Sternenschnee

 

Kim Carrey:

Sternenschnee (239)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Jesus, der Christus Gottes

(44.i) Hierarchie

...Imitation und Verfälschung


Der Kampf geht darum, die Christus-Erscheinung des 20. (und 21.) Jahrhunderts zu fälschen.

RUDOLF STEINER führt weiter aus: „Es wird zu den Aufgaben einer gesunden, einer ehrlichen spirituellen Entwicklung gehören, solche Bestrebungen, die im eminentesten Sinne antichristlich sind, solche Bestrebungen zu vertilgen, wegzuschaffen. Aber nur klare Einsicht kann da etwas erreichen. Denn das andere Wesen, das werden die ja als den ´Christus` benennen, richtig als den ´Christus` benennen!“


Und worauf es ankommen wird, das wird sein: dass man wirklich unterscheiden lernt zwischen dem wahren Christus1, der ja auch jetzt, wie Er erscheinen wird, nicht eine im Fleische verkörperte Individualität ist, und zwischen diesem Wesen, das sich von dem wahren Christus dadurch unterscheidet, dass es eben nie während der Erdenentwicklung verkörpert war2, das ein Wesen ist, welches nur bis zu der ätherischen Verkörperung geht, und das von diesen Bruderschaften eingesetzt werden soll an Stelle des Christus, damit der unvermerkt vorübergehen soll“3.


Während nun solche bösen Bruderschaften ihre Zwecke sehr bewusst verfolgen, wird jedoch dieses zu einem Unbewussten für die Menschen, die über die Jesus-Frage u.ä. oberflächliche Diskussionen anstellen4. Den Bestrebungen der westlichen (bösen) Bruderschaften stehen östliche (böse) Bruderschaften gegenüber, namentlich indische, die nicht minder bedeutungsvoll eingreifen wollen in die Entwicklung der Menschheit.


Bei diesen orientalischen Bruderschaften ist es nun so, dass sie eben den wahren Christus gar nicht kennen. Und wenn sie ihn erahnen, dann haben sie anscheinend einen Hass auf ihn, wie dies bei der historisch berühmten Okkultistin Madame Blavatsky5 der Fall war6, welche im 19. Jahrhundert die Theosophische Gesellschaft7 gegründet hat und die im Dienste indischer Okkultisten wirkte. Madame Blavatsky war ganz und gar antichristlich gesonnen, was in ihrem großen Werk >Die Geheimlehre<8 gemäß STEINER eindeutig zum Ausdruck kommt.


Während die orientalischen Okkultisten des 19. Jahrhunderts über die Erde hinweg ein Weisheitssystem begründen wollten, aus dem der Christus definitiv ausgeschlossen war9, scheint es, dass diese (und alle sich historisch daran anschließenden spirituellen Richtungen) jetzt den Christus für sich okkupiert haben in einer Imitation und Verfälschung, indem sie einfach die verschiedensten Individualitäten als „Christus“ definieren. Dies ist ganz ausdrücklich geschehen durch den TIBETER mit seinem Werk >Die Wiederkunft Christi<10, womit eine physische Verkörperung des Christus gemeint ist, die es eben nicht noch ein zweites Mal gibt. Wie sich die „Wiederkunft Christi“ real darstellt, ist im Kap. Nr. 41-A >Sonnenfinsternis< geschildert.


Und der TIBETER ist sozusagen einer der großen Lehrmeister in der planetarischen Hierarchie, in deren Dienst (und mit dem TIBETER verbunden) letztlich auch diverse bekannte Aufgestiegene Meister stehen wie Morya11, Saint Germain12, Kuthumi13 usw., von denen es gechannelte Botschaften gibt. Auch die amerikanische „I-AM“-Bewegung und die „Brücke zur Freiheit“ rekrutieren sich aus dieser Linie14 (siehe dazu im Kapitel Nr. 28 >Lichtdienste<), ebenso die bereits in den 30-iger Jahren des 20. Jahrhunderts vermittelten Agni-Yoga-Lehren von Helena Roerich (einer Jüngerin des Meisters Morya)15.


