Sternenschnee

Kim Carrey:

Sternenschnee (275-III)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Neues Gebot

(50.D) Etikette

...Gesetz der Gemeinheit


Und ZELAND gibt den Ratschlag (den ich hier ebenfalls um den 18.10.2012 herum ergänzt habe):

Nehmen Sie nichts und niemanden übermäßig wichtig. Davon würden sonst nur die Pendelwesen profitieren, die den Menschen wie eine Marionette steuern, u.z. mithilfe der Fäden seiner Wichtignahme“. Überzeugung ist das gleiche Überschusspotential wie Unsicherheit, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Um von den Pendel-Wesen frei zu werden, muss man sich von interner und externer Wichtignahme lossagen. Diese Wichtignahme muss vorsätzlich reduziert werden, dadurch fallen auch potentielle Hindernisse weg1.


Wenn ein Mensch einem Objekt übermäßig viel Bedeutung beimisst, entsteht ein Überschusspotential, und dieses wird dann wiederum durch Nivellierungskräfte bekämpft, die auf dessen Beseitigung abzielen. Die Nivellierungskräfte zur Beseitigung von Überschusspotentialen bewirken die meisten unserer Probleme. Dies ist das, was sonst als „Gesetz der Gemeinheit“ bezeichnet wird – „eine unerklärliche böse Kraft“2 (= Bosheit).


ZELAND behauptet, dass alle endlosen Kämpfe in menschlichen Zusammenhängen und selbst bewaffnete Konflikte von diesen Pendel-Wesen geführt werden: Ist erst einmal ein Gegensatz entstanden, dann werden alle weiteren Ereignisse eine Verschärfung des Konflikts bewirken – selbst eine vorübergehende Versöhnung soll daran nichts ändern. Denn selbst wenn ein Kampf einmal aufgehört hat, wird er irgendwann von Neuem entbrennen.


Denn haben die Pendel-Wesen einmal irgendwo Angriffspunkte bei den betreffenden Menschen gefunden, so würden sie Vernunft und Verstand bei diesen Menschen außer Kraft setzen. Die Menschen werden so gezwungen, auf Konfrontationskurs zu gehen, wenn erst einmal feindselige Motive in dem Menschen aufgekeimt sind. Und dies, obwohl eigentlich alle Menschen die Idee von Frieden, vom Guten, von Gerechtigkeit und Gleichheit haben, und ZELAND gibt als universelle Quelle alles Bösen diese Pendel-Wesen an, wobei er jedoch die Destruktivität der Pendel-Wesen als unterschiedlich stark bewertet3.

Wie von mir noch dargelegt werden wird, befindet sich m.E. ZELAND jedoch in einem Irrtum bezüglich der Quelle des Bösen. Zunächst sollen jedoch seine Thesen noch weiter referiert werden.


Um sich dem negativen Einfluss der Pendelwesen zu entziehen, muss der Mensch aufwachen und erkennen, auf welche Weise uns die Pendel-Wesen manipulieren wollen. Die Einflusskraft der Pendelwesen sei denn auch proportional zu dem Bewusstseinsgrad eines Menschen. Um sich von dem Einfluss der Pendel-Wesen zu befreien, muss man den Zustand der Gleichgültigkeit erreichen und gegebenenfalls seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken. Denn seine Emotionen kann man auf Dauer nicht unterdrücken. Man muss aufwachen und erkennen, auf welche Weise uns die Pendel-Wesen manipulieren wollen. Man sollte nicht an den destruktiven Kämpfen der Pendel-Wesen teilnehmen, sofern man nicht ein persönliches Interesse daran hat4.


ZELAND sieht die Pendel-Wesen als prinzipiell destruktiv an, so dass man unter den Pendel-Wesen nach der sonstigen esoterischen Terminologie immer nur die widergöttlichen Elementarwesen verstehen darf – nicht diejenigen, welche im Dienste Gottes stehen. Denn die destruktiven Pendel-Wesen bringen den Menschen immer in die Unfreiheit von irgendwelchen Regeln. Die Hauptarbeit dieser Pendelwesen sei, die Menschen weit weg von dem Weg fortzuführen, wo sie echtes Glück finden können; denn sie halten den Menschen in einem Netz der Illusionen gefangen5.


