Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (142)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Ashram (24.i) Einweihungs-Grad

...das von sich selbst zeugende Licht


Bereits in essayistischen Darlegungen (unter einem anderen Pseudonym1) hatte ich mich mit Begründungen dafür befasst gehabt, dass ich Rudolf Steiner (schon vor meinem Traum) einen Einweihungsgrad von mindestens 4.0 bis zu 5.0 zugeschrieben habe. Die wesentlichen Punkte sollen hier doch angedeutet werden:

  1. Nach Berechnungen von mir bezüglich der Anzahl von Eingeweihten zweiten Grades auf die gesamte Menschheit verteilt2, hätte bei großzügiger (ungünstiger) Kalkulation Rudolf Steiner mit einem Einweihungsgrad von 2.2 lediglich auf derselben Stufe gestanden wie mindestens ca. 20.000 (bzw. bis zu 100.000) andere Menschen seiner Zeit. Allein dies ist undenkbar! Er war unendlich überragender über fast alle seine Zeitgenossen3. Selbst in theosophischen Kreisen (die orientalisch ausgerichtet waren), wo alle maßgeblichen Individualitäten der okkulten Szene damals verkehrten, war er eine herausragende Persönlichkeit.


So wurde ihm sowohl die Präsidentschaft der internationalen Theosophischen Gesellschaft4 angeboten als auch die Propagierung, dass er als der wiederverkörperte Johannes Evangelista5 gelten sollte6, welcher der Lieblingsjünger von >Jesus, dem Christus Gottes< (Kap. 44) zur Zeit von Palästina gewesen war. Beides hat Rudolf Steiner abgelehnt, so wie er auch verschiedene Angebote anderer okkulter Gesellschaften abgelehnt hat, die alle an ihn herangetreten sind und ihn umworben haben. Stattdessen ist er seinen eigenen Weg durch Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft gegangen.


  1. Er selbst hat über seinen geistigen Stand nur eine „indirekte“ Aussage gemacht, insofern sich eine „direkte“ Aussage darüber für einen Eingeweihten vollkommen verbietet. Die Selbstaussage von Rudolf Steiner hat zum Inhalt, dass er die Möglichkeit hatte, wesentlich weiter zu gehen in der wirklichen Erforschung der geistigen Welt als die Theosophische Gesellschaft jemals hat gehen können7. Durch diese Aussage hat er sich selbst ganz eindeutig als über dem geistigen Stand von Helena Petrowna Blavatsky8 stehend deklariert; denn sie war mit dem (von CREME ihr zugeschriebenen Einweihungs-Grad) von 4.09 die am höchsten Eingeweihte, von der sehr wesentliche okkulte Erkenntnisse der Theosophischen Gesellschaft stammten10. Hiernach musste Rudolf Steiner schon einmal mindestens einen Einweihungsgrad von 4.0 haben.


  1. Ein gewisser Grad an Einweihung kann des weiteren identifiziert werden aus den geistigen Fähigkeiten der Imagination11, Intuition12 und Inspiration13. Über alle diese drei Fähigkeiten verfügte Rudolf Steiner, wie seine eigenen okkulten Forschungsergebnisse in der Akasha-Chronik bis hin zu den Planetarischen Zuständen der Erdenentwicklung in Vergangenheit und Zukunft beweisen14. Des weiteren war bei ihm auch die Kontinuität seines Bewusstseins als Erinnerungsfähigkeit vollkommen, was ein Zeichen des fünften Einweihungsgrades ist15.


  1. Andererseits muss Rudolf Steiner unter dem Einweihungsgrad von 6.0 gelegen haben, da er selbst geäußert hat, dass (der Graf von) Saint Germain16 der „initiierteste Christ des Abendlandes“17 sei. Meister Saint Germain ist nun nach Darlegungen der BRÜCKE (Aussage vom Jahr 2000) ein Chohan, also ein Eingeweihter 6. Grades.