Dass ich mich selber in einer Affirmation auch an den Meister Saint Germain wende, liegt daran, dass er doch einst als der initiierteste Christ des Abendlandes galt, wie dies im Kap. 34-A+B >Infrarotes und UV-Licht< nach Rudolf Steiner referiert ist. Diese Affirmation an Saint Germain ist geschildert im Kap. 40-C >Meditation<.


In all diesen Lehren geht es sehr viel um Licht. Man darf jedoch nicht vergessen, dass auch heidnische und luziferische Weisheit „Licht“ bedeutet. Dies ist unter Umständen ein sehr großes Problem; denn die durch Madame Blavatsky in der >Geheimlehre< vermittelte großartige Weisheit war luziferische Weisheit aus vorchristlicher Zeit. Auch ist es ein großes Problem, dass die widergöttliche Wesenheit des Ahriman16 als ein brillanter Schriftsteller über verschiedene menschliche Instrumente wirkt. Einer der bisher berühmtesten Autoren im Dienste Ahrimans war nach okkulten Forschungen von STEINER17 der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche18. Er war regelrecht besetzt von einer ahrimanischen Wesenheit, welche seine Werke inspirierte.


Sowohl Maitreya als auch >Sananda< definieren sich selbst natürlich auf der Seite des Lichtes. Nur muss man vermutlich berücksichtigen, wenn überhaupt widergöttliche Wesenheiten in der Menschheit etwas bewirken wollen durch die schwarze Loge, sie sich vermutlich nicht selbst als widergöttlich und schwarzmagisch orientiert zu erkennen geben werden. Denn dann würden ihnen ja überhaupt nur bestimmte wenige verirrte Seelen ausdrücklich folgen, die meisten Menschen aber doch nicht.


Bei CREME wird dies durch die Nachfrage eines Lesers sogar ebenfalls thematisiert und CREME legt dar, dass tatsächlich die „Kräfte der Dunkelheit“ oft die Methoden der Hierarchie des Lichtes vortäuschen, um den Unbedachten Fallen zu stellen. Der beste Schutz vor Täuschung soll die sorgfältige Überprüfung der eigenen Motive sein hinsichtlich Reinheit und Selbstlosigkeit. Auch sollte man vor den dunklen Kräften keine Furcht haben, sondern sie am besten völlig vergessen, also so tun, als ob sie gar nicht existieren; denn dann verleiht man ihnen keine Kraft19.


Diesen letzten Ratschlag finde ich nun auch schon wieder befremdlich und naiv. Es ist so, wie Kinder sich verhalten und die Hände vor die Augen legen und dann glauben, dass man sie nicht sehen würde. Da sollte man doch schon eher dem Hinweis von STEINER folgen, der sinngemäß aussagt: Es wird vor allen Dingen notwendig sein, dass jemand in den guten geisteswissenschaftlichen Prinzipien20 fest gegründet ist, um sich auf diesem Gebiet nicht täuschen zu lassen21.


Seit dem 13. Jahrhundert hat sich im Abendland eine Esoterik in der Rosenkreuzerischen Strömung, verbunden mit der Gralsströmung22, entwickelt, deren Aufgabe und Mission es eben gerade ist, klar dasjenige herauszuarbeiten, was über die Natur und Wesenheit von >Jesus, dem Christus Gottes< zu sagen ist. Die Erdenentwicklung hat einen Grundimpuls – den Christus, und derjenige, welcher mehrere Verkörperungen des Christus annimmt (wie dies z.B. Maitreya von sich behauptet), der macht denselben Fehler, wie jemand der meint, ein Waagebalken muss an zwei Stellen unterstützt sein. „Wenn dies geschieht, dann ist es eben keiner mehr. Und dasjenige, was in mehreren Inkarnationen über die Erde ginge, wäre kein Christus mehr“23.


Es scheint überhaupt so zu sein, dass das Perfide24 des heutigen widergöttlichen Wirkens gerade alle Register zieht, um den Christus und die christlichen Werte vollkommen zu imitieren25; so dass jemand schon fast bösartig sein muss, wenn er diesen Kräften Widergöttlichkeit zum Vorwurf machen würde. Und trotzdem scheint es so zu sein.