Das Geheimnis der Befreiung würde darin liegen, ohne Kampf allen Regularien abzuschwören, was allerdings zu einem Außenseitertum führen kann, aber auch, dass der betreffende Mensch ein Anführer wird. Denn >Erleuchtung< (siehe Kap. Nr. 2) haben nach Anschauung von ZELAND im wesentlichen (nur) diejenigen Menschen erlangt, die sich von der Gesellschaft ferngehalten haben. Demgegenüber schlafen die meisten Menschen – besonders in der menschlichen Gemeinschaft - mit offenen Augen6. Dadurch besteht die Gefahr, dass der Mensch die göttliche Gabe der Einzigartigkeit seiner Seele verliert7.


Gerade auch durch das technologische Zeitalter sei immer mehr eine Versklavung des Willens innerhalb der Pendel-Netzwelt entstanden und ZELAND formuliert diesbezüglich die These, dass deshalb übergreifend die Inkarnation von Indigokindern notwendig geworden sei. Diese seien es, welche die Übermacht der Pendel-Wesen ausgleichen, indem sie auf eine Zerstörung der Ordnung abzielen, damit sich Freiheit entwickeln kann.


Denn diese Kinder hätten eine Neigung zu Ungehorsam und Frechheit – sie würden der Liebe den Vorrang vor der Korrektheit geben8. Die Prämissen dieses letzten Satzes von ZELAND finde ich persönlich etwas problematisch, da z.B. meines Erachtens zur Liebe unbedingt auch Korrektheit gehört; denn Willkür als Gegensatz zu Korrektheit wäre immer auch ein Missbrauch. – Über Indigokinder finden sich die entscheidenden Darlegungen im Kapitel Nr. 14-B >Ursprungsfamilie<.


Generell soll das Bewusstsein eines Menschen erhöht sein, wenn die Aufnahmebereitschaft auf das eigene Selbst fokussiert wird und nicht auf die äußere Welt. Die Pendel-Wesen würden jedoch darauf abzielen, die Ganzheit der Persönlichkeit zu zerstören. „Die Spaltung und Entfremdung des Verstands von der Seele führt zum Verlust göttlicher Schönheit und Kraft“9.

Will man das Niveau seines Bewusstseins aufrechterhalten, so muss man ständig die Ausrichtung seines Gedankenstromes überwachen (oder göttliche Affirmationen immer wieder dazwischenschalten; siehe Teil 50-A; Anm.d.Verf.). Und dazu muss man sich wiederum zunächst systematisch zwingen „aufzuwachen“ und sich dies zur Gewohnheit machen10.


Als eine spezifische Hauptthese wurde von ZELAND ausgesagt und hier bereits erwähnt, dass die universelle Quelle alles Bösen die Pendel-(Elementar-)Wesen seien11. Und es wurde auch schon von dem „Gesetz der Gemeinheit“ und von „einer unerklärlichen bösen Kraft“ gesprochen12.

Diese Aussagen deuten jedoch an, dass ZELAND kein esoterischer Geisteswissenschaftler ist (was er auch nicht von sich behauptet), sondern zwischen Psychologie und Esoterik angesiedelt werden müsste. Denn die wahre Quelle alles Bösen sind nicht diese Pendel-Wesen, da sie nur die ausführenden (roboterhaften) Organe von wesentlich höher stehenden geistigen Entitäten der Widergöttlichen Hierarchie sind, wie diese im Kapitel Nr. 44-i >Jesus, der Christus Gottes< beschrieben ist.


Die Entitäten dieser Widergöttlichen Hierarchie verfolgen die grundsätzliche Absicht, gegen die höchste Gottheit (z.B. als „Universaler Vater“ oder als „Urquelle allen Seins“ bezeichnet) zu sein und zu handeln und insbesondere die Menschen zu einer ebensolchen Haltung zu verführen. Erst noch im Jun.2014 las ich bei HURTAK & HURTAK in dessen Darlegungen >Überselbst Erweckung< von 2012, dass diese Dunkelmächte die Erde (und die Menschheit) zerstören wollen13.


