Sternenschnee


Kim Carrey:

Sternenschnee (-3)

Esoterische Studien einer Autobiographie

Vorspann (Teil C) Adeptschaft

...alles zu erdulden gewillt


Und noch in einem dritten Sinne soll hier auf die Sterne Bezug genommen werden, nämlich die Leiden betreffend, denen ein Mensch in der >Nachfolge Christi< (Kap. Nr. 26) ausgesetzt ist und deren Schilderung in dieser Autobiographie (leider) auch einen sehr großen Raum einnehmen. Auf die Bitte des mittelalterlichen Mystikers HEINRICH SEUSE: „Herr, zeige mir doch, wie viele Leiden ich noch vor mir habe“, antwortete nämlich der HERR: „Sieh aufwärts an den Himmel: kannst du die unzählige Menge der Sterne zählen, so kannst du auch deine Leiden zählen, die dir noch bevorstehen; und wie die Sterne klein erscheinen und doch groß sind, so sollen auch deine Leiden klein erscheinen vor ungeübter Menschen Augen, die doch nach eigener Empfindung dir groß zu tragen werden“1.


Dabei wird dann noch vom HERRN gesagt, dass es besser ist, die Leiden nicht vorher zu wissen; denn dann würde der Mensch verzagen. In einem anderen Zusammenhang soll >Jesus, der Christus Gottes< (Kap. Nr. 44) jedoch einmal gesagt haben: „Könntet ihr euer wirkliches Bildnis2 sehen, welches vor euch ins Dasein kam – ihr würdet alles zu erdulden gewillt sein!“ Ich weiß, dass es Menschen gab und gibt3, denen dies möglich war und ist. Leider kann ich mich (noch) nicht zu ihnen zählen. Mit dem wirklichen Bildnis ist vermutlich das Urbild des Menschen gemeint, welches das Hauptthema ist im Kapitel Nr. 21 >Homo Coelestis<.


Bei HURTAK gibt es wiederum auch Aussagen, wonach gerade ein Meister4 (= im engeren Sinne ist dies ein Eingeweihter 5. Grades), sofern er in einer Inkarnation noch nicht wieder absolut mit seinem Überselbst5 durch eigene Bemühungen (und göttliche Gnade) vereint worden ist, wesentlich größere karmische Belastungen auszugleichen hat als jeder andere Mensch. Dies ist in der Trivial-Esoterik so im allgemeinen nicht bekannt. „Das bedeutet, wenn sich ein Meister in ein entropisch-negatives6 Programm begibt (im Dienste an oder zur Aufsicht über niedere physische Welten), werden seine Inkarnationen7 in zunehmenden Begrenzungen aktiviert, und zwar aufgrund des allgemeinen Umstandes retrograder Evolution8, die die Seele dahingehend beeinflusst, … in sich wiederholende Existenzfolgen zurückgezogen zu werden“9.


Nur durch Seelenerziehung und Veredelung des Bewusstseinslichtes können auferlegte Begrenzungen überwunden werden, was im Kap. Nr. 38-D >Freundschaft< näher ausgeführt ist. Denn dieser Planet wurde als Folge der Luziferischen10 Rebellion11 in einen Zustand retrograder Evolution versetzt, so dass sogar die Meister den Preis dieser karmischen12 Entwicklung zahlen müssen, indem sie ständig physischen Begrenzungen und einem Leben in Unkenntnis der göttlichen Stimme ausgesetzt sind13. Weitere Darlegungen über Meister, Gurus und Yogis finden sich im Kapitel Nr. 24-A >Ashram<. - Nun habe ich leider noch nicht den Stand eines spirituellen Meisters erlangt, jedoch darf man annehmen, dass die vorgenannten karmischen Belastungen auch bereits auf den geistigen Aspiranten in einer relativierten Weise zutreffen.


Welche Qualen ein wirklicher spiritueller Meister trotz seiner geistigen Vollkommenheit und hohen Adeptschaft14 u.U. erleiden muss, wird hier an dem konkreten Fall von Meister Arion15 geschildert, der durch einen sog. „Walk-In16 sich bereits 1923/1924 in dem 14-jährigen Franz Bardon17 inkarniert hat (geboren wurde er am 01.12.190918), was im Kapitel Nr. 30-E >Erdgebundene Seele< dargelegt ist. Von dem erwachsenen FRANZ BARDON stammt das Buch >Der Weg zum wahren Adepten<, das in dem hiesigen Kapitel Nr. 8-B >Überlastung< angesprochen ist bzw. zu dem ich (im Jun.2007) auch eine etwas kritische Stellungnahme abgegeben habe.


Erst im Januar 2010 erhielt ich dann weitere Informationen, die alles in einem etwas anderen Licht erscheinen lassen. Da nun der frühere Besitzer des Körpers von FRANZ BARDON, der diesen mit 14 Jahren verlassen hat, ein schweres Karma auszutragen hatte, hatte sich Meister Arion trotz seiner geistigen Vollkommenheit und hohen Adeptschaft vor der Göttlichen Vorsehung verpflichtet gehabt, dieses Karma vollends zu bereinigen. Dadurch hatte Meister Arion in FRANZ BARDON sehr viel durchzumachen.