(Diese Aussage ist im Jahre 2011 schon wieder überholt, insofern Saint Germain spätestens seit diesem Jahr zum Maha-Chohan - 7. Grad der Einweihung - aufgestiegen ist und sich sogar speziell am 10.04.2011 ausnahmsweise noch einmal physisch verkörpert haben soll als „Noah Asana Mahatari“, als der er den Illuminaten gebieten wird, sich zum Licht zu bekehren18. Die Illuminaten sind die Günstlinge der Dunkelmächte; siehe im Kapitel 44-J >Jesus, der Christus Gottes<) - Eine entscheidende frühere Inkarnation von Saint Germain soll übrigens Christian Rosenkreutz gewesen sein19.


Es wurde erwähnt, dass Rudolf Steiner über die Kontinuität des Bewusstseins verfügte, die ein Zeichen für den fünften Grad der Einweihung ist. Hier soll dieser Bewusstseinsstand noch näher erläutert werden. Kontinuierliche Bewusstheit zu besitzen, bedeutet nach CREME, sich von einem Leben durch den Tod zum nächsten Leben zu erinnern, also auch während der ganzen Zeit des Nachtodlichen Lebens (im Jenseits) die Erinnerung beizubehalten.


In der Zeit um die dritte Einweihung beginnt sich, obgleich keineswegs immer, die Kontinuität des Bewusstseins einzustellen. Schließlich wird bei der fünften Einweihung die vollkommene Erinnerung an alle Erfahrungen der Vergangenheit erreicht“20. Letzteres war bei Rudolf Steiner der Fall. Hat der Mensch nämlich in allen drei Welten (in der physischen, astralen und mentalen Welt) Bewusstsein, dann kennt er keinen Tod mehr21.


Auch KÜHLEWIND sagt aus, dass die Erfahrung der Kontinuität des Bewusstseins über das individuelle irdische Leben hinausgeht22. Das bedeutet, dass der Mensch den Übergang aus dem Leben in das Tote bewusst erfährt23, also den Sterbevorgang bewusst erlebt. Bewusstseinskontinuität ist Ununterbrochenheit des Lichtes im Bewusstsein. Es bedeutet das Erreichen des Selbstes im Menschen. Es ist das von sich selbst zeugende Licht24.


Das kontinuierliche Bewusstsein ist das Verbindungsglied zwischen der physischen und der mentalen Ebene. Es ermöglicht dem Eingeweihten, Erlebnisse und Geschehnisse auf der subjektiven Ebene des Lebens bis in seinen physischen Denkapparat herabzubringen25. Um die Kontinuität des Bewusstseins zu erreichen, muss das Alltags-Ich so gewandelt werden, dass es die Kraft erlangt, sich selbst aufgeben zu können26.


Teil 24-i dieses Kapitels >Ashram< war nun außerordentlich kurz geraten, was mir nachträglich (im Sept.2018) die Möglichkeit geboten hat, doch noch Aspekte einzubauen, welche eine historische und politische Gesinnung von Rudolf Steiner betreffen, wobei diese Aspekte durchaus kompliziert und nicht unproblematisch sind. Hintergrund ist, dass die um 1920 herum existierenden geistigen Logen alle ein Sammelsurium von Anschauungen beinhalteten, beginnend von wohlhabenden jüdischen Kreisen bis hin zu Antisemiten, von rechtschaffener Freimaurerei bis hin zu schwarz-magisch-orientierten Illuminaten-Anhängern. Es ist dieses Sammelsurium bereits dargelegt worden in meinem Kapitel Nr. 73-L >Bewusstsein<.


Hinzukam, dass es einen persönlichen Kampf oder zumindest eine Aversion zwischen Rudolf Steiner und der britischen Theosophischen Gesellschaft gab, deren damalige Protagonisten Annie Besant und Charles W. Leadbeater waren. Während man zunächst Rudolf Steiner von der Theosophischen Gesellschaft umworben hatte und ihm sogar die Präsidentschaft angeboten hatte, wie dies hier bereits zu Beginn von 24-i >Ashram< angesprochen worden ist, hatte Rudolf Steiner alle diese Avancen abgelehnt, woraufhin er dann Verleumdungen durch Besant und Leadbeater ausgesetzt war. Auch hatte Rudolf Steiner eine Abneigung gegen das britische Ansinnen, eine dauerhafte Weltherrschaft anzustreben, was damals alles aktuell war.