Um wahres Wirken im Sinne von >Jesus, dem Christus Gottes< erkennen zu können, muss man entweder über einen bestimmten gefestigten christlichen Glauben oder über eine eigene Christuserfahrung verfügen oder unwahrscheinlich viel wissen, nämlich über sämtliche Zusammenhänge des Schöpfungsgeschehens, einschließlich des Schöpfungsfalles26, über das Kosmische Weltbild, dann natürlich ganz entscheidend über die Wesenheit des Christus als viertem makrokosmisches27 Prinzip (= das kosmisch-göttliche Christus-Ich im Unterschied zum menschlichen Ich).


Dann muss man etwas wissen über Seinen einmaligen Hinabstieg in den Menschen Jesus von Nazareth, über die einzigartige Bedeutung Seiner Kreuzigung im >Mysterium von Golgatha< (Kap. Nr. 70) und die dadurch erreichte Umkehr der widergöttlichen Wesenheit von Luzifer, und insbesondere über die >Nachfolge Christi< (Kap. Nr. 26). Entscheidend ist dann noch die absolute Kenntnis über die Wiederkunft Christi28 ausschließlich auf der ätherischen Ebene und keinesfalls in einem dichten physischen Körper, ob dieser als ein künstlich hergestellter Mayavirupa29 definiert wird oder sonst eine physische Erscheinungsform aufweist.


Bei dem Wirken der okkulten Bruderschaften wurde auf die widergöttliche geistige Hierarchie unseres Planeten hingewiesen. Und tatsächlich wirft eine Verwirrung in Bezug auf die eindeutige Wesenheit des Christus auch Fragen auf bezüglich der Integrität der Weißen Bruderschaft, die hier nicht eindeutig Klarheit schafft. Sämtliches Wissen über diese planetarische Hierarchie gibt es fast ausschließlich aus der theosophischen (und orientalischen) Richtung, ansonsten wird von einer solchen planetarischen (die Menschheit betreffenden) Hierarchie im Christentum fast gar nicht gesprochen. Dort gibt es überwiegend die Engelhierarchie. Nur einige wenige christliche Esoteriker deuten eine solche menschliche Hierarchie (mit Sitz in Shamballa) an: JAN van RIJCKENBORGH30, STEINER31, BO-YIN-RA32.


Und sehr selten wird von einer widergöttlichen Hierarchie gesprochen.

Tatsächlich gibt es nun auch Autoren, welche die gesamte Hierarchie unseres Planeten (einschließlich der Aufgestiegenen Meister und den „Herrn der Welt33, der bis 1950 Sanat Kumara war) als Instrumentarium des Satans ansehen. Es handelt sich hier primär um das Autorenteam CO-RALF34 sowie um jemanden, der aus der Richtung der christlichen Neuoffenbarungen kommt namens BAMBERG35 (vermutlich gibt es noch andere Autoren, die mir jedoch nicht bekannt sind). Von diesen Autoren wird das im Ätherreich liegende Shamballa denn auch als Thron des Satans angesehen.


Dass dies jedoch eine nicht haltbare Anschauung ist, kann man erkennen an entscheidenden Darlegungen von JAN van RIJCKENBORGH, an dessen spiritueller Integrität es keinerlei Zweifel geben kann. Er spricht authentisch von der Existenz einer Weißen Bruderschaft im Dienste Christi mit Sitz in Shamballa als die ursprüngliche Wirkensstätte der Elohim.

Und er macht zugleich entscheidende Aussagen über die widergöttliche Hierarchie, die parallel zu dieser göttlichen Hierarchie existiert. Diese widergöttliche Hierarchie bezeichnet JAN van RIJCKENBORGH als dialektische (bzw. luziferische) Hierarchie und benennt sie auch mit dem Begriff der „Äonen“ oder „Spiegelsphären-Bruderschaften“.


Diese Äonen haben ihr Domizil in den höchsten Regionen der Spiegelsphäre36. Es handelt sich hier um die hierarchische Herrschergruppe des Zeiträumlichen, die auch als „Archonten“ bezeichnet wird, mit dem „Obersten dieser Welt“37. Als dieser Oberste der Welt wird die höchste metaphysische luziferische Machtformation angedeutet. Ihr Hauptinteresse ist, die Menschen in dem Rad der Dialektik der fortgesetzten Wiederverkörperungen zu erhalten und sie auf keinen Fall zu einer endgültigen Befreiung kommen zu lassen38. Über diese Archonten finden sich weitere Darlegungen im Kap. Nr. 55-H >Neue Zeit<, wo die Begriffe Äonen und Archonten doch auch ganz wesentlich in der Kosmologie der >Pistis Sophia< (ausgedeutet von HURTAK&HURTAK) eine Rolle spielen.


