können. Und Jesus Christus sagt über Hiobs Schicksal bei GLENDA GREEN auch, dass dies die schwierigste Lektion ist, die ein Mensch meistern kann. Durch sie kann der Mensch über die Tyrannei des Leidens hinauswachsen und wahre Befreiung erfahren.

 

Es geht darum, Gott in seiner Ganzheit, also gerade in all dem Unerfreulichen zu erfahren. Dann würden alle Illusionen verschwinden und der Mensch wird die Macht erlangen, sein Leiden zu transzendieren. Diese Wahrheit soll man nur angesichts seiner Feinde wirklich entdecken können, wo man alle Widrigkeiten überwinden muss. Hier spielt auch die „Vergebung des Unverzeihlichen“ eine Rolle[17] (vergleiche dazu mein Kapitel Nr. 50 >Neues Gebot<[18]).

 

In der Botschaft Der Schmerz des Aufstiegs“ wird nun auch Bezug genommen auf die weit größere Bedeutung eines individuellen Aufstiegs als nur für diesen betreffenden Menschen. Es wird gesagt: „Der spirituelle Aufstieg ist wie die Entfaltung des Schöpfers innerhalb euer, um Sein größtes Potential als ein strahlendes Wesen des Lichts zu erreichen. … Während ihr aufsteigt, kräftigt und verstärkt ihr die gesamte Schwingung des Schöpfers“.

 

Der Weg auf der Erde (vgl. im Vater-Unser „das Reich) ist nicht einfach nur persönlich, sondern nützt und hilft einem kollektiven Bewusstsein (vgl. im Vater-Unser „die Macht“ oder „Kraft), damit auch dieses den Schöpfer erfahren kann. Jedes Mal, wenn man einen Aspekt des eigenen Wesens meistert oder dem eigenen Ego nicht erliegt, profitieren die anderen Menschen durch das größere Bewusstsein des Schöpfers davon und brauchen dies nicht auch noch zu überwinden.

 

Der erwachende Mensch ist in Wahrheit ein „Superheld“; jedoch kann es schmerzlich sein, dies nicht sofort in die physische Realität projizieren zu können, um die notwendigen Änderungen in dieser Dualität zu schaffen. Dies allein kann Schmerzen und Leiden verursachen. Man muss mit der Geschwindigkeit zufrieden sein, in welcher das eigene Aufstiegserwachen erfolgt.

 

„Viele Menschen erleben Leiden, weil sie noch nicht fähig sind, das Göttliche zu projizieren, das sie innerhalb (ihrer selbst; Anm.d.Verf.) erkennen.“ Des weiteren kann es auch sein, dass vergangene Schaffungen weiter in der eigenen Aura bleiben und in der eigenen Realität immer wieder hervorkommen, bis man sie versteht. Beim Aufstieg geht es darum, dass man alles bemerkt, was göttlich ist innerhalb des eigenen Seins. Was nicht mehr benötigt wird, muss losgelassen werden, wodurch der „Superhelden“-Anzug verstärkt und gereinigt wird.

 

Der Prozess der Selbst-Erkenntnis kann Schmerzen und Leiden verursachen, weil die niedrigen Schwingungs-Gewohnheiten erhöht werden, was Reibung innerhalb des Seins verursachen kann. Man sollte deshalb immer mit sich selbst und seiner Realität liebevoll und sanft sein und auf alles möglichst neutral reagieren. Jeder Mensch liefert immer die Schwingungen des Schöpfers durch das eigene Wesen.

 

Man sollte vermeiden, negative Gedanken oder negative Umstände zu projizieren; denn das Licht kann in alles geformt werden, was der Mensch wünscht und wählt. „Neutral sein bedeutet, einen mächtigen Glauben und Vertrauen in den Schöpfer und das Licht innerhalb eurer zu halten, sogar wenn ihr Leiden und Schmerzen erfahrt“. Man sollte immer neutral in seiner eigenen Einstimmung und Ausrichtung mit dem Schöpfer bleiben. „Erinnert euch in eurer Essenz an eure Pracht und erkennt, dass keine Schmerzen oder Schwierigkeiten euch eure Kraft nehmen können“; denn das göttliche Licht ist in euch (vgl. beim Vater-Unser für Pracht: Glorie, Herrlichkeit).

 

„Eure Kraft ist auch die Art, in der ihr wählt, das göttliche Licht in euch zu benutzen und auszuüben“. Man kann die Erfahrungen von Not, Leiden und Schmerzen vermindern, indem man auf alles neutral reagiert. „Reaktionen sind eigentlich ein Moment des Zweifels an dem Schöpfer, wobei der Schwerpunkt auf Trennung und Entmachtung liegt“. Ein weitreichendes Bewusstsein über das, was innerhalb des eigenen Seins geschieht sowie über die Schaffungen und Projektionen, die man materialisiert, begünstigt, dass man diese entweder stoppen oder kräftigen kann, bevor sie in der eigenen Realität geerdet werden können.

 

Man kann alle Energien und Schaffungen, die man nicht will, durch Konzentration auf den eigenen Atem löschen, indem man es wegatmet. Hat man dies getan, wird empfohlen: „Erlaubt euch dann, euch auf die Kraft innerhalb eures Wesens zu konzentrieren, beginnt in eurem Herzen zu atmen, das euer Vertrauen zu eurer eigenen göttlichen Kraft aufbaut, und beobachtet das Licht eures göttlichen Selbst, wie es eure Kraft ausstrahlt“. Das soll eine einfache Mediation sein, wodurch der Aufstiegsschmerz reduziert wird, wird von den „Himmlischen Weißen Wesen“ durch das Channel-Medium NATALIE GLASSON abschließend ausgesagt[19].

 

Ende des Kapitels Nr. 65 >Flammenspiel<.

 



[1] Surrogat: Ersatz, Behelf (D/F/S.704)

[3] Vater-unser-Gebet: „Unser Vater in dem Himmel. Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“ (Matth.-Ev.6,9-13).

[5] STEINER/GA93a/Grundlagen der Esoterik/S.197

[6] Formzustände (= Globen): Diese Formzustände sind z.T. recht kompliziert nachzuvollziehen und werden wie folgt charakterisiert: 1. Arupa-Zustand = Anlage zur Form; 2.Rupa-Zustand = Form; 3. Astralzustand = aus dem Innern schimmernd, scheinend; 4. Physischer Zustand = im Raum undurchdringlich; 5. Plastisch-astraler Zustand = aus sich heraus gestaltend; 6. (Rupa-)intellektueller Zustand; 7. (Arupa-)archetypischer Zustand (STEINER/GA93a/S.202).

[7] STEINER/GA93a/S.196

[10] STEINER/GA93a/S.197

[11] HURTAK&HURTAK/Überselbst Erweckung/S.85

[12] HURTAK&HURTAK/Überselbst Erweckung/S.370

[15] >Allmacht Gottes< - Vergleiche dazu das zum 20.09.2014 neu in die Autobiographie eingefügte Kapitel Nr. 69 (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/2007368/69-A-AllmachtGottes-366-).

[16] GREEN/Unendliche Liebe/S.218

[17] GREEN/Unendliche Liebe/S.219