Diese ganzen Differenzen mit der britischen Theosophischen Gesellschaft (und auch dahinter stehende Verschwörungen) waren nun von dem Schriftsteller KARL HEISE 1919 in dessen Buch >Die Entente-Freimaurerei und der Weltkrieg< aufgegriffen worden und waren in gewisser Weise im Sinne von Rudolf Steiner. Dieser bedankte sich dann bei KARL HEISE auch durch ein Vorwort, welches er für ihn schrieb. Später ist das Buch von KARL HEISE nun von Nazis mit ihrem Judenhass adaptiert27 worden, so dass Rudolf Steiner von bestimmten Kreisen noch heute eine gewisse Mitschuld gegen die rosenkreuzerischen (jüdischen) Freimaurer vorgeworfen wird, und der Hass auf sie hat dann Eingang gefunden in das Gedankengut der Nazis während der Weimarer Republik. (Die vorstehenden Darlegungen sind aus meinem Kapitel Nr. 73-L >Bewusstsein< hierher übernommen worden, so dass ich wegen der Literaturangaben darauf verweisen möchte.)


Erst im Oktober 2017 stieß ich durch Zufall auf ähnliche Verleumdungen bezüglich Rudolf Steiner, insofern Werner Georg Haverbeck28 ein Buch mit dem Titel >Rudolf Steiner – Anwalt für Deutschland< schon 1989 geschrieben hat, indem Haverbeck einfach behauptet, auch Rudolf Steiner (wie Haverbeck selbst) hätte die Anerkennung des Holocaust niemals so hingenommen. Dies ist eine unglaublich perfide29 Aussage; denn Rudolf Steiner ist ja bereits 1925 verstorben, wo weder die späteren Nazis, noch Hitler als Führer, noch der spezifische Holocaust überhaupt existiert haben. Und posthum30 über einen Menschen solch eine weitreichende Aussage zu treffen, ist ungeheuerlich. Es führt auch dazu, dass die gesamte anthroposophische Bewegung in eine völlig abwegige Richtung geschoben werden kann von Gegnern, die sowieso die Anthroposophie (als metaphysische Geisteswissenschaft) und mit ihr zusammen gleich alle esoterischen Richtungen schon immer bekämpft haben.


Ich habe mich nun zwangsläufig mit dem Lebenslauf dieses Werner Georg Haverbeck befasst, wobei dieser Lebenslauf als solches schon ebenfalls so ungeheuerlich konfus ist, dass man an Verschiedenem verzweifeln könnte. Haverbeck war nämlich ein wirklicher Nazi in den verschiedensten höheren Etagen und sogar ein Führer in der SS31, was immer noch der Gipfel der Nazizugehörigkeit ist. Jedoch ist er nach dem Krieg dann doch tatsächlich Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft geworden. Dieses wäre als solches noch denkbar. Was jedoch auf dem Nazi-Hintergrund unfassbar ist, ist die Tatsache, dass Haverbeck 1948 zu einem Studium der anthroposophisch inspirierten Christengemeinschaft zugelassen worden war und 1950 tatsächlich die dortige Priesterweihe erhielt. Dies ist alles so unsäglich peinlich in Bezug auf die damals maßgeblichen anthroposophischen Autoritäten.