So werden auch von HURTAK widergöttliche Instanzen benannt, die

  1. einmal in einer lokalen Hierarchie von „Meistern“ bestehen, die unter die Kontrolle des Fürsten der Luft39 und der Kräfte spiritueller Dunkelheit geraten sind. Dies geschah bei diesen speziellen Meistern aufgrund großer geistiger Unausgeglichenheit und Vernachlässigung ihrer Herrschaftspositionen. Sie sollen aber mittlerweile aus ihren Autoritätspositionen entfernt worden sein40. Es bleibt die Frage offen, in welcher Weise sie sich jetzt betätigen, und es steht zu befürchten, dass man sie zu den >Schwarzen Magiern< (Kap. Nr. 12) zählen müsste, was aber nur eine Spekulation von mir ist.


  1. zum anderen aus führenden Lichtherren in der Formation von „gefallenen Hierarchien“ bestehen, die gegen den Vater (= Gott) rebellieren. Es werden bei HURTAK dann regelrecht 20 einzelne Namen genannt, welche sozusagen die Befehlshaber der „Heerscharen von Sataniel“ in unserem Vater-Universum sein sollen. Durch das Amt Christi (siehe hier im Kapitel Nr. 44-C+F) und weiterer göttlicher Instanzen werden jedoch schon zur jetzigen Zeit die betreffenden Regionen von der Kontrolle der gefallenen Herren des Lichts befreit41.


Fortsetzung folgt im Teil J zum Kapitel Nr. 44 >Jesus, der Christus Gottes<.


1 Christus: In Teil B des Kap. Nr. 58 >Inseln des Lichts< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1990268/58-B-Inseln-d-Lichts-326-) ergab es sich zufällig, dass ich dort am 13.04.20013 den Grund für die allgemein bekannte Aussage von Jesus in den Evangelien erfuhr, welche lautet: „Niemand kommt zum Vater; denn durch Mich“. (Erst am 22.10.2015 habe ich hier die Bibelstelle ergänzt: Es ist ein Ausspruch von JESUS in Seiner Abschiedsrede, die im Johannes-Evangelium, Kap.14, Vers 6 dokumentiert ist.) Dies war einmal Thema in einem Esoterikforum (www.esoterikforum.net ), ob man auch ohne Jesus zu Gott gelangen könne, und ich konnte damals nichts dazu sagen. - Nun erfuhr ich durch das URANTIA-Buch, dass diese Aussage von Jesus eine reale Bedeutung hat bei dem Aufstieg eines Sterblichen hin zum Paradies. Es ist nämlich so, dass es beim Durchgang durch das Zentraluniversum innerhalb des dortigen vierten Kreises dem Aufsteiger gelingen muss, zum Ewigen SOHN zu finden und mit Ihm in einen verstehenden Kontakt zu treten. Denn wer es verfehlt, den SOHN zu finden, der muss für die Dauer eines Millenniums zurück in die Reiche der Zeit, wo er erst wieder neu geschult wird. Beim zweiten Anlauf dann soll es jedoch auch diesen Pilgern meist gelingen, den SOHN zu finden und sie können weiter schreiten, um zum Vater zu gelangen (URANTIA-Buch/S.293ff.). -

Ewiger SOHN: siehe FN bei „URANTIA-Buch“ im Kap. Nr. 56-A >Öffnen der Tore< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1986848/56-A-Offnen-d-Tore-317-) und Text im Kap. Nr. 55-B >Neue Zeit< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1982516/55-B-Neue-Zeit-310-); siehe Text im Kap. Nr. 58-B >Inseln des Lichts (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1990268/58-B-Inseln-d-Lichts-326-); siehe Text im Kap. Nr. 59-E >Ewiges Jetzt< (http://kim-carrey.myblog.de/kim-carrey/page/1991180/59-E-Ewiges-Jetzt-334-).

Millennium: (ein) Jahrtausend (D/F/S.465.