Diese geistigen (widergöttlichen) Entitäten sind abzugrenzen gegenüber den wesentlich niedriger stehenden Pendel-(Elementar-)Wesen, welche robotermäßig instinktiv (nach spezifischen Gesetzmäßigkeiten) tätig werden. Jedoch ist es die Aufgabe der Pendel-Wesen, die Menschen aufgrund ihres starken Grades an Unbewusstheit zu bösem Handeln zu verleiten. Nur durch eine bewusste Wachheit in jeder Sekunde und die permanente Überprüfung, Reflexion und Kontrolle all seiner eigenen Gedanken, Gefühle und Motive und der unbedingten Absicht, im Sinne des Göttlichen zu handeln, befreit den Menschen davon, eine Marionette der widergöttlichen Pendel-Wesen zu sein.


Was heißt es, im Sinne des Göttlichen zu handeln?

Es bedeutet die Handlungsweise gemäß der in Kapitel Nr. 50-C >Neues Gebot< zu Beginn genannten moralischen Intuition. Kann man dies nicht erreichen, dann sollte man ein unbedingtes Bewusstsein darüber entwickeln, dass man widergöttlich handelt und dies dem Göttlichen aufopfern/darbringen, so wie dies im Kapitel Nr. 23-F >Priesterseele< ausgeführt ist. Dadurch kann dieses Ungöttliche dann neutralisiert werden bzw. innerhalb der Zone der verschmolzenen Essenz14 umgewandelt werden. Allein durch das betreffende umwandelnde Bewusstsein wird der Mensch dann auch diesbezüglich Mitschöpfer am Werk Gottes. Siehe auch die Darlegungen zur Anwendung der Affirmation über die BEDINGUNGSLOSE LIEBE in Teil 50-A.


In einem Kommentar zu >Die Chinesische Gnosis< legt JAN van RIJCKENBORGH dar, wie der wahre Weise (also ein Eingeweihter) mit dialektischen Menschen niemals über die Wahrheit streiten wird. Wenn es sich zeigt, dass der Wahrheitsstrahl von einem Menschen nicht (oder noch nicht) erfasst werden kann, dann wird unter keiner Bedingung gestritten, sondern der Weise wird sich zurückziehen und ein Vakuum schaffen15. Denn wenn der neue Seelenzustand bei verschiedenen Menschen (noch) fehlt, besteht immer die Gefahr, dass diese Menschen sich gegenseitig anfallen und ineinander verbeißen wie reißende Tiere in einer fortwährenden tödlichen Selbstvernichtung16.


In Kapitel Nr. 13-i+F >Aurisches Wesen< befinden sich bereits ebenfalls Aussagen über „Streitgespräche“ zwischen Menschen17. Der Geisteslehrer JAN van RIJCKENBORGH sagt darüber: „Jedes Streitgespräch ist ein üble Tat und eine Beleidigung für alle beteiligten Personen. Die astralen Folgen solcher Streitgespräche und vielfacher anderer Streitereien verpesten die ganze Lebenssphäre der Menschheit. Es ist eine große Unsittlichkeit“18. In Streitgesprächen behaupten Menschen ihre eigene fundamentale Art, welche die Basis der Naturgeburt ist und nicht einer neuen Seelenkraft entspringt.


Solche Streitgespräche müssen natürlich nicht nur in einem direkten zwischenmenschlichen Kontakt von Angesicht zu Angesicht stattfinden, sondern es reicht aus (d.h. es ist genauso so schlimm), wenn solche Dialoge in schriftlicher Form ablaufen, wie dies z.B. in den Internetforen oder sonstigen sozialen Netzwerken der Fall ist, wo eventuell Menschen gemobbt19, verleumdet oder seelisch gefoltert werden.