Es ist überhaupt nur zu begreifen auf dem Hintergrund, dass Haverbeck angeblich seine Nazi-Beteiligung bei der Bewerbung verschwiegen haben soll. Wie dies allerdings möglich sein kann bei der zwölfjährigen Dauer dieser Naziherrschaft (wo Haverbeck die ganze Zeit über aktiv beteiligt war), was ja „ewig“ lange ist, bleibt ein völliges Rätsel. Ein Aspekt, der vermutlich zu dieser Verschleierung diente, war der Hinterging, dass Haverbeck einst Philosophie und vergleichende Religionswissenschaften „studiert“ hatte, jedoch dieses begonnene Studium von sich aus abgebrochen hat, als er von den Nazis in die NSDAP32 berufen worden war. Und ich sage hier mit Blick auf seine spätere Weihung zum Priester: Ein solches abgebrochenes Studium ist gar kein Studium! Es ist unglaublich, wie dies von irgendwelchen Verantwortlichen der Christengemeinschaft anscheinend ignoriert worden ist; denn dieses Studium der Philosophie (und Religionswissenschaften) hat Haverbeck bestimmt erwähnt!


Tatsächlich muss Haverbeck als Persönlichkeit ein ungeheuerlicher „Blender“ gewesen sein, durch den Menschen merkwürdig beeindruckt waren. Leider konnte ich kein Foto von ihm identifizieren, welches ihn definitiv (nachweislich) darstellte, um einen gewissen Eindruck nachvollziehen zu können. Denn obwohl er sich bereits mit verschiedenen Naziführern immer wieder überworfen hat, ging seine Laufbahn weiter und er wurde wieder von jemand anderes protegiert33. Und dies ging nach dem Krieg von verschiedenen (angeblichen) demokratischen Instanzen ebenfalls so weiter. Auch hier wurde er immer wieder gefördert und niemand erkannte anscheinend seine wahre Gesinnung, nämlich diejenige, dass er immer (insgeheim) den Holocaust geleugnet hat, obwohl er definitiv von diesem Holocaust aus nächster Nähe gewusst haben muss!


Als ein weiteres Unikum34 existiert nun noch seine Ehefrau Ursula Haverbeck geborene Wetzel, die doch tatsächlich im Alter von 89 Jahren ebenfalls (immer noch) den Holocaust leugnet, weshalb sie auch wirklich im Mai-2018 verurteilt wurde und in der Strafanstalt Bielefeld einsitzt. Von ihr existieren diverse Fotos, wo man die geistesgestörte Verbissenheit auf Basis der Prägung der ehemaligen BDM-Jugend35 sehen kann, wenn man über hinreichende Menschenkenntnis verfügt. Und so existiert denn auch eine Kolumne von NORBERT FREI mit dem Titel: „Holocaustleugnen ist keine Meinung, sondern strafbares Unrecht“36.


Dies ist vom Bundesverfassungsgericht 1994 so entschieden und es ist betont worden: Eine solche Leugnung des Holocaust ist vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit nicht gedeckt. Der millionenfache Mord an Juden in Konzentrationslagern ist eine Tatsache, die durch Augenzeugenberichte und Dokumente, durch Gerichtsentscheidungen in zahlreichen Strafverfahren und durch Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft erwiesen ist. Nach §130 des Strafgesetzbuches (wo es um „Volksverhetzung“ geht) drohen Menschen, die den Holocaust leugnen, bis zu fünf Jahre Haft oder Geldstrafe. Wer die Herrschaft der Nationalsozialisten billigt, verherrlicht oder rechtfertigt, muss mit einer Strafe bis zu drei Jahren Haft rechnen. Außer wegen Volksverhetzung können Holocaustleugner in Deutschland auch wegen Billigung von Straftaten, Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener oder Beleidigung belangt werden37.


Erwähnt werden soll (muss) hier noch ein Phänomen: Werner Georg Haverbeck und seine Frau Ursula haben nämlich Anfang der Sechzigerjahre ein sog. „Collegium Humanum“ gegründet, wo Aktivisten jeglicher Couleur zu Tagungen kamen: Leute aus der Friedensbewegung, Atomkraftgegner, völkische Nationalisten und neu-rechte Querfrontschwärmer, alte Braune, junge GRÜNE, Funktionäre der NPD und Esoteriker jeglicher Richtung. So saßen u.a. Joseph Beuys38 und Rudi Dutschke39 auf diesen Tagungen. Seit den Achtzigern entwickelte sich jedoch das (vermeintliche) „Kolleg der Menschlichkeit“ zum Mekka der Holocaustleugner. Als Innenminister hat Wolfgang Schäuble denn auch dieses „Collegium Humanum“ im Mai-2008 endlich verboten40.