Um informationshalber wenigstens einiges zu erwähnen, hat Otti Votavova, die Sekretärin von FRANZ BARDON, auf zahlreiche Existenzkämpfe, wiederholte Verhaftungen und mehrere Monate Konzentrationslager (durch das Nazi-Regime19) hingewiesen, die FRANZ BARDON erleiden musste20. Der Herausgeber der Werke von FRANZ BARDON hat des weiteren 1995 in einem Nachwort ergänzt: „Von Hitler21 wurden Franz Bardon hohe Ämter in seiner Regierung angeboten, falls er ihm mittels seiner magischen Fähigkeiten helfen würde, den Krieg zu gewinnen“22.


Außerdem sollte FRANZ BARDON die Adressen von bestimmten Geheimorden (Logen) an Hitler verraten. Als FRANZ BARDON seine Hilfe verweigerte, wurde er auf Hitlers Veranlassung den grausigsten Folterungen ausgesetzt23, die er alle auf Geheiß der Göttlichen Vorsehung mit eiserner Standhaftigkeit über sich ergehen ließ, obwohl er sich ihrer mit seinen magischen Fähigkeiten hätte erwehren können. In dem Buch >Erinnerungen an Franz Bardon< sind weitere schreckliche Dinge geschildert, die ich hier wegen der furchtbaren Assoziationen in mir gar nicht wiedergeben kann24.


So legt auch die Sekretärin Otti Votavova dar: „Durch meine kurzgefassten Angaben wird vielen Lesern erst richtig klar, warum auch ein großer Geist, dessen außergewöhnliche Fähigkeiten an die Fähigkeiten und die Macht der Göttlichen Vorsehung heranreichen, dennoch so manches, ja sogar das Unangenehmste (ich würde sagen „das Schrecklichste“; Anm.d.Verf.) über sich ergehen lässt, ohne dabei auch nur mit der Wimper zu zucken, obwohl andernfalls doch eine kleine Handbewegung genügen würde, um alle seine Verfolger augenblicklich unschädlich zu machen“25.


Deshalb ist es nur der menschlichen Unwissenheit zuzuschreiben, wenn aufgrund eines solchen Schicksals der wahre Eingeweihte als unfähiger Mensch hingestellt wird, nur weil dieser, dem Gebot der Göttlichen Vorsehung treu bleibend, dies alles erträgt. Kurz vor Ende des Krieges ist FRANZ BARDON dann noch von den Nazis zum Tode verurteilt worden, doch bevor das Urteil vollstreckt werden konnte, wurde das Konzentrationslager bombardiert. FRANZ BARDON wurde von Mitgefangenen befreit und konnte fliehen26.


Nach dem Krieg arbeitete FRANZ BARDON als Heilpraktiker in seiner Heimat, der Tschechoslowakei. Da wurde er dann jedoch 1949 ein weiteres Mal verhaftet, nur mit dem Unterschied, dass jetzt die Kommunisten an der Macht waren. „Ohne Beweise wurde er als Scharlatan angeklagt und zur Zwangsarbeit verurteilt. Es gelang ihm aber dann, eine Erkrankung von Epilepsie vorzutäuschen, worauf er nach ca. 2 Monaten entlassen wurde“.


Das nächste Mal wurde FRANZ BARDON am 26.03.1958 in seiner Wohnung verhaftet. „Angeklagt wurde er hauptsächlich wegen ´unerlaubter Arzneimittelherstellung`, da er viele seiner Heilmittel nach alchemistischen Rezepten selbst herstellte. Ehe es jedoch zur Gerichtsverhandlung kam, starb der Meister in der Gefängnisabteilung des Krankenhauses“27, u.z. am 10.07.195828. Wie hier in dieser Autobiographie zum Schluss des Kapitels Nr. 18 >Schlafstörungen< noch erwähnt ist, starb FRANZ BARDON wohl an einer Zerstörung der Bauchspeicheldrüse. Es sind in dem betreffenden Kapitel weitere Erkrankungen von ihm dargelegt, die alle seine Schaffenskraft schwer belasteten, ihn aber nicht an seinem Werk hindern konnten.


Zwischenzeitlich (schätzungsweise nach 1945 und vor 1955) fand für >Frabato< (also für FRANZ BARDON) eine geistige Zusammenkunft mit dem Oberhaupt der Brüder des Lichts statt, wo >Frabato< in den „Rat der Zwölf Alten“ aufgenommen wurde, insbesondere auch deshalb, weil er sich den karmisch bedingten Grausamkeiten freiwillig unterworfen hatte. Mit der Aufnahme in den „Rat der Zwölf“ hatte >Frabato< neben den elf anderen geistigen Brüdern den höchsten Rang erreicht, den ein Mensch in der Hierarchie der Eingeweihten erreichen kann. Und es wurde >Frabato< von dem geistigen Oberhaupt gesagt, dass er überhaupt zu den reifsten aller Menschen gehören würde. Bei HURTAK in >Die Schlüssel des Enoch< ist eine Benennung des „Rates der Zwölf“ als „Himmelssöhne, die mit JHWH29 bei der Beaufsichtigung über die Erschaffung und Erneuerung der niederen Welten arbeiten“30.


Ende des >Vorspanns<.

Es folgt Teil A des Kapitels Nr. 1 >Einleitung<.