Ich selbst war einmal Zeuge, wie eine kurze unerfreuliche Interaktion in einem Esoterikforum zwischen der weiblichen A. und dem männlichen S. zustande kam, allein aus der Zeitversetztheit der Beiträge heraus. Absolut evident war mir bezüglich des Beitrags Nr.17 von S. (am 30.04.2012 um 21:54 Uhr), dass er sich überhaupt nicht auf den Beitrag von A. kurz vorher bezogen hat, sondern auf viel frühere Beiträge von anderen Mitgliedern bzw. er ein allgemeines Standing abgegeben hat.

Die weibliche A. hat nun aber S.s negative Aussage auch(!) auf sich(!) bezogen, weil eben „sie“ den vorhergehenden Beitrag gepostet hatte. Man kann allein hieran erkennen, wie Grundlagen für totale Missverständnisse und daraus abgeleitete Kämpfe entstehen.


Dann ist es des weiteren bei A. in dem Beitrag Nr. 19 (vom 30.04.2012 um 22:57 Uhr) geschehen, dass sie sich selbstverständlich völlig zu Unrecht von S. angegriffen gefühlt hat (wobei der männl. S. dies real und in Wahrheit überhaupt nicht getan hat!!!). Nun aber hat A. auf die vermeintliche Kritik von S. als persönliche Beleidigung reagiert und wiederum (in Wahrheit völlig zu Unrecht) S. angegriffen.


In meiner Analyse, die ich damals in dem Forum veröffentlichte, schrieb ich dann: „Wie man inhaltlich die Aussagen von S. im Beitrag Nr. 17 sehen mag, dies ist im Grunde für das Geschehen des Missverstehens völlig sekundär, weil der Wahnsinn durch die falsche Chronologie wirkt. Und S. hat eben in seinem Beitrag Nr. 20 (vom 30.04.2012 um 23:21 Uhr ) Recht, wenn er A. darauf hinweist, dass er sie überhaupt nicht angesprochen hatte, sondern allgemein Aussagen über Spams und dunkel ausgerichtete Schreiber gemacht hatte“.


Nun jedoch begann der männl. S. zugleich in demselben Posting den sehr unglücklichen Fehler, dass er eben doch anfing, sich auf A. mit einer Kritik zu beziehen. Und nun hat A. ab hier dann den real berechtigten Grund, sich gegen S. (mit nun noch ausgeweiteten Angriffen zu wehren), während sie sich zugleich auf ihren ersten Beitrag Nr. 16 (vom 30.04.2012 von 20:06 Uhr) als Friedensstifterin bezieht, in dem sie sich nun völlig missverstanden fühlt.


Dies sollte von mir einmal die detailgetreue (und damals sofort nachprüfbare) Analyse sein, wie es eben den überirdischen Dunkelmächten permanent gelingt, den Verstand der Menschen zu verwirren, wenn das Herz nicht zugleich ununterbrochen mit Liebe erfüllt ist , was ich leider weder von mir noch von sonst irgend jemanden kenne.


So gibt es mittlerweile immer mehr Kampagnen gegen die sog. „Hater“ (die zu sadistischen Äußerungen neigen und andere nur verletzen wollen) und „Trolle“ (die als etwas gemilderter gelten, indem sie Beiträge nur stören und prinzipiell widersprüchliche Meinungen kundgeben). Dass sich solche „Hater“ ihre Hass-Tiraden erlauben können, liegt zu einem großen Teil an der vollständigen Anonymität, hinter der sie sich verstecken und niemals zur Rechenschaft gezogen werden können. Das Internet ist zu einem rechtsfreien Raum geworden, der weder zensiert noch kontrolliert werden kann.


Und Frau Prof. Bernadette Kneidinger-Müller hat sich denn auch in der Fernsehsendung „stern tv“ geäußert20, dass doch in relativ vielen Menschen Hassgefühle schlummern würden und so manche von denen wiederum auf dem Niveau von Höhlenmenschen angesiedelt seien, was nicht bedeuten muss, dass sie nicht über eine (kaltherzige) Intelligenz verfügen können.