Zu der ganzen Angelegenheit zwischen der anthroposophischen Christengemeinschaft und Werner Georg Haverbeck wurde am 03.06.2008 eine Pressemitteilung mit dem Titel „Haverbeck für die Christengemeinschaft nicht repräsentativ“ veröffentlicht, um Missverständnisse auszuräumen. Es existierte nämlich die Falschaussage, dass Haverbeck angeblich „in allen Ehren“ wieder von der Christengemeinschaft aufgenommen worden sei, nachdem er das Rentenalter erreicht hatte, was jedoch so nicht der Fall war. Haverbeck ist am 07.08.1950 als Pfarrer ordiniert worden. Im Jan.1960 wurde er jedoch aus seinem Amt entfernt, weil er mit Jugendlichen so politisierte, wie es sich mit der politischen Neutralität seines Amtes nicht vertrug; denn die Christengemeinschaft ist politisch prinzipiell neutral. Nun war es nicht mehr möglich, Haverbeck die Priesterweihe zu entziehen, sondern nur das Amt als Pfarrer.


Im Juni 1980 (als er wegen des fortgeschrittenen Alters – 70 Jahre – für das Amt nicht mehr in Frage kam) wurde mit Haverbeck die Vereinbarung getroffen, dass er zu internen Treffen der Pfarrerschaft wieder zugelassen wurde, was anscheinend sein Bedürfnis war und er diese Zulassung anscheinend vehement betrieben hat. Dies vermutlich, um bei anderen Instanzen auf eine solche Zugehörigkeit weiter hinweisen zu können. Meines Erachtens war dieser Haverbeck der personifizierte Wolf im Schafspelz, der alle Instanzen gegeneinander ausspielte. Und die Christengeneinschaft legte hier wiederholt eine unverständliche Naivität an den Tag.


Obwohl Haverbeck auch damals schon das „Collegium Humanum“ gegründet hatte, erkannte die Christengemeinschaft nicht, wie extrem die politische Ausrichtung von Haverbeck war, nämlich den Holocaust zu leugnen. So war es für die Christengemeinschaft auch ein Schock, als Haverbeck 1989 das Buch >Rudolf Steiner – Anwalt für Deutschland< veröffentlichte, in welchem er Rudolf Steiner als Gesinnungsgenossen bezüglich der Holocaustleugnung darstellte. Dieses Buch ist von anthroposophischer Seite zu Recht vollkommen abgelehnt worden41.


So wie Rudolf Steiner ganz sicher niemals ein Nazi gewesen wäre, selbst wenn er bereits 1919 von einem „deutschen Volk“ gesprochen hat (an welches er damals einen Aufruf erlassen hat42 zum Wohle aller Menschen und politischen und kulturellen Instanzen, die nach dem ersten Weltkrieg in einer misslichen Lage waren), was damals der allgemeingültige Duktus der Sprech- und Schreibweise war, so darf man jedoch vermuten, dass Rudolf Steiner die Einwanderung (Migration) von Millionen von Moslems nach Deutschland als sehr problematisch angesehen hätte; denn bereits ca. 1920 hat Rudolf Steiner gemahnt, wie das Christentum der Abendländischen Zivilisation in Wahrheit durch den Arabismus verdeckt wird. Dies schlussfolgere ich (unter Vorbehalt und ohne Gewähr) aus Darlegungen, wie ich sie bereit im Kapitel Nr. 71-E >Kubischer Raum< referiert und auch die noch folgenden Aussagen von dort hier herüber genommen habe.