Streit entsteht immer auch aus mangelnder Reflexion mindestens des einen (und dann in der Folge meist auch des anderen) Menschen. Jedoch besitzen im Prinzip alle Menschen kein Sinnesorgan und kein inneres Vermögen, um sich selbst in ihrem Tun und Lassen objektiv wahrzunehmen. Denn der Mensch ist nicht imstande, die eigenen Regungen, die das Tun und Lassen verursachen, zu beobachten und noch weniger die dahinter wirkenden astralen Triebfedern. Das Buch der Ursachen und Wirkungen, das Buch des persönlichen Karmas im eigenen Leben ist meistens hermetisch verschlossen21.


Im Kapitel Nr. 13-M >Aurisches Wesen< findet sich auch der Tatbestand geschildert, wie eine widergöttliche Wesenheit namens „Kenero“ in dem esoterisch-futuristischen Roman von BRIT MORF >count down 2012< gar nicht die Fähigkeit besessen hatte, ein Gegenüber mit seinen Rechten überhaupt wahrnehmen zu können22. Dies hat dieser Kenero selbst eingestanden, nachdem er sich zum Göttlichen bekehrt hatte23.

Leider musste ich einen solchen Sachverhalt auch bezüglich meiner eigenen Mutter (siehe Kap. Nr. 13 >Aurisches Wesen<) konstatieren, aber im Grunde genommen auch bei relativ vielen anderen Menschen, die mir in meinem Leben begegnet sind.


Als Ratschlag, wie man mit allen Menschen und in der Welt ohne Streit leben sollte (speziell als Aspirant / Geistesschüler) wird von JAN van RIJCKENBORGH dann angegeben, dass man als konfliktloses Nicht-Ich agieren sollte, indem man eben jeden Menschen entschuldigt und ihm vergibt. Dazu gehört auch, dass man über niemanden abfällig redet (oder auch nicht einmal abfällig über ihn denkt), was ich selbst allerdings allein durch die Darlegungen über meine Mutter in meiner Autobiographie gebrochen habe. Allerdings habe ich im wesentlichen nie mit meiner Mutter gestritten, sondern überwiegend unter ihr gelitten.


Als weitere (strenge) Maßgabe nennt JAN van RIJCKENBORGH, dass der Geistesschüler unter keiner einzigen Bedingung Anzeichen des Zorns oder sonstigen unbeherrschten Auftretens in Wort, Gedanken oder Tat geben dürfe. Stattdessen wird der Aspirant gegenüber Menschen, Dingen und Erscheinungsformen absolut kritiklos sein. All diesen Dingen muss er seinen spirituellen Seinszustand gegenüberstellen24. Dies sind natürlich sehr hohe ethische Maßstäbe; aber sie sollten hier einmal zur Orientierung benannt werden.


Letztlich wird dies dazu führen, dass ein Eingeweihter eben nur in einem begrenzten Maße auf normale Weise mit anderen Menschen Umgang pflegen wird, da er sich auch nicht mehr unbedingt mit dem dialektischen (Natur-)Seinszustand der Menschen befassen wird. Von JAN van RIJCKENBORGH gibt es Darlegungen, wie der Aspirant sich gegenüber dem Bösen zu stellen hat.


Danach wird das Böse

a) entweder vereitelt,

b) im Zaum gehalten oder

c) vernichtet,

indem der Aspirant diesem Bösen begegnet

a) entweder durch ein unpersönliches Wort oder

b) durch sein eigenes Auftreten oder

c) durch die eigenen Gedanken.


Die mangelhafte ethische Umgangsweise vieler Menschen beschäftigt auch durchaus die spirituellen Meister, die an dem Aufstieg der Erde und der Menschheit mitwirken, und die sich meist aus einer höheren Dimension durch Channeling den Menschen vermitteln. Um den Menschen hochstehende Umgangsweisen zu vermitteln, verwenden sie die Lichtarbeiter und schulen sie während des Nachts im Traumzustand. Den Lichtarbeitern werden dort in seltenen Fällen besonders erhebende spirituelle (oder religiöse) Erlebnisse vermittelt, bei denen der Betreffende zu einer höheren Klarheit, zu einer höheren Liebe und zu einer höher stehenden ethischen Umgangsweise gelangt, die er dann mit seinem Tagesbewusstsein auf die Erde herab bringen soll25.


Auch von der Galaktischen Föderation des Lichts, vermittelt durch SHELDON NIDLE26, wird verschiedentlich davon gesprochen, dass die Menschen erst noch eine neue „Etikette“27 des vollen Bewusstseins und des Umgangs in den Beziehungen erlernen müssen. Damit sind nicht einfach alte verklemmte und verlogene Konventionen des 19. Jahrhunderts gemeint, sondern ein neuer kultivierter und respektvoller Umgang von Seele zu Seele (und nicht einfach von Naturmensch zu Naturmensch).


Die Menschheit wird in eine ganz neue galaktische Zivilisation hineinwachsen, wo die ehemaligen Erdenmenschen neue Konzepte davon haben werden, wie sie mitfühlend miteinander kommunizieren können und wie korrekte persönliche Beziehungen die Grundlage einer konstruktiven, friedlichen und fürsorglichen Regierungsform bilden28.

Dazu ist das Erlernen einer Etikette notwendig, wie die Menschen miteinander umzugehen haben. „Diese Etikette wird euch erklärt werden, so dass ihr befähigt werdet, die Kräfte der physischen und spirituellen Welten, die euch umgeben, ganz zu verstehen. Nur dann könnt ihr zu wahren Hütern des Planeten werden“29.


In dem Zusammenhang wird auch dargelegt, dass die Menschen Selbstkontrolle und die neutrale Anwendung ihrer Vorstellungskraft üben müssen. „Denn die Gedanken anderer werden auf euch einströmen und auch deren Wünsche, deren Gebete, deren Kümmernisse und deren Ängste. … Deswegen müsst ihr instruiert werden, wie man diese neuen Energien steuert und wie sie ein konstruktiver Teil dieses neuen Bewusstseins sein können“30. Denn der künftige galaktische Mensch wird eine relativ große geistige Macht besitzen. Die neue Etikette ist notwendig, damit die Menschen diese Kraft konstruktiv und niemals zum Schaden anderer anwenden31.


Den Begriff „Etikette“ finde ich in diesem Zusammenhang irgendwie unzureichend; denn die Menschen werden nur konstruktiv handeln, wenn dies ihrem wahren inneren neuen Seinszustand entspricht, nie aber nur durch eine irgendwie er-übte oder antrainierte Etikette. Jedoch ist ein solch neuer Seinszustand in Wahrheit auch gemeint. Über den galaktischen Menschen finden sich noch Darlegungen im Text des Kapitels Nr. 21-G >Homo Coelestis< (über dessen neues Chakren-System) sowie in einer Fußnote im Kapitel Nr. 2-B >Erleuchtung<.


Eng verbunden mit dem Thema des Streites ist der spirituelle Wert von Meinungen, der nach geisteswissenschaftlicher Anschauung extrem begrenzt sein soll. „Die Menschen sind verschiedener Meinung, weil sie mit ihren Instinkten und Leidenschaften auf verschiedene Weise an ihren Vorstellungen beteiligt sind“32. Dies ist eine Unreinheit der Gedanken, die nicht die Wahrheit erfassen. Das Aufstellen von persönlichen Meinungen ist nach STEINER ein Erbübel unserer Zeit33.


Die Seele sollte sich ausrichten auf dasjenige, was die Geistigkeit der Welt selbst sagt, indem sie zu den Mitteln und Methoden(!) findet, durch welche die Seele dahin gelangt, gewissermaßen die Geistigkeit der Welt selber vernehmen zu können.

Die Öffentliche Meinung (siehe die Darlegungen zur Informations-Elite und zur Lügenpresse im Kap. Nr. 46-G >Existenzsicherung) soll nach STEINER übrigens sogar untermenschlich sein34.


Ende des Kapitels Nr. 50 >Neues Gebot<.