Obwohl es bereits im Mittelalter „berechtigte“ (Anm.d.Verf.) Kriege gegeben hat, den Arabismus schon damals aus Europa äußerlich zurückzudrängen, so soll es doch späteren Wiederverkörperungen von ehemals arabischen Seelen als europäische Seelen gelungen sein, dass Europa innerlich sehr stark vom Arabismus geprägt ist43. Die inflationäre arabische Bartmode selbst der deutschstämmigen Männer ist hier nur eines der äußeren Zeichen. Eine Aussage von Arthur Schopenhauer44 soll dies noch einmal eindringlich verdeutlichen: „Alles Behaartsein ist tierisch; die Rasur ist das Abzeichen höherer Zivilisation“45. Allein hieran kann man sehen, wie tief Deutschland bereits auf das Niveau des Mittelalters zurückgesunken ist (da kann die Digitalisierung noch so weit fortschreiten) und dass der politische Islam schon jetzt über Deutschland gesiegt hat, obwohl die öffentliche Meinung dies nicht wahrhaben will.


So soll jedoch generell nach Aussagen von Rudolf Steiner in Wahrheit eine Gleichheit der Religionen absolut nicht existieren, auch wenn jede Religion sich auf die Grundwesenheit eines Gottes beruft (was allerdings bei der Lehre des Buddhismus nicht der Fall ist). In Wahrheit soll der einzige Grundimpuls der Menschheitsevolution der Christus-Impuls sein, mit dessen Hilfe dann auch die anderen Religionen verstanden werden können46. Erst durch metaphysische Geisteswissenschaft kann erkannt werden, dass die einzelnen Religionen in die Dekadenz gekommene Fragmente der „Uroffenbarung“ darstellen47. So weist jede Religion auf einen Religionsstifter hin, der das Erleben einer bestimmten Initiationsstufe durch diese Religion für eine Gruppe von Menschen bekannt gemacht hat48.


Nicht nur war Rudolf Steiner der geistige Initiator der anthroposophischen Bewegung, sondern er hatte auch für meine spirituelle Entwicklung eine Initialbedeutung, wie dies im Kapitel 3-D >Jungfrau Sophia< angesprochen ist, und seine aus den Vorträgen abgeleiteten Schriften sind ein elementarer und fester Bestandteil meines spirituellen Lebens. Zudem hege ich eine starke geistige Verehrung ihm gegenüber vom ersten Moment des Bekanntwerdens mit seinen Darlegungen.


Dies erklärt vermutlich auch, dass ich immer einmal von ihm träume, allerdings ausdrücklich in ganz unpersönlicher Weise – eigentlich genau so, wie dies das esoterische Verhältnis begründet. Im folgenden sollen einige Träume in chronologischer Reihenfolge mit ihm angeführt werden, die damit allerdings nicht erschöpft sind.


(Zu Steiner) 04. Oktober 1995: Der Traum spielte in einem Schreibwarengeschäft, in welchem Rudolf Steiner (wie ganz real) und eine Frau rechts neben ihm die Inhaber waren. Ich wollte nun etwas ganz Bestimmtes kaufen: einen Artikel, den ich in der Weise real so nicht kenne. Es war wie eine vorgedruckte Liste, die man auf eine DIN A 4-Mappe spannen kann. Dabei empfahl Rudolf Steiner mir eine senkrechte Anfertigung, während ich aber eine für die Breitseite wollte, u.z. nur ein Exemplar.


(Zu Steiner) 26. Januar 1999: Rudolf Steiner erklärte mir im Traum die genaue Bedeutung einzelner Symbole, auch etwas über Planetarische Zustände49, z.B. die Begriffe „Globus“, „Stammrassen“ usw., deren wirkliche Bedeutung ich allerdings schon beim Aufwachen nicht mehr wusste. Jedoch habe ich einige Jahre später (ca. 2004) das Thema der Planetarischen Zustände sehr ausführlich ausgearbeitet (unter einem anderen Pseudonym), was eine der schwersten intellektuellen Leistungen meines Lebens war.


Fortsetzung folgt im Teil J zum Kapitel Nr. 24 >Ashram<.


36 https://www.sueddeutsche.de Kolumne von NORBERT FREI vom 22.07.2018 über die Verurteilung von Ursula Haverbeck.

40 https://www.sueddeutsche.de Kolumne von NORBERT FREI vom 22.07.2018 über die Verurteilung von Ursula Haverbeck.